Nagelpilz (Onychomykose)

Steckbrief: Nagelpilz

  • Name(n): Nagelpilz; Onychomykose
  • Art der Krankheit: Pilzerkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Unbekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Dermatophyten
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt
  • ICD-10 Code(s): B35.1

Nagelpilz – Wenn die Nägel brüchig werden

NagelpilzUnter Nagelpilz, Nagelmykose oder Onychomykose versteht man die Infektion von Zehennägel oder Fingernägeln durch Dermatophyten (Hautpilze), selten durch Hefen oder Schimmelpilze.

Da feuchtes und / oder warmes Klima die Infektion begünstigt, sind Zehennägel häufiger befallen als Fingernägel. Ungefähr fünf bis zehn Prozent der Europäer leiden irgendwann in ihrem Leben an Nagelpilz. Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben lediglich um grobe Schätzungen.

Ein Nagelpilz ist zumeist eher ungefährlich, wenngleich sehr unangenehm für den Betroffenen. Die Heilung kann sowohl unter medizinischer Betreuung als auch durch einen selbst stattfinden. Besonders schwere Fälle sowie Diabetiker oder HIV-Kranke sollten jedoch immer bei einem Arzt vorstellig werden.

Definition: Nagelpilz

Bei dem Nagelpilz, der im medizinischen Fachjargon auch unter dem Ausdruck „Onychomykose“ (gr. ὄνυξ (ónux) Nagel + μύκης (múkēs) Pilz(-erkrankung) + -ωσις (-ōsis) Krankheit) bekannt ist, handelt es sich um eine recht verbreitete Krankheit, die zumeist in Form eines kleinen gelben oder weißen Punkten an der Spitze des Fingernagels oder Fußnagels beginnt. Je weiter und je tiefer sich die Infektion nun in das Nagelbett und in den Nagel selbst hineinfrisst, desto stärkere Symptome treten auf. Hierbei sind Veränderungen der Farbe des Nagels oder die Verdickung desselben genauso häufig, wie der Fall, dass er an der Spitze oder an den Seiten „ausfranst“ bzw. brüchig wird. Es ist darüber hinaus keine Seltenheit, dass mehrere Nägel auf einmal betroffen sind. Selten jedoch sind alle Nägel gleichzeitig infiziert.

Die Frage nach der Notwendigkeit einer medizinischen Behandlung ist sehr stark fallabhängig. Zwar ist grundsätzlich zu einer Untersuchung, zumindest pro forma, zu raten, nichtsdestoweniger ergibt sich aus einer solchen nicht immer auch akuter Handlungsbedarf. Bisweilen reichen Hausmittel oder genügend Zeit zur Heilung vollkommen aus. Ist dies der Fall, sollte man auch auf eine medikamentöse Behandlung verzichten. Zwar beschleunigt eine solche in aller Regel den Prozess der Heilung, dennoch stellen Medikamente immer eine Mehrbelastung für den menschlichen Organismus dar und sind deshalb ausschließlich im absoluten Bedarfsfall anzuwenden.

Darüber hinaus sollte man sich stets im Klaren darüber sein, dass eine erfolgreiche Behandlung, sei sie nun mithilfe von Medikamenten, Hausmitteln oder dem Faktor Zeit zustande gekommen, nicht zwangsläufig dafür spricht, dass man Zeit seines Lebens frei von diesem Leiden ist. Nagelpilze kommen sehr häufig in sporadischen Abständen zurück und brechen dann immer wieder aus – ganz ähnlich dem Lippenherpes.

Zudem sollte man Nagelpilz nicht mit Fußpilz verwechseln. Es handelt sich hierbei um zwei unterschiedliche und klar von einander unterscheidbare Erkrankungen.


Was ist Nagelpilz?

Obwohl es sich bei dem vorliegenden Leiden nicht um eine grundsätzlich lebensbedrohliche Erkrankung handelt, stellt die Onychomykose, auch bekannt als Nagelpilz, einen ernstzunehmenden Faktor bezüglich der allgemeinen öffentlichen Gesundheitsversorgung dar. Es handelt sich beim Nagelpilz um eine Pilzinfektion des Nagels oder des Nagelbetts, dabei können sowohl die Nägel der Finger als auch die Nägel der Füße gleichermaßen befallen sein. Diese Pilzerreger sind im Fachjargon als „Dermatophyten“ bekannt. Darüber hinaus handelt es sich um eine relativ häufig vorkommende Infektionskrankheit, bis zu 10% der Weltbevölkerung leiden an einer Art des Nagelpilzes. Nicht zuletzt deswegen sehen viele offizielle Stellen diese eigentlich eher tendenziell harmlose Erkrankung durchaus als ernstzunehmende Bedrohung an.

Zwar sind die auftretenden Symptome im Vergleich zu denen anderer Leiden und Erkrankungen relativ mäßig und überschaubar, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie dennoch sehr starke und wohl wahrnehmbare negative Effekte auf die Lebensqualität des betroffenen ausüben können. Die im Rahmen einer Infektion entstehenden Schmerzen können dafür sorgen, dass manche Menschen nicht mehr in der Lage dazu sind, ihrer Tätigkeit in ausreichendem Maße nachzukommen. Dies gilt besonders für Personen, die sehr viel mit ihren Händen arbeiten, sprich Handwerker und Bürokräfte. Das Ausführen sehr feiner Arbeiten oder das schnelle Tippen können sich bei drastisches Fällen des Nagelpilzes als durchaus kompliziert und nur schwer zu bewerkstelligen herausstellen. Darum ist es für diese Personengruppen notwendig, sich möglichst früh in Behandlung zu begeben, um nicht Gefahr zu laufen, Mangelleistungen zu erbringen oder das Arbeitspensum nicht zu schaffen.

Zurzeit unterscheidet die moderne Schulmedizin zwischen vier verschiedenen Subtypen der Onychomykose. Zuvörderst seien abermals die bereits erwähnten Dermatophyten angeführt, die für die weitaus meisten Ausbrüche von nagelpilz verantwortlich zu machen sind. Aber auch andere Sporenerreger, wie Hefen und Schimmelpilze können die vorliegende Krankheit auslösen. Unter beiden letzteren ist insbesondere Candida albicans zu nennen. Zwar kann der der krankheit zugrunde liegende Erreger einen gewissen Einfluss auf den Verlauf und die Schwere des Leidens nehmen, aber diese Unterscheide sind alles in allem eher marginal und fallen daher bei einer rein klinischen Betrachtung kaum ins Gewicht. Sie sind lediglich für Forschung und Empirie von einiger Wichtigkeit, kaum aber für das betroffene Individuum oder den behandelnden Arzt.

Eine genaue Diagnose macht es erforderlich, sich den betroffenen Nagel unter einem Mikroskop zu betrachten und eine Pilzkultur anzulegen. Letztere dient dazu festzustellen, welcher Erreger für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich zu machen ist. Die Mikroskopie wiederum sorgt dafür zu eruieren, inwieweit der Nagel betroffen ist und welches Vorgehen erforderlich sein wird, um nämlichen erhalten zu können oder ober er überhaupt noch zu erhalten ist. Im Rahmen einer allgemeinen Diagnose kann es zu sogenannten „Differntialdiagnosen“ kommen. Hierunter versteht man allgemein hin Krankheitsbilder mit sehr ähnlichen Symptomen zur eigentlichen Krankheit. Diese können den behandelnden Arzt verwirren und darüber hinaus dafür sorgen, dass es zunächst zu einer fehlerhaften Diagnose kommt. Besonders häufig auftretende Differentialdiagnosen im Zusammenhang mit Nagelpilz sind: Schuppenflechte, Bartflechte, Onychogryphosis (Krallennagel) oder ein äußerlich bedingtes Nageltrauma.

Eine Infektion mit einem Nagelpilz ist grundsätzlich eher kompliziert zu heilen und erfordert einiges an Kunstfertigkeit und Geduld. Dies lässt sich primär auf den Umstand zurückführen, dass es sich dieses Leiden primär auf den Nägeln ausbreitet und diese erfahrungsgemäß nur sehr langsam wachsen. Ein langsames Wachstum bedeutet in diesem speziellen Falle ein ebenso langsames Anschlagen einer Behandlung. Insbesondere wenn der Nagel aufgrund einer allzu starken belastung durch die Erreger abfällt oder entfernt werden muss, ist damit zu rechnen, dass es einige Zeit dauern wird, bis selbiger wieder vollständig nachgewachsen ist. Auch ist nicht gesichert, dass der nachwachsende Nagel nicht abermals von einem Pilz betroffen sein wird. Die Behandlung eines Nagelpilz kann sich also über mehrere Wochen und Monate hinziehen, wenn nicht sogar noch länger. Da ein solcher aber noch zusätzlich sehr unschön anzusehen ist, leiden viele Menschen unter der Situation – dies gilt besonders dann, wenn die Hände betroffene sind. Diese stehen im Fokus des täglichen Lebens und gelten in vielen Berufen als essentielles Arbeitswerkzeug.

