Muttermal

Steckbrief: Muttermal

  • Name(n): Muttermal; Nävus
  • Art der Krankheit: Hautwucherung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: 99% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Dermatologe
  • ICD-10 Code(s): d22.9 et.al.

Muttermale – Schmückendes Beiwerk oder gefährliche Wucherungen?

Muttermale kennt nicht nur jeder, sondern jeder hat sich auch. Lediglich Personen, die an Albinismus leiden, haben bisweilen keine Muttermale oder Nävi, wie sie auch in der Fachwelt bezeichnet werden.

Nävi sind in der Regel nicht gefährlich und stellen also für das Individuum kein besonderes Risiko dar. Dennoch können sie hin und an die Grundlage für Hautkarzinome bilden und sollten darum in regelmäßigen Abständen von einem selbst sowie von einem Dermatologen oder vom Hausarzt untersucht werden.

Entfernungen sind zumeist nicht notwendig und sollten nur auf Verordnung eines Arztes geschehen. Eigenversuche sind sehr gefährlich und führen nicht selten zu schweren Infektionen. Zudem gibt es eine Vielzahl verschiedener Muttermale, die nur für den Laien gleich sind. Zwar sind die Unterscheidungen bisweilen sehr fein, dennoch fallen sie in andere Kategorien und bedürfen ggf. einer anderen Behandlung. Dazu mehr im folgenden Text.

Definition Muttermal

Ein Muttermal, Nävus, ist eine gutartige Hautveränderung, die meist gut umschrieben ist.
Diese Fehlbildung der Haut kann unterschiedliche Ursachen haben. Bei diesen Nävi (Plural von Nävus), kann man verschiedene Herkünfte feststellen.

Diese fleckenartige Erscheinungen können von bestimmten Zellen der Haut, den Melanozyten, ausgehen. Sie produzieren das Melanin, den dunklen Farbstoff der Haut. Das die Haut sich bei Sonneneinstrahlung bräunt, liegt zum Beispiel an der vermehrten Produktion von Melanin. Sie wird auch Pigmentnävi genannt.

Andere Muttermale Gehen von einzelnen, oder mehreren Schichten der Haut aus. Hierzu zählen beispielsweise epitheliale Nävi und Bindegewebsnävi (siehe unten).

Vor allem die Unterscheidung, von gut- und bösartigen Hautveränderungen, ist bei der Diagnosestellung wichtig. Der Hautarzt betrachtet die Flecken durch eine beleuchtete Lupe. Dies reicht normalerweise aus, um zu erkennen, ob es sich um eine gut-, oder bösartige Hautveränderung handelt. Falls der Hautarzt Zweifel hegt, wird er mit einer Biopsie, einer Probeentnahme zur feingeweblichen Untersuchung, klar erkennen, ob eine Gefahr für die Gesundheit besteht.

Bei fast allen Menschen entwickeln sich „erworbene Leberflecke“. UV-Einstrahlung und Sonnenbrand begünstigt ihre Entstehung. Auch ein unterdrücktes Immunsystem kann eine große Rolle spielen. Sie treten beispielsweise bei Chemotherapien, gehäuft auf.

Durch die Vermehrung von Nävuszellen entstehen „Nävi“. Sie werden verdächtigt, dass diese Nävuszellen von den eigentlichen Melanozyten abstammen. Muttermale sind normale angeboren.

In den meisten Fällen sind Muttermale gutartig und nicht gefährlich, sie müssen deshalb nicht entfernt werden, können jedoch auf Wunsch, vollständig chirurgisch entfernt werden. Wurde ein Muttermal entfernt, wächst es nicht nach. Aus einem Muttermal kann sich jedoch durchaus ein bösartiger Tumor entwickeln, es sollte deshalb stets gut beobachtet werden.

Übermäßige UV-Strahlung kann die Entartung von harmlosen Muttermalen begünstigen, man sollte sich der Sonne also nicht über längere Zeit, ohne ausreichenden Schutz aussetzen. Speziell Sonnenbrände, die im Kindesalter erlitten wurden, erhöhen das Risiko der Entstehung von einem bösartigen Melanom.

Grundsätzlich sollten Muttermale stetig beobachtet werden. Neben einer juckender Haut, können auch strukturelle und farbliche Veränderungen ein Warnzeichen für die Entstehung eines Melanoms sein. Sonnenschutz ist besonders wichtig, für hellhäutige Menschen, speziell wenn in deren Familie schon einmal Hautkrebs vorgekommen ist.

Die häufigste gutartige Geschwulst der Haut ist das Muttermal, sie sind bereits schon bei der Geburt vorhanden. Leberflecke dagegen sind erworben. Die Entfernung der Leberflecke ist nur selben notwendig, da sie selten gefährlich sind. Speziell Muttermale sollten ständig beobachtet werden und Veränderungen sollten dem Arzt mitgeteilt werden, da es sich hierbei durchaus um eine Vorstufe eines malignen Melanom handeln kann. Bei einem malignen Melanom, handelt es sich um bösartigen Hautkrebs. Das Risiko später an Hautkrebs zu erkranken steigt exzessives Sonnenbaden, oder Solariumsgänge.


Was ist ein Muttermal?

Muttermal ist nicht gleich Muttermal. Es handelt sich bei dieser Begrifflichkeit vielmehr um einen Sammelbegriff für eine Übergruppe bösartiger oder gutartiger Hautveränderungen, die auf verschiedenste Ursachen zurückzuführen sind. Nichtsdestotrotz haben viele Menschen eine ziemlich genau Vorstellung, wenn sie das Wort „Muttermal“ hören. Zumeist denken sie an dunkle, runde Hautflecken. Darüber hinaus benutzen die meisten Menschen Begriffe wie Leberfleck oder Schönheitsfleck Synonym für das Muttermal, bzw. den Nävus. Das ist allerdings nur bedingt korrekt. Zwar sind alle Muttermale Nävi, aber nicht jeder Leberfleck ist auch gleichzeitig ein Nävus. Allerdings sind die Unterschiede in der Nomenklatur hier so geringfügig und fachspezifisch, dass es außerhalb der Dermatologie als Fachrichtung kaum eine Rolle spielen dürfte. Die meisten Menschen benutzen den Begriff Muttermal korrekt genug, um damit ausdrücken zu können, was sie sagen wollen.

Da nicht jedes Muttermal wie das andere ist, sprich nicht jeder Nävus dem gleichen Muster folgt, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch die Entstehungsursachen sehr ambivalent und vielfältig sind. Darum ist es nicht einfach, Allgemeine Verursacher zu benennen, die immer oder zumindest meistens zur Entstehung eines Nävus führen. Dennoch gibt es einige allgemein gültige Trigger, die dafür bekannt sind, die Entstehung eines Nävus zumindest positiv zu beeinflussen. Nichts zuletzt deswegen kann es für die Gesundheit der Haut und des gesamten Organismus förderlich sein, wenn man diese nach Möglichkeit vermeidet oder komplett darauf verzichtet.

Hierzu gehören primär Dinge und / oder Tätigkeiten, die der Haut direkt schaden oder sie großen Belastungen aussetzen. Vorallem direkte Sonneneinstrahlung stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Nicht nur ist dies der häufigste Auslöser für Hautkrebs, nein, auch Muttermale bilden sich auf diese Weise schneller. Zwar ist nicht jedes Muttermal potentiell gefährlich, dennoch bilden manche Vertreter der Gattung Nävus eine direkte Vorstufe zum Melanom. Darum ist es am beste, wenn man sie nach nach allen Mitteln der Kunst vermeidet.

Aber nicht nur direkte Sonneneinstrahlung ist gefährlich. Auch künstliche Bräunungsapparate können zu ähnlichen Belastungen der Haut führen. Darum sind auch diese nur mit Vorsicht zu genießen oder besser noch ganz zu unterlassen. Überhaupt solle man sich an die gängigsten Maßregeln halten, wenn es darum geht, sich vor unnötiger Sonneneinstrahlung zu schützen. Hierzu gehört die Verwendung von Sonnencreme, das Tragen langärmliger Hemden und Blusen, sowie die Verwendung eines Hutes mit breiter Krempe. Da allerdings auch die Augen betroffen sein können, ist es ebenso empfehlenswert, eine Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Schutz zu tragen. Beherzigt man diese Regeln, kann man das Risiko auf Nävi und auf Melanome stark reduzieren und daran sollte jedem gelegen sein.

Oftmals aber kommen Menschen bereits mit einigen Leberflecken auf die Welt. Diese bereiten zumeist über die gesamte Dauer des Lebens hinweg keine besonderen Probleme und sind in aller Regel gutartig. Dennoch ist es zu empfehlen, Veränderungen von Leberflecken untersuchen zu lassen und generell darauf zu achten, ob die angeborenen Muttermale sich in irgendeiner Form verändern. Ist dies der Fall, darf ein Besuch bei einem Mediziner auf keinen Fall ausbleiben. Nicht selten ist eine solche Veränderung ein Hinweis auf eine schwerwiegendere Erkrankung, beispielsweise Hautkrebs. Allerdings sind allzu große Sorgen an dieser Stelle auch nicht wirklich angebracht. Es ist vielmehr sinnig, sich zuvörderst beraten zu lassen und dann weiterzusehen. Oftmals kann ein geübter Dermatologe einen Nävus, gleichwohl ob maligne oder benigne mit ein paar kleinen Schnitten entfernen und man wird nie wieder Probleme damit haben.

Lediglich in sehr seltenen Fällen kommt es zu ernstzunehmenden Komplikationen, die eine weiterführende Behandlung notwendig machen. Dennoch sollte man sich auch nicht allzu sehr auf der sicheren Seite wähnen. Denn immer wieder kann es vorkommen, dass sich ein Muttermal plötzlich verändert und eine sonst gesunde Person massive Probleme damit bekommt. Dennoch ist auch in diesen Fällen mit einer Entfernung des Gewebes der Spuk meist zu Ende und also auch die Gefahr. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind dennoch nicht auszusitzen, sondern immer wahrzunehmen.

Die Ära des „Schönheitsflecks“ ist vorbei. Die Tage, als Damen sich Leberflecke und Muttermale mit Schminke aufmalten oder anklebten sind vorbei. Darum empfinden viele Menschen, vorallem Frauen, Muttermale heutzutage als eher störend und kosmetisch einschränkend. Vorallem aber dann, wenn sie sich im Gesicht oder an einer anderen prominenten Stelle des Körpers befinden, die leicht eingesehen werden kann. Darüber hinaus sind besonders jene Nävi sehr unbeliebt, nicht nur einfache Flecken sind, sondern auch ein gewisses Volumen besitzen. Und obschon einige Menschen dies immer noch attraktiv finden, geht der allgemeine Trend doch eher Weg vom Leberfleck. Nicht wenige junge Frauen entschließen sich darum immer häufiger dazu, sich Muttermale, Leberflecke und Co. zumindest aus dem Gesicht entfernen zu lassen, gleichwohl nun eine medizinische Notwendigkeit dazu besteht oder nicht. Zwar ist das damit einhergehende Risiko tendenziell überschaubar, aber alles in allem sollte man nie vergessen, dass jede Operation, wie klein sie auch sein mag, den Körper belastet. Darum ist es im Vorhinein besser sich zu fragen, ob ein solcher operativer Eingriff allein der Eitelkeit wegen tatsächlich nutzbringend ist oder ob man nicht doch besser mit diesem einzigartigen Fleck im Gesicht leben sollte. Schließlich verleiht er ja auch immer einiges an Charakter.

Auch ist nicht jeder Nävus, anders als viele Menschen annehmen, auch immer dunkel gefärbt. Viele Menschen assoziieren Muttermale mit der Farbe braun und obwohl sehr viele Muttermale tatsächlich braun sind, sollte man nicht außer Acht lassen, dass es auch sehr helle oder gar weiße Muttermale gibt. Diese entbehren oftmals jedem Pigment. Darum fallen sie, besonders bei Menschen mit sehr hellen Hauttypen, kaum auf und werden nicht wahrgenommen. Dies birgt jedoch ein potentielles Risiko. Vorallem darum, da auch diese Nävi sich krankhaft verändern können. Bis die betroffene Person davon jedoch etwas bemerkt, ist es nicht selten schon etwas zu spät und ein kleiner Eingriff bleibt einem nicht mehr erspart. Aber auch in diesen Fällen besteht kein Grund zur Panik. Denn schließlich und endlich handelt es sich bei Muttermalen, selbst bei solchen, die krankhaft verändert sind, nur sehr selten um wirklich schwerwiegende Erkrankungen. Zumeist sind sie vergleichsweise harmlos.

