Mumps

Steckbrief: Mumps

  • Name(n): Mumps; Ziegenpeter; Tölpel
  • Art der Krankheit: Virusinfektion
  • Verbreitung: Weltweit (In Europa inzwischen sehr selten)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Beinahe immer
  • Art des Auslösers: Mumps Viren (Paramyxovirus parotitis)
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Kinderarzt; Hausarzt
  • ICD-10 Code(s): b26.0 – b26.3; b26.8 u. b26.9

ÜBERSCHRIFT
Mumps
als Mumps bezeichnet man eine ansteckende Virusinfektion, die sehr häufig Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 15 Jahren befällt. Aber auch Erwachsene können sich anstecken.Ein Merkmal für diese Krankheit ist die entzündliche Schwellung der Ohrspeicheldrüse.

Bei Jungen und Männern kann die Krankheit zu Hodenentzündungen führen, welche Unfruchtbarkeit als Folge hervorrufen kann. Bei Frauen sind Eierstockentzüdungen mögliche Anzeichen der Krankheit.

Außerdem kommt es vermehrt vor, dass sich die Bauchspeicheldrüse, die Hirnhäute und das Gehirn entzünden. Wer die Krankheit einmal hatte, ist in der Regel ein Leben lang immun dagegen, bekommt sie also nie wieder.

Definition Mumps

Bei Mumps handelt es sich um eine virale Infektion, die durch den gleichnamigen Mumps Virus ausgelöst wird. Zu den gängigeren initialen Symptomen der vorliegenden Erkrankung gehören unter anderem Fieber, schmerzende Muskeln, Kopfschmerzen und ein erhöhtes Müdigkeitsgefühl. Hernach kommt es zu der typischen Schwellung der Parotitis, sprich der Ohrspeicheldrüse oder gar beider Ohrspeicheldrüsen auf einmal. Diese Schwellungen können derart stark ausgeprägt sein, dass es zu faustgroßen Ausdehnungen der Haut kommt. Diese „dicken Backen“ sind sehr typisch für den Ziegenpeter und gelten als klares Definitionskriterium für das Vorliegen der Krankheit.

Nach einer Ansteckung mit dem Mumps Virus kommt es zunächst zu einer realtiv langen Inkubationszeit. Das heißt, dass der Abstand zwischen der Ansteckung mit dem Erreger und dem eigentlichen Ausbruch der Krankheit vergleichsweise groß ist. Bei Mumps kann man in etwa davon ausgehen, dass sich erste Symptome erst nach etwa 16 oder gar 20 Tagen einstellen. Nach einem Ausbruch ist es etwa mit einer Dauer der Erkrankung zwischen sieben und und vierzehn Tagen zu rechnen. Abhängig von der Konstitution des betroffenen Kindes. Kinder mit besonders starkem Immunsystem werden erfahrungsgemäß sehr viel schneller und leichter mit dem Ziegenpeter fertig, als generell eher kränkliche Kinder.

Darüber hinaus ist es erwähnenswert, dass nicht alle Infektionen mit dem Mumps Virus, selbst dann, wenn die Ansteckung erfolgreich war, tatsächlich von Symptomen begleitet werden. Es ist durchaus möglich, dass man zwar an der vorliegenden Erkrankung leidet, diese aber für den betroffenen vollends ohne Symptome verläuft. Für den Erkrankten ist das sicherlich gut, für dessen Umfeld allerdings weniger. Sollte dies nämlich der Fall sein, weiß er oftmals nicht darum, dass er Krank ist und kann keine dementsprechenden Vorsichtsmaßnahmen treffen, die eine Ansteckung unbeteiligter Dritter vermeiden könnte.

Des Weiteren sollte man nicht davon ausgehen, wie es sehr viele Menschen tun, dass es sich bei der Mumps um eine Krankheit handelt, die ausschließlich Kinder befallen kann. Sicherlich ist es wahr, dass dieses Leiden weitaus häufiger Kleinkinder und Kinder befällt, als adulte Individuen, nichtsdestotrotz aber kann es auch diese erwischen. Tritt dieser Fall ein, sollte man sich auf eine besonders schwere Erkrankung einstellen. Denn Erwachsene sind von diesem Leiden oftmals wesentlich stärker betroffen als Kinder. Die Gründe hierfür sind noch nicht gänzlich ausgeforscht, dennoch kann man diesen Umstand als Fakt betrachten.