Frühere Behandlungsversuche mit klassischen antifungalen Wirkstoffen (beispielsweise: Ketoconazole und Griseofulvin) waren in aller Regel nur wenig effektiv und erfolgversprechend. Erschwerend kamen mitunter heftige Nebenwirkungen hinzu, die zusätzlich dafür sorgten, dass die Grundsubstanz des Nagels dauerhaft geschwächt wurde. In neuerer Zeit hingegen ist es der Wissenschaft und der Forschung gelungen, neue und wesentlich effektivere Wirkstoffe gegen Nagelpilz zu entwickeln. Diese wirken nicht nur ungleich schneller als ihre Vorgänger, sondern liefern auch alles in allem eine bessere Performance ab, wenn es darum geht, den Nagelpilz auszumerzen, ohne dabei den Nagel selbst allzu stark in Mitleidenschaft zu ziehen. Man kann in aller Regel davon ausgehen, dass die Behandlung mit einem dieser neuen Mittel unter drei Monate dauert. Das ist im direkten Vergleich zu früheren Therapien eine immense Verkürzung des notwendigen Zeitraums. Darüber hinaus kann eine gezielte Dosierung den Behandlungszeitraum abermals verkürzen und zusätzlich dafür sorgen, dass der Patient nur sehr geringfügige Symptome bemerkt. Zusätzlich reduzieren sich durch diese verbesserte Art der Behandlung die anfallenden Kosten immens. Hierdurch werden nicht nur die Kassen entlastet, sondern auch private Zuzahler.

Vermutlich originiert der Nagelpilz in seiner heutigen Form aus West-Afrika oder dem südostasiatischen Raum. Vor Ende des 19. Jahrhunderts gibt es keine nachweislichen Fälle des Nagelpilzes in Europa. Man kann also davon ausgehen, dass es sich wohl um ein eingeschlepptes Leiden handelt. Darüber hinaus haben sehr viele gesellschaftliche Entwicklungen im 20. Jahrhundert die Entstehung dieser Krankheit maßgeblich befördert. Hierzu zählen unter anderem der beinahe tägliche Gebrauch geschlossenen Schuhwerks, der häufige Besuch öffentlicher Badeanstalten und Umkleidekabinen sowie ein generell laxerer Umgang mit Themen wie Wahren von Abstand und dergleichen mehr. Auch vermehrter Zuzug von Bewohner der initialen Regionen dürfte seinen Teil dazu beigetragen haben, dass der Nagelpilz heutzutage eine so große Prävalenz aufweist, wie er es tut.

Trotz der klar als krankheitsbedingten Veränderungen anzusprechenden Symptome, die im Rahmen einer Infektion mit Nagelpilz auftreten, gehen viele Personen, zumeist Laien, davon aus, dass es sich bei einem Nagelpilz um ein rein kosmetisches Problem handelt. Darüber hinaus nehmen viele Menschen, die noch nicht mit diesem Leiden zu kämpfen hatten, die Krankheit schlicht nicht ernst und behandeln sie eher stiefmütterlich. Darum ist das allgemeine öffentliche Verständnis für Ausfälle und der gleichen aufgrund eines Ausbruchs von Nagelpilz eher gering. Gerade deswegen kann es sehr wichtig sein, sich eingehender mit dem Thema auseinanderzusetzen, um mit diesem alten Vorurteil aufzuräumen. Denn es handelt sich nicht lediglich um ein kosmetisches Problem, sondern um eine ernstzunehmende und teils sehr unangenehme und schmerzhafte Krankheit.

Betroffene Personen haben sehr oft mit großen sozialen Ängsten zu kämpfen. Der befallene nagel oder befallen Nägel wirken sehr unsauber, ungepflegt und schlicht unschön. Darum trauen sich erkrankte Individuen oftmals nicht, voll am sozialen Leben teilzuhaben. Besonders frappierend wird dieser Effekt für Personen, die zwecks Ausübung ihrer Diensttätigkeit auf ihre Hände angewiesen sind. Gerade beispielsweise Menschen, die in der Lebensmittelindustrie oder als Kellner arbeiten, können ihre Tätigkeit nur noch beschränkt ausüben und sind darum sehr oft außer Stande, volle Leistungen zu erbringen.

Abschließend sei bemerkt, dass besonders häufig Personen von diesem Leiden betroffen sind, die ohnehin schon an einem geschwächten Immunsystem leiden. Besonders HIV-Patienten sind hierbei genannt. Diese Personen sind darüber hinaus auch noch ständige Infektionsherde für andere Menschen und sollten darum dementsprechend vorsichtig im Umgang mit anderen Personen sein.

Welche Ursachen gibt es?

Durch Kontakt mit infizierten Personen oder infizierten Gegenständen erfolgt die Ansteckung mit den Erregern der Onychomykose. Meist handelt es sich um Pilze der Gattungen Microsporum oder Trichophyton. Bei geschwächter Abwehrlage kann die Erkrankung sich manifestieren. Erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht für Personen mit Diabetes mellitus, mit Durchblutungsstörungen und mit Immunschwäche und für betagte Personen. Nagelpilz kann auch durch Ausbreitung von Fußpilz auf die Nägel entstehen.

Des Weiteren sollte man sich die Frage danach stellen, was „Pilze“ überhaupt sind. Es handelt sich hierbei um mikroskopische Organismen, die selbst ohne direktes Sonnenlicht die Fähigkeit zu überleben haben. Zudem sind nicht alle Arten von Pilzen grundsätzlich gefährlich oder schlecht. Viele „gute“ Pilze finden insbesondere in den Bereichen Lebensmittelindustrie und der Produktion von Viktualien Anwendung. So sind beispielsweise der berühmte „Schimmelkäse“ oder der „Flugschimmel“, den man auf besonders feinen Wurstwaren finden kann, nur zwei der zahlreichen Varianten, die aufzeigen, dass Pilze auch nützlich für den Menschen sein können.

Hierdurch sollte man sich allerdings nicht zu falschen Schlüssen leiten lassen. Denn ebenso viele, wenn nicht mehr Pilze sind für den Menschen eher tendenziell schädlich. So auch der vorliegende Nagelpilz.

Typische Merkmale von Pilzen

  • Sie ziehen eine warme und feuchte Umgebung vor. Hierdurch sind öffentliche Badeanstalten, Duschen, Saunen und generell öffentliche Sanitäreinrichtungen oftmals besonders stark betroffen.
  • Erreger, die für die Entwicklung eines Nagelpilz verantwortlich sind, können durch kleinste Wunden in den Körper eindringen. Selbst durch Wunden, die so klein sind, dass man sie weder mit dem bloßen Auge noch mit einer Lupe zu erkennen imstande ist. Darüber hinaus ist es für sie ein Leichtes, direkt durch das Nagelbett selbst in den Organismus einzudringen. Dies liegt daran, dass die Haut hier besonders dünn und durchlässig ist.
  • Das Eindringen eines entsprechenden Erregers muss jedoch nicht immer zwangsläufig auch zu einer Infektion führen. Die Chance auf eine solche erhöht sich jedoch immens, wenn die Nägel wiederum dem von dem Pilzen bevorzugten feuchten und warmen Klima ausgesetzt sind. Insbesondere minderwertiges Schuhwerk und Handschuhe bieten solche Bedingungen.

Wo kommen Pilzerreger her?

Schimmel oder vielmehr Schimmelsporen können sich überall festsetzen und beinahe jede Oberfläche befallen, oder sich sogar tiefer in sie hineinarbeiten. Die Fähigkeit des Schimmelpilzes annähernd jedwedes Objekt befallen zu können, lässt sich teilweise darauf zurückführen, dass seine Sporen sich durch die Luft verteilen. Dadurch können Schimmelpilzerreger größte Distanzen in kürzester Zeit zurücklegen und zudem eine effektive Streuung erzeugen, um möglichst breitgefächert agieren zu können.

Um diese für die Fortpflanzung des Schimmelpilzes wichtigen Sporen zu erzeugen bedarf es eines Wirtes. Der Wirt wiederum kann beinahe alles sein. Holz, Lebensmittel, Hauswände, lebende Organismen.

