Blutkreislauf

Die Infrastruktur des Lebens

Der Blutkreislauf wird auch Herz-Kreislauf-System, Herz-Kreislauf, Kreislauf oder allgemein Blutbahn genannt. Dass es so viele unterschiedliche Synonyme für den Blutkreislauf gibt, weist darauf hin, dass er für den Körper eine sehr wichtige Rolle spielt. Mit seinem Netz aus Blutgefäßen stellt er das Versorgungszentrum des gesamten Körpers dar. Anfang und Ende des Kreislaufes ist das Herz, das durch sein ständiges Schlagen das Blut durch den gesamten Körper pumpt. Der Blutkreislauf hat u. a. die lebenswichtige Aufgabe, den Stoffwechsel des Körpers in Gang zu halten. Der Herz-Kreislauf hat aber noch viele weitere wichtige Aufgaben im Körper. Er erstreckt sich mit großen Blutbahnen, die sich in immer feinere Verästelungen unterteilen durch den gesamten Organismus. Ein gut funktionierendes Herz-Kreislauf-System ist für den Erhalt des Lebens und der Gesundheit unverzichtbar, denn eine Störung oder gar Unterbrechung kann eine Reihe von lebensbedrohlichen Folgen bzw. Erkrankungen auslösen. Man kann das Her-Kreislauf-System durch einige Maßnahmen wie z. B. regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung positiv beeinflussen.

Was ist der Blutkreislauf?

Vereinfacht gesagt ist der Blutkreislauf das System der Blutgefäße, das durch den gesamten menschlichen Körper verläuft. Der Anfang des Blutkreislaufes stellt das Herz dar. Das Herz ist quasi der Motor und ermöglicht so dem Blut mit Hilfe der Blutgefäße sich durch den ganzen Körper zu bewegen und dort seine verschiedenen Aufgaben zu erfüllen. Blutgefäße die vom Herzen wegführen und angereichertes (Sauerstoff, Nährstoffe) Blut enthalten, bezeichnen Mediziner als Arterien. Gefäße die zum Herzen hinführen und das verbrauchte Blut transportieren, nennt man Venen. Hat das verbrauchte Blut wieder Sauerstoff und neue Nährstoffe aufgenommen, wird es wieder vom Herzen aus in die Arterien gepumpt und der Kreislauf beginnt von Neuen. Da der Blutkreislauf an vielen lebenswichtigen Vorgängen im Körper beteiligt ist, kann eine Störung oder Stilllegung relativ schnell zum Tod des Betroffenen führen.

Funktionen und Aufgaben des Blutkreislaufs

Das Herz-Kreislauf-System hat im menschlichen Körper verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Es handelt sich aber ausnahmslos um lebenswichtige Aufgaben um den Körper am Leben und gesund zu halten. Diese Tatsache macht es so immens wichtig, dass der Blutkreislauf reibungslos funktioniert und zu keiner Zeit zum Stehen kommt.
Einer der wichtigsten Aufgabe des Blutkreislaufs ist die Gewährleistung einer reibungslosen Atmung des Körpers. Das Blut befördert den Sauerstoff in die Lunge des Körpers und nimmt auf dem Rückweg das entstehende Kohlenstoffdioxid und andere Abfallprodukte mit. Die Blutbahn übernimmt auch die Versorgung des gesamten Körpers mit Nährstoffen und Sauerstoff. Aus dem Verdauungstrakt gewinnt der Körper lebenswichtige Nährstoffe (z. B. Zucker, Eiweiße und Fette) und die Blutgefäße transportieren die Stoffe in den gesamten Körper. Hier werden die Nährstoffe weiterverarbeitet oder für einen späteren Zeitpunkt gespeichert. Gleichzeitig nimmt der Blutkreislauf im Körper entstehende Abfallstoffe auf und transportiert diese zu den entgiftenden Organen wie Leber, Nieren und Darm. Der Blutkreislauf ist also gleichzeitig Versorger, Infrastruktur und Entsorger für den Körper.
Er ist zu einem großen Teil an der Bildung des Immunsystems beteiligt und transportiert Hormone an die Stellen, an denen sie im Körper benötigt werden. Sollte im Körper eine Gerinnung des Blutes von Nöten sein (z. B. Schnittverletzung), kümmert sich der Blutkreislauf darum. Eine weitere wichtige Aufgabe des Blutkreislaufs ist die Thermoregulierung des Körpers, je nachdem wie stark die Haut durchblutet wird, wird viel oder wenig Wärme nach außen abgeben. Deswegen sieht man im Sommer eher verschwitzte und rötliche Gesichter, da hier die Thermoregulierung bzw. Abkühlung auf Hochtouren läuft.