Oftmals hört oder liest man im Zusammenhang mit Nävi auch den Begriff „Hamartom“. Ein Hamartom ist eine meist benigne, fokale Fehlbildung, die im Gewebe ihres Ursprungs einem Neoplasma ähnelt. Während es traditionell als Entwicklungsfehlbildungen betrachtet wird, haben viele Hamartome klonale Chromosomenaberrationen, die durch somatische Mutationen erworben werden und auf dieser Grundlage nun als neoplastisch gelten. Es wächst mit der gleichen Geschwindigkeit wie das umgebende Gewebe. Es besteht aus Gewebselementen, die normalerweise an dieser Stelle gefunden werden würden, allerdings wachsen Hamartome auf unorganisierte Weise. Hamartome treten in vielen verschiedenen Teilen des Körpers auf und sind meistens asymptomatische Inzidenalome (unentdeckt, bis sie zufällig bei einer bildgebenden Untersuchung gefunden werden, die aus einem anderen Grund durchgeführt wurde).

Darüber hinaus ist die Definition von Hamartom im Vergleich zu gutartiger Neubildung oft unklar, da beide Läsionen klonal sein können. Läsionen wie Adenome, Entwicklungszysten, Hämangiome, Lymphangiome und Rhabdomyome in den Nieren, der Lunge oder der Bauchspeicheldrüse werden von manchen Experten als Hamartome interpretiert, während andere sie als echte Neoplasmen betrachten. Auch wenn Hamartome eine gutartige Histologie aufweisen, besteht das Risiko für einige seltene, aber lebensbedrohliche klinische Probleme, wie sie bei der Neurofibromatose Typ I und der tuberösen Sklerose auftreten. Es unterscheidet sich jedoch vom Choristom, einer eng verwandten Form. Beiden können wie folgt differenziert werden: Ein Hamartom ist ein Überschuss von normalem Gewebe in einer normalen Situation (z. B. ein Muttermal auf der Haut), während ein Choristom ein Überschuss von Gewebe in einer abnormalen Situation ist (z. B. Pankreasgewebe im Zwölffingerdarm). Aber hierzu später mehr.

Eine Diagnose ist oftmals auch sehr schnell gestellt und bietet kaum Risiken oder lange Wartezeiten. Hiervon profitieren sowohl der Patient als auch der zuständige Mediziner. Bei den meisten Nävi reicht es sogar aus, wenn eine einfache Blickdiagnose gestellt wird. Allerdings gibt es aber natürlich auch diverse klinische Tests, die Anwendung finden, um die genaue Art des Muttermals zu bestimmen oder um festzulegen, ob es sich überhaupt um ein Muttermal im medizinischen Sinne oder um etwas anderes handelt. Denn das größte Risiko bei der Diagnose Muttermal ist es tatsächlich, einer falschen Fährte nachzugehen und etwas als Muttermal zu identifizieren und anzusprechen, was gar keines ist. In diesem Falle spricht man von einer sogenannten Differentialdiagnose.

Alles in allem also ist ein Muttermal zumeist nicht besonders gefährlich und birgt überschaubare Risiken, dennoch sollte man es untersuchen lassen, wenn es sich merklich verändert oder sonst wie Probleme bereitet. Ansonsten ist prinzipiell kein Grund zur Sorge gegeben, nur weil man ein oder mehrere Muttermal(e) besitzt.

Welche Ursachen gibt es?

Prinzipiell lässt sich sagen, dass es alles, was schlecht für die Haut ist, auch dazu beitragen kann, dass es zur Entstehung ungewollter Muttermale oder Navi kommt. Allerdings sollte man an dieser Stelle auch den Fakt nicht außer Acht lassen, dass diese auch ohne jedes weitere Zutun entstehen können.

Wie bereits erwähnt, ist die Sonne einer der größten als negativ zu betrachtenden Faktoren, wenn es um die allgemeine Gesundheit der Haut geht. Man kann die Notwendigkeit von ausreichendem Schutz gegen die Sonne auf keinen Fall übertreiben! Jede Sekunde, die man ungeschützt in direktem Sonnenlicht verbringt, kann prinzipiell dazu beitragen, dass es zu vermehrten Wucherungen auf der Haut kommt. Auch Hautkrebs ist ein mögliches Resultat allzu laxen Umgangs mit der Sonne.

Im Folgenden darum eine Übersicht der gängigsten Ursachen von nicht angeborenen Muttermalen:

  • Sonnenbrand: Sonnenbrand bezeichnet das Phänomen, dass die Haut verbrennen kann, wenn sich jemand zu lange im Licht der Sonne aufhält. Dies wird allerdings nicht durch die fühlbare Wärme der Sonne verursacht, sondern durch die ultraviolette Strahlung dieses Sterns. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man ebenso im Winter bei -15 ° C wie auch im Sommer bei 35 ° C einen Sonnenbrand bekommen kann.Wenn das Sonnenbaden pro Sitzung nicht zu lange dauert, wird die Haut in wenigen Tagen allmählich braun werden, ohne dabei zu verbrennen. Sonnenbrand dagegen kann auftreten, wenn man sich zu viel, zu oft oder mit zu heller Haut der direkten Sonneneinstrahlung aussetzt. Dies kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern ist auch schädlich, weil es das Auftreten von Melanomen, einer Art von Hautkrebs, fördern kann. Ebenso kann es dafür sorgen, etwaige Muttermale krankhaft zu verändern.Die Intensität der Sonnenstrahlung, die von Tag zu Tag variieren kann, gibt einen Hinweis darauf, wie lange eine Person sich problemlos in der Sonne aufhalten kann. Die Haut kann am besten vor Sonnenbrand geschützt werden, indem man eine Mütze und Sonnenschutzkleidung trägt sowie die Verwendung von Sonnencreme nicht vernachlässigt, wie es leider immer wieder sehr viele Menschen tun. Aufgrund der verschiedenen Hauttypen ist es sehr zu empfehlen, einen Dermatologen darüber zu konsultieren, welche Sonnencreme am besten für einen geeignet ist.Gerade Kinder sollten auf jeden ausreichend gegen die Sonnenstrahlung geschützt werden. Ansonsten ist es sehr wahrscheinlich, dass sie daurehafte Schäden davontragen oder dass sich auf ihrer Haut befindliche Muttermale krankhaft verändern und somit zu einem medizinischen und kosmetischen Problem werden. Allerdings gilt dies natürlich nicht nur für Kinder, sondern ebenso für Erwachsene aller Altersstufen.
  • Akne: Akne, auch bekannt als Acne vulgaris, ist eine langfristige Hauterkrankung, die auftritt, wenn Haarfollikel mit abgestorbenen Hautzellen und Öl der Haut verstopft sind. Sie ist durch Mitesser, Pickel, fettige Haut, die krankhafte Verformung von Muttermalen und mögliche Narbenbildung gekennzeichnet. Sie betrifft hauptsächlich Hautbereiche mit einer relativ hohen Anzahl von Talgdrüsen, einschließlich des Gesichts sowie des oberen Teils der Brust und des Rückens. Das daraus resultierende Erscheinungsbild kann zu Angstzuständen, vermindertem Selbstwertgefühl und im Extremfall zu Depression oder Selbstmordgedanken führen.Die individuelle Genetik wird in 80% der Fälle als Hauptursache für Akne angesehen. Ebenso wie bei der Entstehung und Häufung von Muttermalen der Fall. Die Rolle von Ernährung und Zigarettenrauchen sind darüber hinaus eher unklar und weder die Sauberkeit noch die Sonnenexposition scheinen eine Rolle zu spielen. Während der Pubertät wird Akne bei beiden Geschlechtern oft durch einen Anstieg von Hormonen wie Testosteron verursacht. Darum sollte man gerade während dieser Phase des Lebens regelmäßige dermatologische Untersuchungen vereinbaren, bei denen nicht nur die Akne begutachtetet wird, sondern auch etwaige Muttermale und deren potentielle krankhafte Veränderungen.Es sind viele Behandlungsmöglichkeiten für Akne verfügbar, einschließlich Änderungen des Lebensstils, Medikamente und weitere medizinische Verfahren. Es kann auch helfen, weniger einfache Kohlenhydrate wie Zucker zu essen. Behandlungen, die direkt auf die betroffene Haut angewendet werden, wie Azelainsäure, Benzoylperoxid und Salicylsäure, werden oftmals verwendet und sind in geringen Konzentrationen auch ohne Rezept erhältlich
    . Frühe und aggressive Behandlung von Akne wird von einigen Ärzten in der medizinischen Gemeinschaft befürwortet, um die langfristigen Auswirkungen auf Einzelpersonen zu verringern. Allerdings bergen einige dieser aggressiven Methoden das Risiko, die Haut dauerhaft zu schädigen und einige Muttermale dazu zu veranlassen, zu erkranken.
  • Lupus: Lupus ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem des Körpers in vielen Teilen des Körpers fälschlicherweise gesundes Gewebe angreift. Die Symptome variieren von Mensch zu Mensch und können leicht bis schwerwiegend sein. Häufige Symptome sind unter anderem schmerzhafte und geschwollene Gelenke, Fieber, Brustschmerzen, Haarausfall, Geschwüre im Mund, geschwollene Lymphknoten, Müdigkeit, roter Ausschlag, der häufig im Gesicht auftritt oder die Entstehung und / oder krankhafte Veränderung von Muttermalen. Oft gibt es Phasen, in denen die Krankheit regelrecht aufflammt und dann wiederum Zeiten der Remission, in denen es wenige bis gar keine Symptome gibt.Es gibt keine Heilung für Lupus. Die Lebenserwartung ist bei Menschen mit Lupus generell etwas niedriger. Darüber hinaus erhöht Lupus signifikant das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Leiden der Haut, wie Muttermale. Dank moderner Behandlung überleben etwa 80% der Betroffenen mehr als 15 Jahre nach der ersten Diagnose.Wie bei den anderen Krankheiten in dieser Liste ist es nicht gesagt, dass etwaig vorhanden oder auffällige Leberflecke auf Lupus zurückzuführen sind, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit gegeben und sollte Gegenstand einer Untersuchung sein.
  • Dermatitis: Eine Dermatitis, auch bekannt als Ekzem, bezeichnet eine Gruppe von Krankheiten, die zu einer Entzündung der Haut führen. Diese Krankheiten sind gekennzeichnet durch Juckreiz, rote Haut und Hautausschlag sowie die Bildung von Muttermalen. Bei kurzer Dauer können kleine Blasen auftreten, während die Haut in Langzeitfällen verdickt werden kann. Der betroffene Hautbereich kann sehr klein sein oder aber den ganzen Körper betreffen. Die genaue Ursache einer Dermatitis ist oft unklar. Fälle können eine Kombination von Reizung, Allergie und schlechter Durchblutung beinhalten. Die Art der vorliegenden Dermatitis wird im Allgemeinen durch die medizinische Geschichte der Person und den Ort des Ausschlags bestimmt. Zum Beispiel tritt die irritative Dermatitis häufig an den Händen von Menschen auf. Allergische Kontaktekzeme treten auf, wenn man einem Allergen ausgesetzt wird, das eine Überempfindlichkeitsreaktion in der Haut verursacht.Die Behandlung von atopischer Dermatitis erfolgt typischerweise mit Feuchtigkeitscremes und Steroidcremes. Die Steroidcremes sollten im Allgemeinen von mittlerer bis hoher Stärke sein und für weniger als zwei Wochen gleichzeitig verwendet werden, da ansonsten Nebenwirkungen auftreten können. Diese Nebenwirkungen können unter anderem auch darin bestehen, dass es zur Bildung oder zur krankhaften Veränderung von Muttermalen kommt. Bei Anzeichen einer Hautinfektion können bisweilen Antibiotika erforderlich sein. Dennoch ist nicht gesagt, dass jede Dermatitis auch immer zu einer Entstehung von krankhaften Nävi führt. Dennoch ist es nicht auszuschließen und sollte deshalb in regelmäßigen Abständen untersucht und von einem Fachmann beurteilt werden.
  • Allergisches Kontaktekzem: Die allergische Kontaktdermatitis ist eine Form der allgemeinen Kontaktdermatitis, die eine allergische Reaktion darstellt, die durch den Kontakt mit einer Substanz verursacht wird. Ein weiterer Typ wäre eine irritative Kontaktdermatitis. Obwohl weniger häufig als die irritative Kontaktdermatitis, wird allergische Kontaktdermatitis als die am häufigsten vorkommende Immunotoxizität beim Menschen angesehen. Diese Form der Kontaktdermatitis ist allergisch bedingt und somit eine Überempfindlichkeitsreaktion, die nur individuell relevant, aber in der breiten Bevölkerung atypisch ist. Die Mechanismen, durch die diese Reaktionen auftreten, sind komplex und weisen viele Feinkontrollstufen auf. Ihre Immunologie konzentriert sich auf die Interaktion von immunregulatorischen Zytokinen und diskreten Subpopulationen von T-Lymphozyten.Die Symptome einer allergischen Kontaktdermatitis sind denen einer irritativen Kontaktdermatitis sehr ähnlich, was die erste noch schwerer diagnostizierbar macht. Das erste Anzeichen einer allergischen Kontaktdermatitis ist das Vorhandensein von Hautausschlag oder Hautläsion am Expositionsort. Kurz darauf kann man bisweilen auch die Entstehung erster krankhafter Muttermale beobachten. Abhängig von der Art des verursachenden Allergens kann der Hautausschlag sickern, abtropfen oder krusten und er kann darüber hinaus offen, durchmischt oder verdickt sein. Es ist auch möglich, dass die Hautläsion nicht die Form eines Ausschlags hat, sondern Papeln, Blasen, Vesikel oder sogar einen einfachen roten Bereich bildet. Ein weiteres Merkmal des allergischen Kontaktdermatitis-Hautausschlags ist, dass er normalerweise nach einem oder zwei Tagen nach der Exposition gegenüber dem Allergen auftritt, im Gegensatz zu irritativer Kontaktdermatitis, die unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Auslöser auftritt.Andere Symptome können Juckreiz, Hautrötung oder Entzündung und Schwellung sein, zudem kann der betroffene Bereich gereizt sein oder wärmer werden. Wenn sie unbehandelt bleibt, kann sich die Haut verdunkeln und ledrig und rissig werden. In diesen Fällen ist die Entstehung krankhafter Nävi beinahe nicht mehr auszuschließen und es ist notwendig, diesbezüglich zusätzliche Termine bei einem Dermatologen zu vereinbaren.
  • Lymphom: Lymphome sind eine Gruppe von Blutkrebsarten, die sich aus Lymphozyten (einer Art weißer Blutkörperchen) entwickeln. Der Name bezieht sich oft nur auf die krebsartigen Versionen und nicht auf die daraus erwachsenden Tumore. Anzeichen und Symptome können vergrößerte Lymphknoten, Fieber, Schweißausbrüche, unbeabsichtigte Gewichtsabnahme, Juckreiz und ständige Müdigkeit und das unkontrollierte Wachstum sowie die Entstehung von Muttermalen sein. Die vergrößerten Lymphknoten selbst sind dagegen meist schmerzfrei. Es gibt Dutzende von Subtypen von Lymphomen. Die zwei Hauptkategorien von Lymphomen sind Hodgkin-Lymphome (HL) und die Non-Hodgkin-Lymphome (NHL). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) umfasst zwei weitere Kategorien als Lymphomtypen: multiples Myelom und immunproliferative Erkrankungen. Etwa 90% der Lymphome sind Non-Hodgkin-Lymphome. Lymphome und Leukämie sind ein Teil der breiteren Gruppe von Tumoren des hämatopoetischen und lymphatischen Gewebes.Risikofaktoren, die die Entstehung des Hodgkin-Lymphoms begünstigen, umfassen eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus und eine genetische Vorbelastung. Risikofaktoren für häufige Arten von Non-Hodgkin-Lymphomen sind außerdem Autoimmunkrankheiten, hiv / aids, Infektionen mit dem humanem T-lymphotropem Virus, Immunsuppressiva und einige Pestizide. Das Essen von großen Mengen roten Fleischs und das Tabakrauchen können ebenfalls das Risiko einer Entstehung erhöhen. Eine Diagnose, wenn vergrößerte Lymphknoten vorhanden sind, erfolgt in der Regel durch eine Lymphknotenbiopsie. Auch Bluttests, Urintests und Knochenmarksuntersuchungen können bei der Stellung einer Diagnose hilfreich sein. Darüber hinaus können bildgebende Verfahren durchgeführt werden, um festzustellen, ob und wo sich der Krebs ausgebreitet hat. Das Lymphom verbreitet sich am häufigsten in Lunge, in der Leber, im Gehirn und unter der Haut.Durch die allgemeine Schwächung des Organismus und der Haut, des größten Organs des Körpers, kommt es nicht selten auch zur Entstehung von externen Wucherungen, wie beispielsweise Muttermalen. Dennoch sollte man ein Muttermal nicht immer gleich mit einem Lymphom in Verbindung bringen. Die Chancen hierauf sind glücklicherweise eher gering.
  • Gangrän: Gangrän bezeichnet absterbendes Gewebe, das Absterben wiederum wird durch unzureichende Blutzufuhr verursacht. Symptome können eine Veränderung der Hautfarbe zu Rot oder Schwarz, Taubheit, Schwellung, Schmerzen, Hautschädigung und maligne Muttermale sein. Am häufigsten sind die Füße und Hände betroffen. Bestimmte Arten von gangrän können mit Fieber oder einer Sepsis einhergehen. Risikofaktoren sind unter anderem Diabetes, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Rauchen, schwere Traumata, Alkoholismus, hiv / aids, Erfrierungen und Raynaud-Syndrom. Die Krankheit kann als trockene Gangrän, feuchte Gangrän, Gasgangrän, interne Gangrän und nekrotisierende Fasziitis klassifiziert werden. Die Diagnose Gangrän basiert auf den zu beobachtenden Symptomen und kann durch Tests wie die medizinische Bildgebung unterstützt werden.Die Behandlung kann eine Operation zur Entfernung des abgestorbenen Gewebes, Antibiotika zur Behandlung einer Infektion und Bemühungen zur Behandlung der zugrunde liegenden Ursache umfassen. Chirurgische Bemühungen können Debridement, Amputation oder die Verwendung einer sogenannten Maden-Therapie umfassen. Die Behandlung der zugrunde liegenden Ursachen kann sogar eine Bypass-Operation oder Angioplastie umfassen. In bestimmten Fällen kann eine hyperbare Sauerstofftherapie hilfreich sein. Nach einer erfolgreichen Behandlung, ist die Haut meist sehr in Mitleidenschaft gezogen und sehr anfällig für die Entstehung von Muttermalen.

