Traum

Träume können manchmal wunderschön und manchmal furchteinflößend sein. Manchmal Erinnern wir uns an sie, an manchen Tagen wissen wir nicht einmal, ob wir etwas geträumt haben. Viele Experten meinen, dass unsere Träume die Erfahrungen jedes einzelnen aus dem Alltag widerspiegeln.

Dinge, die uns wichtig sind, egal ob bewusst oder unterbewusst, werden in unsere Träumen integriert. Dazu zählen gute, aber auch schlechte Dinge. In diesem Ratgeber Gehen wir explizit auf die Thematik Träumen ein, um für ein umfassendes Bild zu sorgen. Unter anderem werden wir auf Krankheiten & Beschwerden eingehen, welche durch ein dauerhaft negatives träumen ausgelöst werden können.

Was ist ein Traum?

Träume sind Bilder, welche während der Schlafphasen entstehen. Hierbei wird keines der einzelnen Stadien ausgelassen (Einschlafen, REM-Schlaf, NREM-Schlaf, Aufwachen). An sich kann man einen Traum als psychische Aktivität unseres Gehirnes betrachten, welche im Verlauf der nächtlichen Erholungsphase stattfindet. Oftmals entstehen als Resultat dieser Tätigkeit lebhafte Bilder, welche starke Emotionen auslösen können. Wacht der Schlafende auf, so kann er sich meist nur teilweise oder des Öfteren auch gar nicht an das Geträumte erinnern.

Neben schönen Bildern können auch jene Bilder auftauchen, die mit Angst und Schrecken in Verbindung gebracht werden. Diese Konstruktionen tragen den Namen Albtraum. Die Begrifflichkeit stammt aus der germanischen Mythologie. Schlechte Träume sollten dort durch die Alben (Elfen) hervorgerufen worden sein. Ein unangenehmes Druckgefühl im Brustbereich entstand dadurch, dass man sich diese germanischen Elfen vor dem Schlafengehen auf der eigenen Brust vorstellte.

Alternative zu Träumen im Schlaf – die Tagträume

Nicht immer muss das Geträumte während der Schlafphase stattfinden. Auch im Wachzustand können ähnliche Bilder entstehen. Sie werden also im vollen Bewusstseinszustand erlebt. Die Begrifflichkeit für dementsprechende Phänomene ist Tagtraum.

Das Einzigartige dieser Tagträume liegt darin, dass sie nicht unbewusst stattfinden, sondern sogar gesteuert und oftmals auch selbst herbeigeführt werden können. Es handelt sich um eine hervorgerufene Fantasiewelt, die fern von jeglichen Reizen der äußeren Umwelt stattfindet.

Wissenswert: Tagträume gehören zur Kategorie Trance, in die sich Menschen oftmals selbst versetzen können.

Nachtträume – manchmal sehr real, manchmal strikt unmöglich

Inhalte aus Träumen können oftmals nicht in die Realität integriert werden. Hierbei treten beispielsweise fliegende Menschen oder komplette Fantasiewelten mit Elfen und bunten Elefanten auf. Das Treffen eines Prominenten klingt zwar etwas realer, liegt in den meisten Fällen jedoch auch nicht im Bereich des Möglichen.

Neben den unrealen Inhalten können aber auch sehr reale Geschichten vor dem geistigen Auge ablaufen. Menschen, die gerade auf Diät sind, können des Öfteren von dem Lieblingsessen träumen. Sie können jedoch auch so real werden, dass man am nächsten Morgen nicht genau weiß, ob die Story passiert ist oder nicht. Beispielsweise streitet man sich mit einem geliebten Menschen, bekommt in der Nacht aber eine versöhnende Nachricht und am nächsten Morgen sucht man diese verzweifelt. In diesem Fall ist es nicht mehr möglich, Geträumtes und Realität sauber zu trennen.

Die Häufigkeit des Träumens

Die Häufigkeit des Träumens unterscheidet sich vermutlich nicht großartig zwischen einzelnen Personen. Entscheidender hierbei ist wohl jener Punkt der Erinnerung. Während sich die Einen deutlich besser an ihre Träume erinnern können, wissen die Anderen nicht einmal mehr, dass sie überhaupt etwas im Schlaf gesehen haben.