Einmal festgesetzt fängt er sofort mit seiner Arbeit an und bildet wurzelartige Verankerungen, mit denen er sich im Gewebe seines Wirtes festhält. Zudem bildet er meist lange haarähnliche sog. Konidien aus. Diese helfen dem Schimmelpilz später bei der Verbreitung seiner Sporen.
Er zieht zudem die Nährstoffe aus seiner Umgebung, um schneller und effektiver wachsen zu können. Deshalb wirken viele Lebensmittel, die er befällt, als im Volumen reduziert oder im Falle von Obst oft ausgehöhlt.

Evolutionsgeschichtlich betrachtet weiß man wenig über den Schimmelpilz, außer dass er einer der erfolgreichsten und ältesten Mikroorganismen der Welt ist. Seinen Ursprung hat er vermutlich in den Böden der Welt, in denen er begann Blattwerk und abgestorbenes Holz zu zersetzen und es zu Humus und Erde zu verarbeiten.

Ansonsten ist Schimmel ein recht aggressives Gewächs, dass sich seinen Weg unbarmherzig durch jedes befallene Objekt bahnt und oft nicht oder nur zum Teil aufgehalten werden kann. Sind seine Wurzeln zu tief in das Gewebe oder den Untergrund eingedrungen, ist es meistens unmöglich ihn komplett zu beseitigen. Das kann insbesondere für Hausbesitzer mit Schimmelproblemem zu einer großen und dauerhaften Belastung werden.

Nachdem er seinen Wirt jedoch vollkommen aufgebraucht hat, stirbt er meistens schnell ab und nur seine Sporen überleben und werden durch den Wind zum nächsten Objekt getragen.
Ist der Wirt allerdings regenerativ und bietet dem Schimmelpilz genügend Nährstoffe, ohne dabei selbst zugrunde zu gehen, kann der Schimmel eine Symbiose mit seinem Wirt eingehen, von der allerdings meist nur der Schimmelpilz profitiert.


Symptome & Anzeichen

Zu Beginn der Pilzinfektion wirkt der Nagel glanzlos, später treten weiße und / oder gelbliche Verfärbungen am Nagelrand auf. Weitere Symptome sind weiße, gelbe oder bräunliche Flecke im Nagel selbst. Die Nagelplatte wirkt dicker, brüchig oder bröckelig. Schließlich kann der Nagel sich vom Nagelbett abheben.

Es gilt also ganz klar zwischen zwei primären Ausprägungen zu unterscheiden. Zum einen zwischen der „Onychomykose“, also dem Nagelpilz selbst und einer etwaig daraus resultierenden „Onycholysis”. Sprich dem bereits erwähnten Abheben oder Abfallen des betroffenen Nagels.
Nagelpilz
Im Folgenden eine Übersicht über die jeweiligen Ausprägungen:

Onychomykose

  • Verdickung des Nagels
  • Zunehmende Spröde und Brüchigkeit
  • Ausfransen des Nagels an der Spitze und den Seiten
  • Abstumpfen des Erscheinungsbildes / Kein natürlicher Glanz mehr
  • Dunkle Verfärbungen unter dem Nagel, die sich durch Ansammlungen abgestorbener Hautzellen, Bakterien oder sonstigen Abfallprodukten des Körpers bilden

Onycholysis

  • Loslösung der einzelnen Schichten des Nagels voneinander
  • Auflösung des gesamten Nagels
  • Vergrößerung der des Abstandes zwischen Nagelbett und Nagel
  • Abfallen oder Abbrechen (komplett oder partiell)
  • Bildung von Rissen und Aussparungen

Aus dieser Auflistung der Symptome ist zu entnehmen, dass eine Infektion mit einem nagelpilz zu seh unangenehmen Folgen führen kann. Deshalb sollte man die Krankheit, trotz ihrer anfänglich eher harmlosen Auswirkung, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sicherlich handelt es sich bei dem vorliegenden Leiden auch nicht um eine allzu große Bedrohung für Leib und Leben des Betroffenen, aber dennoch sollte man auch hier nicht spaßen.

Es gilt zu empfehlen, die Symptome gut im Überblick zu halten und zu beobachten, damit man ggf. bei einer starken Verschlimmerung derselben oder bei einem Übergreifen auf anderen Nägel des Fußes oder der Hand schnell zu reagieren imstande ist und einen Arzt aufsuchen oder die Therapie anpassen kann, um zumindest das Schlimmste zu verhindern.

Schwerwiegendere Symptome als die oben aufgeführten sind jedoch in aller Regel nicht zu erwarten und sie beschränken sich darüber hinaus auf den Bereich der Nägel und gehen nicht, wie landläufig oftmals fälschlicherweise angekommen, auch auf die Haare über. Hierbei handelt es sich lediglich um einen weit verbreiteten Irrglauben.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose erfolgt anhand der charakteristischen Symptomatik. Bei Verdacht auf Nagelpilz kann man im Internet Bilder der einzelnen Erkrankungsstadien mit den eigenen Symptomen vergleichen. Der Arzt untersucht abgeschabte Nagelspäne mithilfe eines Mikroskops. Die Pilzhyphen sind direkt erkennbar. Die Bestimmung der vorliegenden Pilzart erfolgt durch Anzucht einer Kultur auf speziellen Nährböden.

Die Diagnose erfolgt also in beinahe allen Fällen sehr schnell und schmerzlos. Zu fehlerhaften Diagnosen kommt es in aller Regel nur sehr selten bis gar nicht. Auch wären diese weniger dramatisch als bei anderen Krankheiten, da die von einem Nagelpilz ausgehende Gefahr eher überschaubarer Natur ist. Dennoch kann eine solche Erkrankung sehr unangenehm sein und ist deswegen rasch und effektiv anzugehen. Hierzu gehört auch eine gute und schnelle Diagnose.

Darüber hinaus handelt es sich bei der Onychomykose um eine der wenigen Krankheiten, bei der auch Laien mit einer etwaigen Selbstdiagnose weiterkommen können, ohne sich dabei der Gefahr auszusetzen, dass sie die falsche oder eine zu lasche oder zu intensive Behandlung daraus ableiten. Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich im Zweifel immer, wenn man einen Arzt konsultiert. Insbesondere dann, wenn man unsicher ist oder sich das Krankheitsbild nicht einheitlich präsentiert.

Alles in allem stellt eine Diagnose in aller Regel keinerlei Probleme dar. Dennoch sollte man sich, auch wenn dies im Falle des vorliegenden Leidens nicht allzu eng zu sehen wäre, nicht auf eine reine Laiendiagnose verlassen und einen Arzt konsultieren, insofern dies möglich ist. Es ist immer besser, eine fachmännische Absicherung zu haben. Nicht zuletzt kann nur auf diese Art und Weise eine Prämisse geschaffen werden, die schließlich zu einer effektiven und schnellen Behandlung führt. Freie Medikamente oder selbst konzipierte Behandlungen können zwar nützlich sein, brauchen aber zumeist wesentlich länger, um mit dem Nagelpilz fertig zu werden, als beispielsweise eine fachkundig erarbeitete und medizinische erprobte Therapie.

Abschließend also ist zu bemerken, dass man sich keineswegs davor fürchten, dass die Diagnose gravierende Mängel aufweisen oder allzu lange dauern könnte. Der Prozess geht, wie bereits erwähnt, sehr schnell von statten und dauert kaum länger als einige wenige Minuten. Insbesondere Personen mit einem grundsätzlich schwachen Immunsystem sollten nicht auf eine schulmedizinische Beurteilung des Leidens verzichten, da dieses bei solchen tiefer gehende Ursachen haben kann.

Krankheitsverlauf

Der Verlauf der vorliegenden Krankheit ist allen in allem von Patient zu Patient sehr einheitlich und somit nicht besonders fallspezifisch. Das erleichtert dem behandelnden Arzt nicht nur die Diagnose, sondern sorgt darüber hinaus auch noch dafür, dass man der Krankheit allgemein schneller und besser Herr werden kann, da es nur sehr selten zu außergewöhnlichen Verläufen kommt, die einer besonderen Behandlung bedürfen.

Gerade zu Beginn zeigt sich Krankheit zumeist noch sehr ereignislos und Betroffene merken oftmals nichts davon, dass sie tatsächlich erkrankt sind. Erst mit der Zeit werden die Symptome und Anzeichen immer deutlicher. Dieser relative langsame Start lässt mit dem allgemein langsamen Wachstum der Nägel selbst erklären. Dieser Umstand bietet sowohl Vor- als auch Nachteile, wobei allgemein davon auszugehen ist, dass die Nachteile überwiegen. Denn zwar beginnt das Leiden sehr langsam und somit hat man einiges an Zeit, sich darauf einzustellen, aber dafür dauert es auch sehr lange, bis der Nagel komplett gesund wieder nachgewachsen ist und man hat, selbst bei einer erfolgreichen Behandlung noch sehr lange mit einem unschönen kosmetischen Effekt zu kämpfen, der durchaus auch negative Auswirkungen auf die Psyche haben kann.