Die Aufgaben des Blutkreislaufs sind zusammengefasst:

  • Versorgung des Körpers mit Nährstoffen und Sauerstoff
  • Abtransport der gesamten Abfallprodukte (z. B. Kohlendioxid
  • Unterstützer der Verdauung
  • Partner des Immunsystems
  • Transporteur der Hormone
  • Helfer der Blutgerinnung (z. B. Verletzungen)
  • Regulierung von Kälte und Wärme im Körper über die Hautdurchblutung

Anatomie und Aufbau des Blutkreislaufs

Die Bestandteile des Blutkreislaufs sind also grob genommen das Herz und die Blutgefäße. Die Arterien besitzen dickere Gefäßwände als die Venen, da sie einem größeren Druck standhalten müssen. Von den großen Blutbahnen verzweigen sie sich immer feiner und verästelter. Man bezeichnet sie dann als Kapillaren. Die Kapillaren besitzen durchlässige Wände. Das ermöglicht es, dass Nährstoffe und andere Stoffe zwischen dem Blut und dem Gewebe ausgetauscht werden können. Man kann sich das in etwa wie ein Straßensystem vorstellen, die großen Bahnen führen in jedes Körperteil und die kleinen Wege versorgen jeden noch so kleinen Winkel. Die Venen nehmen das verbrauchte Blut wieder auf und transportieren es wieder zum Herzen hin für eine erneute Auffrischung. Aus diesem Grund haben die Venen nur dünne Gefäßwände. Man kann den Unterschied meist mit bloßem Auge erkennen am Unterarm: die sichtbaren größeren und hellblauen Adern sind in der Regel die Arterien und die kleineren dunkleren die Venen.

Das Hochdrucksystem und das Niederdrucksystem des Blutkreislaufs

Interessant und faszinierend ist die Tatsache, dass der Blutkreislauf aus zwei verschiedenen zusammenhängenden Systemen besteht, in denen ein unterschiedler Druck herrscht. Zum einen gibt es das sogenannte Hochdrucksystem. Das besteht aus der linken Herzkammer und allen Arterien (inklusive der Arteriolen und der Aorta). Hier zirkulieren ungefähr 15 Prozent des Blutes des gesamten Kreislaufs und es herrscht ein permanenter Druck zwischen 80 mmHg und 120 mmHg.
Zum anderen gibt es das Niederdrucksystem. Hierzu gehören vom Herzen der rechte Vorhof sowie die rechte Herzkammer, hinzu kommt der linke Vorhof (während der sogenannten Diastole kommt auch noch die linke Herzkammer zum Kreislauf hinzu), die gesamten Lungengefäße und alle Venen und Kapillaren. Der Druck liegt bei ungefähr 20 mmHg.
Eine Störung im einen Blutkreislauf führ häufig zu einer Störung des anderen.

