Amboss

Die Anatomie des Amboss

Das menschliche Mittelohr besteht aus insgesamt drei Gehörknöchelchen, welche wiederum gelenkig miteinander verbunden sind. Eines dieser Gehörknöchelchen ist der Amboss, welcher die mechanischen Schwingungen des Trommelfells erfasst und auf die Gehörschnecke, welche sich im Innenohr befindet, überträgt. Der Amboss ist das mittlere Gehörknöchelchen, welches die Schwingungen des Hammers aufnimmt, mechanisch verstärkt und an den Steigbügel abgibt. Der nachfolgende Artikel beinhaltet die Funktionen und Aufgaben des Ambos sowie seinen Aufbau und seine Anatomie. Des Weiteren werden typische und häufige Krankheiten des Ambosses beschrieben und für eine bessere Übersicht nochmals in einer Liste zusammengefasst.

Was ist der Amboss?

Der Amboss gehört neben dem Hammer und dem Steigbügel zu den drei Gehörknöchelchen des Mittelohrs. Der Amboss bzw. Incus besitzt leidglich ein Gewicht von ungefähr 27 Milligramm, ist gleichzeitig der schwerste der drei Gehörknöchelchen. Er besitzt die Form eines Zahnes mit zwei Wurzeln. Während er über eine Gelenkfläche mit dem Hammer verbunden, steht sein ovales Köpfchen mit dem Steigbügel in Verbindung. Er ist das mittlere Glied der drei Knöchelchen, welche die aufgenommenen Schallschwingungen des Trommelfells weiter auf das Innenohr übertragen. Die Verbindung zwischen dem Amboss und den restlichen Gehörknöchelchen wird über Gelenke gesichert. Mit dem Articulation incudomallearis ist er mit dem Hammer und über das Articulatio incudostapedia mit dem Steigbügel verbunden. Gleich wie die anderen beiden Gehörknöchelchen ebenfalls besteht der Amboss aus härtestem, zugleich höchst elastischen Knochenmaterial. Seine Zusammensetzung ermöglicht eine Übertragung der Schwingungen mit nur wenigen Verlusten. Alle drei Gehörknöchelchen liegen in der Paukenhöhle des Mittelohrs. Ihre Verbindung wird in der Fachsprache Gehörknöchelchenkette genannt. Der Schall durchwandert die gesamte Kette hin zum Innenohr, sodass er auch immer durch den Amboss gelangt. Der Amboss arbeitet infolgedessen nie alleine, sodass die Schallübertragung stets ein Zusammenspiel aller drei Knöchelchen ist.

Funktionen und Aufgaben des Amboss

Seine Hauptaufgabe übt der Amboss nur gemeinsam mit dem Steigbügel und dem Hammer aus. Die Gehörknöchelchenkette leitet die gehörten Geräusche an die Gehörschnecke bzw. Cochlea im Innenohr weiter. Hierbei durchwandern die Schwingungen, welche durch Luftschall verursacht werden, das Trommelfell und werden mechanisch verstärkt, bevor sie in der Gehörschnecke ankommen. Jedoch werden nur hörbare Frequenzen weitergeleitet. Je nach Schalldruck bedeutet dies Frequenzen im Bereich von 40 bis 20.000 Hz. Während der Weiterleitung muss die Frequenz unverändert bleiben. Ebenfalls muss der unterschiedliche Schalldruck bzw. Lautstärke analog berücksichtigt werden.

Die Schallwellen kommen zunächst im Hammer an, werden anschließend in den Amboss und letztendlich in den Steigbügel übertragen. Der Hammer verstärkt die übertragenen Schwingungen über eine Hebelwirkung um den Faktor 1,3. Der Amboss besitzt jedoch keine direkte Verbindung zum Trommelfellspanner und Steigbügelmuskel, den beiden kleinen Mittelohrmuskeln, da er das Mittelglied der Gehörknöchelchenkette ist. Aus diesem Grund wird die Schwingungsübertragung im Amboss weitestgehend passiv durchgeführt.