Komplikationen bleiben bei der Mumps auch nur sehr selten aus. Im Laufe der Krankheit kommt es unter anderem mehr oder weniger zu einer Meningitis, einer Pancreatitis oder sogar zu einem Verlust des Gehörs, der unter anderem dauerhafter Natur. Seltener kann es auch zu einer massiven Entzündung der Testikeln, sprich des Hodens kommen. Eine solche führt nicht selten zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit des Betroffenen. Unter dieser Komplikationen leiden besonders häufig erwachsene Männer, die an Mumps erkrankt sind. Nicht alleine deswegen ist es notwendig, sich so schnell als irgend möglich in Behandlung zu begeben, wenn man vermutet, man könnte an Ziegenpeter leiden.

Mumps ist eine hochgradig ansteckende Krankheit, die sich mit einer immensen Geschwindigkeit verbreiten kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Lebensverhältnisse beengt sind und man sich nur sehr schwer aus dem Weg gehen kann. Wie es beispielsweise in Schulen, Kindergärten und Tageshorten oftmals der Fall ist, aber auch Büros und dergleichen können so schnell zu einer Falle werden.

Verbreitet wird das Mumps Virus entweder mittels einer Tröpfcheninfektion oder, gleichwohl seltener, mittels einer Schmierinfektion. Auch der der direkte Umgang mit einer bereits betroffenen Person führt nicht selten zu einer sofortigen Ansteckung mit dem Virus. Vorsicht ist darum immer und überall geboten. Ebenfalls sollte man an dieser Stelle kurz bemerken, dass lediglich Menschen die vorliegende Krankheit bekommen und / oder übertragen können. Damit muss man nicht etwa fürchten, sich durch den Kontakt mit einem Tier anzustecken oder das eigene Leiden auf ein geliebtes Haustier zu übertragen.

Betroffene Personen sind darüber hinaus relativ lange ansteckend für andere. Es ist davon auszugehen, dass sie die Krankheit nach etwa einer Woche nach der initialen Ansteckung an andere weitergeben können – auch dann, wenn sie selbst (noch) keine Symptome verspüren. Und selbst etwa eine Woche nach Abklingen der Symptome ist noch eine Gefahr der Übertragung vorhanden. Darum sollte man nichts überstürzen und sich nach Möglichkeit nicht zu früh in den Alltag zurückstürzen, auch sollte man den Nachwuchs nicht zu früh zurück in Schule oder Kindergarten entlassen. Damit setzt man seine Umwelt nur unnötigen Gefahren aus. Und daran sollte niemandem gelegen sein.

Nach einer erfolgreich überstanden Infektion mit dem Mumps Virus ist man normalerweise für den Rest seines Lebens immun gegen dieses Leiden. Dennoch ist eine neuerliche Infektion nicht gänzlich auszuschließen. Allerdings gilt es an dieser Stelle zu bemerken, dass, sollte es doch noch einmal wider Erwarten zu einer Infektion kommen, dass die zu erwartenden Symptome sehr mild, wenn überhaupt merklich verlaufen.

Leider kommt es aufgrund des oben genannten Phänomens einer etwaigen Neuansteckung häufiger zu Fehldiagnosen. Die meisten Mediziner gehen berechtigterweise davon aus, dass ein Patient immun gegen Mumps ist, wenn er bereits einmal daran litt. Typische Symptome können darum bei einer neuerlichen Ansteckung bisweilen falsch gedeutet werden. Das verzögert nicht nur die Heilung, sondern kann im schlimmsten Falle auch zu einer fehlerhaften Therapie und / oder Langzeitschäden führen, wie sie weiter oben im Text bereits benannt wurde. Nicht selten geht der behandelnde Mediziner schlicht davon aus, es handle sich um eine wie auch immer geartete Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Darum sind bei verdächtigen Fällen weitergehende klinische Tests notwendig. Das kann zwar zu gewissen Unannehmlichkeiten führen, sorgt aber alles in allem dafür, dass es nicht zu einer fehlerhaften Diagnose kommt. Das sollte im Interesse eines jeden Patienten liegen.