Der große und kleine Blutkreislauf

Unter dem Begriff Blutkreislauf versteht man eigentlich zwei verschiedene Kreisläufe, die mit einander verbunden sind. Es gibt den Körperkreislauf (großer Blutkreislauf) und den Lungenkreislauf (kleiner Kreislauf).
Am Anfang des Körperkreislaufs steht die linke Herzkammer. Die Herzkammer pumpt mit dem oben erwähnten hohen Druck das mit Sauerstoff angereicherte Blut in die Hauptschlagader (Aorta). Die Aorta und ihre Verzweigungen (Arteriolen, Arterien) transportieren das angereicherte Blut bis in die feinsten Kapillaren. Die Kapillaren bringen, dank ihrer durchlässigen Wände, den mit gebrachten Sauerstoff und die Nährstoffe in das Gewebe. Gleichzeitig nehmen sie die Abfallprodukte (z. B. Kohlendioxid) auf. Die Kapillaren geben nun das „verbrauchte“ Blut an die Venen weiter und diese enden wiederum in der rechten Herzkammer. Nun übernimmt bzw. beginnt der Lungenkreislauf.

Krankheiten, Beschwerden und Störungen des Blutkreislaus

Das Herz-Kreislauf-System übernimmt im Organismus zahlreiche lebenssichernde Aufgaben. Eine Störung oder gar Unterbrechung der reibungslosen Arbeit des Blutkreislaufs kann in relativ kurzer Zeit zu sehr starken gesundheitlichen Problemen führen bzw. schnell zum Tode führen. Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts haben ergeben das ungefähr 40 Prozent aller Todesfälle in Deutschland als Ursache eine Erkrankung des Blutkreislaufs haben. Damit sind die Erkrankungen Todesursache Nummer eins in Deutschland. Ab 60 Jahren steigt diese Zahl stetig an.
Aus diesem Grund ist es wichtig Erkrankungen und Störungen im Zusammenhang mit der Blutbahn ernst zu nehmen und zeitnah einen Arzt bezüglich einer Diagnose und Bereitstellung einer geeigneten Therapie auf zu suchen. Erkrankungen, die mit dem Blutkreislauf zusammenhängen gehören im europäischen Raum und insbesondere in Deutschland mit zu den häufigsten Volkkrankheiten. Laut Statistik entfällt ungefähr 40 – 50 Prozent aller Sterbefälle in Deutschland auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier kann man zum einem eine starke Relation zum Alter der Betroffenen erkennen, d. h. mit steigenden Alter häufen sich die Erkrankungsfälle rund um das Herz-Kreislauf-System. Zum anderen sind aber auch Kinder, Jugendliche und sehr junge Erwachsene betroffen. In der Regel liegt bei diesen Betroffenen oft ein angeborener Herzfehler vor. Auf Grund der angeborenen Anomalien kann es hier zu schweren, teils lebensbedrohlichen Komplikationen in Verbindung mit dem Blutkreislauf kommen.
Da der Blutkreislauf an so vielen unterschiedlichen Aufgaben im gesamten Körper beteiligt ist, gibt es eine ganze Reihe von möglichen Erkrankungen. Weit verbreitet ist der sogenannte Herzinfarkt (Myokardinfarkt). Dieser entsteht meist durch Ablagerungen (Verkalkungen) innerhalb der Arterien und verengt diese. Man spricht hier von einer Arteriosklerose. Dadurch kann das Blut nicht mehr in der erforderlichen Geschwindigkeit zirkulieren bzw. kann es zu einem vollständigen Verschluss kommen und das wiederum kann zu einem Myokardinfarkt führen. Dieser kann schnell lebensbedrohlich werden und zum Tode des Betroffenen führen. Deswegen sollte man bei Verdacht unverzüglich eine medizinische Behandlung in Anspruch nehmen.
Ist die reibungslose Zirkulation des Bluts innerhalb des Blutkreislaufens gestört können permanente Durchblutungsstörungen entstehen, die ebenfalls eine Reihe von weiteren Erkrankungen nach sich ziehen können. So kann es bei Durchblutungsstörungen innerhalb der Hirnregion zu einem sogenannten Schlaganfall kommen. Dieser wird auch häufig als Hirnschlag, Gehirnschlag, Ictus apoplecticus, Apoplexie, Apoplexia cerebri, zerebraler Insult, apoplektischer Insult, oder Schlagfluss genannt. Hier merken die Betroffenen im Vorfeld meist keinerlei Beschwerden bis der Schlaganfall plötzlich eintritt. Diese Schlaganfälle können sehr leicht sein ohne größere neurologische Ausfälle, sodass der Betroffene und Ärzte nicht sofort die richtige Diagnose im Auge haben sowie können diese von sehr schwerer Natur sein, indem sofort nach Auftreten des Schlaganfalls die Betroffenen starke und länger anhaltende Ausfälle von Funktionen im Zusammenhang mit dem Zentralnervensystem aufweisen. Dass können z. B. Lähmungen (meist ist eine gesamte Körperhälfte oder Gesicht betroffen), Sprachstörungen oder Erinnerungslücken sein. In schwersten Fällen kann auch der Tod des Betroffenen eintreten. Ebenso die Durchblutungsstörungen an sich können schnell lebensbedrohlich werden. Beide Erkrankungen können durch zu hohen Blutdruck, mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung sowie durch einen ungesunden Lebensstil (Alkohol, Rauchen, Drogenkonsum) verschlimmert werden. Auch Vorerkrankungen wie z. B. Diabetes und Bluthochdruck können ein Auslöser sein.

