Eiterblasen

Eine Eiteransammlung, die in Form von Blasenbildung in Erscheinung tritt, zeigt ein Abszess an. Die Umgebung ist gerötet und die Eiterblase hat sich in eine Mulde eingegraben.

Die Eiterblasen treten nicht nur äußerlich auf der Haut auf, sondern können sich auch innerlich in sämtlichen Organen ansiedeln. Daher werden Abszesse in unterschiedliche Arten eingeteilt.

Sollte ein Abszess nicht richtig behandelt werden, kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Daher sollte beim Auftreten solch einer Eiterblase stets ein Arzt konsultiert werden. Ursachen können unter anderem Bakterienansiedlungen und Infektionen aber auch Immunschwächen und Krankheiten sein. Bei Nichtbehandlung kann es zu Komplikationen wie Fieber oder gar Kreislaufversagen kommen.

Was sind Eiterblasen?

Klinisch gesehen ist eine Eiterblase, auch Abszess genannt, eine oberflächliche Hauterhebung, die sich mit roter Umrandung sehr deutlich von der normalen Hautbeschaffenheit abhebt.

Inmitten der Entzündungserscheinung bildet sich eine Blase, in welcher sich eine eiternde Flüssigkeit befindet. Die rote Stelle kennzeichnet einen Schutzwall des Körpers gegen die weitere Ausbreitung.

Weitere Informationen zum Krankheitsbild finden Sie hier.


Ursachen der Abszesse

Ohne erkennbare Umstände können bei bestimmten, vorwiegend immungeschwächten Menschen solche hochinfektiösen Eiteransammlungen entstehen. Eine mögliche Ursache kann aber auch eine Operation, eine Spritze oder ein Fremdkörper sein.

Allerdings ist die Häufigkeit meist in Bakterienansiedlungen und Infektionen zu sehen. Besonders auch äußere Reizerscheinungen, wie sie beim Rasieren oder zu intensiver Pflege der Haut entstehen, können die möglichen Auslöser einer hochinfektiösen Hauterkrankungen, die sich mit Rötungen, Schwellungen und nachfolgenden Eiterblasen zeigt, sein.

Oft spielt auch die Ernährung eine Rolle, so dass sich besonders bei fettreicher Nahrungsaufnahme das Risiko erhöht, eine Hauterkrankungen zu begünstigen. Mithin ist in manchen Fällen auch ein genetischer Faktor für die Entwicklung verantwortlich, zu dem ein schwaches Immunsystem genauso dazugehört wie eine äußere Einwirkung, die auch schon durch Umwelteinflüsse entstehen kann.

So können Reizungen der Atemwege die Hautoberfläche leicht mit einbeziehen, da auch diese ein Atmungsorgan ist und sich den oft ungünstigen Einflüssen nicht entziehen kann. Zudem können eine überempfindliche Haut an sich schon durch Reibungseinflüsse Hautkrankheiten hervorrufen, die in diesem Falle einen Allergiefaktor in sich tragen.


Diagnose & Verlauf

Die betroffene Hautstelle ist stark gerötet, geschwollen und fühlt sich nahedem heiß an, dazu ist sie äußerst druckempfindlich. Mit der rötlichen Umrandung und dem daraus entstandenen Eiterherd, der sich in einer Blasenbildung zeigt, ist die Diagnose gestellt.

Im Körper angesiedelte Abszesse sind äußerlich nicht erkennbar und zeigen sich nur durch Fieber oder Schüttelfrost. Zur besseren Analyse ist stets ein Facharzt zu konsultieren, der die weitere Behandlung einleitet bzw. für Anleitung sorgt, wie damit umzugehen ist. Bei ihm wird bei schwerer Erkennbarkeit eine Ultraschalluntersuchung deutliche Resultate liefern.


Daten & Häufigkeit

Männer wie Frauen sind gleichermaßen betroffen, wobei die Häufigkeit eher bei besonders empfindlichen Personen anzutreffen ist. Gerade bei Hautreizungen ist daher Vorsicht geboten, dass es zu einer weiteren Krankheitsentwicklung kommt.

Hygiene, die nicht übertrieben ausgeführt wird, hilft im wesentlichen, eine Eiterblasenbildung und großflächige Ausbreitung zu verhindern.