Der Amboss besitzt zugleich eine gewisse Schutzfunktion, indem er die Sinneszellen in der Gehörmuschel vor zu lauten Geräuschen bewahrt. Werden sehr laute Geräusche wahrgenommen, welche oberhalb der persönlichen Schmerzgrenze liegen, findet eine reflexartige Verschlechterung der Schallübertragung statt. Auch bei einem plötzlichen Knall reagieren die beiden Innerohrmuskeln dafür, dass der sogenannte Stapediusreflex eingesetzt wird. Der Reflex hält zudem nur kurzzeitig an, sodass eine Art Schalllleitungsschwerhörigkeit auftritt. Diese dient dem Schutz der Sinneszellen im Innenohr. Der Amboss ist hierbei jedoch nur passiv beteiligt, da er zur mechanischen „Zwangskette“ gehört.

Zusammenfassung der Funktionen und Aufgaben des Amboss

 

  • Weiterleiterleitung des wahrgenommenen Schalls in das Innenohr bzw. Chochlea
  • Zusammenarbeit mit anderen Gehörknöchelchen zur Schallübertragung
  • Schutz der Sinneszellen in der Chochlea vor zu lauten Geräuschen

Anatomie und Aufbau des Amboss

Der Amboss erscheint als ganzes Gewächs. Dennoch kann er auf anatomischer Ebene in zwei Bereiche aufgeteilt werden. Zum einem besteht der Amboss aus dem Körper bzw. Corpus, zum anderen aus zwei Schenkel. Diese wiederum werden in langen Schenkel bzw. Crus longum und kurzen Schenkel bzw. Crus breve unterschieden. Die Hauptmasse und der Schwerpunkt des Amboss konzentriert sich auf den Körper, sodass die Schenkel lediglich einen kleinen Teil des Knöchelchens ausmachen. Der Körper ist nicht nur Hauptsitz der Ambossmasse, sondern ebenfalls der Drehpunkt. Dies sorgt dafür, dass bei der Verstärkung und Übertragung der Schwingungen der Amboss kaum Masse beschleunigen muss.

Während der kurze Schenkel des Amboss unverbunden ist, endet der lange Schenkel im Linsenbeinfortsatz bzw. Processus lenticularis. Dieser wiederum ist mit dem Caput stapedis des Steigbügels verbunden, woraus das Amboss-Steigbügel-Gelenk bzw. Articulatio incudostapedia entsteht. Obwohl der Amboss ein Knöchelchen ist, wird er von einer Schleimhaut überzeugen. Hammer und Steigbügel sind ebenfalls von dieser Schleimhaut bedeckt, sodass keines der drei Gehörknöchelchen freiliegt.

Obwohl der Amboss im Mittelohr liegt, besitzen die beiden kleinen Mittelohrmuskeln nur indirekte Auswirkungen auf das Knöchelchen. Der Trommelfellspanner bzw. Musculus tensor tympani sowie der Steigbügelmuskel bzw. Musculus stapedius beschützen das Innenohr vor sehr lauten Geräuschen wie etwa einem plötzlichen Knall. Der Musculus stapedius bzw. Steigbügelmuskel schwächt dabei den Wirkungsgrad der Schallübertragung ab, indem er sich anspannt. Hingegen spannt sich der Trommelfellspanner bzw. Musculus tensor an, damit eine gute Schwingungsübertragung der Luftschwingungen stattfinden kann. Da der Amboss sich zwischen den beiden Muskeln befindet, nimmt er die Rolle eines passiven Zwischenglieds ein.

Linsenbeinfortsatz

Der Linsenbeinfortsatz bzw. Processus lenticularis liegt im menschlichen Mittelohr. Er ist ein kleiner Knochenfortsatz des Crus longum bzw. langen Schenkels und somit Bestandteil des Amboss. Der Linsenbeinfortsatz dient, gleich wie die restlichen Gehörknöchelchen und -muskeln, der Schallübertragung vom Mittelohr ins Innenohr. Er arbeitet mit dem Caput stapedis bzw. Steigbügelköpfchen zusammen. Gemeinsam mit dem Steigbügelköpfchen bildet der Linsenbeinfortsatz das Amboss-Steigbügel-Gelenk bzw. Articulatio incudostapedia.