Alles Wissenswerte zum Thema Thrombosen

Bei der Gefäßerkrankung Thrombose (Phlebitis) bildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) und verstopft ein oder mehrere Blutgefäße. Sie können im gesamten Blutkreislauf auftreten, besonders häufig sind die Gliedmaßen (Beine, Arme) und die Halsschlagadern betroffen. In den meisten Fällen tritt eine Phlebitis in den Venen auf (Phlebothrombose oder Venenthrombose) und hier kommen Thrombosen insbesondere in den tiefer gelegenen Beinvenen (tiefe Venentrombose) vor. Es gibt verschiedene Arten von Beinvenenthrombosen. Im Laufe seines Lebens sollen die Hälfte aller Deutschen ein oder mehrmals unter Venenproblemen leiden. Die Diagnose Thrombose in den Beinen erhalten ungefähr 80.000 Betroffen pro Jahr. Ein großes Problem bei Auftreten einer Thrombose ist die Gefahr, dass diese innerhalb der Blutbahn wandert und eine lebensbedrohliche Lungenembolie oder z. B. einen Schlaganfall oder Herzinfarkt auslöst. Alle diese Zustände können unbehandelt relativ schnell zum Tode der Betroffenen führen. Wirft man einen Blick in die Statistiken der Deutschen Gesellschaft für Angiologie soll das bei ungefähr 30.000 Betroffenen der Fall sein.
Ein Erkennen der Thrombose ist für einen Laien häufig schwer. In der Regel empfinden die Patienten bei einer Beinthrombose nur ein mehr oder minder leichtes Spannungsgefühl war, die Beine fühlen sich schwer an. In vielen Fällen kann sich die Haut an den Waden auch leicht bläulich verfärben ohne dass man sich gestoßen hat und es können Schmerzen auftreten. Die Schmerzen können im Bein wandern und Schwellungen hervorrufen. Ein typisches Zeichen für eine Thrombose: knickt man den Fuß ein, werden die Schwellungen mehr. Lagern die Betroffenen ihre Beine hoch und legen sich dazu hin, werden die Schmerzen weniger oder verschwinden gar. Die Thrombose besteht aber weiterhin. Fasst man die Haut an der betroffenen Stelle an, kann sie sich wärmer anfühlen als der restliche Körper. Hat man einen Verdacht oder ist sich unsicher sollte man zur Sicherheit umgehend einen Arzt aufsuchen. Unterlässt man eine medizinische Behandlung bei einer Thrombose kann es zu weiteren Schwierigkeiten kommen. Treten Schmerzen beim Atmen und in der Brust auf, kann dies auf eine Lungenembolie hindeuten. Nehmen die Schmerzen an Intensität zu und der Betroffene hustet Blut, ist unverzüglich ein Arzt oder Krankenhaus aufzusuchen, da eine akute Lebensgefahr besteht.