An sich kann trainiert werden, wie gut man sich an seine Träume erinnert. Ein Traumtagebuch ist eine gute Möglichkeit, um das Erinnerungsvermögen auszuweiten und zugleich die Intensität des Traumes zu erhöhen. Eine Meditation ist eine weitere sinnvolle Option, welche vor dem Schlafengehen durchgeführt werden sollte.

Tipp: Nicht jeder möchte sich an seine Träume erinnern. Albtraumgeplagte können die Rückblende auf das Geträumte unterdrücken. Hierfür kommen Psychopharmaka in das Spiel, um einen quasi traumlosen Schlaf genießen zu können.

Funktion & Aufgabe

 

  • Physiologische Antwort neuronaler Prozesse
  • Reflexion des Unterbewusstseins
  • Neu erlebte Informationen werden mit alten vor dem Speichern vermischt
  • Durch Träume auf das zukünftige Lebenssituationen vorbereiten
  • Lernen, Ängste zu überwinden und mit Angstsituationen umzugehen

Der genaue Grund des Träumens ist bis heute nicht bekannt. Je nach wissenschaftlichem Hintergrund werden hier verschiedene Theorien sowie Hypothesen genannt und aufgestellt. Betrachtet man die Hirnforschung, so ist ein Traum eine physiologische Antwort für spezielle neuronale Vorgänge.

Doch auch die Tiefenpsychologie hat sich mit diesem Phänomen beschäftigt. Eine Reflexion des Unterbewusstseins liegt dieser Wissenschaft nahe. Im Großen und Ganzen ist jedoch klar, dass das Gehirn während der nächtlichen Ruhephase all jenes verarbeitet, was während des Tages gelernt sowie erlebt wurde.

Eine weitere Theorie ist die Vermischung neuer sowie alter Informationen, bevor diese abgespeichert werden. Sinnvoll soll daher ein 20- bis 30-minütiger Schlaf sein, nachdem man gelernt hat. Die gelernten Themen werden in dem Prozess verarbeitet und abgespeichert, da die den Schlafenden gerade noch beschäftigen.

Tipp: Auch Lösungen können in Träumen auftreten, indem die aktuellen Themen mit alten Informationen kombiniert werden und somit einen idealen Rat geben, auf den man im Wachzustand niemals oder erst deutlich später gekommen wäre.

Ähnliche Theorien besagen, dass Träume auf das Leben in Bezug auf bevorstehende Situationen vorbereiten sollen. Aus diesem Grund träumen kleine Kinder sehr intensiv, wenn sie sich im REM-Schlaf befinden. Hierbei handelt es sich um die tiefste aller Schlafphasen, dementsprechend wird auch am meisten geträumt. Zudem macht die Tiefschlafphase ungefähr 20 Prozent des gesamten Schlafes aus. REM steht für Rapid-Eye-Movement. Diesen Namen hat die Tiefschlafphase erhalten, da sich die Augen des Schlafenden hinter den Lidern hin und her bewegen. In diesem Zeitraum arbeitet das Gehirn als am Intensivsten.

Handelt es sich um kleine Kinder, so werden beispielsweise Greifreflexe sowie Muskelbewegungen verarbeitet. Diese benötigen sie im späteren Leben noch und werden somit ideal während der Schlafphase abgespeichert.

In puncto Angst kann eine weitere Theorie genannt werden. Wissenschaftler dieser Aussage geben an, dass Menschen durch ihre Träume lernen sollen, mit Angstsituationen gehen zu können. Zudem sollen Ängste bestenfalls überwunden werden.

Krankheiten & Beschwerden

Wer stets von Albträumen geplagt wird, kann im schlimmsten Fall Krankheiten und Beschwerden entwickeln. Gerade Albträume, die immer wieder zurückkehren, können starke Belastungen mit sich bringen. Ist man am folgenden Tag traurig, ängstlich oder noch immer total an den Traum gefesselt, sodass das Einschlafen von Tag zu Tag schwieriger wird, dann sollte man profesionelle Hilfe aufsuchen.

Auslöser für Albträume

Der wohl am häufigsten auftretende Grund für Albträume ist Stress. Jedoch können die Ursachen auch bei Filmen und Fernsehserien liegen. Gerade kleinere Kinder sollten daher auf die Altersbegrenzung achten. Ein weiterer Fakt sind eventuelle Schicksalsschläge, die sich immer wieder in den Träumen widerspiegeln. Angst sowie Schuldgefühle werden in Träumen Schritt für Schritt verarbeitet und abgespeichert, sodass sie auch immer wieder auftreten können.