Denn wie bereits einleitend erwähnt, sind psychische Einschränkungen während einer Erkrankung mit einem Nagelpilz durchaus keine Seltenheit. Dies gilt insbesondere stark für Personen, die sehr auf ihr Äußeres bedacht. Der Schaden, den ein Nagelpilz anrichtet ist oftmals so groß, dass man ihn kaum oder gar nicht verstecken kann. Man ist als Betroffener also jeder zeit und immerzu den Blicken anderer Personen ausgesetzt. Erschwerend kommt darüber hinaus noch hinzu, dass der Nagel nicht nur sehr porös, sondern auch ungepflegt aussieht. Das kann besonders für Personen in der Lebensmittelbranche negative Auswirkungen haben. Niemand möchte gerne von einer Person bedient werden, die einen voll ausgeprägten Nagelpilz hat, dasselbe gilt auch für Köche und Personen, die in der Systemgastronomie beschäftigt sind.

Alles in allem muss man etwa damit rechnen, dass einen der Nagelpilz mindestens für drei Monate, auch bei einer ärztlichen Behandlung, begleitet. Dies ist alleine schon deswegen der Fall, da der Nagel zumeist so lange braucht, um vollständig nachzuwachsen, bzw. auszuwachsen. Aber nur, weil sich der Nagel irgendwann komplett regeneriert hat, heißt das nicht, dass damit auch gleichzeitig das Leiden ein Ende gefunden hat. Der Nagel bleibt nach wie vor betroffen und heilt nur unter Zutun eines Arztes ab. Wer also nicht auf unbestimmte Sicht mit der vorliegenden Krankheit kämpfen will, der tut auf jeden Fall besser daran, einen Mediziner zu konsultieren und sich fachgerechte Hilfe zukommen zu lassen. Zwar kann man dem leiden auch mithilfe alternativer Heilungsmethoden Herr werden, der Erfolg diesbezüglich ist allerdings nicht garantiert.

Ist die Infektion jedoch erst einmal besiegt und hält man sich im Anschluss daran an die vom Arzt ausgegeben Maßregeln, so ist es wahrscheinlich, dass eine neuerliche Ansteckung zu vermeiden ist. Dennoch ist diese niemals komplett auszuschließen. Auch sollte der Patient darauf achten, sein Immunsystem zu stärken, da gerade Personen mit einem geschwächten solchen Immunsystem besonders häufig zu Opfern des Nagelpilzes werden.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Häufigkeit des Nagelpilzes ist nur sehr schwer zu erfassen, dies liegt primär daran, dass Betroffene nicht immer einen Arzt aufsuchen, sondern sich selbst an eine Behandlung wagen. Hierdurch ist es schwierig, umfassende Daten zu erhalten. Betroffene sehen besonders häufig dann von einem Besuch beim Arzt ab, wenn es sich um einen sporadisch wiederkehrenden Nagelpilz handelt. Sie sind dann zumeist schon mit der Symptomatik vertraut und schrecken auch nicht vor einer selbst durchgeführten Behandlung zurück.

Die letzte groß angelegte Studie zu dem Thema, fand im Jahre 2003 statt. Aber selbst diese kann nur eingeschränkt als Indikator für die Häufigkeit dienen, da sie sich lediglich mit dem Pilzbefall der Fußnägel und nicht auch der Nägel an den Händen befasste. Nichtsdestoweniger war anhand der besagten Erhebung zu beobachten, dass der Nagelpilz mit ca. 27% die häufigste Erkrankung der Fußnägel in Europa war.

Darüber hinaus zeigen weitere Studien, dass Nagelpilz besonders häufig bei Diabetikern (etwa 35% aller Betroffenen leiden entweder an Diabetes des Typs 1 oder des Typs 2) oder Personen mit Schuppenflechte auftritt. Letztere Personengruppe schlägt sogar mit ca. 56% zu Buche. Daraus lässt sich erschließen, dass etwa 90% aller Betroffenen entweder Diabetiker sind oder unter Schuppenflechte leiden. Die restlichen 10% der Infizierten sind zumeist ältere Personen oder solche, die sich sehr häufig in öffentlichen Badeanstalten oder Saunen aufhalten. So gehören beispielsweise Bademeister zu einer besonders stark gefährdeten Gruppe.

Des Weiteren ist, wie bereits anfänglich erwähnt, davon auszugehen, dass die Krankheit selbst kein aus Europa stammendes Leiden ist, sondern aus dem afrikanischen, bzw. aus dem asiatischen Raum eingeschleppt wurde. Diese Theorie wird unter anderem damit gestützt, dass es vor dem Jahre 1900 kaum nachgewiesene Fälle von Nagelpilz in Europa gibt. Erst mit Beginn von Handel und Immigration sowie schnelleren und billigeren Fernreisen konnte sich das vorliegende Leiden auch in unseren breiten einnisten.

Es ist dem Nagelpilz also binnen eines Jahrhunderts gelungen, einen gesamten Kontinent zu erobern. Denn inzwischen ist nämlicher hierzulande sowie überall sonst in der sog. Ersten Welt ein weit verbreiteter und häufig diagnostizierter Begleiter. Vollkommen auszumerzen ist dieses Leiden nun nicht mehr und man muss sich mit dem Umstand arrangieren, dass der Nagelpilz nun ein einheimisches Leiden ist, so wie viele andere Krankheiten es auch sind.

Diagnosedaten

Wie bereits erwähnt, sind die durch eine Diagnose gewonnenen Daten im Falle des Nagelpilzes zumeist sehr eindeutig und erfordern keine allzu großen Interpretationen oder bedingen allzu viele klinische Tests. Bisweilen reicht auch schon eine einfache Blickdiagnose aus, um zu determinieren, um welches Leiden es sich handelt. Hierdurch minimiert sich das Risiko einer etwaigen fehlerhaften Diagnose sehr stark. Dies ist sowohl für den Patienten, als auch für den behandelnden Arzt von Vorteil.

Dennoch sind Fehldiagnosen, wie bei keiner Krankheit, grundsätzlich auszuschließen. Allein dass diese im Falle des Nagelpilzes keinen allzu großen negativen Einfluss auf die allgemeine Gesundheit des Betroffenen haben. Zwar kann es zu Komplikationen kommen, aber diese sind zumeist eher harmlos.

Wie bereits erwähnt, ist die korrekte und gewissenhafte Auswertung der aus der Diagnose gewonnenen Daten von äußerster Wichtigkeit, um fehlerhaften Diagnosen und somit ebenso fehlerhaften Behandlungen vorzubeugen. Glücklicherweise ist es recht selten, dass man selbige Daten falsch interpretiert und somit ebenso selten, dass es zu Fehldiagnosen kommt.

In seltenen Fällen ist es möglich, dass ein Nagelpilz nicht also solcher erkennbar ist, da sämtliche gezeigte Symptome in eine andere Richtung deuten. Durch solche können Arzt und Patient leicht in Verwirrung geraten und darum falsche Schlüsse ziehen, die ggf. zu einer falsch konzipierten Therapie führen können. Ansonsten sind Diagnosen in aller Regel sehr eindeutig und schnell gestellt, wodurch sich eine schnelle und zielgerichtete Behandlung ermöglicht.

Die Auswertung der aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind bei der Planung der Behandlung von Erkrankungen mit Pilzerregern enorm wichtig. Sie geben nicht nur unverzichtbare Hinweise auf den Ursprung der Erkrankung, sondern liefern dem zuständigen Mediziner darüber hinaus Erkenntnisse, anhand derer er seine Therapie auszurichten imstande ist. Dies erfordert einen gewissenhaften Umgang mit den genommenen Proben, sowohl seitens des Arztes, als auch der Laboranten. Auch sollte nämliche gesondert darauf achten, inwieweit möglicherweise ein Übergewicht, bzw. eine mangelhafte Ernährung vorliegen.

Im Grunde ist es sehr leicht, einen Nagelpilz festzustellen. Die sich zeigenden Symptome sind oftmals relativ spezifisch und lassen sich auf nicht viele andere Erkrankungen ummünzen. Insbesondere das Vorhandensein brüchiger Nägel gilt einem als Indikator für das Vorliegen dieses Leidens. Darum ist es nicht nur für das betroffene Individuum selbst, sondern auch für den behandelnden Arzt relativ problemlos möglich, die vorliegenden Krankheit zu diagnostizieren – dennoch sollte man im Rahmen einer Diagnose nicht auf klinische Tests verzichten.

