Dermatophyten

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Dermatophyten führen meistens zu Fußpilz

Der Begriff Dermatophyt setzt sich aus den griechischen Begriffen phyton (=Pflanze) und derma (=Haut) zusammen und wird für eine bestimmte Art von Fadenpilzen verwendet. Diese Fadenpilze verursachen auf der menschlichen Haut eine Pilzinfektion. Dabei ernähren sie sich von Keratin und Kohlenhydraten. In den meisten Fällen entsteht ein Fußpilz, aber Pilze an anderen Stellen sind ebenfalls möglich.

Erfahren Sie nachfolgend, was Dermatophyten sind, wie sie übertragen werden können und wo sie vorkommen. Außerdem gehen wir auf die möglichen Krankheiten und Beschwerden ein, welche sie auslösen können sowie auf die typischen Anzeichen, Symptome und vieles mehr.

Was sind Dermatophyten?

Unter dem Begriff Dermatophyt versteht man Fadenpilze, welche auch als Hyphomycetes bezeichnet werden. Auf der Haut des Menschen verursachen Dermatophyten Hautinfektionen. Durch die Hautinfektionen kann der Dermatophyt auch in untere Hautschichten vordringen und sich dann vom vorhandenen Keratin ernähren.

Das Keratin ist in abgestorbenen Hautschuppen enthalten. Um das Keratin aufspalten zu können, haben Dermatophyten ein Enzym namens Keratinase. Insgesamt sind 38 verschiedene Arten von Dermatophyten bekannt. Diese wiederum werden in drei verschiedene Untergruppen eingeordnet.


Untergruppen der Dermatophyten:

  • Trichophyton
  • Microsporum
  • Epidermophyton

Welche Körperregionen von den Fadenpilzen befallen werden, hängt von der Pilzart ab. Epidermophyten sind selten gefährlich für Menschen und verursachen nur selten Pilzinfektionen. Manche Fadenpilze sind auf die Hornzellen spezialisiert, während wiederum andere Pilzarten die Epidermis (Oberhaut) befallen.


Verbreitung & Übertragung

Fadenpilze sind nicht nur bei Menschen zu finden. Sie befallen auch Tiere und wachsen im Erdreich. Bei Tieren wird ebenfalls die Haut befallen. Davon sind vor allem Haustiere betroffen, wie Nager oder Katzen und Hunde.

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Dermatophyten können direkt über die Haut übertragen werden

Es gibt verschiedene Übertragungsarten für Dermatophyten. Dermatophyten können direkt von Mensch zu Mensch über Hautkontakt übertragen werden. Gleichzeitig ist auch die Übertragung über kontaminierte Flächen möglich. Dies tritt häufig im Schwimmbad auf.

Geht man im Schwimmbad barfuß über einen kontaminierten Boden, kann es schnell zu Fußpilz kommen. Auch über einer gemeinsam genutzten Haarbürste können Dermatophyten ungewollt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Besitzen Haustiere eine Pilzinfektion ist auch eine Tier-Mensch-Übertragung möglich. Dafür ist ebenfalls ein Hautkontakt nötig.

Fadenpilze wachsen sogar im Boden. Deshalb ist eine Erde-Mensch-Übertragung möglich, aber eher selten. Davon sind meist nur Berufsgruppen betroffen, welche oft Kontakt mit Erde und Boden haben.


Eigenschaften & Folgen

Ist die Haut von Dermatophyten befallen, verursachen diese Hautentzündungen. Die Größe und Stärke der Entzündung variiert dabei von Befall zu Befall.

Der Säureschutzmantel der Haut ist sehr empfindlich und kann daher durch Dermatophyten sehr leicht gestört werden. Die verschiedenen Pilzarten besiedeln unterschiedliche Stellen am Körper und haben dafür verschiedene Techniken entwickelt.

Manche Dermatophyten verfügen über Haftvorrichtungen. So können sie sich besser an den menschlichen Hautzellen fixieren. Andere Dermatophyten Arten wiederum wählen Körperstellen aus, die schwierig zu erreichen sind. Das beste Beispiel dafür sind die Zwischenräume zwischen den Zehen. Welchen Besiedlungsort sich die Fadenpilze aussuchen, hängt davon ab, wovon sie sich ernähren.

