Rote Muttermale

Was sind Rote Muttermale?

Viele finden die kleinen Male wie Sommersprossen, Muttermale oder Leberflecken richtig süß, anderen hingegen sind sie ein Dorn im Auge und sie würden sie am liebsten, für immer loswerden. Speziell wenn sie sich vermehren, oder dunkler werden.

Doch sind die Hautveränderungen harmlos, oder sollte man sie doch lieber von einem Hautarzt kontrollieren lassen? Hier erfahren Sie, wie diese Flecke entstehen und warum einige von selbst wieder verschwinden. Auch über die Unterschiede der Leber-, Alters- und Sonnenflecken, sowie der Sommersprossen, klären wir hier auf und wann Sie besser einen Arzt aufsuchen sollten.

Gefahr droht bei rötlichen Flecken

Wenn sich auf der Haut statt der üblichen Sommersprossen und braunen Leberflecken, kleine rote Flecken bilden, können sie erste Symptome für den so genannten hellen Hautkrebs sein. „Vor allem an Hautstellen, die im Verlauf des Lebens viel Licht und Sonne abbekommen, können sich kleine, häufig auch glänzende Knötchen bilden. Sie werden langsam größer, sind rötlich gefärbt und können Krusten oder wulstige Ränder ausbilden,“ erklärt die Ärztin. Bemerkt man an seinem Körper solche Flecken, sollte man diese von einem Dermatologen kontrollieren lassen. Mit einem Hautkrebsscreening kann er bösartige Veränderungen frühzeitig feststellen und behandeln.

Überprüfen der Pigmentmale mit der ABCD-Regel

Sollte sich jemand die Frage stellen, ob bei ihm eine gefährliche Hautveränderung vorliegt, kann die ABCD-Regel schon erste Antworten liefern. Man sollte dies beachten, Hautveränderungen können ein ernstes Thema sein, denn im schlimmsten Fall kann sich aus einer Hautveränderung, Hautkrebs entwickeln. : „Der schwarze Hautkrebs kann an allen Körperstellen auftreten“, wie Dermatologen aufklären. Erste Symptome können sein, dass sich ein Muttermal in Farbe, Größe und Form verändert.

Selbst Laien können mit der ABCD-Regel die Gefahr der Veränderung von Muttermalen recht gut abschätzen. Ist lediglich ein Kriterium der Regel erfüllt, ist dies zwar noch nicht unbedingt ein gefährliches Anzeichen, ein Hautarzt sollte die betroffene Stelle dennoch regelmäßig kontrollieren. „Weist ein Leberfleck mehrere Kriterien der ABCD-Regel auf, dann ist das ein Anzeichen, für eine eventuelle Hautkrebsgefahr und der Arzt sollte unbedingt eine Untersuchung durchführen.“

Sind große Leberflecken gefährlicher als kleine?

Permanent auf der Haut sind Leberflecken, Muttermale, Schönheitsflecken und Pigmentmale. „Das sind einfach verschiedene Begriffe für zunächst einmal gutartige Hautveränderungen. Die Haut ist hier dunkel gefärbt und hebt sich dadurch von der helleren ab,“ erklären Experten. Vor allem in Größe, Farbe und Form unterscheiden sie sich, sie treten entweder knotig, oder flach auf der Haut auf. „Man kann zunächst nicht sagen, dass einige besonders gefährlich sind. „Allerdings sind prinzipiell die kleinen Male, solange sie sich nicht auffällig verändern, unproblematischer.“

Auch in jungen Jahren können Altersflecken auftreten

Altersflecken und Sommersprossen sind gutartige Pigmentstörungen. Im Unterschied zu Sommersprossen bleiben Altersflecken jedoch bestehen. Meist treten sie bei älteren Menschen auf Hautpartien auf, die über lange Zeit der Sonne ausgesetzt waren, also auf den Handrücken, oder dem Gesicht. Wer sich intensiver Sonneneinstrahlung aussetzt, oder häufig ins Solarium geht, kann die Altersflecken, jedoch schon früher bekommen. Besonders bei Blonden oder Rothaarigen mit dem Hauttyp 1 oder 2 bilden sie sich dann schon früher.

Sommersprossen sind harmlos

Die Dermatologin der Berliner Charité, Maja Hofmann erklärt: „Sommersprossen bilden sich durch erhöhte Sonneneinstrahlung an Hautarealen wie Gesicht, Armen oder Schultern – dort wo besonders viel Sonne hinkommt“. Sie verschwinden mit dem Ende des Sommers.

Werden sie dennoch als störend empfunden kann der Hautarzt sie mit einem speziellen Laser entfernen. Durch das Lasern werden die Pigmente der Haut zerstört und die Flecken verschwinden. Sie können jedoch bei erneuter Sonnebestrahlung wieder auftreten.

Reibung kann die Pigmentmale reizen

Abstehende oder knotige Male allerdings stören Betroffene teils bei alltäglichen Beschäftigungen. Beim Anziehen beispielsweise bleibt man mit dem Kleidungsstück daran hängen – ein Gesundheitsrisiko: „Hier können Reizungen bösartige Veränderungen und Hautkrebs hervorrufen – besonders an Arealen, die häufiger belastet oder berührt werden, wie am BH-Verschluss bei Frauen oder im Bartbereich bei Männern,“ sagt die Expertin. Auch Leberflecken an der Fußsohle sind einer chronischen Belastung ausgesetzt. „Sie werden eher gereizt und sollten daher besser vom Hautarzt herausgeschnitten werden.“

Gene und Sonne sind verantwortlich

Wenn ein Mensch viele Flecken hat, ist hängt dies oft mit den Genen zusammen. . „Wenn ein Elternteil viele Muttermale hat, dann bekommen meist auch die Kinder welche,“ erklärt die Expertin. „Man weiß aber auch, dass Menschen, die in der Kindheit häufig in der Sonne waren, später viele Muttermale besitzen.“ Damit nicht allzu viele neue Flecken entstehen oder sie sich bösartig verändern, gilt: „Menschen mit dieser Veranlagung sollten einen hohen Lichtschutzfaktor verwenden und die aggressive Mittagssonne meiden. Bei starker Sonneneinstrahlung sollte man besser ein T-Shirt anziehen und Kinder immer ausreichend schützen“, rät Hofmann.

 

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