Weitere Auslöser sind traumatische Erlebnisse, Unfälle, Vergewaltigungen sowie Misshandlungen. Diese Punkte können zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führen, welche die Träume zudem negativ beeinflusst. Die Reaktion auf die Albträume ist heftiger als in normalen Fällen. Folgliche Symptome können Herzrasen aber auch eine Innere Unruhe sein.

Achtung: Erfolgt keine Behandlung, so können die negativen Träume ein Leben lang erhalten bleiben.

  • Stress
  • Filme & Serien
  • Schicksalsschläge
  • Schuldgefühle
  • Ängste
  • Traumatische Erlebnisse
  • Misshandlungen
  • Vergewaltigungen
  • Unfälle

Mögliche Therapien bei Albträumen

Möchte man keinen Arzt aussuchen, so können als erste Instanz eigene Übungen angewandt werden. Diese führen dazu, dass der Alltag etwas entlastet wird. Nutzt man beispielsweise Entspannungsübungen, so können positive Gefühle hervorgerufen werden. Zudem sorgen sie für einen deutlich ruhigeren Schlaf.

Dieser Effekt kann optimal verstärkt werden, indem man professionelle Entspannungsmethoden nutzt. Zudem sorgen Yoga sowie Meditationen für ausreichend Entspannung, sowie eine Progressive Muskelentspannung. Der Alltag kann ideal entschleunigt werden.

  • Entspannungsübungen
  • Yoga
  • Meditationen
  • Progressive Muskelentspannungen

Posttraumatische Belastungsstörungen hingegen müssen über einen langen Zeitraum therapiert werden, genauso wie Angstneurosen. Bleiben diese untherapiert, so können in den schlimmsten Fällen Suizidgedanken auftreten. Aus diesem Grund ist es wichtig, frühzeitig den ersten Schritt zu machen und professionelle Hilfe aufzusuchen.

Fragen & Antworten zur Thematik „Traum“

 

Kann aktiv entschieden werden, was man träumt?

An sich erscheinen die Themen in den einzelnen Träumen immer recht unbewusst. Mit ausreichend Training kann es jedoch möglich sein, die Träume in eine gewisse Richtung zu lenken. Wenn man vor einem Traum meditiert und zudem an eine ganze bestimmte Sache oder auch Person denkt, so ist es nicht unmöglich, dass genau diese Thematik im Traum verarbeitet und abgespielt wird. Dies gelingt jedoch eher weniger, wenn es andere Sachen im Alltag gibt, die einen deutlich mehr beschäftigen.

Können Träume aufgezeichnet werden?

Es ist nicht möglich, eine Aufnahme von den eigenen Träumen zu machen, auch wenn dies in einigen Fällen sehr schön klingen mag und in anderen widerum hilfreich zur Analyse wäre. Jedoch können Gehirnströme aufgenommen und Auswertungen erstellt werden. Die Bilder jedoch erscheinen nur in dieser Nacht und nur vor dem eigenen geistigen Auge.

Können äußere Umwelteinflüsse aktiv in den Traum einfließen?

Es gibt Phänomene, in denen man den eigenen Wecker einbaut. Diese Szene kennen wohl viele, jedoch verschläft man trotzdem, da der Wecker während der eigenen Traumphase wahrgenommen wurde. Einige Einflüsse können in der Tat die Träume aktiv beeinflussen. Auch das Klingeln eines Handys kann weitere Träume beeinflussen, sodass man am nächsten Morgen nicht mehr zwischen Realität und Traum auseinanderhalten kann.

Unser Fazit zu Träumen

Träume sind sehr komplex und weitestgehend unerforscht. Sie können schön und grausam zugleich sein. In einigen Fällen verarbeiten sie, in anderen bringen sie ideale Ideen mit sich. Dauerhaft negative Bilder während der Schlafphasen sorgen zudem für ernsthafte Erkrankungen, welche unbehandelt ein ganzes Leben andauern und in einigen Fällen zum Tode führen können. Wichtig ist es, in diesem Fall rechtzeitig professionelle Hilfe anzunehmen, um wieder behutsam Schlafen und schön träumen zu können. Andernfalls sorgen Psychopharmaka dafür, dass ein traumloses Schlafen möglich ist. Eine Dauerlösung stellt diese Option jedoch nicht unbedingt dar.

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