Wie aus dieser Liste ersichtlich wird, gibt es eine Vielzahl von Krankheiten, die die Entstehung von Muttermalen begünstigen kann und die eventuell dazu beitragen, diese auch noch krankhaft zu verändern. Und dabei handelt es sich in der soeben erstellten Liste lediglich um einige wenige Beispiele. Sie ließe sich ohne Probleme auf ein vielfaches erweitern. Wie dem auch sei, alles in allem gibt es also viele Leiden und Gebrechen, die dazu beitragen können Nävi entweder entstehen zu lassen oder sie mutieren zu lassen, sodass sie fortan ein medizinisches Problem darstellen.

Nicht zuletzt deswegen sollte man immer auf der Hut sein und nach Möglichkeit danach streben, es zu vermeiden sich unnötigen Gefahren auszusetzen und somit das Risiko von Beschwerden sinnloserweise zu erhöhen. Der eigene Organismus wird es einem danken.


Symptome & Anzeichen

Da es sich bei Muttermalen nicht um eine Krankheit im klassischen Sinne handelt, gibt es auch keine Symptome im klassischen Sinne. Lediglich eine auffällige Veränderung eines Muttermals sollte einem Anlass dazu geben, dass es sich ein medizinisches Problem einstellen könnte.

Die krankhaften Veränderungen können sich in einer Verformung ausdrücken, in einer Vergrößerung des Muttermals oder darin, dass es beginnt zu schmerzen und zu nässen. Tritt ein solcher Fall ein, muss das Muttermal oftmals operativ entfernt werden, um zu vermeiden, dass es zu gravierenderen Schäden kommt.

Ansonsten allerdings gibt es keine Symptome, die mit Muttermalen in Verbindung zu bringen wären, insofern diese nicht krankhaft verändert sind.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Nävi werden typischerweise klinisch, mit dem bloßen Auge oder mitelst einer Dermatoskopie (siehe unten) diagnostiziert. Für die Unterscheidung melanozytärer Nävi von Melanomen, einschließlich computergestützter Dermatoskopie und Bildanalyse, stehen fortgeschrittenere Bildgebungsverfahren zur Verfügung. Die Behandlung von Nävi hängt von der Art des Nävus und dem Grad der diagnostischen Sicherhheit ab. Bei Nävi, die als gutartig eingestuft wurden, ist es ausreichend, wenn man diese in regelmäßigen Abständen etwas genauer unter die Lupe nimmt und untersucht. Da sie in der Regel keine Probleme verursachen, ist es nicht notwendig, sie operativ zu entfernen oder genauer untersuchen zu müssen.

Andere Nävi wiederum, die krankhaft wirken, können eine gründlichere Untersuchung und Biopsie für die histopathologische Untersuchung bedingen. Beispielsweise das Betrachten einer Hautprobe unter einem Mikroskop, um einzigartige zelluläre Merkmale zu erkennen, die eventuell Aufschluss über die Gutartigkeit der entnommenen Probe geben können.

Zum Beispiel ist es im Interesse des behandelnden Arztes zu wissen, ob es sich möglicherweise um einen pigmentierten Nävus, eine Art von melanozytischem Nävus, um einen dysplastischem Nävus oder gar um ein Melanom handelt.Schließlich und endlich sollte man nicht vergessen, dass einige Muttermale potentiell bösartige Wucherungen sein können. Die ARCDE-Kriterien (Asymmetrie, Randunregelmäßigkeiten, Farbvariationen, Durchmesser und Entwicklung / auf Englisch: asymmetry, border irregularity, color variegation, diameter und evolution ) werden oft verwendet, um Nävi von Melanomen bei Erwachsenen zu unterscheiden. Während auch andere etwas modifizierte Kriterien (Amelanose, Blutung oder Beulen, einheitliche Farbe, kleiner Durchmesser oder Devolution sowie Evolution) bei der Beurteilung verdächtiger Läsionen beispielsweise bei Kindern verwendet werden können.

Neben der histopathologischen Untersuchung können einige Läsionen auch zusätzliche Tests zur Diagnoseunterstützung erfordern, einschließlich spezieller Farbgebungsverfahren, Immunhistochemie oder Elektronenmikroskopie.

Ein Muttermal, das einen seit der Kindheit oder gar der Geburt begleitet ist in aller Regel vollkommen harmlos und bedarf keiner weiteren Untersuchung. Nur in den seltensten Fällen kommt es hier zu krankhaften Veränderungen.

Im Folgenden eine Übersicht der Methoden:

