Fleisch

Fleisch ist eines der wichtigsten Bestandteile unserer Ernährung und bezeichnet damit alle essbaren Bereiche tierischen Fleischs. Dazu zählen sowohl die Organe der Tiere als auch alle anderen essbaren Elemente. Ausgenommen davon ist laut Definition Fischfleisch.


Das sollten Sie über Fleisch wissen

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt ob der Mensch Fleisch wirklich zum Leben braucht. Die Wissenshaft streitet sich darüber bis heute, Experten sind geteilter Meinung. Klar ist, der Mensch kann sicher ohne Fleisch leben. Praktisch und theoretisch gibt es hier keine Probleme. Natürlich gibt es bestimmte Nährstoffe die in großen Mengen in Fleisch enthalten sind und die der Mensch für eine gesunde Entwicklung des Körpers braucht. Diese Nährstoffe können aber auch über andere Lebensmittel aufgenommen werden.

Die vegane Bewegung stützt sich dabei auf einen Lifestyle ohne Fleisch und viele ergänzende Mittelchen wie Tabletten mit hochdosierten Vitaminen und Nährstoffen. Die zwei Hauptgründe hierfür sind zum einen der Schutz und das Sicherstellen des artgerechten Haltens der Tiere die heute mehr als je zuvor unter dem Fleischkonsum der Menschheit leiden müssen und zum anderen die Tatsache das manchen Menschen Fleisch ganz einfach nicht schmeckt.

Der Fleischkonsum einer Gesellschaft hängt immer auch von seiner Kultur ab. In Deutschland kam lange Zeit nur sonntags ein deftiger Braten auf den Tisch und unter der Woche wurde fleischarm gekocht. Da Fleisch heute so günstig ist wie noch nie können es sich die Menschen leisten auch unter der Woche häufiger Fleisch zu konsumieren. In anderen Kulturen wie im persischen Reich oder den Griechen, gibt es eigentlich zu jeder Speise Fleisch. Im asiatischen Raum wird dafür so gut wie kein Fleisch, dafür reichlich Fisch konsumiert.

Auch „was“ für Fleisch gegessen wird hängt also von der Kultur selbst ab. Reptilien und Säugetiere wie Elefanten gelten nicht als Delikatesse und werden daher im Großraum Europa nicht konsumiert. Natürlich gibt es auch hierfür Ausnahmen. Je ausgefallener ein Gericht, desto mehr Menschen zieht es an. Daher gibt es auch immer häufiger exotische Restaurants die tatsächlich Känguru- oder Krokodilfleisch anbieten.

Bis heute glaubt man, dass die Entdeckung von gekochtem Fleisch mehr oder weniger ein Zufall war. Viele Jahre lang haben Menschen das Fleisch einfach roh gegessen, da eine andere Zubereitungsmöglichkeit nicht bekannt war. Man glaubt daher, dass einem Nomaden ein Stück Fleisch ins Feuer gefallen war, dieser aufgrund von Nahrungsknappheit natürlich nicht darauf verzichten wollte und es sich wieder aus dem Feuer gefischt hat. Dabei wurde das Fleisch natürlich ein wenig gebraten und schmeckte gleich viel besser.


Bedeutung für die Gesundheit

Aus gesundheitlicher Sicht ist Fleisch tatsächlich wichtig für den Körper. Es enthält unzählige Nährstoffe und Proteine die der Körper in dieser Form in keinen anderen Nahrungsmitteln finden kann. Natürlich können diese durch Nahrungsergänzungsmittel ausgetauscht werden. Zu viel Fleischkonsum ist nämlich auf lange Sicht auch nicht besonders gesund. Man muss dabei auch unterscheiden welche Sorte Fleisch man gerade zu sich nimmt.

Eine Fleischsorte hat wie keine andere in den letzten Jahren einen enormen Rückgang erlebt und wird heute auch immer wieder von vielen Experten misstrauisch beäugt. Die Pute. Sie ist aufgrund ihrer Haltung und den verabreichten Medikamenten schlicht und ergreifend kein zu empfehlendes Fleisch. Der extreme Einsatz von Antibiotika und anderen Medikamenten die sicherstellen sollen, dass die durch die Massentierhaltung verursachten Krankheiten und Immunschwächen nicht die Fleischqualität verschlechtern, sind leider der Grund dafür.

Dafür sind Rinder-, Geflügel– (Huhn) und Schweinefleisch heute wieder recht positiv in den Köpfen der Menschen vertreten. Lange Zeit verschlimmerten die unzähligen Fleischskandale die Meinung der Menschen bezüglich des eigenen Fleischkonsums. Heute ist klar, dass Fleisch aus dem Discounter für 50 Cent pro Kilo einfach nicht bedenkenlos gegessen werden sollte.