Zumeist zieht sich der Prozess der Diagnosestellung nicht sehr lange hin und allzu viele Tests sind auch nicht erforderlich, um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu gelangen. Dieser Umstand ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass es sich, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, bei einem Nagelpilzbefall um eine Erkrankung handelt, die von anderen Erkrankungen vergleichsweise einfach abzugrenzen ist. Dennoch kann es sehr empfehlenswert sein, bei Unsicherheiten nachzufragen und den Arzt auch gezielt auf die Possibilitäten anzusprechen, ob es sich bei dem vorliegenden Leiden nicht doch um einen Nagelpilz handeln könnte.

Alles in allem aber ist auch bei der Diagnose dieser Krankheit auf die moderne Schulmedizin Verlass. Dasselbe gilt natürlich auch für die gewissenhafte Auswertung der diagnostischen Daten. Die heutigen wissenschaftlichen Methoden sind nicht nur sehr genau, sondern auch sehr effektiv und sorgen damit in aller Regel dafür, dass die Krankheit schnell zu erkennen und also ebenso schnell und zielgerichtet in Angriff zu nehmen ist. Man tut also gut daran, sich in diesem Falle der modernen Schulmedizin zuzuwenden, wenn man auf Nummer sicher gehen will – sicherlich sind auch ganzheitliche Verfahren zwecks einer Behandlung angemessene Arten der Behandlung, nicht aber zu diagnostischen Zwecken. Diese Diagnose sollte man, wie in beinahe allen Fällen, besser einem studierten Mediziner überlassen.


Komplikationen bei der Krankheit

Wie gerade erwähnt, sind Komplikationen bei der vorliegenden Krankheit durchaus möglich, dennoch sollte man sich nicht zu viele Gedanken darüber machen, sind sie in aller Regel doch eher harmlos. Nach einer erfolgreichen Behandlung ist es nicht selten (etwa 10 bis 50% Wahrscheinlichkeit), dass der Nagelpilz nach einem gewissen Zeitraum wieder ausbricht. Die wohl größte Gefahr, die von dieser Pilzerkrankung ausgeht, ist die Tatsache, dass sehr stark betroffene Personen bleibenden Verformungen der Nägel zu befürchten haben. Zudem verläuft eine solche Infektion nicht immer ganz schmerzfrei und man sollte sich, je nach Betätigungsfeld, auf einige harte Wochen einstellen. Dies gilt besonders dann, wenn man berufsbedingt viel tippen muss oder die Hände Chemikalien ausgesetzt sind.

In einzelnen Extremfällen können die verantwortlichen Erreger zudem das Immunsystem des Wirts angreifen und merklich schwächen. Dies sollte bei Personen mit einer normal ausgeprägten körperlicher Abwehr jedoch nicht geschehen. Wesentlich häufiger betroffen hiervon sind Diabetiker, Personen, die an HIV oder AIDS leiden, Chemotherapie bekommen oder solche, die durch Alter oder Vorerkrankungen geschwächt sind.

Alles in allem sollte einem jedoch klar sein, dass die zu erwartenden Komplikationen bei einem Nagelpilz eher geringfügiger Natur sind und man in aller Regel keine besonders großen medizinischen Zwischenfälle zu fürchten hat. Nichtsdestotrotz kann es sich im Zweifelsfalle anbieten, den Arzt gesondert auf das Thema anzusprechen, wenn man zu einer Risikogruppe gehört.

Grundsätzlich also sei noch einmal zusammenfassend erwähnt, dass die zu erwartenden Komplikationen eher geringfügiger Natur sind und man kaum fürchten muss, von seinem Nagelpilz Langzeitschäden davonzutragen – gleichwohl diese durchaus auftreten können. Des Weiteren ist damit zu rechnen, dass man als Erkrankter zunächst hochgradig ansteckend ist. Darum kann es sehr nützlich sein, sich von anderen Menschen fernzuhalten, solange das Leiden anwährt. Insbesondere Eltern sind an dieser Stelle dazu aufgerufen, ihre erkrankten Kindern von nicht erkrankten Kindern fernzuhalten, bis diese nicht mehr ansteckend sind. Alles andere wäre seinem eigenen Nachwuchs und dem Nachwuchs anderer Leute gegenüber hochgradig verantwortungslos.

Psychische Komplikationen

Wie bereits erwähnt, kann eine Infektion mit einem Nagelpilz durchaus dazu führen, dass manche Personen aufgrund der kosmetischen Einbußen an Selbstbewusstsein verlieren und im Zuge dessen an einer seelischen Missstimmung leiden, sprich in eine Depression abrutschen.

Dabei sind Depressionen keine Seltenheit. Beinahe jeder litt schon einmal an dieser psychologischen Störung oder kennt eine Person, die es tat. Die genauen auslösenden Prozesse, die hinter einer solchen seelischen Missstimmung stecken, sind allerdings sehr fallspezifisch und für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen. Dies ändert jedoch nicht an dem Umstand, dass man depressiven Personen gegenüber stets helfend auftreten und sie unterstützen sollte. Denn sie sind zumeist besonders schwach und können nicht mit allzu großen Belastungen umgehen, ohne in eine noch tiefere Depression zu verfallen.

Darüber hinaus kann es jeden treffen. Niemand ist gegen dieses Leiden immun. Zwar sind Menschen mit einem starken Charakter in aller Regel seltener Opfer dieses Leiden, aber nichtsdestotrotz können auch sie dahingehend erkranken. Besonders dann, wenn sich ihre Lebensumstände spontan zum Schlechten hin ändern.

Man sollte sich jedoch nicht entmutigen lassen. Depressionen sind heutzutage gut heilbar. Es stehen der modernen Schulmedizin nicht nur viele sehr probate Medikamente zur Verfügung, sondern auch Psychotherapie und Kliniken können den Betroffenen wieder auf die richtige bahn lenken. Die genaue Art der Behandlung ist jedoch von medizinischem Fachpersonal zu entscheiden und sollte nicht durch den Laien geschehen.

Des Weiteren bleibt zu erwähnen, dass es sich bei Depressionen um ein weltweites Phänomen handelt. Der genaue evolutionäre Nutzen derselben ist dabei allerdings noch ungeklärt und verbleibt Gegenstand der Forschung. Es liegen aber bereits verschiedenste Theorien dazu vor, die von Forschern aus allen Ländern immer wieder diskutiert werden. Es bleibt also abzuwarten, welche Erkenntnisse die Zukunft über die Entstehung von Depressionen birgt.

Abschließend zu dieser speziellen Thematik sei allerdings noch angeführt, dass es nur in recht seltenen Fällen so extrem stark ausgeprägten Depressionen kommt. Die Stärke derselben ist in aller Regel von der geistigen Konstitution der Betroffenen abhängig und darüber hinaus davon, wie sehr diese auf ihr Aussehen bedacht sind. Menschen, die generell wenig Wert auf ihr Äußeres legen werden mit einem Nagelpilz wesentlich entspannter umgehen können, als solche, die es sehr ernst mit ihrer Außenwirkung halten. Alles in allem also sind Depressionen aufgrund des vorliegenden Leidens im besten Falle optional. Besonders häufig sind Frauen davon betroffen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Einen Arzt sollte man insbesondere dann konsultieren, wenn es sich

  1. Um die erste Infektion mit einem Nagelpilz handelt und man daher weder erfahrung im Umgang noch in der Behandlung mit selbigem hat
  2. Beim Betroffenen um einen Diabetiker oder HIV-Kranken handelt
  3. Um einen besonders extremen und heftigen Fall von Nagelpilz handelt
  4. Trotz der Erkrankung nicht vermeiden lässt, bestimmte Tätigkeiten auszuüben, die die betroffenen Nägel stark belasten (Arbeit im Schwimmbad, Tippen, Umgang mit Chemikalien, Umgang mit Nahrungsmitteln usw.)

Ansonsten ist es bisweilen ausreichend, einen Apotheker zu rate zu ziehen oder sich Hilfe in Internetforen zu suchen.

Darüber hinaus sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, wenn man vermutet, dass man an einem Nagelpilz leiden könnte oder eines oder mehrere der oben genannten Symptome aufweist. Dasselbe gilt für Eltern, deren Kinder besagte Symptome aufweisen. Je früher ein Nagelpilz erkannt wird, desto besser ist sie in den Griff zu bekommen und desto weniger Folgeschäden sind zu erwarten.