Glücklicherweise handelt es sich bei Mumps um eine Krankheit, gegen die man sich erfolgreich impfen lassen kann. Die meisten Länder mit einer guten medizinischen Infrastruktur bieten diese Impfung in ihrem Programm an – ähnlich wie auch Impfungen gegen Masern, Röteln oder andere Varizellen Erkrankungen. In Ländern, in denen eine Impfung gegen Mumps nicht Pflicht ist oder die es eher lax mit Impfungen nehmen, kommt es natürlicherweise weitaus häufiger zu Ausbrüchen des vorliegenden Leidens. Bisweilen sogar zu regelrechten Wellen. Auch ältere Personen sind dort weitaus häufiger betroffen, als in unseren Breiten. Das stelle, aus den oben genanten Gründen, eine immense Gefahr dar. Nicht zuletzt deswegen ist es von absoluter Notwendigkeit, sich gegen dieses Leiden impfen zu lassen, insofern dazu die Möglichkeit besteht. Wer von dieser Maßnahme aus leichtfertigen Gründen absieht, gefährdet nicht nur sich selbst und seinen Nachwuchs, sondern auch den Rest der Bevölkerung. Das sollte es einem nicht wert sein. Auch sollte man sich an dieser Stelle nicht von der Propaganda der „Anti Waxxer“ Bewegung einlullen lassen. Deren idiotische Thesen stützen sich auf keine medizinisch nachvollziehbaren Studien. Menschen die der Impfpflicht nicht nachkommen, spielen mit dem Feuer.

Die Behandlung von Ziegenpeter ist nicht spezialisiert. Das heißt kurzum, dass man die Krankheit schlicht aussitzen muss und sich bestenfalls mit allgemeinen Schmerzmitteln helfen kann. Lediglich bei speziellen Nebensymptomen des Leidens können spezifischere Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen. Bei besonders schweren Fällen ist es darüber hinaus, wenngleich sehr selten der Fall, notwendig, dass der Betroffene stationär betreut werden muss. Die Mortalitätsrate liegt trotz der ungezielten Behandlung sehr niedrig. Nur etwa 0,01% aller Betroffenen sterben.

Die Krankheit ist in unseren Breiten dank Impfungen und Co. kaum mehr verbreitet. Das sah vor nicht wenigen Jahrzehnten noch komplett anders aus. In Europa sind kaum mehr als 0,1% der Bevölkerung pro Jahr von Mumps betroffenen. Vergleicht man dieses Wert mit älteren Daten wird man sehr schnell merken, dass es sich um eine verschwindend geringe Menge handelt. In den 70er Jahren des letzten Jahrtausends beispielsweise lag die Prävalenz mit zwischen 3 und 6% wesentlich höher. Darum trifft man die Krankheit heutzutage primär nur noch in jenen Ländern an, die über ein sehr schlechtes medizinisches Netzwerk verfügen. Besonders also Länder der sogenannten dritten Welt. Aufgrund ausbleibender Impfungen usw. kommt es hier in regelmäßigen Abständen immer wieder zu teils immensen Ausbrüchen von Mumps.

Das Alter spielt eine wichtige Rolle, wenn es zu Mumps kommt. Am häufigsten sind Kleinkinder und Kinder zwischen dem dritten und dem zehnten Lebensjahr betroffen. Aber auch Erwachsene sind nicht, wie bereits erwähnt, von diesem Leiden ausgenommen. Darüber hinaus handelt es sich um ein der Menschheit bereits sehr lange bekanntes Leiden, denn bereits schon im fünften Jahrhundert vor Christus beschrieb Hippokrates eine Erkrankung, die sehr stark an die Mumps erinnert.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassend erwähnen, dass für uns heutzutage von der Mumps keine besonders hohe Gefahr mehr ausgeht. Dennoch sollte man dieses Leiden nicht auf die leichte schulter nehmen. Es kann immer noch jeden treffen. Das gilt es zu vermeiden. Wer sich und seinen Nachwuchs allerdings impfen lässt und darüber hinaus die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen trifft und sich auch sonst keinen besonderen gefahren aussetzt, kann davon ausgehen, im Laufe seines Lebens nicht mit der Mumps infiziert zu werden. Ein erfreulicher Umstand, der Dank der Errungenschaften der modernen Schulmedizin erreicht werden konnte.