Amboss-Steigbügel-Gelenk

Das Amboss-Steigbügel-Gelenk bzw. Articulatio incudostapedialis ist ein flaches Kugelgelenk. Dieses besitzt nur geringe Bewegungsfreiheit, da es zwischen dem Processus lenticularis des Amboss und des Caput stapedis des Steigbügels liegt. Der Articulatio incuddostapiedialis ist eines der zwei echten Gelenke, welches die drei Gehörknöchelchen, somit Amboss, Hammer und Steigbügel, miteinander verbindet. Der Hammer und der Amboss werden hierbei durch die Articulatio incudomallerais verbunden und formen dadurch das Hammer-Amboss-Gelenk. Mit einer Syndesmose, der Syndesmosis tympanostapiedia, wird die Steigbügelbasis an der Labyrinthkapsel fixiert. Die Beweglichkeit beider Gelenke des Mittelohrs dienen der Schallverstärkung während der Schallübertragung.

Kommen Störungen in der Transformationskette auf, entstehen Schalleitungsschwerhörigkeit, was wiederum zu typischen Erkrankungen wie der Otosklerose führen kann. Bei dieser Krankheit fixiert sich die Steigbügelfußplatte bzw. Basis stapedis durch eine Verknöcherung des Ligamentum anulare stapedis. Somit kann das Amboss-Steigbügel-Gelenk indirekt von Erkrankungen betroffen sein.

Krankheiten, Symptome und Beschwerden des Amboss

Der Amboss als Teil des Mittelohrs kann von einer Vielzahl typischer Erkrankungen des Mittelohrs betroffen sein, wobei er kaum direkt mit Krankheiten in Kontakt kommt. Mittelohrentzündungen bilden hierbei die häufigsten Erkrankungen in diesem Ohrbereich und stehen somit im Zusammenhang mit der Schalleitung, welche durch die drei Gehörknöchelchen gewährleistet wird. Die Entzündungen verschlechtern zeitweise das eigene Gehör, da die mechanischen Schwingübertragung durch die entzündlichen Prozesse in ihrem Wirkungsgrad herabgesetzt wird. Dies bewirkt eine vorübergehende Schalleitungsschwerhörigkeit, welche im Großteil der Fälle jedoch nur temporär ist. Ist die Mittelohrentzündung ausgeheilt, bilden sich die Hörprobleme meist wieder von selbst zurück. Dies setzt zugleich voraus, dass das Mittelohr oder das Trommelfell frei von irreversiblen Schäden, welche durch die Mittelohrentzündung durchaus entstehen können, geblieben sind.

In vielen Fällen bleibt eine Bildung des Paukenerguss während der Mittelohrentzündung nicht aus. Dies ist eine Ansammlung von blutiger, eitriger, schleimiger oder seröser Flüssigkeit in der sogenannten Paukenhöhle. Die Paukenhöhle befindet sich direkt unterhalb der Gehörknöchelchen. Die Ansammlung der Flüssigkeit in der Paukenhöhle erschwert zusätzlich die Schwingübertragung, sodass auch sie zu einer zeitweisen Schwerhörigkeit führen können. In der Regel lässt sich eine Mittelohrentzündung jedoch leicht und effektiv behandelt, sodass die Schwerhörigkeit bzw. die Probleme bei der Schallübertragung nur temporär sind.

Wird eine Mittelohrentzündung nicht behandelt, besteht die Schwerhörigkeit weiterhin und kann sich zu einer chronischen Schwerhörigkeit weiterentwickeln. Die chronische Schwerhörigkeit wird durch eine dauerhafte Versteifung der Gehörknöchelchen verursacht, welche wiederum durch die unbehandelten entzündlichen Prozesse herbeigeleitet wird. Die Versteifung der Gehörknöchelchen wird als Sklerotisierung bzw. Otosklerose bezeichnet. Eine Sklerotisierung bzw. Verkalkung der Gehörknöchelchen führt vor allem bei älteren Menschen häufig zu Hörproblemen.