Nicht zuletzt deswegen bietet es sich an, auch schon kleinsten Verdachtsmomenten nachzugehen und sich entsprechend untersuchen zu lassen. Auch sollte man es nicht vernachlässigen regelmäßig zum Arzt zu gehen, nachdem man bereits öfter mit einem Nagelpilz zu tun hatte. Es handelt sich bei diesem Leiden zwar nicht um eine sehr behandlungsintensive Krankheit, aber dennoch ist es förderlich, wenn man sich bemüht, ihr Herr zu werden und sie nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Insbesondere Eltern sind aufgefordert, auf etwaig verdächtige Verhaltensmuster ihres Nachwuchses zu achten. Dies gilt besonders für Kleinkinder. Gerade weil Kleinkinder besonders häufig an Nagelpilzen oder anderen Pilzerkrankungen leiden. Auch Jugendliche sollten diesbezüglich überwacht werden. Ein gutes Zureden seitens der Eltern ist also bisweilen durchaus angebracht und kann dabei helfen, das Kind gesund zu halten. Und das sollte nicht nur im Interesse des Kindes selbst, sondern auch im Interesse der Eltern oder Erziehungsberechtigten liegen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Der befallene Nagel wird mit einem Keratolytikum, z.B. Harnstoffsalbe, aufgelöst. Dieser Vorgang dauert ein bis drei Wochen. Alternativ ist eine Ablösung des Nagels durch Lasertherapie mit einem Erbium-Laser möglich.

Das Nagelbett und der nachwachsende Nagel werden lokal mit einer antimykotischen Salbe behandelt. Als Medikamente stehen verschiedene Wirkstoffe wie Bifonazol, Ciclopirox oder Amorolfin zur Verfügung. Der Erregernachweis durch Anzucht einer Kultur ist für die Auswahl des geeigneten Wirkstoffs erforderlich.

Loceryl Nagellack enthält den Wirkstoff Amorolfin. Die lokale antimykotische Behandlung erfolgt einmal wöchentlich durch Auftragen des Lacks auf den erkrankten Nagel, nachdem zuvor die erkrankte Nagelstelle entfernt wurde.

Auf Wunsch kann ein farbiger Nagellack über dem Loceryl Lack aufgetragen werden. Bei mehr als drei infizierten Nägeln erfolgt die Behandlung durch orale Antimykotika, z.B. Tabletten mit Griseofulvin oder Terbinafin über einen Zeitraum von mehreren Monaten.

Viele Hautpilze entwickeln eine Unempfindlichkeit gegenüber Antimykotika; daher ist die Rückfallquote hoch. Hygienemaßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie; Socken, Handtücher und Waschlappen müssen desinfiziert werden; jede Person sollte nur ihr eigenes Handtuch und eigene Nagelpflege-Instrumente verwenden.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Um vorbeugend gegen eine Infektion mit dem Nagelpilz einzuwirken, kann es als grundsätzlich förderliche anzusehen sein, wenn man Orte meidet, die besonders warm, feucht oder beides sind. Hierunter fallen insbesondere Saunen und Badeanstalten, aber auch Badeseen und fließende Gewässer sind nicht ausgenommen. Darüber hinaus empfiehlt sich das Tragen hochwertiger Schuhe. Kunstleder ist häufig nicht atmungsaktiv und sorgt deshalb für ein durchweg feuchtes und warmes Klima im Inneren des Schuhes, ähnlich verhält es sich mit Gummi. Darum sollte man bei der Wahl der Schuhe darauf achten, dass sie auch echtem Leder gefertigt sind oder gleich zur Sandale greifen. Auch das häufige Wechseln der Socken kann dabei helfen, einer Infektion aus dem Weg zu gehen.

Um die Hände zu schützen, gilt dasselbe wie für die Füße. Wer im Winter billige Handschuhe aus schlechtem Lederimitat trägt, der läuft erhöhte Gefahr, an einem Nagelpilz zu erkranken.

Ansonsten ist die regelmäßige gründliche Reinigung und / oder Waschung von Händen und Füßen anzuraten, da diese das Risiko einer Ansteckung minimiert. Besonders in Schwimmbädern mit moderner Ausstattung findet man in aller Regel sog. „Fußpilzduschen“. Diese sollte man nach Möglichkeit nutzen.

Es gibt darüber hinaus einige Empfehlungen, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Risiko einer Infektion mit nagelpilz somit so gering wie möglich zu halten. Allerdings gibt es keine präzisen Tipps, mit der Menschen einem Nagelpilz profund vorbeugen können. Beachtenswert sind nachfolgende Ratschläge:

  • Es ist wichtig, auf eine möglichst gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten
  • Gesunder Schlaf – mindestens sechs bis acht Stunden
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft kräftigt das Immunsystem
  • Negativen Stress tunlichst vermeiden
  • Nikotinverzicht

Man sollte also stets bedenken, dass eine Infektion mit Nagelpilzen jederzeit jedermann treffen kann. Einen ultimativen Schutz gibt es für niemanden. Dennoch sinkt die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung mit zunehmender Stärke des Immunsystems immens ab.

Da auch schon bereits Kinder betroffenen sein können, ist es darüber hinaus ratsam, diese nicht allzu steril aufwachsen zu lassen. Der Trend dazu, alles möglichst antibakteriell zu halten ist für das Immunsystem ein Graus. Denn gerade Kinder, die in einer mehr oder weniger sterilen Umgebung aufwachsen, verfügen zumeist nicht über ausreichende Abwehrkräfte. Dies lässt sich darauf zurückzuführen, da sie niemals in Berührung mit vielen Erregern gekommen sind. Hierdurch verlauf viele Krankheiten, die imgrunde sehr leicht sind, sehr schwer und bereiten den Kindern unnötige Unannehmlichkeiten. Darum sind Eltern generell dazu aufgerufen, ihre Kinder nicht in einer allzu sterilen Umgebung aufwachsen zu lassen. Hierdurch hilft man niemandem weiter. Es ist sehr förderlich, den eigenen Nachwuchs einfach mal im Dreck oder auf dem Boden spielen zu lassen.

Auf diese Art und Weise lassen sich nicht nur sehr viele Allergien vermeiden, sondern es lassen sich auch starke Immunsysteme erzeugen, die später hilfreich dabei sein können, gegenüber sehr vielen Krankheiten vorzubeugen. Darunter fällt auch der Nagelpilz.

Darüber hinaus könnte man es als Präventivmaßnahme interpretieren, wenn man sich selbst oder seinen Nachwuchs von Betroffenen fernhält, solange diese sich noch in der akuten Phase der Krankheit befinden. Die Ansteckungsgefahr ist in direktem Kontakt mit diesen Menschen oftmals extrem hoch und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Etwas gesunder Menschenverstand ist also durchaus angebracht.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist relativ gut. Zwar ist die Quote eines Rückfalls mit bis zu 50% vergleichsweise hoch, aber dafür ist eine Behandlung in aller Regel sehr einfach und erfüllt zumeist ihren Zweck.

Man hat also als Betroffener eher wenig zu fürchten. Sollte man allerdings zu den wenigen Unglücklichen gehören, die es besonders stark erwischt hat, so bleibt einem immer die Möglichkeit, sich vertrauensvoll an einen Arzt zu wenden.

Darüber hinaus geht für nicht vorbelastete Personen durch einen Nagelpilz keine Gefahr für Leib und Leben aus. Diabetiker und HIV-Kranke jedoch sollten davon ausgehen, dass die vorliegende Erkrankung ihnen einiges mehr abfordert, als ihren gesunden Mitmenschen. Darum ist diesen Personengruppen tunlichst anzuraten, im Falle einer Infektion sofort einen Arzt aufzusuchen, um schlimmeres zu vermeiden.

Damit bleibt abermals zu bemerken, dass die Prognosen für Nagelpilzinfektionen allgemein hin sehr gut sind. Es kommt nur in den seltensten Fällen zu bleibenden Schäden und beinahe jedem Erkrankten ist gut, schnell und effektiv zu helfen.

Es ist seitens des Erkrankten von einer etwa drei bis zwölf Monaten lang anhaltenden Phase der Krankheit anzugehen. Diese ist jedoch immens dadurch zu verkürzen, wenn man sich genügend Zeit zur Heilung gibt und eine Rückkehr an den Arbeitsplatz oder in die Schule nicht überstürzt. Denn gerade das ist wichtig. Viele Menschen nehmen nicht genügend Zeit, um von ihrem Leiden zu genesen. Hierdurch verbleibt der Organismus stets und stetig in einem leicht angeschlagen Zustande und es ist dem betroffenen Individuum unmöglich, volle Leistung zu vollbringen. Nicht zuletzt deswegen ist jedem zu raten, die Krankheit komplett auszukurieren und nicht überstürzt in den Alltag zurückzukehren.

