Sulfat

sulfat shampoo

Sulfate sind Salze des Schwefels und anorganische Nährstoffe, die der menschliche Körper selbst nicht herstellen kann.

Über die Nahrung aufgenommen, wirken Sulfate entgiftend und fördern die Gallenfunktion.

Sulfate sind zudem vermutlich die wichtigsten Schwefelverbindungen.

Unser Mineralstoffe Ratgeber soll Informierend über Sulfat berichten.

Was ist Sulfat?

Sulfate sind chemische Verbindungen und kommen in der Natur vor und werden auch hier gezielt hergestellt. Sulfate sind prinzipiell in Wasser löslich und finden vielseitig Verwendung. als natürliche Schwefelverbindungen haben Sulfate eine abführende Wirkung und regen den Gallenfluss an. Verstärkte Eigenschaften ergeben sich in Verbindung mit Magnesium und Calcium.

Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Sulfaten. Die sekundären Sulfate sind dabei neutral und auch im Trinkwasser vorhanden. Primäre Sulfate hingegen finden in Shampoos, aber auch in weiteren chemischen Produkten ihre Anwendung. Als wichtiger Bestandteil für den Verdauungsprozess nehmen Menschen Sulfate über die Nahrung, aber auch über das Trinken von Mineralwasser auf, denn der menschliche Körper kann keine Sulfate bilden, demzufolge müssen diese extern zugefügt werden.

Bei den Sulfaten werden verschiedene Formen unterschieden. Alaune sind eine Form von Sulfaten, sie sind Doppelsalze aus ein- und dreiwertigen Kationen. Kaliumaluminiumsulfat, auch als Kalialaun bekannt, ist der Hauptvertreter der Alaune. Bei Vitriolen, die ebenfalls zu den Sulfaten gehören, handelt es sich um kristallwasserhaltige Sulfate mit zweiwertigen Nebengruppen-Metallen.

Zu den bekanntesten Vitriolen gehören Kupfervitriol und Eisenvitriol. Sulfate können auch als Komplexe auftreten, beispielsweise als Trioxosulfat und Tetraoxosulfat. Gelegentlich werden auch Ester der Schwefelsäure als Sulfate bezeichnet. Einfache Ester, zu denen Dimethylsulfat gehört, dienen als Alkylierungsmittel. Eine besondere Bedeutung kommt den Tensiden als Form von Schwefelsäureester zu, sie sind Bestandteil von Shampoo und Waschmittel. Auch Fettalkoholsulfate gehören zu den Schwefelsäureestern.

Funktion, Bedeutung, Wirkung und Aufgaben

Sulfate sind maßgeblich beteiligt an der Festigkeit von Haut und Haaren, dem Aufbau der Körpersubstanz und am Bau der Proteine. Desweiteren wirken Sulfate verdauungsfördernd und sind am Fettstoffwechsel der Leber und der Gallenfunktion beteiligt. Mit den unterschiedlichen Sulfaten und deren Bedeutung, wie

  • Natriumsulfat
  • Magnesiumsulfat
  • Calciumsulfat,

werden für den Körper wichtige Funktionen und Prozesse aufrechterhalten. Da der Körper diese Mineralien selbst aber nicht produzieren kann, werden diese aus der Nahrung und hier vor allem aus dem Trinkwasser entnommen und dem Körper für die notwendigen Prozesse zur Verfügung gestellt. Natriumsulfat wird im Bereich der Medizin, mittels Glaubersalz als wässrige Lösung, zum Abführen eingesetzt.

Zur Darmreinigung vor Diäten oder auch Fastenkuren, ist hier die Wirkung von der Konzentration der Lösung abhängig. Zu beachten ist hier natürlich der hohe Flüssigkeitsverlust, der unter dieser Gabe kontrolliert werden sollte. Die Wirkung von sulfathaltigem Mineralwasser kann im Zusammenspiel mit Kalzium und Magnesium verstärkt werden. Das Sulfat ist am Bau von Proteinen und am Aufbau von Knorpelsubstanz beteiligt. Es trägt zur Festigkeit von Haut und Haaren bei.

Bildung, Vorkommen, Eigenschaften und optimale Werte

Bis auf einige wenige, sind alle Sulfate wasserlöslich. Hydrogensulfate können als Säure und Base reagieren. Nahezu in jedem Bereich der Erde sind Sulfate zu finden.

Da Sulfate im eigenen Körper nicht selbst gebildet werden können, da es sich hier um eine chemische Verbindung handelt, wird dieses Mineral über die Nahrung aufgenommen. Meist im Trink- und Heilwasser zu finden, gibt es Sulfat auch in Abführmitteln,

  • als Desinfektionen
  • als Stoff in Shampoos
  • bei der Herstellung von Papier.

