Eisen

Wozu braucht der Körper Eisen?

eisen

Das chemische Element Eisen wird durch das Elementsymbol Fe, aus dem lateinischen Name Ferrum bezeichnet.

ALS Spurenelement für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich, ist Eisen unverzichtbar und kann bei einem Mangel zu einer Anämie, der sogenannten Blutarmut führen. Als Spurenelement versorgt Eisen das Blut mit dem notwendigen Sauerstoff, um fit und auch wohl auf zu bleiben.

Funktion, Bedeutung, Wirkung und Aufgaben

Im roten Blutfarbstoff, Hämoglobin sorgt Eisen dafür, dass der Sauerstoff im Blut transportiert wird. Ebenso findet sich das Spurenelement Eisen in den Muskeln und der Leber. Die Aufnahme des lebensnotwendigen Eisens erfolgt über den Zwölffingerdarm und anschließend im Dünndarm. Das heißt, dass das Eisen aus der Nahrung nach der Aufnahme entweder gespeichert wird und zwar hier in der Darmwand oder direkt an das Blut abgegeben wird. Da dieses Spurenelement maßgeblich am Sauerstofftransport beteiligt ist, wird Eisen hier bereits bei jedem Atemzug benötigt.

Es sorgt weiterhin für:

  • Antriebsstärke
  • Leistungsfähigkeit
  • Abwehrkraft

und muss über die Nahrung aufgenommen werden, da sich Eisen nicht allein im Körper bilden kann. Um geistig fit zu bleiben und zu gewährleisten, dass die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen stattfinden kann muss immer ein bestimmter Wert im Körper vorhanden sein, welchen Ärzte mittels einer Blutuntersuchung überprüfen können.

Bildung, Vorkommen, Eigenschaften und optimale Werte

Als wichtiges Spurenelement im Körper, wird Eisen mit der Nahrung aufgenommen. Bei einem Eisenmangel ist es daher für betroffene gut zu wissen, auf welche Lebensmittel sie eher verzichten und welche in Zukunft mehr eingebaut werden sollten. Mit einer ausgeglichenen Ernährung ist der Eisenstoffwechsel vom Körper bestens regulierbar.

Da der Körper jedoch nur 8 bis 10 Prozent des in der Nahrung vorhandenen Eisens aufnehmen kann, gibt es in der Apotheke aber auch im Internet Informationen über den täglichen Bedarf an Eisen, den ein Kind oder ein Erwachsener benötigt. Die Palette der Lebensmittel, in denen das wichtige Eisen enthalten ist, ist relativ groß. Gerade tierische Lebensmittel enthalten das beste Eisen, da dieses vom Körper leichter absorbiert werden kann.

Auch Obst und Gemüse sind gute Eisenlieferanten und nebenbei noch ein Hit in jedem gesunden Ernährungsplan. Spinat, weiße Bohnen und auch Hirse geben dem Blut das was es zum Sauerstofftransport braucht – Eisen. Und gerade die fleischlosen Lebensmittel dürften Veganer und Vegetarier freuen, da sich auch in genügend fleischlosen Lebensmitteln genügend Eisen für den Körper finden lassen.

Vorbeugung gegen Mangel:

Im Gegensatz zum übermäßigen Eisengehalt im Blut, gibt es auch Patienten, die an einem Eisenmangel leiden. Bei einer bestehenden Anämie beziehungsweise Blutarmut erhalten Patienten ein sogenanntes Eisenpräparat in Form von Tabletten, Spritzen und auch Infusionen.

Aber auch Betroffene selbst können durch das Weglassen von Zucker, Kaffee und auch Weizenmehl erheblich etwas für den Anstieg des Eisenstoffwechsels tun. Alternativ zur medikamentösen Behandlung gibt es im Fachhandel empfehlenswerte Kuren mit Brennnesselpresssaft oder Kräuterblut. Unterstützend sollte auch hier die Ernährung umgestellt werden. Innereien und Fleisch unterstützen die zufuhr und helfen so dem Eisenstoffwechsel wieder in geregelte Bahnen zu gelangen.

Mangelerscheinungen, Krankheiten und Störungen

Bei einer ärztlichen Kontrolle durch eine Blutbilddiagnostik können bei Patienten eventuelle Störungen des Eisenstoffwechsels festgestellt werden. Besteht ein erhöhter Eisenwert im Blut, liegt eine Hämoglobin-Überladung vor und stellt sich als Hämochromatose, also eine Eisenspeichererkrankung ins diagnostische Bild.