  • Dermatoskopie: Unter dem begriff der Dermatoskopie (auch als Epilumineszenzmikroskopie bekannt) versteht man eine Untersuchung von Hautläsionen mit einem sogenannten „Dermatoskop“. Dieses besteht traditionell aus einer Lupe (typischerweise mit einer Vergrößerung von x10), einer nichtpolarisierten Lichtquelle, einer transparenten Platte und einem flüssigen Medium zwischen dem Instrument und der Haut selbst. Es ermöglicht die Untersuchung von Hautläsionen, die von Hautoberflächenreflexionen nicht beeinträchtigt werden. Moderne Dermatoskope verzichten auf die Verwendung eines flüssigen Mediums und verwenden stattdessen polarisiertes Licht, um Hautoberflächenreflexionen aufzuheben. Wenn die Bilder oder Videoclips digital erfasst oder verarbeitet werden, kann das Instrument auch als „digitales Epilumineszenz-Dermatoskop“ bezeichnet werden. Dieses Instrument ist für Dermatologen nützlich, um gutartige von bösartigen (malignen) Läsionen zu unterscheiden, insbesondere bei der Diagnose von Melanomen.Mit Ärzten, die Experten auf dem Gebiet der Dermatoskopie sind, ist die diagnostische Genauigkeit im Allgemeinen signifikant besser als bei jenen Dermatologen, die keine spezielle Ausbildung in der Dermatoskopie erhalten haben. So gibt es bei Fachärzten, die in der Dermatoskopie ausgebildet sind, eine erhebliche Verbesserung der Sensitivität (Nachweis von Melanomen und malignen Muttermalen) sowie der Spezifität (Prozentsatz von Nicht-Melanomen, die korrekt als gutartig diagnostiziert wurden) im Vergleich zur Untersuchung mit dem bloßen Auge. Die Genauigkeit der Dermatoskopie wurde bei ausreichender Sensitivität um bis zu 20% und bei zusätzlicher Spezifität um bis zu 10% erhöht. Diese Werte gelten im direkten Vergleich zu einer Untersuchung miz dem bloßen Auge. Durch den Einsatz der Dermatoskopie wird die Spezifität erhöht und die Häufigkeit unnötiger chirurgischer Exzisionen benigner Läsionen reduziert. Dennoch bedienen sich selbst heutzutage nur etwa 60% aller Dermatologen der Dermatoskopie. Der Rest greift lediglich auf Lupen und sekundäre Lichtquellen zurück. Dies kann jedoch die Qualität der Diagnose massiv einschränken, wie die oben aufgeführten statistischen Daten beweisen.
  • Biopsie: Eine Biopsie ist ein medizinischer Test, der üblicherweise von einem Chirurgen, einem Radiologen oder einem Kardiologen durchgeführt wird. Er beinhaltet die Entnahme von Probenzellen oder Gewebe zur späteren Untersuchung im Labor, um das Vorhandensein oder das Ausmaß einer Krankheit genau zu bestimmen. Das Gewebe wird in der Regel von einem Pathologen mikroskopisch untersucht und kann darüber hinaus auch noch chemisch analysiert werden, insofern dazu bedarf besteht. Wenn ein ganzer Knoten oder ein größerer verdächtiger Bereich entfernt wurde, wird dieses Verfahren Exzisionsbiopsie genannt.Eine Inzisionsbiopsie oder Kernbiopsie trennt nur einen Teil des abnormalen und krankhaften Gewebes ab, ohne dabei jedoch zu versuchen, die gesamte Läsion oder den gesamten Tumor auf einmal zu entfernen. Wenn eine Gewebeprobe oder eine zu testende Flüssigkeit mit einer Nadel derart entfernt wird, dass dabei auch weitere potentiell gesunde Zellen entfernt werden könnten und ohne dabei gezielt die histologische Architektur der potentiell ekrankten Gewebezellen zu erhalten, wird das Verfahren als Nadelaspirationsbiopsie bezeichnet. Am häufigsten werden Biopsien durchgeführt, um einen Einblick über mögliche Krebserkrankungen und Hautkrankheiten zu erhalten.Nach der Biopsie wird die Gewebeprobe, die aus dem Patienten entnommen wurde, zum pathologischen Labor geschickt. Ein Pathologe, der sich auf die Diagnose von Krankheiten (wie beispielsweise Krebs) spezialisiert hat, indem er Gewebe unter einem Mikroskop untersucht, nimmt sich die eingeschickte Probe zur Brust und beurteilt sie. Wenn das zuständige Labor die Biopsieprobe erhält, wird das Gewebe verarbeitet, indem ein extrem dünner Gewebeschnitt von der Probe entfernt wird und man diesen wiederum an einem Glasobjektträger befestigt. Jegliches restliche Gewebe wird bei Bedarf für spätere Studien oder Untersuchungen aufbewahrt.Der Objektträger mit dem angebrachten Gewebe wird mit Färbemitteln behandelt, die das Gewebe distinktiv einfärben, wodurch die einzelnen Zellen im Gewebe deutlicher zu sehen und zu erkennen sind. Der Objektträger wird dann dem Pathologen übergeben, der das Gewebe unter einem Mikroskop untersucht und nach abnormalen Befunden Ausschau hält. Der Pathologe erstellt danach einen Bericht, der alle abnormalen oder sonst wie wichtigen Befunde aus der Biopsie auflistet. Dieser Bericht wird an den Arzt gesendet, der ursprünglich die Biopsie am Patienten verordnet hat.Die hieraus resultierende Ergebnisse sind in der Regel sehr genau und es bedarf keiner weiteren Tests. Nur in den seltensten Fällen hilft eine Biopsie nicht dabei, das Ausmaß der Krankheit einschätzen zu können.
  • Immunhistochemie: Die Immunhistochemie (IHC) zeichnet sich durch den Prozess des selektiven Abbildens von Antigenen (Proteinen) in Zellen eines Gewebeschnitts durch Ausnutzung des Prinzips von Antikörpern aus, die spezifisch an Antigene in biologischen Geweben binden. Die immunhistochemische Färbung wird häufig bei der Diagnose abnormaler Zellen, wie sie in Krebstumoren oder Muttermalen vorkommen, verwendet. Spezifische molekulare Marker sind charakteristisch für bestimmte zelluläre Ereignisse wie Proliferation oder Zelltod (Apoptose). Die Immunhistochemie wird auch in der Grundlagenforschung häufig verwendet, um die Verteilung und Lokalisierung von Biomarkern und differentiell exprimierten Proteinen in verschiedenen Teilen eines biologischen Gewebes zu verstehen.Die Visualisierung einer Antikörper-Antigen-Wechselwirkung kann auf verschiedene Arten erreicht werden. Im häufigsten Fall ist ein Antikörper an ein Enzym wie die Peroxidase grbunden, das eine farbgebende Reaktion katalysieren kann. Alternativ kann der Antikörper auch an ein Fluorophor wie Fluorescein oder Rhodamin angehängt werden. Hierdurch ist es dem zuständigen Laboranten möglich zu erkennen, mit welchem Gewebe er zu tun hat und ob es sich dabei möglicherweise um eine bösartige Wucherung handelt oder nicht.

Differentialdiagnosen

  • Lentigo Simplex (Leberfleck): Lentigo simplex (auch bekannt als „Leberfleck“) ist die häufigste Form von Lentigo. Eine einzelne Läsion oder mehrere Läsionen (Lentigines) können bereits bei der Geburt vorhanden sein oder entwickeln sich häufiger auch zuerst während der frühen Kindheit.Lentigo simplex wird nicht durch Sonneneinstrahlung ausgelöst und ist nicht mit irgendwelchen medizinischen Krankheiten oder Veränderungen der Haut verbunden. Es wird auch als einfache Lentigo und juvenile Lentigo bezeichnet. Das vorliegende Leiden betrifft unter anderem auch Katzen, die am häufigsten auf der Nase, den Lippen und Augen erscheinen und eine eher orange Färbung aufweisen, wohingegen die Lentigines bei Menschen eher bräunlich erscheinen.
  • Lentigo Seniles (Altersfleck): Altersflecken (auch solare Lentigo oder Lentigo seniles, seltener auch senile Sommersprossen genannt) sind Veränderungen des Pigments der Haut, die mit Altern verbunden sind und ebenso mit der Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung, wie sie von der Sonne oder beispielsweise auch Höhenlampen ausgeht. Sie können von hellbraun bis rot oder schwarz sein und befinden sich in Bereichen, die am häufigsten der Sonne ausgesetzt sind, insbesondere also an Händen, Gesicht, Schultern, Armen und Stirn sowie der Kopfhaut, insofern diese kahl ist.Landläufig bezeichnet man Altersflecken auch als Leberflecken. Dieser Name lässt sich darauf zurückführen, dass man dereinst annahm, sie entstünden durch Probleme mit der Leber. Dem ist allerdings nicht so, gleichwohl sich die Farbe des Organs und die der Flecken bisweilen deckt, woher auch schließlich die Vermutung rührte, es könne sich um ein durch dieses Organ ausgelöstes Phänomen handeln. Ab dem 40. Lebensjahr ist die Haut weniger gut dazu in der Lage, sich zu regenerieren und Altersflecken werden bei den über 40-jährigen sehr häufig, besonders aber bei denen, die viel Zeit in der Sonne verbringen.In der überwältigenden Mehrheit der Fälle stellen Leberflecken keine Bedrohung dar und erfordern keine Behandlung, obwohl sie bisweilen auch dafür bekannt sind, dass sie sich in ein Melanom weiterentwickeln können. Obwohl es sich um eine gutartige Erkrankung handelt, werden Leberflecken manchmal als unansehnlich angesehen und manche Menschen entscheiden sich dafür, sie entfernen zu lassen. Dies kann durch Elektrochirurgie, eine Laserbehandlung, Kryotherapie oder die Verwendung von Depigmentierungsmitteln wie Hydrochinon, Tretinoin, topischem Cysteamin, Azelainsäure oder Alpha-Hydroxysäuren erfolgen.Anders als die melanotischen Nävi der Haut, verändern sich Altersflecken mit der Zeit in Farbe und Form. Die „Misrepair Accumulation Aging Theorie“ bietet eine mögliche Hypothese zur Entwicklung von Altersflecken: Erstens sei die Entwicklung eines flachen Flecks ein Ergebnis der Akkumulation von gealterten Basalzellen. Wenn die Haut älter ist, können einige der gealterten Zellen, nämliche jene, die den Stoff Lipofuszinkörper enthalten, nicht mehr auf natürliche Weise vom Körper entfernt werden. Eine gealterte Zelle beeinträchtigt darüber hinaus die Funktionalität des angrenzenden lokalen Gewebes und fördert die Alterung der Nachbarzellen.Durch eine sogenannte Rückkopplungsschleife altern so immer mehr der Nachbarzellen und bilden besagtes Lipofuszin. Sie aggregieren sich schließlich und bilden einen unregelmäßig geformten Fleck. Zweitens kann das Erscheinen eines Altersflecks das Ergebnis des Absterbens von gealterten Zellen an jener Stelle sein. Die Isolierung der unverdaulichen Lipofuszinkörper in einer fibrotischen Kapsel ist wesentlich für die Aufrechterhaltung der strukturellen Integrität des Gewebes. Die aufeinanderfolgende Verkapselung von toten Zellen und Lipofuszinkörpern führt zum Wachstum eines Altersflecks in drei Dimensionen. Die dichten Lipofuscin-Körper lassen einen Altersfleck bisweilen auch etwas dunkler und / oder aufgebläht erscheinen.
  • Café-au-lait-Fleck: Café au Lait Flecken oder Café au Lait Lentigines sind flache, mehr oder weniger stark pigmentierte und dem Muttermal ähnliche Verfärbungen der Haut. Die Bezeichnung Café au Lait stammt aus dem Französischen und bedeutet „Kaffee mit Milch“. Sie bezieht sich auf die hellbraune Farbe der auftretenden Flecke. Sie werden seltener auch als „Giraffentupfer“ oder „Nordseeküsten Flecken“ angesprochen. Sie entstehen durch eine Ansammlung von Pigment produzierenden Melanozyten in der Epidermis der Haut. Diese Flecken sind normalerweise permanent und können im Laufe der Zeit wachsen oder in der Menge zunehmen. Café au Lait Flecken sind in aller Regel harmlos, können aber mit Erkrankungen wie Neurofibromatose Typ 1 und dem McCune-Albright Syndrom in Zusammenhang stehen.Die Diagnose erfolgt oftmals mittels einer Blickdiagnose und einer damit verbundenen Bestimmung der Größe des Flecks. Auch die Anzahl der Flecken kann eine klinische Bedeutung für die Diagnose haben, darüber hinaus lassen sich so einige assoziierte Erkrankungen, wie die Neurofibromatose Typ I, ausschließen. Oftmals sind mehr als sechs Flecken von mindestens 5 mm Durchmesser bei präpubertären Kindern vorhanden, die auf einen Durchmesser von mindestens 15 mm bei postpubertären Personen, sprich Jugendlichen und Erwachsenen, anwachsen. Café au Lait Flecken sind in der Regel bereits bei der Geburt vorhanden, darüber hinaus permanent und können im Laufe der Zeit ihre Größe verändern oder sich vermehren. Cafe au Lait Flecken selbst sind durchweg gutartig und verursachen keine Krankheiten oder Probleme. Sie können jedoch mit einigen Erkrankungen im Zusammenhang stehen, wie gerade eben bereits erwähnt. Die Größe und die Form der Flecken haben keine signifikante Bedeutung für die Diagnose der assoziierten Krankheiten. Café au Lait Flecken können mit einem Lasern entfernt werden. Die Ergebnisse sind variabel, da die Flecken oft nicht vollständig zu entfernen sind oder nach einer Behandlung wieder auftreten können. Häufig behandelt man zuerst einen Testpunkt, um die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungserfolgs vorherzusagen.
  • Sonnbrand Lentigo: Das Sonnenbrand Lentigo (auch bekannt als „Tintenfleck Lentigo“) bezeichnet eine krankhafte Veränderung der Haut, die durch Läsionen gekennzeichnet ist und häufig an den Schultern auftritt. Diese Läsion verursacht bei vielen Betroffenen zunächst Panik, allerdings sind diese Wucherungen zumeist gutartig, also maligne. Sie stehen als klare Indizien für eine übermäßige Sonneneinwirkung. Obwohl Tintenflecken nicht grundsätzlich gefährlich sind, weisen Menschen mit mehreren von ihnen möglicherweise ein erhöhtes Risiko auf, an Hautkrebs zu erkranken. Dieser Umstand lässt sich auf die damit verbundenen UV-Schädigungen der Haut zurückführen. Sind sind glücklicherweise sehr leicht zu identifizieren und stellen den behandelnden Arzt somit vor keine allzu große Herausforderung.
  • Mongolenfleck: Beim Mongolenfleck, auch als kongenitale dermale Melanozytose bekannt, handelt es sich um ein gutartiges, flaches, angeborenes Muttermal mit welligen Rändern und einer unregelmäßigen Form. Der eher ungewöhnliche Name lässt sich darauf zurückführen, dass der Arzt, der diesen Fleck zuerst beschrieb, fälschlicherweise annahm, er komme nur bei Asiaten, insbesondere aber bei Mongolen vor. Er ist zumeist angeboren, verschwindet aber normalerweise drei bis fünf Jahre nach der Geburt wieder oder aber spätestens während der Pubertät. Sehr häufig ist er blau, obwohl er auch blau-grau, blau-schwarz oder gar dunkelbraun sein kann.Beim Mongolenfleck handelt es sich um eine kongenitale Entwicklungserscheinung, das heißt, er ist ein Phänomen, das von Geburt an besteht und ausschließlich die Haut betrifft. Die oftmals blaue Farbe des Flecks wird durch Melanocyten verursacht, melaninhaltige Zellen, die normalerweise in der Oberfläche der Haut (der Epidermis) befindlich sind, sich jedoch beim Mongolenfleck in der tieferen Region (der Dermis) befinden. In der Regel verfügen betroffene Personen über einen großen Fleck, seltener kann es auch dazu kommen, dass es sich um eine Ansammlung mehrerer kleinerer Flecken handelt. Er ist immer in der Region des Steißbeins anzutreffen.Ein Mongolenfleck entsteht aufgrund des Einschlusses von Melanozyten in der unteren Hälfte der Dermis. Männliche und weibliche Kinder sind gleichermaßen anfällig für den Mongolenfleck. Personen, die nicht mit der Existenz von Mongolenflecken vertraut sind, deuten diese oftmals falsch als blaue Flecken. Das kann insbesondere dann zu Schwierigkeiten führen, wenn beispielsweise Kindergärtnerinnen oder Erzieherinnen ob des Vorhandenseins dieses Flecks vermuten, dass das betroffene Kind zuhause misshandelt werden könne. Eine schnelle Aufklärung ist hier ratsam.

