Erste Hilfe bei Schock

Schock

Wenn der Körper durch eine Störung im Kreislauf nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, kommt es zu einer Unterversorgung der Organe.

Auslöser dieser Problematik können zum Beispiel ein hoher Blutverlust, bakterielle Infektionen, allergische Reaktionen, aber auch starke Schreck– sowie Angstsituationen sein. Patienten mit einem akuten Schock bedürfen sofortiger Hilfe, denn die Sauerstoff-Unterversorgung kann lebensbedrohlich sein.

Erste Hilfe bei einem Schock

Zuerst sollte die Ursache des Schocks beseitigt werden, beispielsweise durch das Stillen einer Blutung. Auch muss unter der 112 so früh wie möglich der Notarzt alarmiert werden. Anwesende dürfen die Person nicht alleine lassen und sollten versuchen, diese zu beruhigen. Der Patient sollte möglichst warmgehalten werden, indem dieser beispielsweise in eine Decke gewickelt wird. Auf Wärmflaschen, Heizdecken oder Ähnliches muss bei einem Schock allerdings verzichtet werden, da Wärme von außen die Schock-Situation noch verschlimmern können.

Ist die Person bei Bewusstsein, kann die Schocklagerung angewendet werden. Dazu wird der Betroffene mit dem Rücken flach auf den Boden gelegt und seine Beine hochgelagert, beispielsweise auf einen Stuhl, Koffer oder Ähnliches. Dazu sollten, wenn möglich, gepolsterte Materialien unter die Kniekehlen und Waden gelegt werden, um den Druck abzumildern.

Wird der Betroffene bewusstlos, sollte zuerst die Atmung kontrolliert werden:

  • atmet der Patient, so wird er in die stabile Seitenlage gebracht und seine Atmung regelmäßig kontrolliert
  • atmet der Patient nicht, so muss dieser mit dem Rücken auf festen Untergrund gelegt und sofort mit den Maßnahmen zur Wiederbelebung begonnen werden

Charakteristische Anzeichen für einen drohenden Schock sind neben Unruhe-, Verwirrtheit- und Angstzuständen, eine kühle Haut sowie eine blasse Gesichtsfarbe. Bei einem septisch-toxischen Schock hingegen ist die Haut warm und auffallend gut durchblutet.

Gibt der Betroffene unklare Äußerungen von sich oder leidet unter kaltem Schweiß und Kälte, dann sollte sofort mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen werden.

als weiteres Anzeichen ist die beschleunigte Atmung zu nennen. Der Körper versucht nun mit aller Kraft, die Sauerstoffversorgung der Organe wiederherzustellen.

Im weiteren Verlauf wirken Schock-Patienten häufig teilnahmslos. Nach dieser Phase kann es zu Bewusstseinsstörungen oder gar zur Bewusstlosigkeit kommen.

Treffen die typischen Schock-Symptome zwar auf den Betroffenen zu, doch er leidet noch unter weiteren Beschwerden, dann sollte unter Umständen die Schocklage nicht angewendet werden.

Hierbei handelt es sich um die sechs „B“:

  • Birne“ – der Patient zeigt Verletzungen am Kopf
  • „Brust“ – er leidet unter Atemnot, einer Verletzung im Brustbereich sowie Schmerzen in der Brust oder es besteht Verdacht auf Herzerkrankungen wie einem Herzinfarkt
  • Bauch“ – der Betroffene hat Schmerzen oder Verletzungen im Bauchbereich
  • „Buckel“ – es gibt Verletzungen im Becken– und Wirbelsäulenbereich
  • „Beine“ – bei der Person besteht Verdacht auf einen Beinbruch

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Da es sich bei einem Schock um ein Missverhältnis zwischen der angebotenen und der benötigten Sauerstoffmenge im Körper handelt, dem ein Kreislaufversagen vorhergeht, sollte so schnell wie möglich der Notarzt alarmiert werden.

Während einer Schocksituation versucht der menschliche Körper die wichtigsten Organe noch mit Sauerstoff zu versorgen. Wir dieser Zustand für längere Dauer beibehalten, kann das fatale Folgen für andere Organe sowie den gesamten Organismus haben.
Der Rettungsdienst muss in jedem Fall so schnell wie möglich alarmiert werden, denn unbehandelt kann dieser Ausnahmezustand für den Schock-Patienten tödlich enden. Einige Personen benötigen nach einer Extremsituation außerdem professionelle Unterstützung eines Psychologen oder Psychiaters.

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