Was ist Mumps?

Die Mumps gehören zu den sogenannten Infektionskrankheiten, die mittels Tröpfcheninfektion weitergegeben werden. Ausschlaggebend hierfür ist das Mumps Virus. Es handelt sich dabei um humanpathogene Viren, also Erreger, die nur beim Menschen vorkommen und ausschließlich von diesen weitergegeben werden.

Das Mumps Virus ist insgesamt hochinfektiös. Bereits ein kurzer Kontakt zu Erkrankten beziehungsweise kontaminierten Gegenständen reicht aus, um sich anzustecken. Allerdings zeigen sich die Erreger sehr empfindlich gegenüber diversen Chemikalien. Desinfektionsmittel und ähnliche Substanzen können hernach gezielt gegen das Virus eingesetzt werden. Dies verhindert jedoch nicht, dass die Infektion beim Husten oder Niesen weitergegeben wird.

Nach einer Ansteckung und der circa 10 Tage währenden Inkubationszeit zeigen sich die typischen Symptome der Mumps: Fieber, entzündete Schleimhäute, Halsschmerzen und nicht zuletzt eine massive Schwellung der Ohrspeicheldrüsen.

Üblicherweise klingt Mumps innerhalb von zwei Wochen wieder ab. Der menschliche Körper hat dann genügend Antikörper gebildet, um die Infektion wirksam bekämpfen zu können. Darüber hinaus besteht nun eine lebenslange Immunität. Es ist also nicht möglich ein zweites Mal an der Mumps zu erkranken.

Als besonders gefährliche Erkrankung wird Mumps deswegen eingestuft, weil sie mit einer Reihe Komplikationen und Folgeerkrankungen einhergehen kann. Beispielsweise führt sie unbehandelt in circa 5 % der Fälle zu einer Lungenentzündung. Es sind aber auch verschiedene Formen der Meningitis oder Entzündungen der Ohren, Augen und anderer Organe möglich. Darüber hinaus stellt Mumps eine erhebliche Gefahr für immungeschwächte Personen dar. Wesentlich ist hierbei auch, dass es keine speziellen Medikamente gegen eine Masernerkrankung gibt. Lediglich die Symptome können behandelt werden. Als wirksamer Schutz vor dieser Infektionskrankheit hat sich lediglich die flächendeckende Impfung der Bevölkerung gezeigt. Dank der sogenannten Herdenimmunität könnte bereits ab eine Durchimpfungsrate von circa 95 % eine komplette Ausrottung der Mumps erreicht werden.

Welche Ursachen gibt es?

Der Erreger ist ein Virus, der durch Tröpfcheninfektion oder Kontakt mit verunreinigten Gegenständen, die vorher mit infiziertem Speichel in Verbindung kamen, übertragen wird. Der Erreger wird Mumpsvirus genannt und gehört zur Familie der Paramyxoviridae.

Der Erreger kann nur bei Menschen die Krankheit auslösen und befällt vor allem Drüsen und Immunsystemzellen. Die Inkubationszeit (Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt ca. sieben bis zwanzig Tage. Die Übertragung der Erreger geschieht durch Tröpfchen, beispielsweise durch Niesen oder Husten. Über die Bindehaut der Augen und die Atemwegsschleimhaut gelangt dieser in den Körper. Um sich anzustecken reicht schon ein sehr kurzer Kontakt mit einer Erkrankten Person aus.

Hierbei muss man sich vorstellen, dass die Viren, sobald sie den Wirt befallen haben, sich zunächst in den Schleimhäuten der Nase und der Kehle festsetzen und sich dort replizieren. Der Körper ist gegen diese spezielle Art der Viren zumeist machtlos und also nicht imstande dazu, die Erreger durch eigene Kraftanstrengungen abzuwehren.