Komplikationen

Durch die schwerwiegende Eiteransammlung kann im weiteren Verlauf, ohne Behandlung, eine zusätzliche Ausbreitung hinzukommen. Diese äußert sich in Form von starken Rötungen und gravierenden Schmerzen. Auch Fieber und Heißwerden der betreffenden Hautstellen sind gegeben. In Verbindungen mit weiteren, schon bestehenden Krankheiten ist eine zusätzliche Schwächung des Immunsystems mit nachfolgendem Organ- oder Kreislaufversagen das Resultat.

Die besonderen Gefahren einer Eiteransammlung, wie es mit einem Abszess verbunden ist, liegen im vorwiegenden Falle in der Ausbreitung der in der Flüssigkeit beinhalteten Krankheitserreger. Diese führen, kommen diese in den Blutkreislauf, zu Vergiftungserscheinungen. Mit Kopfschmerzen, die von Übelkeit und Erbrechen begleitet werden, ist diese Symptomatik gekennzeichnet. Teilweise äußert sich der Körper durch das Einwirken von Krankheitserregern mit Fieberschüben, die er damit versucht selbstständig zu entfernen.

Weiterhin ist mit einer Hirnschädigung zu rechnen, wenn der Entzündungsprozess sich in den Kopfbereich einnistet. Auch der Mund-, Rachen- und Kieferbereich ist leicht davon betroffen.

Zu der Gruppe der Risikofaktoren gehören:

  • Alkoholiker,
  • chronisch Kranke – besonders auch Tumorpatienten
  • Diabetiker

sowie alle die ein geschwächtes Immunsystem haben. z. B.:

  • Senioren
  • Kinder
  • Stressanfällige
  • Allergiker

Behandlung & Therapie

Immer ist ein Arzt zu Rate zu ziehen, wenn es sich um großflächige Eiterblasen und mit roten Rändern umgebenden Einbuchtungen handelt. Außergewöhnliche Hautveränderungen gehören sowieso in die Hand von fachlich ausgebildeten Therapeuten. Dieser wird durch eine Untersuchung mit speziellen Apparaturen und Blutauswertungen eine auf das Krankheitsbild passende Therapie veranlassen, um den Eiterherd einzudämmen und in Folge zum Erliegen zu bringen. Bei besonders schweren Fällen ist die oberflächliche Behandlung nicht mehr erfolgversprechend, weshalb eine Antibiotikagabe der sinnvollere Weg ist, um den Gesundungsprozess positiv anzugehen.

Manchmal hat der Abszess sich schon seinen eigenen Weg gebahnt, weshalb man mit anfänglichen Mitteln wie Zugsalben, die ein selbsttätiges Aufplatzen und damit Flüssigkeitsentleerung vorantreiben, Antibiotikagaben und Hausmitteln leider nicht mehr erfolgreich sein wird. Hier ist nur noch der Chirurg als Alternative anzusehen, der die Eiteransammlung öffnet und mit einer Drainage ableitet.

Hausmittel können bei kleinen Rötungen und anfänglichen Pusteln hilfreich sein: Honig dünn auftragen mit einem sauberen Wattestäbchen, das nicht mit den Fingerspitzen berührt werden sollte. Dieser verschließt die Wunde und versperrt damit weiteren Krankheitserregern den Zutritt. Lauwarme Kamillenteekompressen oder das Betupfen mit Johanniskrautöl sind anfängliche Versuche, wenn die Entzündung nur schwach ausgeprägt ist und noch keine gravierenden Ausbreitungen zu erkennen sind.


Vorbeugung

Um eine Ausbreitung von noch kleinen Entzündungserscheinungen zu verhindern, sollte eine Wunde stets sauber bleiben, so dass keinerlei schädlichen Keime eindringen können. Auch die obigen Hausmittelanwendungen bringen oft schon gute Erfolge, so dass eine Ausbreitung bzw. Verschlimmerung der anfänglichen Pustelbildungen mit leichten Eiteransammlungen verhindert wird.

Wichtig ist zudem, dass man keine hautreizenden Kosmetika und Pflegeprodukte verwendet. Aber auch entfettende Seifenlösungen können zu einer Hautirritation und nachfolgenden Entzündung führen.

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