Sulfate sind Salze der Schwefelsäure und ergeben sich aus wichtigen Salzen, wie dem Kaliumsulfat, dem Natrium– und Calciumsulfat. Für den menschlichen Organismus sind Sulfat-Ionen verdauungsfördernd und sind maßgeblich am Stoffwechsel beteiligt. Auch sind Sulfate mit ihren Verbindungen am Fettstoffwechsel in der Leber beteiligt. Eine maximale Grenze liegt bei 250 Milligramm pro Liter Wasser.

Mit den unterschiedlichsten Sulfaten lassen sich auch verschiedene Werte nennen, um bei einer Über- oder Unterschreitung des Wertes einer möglichen Störung oder Erkrankung auf die Spur zu kommen. So kann beispielsweise bei Frauen im Hormonspiegel der sogenannte Dehydroepiandrosteron-Sulfat- Spiegel festgestellt werden, bei dem der Normalwert bei 1000 bis 3000 µg pro Liter liegt. Ein erhöhter Wert dieses Sulfates weist auf Eierstockzysten oder Hirsutismus, den sogenannten Frauenhaarwachstum, hin.

Vorbeugung gegen Mangel

Die beste Vorbeugung gegen den Mangel an Sulfat ist die richtige Ernährung. Da im Mineralwasser Sulfat vorhanden ist, das für die Verdauung und den Stoffwechsel unerlässlich ist, besteht gerade in den Industrieländern selten ein Mangel. Heilwasser, welches regelmäßig getrunken wird, regt die Verdauung an und beugt somit natürlich gegen Verstopfungen vor. Bei chronischen Verdauungsstörungen können hier sogar ganze Kuren mit Heilwasser durchgeführt werden, um den Verdauungstrakt beziehungsweise das Verdauungssystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Desweiteren fördern diese sulfathaltigen Heilwasser die Funktion der Bauchspeicheldrüse und

  • unterstützen bei chronischen Harnwegsinfektionen
  • dienen zur Behandlung bei Fettleibigkeit
  • liefern wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente.

Eine mehrwöchige Trinkkur mit einem sulfathaltigen Heilwasser kann bei chronischen Verdauungsproblemen helfen, da die Verdauungsorgane auf natürliche Weise trainiert werden. Die Funktion der Verdauungsorgane kann sich dadurch nach und nach normalisieren.

Mangelerscheinungen, Krankheiten und Störungen

Mangelerscheinungen bei den Schwefelsalzen Sulfate sind gerade in Industrieländern eher unwahrscheinlich. So gehören Sulfate zu den natürlichen Wasserstoffinhalten. Sulfatmangel kann, betrachtet man die Bedeutung des Sulfats für den menschlichen Körper, zu Verstopfungen, Leberproblemen, aber auch Gallenflussstörungen führen. Durch diesen Mangel kann es demzufolge zu Funktionsstörungen dieser Organe kommen und ein Darmverschluss, der aus einer Verstopfung resultiert, ist eine lebensbedrohliche Situation für jeden Betroffenen.

Wieviel Sulfat braucht der Mensch?

Es gibt für Sulfat keinen (gesicherten) festgeschriebenen Tagesbedarf welcher empfohlen wird.

Nebenwirkung bei Überdosierung

Eine Überdosierung von Sulfat im Körper ist eher unwahrscheinlich, da der Körper Sulfat nicht selbst bilden kann und Sulfat von außen zugeführt werden muss. Ein normaler Konsum von Mineralwasser führt nicht zu einer Überdosierung, doch kann es bei empfindlichen Menschen, die Mineralwasser mit einem hohen Sulfatgehalt zu sich nehmen, zu Nebenwirkungen kommen.

Bei einer Überdosierung von Natriumsulfat reagiert der Körper mit Durchfall und vermutlichen Bauchkrämpfen. Auch Übelkeit und Blähungen können bei einer Überdosierung auftreten. Diese Nebenwirkungen können, aber müssen nicht auftreten, da jeder Mensch anders reagiert. Dennoch sollte bei Trinkwasser auf den Sulfatgehalt geachtet werden, wobei dieser strengen Richtlinien unterliegt.

Auf jeden Fall entstehen durch eine mögliche Überdosierung negative Reaktionen wie Durchfall. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust bei Durchfall kommt es im gleichen Atemzug wieder zum Flüssigkeitsmangel im Körper, was hier auch wieder den Mangel an Spurenelementen, Mineralstoffen und Elektrolyten nach sich zieht.

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