Die Übertragung findet, wie soeben erwähnt, zumeist im Rahmen einer sog. „Tröpfcheninfektion“ statt. Bei dieser übertragen sich Körpersekrete direkt von einen auf den anderen Menschen. Dies geschieht meistens dann, wenn man von einer infizierten Person angeniest oder angehustet wird. Nicht zuletzt darum ist es von äußerster Wichtigkeit, dass man immer darauf achtet, die nötigen hygienischen Maßregeln zu treffen und erkrankten Personen nicht zu nahe zu kommen, bzw. selbst anderen Personen nicht zu nahe zu kommen, wenn man selbst von einer Krankheit betroffen ist. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein Gebot der Höflichkeit, das jedem klar sein sollte, sondern auch um ein effektives Mittel der Vorbeugung.

Darüber hinaus kann sich die Krankheit aber auch mittels einer Schmierinfektion übertragen. Eine solche liegt dann vor, wenn eine bereits infizierte Person Gegenstände berührt und diese dadurch mit den entsprechenden Keimen kontaminiert. Berührt nun ein gesundes Individuum diesen kontaminierten Gegenstand kann es dazu kommen, dass auf diesem Weise eine Ansteckung vorkommt. Darum sollte man auch diesbezüglich stets Vorsicht walten lassen. Durch häufiges Waschen der Hände usw. lässt sich eine Tröpfcheninfektion jedoch in den meisten Fällen ausschließen.

Auch kann es vorkommen, dass eine pflegerisch tätige Person sich durch allzu enges Zusammenleben mit einer bereits betroffenen Person infiziert. Darum ist es absolut notwendig, die nötigen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dies gilt insbesondere für Eltern erkrankter Kinder. Gerade dann, wenn die Eltern, aus welchen Gründen auch immer, nicht geimpft sind oder eine Erkrankung mit Mumps nicht erfolgreich überstanden haben.

Besonders in Kindergärten und Schulen kommt es darum sehr häufig vor, dass Mumps wellenartig ausbricht und sehr schnell sehr viele Opfer fordert. Zumindest war dies lange Zeit der Fall. Dank Impfungen lässt sich dieses Phänomen jedoch glücklicherweise kaum mehr beobachten.

Ob ein Mensch anfällig ist für Mumps oder nicht, hängt zum einen vom körpereigenen Immunsystem ab. Zum anderen Gehen Mediziner davon aus, dass erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Wer als Tourist in eine Region reist, in der Mumps noch vorkommt, riskiert normalerweise nur dann eine Infektion, wenn er längere Zeit engen Kontakt mit Erkrankten pflegt.

Ansonsten gibt es keine Möglichkeiten sich anzustecken. Hierbei sollte man allerdings den Umstand nicht aus den Augen verlieren, dass es sich Mumps, bietet man ihm die Möglichkeit, sehr rapide ausbreiten kann. Darum gilt hier, wie bei jeder anderen Erkrankung aus: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Hierzu noch eine kleine Übersicht:

  • Keine Immunität – Man kann nur einmal an dieser Krankheit leiden, danach ist man immun. War man also nicht als Kind davon betroffen, kann es einen immer noch als Erwachsenen oder Jugendlichen erwischen.
  • Keinen Schutz durch Impfung – Zwar bietet eine Impfung gegen die Viren auch keinen 100%igen Schutz, aber dennoch senkt eine solche das Risiko einer Ansteckung ungemein.
  • Häufiges Aufhalten in einem Kindergarten oder einer Schule – Lehrer oder Schüler sowie Kindergartenkinder laufen erhöhte Gefahr, an der Mumps zu erkranken.
  • Mit Kindern in einem Haushalt leben – Wer mit Kindern unter einem Dach wohnt, erhöht ebenso sein Risiko, sich mit Mumps anzustecken.
  • Drogenmissbrauch – Die aus einem Drogenmissbrauch hervorgehende Schwächung des Immunsystems kann dazu führen, dass der Körper wesentlich anfälliger für Mumps und andere Krankheit ist.