Ebenfalls kann der Amboss von neuralen Problemen des Nervus trigeminus, des 5. Hirnnervs, betroffen sein. Die Seitenäste des Neruvs trigeminus innervieren die meisten Gesichtsmuskeln sowie die Mittelohrmuskeln. Somit reagiert er auch mit dem Stapediusreflex bei sehr lauten Geräuschen. Viele Personen empfinden die Lautunterdrückungen, selbst bei einer niedrigen Unterdrückung, bereits als schmerzhaft. Der Schutzmechanismus der Cochleasinneszellen entfällt deshalb, falls neuronale Probleme mit dem Nervus trigeminus auftreten.

Mittelohrentzündung

Eine Mittelohrentzündung bzw. Otitis media acuta ist eine typische und häufige Erkrankung des Mittelohrs. Sie kann bei Personen jeden Alters und zu jeder Jahreszeit auftreten, wobei vor allem Kinder unter ihr leiden und Personen vermehrt in den Wintermonaten an ihr erkranken. Die Mittelohrentzündung kann sowohl akut wie chronisch auftreten. Bei einer akuten Mittelohrentzündung entzündet sich die Schleimhaut im Mittelohr. Dies geschieht durch Viren, Bakterien und andere Schadstoffe bzw. Toxine. Bleibt die akute Mittelohrentzündung unbehandelt, kann sie sich zu einer chronischen Entzündung weiterentwickeln.

Da das Mittelohr ein luftgefüllter Hohlraum ist, welcher mit einer Schleimhaut ausgekleidet wird, können sich Entzündungen schnell ausbreiten. Der Hohlraum liegt hierbei zwischen Trommelfell und dem Innenohr. Über die Ohrtrompete, einem Luftkanal zwischen Nasenrachenraum und Luftkanal, findet ein Druckausgleich im Mittelohr statt. Eine typische und häufige Ursache Mittelohrentzündungen hängt mit der Ohrtrompete zusammen. Über diese werden Infektionen aus dem Nasen- und Nasenrachenraum fortgeleitet, sodass sich Bakterien im Mittelohr ausbreiten können. Während einer Mittelohrentzündung schwillt die Schleimhaut der Ohrtrompete an und verschließt diese. Die Erreger befinden sich zugleich weiterhin im Mittelohr, wo sie sich daraufhin ungestört ausbreiten und vermehren können.

Die Ursachen für eine Mittelohrentzündung bei Erwachsenen und Kindern sind teilweise unterschiedlich. Häufig verursachen vergrößerte und chronisch entzündete Rachenmandeln bzw. Adenoide bei Kindern diese Krankheit und weitere Infekte der oberen Luftwege. Durch eine Entfernung der Rachenmandeln kann diese Krankheit bei Kindern gut behandelt werden. Tritt eine Mittelohrentzündung vor allem bei Erwachsenen häufig auf, sollte der HNO-Facharzt konsultiert werden. Eine häufige Mittelohrentzündung kann unter anderem durch vergrößerte Rachenmandeln, Funktionsstörungen der Ohrtrompete oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen verursacht werden. Beim HNO-Facharzt wird zudem ein Hörtest durchgeführt, um die Diagnose einzudämmen.

Die Mittelohrentzündung äußerst sich durch eine Vielzahl an Symptomen. Zunächst verspüren die Betroffenen stechende Schmerzen und ein Druckgefühl im Ohr, welches von Kopfschmerzen und einem verminderten Hörvermögen begleitet werden kann. Kinder können zudem unter Erbrechen, Fieber und einem reduzierten Allgemeinzustand leiden. Entsteht eine zu große Menge an Eiter durch die Entzündung, kann das Trommelfell dem Druck nicht mehr standhalten und einreißen. Dies wird durch einen Ausfluss aus dem Ohr sichtbar. Dieser ist zuerst leicht blutig und kann über eine Woche bestehen. Die Trommelfellverletzung muss dennoch nicht sofort durch einen Arzt behandelt werden, da sie oft binnen zwei Wochen von selbst abheilt.