Wie man sehen kann, gibt es einige dem Muttermal ähnliche Phänomene, die oftmals fälschlicherweise für ein solches gehalten werden können. Um solchen Missverständnissen vorzubeugen ist es wichtig, eine gewisse Aufklärung zu schaffen. Denn Wissen ist Macht. Das gilt nicht nur politische Geheimnisse und Intrigen, sondern auch für Krankheiten. Nicht zuletzt darum sollte man sich nach Möglichkeit immer informieren. Sei es wie hier oder indem man bei einem Doktor oder einem anderen Fachmann nachfragt. Zwar spielen Differentialdiagnosen für den Laien nur eine eher untergeordnete Rolle, dennoch aber sollte man zumindest in der Lage sein zu erkennen, ob es sich um ein normales Muttermal oder um einen harmlosen Altersflecken handelt. Schaden kann es auf jeden Fall nicht.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Muttermale sind sehr häufig. Beinahe 99,9% der globalen Bevölkerung haben Muttermale. Es wäre eher medizinische auffällig, wenn ein Individuum nicht über ein Muttermal verfügt. Nicht zuletzt darum sollte man sich keine allzu großen Gedanken machen. Selbst dann nicht, wenn man vergleichsweise viele Muttermale sein Eigen nennt.

Das Geschlecht scheint auch keine Rolle dabei zu spielen, wieviele Muttermale vorhanden sind. Männer und Frauen sind gleich häufig „betroffen“, wobei betroffen hier natürlich das falsche Wort ist. Es handelt sich bei einem Muttermal nicht grundsätzlich um die Nebenerscheinung einer Erkrankung oder eines medizinisches Leidens, sondern oftmals schlicht um eine Ansammlung von Pigment.

Auch der Ursprung einer Person spielt keine Rolle, wieviele Muttermale diese hat oder nicht. Zwar hält ich hartnäckig das Gerücht, dass Personen mit schwarzer Hautfarbe keine Muttermale haben, dies ist aber natürlich vollkommener Humbug. Menschen jedweder Hautfarbe haben Nävi. Bei Menschen mit dunklerer Haut sind sie schlicht und einfach nur schwieriger zu sehen. Hierdurch entsteht nicht selten der Eindruck, dass sie nicht vorhanden seien. Das kann die Behandlung allerdings bisweilen tatsächlich etwas erschweren. Denn nicht nur dem medizinischen Laien fällt es schwerer, Nävi bei dunkelhäutigen Menschen auszumachen, sondern auch Dermatologen. Darum kann es etwas kompliziert sein, die Muttermale beispielsweise bei Menschen afrikanischen Ursprungs zu untersuchen oder überhaupt erst zu erkennen.

Somit lässt sich daraus ableiten, dass weder das Geschlecht eine sonderliche Rolle spielt, noch die ethnische Herkunft des Individuums. Was allerdings eine Rolle spielen kann, ist das Alter. Bei vielen Menschen nimmt die Anzahl von Nävi mit dem Alter zu. Das muss grundsätzlich nichts schlechtes sein. Außerdem sollte man Muttermale auch nicht mit Altersflecken (s.o.) verwechseln. Es handelt sich hierbei um zwar verwandte, aber nicht deckungsgleiche Erscheinungen. Wer also im Alter dazu neigt immer neue Muttermale zu entwickeln, muss darüber nicht gleich in Panik geraten, dennoch tut man auch nicht falsch daran, dieses Thema mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Schaden kann es sicherlich nichts.

Aber auch Kinder können von Geburt an mit sehr vielen Muttermalen richtiggehend überzogen sein. Auch das muss kein Grund zu Besorgnis darstellen. Wenn der Dermatologe bescheinigt, dass es sich dabei um nicht gefährliche Nävi handelt, muss man im Grunde nichts weiter befürchten.

Abschließend lässt sich also zusammenfassen, dass Muttermale quer durch alle Ethnien, Altersschichten und Geschlechter bei beinahe jedem Menschen auftreten. Lediglich Albinos bleiben davon manchmal verschont. Somit handelt es sich hierbei auch nicht um eine Krankheit oder Erkrankung im klassischen Sinne des Wortes, sondern vielmehr um den Normalzustand der menschlichen Haut. Es ist lediglich möglich, dass sich ein Muttermal im Laufe der Zeit krankhaft verändert. Das sollte man jedoch nicht zum Anlass nehmen, sich ständig über seine Muttermale und Nävi Gedanken zu machen. Grundsätzlich könnte sich schließlich jeder Teil des Körpers krankhaft verändern.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnen Daten sind in aller Regel sehr eindeutig und bieten nur wenig Spielraum für etwaige fehlerhafte Diagnose. Auch kann zumeist darauf verzichtet werden, Tests zu wiederholen oder weitere Tests anzuberaumen, da die initialen Testergebnisse mehr oder weniger, meist aber mehr, Aussagekräftig sind.

Darüber hinaus kommt es auch nur sehr selten vor, dass die Testergebnisse so uneindeutig sind, dass das Muttermal mit einer ähnlichen Erkrankung verwechselt wird. Oftmals tatsächlich sind, wie bereits erwähnt, überhaupt keine medizinischen Tests erforderlich und eine schlicht Blickdiagnose genügt, um feststellen zu können, welches Problem vorliegt.


Komplikationen bei der Krankheit

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die zu erwartenden Komplikation bei Muttermalen eher geringfügig sind. Nur selten müssen betroffene Personen mit besonders starken oder heftigen Komplikationen kämpfen, die die allgemeine Gesundheit in irgendeiner ernstzunehmenden Form bedrohen. Nichtsdestoweniger können Muttermale nicht selten als eher störend empfunden werden. Vorallem, wenn man davon vergleichsweise viele und dann auch noch an besonders prominenten Stellen, wie dem Gesicht, hat.

Darüber hinaus kann es natürlich immer wieder der Fall, dass sich ein Muttermal, gleichwohl es zuvor Jahre oder Jahrzehnte lang vollkommen unauffällig war, krankhaft verändert. Die etwaigen Gründe hierfür können sehr vielfältig sein und sie alle hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Dennoch sei gesagt, dass eine merkliche Veränderung eines Muttermals auf jeden Fall behandelt werden muss. Auch sollte man einen Arzt aufsuchen, wenn sich komplett neue Muttermals entwickeln. Diese können ein Alarmzeichen für die Entstehung eines Melanoms sein.

Womit man auch bei einer weiteren Komplikation wäre. Die meisten Menschen assoziieren Muttermale mit Melanomen. Das ist natürlich grundsätzlich nicht verkehrt, dennoch aber etwas übertrieben. Das Muttermal an sich ist in aller Regel mehr oder weniger harmlos und sorgt nur in den seltensten Fällen für eine ernstzunehmende Komplikation. Alldieweil aber sollte man auch das Risiko nicht unterschätzen. Insbesondere dann nicht, wenn man eine generell sehr empfindliche Haut hat. Denn gerade dann reichen oftmals schon sehr geringe Mengen Sonnenlicht aus, um sehr starke negative Veränderungen auszulösen und Melanome sind dann nicht mehr ganz so unwahrscheinlich. Hier muss allerdings jeder Mensch für sich selbst wissen und entscheiden, wie er mit seinen Muttermalen umgehen will und ob er denkt, dass diese zu größeren Problemen führen könnten.

Die wohl größten Komplikationen sind jene aus dem kosmetischen Bereich. Wie bereits schon weiter oben im Text angeführt, geht der Trend immer weiter vom „Schönheitsfleck“ weg. Beispielsweise noch in den 1920er Jahren waren einzelne prominente Muttermale im Gesicht nicht nur sehr populär, sondern gehörten oftmals auch als fester Bestandteil zur Abendgarderobe bei Frauen. Damen, die nicht über natürliche Schönheitsflecken verfügten, malten sich diese an oder klebten sie auf. Einen ähnlichen Trend gab es zudem auch im ausgehenden 18. Jahrhundert. Damals versuchten Frauen sowie auch Männer, mittels künstlichen Schönheitsflecken, etwaige Pickel, Narben oder Pusteln zu verstecken. Nichts selten kam es darum vor, dass besonders stark von Akne und Co. heimgesuchte Individuen mehr als 20 oder 30 künstliche Leberflecke im Gesicht trugen. Diese Zeiten sind allerdings vorbei und viele Menschen, vorallem aber Frauen, nehmen Leberflecke im Gesicht als störend war.

Nicht zuletzt deswegen steigen laut Statistiken die jährlichen Raten an Operationen zwecks einer Entfernung von Muttermalen stetig an. Diese operativen Eingriffe sind in der Regel jedoch nicht notwendig und rein kosmetischer Natur. Darum bezahlen die Kassen sie entweder gar nicht oder geben nur sehr geringfügige Zuschüsse. Auch dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich zu einer Entfernung entscheidet. Darüber hinaus bietet jede Operation ein potentielles Risiko. Sicherlich mögen die Risiken bei einem so kleinen Eingriff eher überschaubar sein, aber dennoch lässt sich nicht bestreiten, dass es sie gibt.

Somit sind kosmetische Komplikationen, wenn es um Muttermale geht, wohl die häufigste Form. Da ein Muttermal jedoch auch immer wieder auftreten kann, sollte man sich auch nach einer erfolgreichen Operation nicht zu sicher wähnen. Die neu gewonnene kosmetische Schönheit könnte vielleicht nur von kurzer Dauer sein.

Alles in allem also lässt sich zusammenfassend ausführen, dass es in aller regel nur zu sehr geringfügigen Komplikation kommt oder aber zu gar keinen. Die wenigsten Muttermale sind bösartig oder maligne und stellen schlicht und einfach eine erhöhte Ansammlung von Pigment oder das fehlen desselben dar.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann man genau wegen eines Muttermals zum Arzt gehen sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Dies liegt vornehmlich daran, dass jedes Muttermal andres ist jeder Mensch seine Nävi auch anders wahrnimmt. Darüber hinaus spielt die Lebensweise des Individuums eine ausschlaggebende Rolle dabei, wie oft es notwendig ist, die Haut untersuchen zu lassen.

Eine Person, die sehr viel Zeit in der Sonne verbringt, sei es beruflich oder privat, sollte auf jeden häufiger, wenn nicht gar regelmäßig bei einem Dermatologen vorstellig werden und den Zustand seiner Haut evaluieren lassen. Dass hierbei auch die Muttermale gründlich untersucht werden, sollte in jeder Praxis die Norm sein.

Einige Dermatologen gehen sogar soweit dazu zu raten, dass man nach jedem Strandurlaub vorsichtshalber eine Untersuchung bei einem Spezialisten in Anspruch nehmen sollte und sei es einfach nur, um auf Nummer Sicher gehen zu können. Denn gerade für uns Europäer ist die Sonne sehr gefährlich. Selbst Personen, die eine etwas dunklere Haut haben, sollten aufpassen und die Gefahren nicht unterschätzen. Schließlich können auch sehr dunkelhäutige Afrikaner einen Sonnenbrand erleiden. Vorsicht ist hier schlicht besser als Nachsicht und das sollte die eigene Gesundheit einem auf jeden Fall wert sein.

