Erste Hilfe bei Verätzungen

Eine Verätzung Verätzung kann häufiger auftreten, als Sie vermuten.

Hierbei kommen Ihre Schleimhäute im Bereich von Mund, Speiseröhre sowie des MagenDarm-Trakts oder Ihre Haut in Kontakt mit einer chemischen Substanzen. In der Regel sind dies starke Säuren oder Laugen. Sobald diese Ihre Haut berühren, versteht eine Verätzung. Das bedeutet, es kommt zu einer Verletzung in Form einer Verflüssigung des beschädigten Bereichs. Dadurch kann der chemische Stoff tiefer in den Organismus eindringen.

Wie stark die Schädigung ist, hängt von der Menge sowie Dauer der Einwirkung und der Konzentration des ätzenden Stoffes ab.

Erste Hilfe bei Verätzungen

Sobald eine Verätzung geschehen ist, ist es wichtig, dass Sie sich selbst schützen.

Berühren Sie die betroffene Person niemals ohne Schutzhandschuhe, –Brille oder -kleidung, denn die chemischen Stoffe könnten auch Sie verletzen. Liegt eine Verätzung der Schleimhäute vor, sollte die betroffene Person zunächst viel Flüssigkeit in Form von Leitungswasser oder Tee zu sich nehmen. Am besten ist das Trinken in kleinen Schlucken.

Wichtig ist auch die Schockbekämpfung, denn eine Verätzung tut sehr weh, wodurch ein Schockzustand entsteht. Reden Sie beruhigend auf den Verletzten ein und versuchen Sie dadurch den Schock zu mindern. Stellen Sie Erbrochenes sowie vorgefundenes Ätzmittel sicher. Dieses kann bei der späteren Behandlung durch den Notarzt helfen.

Die Verätzung der Augen

Spülen Sie das verätzte Auge sofort mit viel Wasser aus. Das gilt nicht, wenn es sich um eine Verätzung mit Branntkalk oder Zement handelt. Diese können nur von einem Augenarzt entfernt werden. Wasser würde nur dafür sorgen, dass die Verätzung verstärkt wird.

In einem solchen Fall sollten Sie sofort den Augenarzt aufsuchen, denn schon nach kurzer Zeit kann es zur Trübung der Hornhaut sowie Erblindung kommen. Ansonsten sollte sich der Betroffene auf den Boden legen. Wenden Sie den Kopf zur Seite des verätzten Auges.

Gießen Sie jetzt Wasser aus etwa 10 Zentimeter Höhe in den inneren Augenwinkel. Das Wasser sollte über den Augapfel und den äußeren Augenwinkel nach außen fließen. Wichtig ist, dass Sie bei der gesamten Behandlung das gesunde Auge schützen, denn es kann vorkommen, dass die ätzende Flüssigkeit noch „wandert“.

Die Verätzung der Haut

Eine Hautverätzung geschieht am häufigsten, wobei Sie immer eine Selbstgefährdung vermeiden sollten. Entfernen Sie sämtliche Kleidung, welche von den Chemikalien benetzt wurden. Hohe Konzentrationen der Säure oder Lauge entfernen Sie mit einem Tuch. Die betroffene Stelle spülen Sie anschließend unter fließendem Wasser.

Wichtig ist, dass Sie den Bereich so abspülen, dass die betroffene Stelle nicht vergrößert wird. Das bedeutet, das Wasser sollte den kürzesten Weg über die Haut nehmen. Sollte kein Wasser vorhanden sein, befreien Sie den betroffenen Bereich mit Zellstoffmull-Kompressen von den ätzenden Stoffen. Wichtig: Jeden Tupfer dürfen Sie nur einmal benutzen. Legen Sie danach einen Verband an.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Sobald eine Verätzung stattgefunden hat, unwichtig in welchen Bereich, sollten Sie einen Notarzt verständigen. Der Grund ist, dass Sie zwar den Bereich befreien und säubern, jedoch die Verätzung an sich nicht behandeln können.

Es liegt immer noch eine große Wunde vor, welche sich bei einer falschen Behandlung entzünden und verschlimmern kann. Zudem gibt es bei einigen Chemikalien besondere Aspekte zu beachten, weshalb es wichtig ist, dass Sie diese aufbewahren und den Notarzt mitteilen, um welche es sich handelt.

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