Mumps Viren gehören zu den hochinfektiösen Viren. Ihre Übertragung ist wie bei allen Viren sehr leicht. Bei Mumps kommt hinzu, dass sie leicht über die Luft von einer an die nächste Person weitergegeben werden können. Sie legen dabei auch größere Strecken zurück. Der normale Abstand im Umgang mit anderen Menschen kann von diesem Virus folglich problemlos zurückgelegt werden. Darüber hinaus kann die Krankheit bereits verbreitet werden, während sie sich noch in der Inkubationsphase befindet. Aus diesem Grund bemerkt der Überträger zum Teil gar nicht, dass er den Virus in sich trägt und an andere weitergibt. Hieraus ergibt sich die enorme Durchseuchung der Bevölkerung mit Mumps Viren. In jüngster Zeit wird daher eine kontrollierte Herdenimmunität mittels Impfungen angestrebt. Hierdurch können auch Menschen geschützt werden, deren Immunsystem einer Infektion erliegen könnte.


Symptome & Anzeichen

Erkrankte fühlen sich allgemein unbehaglich und haben Fieber. Die Ohrspeicheldrüse ist angeschwollen und sehr schmerzhaft. Besonders das Kauen macht den Patienten zu schaffen. In manchen Fällen kommt es sogar zur Kieferklemme. Im Falle einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse äußert sich die Krankheit mit Erbrechen, Schmerzen im oberen Bauchbereich und Durchfall.

Das auffälligste Symptom der Mumps ist das Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen, der sich am Kopf und am Hals bemerkbar macht. Ebenfalls typisch für diese Krankheit sind die Fieberschübe: Einmal im Vorläuferstadium und später im Hauptstadium erneut. Die allgemeinen Symptome im Vorläuferstadium sind Müdigkeit, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen und auch Bauchschmerzen. Oftmals ist man sehr geräuschempfindlich und es kann zu sausenden Ohren kommen. Auch Halsschmerzen und trockener Husten können zu den Symptomen zählen. Ab etwa der Hälfte der Krankheitsdauer verändert sich die Mundschleimhaut und es kommt zu weiteren Fieberschüben und Symptomen. Nun schwellen die Ohrspeicheldrüsen immens stark an. Sie können ein teilweise beängstigendes Ausmaß annehmen. Aufgrund einer solchen Schwellung kann es durchaus zu einem dauerhaften Gehörverlust kommen.

Hierzu im Folgenden noch einmal eine genauere Übersicht:

  • Infektion mit der Krankheit und Inkubation: Zwischen der Infektion mit den verursachenden Erregern und dem Ausbruch der Krankheit können bis zu 7 oder 20 Tagen liegen. Hierbei handelt es sich um die sog. Inkubationszeit. Diese ist von Krankheit zu Krankheit stark variabel. In dieser bis zu zwei Wochen andauernden Periode also empfindet man jedoch keinerlei Symptome oder Anzeichen, die auf eine Infektion, welcher Art auch immer, hindeuten könnten.
  • Nichtspezifische Anzeichen und Symptome: Wie bereits erwähnt, drückt sich die vorliegende Erkrankung gerade in der frühen Phase ihres Entstehens zumeist nicht durch sonderlich klar umrissene Symptome aus, die man klar und deutlich der Mumps zuzuordnen imstande wäre. Vielmehr handelt es sich hierbei um sehr allgemeine Anzeichen, die mehr oder weniger stark einen grippalen Infekt vermuten lassen. Es handelt sich hierbei also um husten, Laufen der Nase, Halsschmerzen sowie einem eher moderaten Fieber. Man kann des Weiteren davon ausgehen, dass dieser Zustand in etwa zwei bis drei Tage andauert. Hiernach verschlimmert sich die Krankheit in aller Regel zusehends.
  • Ansteckungsgefahr: Die Gefahr einer Ansteckung ist bereits schon direkt nach der Infektion gegeben. Das stellt ein großes Risiko dar, da Betroffene aufgrund der vergleichsweise langen Inkubationszeit nicht wissen, dass sie überhaupt infiziert sind. Auch einige Tage nachdem die Erkrankung abgeklungen ist, ist die betroffene Person noch ansteckend. Darum sollte man diesbezüglich Vorsicht walten lassen und sich und andere nicht gefährden, indem man sich die Ruhe gönnt, derer man bedarf und sich von anderen fernhält, insofern das nötig ist.

