Home » Wirkstoffe » Antibabypille

Antibabypille

by Danaae

pillen , antibabypillen, die Pille, Verhütungspille, Minipille, Kombinationspille , kontrolle , geburt , empfängnisverhütung , schwangerschaft , verhütungsmittel , medizinische , weiblich , schutz , prävention , eisprung , sex , hormon , gesundheit , mündliche , frauen , sexuellen , sicherheit , methoden , menstruation , liebe

Die Antibabypille (oder einfach „die Pille“) gehört zu den beliebtesten und sichersten Methoden zur Schwangerschaftsverhütung. Dabei wird vor allem zwischen der Minipille und der Kombinationspille unterschieden.

Die Verhütungspille bietet bei richtiger Anwendung eine nahezu 100-prozentigen Schutz, es sind jedoch auch Nebenwirkungen möglich. So ist zum Beispiel das Risiko für Thrombosen erhöht. Was sind also die Vorteile und was die Nachteile der Anti-Baby-Pille?

Die Pille (Antibabypille)

Die Antibabypille, auch Verhütungspille oder einfach „die Pille“ genannt, gehört zu den verbreitetsten und zuverlässigsten Verhütungsmitteln. Ihre Wirkung ist auf die enthaltenen Hormone zurückzuführen, welche über mehrere Mechanismen eine Schwangerschaft verhindern.

Verhütungspillen sind deutlich sicherer als beispielsweise Kondome, dafür schützen sie jedoch nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Bei Kondomen wird von einer mechanischen Verhütung oder Barrieremethode gesprochen, während Antibabypillen hormonelle Kontrazeptiva (Verhütungsmittel) sind.

Es existieren verschiedene Sorten der Pille, welche wiederum unter vielen Marken erhältlich sind. So gibt es etwa die Minipille, welche als Wirkstoff Gestagen enthält und daher auch als Gestagenpille bezeichnet wird. Hiervon abzugrenzen ist die sogenannte Kombinationspille, die neben dem Gestagen noch ein Östrogen beinhaltet und heutzutage auch synonym als Mikropille bezeichnet werden kann.

Weiterhin gibt es sogenannte Einphasen- und Zweiphasen- bzw. Mehrphasenpillen. Die meisten Frauen verwenden Einphasenpillen, bei denen jede Pille die gleichen Wirkstoffe und Wirkstoffkonzentrationen enthält.

Welche Pille sich am besten für Sie eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die unterschiedlichen Arten der Antibabypille haben sowohl Vor- als auch Nachteile und können abhängig von der Art des Präparats auch zu ernsten Nebenwirkungen führen.

So erhöhen Verhütungspillen u. a. etwa das Risiko für Thrombosen und Gebärmutterkrebs. Das Risiko für Eierstockkrebs und Gebärnutterschleimhautkrebs wird hingegen gesenkt.

Die Antibabypille wird darüber hinaus nicht ausschließlich zur Verhütung verwendet; sie kann beispielsweise auch Frauen, welche an Menstruationsbeschwerden wie PMS, an Akne oder einer übermäßigen Körperbehaarung leiden, verschrieben werden.

Wie funktioniert die Verhütungspille?

Antibabypillen enthalten bestimmte Hormone, welche den Vorgang einer Empfängnis unterbinden und so vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen. Aus diesem Grund wird die Pille auch als hormonelles Kontrazeptivum (Konzeption = Empfängnis) bezeichnet.


Funktion & Wirkung

Was passiert, wenn man die Pille nimmt?

Abhängig von der Art der Pille, die Sie einnehmen, wird das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter, das Einnisten einer befruchteten Eizelle und/oder der Eisprung verhindert. Die Pille schützt also auf mehrere Weisen gleichzeitig vor einer Empfängnis.

Behandlung Gynäkologie Gebärmutter

3D Darstellung der Gebärmutter

Antibabypillen ahmen eine Schwangerschaft nach. Während der Schwangerschaft werden nämlich größere Mengen an Schwangerschaftshormonen produziert, welche eine weitere Empfängnis unterbinden. Eben jene Hormone sind in den Verhütungspillen enthalten.

Die Sexualhormone Östrogen und Gestagen lösen abhängig von ihrer Konzentration unterschiedliche Mechanismen aus. Je nachdem, in welcher Phase des Menstruationszyklus sich eine Frau befindet, werden also andere Mengen an Östrogen und Gestagen produziert. Ebenso verändern sich die Hormonkonzentrationen nach einer Befruchtung.