Als Ursachen einer Thrombose gelten:

  • Schwere und bestehende Entzündungen (z. B. nach einer Lungenentzündung)
  • Krebserkrankung
  • Bestehende Schwangerschaft
  • Eingeschränkte oder mangelnde Bewegung bzw. Beweglichkeit (z. B. auf Grund einer Operation, Bettruhe, Lähmungen)
  • Verletzungen
  • Störungen und Verminderung in der Blutgerinnung
  • Auftretende Thrombosen innerhalb der Familie
  • Thrombophilie (genetische oder erworbene Thromboseneigung)
  • Veränderungen im Hormonhaushalt (bestimmte Hormongabe nach den Wechseljahren)
  • Übergewicht, insbesondere sehr hohes Übergewicht
  • Krampfadern
  • Konsumierung der Antibabypille

An sich ist eine auftretende Thrombose bei rechtzeitiger Behandlung gut therapierbar und auch die Rückfallquote ist gering. Bei der Durchführung einer weltweiten Studie konnte man eine Rückfallquote von 20 % feststellen, der Anteil der Männer war hier deutlich höher. Behandlungsmöglichkeiten sind z. B. eine Therapie mit geeigneten Medikamenten und oder das Tragen von (maßgefertigten) Kompressionsstrümpfen.

Typische und verbreitete Erkrankungen

Fragen und Antworten Blutkreislauf

1. Kann man einer Erkrankung vorbeugen?

Auf Grund von genetischen Komponenten und Einwirkungen, auf die ein Einzelner keinen Einfluss (z. B. Umwelteinflüsse) nehmen kann, gibt es keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Erkrankung. Trotz alledem ist die Prävention einer Erkrankung des Herz-Kreislaufs-System, das Mittel schlechthin. Am meisten kann man einer Erkrankung mit einem gesunden Lebensstil entgegenwirken: viel Bewegung an der frischen Luft und im Alltag, Gesunde Ernährung, viel Schlaf, Vermeidung von Stress, keinen Alkohol und nicht Rauchen. Des Weiteren ist es immer ratsam auf seinen Körper zu achten um Veränderungen rechtzeitig wahr zu nehmen und regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen bei Ärzten durchführen zu lassen.

2. Was ist das Herzzeitvolumen?

Das ist die Maßeinheit, mit der man bezeichnet wie viel Blutvolumen innerhalb einer gewissen Zeitspanne vom Herzen gepumpt wird. Meist nimmt man hier Liter pro Minute, deswegen spricht man auch vom Herzminutenvolumen. In der Regel beträgt das Herzzeitvolumen bei einem gesunden Erwachsenen etwa 4,5 bis 5 Liter pro Minute. Bei Belastung kann das Volumen auf über 30 Liter pro Minute ansteigen. Einen Wert unter 2,5 Liter pro Minute im Ruhezustand ist als nicht mehr normgerecht anzusehen.

3. Wie verschließt der Körper bzw. der Blutkreislauf eine Schnittwunde?

Als erstes Ziehen sich die verletzten Aderwände zusammen. Nun ist die Öffnung meist nur noch ungefähr ein Drittel so groß wie zu Beginn der Verletzung. Jetzt übernehmen die Blutplättchen ihre wichtige Rolle. Diese sind sehr klein und in unglaublich großer Anzahl (ca. 300.000 Blutplättchen pro Kubikmillimeter Blut) im Blut vorhanden. Sie heften sich an das verletzte Gewebe und verkleben es. So entsteht ein sogenannter (Blut-) Pfropf. Das machen die Blutplättchen so lange, bis die Wunde oberflächlich verschlossen ist. So kann nun kein Blut mehr aus der Wunde austreten du gleichzeitig keine Fremdstoffe (z. B. Viren, Bakterien und Verschmutzungen) in die Blutbahn gelangen. Zur Absicherung bilden die im Blut schwimmenden Eiweiße feine Fäden, die den Pfropfen zusammenhalten und am Gewebe fest binden.

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