Neben den genannten optischen Markern einer Infektion mit dem Mumps Virus, treten auch diverse Grippeähnliche Symptome auf. Dazu zählen zum Beispiel leichtes Fieber und Kopfschmerzen sowie Gliederschmerzen. In der Regel klingen die Beschwerden nach etwa einer oder zwei Wochen wieder ab, besonders bei Erwachsenen ist jedoch darauf zu achten, dass keine Komplikationen, wie eine Lungenentzündung oder eine Meningitis, entstehen.

Insgesamt können folgende Symptome bei Mumps auftreten:

  • Leichtes bis mittelschweres Fieber
  • Verlust des Appetits
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Anschwellen der Ohrspeicheldrüse
  • Starker Juckreiz
  • Nässende Wunden (eher selten)
  • Durchfall (eher selten)
  • Ausschläge (eher selten)

Diagnose & Krankheitsverlauf

Im Falle einer Epidemie kann die Diagnose beim Auftreten von typischen Symptomen klinisch gestellt werden. In Einzelfällen kann sie durch Bestimmung der Antikörper (die auf diese Krankheit reagieren) im Blut bestätigt werden. In besonderen Fällen kann Mumps durch Rachenabstriche, Untersuchung des Urins, des Speichels, der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit oder durch Gewebeentnahme diagnostiziert werden.

Die Diagnose von Mumps ist nicht immer ganz einfach. Dies liegt primär an dem Umstand, dass die Symptome gerade zu Beginn der Erkrankung oftmals doch sehr uneindeutig sind. Die hierdurch bedingten Schwierigkeiten wirken sich allerdings nicht allzu negativ auf die Diagnose selbst aus. Selbst wenn ein Arzt die Diagnose zunächst falsch stellen sollte, wird spätestens nach einigen wenigen Tagen klar, dass es um Mumps und nicht um eine einfache Grippe handelt. Nämlich dann, wenn die Schwellung einsetzt. Diese ist nicht nur ein Indiz, sondern ein ganz klarer Indikator für eine Infektion mit der vorliegenden Krankheit. Es gibt nur ein anderes Leiden, das einen ähnliche Schwellung nach sich ziehen.

Darum kann es durchaus ausreichen, wenn der Arzt eine Blickdiagnose durchführt. Allerdings ist dies nur probat, wenn die Schwellung bereits ausgebrochen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine Blickdiagnose nicht möglich. Des weiteren kann es bisweilen auch sehr hilfreich sein, eine allgemeine Anamnese durchzuführen. Hierbei handelt es sich um ein tiefer gehendes Gespräch mit dem Patienten, dass der Klärung der Lebensumstände und der Krankengeschichte dient. Da es sich bei den Betroffenen aber zumeist um kleine Kinder handelt, ist dies nicht immer ganz einfach und die Eltern oder Vormünder müssen als Ansprechpartner herhalten. Diese Methode ist besonders dann wichtig, wenn das Kind bereits in den Kindergarten geht oder eine Grundschule besucht. Sind dort letzthin Fälle von Mumps aufgetreten, so ist es nicht allzu unwahrscheinlich, dass der eigene Nachwuchs sich damit infizieren konnte. Diese Information kann zwecks Stellung einer Diagnose sehr wichtig für den behandelnden Arzt sein.

Des Weiteren ist es auch möglich, eine Erkrankung mit Mumps mit Hilfe der recht charakteristischen Fieberkurve, die mit derselben einhergeht, zu bestimmten. Treten immer wieder sehr starke Schübe von sehr hohem Fieber auf und das über einen Zeitraum von länger als einem Tag, so ist dies ein doch sehr eindeutiger Indikator für Mumps. Insbesondere dann, wenn zusätzlich auch noch weitere spezifische Symptome vorliegen.