Wenn man die Pille nimmt, werden also – ebenso wie nach einer Befruchtung der Eizelle – bestimmte Mechanismen eingeleitet, die der Reifung des Embryos dienen sollen und eine weitere Empfängnis verhindern.

Die Pille schützt mehrfach vor einer Schwangerschaft:

  • Durch die Einnahme der Pille wird die Konsistenz vom Schleim des Gebärmutterhalses (Zervix) verändert, was den Spermien ein Eindringen in die Gebärmutter erschwert.
  • Außerdem kommt es auch zu Veränderungen an der Gebärmutterschleimhaut. Sollte es also dennoch zu einer Befruchtung kommen, kann sich die Eizelle nicht dort einnisten.
  • Die Kombinationspille kombiniert ein Gestagen mit einem Östrogen. Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Wirkungen verhindert sie daher auch die Reifung der Ovarialfollikel (Eibläschen) und somit auch den Eisprung. Dies macht eine Befruchtung unmöglich. Sollte es dennoch zu einer Reifung einer Eizelle kommen, greifen die anderen Mechanismen.
  • Die Minipille enthält als Wirkstoff ausschließlich ein Gestagen und kein Östrogen. Aus diesem Grund unterdrückt die herkömmliche Minipille nicht den Eisprung. Es gibt jedoch Ausnahmen: neuere Minipillen, welche Desogestrel enthalten, unterdrücken – wie auch die Kombi-Pillen – ebenfalls den Eisprung.

Sicherheit & Pearl-Index

Wie sicher ist die Pille? Der Pearl-Index

Der sogenannte Pearl-Index ist ein Maß, das angibt, wie sicher ein Verhütungsmittel vor einer ungewollten Schwangerschaft schützt. Ein Pearl-Index von 1 bedeutet, dass innerhalb eines Jahres eine von 100 Frauen trotz der Verhütung schwanger wurde. Je geringer der Wert ist, desto sicherer ist also ein Verhütungsmittel.

Es wird außerdem in einen Mindest- und einen Höchstwert unterschieden. Der minimale Wert gibt die Zuverlässigkeit der Verhütungsmethode bei idealer Anwendung an, während der maximale Wert auch die Anwendungsfehler berücksichtigt, welche im Alltag üblich sind.

Pearl-Index:

  • Ohne Verhütung = 30 bis 85
  • Kondom = 2 bis 12
  • Kombinationspille (Östrogen-Gestagen-Pille) = 0,1 bis 1,0
  • Minipille (Gestagen-Pille) = 0,14 bis 4,3

Bei der Verwendung eines Kondoms werden also 2 bis 12% der Frauen innerhalb von einem Jahr schwanger. Bei der Kombinationspille sind es hingegen nur 0,1 bis 1 Prozent.


Arten & Sorten

Was gibt es für Antibabypillen?

Es gibt folgende Pillen Sorten:

  • Kombinationspille (Östrogen-Gestagen-Pille)
    • Einphasenpille
    • Mehrphasenpille
  • Minipille (Gestagen-Pille)

Die Kombinationspille

Kombinationspille

– Auch Östrogen-Gestagen-Pille oder kurz Kombi-Pille oder Mikropille

Kombinationspräparate enthalten als Wirkstoffe sowohl Östrogene als auch Gestagene. Früher enthielt die klassische Antibabypille größere Mengen an Hormonen, wodurch auch die möglichen Risiken und Nebenwirkungen deutlich wahrscheinlicher waren.

Antibabypille, Anti-Baby-Pille, die Pille, Verhütungspille, Verhütungsmittel, hormonelle Kontrazeptiva, orale Kontrazeption, Verhütung

Die erste Antibabypillen waren hoch dosiert – Medea7, Antibabypille 2, CC BY-SA 3.0

Als Mikropillen (nicht zu verwechseln mit der Minipille) werden alle Kombinationspillen bezeichnet, welche eine Östrogenkonzentration von unter 50 Mikrogramm (μg) enthalten. Da dies bei allen heutzutage gängigen Antibabypillen der Fall ist, gilt der Begriff Mikropille mittlerweile als Synonym.