Eine Behandlung der Mittelohrentzündung geschieht meist durch Medikamente. Nasentropfen sorgen dafür, dass die Ohrtrompete frei wird. Antibiotika hingegen töten die entzündungsverursachenden Bakterien ab. Gleichzeitig werden schmerzstillende, fiebersenkende und entzündungshemmende Mittel verschrieben, da die Schmerzen bei einer Mittelohrentzündung durchaus sehr stark werden können. Tritt die Entzündung wiederholt auf, wird häufig ein Paukenröhrchen ins Trommelfell eingesetzt, welches das Mittelohr besser belüftet.

Typische und häufige Krankheiten des Amboss

 

  • Mittelohrentzündung
  • vorrübergehende Schalleitungsschwerhörigkeit
  • Ansammlung von Flüssigkeit in der Paukenhöhle – erschwerte Schwingübertragung
  • chronische Schwerhörigkeit aufgrund unbehandelter Mittelohrentzündung
  • Versteifung der Gehörknöchelchen / Sklerotisierung bzw. Otosklerose
  • neurale Probleme mit dem Nervus trigeminus

Fragen und Antworten zum Amboss

 

Wie wird eine Mittelohrentzündung behandelt?

Die Behandlung einer Mittelohrentzündung besteht standardmäßig in der Verschreibung von Antibiotika und schmerzstillenden Mitteln. Nasentropfen helfen, die Schleimhaut des Nasen- und Rachenraums abschwellen zu lassen und somit die Ohrtrompete wieder frei zu bekommen. Daraufhin kann die Mittelohrschleimhaut Flüssigkeit reabsorbieren. Bakterielle Entzündungen werden mit Antibiotika behandelt. Fiebersenkende, entzündungshemmende und schmerzstillende Mittel beugen den meist sehr starken Schmerzen vor. Diese können flüssig oder als Zäpfchen verschrieben werden. Drohen Komplikationen mit dem Trommelfell wird dieses einer Punktion bzw. Parazentese unterzogen. Hierbei wird die Flüssigkeit aus dem Mittelohr abgesogen, sodass die Schmerzen nachlassen und das Hörvermögen sich verbessert. Tritt die Entzündung wiederholt auf, wird ein kleines Röhrchen, das Paukenröhrchen, ins Trommelfell eingesetzt. Dieses sorgt für eine bessere Belüftung des Mittelohrs. Leiden Kinder häufig unter Mittelohrentzündungen, werden oft die vergrößerten Rachenmandeln im Zuge einer Adenotomie entfernt.

Was ist eine Otosklerose?

Eine Otosklerose ist eine Verknöcherung der Gehörknöchelchen, somit des Hammers, Amboss und des Steigbügels. Die „Ohrverhärtung“ ist eine relativ seltene Krankheit, welche bei lediglich einem Prozent der Bevölkerung auftritt. Die fortschreitende Krankheit betrifft sowohl Mittel- wie Innenohr. In einigen Fällen bleibt die Otosklerose für lange Zeit unerkannt. Typisch für diesen Zeitraum ist eine verursachte Schwerhörigkeit. Durch Knochenwucherungen kann eine Otosklerose sogar eine vollkommene Taubheit verursachen.

Wie wird eine Otosklerose verursacht?

Da es sich bei der Otosklerose um eine degenerative Erkrankung handelt, welche zahlreiche Ursachen besitzt, kann die Krankheit nicht wesentlich verhindert werden. Die primäre Ursache für eine Otosklerose ist bis heute nicht eindeutig bekannt. Häufig wird sie durch Entzündungen und virale Infektionen ausgelöst. Auch Masern, Röteln und Mumps sind mögliche Auslöser. Auch Autoimmunprozesse können eine Otosklerose verursachen. Das körpereigene Immunsystem reagiert hierbei auf den eigenen Körper allergisch und bekämpft ihn somit. Ebenfalls können erbliche Komponente die Otosklerose zur Folge haben. Häufig tritt die Krankheit in Familien auf, in welchen andere Familienmitglieder ebenfalls an Otosklerose erkrankt sind. Zugleich verursacht der Hormonhaushalt manchmal die Otosklerose, wobei vor allem Frauen von der Krankheit betroffen sind. Schwangere und Frauen, welche Kontrazeptiva wie die Antibabypille einnehmen, gelten dabei als Risikogruppe.

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