Besonders stark gefährdete Berufsgruppen sind alle jene, die sehr viel Zeit im Freien verbringen. Hierzu gehören Bauarbeiter, Förster, Straßenreiniger usw. Aber auch LKW Fahrer sollten sich regelmäßig untersuchen lassen. Die Sonneneinstrahlung in der Fahrerkabine kann nicht unerheblich sein und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Darüber hinaus sollte auch Menschen aus chemischen Berufen ihre Haut regelmäßig untersuchen lassen. Viele Chemikalien reagieren mit der Haus und lösen somit teils massive Veränderungen derselben aus, die dazu führen können, dass ansonsten harmlose Muttermale plötzlich zu einer Bedrohung für die Gesundheit werden. Ein risiko das man nicht unterschätzen sollte. Allerdings ist natürlich davon auszugehen, dass die meisten potentiell betroffenen Berufsgruppen im Vorhinein und im Rahmen der Arbeitssicherheit über diese Risiken aufgeklärt worden sind. Alles andere wäre strafbar.

Grundsätzlich sollte man auch dann einen Arzt aufsuchen, wenn man eine Veränderung in Form, Farbe oder Beschaffenheit eines Muttermals feststellt. Das muss zunächst nichts bedeuten, kann aber auch ein Indikator dafür sein, dass eine krankhafte Veränderung vorliegt. Allerdings sollte man in solchen Fällen auf einen Besuch im Krankenhaus verzichten. Immer mehr Menschen gehen in die Notaufnahme, anstatt zu ihrem Hausarzt. Das ist eine bedenkliche Entwicklung. Dadurch verzögern sich die Wartezeiten erheblich und Personen mit tatsächlichen Notfällen können nicht schnell genug behandelt werden. Hier heißt es also, seinen gesunden Menschenverstand zu gebrauchen und die Gemeinschaft nicht zu seinem eigenen Vorteil auszunutzen.

Ansonsten ist es in aller Regel nicht notwendig, wegen eines Muttermals zu einem Arzt zu gehen. Nur eben dann, wenn es sich krankhaft verändert und anderweitige Gründe dafür vorliegen, die einen Besuch rechtfertigen würden. Nichtsdestoweniger aber sollte man natürlich auch nicht vor einem Besuch zurückscheuen. Lieber einmal zu oft beim Arzt gewesen, als einmal zu wenig.

Abschließend lässt sich also bemerken, dass nicht jedes Muttermal einen Besuch beim Arzt nötig macht, man diese aber auch nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Des Weiteren sollte man versuchen, dass die Untersuchung der Muttermale und Nävi in jede dermatologische Behandlung miteinbezogen wird. Bisweilen ist es förderlich, den zuständigen Dermatologen gezielt darauf anzusprechen. Beherzigt man all diese Regel, kann man im Grunde nichts falsch machen und muss wenig befürchten.

Behandlungsmethoden & Therapie

Zwecks einer Behandlung von Muttermalen steht ein ganzes Arsenal möglicher Behandlungsmethoden zur Verfügung. Hierzu im Folgenden eine kleine Übersicht über die gängigsten Anwendungen:

  • Chemische Peelings: Unter einem chemischen Peeling versteht man eine Technik, die verwendet wird, um die Textur der Haut zu verbessern und sie zu glätten. Zumeist ist es die Gesichtshaut, die behandelt wird. Zudem lässt sich mit Hilfe eines chemischen Peelings auch Narbengewebe erfolgreich reduzieren. Chemische Peelings daienen dazu, die äußersten Schichten der Haut zu entfernen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, verursacht das gewählte Peeling mikroskopische und kontrollierte Verletzungen auf der Haut. Im Anschluss daran setzt der Wundheilungsprozesse ein, der dafür sorgt dass neues Gewebe entstehen kann.Die abgestorbene Haut schält sich schließlich ab. Die neue und regenerierte Haut ist in der Regel glatter und weniger faltig als die alte Haut. Einige chemische Peelings können auch ohne ärztliche Genehmigung gekauft und verabreicht werden. Es wird jedoch empfohlen, vor der Durchführung eines solchen aggressiven chemischen Peelings professionellen Rat von einem Dermatologen oder plastischen Chirurgen einzuholen.Je tiefer man das Peeling in die Haut eindringen lässt, desto mehr Komplikationen können auftreten. Professionelle chemische Peelings werden typischerweise von zertifizierten Dermatologen oder lizenzierten Kosmetikern verabreicht. Peeling-Kits für den Hausgebrauch, auch solche mit geringer Konzentration, können zu Gesundheitsrisiken führen, einschließlich Verletzungen und Narbenbildung der Haut. Mögliche Komplikationen sind Lichtempfindlichkeit, ein länger anhaltendes Erythem, Pigmentveränderungen, Milien, Hautatrophie und generelle strukturelle Veränderungen. Viele Personen berichten, dass professionelle chemische Peelings aufgrund der Retinolelemente in der Substanz selbst einen leichten gelblichen Teint auf der Haut hinterlassen können. Unterschiedliche leichte bis mäßige Rötung sind nach dem Eingriff zu erwarten.Leichtere chemische Peelings werden üblicherweise in Arztpraxen durchgeführt. Es kommt in der Regel wenn überhaupt nur zu minimalen Beschwerden, daher wird normalerweise keine Betäubung verabreicht. Der Patient dürfte lediglich nur ein leichtes Stechen verspüren, während die Lösung angewendet wird. Schmerzmittel werden also meistens keine benötigt. Peelings mittlerer Konzentration wie Trichloressigsäure (TCA) werden auch in der Arztpraxis oder in einem ambulanten Operationszentrum als ambulante Behandlung durchgeführt und können mehr Beschwerden verursachen. Häufig wird die Kombination aus einem Beruhigungsmittel, wie Diazepam und einem oralen Analgetikums verabreicht. TCA-Peelings benötigen also häufig keine Anästhesie, selbst wenn die Lösung selbst – im Gegensatz zu Phenol – keine betäubende Wirkung auf die Haut selbst hat. Der Patient fühlt normalerweise „nur“ ein heißes oder brennendes Gefühl.Phenol wurde früher sehr oft benutzt. Diese Phenol-Peeling-Lösungen waren allerdings sehr schmerzhaft und die meisten Ärzte fürchten sie entweder nur unter Vollnarkose durch oder benutzen sehr starke lokale Anästhetika. Heutzutage findet dieses Mittel darum nur noch eher selten Anwednung. Nicht zuletzt, da es inzwischen wesentlich bessere Alternativen gibt.
  • Kryotherpie: Unter Kryotherapie versteht man die lokale oder allgemeine Verwendung von sehr niedrigen Temperaturen zwecks einer medizinischen Therapie. Kryotherapie wird zur Behandlung einer Vielzahl von gutartigen und bösartigen Gewebeschäden, medizinisch als Läsionen bezeichnet, eingesetzt. Der Begriff „Kryotherapie“ leitet sich aus dem Griechischen „Kryo“ (κρύο), was Kälte bedeutet und dem Wort „Therapie“ (θεραπεία), was Heilung bedeutet, ab.Die häufigste Verwendung des Begriffs bezieht sich jedoch auf die chirurgische Behandlung, besser bekannt als Kryochirurgie. Es handelt sich hierbei um Anwendung von extremer Kälte, um abnormales oder erkranktes Gewebe zu zerstören und wird am häufigsten zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt. Kryotherapie wird aber auch häufig verwendet, um Muskelschmerzen, Verstauchungen und Schwellungen entweder durch Weichteilschädigung oder postoperative Schwellung zu lindern. Es gibt sowohl sehr hoch enteickelte, als auch eher als primitiv einzustufende Arten und Weisen, auf denen Kryotherapie Anwednung findet. Eine eher primitive Methode wäre hierbei die Verwendung von Kühlpacks, Kühlakkus oder ganz klassisch: Eis oder Eisbäder. Dagegen gibt es aber auch weitaus fortgeschrittenere Techniken, die nur mittels komplizierter Apparate angewendet werden können. Während die Kryotherapie zwar weit verbreitet ist, scheint es dennoch nur wenig Beweise für ihre Wirksamkeit zu geben, die man in großen und kontrollierten Studien hätte stichhaltig nacheweisen können. Auch die potentiellen langfristigen Nebenwirkungen wurden (noch) nicht eingehend untersucht. Im Allgemeinen legen Berichte über Kryotherapie nahe, dass auf jeden Fall weitere Forschung benötigt wird.
  • Dermabrasion: Die Dermabrasion ist eine Art der chirurgischen Hautglättung, die typischerweise in einer professionellen medizinischen Umgebung von einem Dermatologen oder plastischen Chirurgen durchgeführt werden muss, die darüberhinaus speziell in diesem Verfahren ausgebildet sein sollten. Die Dermabrasion wird bereits seit vielen Jahren praktiziert, kam aber mit der Verbreitung von Lasern etwas aus der Mode. Sie beinhaltet den kontrollierten tieferen Abrieb der oberen bis mittleren Hautschichten mit Hilfe einer Vielzahl von starken abrasiven Vorrichtungen, einschließlich einer Drahtbürste, Diamantscheibe oder Fräse, auch sterilisiertes Sandpapier, Salzkristalle oder andere mechanische Mittel können hierzu gebraucht werden. Dermabrasion sollte nicht mit Mikrodermabrasion verwechselt werden, die ein neueres und nicht-chirurgisches kosmetisches Verfahren ist, das von nicht-ärztlichem Personal, Krankenschwestern, Kosmetikern, medizinischen Assistenten und zuletzt untrainierten Personen in ihren Häusern durchgeführt werden kann und darf.Dermabrasionsverfahren sind chirurgisch invasive Verfahren, die in der Regel mindestens eine lokale Betäubung erfordern. Oft werden sie in Operationssälen oder in professionellen medizinischen Zentren durchgeführt. Da bei dem Verfahren in der Regel die oberen bis tieferen Schichten der Epidermis entfernt werden und es sogar bis in die retikuläre Dermis gehen kann, kommt es immer wieder zu kleineren Hautblutungen. Das Verfahren geht mit Risiken der Narbenbildung, Hautverfärbung, Infektionen und Reaktivierung des Gesichtsherpesvirus (Herpesvirus) einher. Bei aggressiven Dermabrasionsbehandlungen kommt es während des Eingriffs häufig zu starken Blutungen, die mit Hilfe Druck kontrolliert und im Zaum gehalten werden müssen. Hiernach ist die Haut normalerweise sehr stark gerötet und wirkt beinahe roh. Je nach Art der Hautentfernung mittels Dermabrasion dauert es durchschnittlich zwischen 7 und 30 Tagen, bis die Haut vollständig verheilt ist. Oft wird diese Prozedur zur Behandlung von tieferen Aknenarben und tiefen Operationsnarben angewendet. Die Dermabrasion wird derzeit nur noch vergleichsweise selten praktiziert und es gibt auch nur noch sehr wenige Ärzte, die überhaupt dazu in der Lage sind, diesen Eingriff vorzunehmen. Die Dermabrasion wurde auf der ganzen Welt weitgehend durch neuere und etwas einfachere Technologien wie Laser, co2 oder Erbium ersetzt. Lasertechnologien haben den Vorteil, dass sie kaum oder gar nicht bluten und weniger Können und Kunstfertigkeit bedürfen als eine Dermabrasion.Der Zweck der chirurgischen Dermabrasion ist es, das Erscheinungsbild von tieferen Narben und Hautunreinheiten zu verbessern. Oft ist auch das Ziel, die Haut zu glätten und dabei kleine Narben (wie beispielsweise bei Akne), ungleiche Hautfarbe von Narben oder Muttermalen, Sonnenschäden, Tätowierungen, Altersflecken, Dehnungsstreifen oder feine Falten zu entfernen. Die Dermabrasion ist eine mechanische chirurgische Hautglättungsmethode, die teilweise imme rnoch Anwednung findet, weil sie insgesamt oftmals etwas kostengünstiger ist als andere Verfahren. Darüber hinaus kann sie ähnlich gute Ergebnisse wie die neueren Lasermethoden liefern, wenn ein geübter Operateur am Werk ist.
  • Laserablation: Unter einer Laserablation versteht man den Prozess des Entfernens von Material von einer festen (oder gelegentlich flüssigen) Oberfläche durch Bestrahlen mit einem Laserstrahl. Bei niedriger Stärker des Lasers wird das Material durch die absorbierte Laserenergie erhitzt und verdampft oder sublimiert. Bei hoher Stärke des Lasers wird das Material typischerweise in ein Plasma umgewandelt. Gewöhnlich bezieht sich die Laserablation auf das Entfernen von Material mit einem gepulsten Laser, aber es ist auch möglich, Material mit einem kontinuierlichen Laserstrahl abzuschmelzen, wenn die Laserintensität hoch genug ist.Mittels dieser Methode lassen sich Muttermale sehr schnell und gründlich entfernen. Heutzutage bieten die meisten Dermatologen diese Methode an. Vor noch etwa 10 Jahren dominierte dagegen die eben gerade beschriebene Dermabrasion den Markt.