Kombipillen lassen sich weiterhin in Ein- und Mehrphasenpräparate unterteilen, welche einen untereinander gleichwertigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bieten (Pearl-Index = 0,1 bis 1,0):

  • Einphasenpillen: Einphasenpräparate, auch monophasische Kombinationspillen, enthalten eine fixe Wirkstoffkombination. Die Mengen an Östrogen und Gestagen sind hierbei also in jeder Pille aus einer Packung gleich. Sie werden typischerweise 21 Tage nacheinander eingenommen, danach folgt eine 7-tägige Einnahmepause bzw. eine siebentägige Einnahme von Placebo-Tabletten.
  • Mehrphasenpillen: Bei Zwei- oder Dreiphasenpillen enthalten die verschiedenen Pillen unterschiedliche Wirkstoffe bzw. Wirkstoffkonzentrationen. Dadurch sollen die natürlichen hormonellen Veränderungen während des Monatszyklus nachgeahmt werden. Da ihre Einnahme etwas komplizierter ist, kommt es häufiger zu Einnahmefehlern.
    • Bei Zweiphasenpillen enthalten die ersten 7 Pillen (1. Phase) höher dosiertes Östrogen und niedriger dosiertes Gestagen. Bei den nachfolgenden 14 Pillen (2. Phase) wird die Gestagen-Konzentration erhöht, während die Menge an Östrogen gleich bleibt.
    • Bei Dreiphasenpillen enthalten die ersten 6 Pillen (1. Phase) niedrig dosiertes Gestagen und Östrogen. Daraufhin folgen 5 bis 6 Pillen (2. Phase), bei denen die Hormonkonzentration erhöht wird. Bei den letzten Pillen (3. Phase) wird die Menge an Gestagen erhöht und die der Östrogene verringert.

Die Minipille

Minipille

, auch Gestagenpille

Die Minipille enthält als Wirkstoff ausschließlich Progestin, also ein synthetisch hergestelltes Gestagen (Schwangerschaftshormon). Aus diesem Grund wird sie auch als Gestagen-Pille bezeichnet.

Bei der Minipille wird keine Einnahmepause eingelegt. Die Einnahme erfolgt also täglich und zwar immer zur gleichen Zeit; bereits kleinere Abweichungen in der Einnahmezeit können die Sicherheit der Pille beeinträchtigen.

Da die Einnahme der herkömmlichen Minipille (mit Levonorgestrel) deutlich mehr Disziplin bedarf, kommt es häufiger zu Einnahmefehlern. Außerdem wird hierbei nicht zusätzlich noch der Eisprung gehemmt. Somit ist die herkömmliche Minipille mit einem Pearl-Index von bis zu 1,17 bis 4,3 deutlich unsicherer als die Kombinationspille (Pearl-Index 0,1 bis 1)

Allerdings gibt es mittlerweile neuere Minipillen, welche das Gestagen Desogestrel enthalten. Desogestrel-haltige Minipillen hemmen, wie auch die Kombi-Pillen den Eisprung und sind daher genau so sicher (Pearl-Index von 0,14).

Außerdem erlauben die neuen Minipillen ebenso wie die Kombinationspräparate mehr Einnahmefehler: auch bei mehrstündigen Abweichungen der Einnahme-Uhrzeit ist also weiterhin ein sicherer Empfängnisschutz gegeben.


Beste Pille?

Welche Pille ist die beste?

Welche Pille am besten ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  • Herkömmliche Minipillen sind in Bezug auf den Empfängnisschutz weniger sicher als die Kombinationspillen. Minipillen mit Desogestrel schützen jedoch genau so gut vor einer ungewollten Schwangerschaft.
  • Kombinationspillen werden generell häufiger verschrieben, da sie in den meisten Fällen einfacher einzunehmen sind und bspw. auch bei einer verspäteten Einnahme noch einen sicheren Schutz gewährleisten.
  • Kombinationspräparate eignen sich darüber hinaus auch am besten für Frauen, die an einem Androgenüberschuss, also an Symptomen wie Akne, einer übermäßigen Behaarung und/oder Haarausfall leiden. Betroffene Frauen können zur Behandlung sogenannte antiandrogene Antibabypillen einnehmen, da diese den Überschuss an männlichen Sexualhormonen (Androgenen) senken, welche genannte Probleme verursachen.
  • Thrombose-Risiko:
    • Bei der Kombi-Pille ist das Risiko für die Entwicklung von Thrombosen und Embolien höher als bei Minipillen.
    • Antibabypillen mit Gestoden, Desogestrel oder Drospirenon haben dabei das höchste Thrombose-Risiko
    • Es folgen Pillen mit Etonogestrel und Norelgestromin
    • Als am sichersten gelten Pillen mit Levonorgestrel, Norgestimat und Norethistero
    • Zu den Wirkstoffen Chlormadinon, Dienogest und Nomegestrol sind die Daten hingegen unzureichend für eine Einschätzung