Werden die Werte zu sehr überschritten, ist das mit einer Leber-, Herz– und Drüsenfehlfunktion einhergehend. Ist der Eisenwert im Blut zu niedrig, stellt sich hier eine Anämie beim Patienten ein, wobei ein kurzes Unterschreiten dem Körper eines Menschen keine Probleme bereitet. Dies geschieht immer dann, wenn sich der Organismus aus den verschiedensten Gründen auf eine neue Situation einstellen muss. Ist das geschafft, pegelt sich bei einem gesunden Menschen auch der Eisengehalt im Blut wieder ein.

Blutuntersuchungen Gehen auch mit optischer Diagnostik einher, bei der der Arzt bereits feststellen kann, ob es sich beim Patienten um einen Überschuss oder aber einen Mangel an Eisen handelt. Aber auch Patienten selbst, können gerade bei einem Eisenmangel eigene Signale des Körpers wahrnehmen. So fühlen sich Menschen, welche an einem Eisenmangel über längere Zeit leiden müde, kurzatmig, unkonzentriert und klagen über erhebliche Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen. Spätestens nach diesen Angaben beim Hausarzt wird eine Blutkontrolle durchgeführt, welche neben der Anämie, andere Diagnosen ausschließen kann.

Mit den Möglichkeiten des Mangels aber auch des übersteigerten Gehalts im Blut ergeben sich für Betroffene gute bis beste Maßnahmen, um hier entgegenzuwirken, wenn diese rechtzeitig erkannt und vor allem konsequent behandelt wird. Betroffene können hier auch selber viel tun, in dem grundsätzlich ein ausgewogener Ernährungsplan auf dem Tagesplan steht und eine gesunde Lebensweise generell immer Vorrang hat.

Darüber hinaus lassen sich Symptome eines Eisenmangels aber auch eines erhöhten Eisenspiegels im Blut ausführlich im Internet nachlesen. Mit gut erklärten Hilfsmaßnahmen erreichen Betroffene schnell wieder die gewohnte Lebensqualität und können ihrem Körper mit kleinen und machbaren Maßnahmen dauerhaft einen stabilen Eisenvorrat ermöglichen.

Wer braucht wie viel pro Tag

So befindet sich ein normaler Eisenwert im Blut bei einem Mann bei 10-28 µmol/l und bei Frauen bei 6-26 µmol/l. Der Gesamtbestand von Eisen bei einem Erwachsenen im Körper beträgt circa 4 bis 5 Gramm, ungefähr zwei Drittel davon befinden sich im roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Der restliche Teil wird als sogenanntes Depot gespeichert und befindet sich zudem im Sauerstoffspeicher der Muskeln.

Zwischen 10 bis 15 Milligramm am Tag sollten Erwachsene in einer Altersspanne von 25 bis 51 Jahren zu sich nehmen, um für einen ausgeglichenen Eisenstoffwechsel zu sorgen.

Nebenwirkungen bei Überdosierungen

Normalerweise nimmt der Körper über die Nahrung nur so viel Eisen auf, wie benötigt, beziehungsweise verbraucht wurde. Gesteuert wird dies durch eine Rückkopplung aus der Leber über das sogenannte Hepcidin, einem Eiweißstoff.

Liegt nun eine Störung in Form einer überhöhten Eiseneinlagerung aber auch eines Eisenmangels vor, wird hier der Eisenüberschuss mit Aderlässen oder aber auch einer Blutspende behandelt. Die Blutspende kann allerdings nur erfolgen, wenn die Diagnose frühzeitig gestellt werden konnte und noch keine Organschäden vorliegen. Dadurch werden die überfüllten Eisenspeicher kontrolliert geleert.

Auch Medikamente, welche bei Patienten eingesetzt werden, bei denen ein Aderlass aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, können hier zum Einsatz kommen. So bekommen diese Patienten hier zum Beispiel das Medikament Deferoxamin, welches das Eisen bindet und im Anschluss daran aus dem Körper transportiert. Längerfristig müssen Patienten auf eine Umstellung der Ernährung achten. Da bestimmte Lebensmittel Eisen enthalten, müssen diese von Patienten mit der sogenannten Hämochromatose reduziert werden.

Dazu gehören zum Beispiel

  • Innereien
  • Blut- und Leberwurst
  • schwarzer Tee.

Meist leiden Patienten, die bereits an einer chronischen Erkrankung leiden, an einem Überschuss des Eisengehaltes im Blut. Neben den wertbezogenen Therapien wird begleitend auch hier eine Behandlung notwendig.

So werden umstellende Maßnahmen bei Patienten mit Diabetes erforderlich, sollten diese sich wegen einem erhöhten Eisenwert im Blut in ärztliche Behandlung geben müssen. Erkennen Betroffene und auch der Hausarzt frühzeitig eine solche Überschreitung des Eisenwertes im Blut, ist die Prognose mit dem Einsetzen der Therapie gut, die Lebenserwartung ganz normal. Folgeschäden sind in diesem Fall nicht zu erwarten.

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