In gesonderten Fällen kann es darüber hinaus notwendig sein, auf weitere Behandlungsmethoden zurückzugreifen, um ein Problem mit einem Muttermal gezielt und maßgeschneidert angehen zu können. Darüber hinaus bediente man sich in vergangenen Zeiten oftmals auch operativer Methoden. Diese finden heutzutage jedoch nur noch sehr selten Anwendung. Zunächst einmal darum, da der Trend ohnehin immer weiter von der Operation abschweift, insofern sie sich vermeiden lässt und auch, da die oben genannten Methoden schlicht schonender für die Haut und auch oftmals weniger kostenintensiv sind.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Zwecks einer Vorbeugung gegen Muttermale muss man zunächst einmal klärend erwähnen, dass es sehr viele Vertreter dieser Spezies gibt, die schlicht angeboren sind. Dagegen kann man nichts tun und dagegen sollte man auch nichts tun. Sie gehören einfach zu einem und stellen auch in aller Regel keine besondere Gefahr dar. Überhaupt sollte man nicht vergessen, dass nur die aller wenigstens Muttermale im Laufe des Lebens einer Behandlung bedürfen. Die meisten aber geben dazu keinen Anlass.

In sehr seltenen Fällen sind Eltern sehr unzufrieden damit, wenn ihr Kihnd mit vielen Muttermalen auf die Welt kommt, da sie es persönliche als eher unästhetisch empfinden. Dem ist natürlich nicht so. Diese Berichte solcher Eltern stammen vorallem aus dem US-amerikanischen Raum. Manche „besorgten“ Eltern versuchen dann, ihren Nachwuchs zu bleichen. Das sollte auf jeden Fall unterlassen werden! Diese barbarische und nicht zu verantwortende Praxis führt nur dazu, dass das Kind massive gesundheitliche Schäden entwickelt und ändert zumeist auch nichts am Vorhandensein der Muttermale oder Nävi. Wer sich also durch die Muttermale seines Nachwuchses gestört fühlt, sollte lieber psychologische Hilfe für sich selbst in Anspruch nehmen, als nach „Lösungen“ zu suchen, wie das Kind von den Nävi befreit werden könne.

Ansonsten gelten für Muttermale und Nävi dieselben regeln wie für die Haut im Allgemeinen, sprich der Sonnenschutz. Es ist also von höchster Priorität, dass man seine Haut vor direktem Kontakt mit allzu starker Sonneneinstrahlung schützt. Auf diese Art und Weise kann man das Risiko einer krankhaften Veränderung eines Muttermals merklich senken.

Zu den effektivsten Schutzmaßnehmen gehören das Tragen langärmliger Kleidung, das Tragen eines Hutes mit breiter Krempe sowie die Verwendung von Sonnenschutzmitteln in ausreichender Stärke. Auch sollte man stets bemüht sein, sich so wenig wie möglich, direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Vorallem aber dann nicht, wenn man sich in Gebieten mit besonders aggressiven UV-Werten aufhält. Hier sollte man also besser seinen gesunden Menschenverstand gebrauchen.

Wer dies tut und sich auch sonst vorausschauend verhält, muss wenig befürchten und wird vermutlich wenig bis gar keine Probleme mit seinen Muttermalen bekommen. Wer sich dagegen leichtfertig verhält, der muss sich auch nicht wundern, wenn aus dem freundlichen Muttermal bald schon ein Melanom wird.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist stark davon abhängig, welches Problem eigentlich vorliegt. Denn es handelt sich bei Muttermalen an sich, wie bereits erwähnt, nicht um medizinische Probleme als solche, sondern vielmehr um vollkommen natürliche Erscheinungen, die beinahe jeden Menschen betreffen.

Aber selbst dann, wenn es zu Problemen kommen sollte, sind diese in aller Regel sehr schnell, effektiv und auch leicht zu behandeln. Man muss sich also bei Allem keine Gedanken darüber machen, dass man eventuell Opfer seiner eigenen Muttermale werden könnte. Kurzum: die Prognose ist sehr gut und nur in den aller wenigsten Fällen tatsächlich mittelschwer. Nichtsdestoweniger kommt es hier immer sehr stark auf den individuellen Fall an, weshalb allgemeine Aussagen tendenziell unsinnig sind und wenig weiterhelfen. Man lasse sich einfach von seinem behandeln Arzt beraten. Dieser wird einem die Heilungschancen gerne mitteilen, nicht zuletzt deswegen, weil sie in aller Regel sehr hoch sind.


Verschiedene Arten von Nävi

Wie aus den vorhergehenden Ausführungen bereits klar hervorgegangen sein dürfte, gibt es nicht nur eine Art von Muttermal, sondern eine Vielzahl davon. Oftmals sind die Bedeutungsunterschiede für den Laien kaum zu erfassen und auch eher unwichtig. Um jedoch einen Überblick über die häufigsten Formen zu vermitteln, hier eine Beschreibung der sechs gängigsten Muttermal-Typen:

  • Pigmentnävus: Ein melanozytärer Naevus (auch bekannt als nevocytischer Naevus, Pigmentnävus und gewöhnlich als „Mal“, bzw. Muttermal) ist eine Art von melanozytärem Tumor, der Naevuszellen enthält. Die Mehrzahl der Male erscheint während der ersten zwei Lebensdekaden eines Menschen, wobei etwa eines von 100 Babys mit einem Muttermal geboren wird. Erworbene Muttermale sind eine Form von gutartigen Neubildungen, während kongenitale Muttermale oder kongenitale Nävi als geringfügige Fehlbildung oder Hamartom angesehen werden und möglicherweise für ein erhöhtes Risiko auf die Entstehung von Melanomen hinweisen. Ein Muttermal kann entweder subdermal (unter der Haut) auftauchen oder aber ein pigmentiertes Gewächs auf der Haut sein, das hauptsächlich aus einer speziellen Art von Zellen gebildet wird, die als Melanozyte bekannt sind. Die hohe Konzentration des Pigmentierungsmittels des Körpers, Melanin, ist für die dunkle Färbung dieser Male verantwortlich. Muttermale sind ein Mitglied der Familie der Hautläsionen, die als Nävi bekannt sind und bei allen Säugerarten vorkommen können, insbesondere aber bei Menschen, Hunden und Pferden.Während der gesamten menschlichen Geschichte wurden Personen, die Gesichtsmale besaßen, Opfer von diversen Aberglauben und deswegen despektierlich behandelt oder gar angegriffen. Während des größten Teils der Geschichte wurden Gesichtsmale nicht als kosmetischer Bonus und Modeideale betrachtet, wie beispielsweise im Hochbarock oder den 1920er Jahren. Vielmehr galten die meisten Muttermale als scheußliche Wucherungen, die vor allem auf den Nasen, Wangen und dem Kinn von Hexen, Fröschen und anderen niederen Geschöpfen auftraten.Sowohl die Folklore als auch die moderne Populärkultur verwenden visuelle physische Merkmale, um die guten oder bösen Tendenzen eines Charakters hervorzuheben. Im Gegensatz zu den feinen Eigenschaften und der glatten Haut eines Helden oder einer edlen Dame, geht man davon aus, dass Charaktere, die negative oder böse Eigenschaften besitzen, auch eher negative physische Merkmale und Hautunreinheiten, einschließlich Muttermale, an den Tag legen. Während der großen europäischen Hexenverfolgungen beispielsweise wurden Warzen und andere dermatologische Läsionen, wie auch Muttermale, Narben und andere Makel, wenn sie auf beschuldigten Frauen gefunden wurden, als Beweis für einen Pakt mit dem Teufel angesehen. Diese Zeiten sind zwar vorüber, aber dennoch assoziieren immer noch viele Menschen physische Makel mit Rohheit des Charakters oder bösen Tendenzen im Allgemeinen.
  • Dysplastischer Nävus: Ein dysplastischer Nävus oder ein atypisches Muttermal ist ein dermatologisches Phänomen, dessen Aussehen sich von dem der gewöhnlichen Muttermale unterscheidet. Dysplastische Nävi wachsen oft zu größeren Muttermalen heran und können unregelmäßige und undeutliche Grenzen haben. Ihre Farbe ist möglicherweise nicht einheitlich und kann von hellrosa bis sehr stark dunkelbraun reichen. Sie beginnen normalerweise flach, aber verschiedene Teile können sich über die Hautoberfläche erheben. Dysplastische Nävi können überall gefunden werden, sind aber am häufigsten bei Männern am Rumpf und bei Frauen an den Waden anzutreffen.Es gibt einige Kontroversen in der dermatologischen Welt darüber, ob der „dysplastische“ Nävus tatsächliche eine eigene Diagnose sein sollte oder nicht. Einige Mediziner und Forscher haben argumentiert, dass der Begriff „dysplastisch“ sich nur auf diagnostische Unsicherheit bezieht, im Gegensatz zu biologischen Unsicherheiten und dass die Läsion von Anfang an entweder ein Naevus oder ein Melanom ist und keine eigene Erkrankung .Einige haben auch argumentiert, dass, selbst wenn solche Naevi existieren, Studien gezeigt haben, dass die diagnostischen Mittel in der Regel nicht ausreichen, um sie zuverlässig identifizieren zu können, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es keinen Sinn macht, die Unterscheidung überhaupt vorzunehmen.
  • Becker-Nävus: Das medizinische Wissen und die Dokumentation über diese Störung sind schlecht. Does lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen, einschließlich neuerer Entdeckung, geringer Prävalenz und der mehr oder weniger rein ästhetischen Natur der dieser Hauterkrankung. So bleibt die Pathophysiologie von Becker-Nävus bis dato unklar. Während er allgemein als eine erworbene, statt als angeborene Erkrankung gilt, gibt es mindestens einen Fallbericht, der dokumentiert, dass ein Säugling bereits mit diesem Leiden auf die Welt kam: Ein 16 Monate alter Junge mit einer hyperpigmentierten Läsion an seiner rechten Schulter, dessen Vater hat eine ähnliche Läsion an seiner rechten Schulter. Hieraus leitete man etwaige genetische Grundlagen, die zur Vererbung beitragen, ab.Die bisher umfangreichste Studie, die im Jahre 1981 bei fast 20.000 Männern im Alter zwischen 17 und 26 Jahren durchgeführt wurde, konnte dazu dienen, viele bis dahin verbreitete Ansichten über die Störung zu widerlegen. In der dieser Studie wurden nur bei 100 Probanden Becker-Nävi. Nävi erschienen bei der einen Hälfte der Probanden bereits vor dem Alter von 10 Jahren und beim Rest zwischen dem 10. und dem 20. Lebensjahr. In einem Viertel der Fälle scheint Sonnenexposition eine Rolle bei der Entstehung gespielt zu haben, eine Zahl, die niedriger war als von den Forschern erwartet. Ebenfalls überraschend für die Forscher war die geringe Inzidenz (32%) von Becker-Nävi oberhalb der Brustwarzen, da allgemein angenommen wurde, dass der obere Brust- und Schulterbereich die vorherrschende Stelle des Auftretens sei. Die Pigmentierung war in 75% der Fälle hellbraun und die durchschnittliche Größe eines Nävus betrug 125 cm².Da der Becker-Nävus als gutartige Läsion gilt, ist eine Behandlung in der Regel nur für kosmetische Zwecke notwendig. Rasieren oder Trimmen kann bei der Entfernung von unerwünschtem Haar effektiv sein, während die Elektro- oder Laser-Haarentfernung eine länger anhaltende Lösung bieten kann. Verschiedene Arten von Laserbehandlungen können auch zur Eliminierung oder Reduktion der Hyperpigmentierung wirksam sein, obwohl die Ergebnisse von Laserbehandlungen sowohl für die Haarentfernung als auch Pigmentreduktion von Individuum zu Individuum sehr variabel erscheinen.
  • Konnataler Nävuszellnävus: Der kongenitale (oder konnatale) melanozytäre Nävus ist eine Art von melanozytischem Nävus (oder Muttermal), der bei Säuglingen schon bei der Geburt gefunden werden kann. Diese Art von Muttermal kommt weltweit bei schätzungsweise 1% der Säuglinge vor. Er befindet sich zu 15% der Zeit im Kopf und / oder im Halsbereich. Der angeborene melanozytäre Nävus erscheint als scharf umgrenzter, hellbrauner bis schwarzer Fleck, der zumeist sehr heterogen in seiner Konsistenz ist und jede Oberfläche und jeden Teil des Körpers bedecken kann.Im Vergleich zu einem gewöhnlichen melanozytären Nävus haben kongenitale melanozytäre Nävi normalerweise einen größeren Durchmesser und können überschüssiges Haar haben, ein Zustand, der auch als Hypertrichose bezeichnet wird. Wenn über 40 cm² des Nävus bei einem Erwachsenen mit Haaren bedeckt sind, sprich man auch bisweilen von einem gigantischen haarigen Nävuus. Gewöhnlich aber sind diese Formen schlicht als großer oder riesiger kongenitaler melanozytischer Nävus bekannt. Die geschätzte Prävalenz für die größten Formen beträgt ledilgich 0,002%.Melanozytische Nävi wachsen oft proportional zur Körpergröße, wenn das Kind heranwächst, mit. Im Laufe der Jahre, entwickeln sich die Nävi oft auch in die Vertikale und werden höher. Diese Merkmale aber auch bereits von Geburt an vorhanden sein. Vor allem nach der Pubertät bildet sich oft eine dichtere Behaarung auf dem Muttermal. Bisweilen kann der Nävus auch verschiedene Farbvariationen aufweisen und seine Oberfläche kann mit proliferativen Wucherungen texturiert sein. Die neurokutane Melanose, eine andere Hautkrankheit, geht oftmals mit der Entstehung von entweder riesigen kongenitalen melanozytären Nävi oder nicht-riesigen Nävi der Haut einher. Es wird geschätzt, dass bei 2 bis 45% der Patienten mit riesigen kongenitalen melanozytären Nävi eine neurokutane Melanose vorliegt. Nicht zuletzt darum ist eine eingehende Untersuchung mehr als sinnvoll.
  • Nävus depigmentosus (Pigmentfreier Nävus): Der Nävus depigmentosus oder der pigmentfreie Nävus zeichnet sich durch einen Pigmentverlust der betroffenen Haut aus, der aber sehr leicht von Vitiligo, einer ähnlichen Hauterkrankung, unterschieden werden kann. Obwohl der Faktor Alter nicht viel mit dem Nävus depigmentosus zu tun hat, wird er in etwa 19% der Fälle bereits bei der Geburt festgestellt. Zudem kann deren Größe kann proportional zum Körpers mitwachsen.Die genaue Ursache des Naevus depigmentosus ist noch nicht vollends geklärt. Ein sporadischer Defekt in der Embryonalentwicklung wird als ursächlicher Faktor vermutet. Er wird bisweilen auch als „lokaler Albinismus“ beschrieben, obwohl dies eher nicht korrekt ist. Jene Patienten mit einem Nävus depigmentosus können aufgrund des Pigmentmangels zu Sonnenbrand neigen. Darum sollte der Patient einen guten Sonnenschutz verwenden. Sonnenschutzmittel sollten auf alle exponierten Hautstellen aufgetragen werden, auch deswegen, da eine verminderte Bräunung normaler Haut den Kontrast zu minderpigmentierter Haut verringert. Die meisten Patienten mit Nävus depigmentosus brauchen keine Behandlung ihres Leidens. Es gibt auch keine Möglichkeit, die Haut zu repigmentieren. Wenn jedoch die Läsion zu einem kosmetischen Problem wird, ist Camouflage-Make-up bisweilen ein wirksames Mittel. Wenn die Läsion klein ist, könnte man auch eine Exzision als therapeutische Maßnahme in Erwägung ziehen.