Die Minipille

gilt vor allem als alternative für Frauen, bei denen Östrogene kontraindiziert sind (Gegenanzeige). Dies ist u. a. der Fall bei:

zigarette , rauch , glut , asche , brennt , brennend , rauchend, tabak, rauch

Bei Raucherinnen eignet sich die Minipille besser

  • Raucherinnen
  • Bluthochdruck
  • Bekannter Neigung zu Thrombosen
  • Frauen in der Stillzeit
  • Frauen, die zuvor an östrogenabhängigen Tumoren gelitten haben

Welche Pille hat die wenigsten Nebenwirkungen?

Die Minipille ist insgesamt nebenwirkungsärmer als die Kombinationspille. Ob Minipillen mit Levonorgestrel oder Desogestrel sicherer sind, ist noch unklar. Allerdings empfehlen Experten, Minipillen mit Levonorgestrel zu bevorzugen (hierbei ist jedoch ein unzuverlässigerer Schwangerschaftsschutz gegeben).

In Studien zu den Kombinationspillen, welche zusätzlich zu dem Gestagen noch ein Östrogen enthalten, schnitten jene mit Desogestrel nämlich schlechter ab.


Vorteile & Nachteile

Ist die Pille gut oder schlecht?

Die Antibabypille zählt zu den sichersten Methoden zur Empfängnisverhütung. Allerdings birgt die Einnahme der Pille auch verschiedene Risiken.

Was sind die Vorteile der Pille?

  • Die Antibabypille bietet einen nahezu hundertprozentigen Schutz, wenn sie genau nach Anweisungen eingenommen wird
  • Sie kann Menstruationsbeschwerden wie etwa Regelschmerzen lindern (Kombinationspille)
  • Durch die Einnahme der Pille fällt die Monatsblutung meist kürzer und schwächer aus. Die Blutung ist regelmäßig und planbar (während der Einnahmepause bei der Kombinationspille). Allerdings sind auch Zwischenblutungen möglich (vor allem bei der Minipille)
  • Durch die Einnahme der Pille ist das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und Eierstockkrebs geringer
  • Die Pille kann zu einer Verbesserung des Hautbilds führen und bei Akne helfen (Kombinationspille)

Welche Nachteile hat die Pille?

  • Die Pille muss regelmäßig eingenommen werden, um vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen (im Gegensatz zu beispielsweise Spiralen oder Dreimonatsspritzen).
  • Durch die Einnahme der Pille erhöht sich das Risiko für Thrombosen, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs
  • Die Antibabypille schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten
  • Es kann zu teils schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen

Anwendung & Einnahme

Einnahme der Pille – Worauf achten?

Haben Sie zuvor nicht hormonell verhütet, sollten Sie am ersten Tag Ihrer Monatsblutung mit der Einnahme der Pille beginnen. Dies gilt sowohl für Kombinationspillen als auch für Minipillen. Die weitere Einnahme der Pille variiert je nach Art des Präparats.

Einnahme der Minipille:

  • Die Minipille wird jeden Tag, also alle 24 Stunden, eingenommen. Es gibt also keine Einnahmepause; ist eine Packung leer, wird also direkt mit der nächsten begonnen.
  • Minipillen mit dem Wirkstoff Levonorgestrel müssen sehr regelmäßig eingenommen werden. Bereits bei kleinen Abweichungen in der Einnahmezeit (maximal 3 Stunden) kann der Empfängnisschutz nicht mehr gewährleistet werden.
  • Bei Minipillen mit dem Wirkstoff Desogestrel ist ein Schwangerschaftsschutz auch dann noch gegeben, wenn Sie die Pille einmal (bis zu 12 Stunden) zu spät einnehmen.