Insbesondere Eltern sind an dieser Stelle aufgerufen. Sicherlich mag die Gefahr bestehen, dass die Kinder einiges an Lehrstoff in der Schule versäumen, dieser kann aber nachgeholt werden. Die Gesundheit des Kindes sollte hier klar an erster Stelle stehen. Zudem ist es auch andern Kindern und somit anderen Eltern gegenüber unverantwortlich, den eigenen Nachwuchs zu früh in den Kindergarten oder in die Schule zurückzubringen. Man sollte nämlich stets bedenken, dass Betroffene hochgradig ansteckend sein können. Somit setzt man die anderen Kinder des Klassenverbands der Gefahr aus, ebenfalls an einem Nagelpilz zu erkranken. Ein Risiko, dass niemand leichtfertig in Kauf nehmen sollte.

Selbst wenn sich wider Erwarten gravierendere Nebenerscheinungen einstellen sollten, sieht die Prognose noch relativ gut aus. Dennoch muss man in diesen Fällen damit rechnen, dass die Krankheit ungleich länger anhält und einem somit auch länger Unannehmlichkeiten bereitet. Auch die Behandlung ist in diesen Fällen etwas komplizierter und erfordert mehr Einsatz seitens des Arztes. Insbesondere allzu poröse Nägel müssen oftmals einzeln und komplett entfernt werden. Am besten ist es, sich diesbezüglich beraten zu lassen und dann entsprechend der Empfehlung des Arztes zu agieren.

Alles in allem also sieht die Prognose sehr gut aus und man braucht sich keine Gedanken zu machen, selbst bei einer hochfrequenten Nagelpilzerkrankung kann einem sehr schnell und effektiv geholfen werden. Es besteht also kein Grund zur Panik in Bezug auf das vorliegende Leiden.


Nagelpilz und Kosmetik

Die Nägel des Menschen bestehen genau wie Haare aus einem festen Material, das von der Haut selbst gebildet wird. Es handelt sich dabei um ein Gemisch aus dem Faserprotein Kreatin und verfestigten abgestorbenen Hautzellen, das im Allgemeinen als Horn bezeichnet wird. In seiner Festigkeit und Elastizität ist Horn mit Holz vergleichbar und lässt sich entsprechend ver- und bearbeiten. Daher setzen vor allem Frauen in Bezug auf Finger- und Fußnägel aus kosmetischen Gründen verschiedene Techniken ein, die stark an die Holzverarbeitung erinnern: Bohren, Feilen, Raspeln, Lackieren – all dies ist möglich. Dabei werden die Nägel als totes Material gesehen, das nach Belieben verschönert und verändert werden kann. Häufig begegnet man der Einstellung, Nägel seien vollkommen strapazierfähig und resistent gegen Krankheitserreger, die bekanntlich lebende Stoffe bevorzugen. Eine solche Herangehensweise birgt selbstverständlich ein hohes Risiko, das Material gravierend zu schädigen. Unter Umständen kann dies eine Reihe von unerwünschten Folgeerscheinungen nach sich ziehen und den Grundstein für verschiedene Erkrankungen legen. Dazu gehört auch der Nagelpilz.

Besonders die sogenannten Fadenpilze (Dermatophyten) nisten sich mit Vorliebe in den Hornplatten der Finger und Zehen ein. Er überträgt sich durch Schmier- und Kontaktinfektionen. Die meisten Menschen wissen, dass an Orten, an denen barfuß Laufen üblich ist (Schwimmbad, Sauna), eine Ansteckung mit Pilzen durch andere Personen möglich ist. Sporen können jedoch auch über einen längeren Zeitraum hinweg an Dingen haften. Das übliche Besteck zu Nagelpflege kann folglich ebenfalls eine Kontaminationsquelle sein. Es ist dementsprechend nicht angeraten, sich Feilen, Nagelscheren, Nagelhautentferner oder Lackpinsel mit anderen Personen zu teilen. In Nagelstudios kann aber selbstverständlich nicht für jeden Kunden ein individuelles Nagelset verwendet werden. Aus diesem Grund müssen alle benutzten Geräte nach dem Einsatz gründlich gereinigt und desinfiziert werden.

In den meisten deutschen Nagelstudios wird selbstverständlich penibel auf eine gründliche Hygiene geachtet. Im Ausland kann es jedoch vorkommen, dass keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen wurden. Generell lohnt es sich daher, vor der Behandlung die Räumlichkeiten sowie die verwendeten Materialien genauer unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls eine andere Einrichtung aufzusuchen.

Jedoch stellt nicht nur eine mangelnde Hygiene in Bezug auf die verwendeten Geräte eine Gefahr für Nagelpilz da. Die Behandlung kann sich per se ebenfalls als ungünstig erweisen. Zum einen bewirkt beispielsweise das Feilen der Nageloberfläche, dass die Hornschicht ausgedünnt wird und dadurch kleine Risse bilden, in denen hernach Bakterien nisten können. Deren Ausscheidungsprodukte bilden schließlich einen idealen Nährboden für Pilzsporen. Auch die Verwendung von Nagellackentferner führt zu einer Beschädigung der Hornplatte. Dadurch, dass ihr durch die Chemikalien Feuchtigkeit entzogen wird, trocknet der Nagel zunehmend aus und wird letztendlich brüchig. Hierdurch ist es Bakterien und Sporen möglich, in tiefere Nagelschichten einzudringen. Werden die Nägel anschließend dauerhaft einem feuchten Milieu ausgesetzt, kann sich ergo leicht ein Nagelpilz festsetzen. Dies betrifft in erster Linie die Zehennägel. Durch das Tragen von Socken und Schuhen, durch übermäßiges Schwitzen oder ungenügendes Abtrocknen der Zehenzwischenräume nach dem Duschen entsteht hier unversehens ein ideales Klima für Pilze.

Eine ausreichende Belüftung der Hände sorgt dafür, dass Nagelpilz an den Fingernägeln wesentlich seltener anzutreffen ist. Hier gestaltet sich jedoch das Lackieren der Nägel als problematisch. Je dichter und dicker dabei die Lackschicht ist, desto weniger Sauerstoff gelangt in die kleinen Rillen und Einkerbungen der Nagelplatte. Besonders Kunstnägel aus Acryl oder UV-Gel bilden eine luftundurchdringliche Schicht über dem Naturnagel. An jenen Stellen, an denen zwischen Modelliermasse und Hornplatte kleine Hohlräume entstehen, staut sich unter Umständen Feuchtigkeit. Hier kann sogar Schimmel entstehen. Entwickelt sich daraus ein Pilz, wird dieser zumeist nicht bemerkt, da die typischen optischen Anzeichen durch die Farbschicht verdeckt werden. Den Pilzsporen wird somit die Möglichkeit gegeben, sich weiter auszubreiten und großen Schaden am Nagelbett und dem Nagel selbst anzurichten.

Wer nicht auf Kunstnägel oder Nagellack verzichten möchte, sollte eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um die Gefahr eines Nagelpilzes zu minimieren. Zuvorderst müssen alle Geräte, die mit dem Nagel in Kontakt kommen vor und nach der Verwendung gründlich gereinigt und gegebenenfalls desinfiziert werden. Die Nägel selbst sollten gesund sein. Häufiges Feilen oder regelmäßige Benutzung von Nagellackentferner gilt es zu vermeiden. Ist dies nicht möglich, können diverse Nagelöle oder spezielle Cremes eingesetzt werden, welche die Feuchtigkeit und Elastizität der Hornschicht erhalten sollen. Kunstnägel werden am besten in einem Nagelstudio angefertigt. Einem Laien entgehen oftmals die kleinen Lufteinschlüsse und Unebenheiten, welche Nagelpilz begünstigen.

Lösen sich Acryl oder Gel vom Naturnagel ab (sogenannte Liftings), sollten sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Abhängig von der Lage und Größe des Zwischenraumes muss hierbei entweder eine komplett neue Modellage oder ein Refill (Auffüllen mit Modelliermasse) erfolgen. Darüber hinaus lohnt es sich, den Naturnagel regelmäßig auf eventuelle Schäden oder Schimmelbildung hin zu untersuchen.

Wer bereits an einem Nagelpilz leidet, sollte komplett auf Kunstnägel verzichten. Hier kann sich aber auch eine dünne Schicht normalen Nagellackes negativ auswirken. Besonders der Pinsel, mit dem der Lack aufgetragen wird, bildet eine Gefahrenquelle, da voraussichtlich Sporen an ihm haften bleiben, die eine erneute Ansteckung ermöglichen. Eine Ausnahme stellen selbstverständlich die zur Behandlung gedachten antimykotischen Nagellacke dar. Diese wurden speziell für den Einsatz bei Nagelpilz entwickelt und sind nicht nur als Klarlack, sondern ebenso in verschiedenen Farben erhältlich.