Wie man diesen Beispielen entnehmen kann, gibt es eine große Zahl verschiedener Muttermale, die sich alle nicht allzu stark unterscheiden und die die dennoch bisweilen sehr unterschiedlich sein können. Nicht zuletzt deswegen ist es für Dermatologen hin und an recht schwierig, die verschiedenen Subtypen zu unterscheiden und also die korrekte Behandlung zu gewährleisten.

Alles in allem aber muss man sich keine allzu großen Sorgen machen, auch dann nicht, wenn man einen etwas auffälligen Nävus hat. Ein Dermatologe ist ein Spezialist, der sein Leben der Erforschung und Behandlung von Krankheiten der Haut verschrieben hat und sich deshalb wie kein zweiter mit der Materie auskennen dürfte. Man ist also mit Sicherheit stets in guten Händen.


Alternative Behandlungsmethoden

Man sollte davon absehen, alternativen Behandlungsmethoden zu vertrauen, wenn es darum geht, Muttermale zu entfernen oder auszubleichen. Sicherlich kann die alternative Medizin sehr viel leisten, hier sollte aber ein Fachmann ran. Die moderne Schulmedizin ist bei Eingriffen dieser Art der einzige Partner, auf den man setzen sollte. Personen, die etwas anderes behaupten sind im besten Falle Scharlatane und Kurpfuscher.

Dennoch ist es bedenkenlos möglich, die alternative Medizin zu bemühen, wenn es um die Nachsorge geht.

Welche Hausmittel können helfen?

Die Verwendung von Hausmitteln bei Leberfleck ist eher kritisch anzusehen und sollte in aller Regel unterlassen werden. Die Entfernung eines solches sollte nur durch einen Spezialisten erfolgen, auch sollten sie nicht mittels kruder Methoden aus vergangenen Jahrhunderten ausgebleicht werden. Wer seine Muttermale loswerden will, der sollte sich an einen Arzt wenden und keine Selbstexperimente durchführen. Dies können oftmals schlimme Folgen nach sich ziehen.

Dennoch ist es bedenkenlos möglich, alte Hausmittel zu bemühen, wenn es um die Nachsorge geht.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Schafgarbe
  • Radieschenblätter
  • Wurmkraut
  • Ahorn
  • Weinblätter
  • Apfelblüten
  • Ringelblumen

Alle der gerade erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufgusses, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Tablette einzunehmen.

Auch eine Creme ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen bietet sich an. Eine solche ist besonders im Falle von Hautkrankheiten empfehlenswert, da man sie direkt auf die Haut auftragen kann. Zur Herstellung einer solchen muss man die Kräuter in zerlassenem Schmalz kochen und diese Mixtur dann fest werden lassen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Melisse
  • Rose
  • Imortelle
  • Narden
  • Schwarzkümmel
  • Basilikum
  • Lärche

Ätherische Öle sind prächtig dafür zu gebrauchen, eine Aromatherapie durchzuführen und den Organismus auf diese Art und Weise zu entspannen. Hierzu gibt man die Öle in eine Duftlampe oder einen modernen Diffusor. Bei beiden verdampfen anschließend die Öle in die Raumluft und sorgen somit dafür, dass sie ihre heilende Wirkung entfalten können. Je nach Kombinationen und Stärke der verwendeten Öle kann man mit einer sehr beruhigenden oder gar berauschen Wirkung rechnen. Alles in allem aber greift eine Aromatherapie den Organismus nicht an und ist somit einer sehr schonenden Methode der Entspannung.

Von äußerlichen oder innerlichen Anwendungen ätherischer Öle ist grundsätzlich abzuraten. Insbesondere aber dann, wenn allgemeine Allergien und dergleichen mehr vorliegen.

Homöopathie & Globuli

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sind keine Mittel, die alleinstehend für eine Therapie, welcher Krankheit auch immer, eingesetzt werden sollten. Wenn überhaupt, so sind sie zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie anzuwenden. Zudem sollte man sich vor der Verwendung mit einem Arzt kurzschließen, um etwaige allergische Reaktion zu vermeiden.

Auch sollte man nicht vergessen, dass die tatsächliche Wirksamkeit von Globuli und Co. nicht medizinisch nachgewiesen werden kann. Das soll die Produkte nicht schlechtreden, aber man sollte sich auch nicht allzu viel davon erhoffen.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 5 und 8
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 10 Globuli

Oder man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

Nr. 3 Ferrum phosphoricum
Nr. 4 Kalium chloratum
Nr. 9 Natrium phosphoricum
Nr. 11 Silicea
Nr. 12 Calcium sulfuricum
Nr. 24 Arsenum jodatum

Schüssler Salze erfreuen sich zwar einer immer stärker zunehmenden Bedeutung, dennoch sollte man nicht allzu enthusiastisch sein, wenn es um deren tatsächliche Wirksamkeit geht. Zumeist haben sie eher einen psychosomatischen Effekt, sprich sie wirken als Placebo. Das bedeutet nicht, dass sie überhaupt keinen Nutzen haben, sondern lediglich, dass sie keinen medizinisch nachweisbaren Nutzen aufweisen. Aber das muss bei der Bekämpfung einer Krankheit nicht immer alles sein. Dennoch sollte man sie nicht ausschließlich benutzen, sondern immer nur unterstützend zu einer schulmedizinischen Behandlung.

Auch sollte man sich vor einer Verwendung mit dem zuständigen Mediziner darüber absprechen, ob keine etwaigen Unverträglichkeiten oder Allergien vorliegen, um schlimmeres zu vermeiden.

Diät & Ernährung

Es gibt keine Diäten oder Ernährung, die speziell darauf abzielten, Muttermale in irgendeiner Form zu beeinflussen. Das bedeutet aber nicht, dass man die allgemeine Gesundheit der Haut nicht durch eine gesunde, gute und ausgewogene Ernährung positiv beeinflussen könnte.

Wer sich nämlich gesund ernährt, der hat in der Regel weniger medizinische Probleme im Allgemeinen und kann so auch weiteren Krankheiten vorbeugen oder aber dafür sorgen, dass deren Verlauf nicht allzu gravierend ist.

Hier ein paar allgemeine Tipps:
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Wer sich alleine nicht dazu in der Lage sieht, seine Ernährung umzustellen, der sollte darüber nachdenken, die Dienste eines Ernährungswissenschaftlers in Anspruch zu nehmen und sich eingehend beraten zu lassen. Bisweilen werden diese Beratungen auch von der Kasse bezuschusst.

Alles in allem also ist es immer gut, wenn man auf seine Ernährung achtet und sich im Zweifel Hilfe sucht, diese zu ändern oder zu verbessern. Die vorliegende Krankheit ist in der Frage der Ernährung bestenfalls zweitrangig.


FAQ – Fragen & Antworten

Kann ich die Haare auf meinen Muttermalen bedenkenlos entferen?

In aller Regel ist die Antwort auf diese Frage, allerdings sollte man darauf achten, eine möglichst schonende Methode zu verwenden. Bei einer Rasur ist darauf zu achten, dass man ausreichend Rasierschaum benutzt. Von Waxing und dergleichen mehr ist dagegen grundsätzlich eher abzuraten, da diese Methode die Haut sehr starken Strapazen aussetzt. Ansonsten sind die gängigen Methoden erlaubt und stellen kein allzu großes Risiko dar.

Mein Kind wurde mit einem großen Muttermal geboren. Was nun?
Ihr Kind hat einen sogenannten angeborenen Nävus. Die meisten Dermatologen sind sich einig, dass kleine kongenitale Nävi ein geringes oder gar kein erhöhtes Risiko gegenüber einem erworbenen Muttermal aufweisen, Dennoch kann ein malignes Melanom daraus erwachsen. Bei kleinen kongenitalen Nävi steigt dieses Risiko in der Pubertät. Es wird daher empfohlen, den Nävus vor dieser Zeit operativ zu entfernen. Nicht alle angeborenen Muttermale müssen entfernt werden und Sie sollten Ihren Hautarzt konsultieren, um herauszufinden, was das Beste für Ihr Kind ist.

Ich habe viele Muttermale und bin besorgt, dass daraus Hautkrebs werden könnte. Was nun?
Es gibt keine Beweise dafür, dass das Entfernen aller Maulwürfe das Auftreten von Melanomen verhindert. Darüber hinaus führt dies zu zahlreichen Narben. Stattdessen sollten Sie sich und Ihre Muttermale regelmäßig vor einem Ganzkörperspiegel untersuchen, z. B. einmal im Monat. Wenn Sie sich mit Ihren Muttermalen vertraut machen, können Sie sie regelmäßig bewerten und Änderungen feststellen. Sie können auch Ihren Dermatologen jährlich besuchen oder häufiger, wenn er oder sie es empfiehlt. Der Dermatologe kann verdächtige Läsionen identifizieren und zum passenden Zeitpunkt entfernen.

Welche Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung, um ein unansehnliches Muttermal entfernen zu lassen?
Muttermale können chirurgisch entfernt werden. Wenn dies geschehen ist, wird der gesamte Bereich um die Muttermale herum auch entfernt und Stiche gesetzt, um die Wunde zu schließen. Es besteht nur eine geringe oder keine Chance auf ein Wiederauftreten und die resultierende Narbe ist normalerweise nur eine feine weiße Linie.

Muttermale mit einer erhöhten Oberfläche werden typischerweise kosmetisch durch einen Prozess, der als Rasurexzision bezeichnet wird, entfernt. Dies beinhaltet die Betäubung des Bereichs um das Muttermal und das Entfernen des oberen Teils davon, so dass es bündig mit der umgebenden Haut ist. In der Regel ergibt sich eine kleine Narbe, die in der Regel kosmetisch akzeptabel ist. Wenn der Nävus Haare oder besonders viel Pigment, bleiben diese wahrscheinlich erhalten. Es besteht die Möglichkeit, dass das Muttermal nach einem Eingriff wieder erneut wachsen kann.


Thematisch weiterführende Artikel:

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (110 Stimmen, Durchschnitt: 4,81 von 5)
Loading...
Top