Einnahme der Kombinationspille:

Antibabypille, Anti-Baby-Pille, die Pille, Verhütungspille, Verhütungsmittel, hormonelle Kontrazeptiva, orale Kontrazeption, Verhütung, Kombinationspille, Mehrphasenpille

Tristanb at English Wikipedia, Pillpacketopen, CC BY-SA 3.0

  • Bei der Kombinationspille (Einphasenpräparate) erfolgt die Einnahme üblicherweise täglich (alle 24 Stunden) für 21 Tage infolge.
    • Bei den Mehrphasenpräparaten muss die vorgeschriebene Reihenfolge eingehalten werden, die Pillen müssen also genau wie beschrieben eingenommen werden, da die einzelnen Pillen unterschiedliche Wirkstoffe und Wirkstoffkonzentrationen enthalten. Ihre Farben unterscheiden sich zur besseren Übersichtlichkeit.
  • Daraufhin legen Sie eine 7-tägige Einnahmepause ein. Einige Präparate enthalten stattdessen auch 7 Placebo-Pillen, um die Einnahme zu erleichtern.
  • Haben Sie die Einnahme Ihrer Kombinationspille einmalig vergessen, können Sie diese innerhalb von 12 Stunden nachholen. Sind mehr als 12 Stunden vergangen, ist ggf. kein sicherer Schwangerschaftsschutz mehr gegeben.

Ab wann wirkt die Pille?

Die Pille wirkt ab dem ersten Tag der Einnahme. Dies gilt sowohl für die Minipille als auch für die Kombinationspille.


Risiken & Nebenwirkungen

Welche Risiken und Nebenwirkungen hat die Antibabypille?

Da es sich bei der Pille um ein Arzneimittel handelt, kann es – wie bei jedem Medikament – zu Nebenwirkungen kommen. Zwar gibt es auch einige schwerwiegende Risiken, in den allermeisten Fällen sind die Nebenwirkungen jedoch geringfügig und harmlos.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Pille gehören:

  • Libido-Veränderungen (sowohl Erhöhung als auch Absenkung möglich)
  • Migräne
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Stimmungsveränderungen
  • Übelkeit und Erbrechen

In seltenen Fällen kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Leberfunktionsstörungen
  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  • Thrombosen
  • ggf. erhöhtes Risiko für Suizidversuche (entsprechende Studie evtl. Fehlerhaft)
  • ggf. Gewichtszunahme (dies gilt neueren Studien zufolge als veraltet)

Darüber hinaus kann die Pille das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen:

Allerdings ist hierbei die Datenlage unklar, da viele Studien nur mit älteren Wirkstoffen durchgeführt wurden.

Thromboserisiko

Murcumar D-Dimer, Darstellung einer Bein-Thrombose

Das Risiko für Thrombosen ist je nach Wirkstoffen unterschiedlich stark ausgeprägt und am höchsten bei 50 μg Ethinylestradiol in Kombination mit Levonorgestrel (Risiko ist um das 5,2-fache erhöht). Je niedriger die Östrogen-Konzentration ist, desto geringer auch das Thromboserisiko.

Bei den weiteren Kombinationen mit Östrogenen sind folgende Daten gegeben (betroffene Frauen von 10.000):

  • Levonorgestrel, Norgestimat oder Norethisteron (5 bis 7)
  • Etonogestrel oder Norelgestromin (6 bis 12)
  • Gestoden, Desogestrel oder Drospirenon (9 bis 12)
  • Chlormadinon, Dienogest oder Nomegestrol (Datenlage unzureichend)

Wechselwirkungen (Interaktionen)

Wechselwirkungen zwischen der Antibabypille und anderen Medikamenten

Wird die Pille gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen, kann es zu Wechselwirkungen kommen. In einigen Fällen ist bei Interaktionen von der Einnahme eines der Medikamente abzusehen bzw. eine Alternative zu finden. In anderen Fällen kann die Dosierung angepasst werden, um negative Auswirkungen zu verhindern.

Zu den Wechselwirkungen der Antibabypille gehören:


Kontraindikation (Gegenanzeigen)

Wann darf die Pille nicht eingenommen werden?

Die Antibabypille darf in folgenden Fällen nicht oder nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingenommen werden, da eine Kontraindikation (Gegenanzeige) besteht:

Krankheiten Arterielle Hypertonie Hausmittel gegen Bluthochdruck Blutdruckmessgerät Celebrex 200mg Mikroalbumin / Creatinin Quotient, Sartane, AT1-Antagonisten, Bluthochdruck

In bestimmten Fällen darf die Pille nicht eingenommen werden


Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie in folgenden verwandten Ratgebern:

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns: