Masern

Masern

MasernUnter Masern versteht man eine akute Infektionserkrankung, welche das Masernvirus verursacht und häufig bei Kindern auftritt. Charakteristisch für die Masern ist der Hautausschlag am ganzen Körper und das grippeähnliche Vorstadium.
Aufgrund der lebenslangen Immunität des Masernvirus kann man nur einmal daran erkranken. Die Erkrankung kann in schlimmeren Fällen auch zu Mittelohr- oder Lungenentzündung führen.

Steckbrief: Masern

  • Name(n): Masern; Morbilli
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: Weltweit (Schwerpunkt Entwicklungsländer; insbs. Afrika)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Viren (Masernvirus)
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 450.000 pro Jahr (Zahlen rückläufig)
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Kinderarzt; Pneumologe; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – A00-B99 – B00-B09 – B05 ff.

Was sind Masern?

Bei Masern, die man im Fachjargon auch als „Morbilli“ bezeichnet, handelt es sich um eine primär bei Kindern vorkommende Erkrankung, die schon seit den frühesten Tagen menschlicher Geschichte bekannt ist. Dieses durch Viren verursachtes Leiden war noch vor einigen wenigen Jahrzehnten sehr weit verbreitet. Heutzutage allerdings trifft man es kaum noch an. Dank moderner Impfstoffe und Impftechniken, ist es beinahe vollkommen zu vermeiden. Gerade darum ist es wichtig, dass Eltern ihre Pflicht den eigenen Kindern und der Gesellschaft gegenüber wahrnehmen und ihre Kinder impfen lassen. Bleibt solches aus, schadet man nicht nur dem eigenen Nachwuchs, sondern gefährdet potentiell auch andere Personen.

Zumeist äußert sich dieses in unseren Breiten beinahe ausgestorbene Leiden mit zunächst an eine Grippe erinnernde Symptomen. Diese beinhalten unter anderem einen sehr widerborstigen Husten, eine laufende Nase, entzündete Augen sowie eine trockene und / oder entzündete Kehle. Darüber hinaus stellen sich in beinahe allen Fällen auch noch Fieber Fieber und der für die Krankheit so typische rote und an Blasen erinnernde Ausschlag ein. Damit ist die vorliegende Erkrankung gerade zu beginn eher schwer von einer normalem Grippe zu unterscheiden, was in einigen wenigen Fällen dazu führen kann, dass der behandelnde Arzt zunächst eine fehlerhafte Diagnose stellt.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den Masern um eine Erkrankung, die primär die kleinsten, also Kinder, befällt. Erwachsene sind lediglich in so verschwindend geringen Fällen von diesem Leiden betroffen, dass sie es kaum in die Statistiken schaffen. Man sollte jedoch die Gravitude der Krankheit nicht vernachlässigen. Betroffene Kinder können durch die Masern sehr stark leiden und dieser Krankheit sogar komplett erliegen, also sterben.

Dennoch sollte man an dieser Stelle der Vollständigkeit halber anführen, dass die durch Masern ausgelösten jährlichen Tode stets und stetig zurückgehen und das auf globalem Niveau. Insbesondere lässt sich dieser als glücklich anzusehende Umstand auf die Tatsache zurückführen, dass dieses Übel durch eine Impfung beinahe komplett auszuschließen ist. Unter den nicht-geimpften kommt es jedoch jährlich zu mehr als 100.000 Todesfällen, die direkt auf Masern zurückzuführen sind. Die meisten Toten sind dabei fünf Jahre oder jünger.

Welche Ursachen führen zu Masern?

Der Erreger kann nur bei Menschen die Krankheit auslösen und befällt vor allem Nerven- und Immunsystemzellen. Die Inkubationszeit (Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt ca. acht bis zehn Tage. Die Übertragung der Erreger geschieht durch Tröpfchen, beispielsweise durch Niesen oder Husten. Über die Bindehaut der Augen und die Atemwegsschleimhaut gelangt dieser in den Körper. Um sich anzustecken reicht schon ein sehr kurzer Kontakt mit einer Erkrankten Person aus.

Hierbei muss man sich vorstellen, dass die Viren, sobald sie den Wirt befallen haben, sich zunächst in den Schleimhäuten der Nase und der Kehle festsetzen und sich dort replizieren. Der Körper ist gegen diese spezielle Art der Viren zumeist machtlos und also nicht imstande dazu, die Erreger durch eigene Kraftanstrengungen abzuwehren.

Die Übertragung findet, wie soeben erwähnt, zumeist im Rahmen einer sog. „Tröpfcheninfektion“ statt. Bei dieser übertragen sich Körpersekrete direkt von einen auf den anderen Menschen. Dies geschieht meistens dann, wenn man von einer infizierten Person angeniest oder angehustet wird. Nicht zuletzt darum ist es von äußerster Wichtigkeit, dass man immer daraus achtet, die nötigen hygienischen Maßregeln zu treffen und erkrankten Personen nicht zu nahe zu kommen, bzw. selbst anderen Personen nicht zu nahe zu kommen, wenn man selbst von einer Krankheit betroffen ist. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein Gebot der Höflichkeit, das jedem klar sein sollte, sondern auch um ein effektives Mittel der Vorbeugung.

Darüber hinaus kann sich die Krankheit aber auch mittels einer Schmierinfektion übertragen. Eine solche liegt dann vor, wenn eine bereits infizierte Person Gegenstände berührt und diese dadurch mit den entsprechenden Keimen kontaminiert. Berührt nun ein gesundes Individuum diesen kontaminierten Gegenstand kann es dazu kommen, dass auf diesem Weise eine Ansteckung vorkommt. Darum sollte man auch diesbezüglich stets Vorsicht walten lassen. Durch häufiges Waschen der Hände usw. lässt sich eine Tröpfcheninfektion jedoch in den meisten Fällen ausschließen.

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