Bevorzugen Dermatophyten Hornschuppen, verfügen sie über Keratinasen, mit denen sich das Keratin aufspalten lässt. Andere bevorzugen die Elastin-Schicht der Haut und haben deshalb Elastasen für eine bessere Verdauung. Schließlich gibt es noch Dermatophyten, die sich auf Kollagen spezialisiert haben. Bei diesen sind dann Kollagenasen als Enzyme vorhanden.

Fadenpilze können bei Menschen und Tieren neben der Haut auch Nägel und Haare befallen. Der Epidermophyton floccosum bevorzugt Haut und Nägel, während Microsporum Arten Haut und Haare für die Besiedlung auswählen. Microporum Arten kommen auch oft bei Haustieren vor.


Krankheiten & Beschwerden

Bakterieninfektionen sind vor allem dann erfolgreich, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Pilzinfektionen profitieren von einer aus dem Gleichgewicht geratenen Hautbarriere. Weitere Punkte, die eine Pilzinfektion fördern, sind ein langer Kontakt mit den Dermatophyten, sowie ein hoher Feuchtigkeitsgrad der betroffenen Stelle. Folgende Mykosen sind möglich: Nagel-, Haut- und Haar-Mykosen.


Nagel-Mykose

Bei einer Nagel-Mykose unterscheiden man zwischen Handpilz- und Fußpilz-Infektion. Von Handpilz-Infektionen kommen vor allem bei Gärtnern und Landarbeitern vor, die viel Kontakt mit Erde und Boden haben.

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Dermatophyten führen am häufigsten zu einer Nagel-Mykose

Dafür verantwortlich ist der Microsporum gypseum. Typische Symptome sind:

Die Symptome beschränken sich in der Regel auf eine Hand.

Epidermophyton floccosum können Nagelpilz an den Händen oder Füßen verursachen. Der Pilz befällt zuerst die Zwischenräume der Zehen und weitet sich dann auf die Fußnägel aus.

Fußpilz ist mittlerweile sehr häufig in Deutschland. Beinahe jede fünfte Person in Deutschland leidet darunter. Verursacht werden kann Nagelpilz von allen drei Fadenpilzarten. In Europa verursachen die Trichophyton rubrum besonders häufig Fußpilz.
Liegt eine Erkrankung vor, wie Diabetes, hat es der Fußpilz bei der Ausbreitung besonders einfach.


Haut-Mykose

Bei Haut-Mykosen entstehen Hautblüten, welche schuppig und gerötet sind. Diese werden auch als Ring-Flechten bezeichnet. Der Rand ist schuppig und rot. Bevorzugte Regionen für eine Haut-Mykose sind Anal- und Leisten-Region, sowie die Arme. Haut-Mykose wird beim Menschen von Trichophyten ausgelöst, während bei Hunden häufig auch das Microsporum verantwortlich ist.

Meist breitet sich die Haut-Mykose vom Rumpf aus. Der durch Stoffwechselprodukte entstehende ringförmige Wall ist dabei infektiös. Durch Kontakt mit diesen Hautstellen können andere Menschen angesteckt werden. Die Stellen innerhalb des Walls sind meist heller und heilen nach und nach ab.

Sind mehrere Stellen von der Haut-Mykose betroffen, kann sich sogar eine große Fläche bilden. Vorhandene Haare können sogar absterben. Verfügen Menschen über ein sehr schwaches Immunsystem, kann sich der Pilz über den gesamten Körper ausbreiten und ist dann auch sehr schwer zu behandeln. Bei einem intakten Immunsystem ist ein Pilzbefall am gesamten Körper sehr selten.


Haar-Mykose

Haar-Mykosen treten dort auf, wo viele Haare vorhanden sind, als am Bart bei Männern oder auf dem Kopf bei beiden Geschlechtern. Auch bei Haustieren tritt eine Haar-Mykose häufig auf. Es bilden sich kreisrunde kahle Stellen.

Es sind Schuppen vorhanden und an manchen Stellen können sich sogar Eiterherde bilden. Wird die Haar-Mykose behandelt, wachsen an den betroffenen Stellen die Haare wieder nach.

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