Gynäkologe

GynäkologeDer Begriff des Frauenarztes gilt ALS umgangssprachliche Bezeichnung für den Gynäkologen.

Ein Gynäkologe befasst sich mit dem Fachgebiet der Frauenheilkunde, wobei die Diagnose & Behandlung von Erkrankungen innerhalb des weiblichen Fortpflanzungs- und Sexualtraktes im Fokus stehen… Hier in diesem Ratgeber werden Sie nun umfassend über die Arbeit, Behandlungen und Untersuchungsmethoden eines Gynäkologen informiert.

Was ist ein Gynäkologe!

Die Arbeit von Gynäkologen dient der Gesundheit weiblicher Fortpflanzungsorgane, wobei der Fokus auf Erhaltung und Wiederherstellung dieser Organe liegt. Obwohl die offizielle Bezeichnung eines Gynäkologen „Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe“ lautet, wird hier oft verallgemeinernd der Begriff „Frauenarzt“ benutzt.

Hat ein Gynäkologe ein medizinisches Hochschulstudium absolviert, so hat er eine Grundvoraussetzung erfüllt. Im Anschluss an dieses Studium folgt noch eine fünfjährige fachspezifische Weiterbildung, von der mindestens drei Jahre als regulärer Stationsdienst bewältigt werden müssen. Das Aufgabengebiet eines Gynäkologen ist breit gefächert und umfasst sowohl die Durchführung operativer Eingriffe, hier sei die Sterilisation genannt, als auch die Patientenberatung in Sachen unterschiedliche Verhütungsmethoden oder unerfüllter Kinderwunsch.

Die Behandlungen!

Der Arbeitsalltag von Frauenärzten ist geprägt von Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane und Fragen, die sich um die Empfängnis drehen. Dabei kommt der Diagnose und Behandlung von Geschlechtskrankheiten bzw. von Veränderungen, ob gutartig oder bösartig, eine exponierte Stellung zu.

Der Gynäkologe berät aber auch bei der Verordnung eines Verhütungsmittels, das explizit zur Patientin passt. Sollte es medizinisch notwendig sein, werden vom Gynäkologen auch operative Eingriffe durchgeführt. Bei diesen kann es sich sowohl um die Entfernung von Geschwülsten und Zysten als auch eine Sterilisation handeln.

Auch viele kinderlose Paare suchen den Rat des Gynäkologen, um sich über Hormonbehandlungen als unterstützende Methoden für eine Wunsch-Schwangerschaft zu informieren. Kommt es zu einer Schwangerschaft, so wird die Entwicklung des Embryos vom Gynäkologen überwacht, so dass auftretende Probleme sehr früh erkannt werden können.

Parallel zu den Grundlagen der gynäkologischen Behandlungsgebiete ist es möglich, sich für ein weiteres Fachgebiet zu spezialisieren, das sich in erster Linie mit der Überwachung ungeborenen Lebens beschäftigt. In diesem Kontext fällt dann der Name „Pränatal-Medizin“. Die Kindergynäkologie widmet sich u.a. den Fehlbildungen kindlicher Geschlechtsorgane, allerdings fordert dieses Fachgebiet noch einmal gesonderte Kenntnisse in Kinderheilkunde und Psychologie.

Im Zusammenhang mit der Pränatal-Diagnostik kommt gerade der Chorionzottenbiopsie eine besondere Stellung zu. Diese freiwillige Untersuchungsmethode beinhaltet die Entnahme von Mutterkuchen-Gewebe, um Chromosomenveränderungen sowie genetische Erkrankungen sicher nachzuweisen.

Die Untersuchung erfolgt im frühen Stadium einer Schwangerschaft und schließt Krankheiten wie Trisomie 13, das Pätau-Syndrom, Trisomie 18, das Edwards-Syndrom, und Trisomie 21, das Down-Syndrom, aus. Aber auch verschiedene Stoffwechsel– bzw. Erbkrankheiten wie die Bluterkrankheit (Hämophilie), die Mukoviszidose oder der Muskelschwund, die Muskeldystrophie, lassen sich auf diese Art und Weise ausschließen.

Allerdings hat auch die Chorionzottenbiopsie ihre Grenzen, denn Fehlbildungen, wie zum Beispiel ein Herzfehler, lassen sich nicht feststellen. In solchen Fällen muss sich einer Fruchtwasseruntersuchung bedient werden, die auch Neuralrohrdefekte wie einen offenen Rücken oder eine Anenzephalie, das teilweise oder völlige Fehlen des Großhirns und anderer Hirnbereiche sowie des Schädeldachs, diagnostiziert. Die Untersuchungsmethode der Fruchtwasseruntersuchung kommt auch in puncto Fehlbildungen der Bauchwand sowie einer Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter & Kind zum tragen.

Auch die Lehre der weiblichen Brust, die Senologie, gilt als spezialisierte Fachrichtung eines Gynäkologen. Hat ein Frauenarzt diesen Entwicklungsweg eingeschlagen, so ist er in der Lage, Erkrankungen bzw. Veränderungen der weiblichen Brust zu diagnostizieren bzw. zu behandeln.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden!

Wie bereits mehrfach erwähnt, befasst sich ein Gynäkologe mit Frauenheilkunde. In diesem Zusammenhang stehen ihm die unterschiedlichsten Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Die Routineuntersuchung bei einem Gynäkologen beinhaltet zumeist eine gründliche Untersuchung von Scheide, Gebärmutter und Eierstöcken. Zu diesem Zweck ist es notwendig, die Patientin in einem speziellen Stuhl zu positionieren, der dem Gynäkologen ermöglicht, die genannten Organe gut zu sichten und zu erreichen.

Es ist gang und gäbe, dass eine Ultraschallaufnahme von Gebärmutter und umliegenden Organen angefertigt wird, die es ermöglicht, eventuelle Veränderungen zu entdecken. Anschließend folgt eine Tastuntersuchung der Eierstöcke. Die folgende Untersuchung von Muttermund und dem Inneren der Scheide erfolgt mittels eines Spekulums.

In der Regel wird bei einer solchen Untersuchung auch ein Abstrich genommen, der aus einer Probe der Schleimhaut besteht und im Labor untersucht wird. Die erforderlichen Instrumente richten sich nach der körperlichen Beschaffenheit der Patientin und stehen in den unterschiedlichsten Größen zur Verfügung. Um schmerzhafte und unangenehme Momente während der Behandlung mit dem Spekulum auszuschließen, verwendet der Gynäkologe ein sanftes Gleitgel.

Bewahrheitet sich der Verdacht hinsichtlich einer Erkrankung, so werden weiterführende Untersuchungen in Praxis oder Krankenhaus folgen. Sollte es sich um eine Schwangerschaft handeln, die überwacht werden muss, so kommt ein Ultraschallgerät zum Einsatz, das die Fötus-Entwicklung überwacht, und auch die Herztöne des Ungeborenen misst.

Worauf sollte die Patientin besonders achten?

Gynäkologen gibt es allerorten. Allein in Deutschland sind bei der hiesigen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe ca. 20.000 hochqualifizierte Frauenärzte registriert. Sind Frauen auf der Suche nach einem passenden Gynäkologen, sollte zuerst seine fachliche Kompetenz im Fokus stehen.

Werden spezielle Fachkenntnisse gewünscht, so kann es notwendig werden, die entsprechenden Qualifikationen zu prüfen.

Bei der Wahl des richtigen Frauenarztes sind aber auch emphatische Eigenschaften gefragt, denn eine frauenärztliche Untersuchung bringt es mit sich, dass sehr intime Körperstellen einer Kontrolle unterzogen werden. Der Wohlfühlfaktor und das Vertrauen müssen also unbedingt auf der Agenda der Wünsche stehen.

Es ist daher auch notwendig, „Tacheles“ zu reden, wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, mit seinem Gynäkologen ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Ein Wechsel des Gynäkologen ist in solchen Fällen oft unabdingbar und kein Grund für Scham. Oft hat sich auch schon ein reger Erfahrungsaustausch mit anderen Patientinnen oder Freundinnen bewährt, um letztendlich doch „den“ individuellen Gynäkologen zu finden.

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