Das gesündeste Fleisch für den Menschen aus Sicht der Nährwerte sind wohl Fisch und Rind. Wobei beim Fisch auch immer auf die Herkunft geachtet werden sollte. Gerade der „gesunde“ Lachs kann aus verschiedenen Hydrokulturen stammen, die aufgrund der Massenzüchtung wie die Pute auch mit allen möglichen Antibiotika gefüttert werden.


Inhaltsstoffe & Nährwerte

Generell fallen unter den Fleischbegriff folgende Inhalte: Fett, leere Blutgefäße, Muskeln und Bindegewebe. Fleisch selbst enthält sehr viel Eiweiß und Proteine. Heute besteht das Fleisch im Supermarkt zum größten Teil aus reinem Muskelfleisch, daher besteht auch der aufgenommene Nährstoff zum größten Teil aus Proteinen. Fleisch aus Massentierhaltung ist zudem zu einem großen Teil mit Antibiotika oder Krankheiten versehen. Zudem kommen dann noch Konservierungsstoffe, ein hoher Fettanteil und teilweise krebserregende Nitritsalze.

• Nährwerte & Inhaltsstoffe vom Rind: Mageres Rinderfleisch hat auf 100 Gramm gesehen einen Brennwert von 139 Kcal, circa 22 Gramm Eiweiß und 4 Gramm Fett. Dafür enthält es keine Kohlenhydrate. Zudem enthält es die Vitamine b1, b2, b6 und b12 sowie verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente.

• Nährwerte & Inhaltsstoffe vom Schwein: Beim Schwein kann der Fettgehalt je nach Art des Fleisches stark variieren (zwischen 2 und 30 %). Im Schweinefleisch selbst finden sich vor allem Wasser, Proteine, Fette, Mineralstoffe und verschiedene Vitamine. Dabei fungiert Schwein als besonders guter Vitamin B12 Lieferant.

• Nährwerte & Inhaltsstoffe vom Huhn: Auch Hühnchen ist eine relativ gesunde Fleischsorte, sieht man einmal von Produkten der Massentierhaltung ab. Auf 100 Gramm Hühnchen finden sich circa 109 Kcal, 23 Gramm Eiweiß, keine Kohlenhydrate und nur 1 Gramm Fett. Es eignet sich daher besonders gut für Diäten und Gerichte zum Abspecken.

• Nährwerte & Inhaltsstoffe von der Pute: Auch Pute ist von den Nährstoffen her betrachtet recht gesund. Auf 100 Gramm Pute kommen 106 Kcal, 21 Gramm Eiweiß, circa 1,5 Gramm Fett und auch hier keine Kohlenhydrate. Zudem enthält es die Vitamine E, b1, b12, b6 sowie Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Putenfleisch ist leider häufig extrem mit Antibiotika belastet und daher nicht für den häufigen Verzehr geeignet.


Unverträglichkeiten & Allergien

Bis vor einigen Jahren gab es keine Hinweise auf eine Fleischallergie oder gar eine Unverträglichkeit. Menschen können Fleisch meiden weil sie eben keine Tiere essen möchten oder weil ihnen der Geschmack nicht zusagt. Inzwischen gibt es einige Fälle die sich in einer Art Fleischallergie äußern. Hierbei scheint eine Sache besonders auffällig: Menschen die beispielsweise Huhn und Pute gut vertragen reagieren dann auf rote Fleischsorten eher empfindlich. Dieser Effekt kann natürlich auch umgekehrt stattfinden.

Dabei lassen sich als Ursache zwei Möglichkeiten herausarbeiten. Die eine Möglichkeit ist eine generelle Allergie oder Unverträglichkeit gegen Zuckermoleküle im Fleisch. Dabei besteht dann keine Allergie gegen Fleisch im Allgemeinen sondern nur gegen diese Moleküle.

Die zweite Möglichkeit ist eine Unverträglichkeit gegen die gefütterten Antibiotika oder Medikamente. Schwer nachzuweisen aber dennoch eine Möglichkeit.
Nach den zahlreichen Fleisch- und Lebensmittelskandalen wie BSE, Vogelgrippe und Pferdefleisch in der Lasagne einiger Discounthersteller sind die Menschen heute verständlicherweise verunsichert.

BSE beispielsweise kommt nur im Rinderfleisch vor und wurde lange Zeit damit abgetan, nicht auf den Menschen übertragbar und damit keine Gefahr zu sein. Heute weiß man das vor allem Alzheimer und sein Verlauf mit einer BSE Erkrankung zusammenhängen kann, diese zumindest beeinträchtigt.

Auch die gefährliche Vogelrippe die zwar nicht auf den Menschen aber auf andere Vögel übertragbar sein soll grassierte lange Zeit in den Medien und verunsicherte die Menschen. Auch wenn keine Fälle von Vogelgrippe beim Menschen aufgetaucht sind, darf man solche Skandale nicht unter den Teppich kehren.

Einkaufs- & Küchentipps

Bei allen Fleischsorten gilt, dass diese frisch gekauft werden sollten. Fleisch hat immer eine gewisse Mindesthaltbarkeitsdauer und wird dann sehr schnell schlecht. Gutes Fleisch erkennen Sie an seiner glänzenden, gleichmäßigen Struktur, dem „angenehmen Geruch“ und der rosa Farbe.
Gekauft hält es sich in der Regel mehrere Tage. Eine kühle Lagerung ist dabei wichtig damit es nicht verdirbt. Dabei kann die Ware luftdicht oder auch locker verpackt sein. Eingefroren halten sich die meisten Fleischsorten circa zwei maximal 3 Monate und sollten dann verarbeitet oder weggeworfen werden. Riecht das Fleisch nach dem Auftauen ein wenig ranzig oder einfach unangenehm sollten Sie es auch direkt entsorgen.
Durch den Einsatz verschiedener Gewürze lässt sich die Haltbarkeit des Fleisches noch ein wenig verlängern.

Schlechtes Fleisch erkennen Sie meistens daran, dass es einen leicht gräulichen Schimmer hat und schlecht riecht. Der große Vorteil beim Fleischkonsum ist, dass man recht leicht erkennen kann ob es noch gut ist oder bereits den Zenit überschritten hat. Der Geruch ist neben der Farbe das auffälligste Merkmal für die Frische.

Zubereitungstipps

Zubereiten lässt sich Fleisch in tausenden verschiedenen Variationen, je nach Kultur und Sorte. Besonders beliebt in Deutschland sind derzeit Burger in jeglicher Art mit gesundem Rinderhackfleisch aus der regionalen Produktion. Neben den viele neuen Burgerläden wächst auch der Markt der heimischen Küche immer weiter. Dabei ist wichtig, dass das Fleisch innen noch leicht rosa ist. So bleibt zum einen der Geschmack erhalten und zum anderen ist junges, rohes Fleisch gesund. Es hält jung und kann die Leistungsfähigkeit des Hirns steigern. Besonders gesund ist dabei junges (rohes) Lamm oder Kalb. Beliebt sind hier in Deutschland gerade um die Winter- und Herbstmonate die deftigen Eintöpfe, Rouladen und Gulaschs. Auch hier werden dann hauptsächlich rote Fleischsorten oder Schwein serviert. Diese werden meist über mehrere Stunden oder Tage gekocht und zerfallen regelrecht im Mund.

Die jährliche Grillsaison wird in Deutschland auch immer sehr gerne eingeläutet und dabei ist relativ egal welches Fleisch seinen Weg auf den Grill findet. Huhn, Rind, Schwein oder Schafskäse sind hier beliebte Hauptspeisen.

Häufige Fragen und Antworten

Wie lange kann ich Fleisch lagern?
Im Kühlschrank bis zu mehreren Tagen je nach Fleischsorte und Verarbeitung. In der Tiefkühltruhe maximal 3 Monate.

Gibt es ungesunde Fleischsorten?
Eigentlich gibt es so etwas wie ungesundes Fleisch nicht. Es enthält viele wichtige Proteine und Nährstoffe die der Körper in der Form anders nicht erhalten kann. Allerdings sollte man lieber mehr als zu wenig Geld in ein gutes Stück Fleisch investieren.

Kann man gegen Fleisch allergisch sein?
Eine Allergie gegen Fleisch ist eher unwahrscheinlich. Man spricht hier eher von einer Zuckerunverträglichkeit, wobei nicht ausgeschlossen werden kann das Krankheiten oder andere Erreger im Fleisch zu Unwohlsein führen können.

Welche Fleischsorte eignet sich besonders gut für Diäten?
Prinzipiell eignet sich jedes Fleisch hervorragend für eine Diät, da man hier mehr oder weniger auf Kohlenhydrate verzichtet und diese sowieso nicht im Fleisch enthalten sind.

Unser Fazit

Fleisch ist notwendig für einen gesunden Körperbau und einen funktionierend Organismus. Es enthält wichtige Vitamine, Proteine und Nährstoffe und versorgt den Körper ausreichend damit. Vom täglichen Konsum ist zwar abzuraten trotzdem sollte es regelmäßig im Nahrungsplan stehen.

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