Alternative Behandlungsmethoden

Einige gute alternative Heilmittel sind unter anderem:

  • Reflexzonenmassage der Füße
  • Barfußlaufen oder das Tragen von Sandalen
  • Auf hochwertige Schuhe und Handschuhe achten
  • Nicht in Socken schlafen
  • Wasser, außer zum Waschen, vermeiden
  • Kosmetika, insbesondere Nagellack, vermeiden
  • Direkten Umgang mit Lebensmitteln nach Möglichkeit vermeiden

All diese Vorgehensweisen können dabei helfen, Schlimmeres zu vermeiden und die Heilung zu befördern.

Typische alternative Behandlungen können unter anderem auch sein:

  • Reflexzonenmassage
  • Besprechen
  • Wärmebehandlung
  • Sandbäder
  • Gewisse kosmetische Eingriffe
  • Handmassagen

Welche Hausmittel können helfen?

Als bewährtes Hausmittel gegen Nagelpilz gilt Teebaumöl, das für seine antibiotische und antimykotische Wirkung bekannt ist. Auch eine Mischung gleicher Teile Teebaumöl und Lavendelöl kann zum Betupfen der befallenen Nägel verwendet werden. Lavendelöl wirkt entzündungshemmend.

Weitere Hausmittel gegen Nagelpilz sind Fußbäder mit Apfelessig oder Bittersalz, Betupfen mit Wasserstoffperoxidlösung, Einreiben mit Oregano-Öl oder Olivenöl, oder Auftragen von Backpulver, das mit sehr wenig Wasser zu einer dicken Paste verrührt wird.

Nach einem Fußbad sollten die Füße gründlich getrocknet werden. Mit Hausmitteln gegen Nagelpilz kann man ebenso gut auch Fußpilz behandeln. Durch Tragen von Socken aus Naturfasern und offenen, bequemen Schuhen kann man die Entwicklung eines feucht-warmen Fußklimas vermeiden.

Hierzu weitere Beispiele:

  • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei einer Infektion mit Nagelpilz das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit einer Pilzinfektion fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass sich die Symptome abschwächen, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch Zeit nehmen. Eine Onychomykose kann jederzeit erneut ausbrechen, wenn man sie nicht komplett ausheilen lässt. Im Zweifelsfalle sollte man sich vertrauensvoll an einen Doktor wenden, um Informationen darüber zu erhalten, ob man gesund genug ist, um wieder am Leben teilhaben zu können.
  • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Onychomykose fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser die Durchblutung der Hände und Füße und sorgt somit für eine ausreichende Versorgung der Nägel.
  • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch Onychomykosen und vielen anderen Krankheiten vor.
  • Ausreichende Hygiene: Eine ausreichende Hygiene kann in Bezug auf Nagelpilz sehr wichtig sein, insbesondere die ausreichend gründliche Reinigung der Hände ist hierbei sehr wichtig. Darüber hinaus sollte man auf gesteigerte Reinlichkeit achten, wenn man Personen mit einer Onychomykose pflegt oder sich in einem Krankenhaus aufhält.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Eiche
  • Lavendel
  • Neem
  • Salbei
  • Schafgarbe
  • Thymian
  • Pfefferminze

Sämtliche der soeben angeführten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder als Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Pille darzureichen. Hierbei sind die Arten der Zuführung oftmals nur als geringfügig auf die Wirkung anzusehen. Auch eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Lavendel
  • Teebaum
  • Thymian
  • Eukalyptus
  • Nelke

Die eben genannten ätherischen Öle sind im Falle der vorliegenden Krankheit ausschließlich im Rahmen einer Aromatherapie anzuwenden. Eine äußerliche oder gar innerliche Anwendung derselben ist zur Verbesserung der Heilungschancen nicht geeignet oder gar förderlich. Dennoch ist die Erkrankung selbst auch durch diese Öle stark zu beeinflussen, sie dienen der Entspannung des Patienten und ggf. als Hilfe zur Selbsthilfe.

Trotzdem ist eine Rücksprache mit einem Arzt unerlässlich.

Homöopathie & Globuli

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Bei geschwächten Fingernägeln oder Fußnägeln empfiehlt sich grundsätzlich eine stark Vitamin C reiche Ernährung. Ansonsten liegen keinerlei erprobte Formen der Diät oder Ernährung vor, die bei einem Nagelpilz als besonders förderlich gelten.

Trotz intensiver dahingehender Studien konnten Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen einer Nagelpilz-Erkrankung und den Ernährungsgewohnheiten von Betroffenen feststellen.

Nichtsdestotrotz gilt es, Übergewicht nach Möglichkeit zu vermeiden und einer gesunden Ernährung nachzugehen. Diesbezüglich kann man sich gute Ratschläge von einem Diätologen oder einem Ernährungswissenschaftler holen. Auch das Internet bietet diesbezüglich ein reiches Angebot an nützlichen Hilfestellungen.

Da mit einer Erkrankung mit nagelpilz nicht selten ein geschwächtes und angegriffenes Immunsystem einhergeht, bietet es sich an, selbiges aufzubauen und zu stärken. Dies geht auf dem einfachsten Wege über die Ernährung. Hierzu gibt es einige Tipps und Tricks, die es zu beachten gilt, um eine möglichst dauernde Steigerung der Gesundheit zu gewährleisten.

Empfohlene Lebensmittel hierbei sind:

  • Grüne, blättrige und natürlich bunte Lebensmittel, wie Radieschen, Äpfel, Kohlrabi, Tomaten, Porree, Lauchzwiebeln uvm.)
  • Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblüter (Brokkoli, Kohl, Blumenkohl usw.)
  • Beeren aller Arten
  • Nahrungsmittel, die reich an Omega3 Fettsäuren sind, wie Lachs und Meeresfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • Hochwertige, unfiltrierte Öle
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürzpflanzen (Zimt, Ingwer, Kümmel, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
  • Honig
  • Geflügel

Lebensmittel, die man nach Möglichkeit nicht konsumieren sollte, sind folgende:

  • Fleisch und Wurst aus unseriöser Quelle oder von geringer Qualität
  • Stark mit Pestiziden behandelte Produkte
  • Filtrierte Öle
  • Raffinierter Zucker
  • Margarine
  • Junk Food
  • Fettreiche Speisen
  • Molkereiprodukte (vorallem Rohmilch)
  • Fertiggerichte aller Arten
  • Fast Food
  • Backwaren aus weißem Mehl

Wer sich an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Wie bereits erwähnt, können Diätologen und Ernährungswissenschaftler einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie lange dauert die Infektion mit einen Nagelpilz?
Diese Frage ist nicht allgemeingültig zu beantworten. Es kommt hierbei sehr stark auf das individuelle Immunsystem des Betroffenen, sowie die angewandte Therapie an. Grundsätzlich sollte man jedoch davon ausgehen können, dass man binnen eines Monats das schlimmste überstanden hat. Sollte der Nagel jedoch stark deformiert, beschädigt oder komplett abgefallen sein, bleibt es nicht aus, dass man warten muss, bis er wieder vollständig nachgewachsen ist. Dies kann ebenfalls noch einmal einen Monat oder länger dauern. Für diese Zeit gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie für die Zeit der andauernden Infektion.

Ist ein Nagelpilz bei direktem Kontakt ansteckend?
Ja, ist er. Das heißt, dass man sich tatsächlich durch Händeschütteln mit einem Betroffenen schon mit den verantwortlichen Erregern infizieren kann. Gerade darum ist es wichtig, dass man auf eine gute Hygiene der Hände und der Füße achtet. Darüber hinaus sollte man zum Schutze seiner Mitmenschen während der Phase der Infektion davon absehen, diese unnötigerweise zu berühren oder sonstwie Körperkontakt zu suchen. Dadurch verringert sich die Gefahr einer Ansteckung immens und spart unbeteiligten Personen im Zweifelsfalle viel Leid und Verdruss.

Wie sollten Diabetiker und HIV-Kranke mit einem Nagelpilz umgehen?
Ein Nagelpilz ist für gesunde menschen zwar unangenehm, aber doch eher harmlos. Diabetiker und HIV-Kranke hingegen laufen Gefahr, dass ein solcher Infekt zu schweren Nebenwirkungen führen kann, die sich teilweise in durchaus lebensbedrohlicher Weise zuspitzen können. Daher sind diese beiden Personengruppen sowie alle Personen, die über ein eher schwaches Immunsystem verfügen, dazu angehalten, sofort einen Arzt zu konsultieren und keine Eigenbehandlung vorzunehmen.

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