Nichtsdestoweniger ist es natürlich trotzdem möglich und bisweilen sogar notwendig, dass man klinische Tests durchführt, um die genaue Natur der vorliegenden Krankheit determinieren zu können. Ist dies der Fall entnimmt man in aller Regel eine Blutprobe und lässt diese in einem Labor untersuchen. Hierbei achten die Laboranten besonders auf etwaige Anzeichen für eine Infektion. Darüber hinaus ist es ebenso möglich, Abstriche anzufertigen. Hierzu entnimmt man eine kleine Hautprobe von einer der betroffenen Drüsen und lässt dieselbe analysieren. Dies dient in aller Regel dazu genau und exakt feststellen zu können, um welches Gebrechen es sich handelt.

Dennoch sind klinische Tests, wie bereits erwähnt, in aller Regel vollkommen unnötig und überflüssig. Die Blickdiagnose reicht einem erfahrenen Arzt in aller Regel aus. Bisweilen bietet es sich zudem an, wie bereits erwähnt, eine Anamnese, also ein Patientengespräch durchzuführen. Da dieses aber aufgrund des Alters der meisten Patienten nur in sehr eingeschränktem Maße möglich ist, müssen an dieser Stelle die Eltern als Substitut herhalten. Insbesondere Fälle von Mumps im Kreise der Bekannten, Freunde oder der Familie sind dabei von großem Interesse für den behandelnden Arzt. Auch wellenartige Ausbrüche im Kindergarten oder in der Schule können ein klarer Indikator dafür sein, dass es sich unmissverständlich um Mumps und um sonst keine Krankheit handelt.

Alles in allem aber erhält man die Diagnose Mumps heutzutage nur noch sehr selten. Dies liegt an den zur Verfügung stehenden Impfungen, die die meisten Eltern glücklicherweise auch in Anspruch nehmen und durchführen lassen. Zwar ist die Mumps damit noch etwa ausgerottet, dennoch kommt sie deutlich seltener vor und stellt kaum mehr eine besondere Bedrohung dar. Gleichwohl wäre es sehr leichtfertig, dieses Leiden zu unterschätzen. Man sollte die nötige Vorsicht walten – geimpft oder nicht.

Verlauf der Krankheit

Ansteckung: Wie bereits erwähnt, lassen sich bei einem normalen Verlauf der Mumps mehrere Stadien der Erkrankung beobachten. Das erste Stadium ist natürlich die Infektion selbst. Diese findet zumeist mittels einer Tröpfcheninfektion oder einer Schmierinfektion statt, wobei erstere wesentlich häufiger ist als letztere. Die Schmierinfektion nämlich kann nur dann greifen, wenn eine gesunde Person, die ein kontaminiertes Objekt berührt hat, die Hände zu den Augen oder in den Mund führt. Dies passiert bei Kindern weitaus häufiger als bei erwachsenen. Darum sind besonders Kinder während ihrer oralen Phase gefährdet, sich mit Mumps zu infizieren. Dennoch sollte man tunlichst davon absehen, seinen Nachwuchs in einer allzu sterilen Umgebung aufwachsen zu lassen. Ist dies der Fall, ist es den Kindern nicht möglich, natürliche Abwehrstoffe gegen eine Vielzahl von Krankheiten zu entwickeln, was im Verlauf des späteren Lebens wiederum zu sehr starken Anfälligkeiten gegenüber allem führt. Weniger ist hier sprichwörtlich mehr.

Inkubation: Nach einer Ansteckung kommt es zur sog. „Inkubationszeit“. Diesen Begriff hört man zwar immer wieder, aber dennoch wissen viele Menschen nicht, was genau er bedeutet. Dabei ist das denkbar einfach. Bei der Inkubationszeit handelt es sich um die Periode, während der sich die Erreger im Körper soweit aufbauen, dass sie zu einer Krankheit heranwachsen können Im Falle der Mumps muss man hier im Durchschnitt von 7 bis 20 Tagen ausgehen. Während dieser zeit ist das betroffene Individuum allerdings bereits für (noch) gesunde Personen ansteckend. Das ist insbesondere deswegen sehr gefährlich, da ein Mensch, der sich noch in der Inkubationszeit befindet nichts davon weiß, dass er infiziert ist. Man wird als Erkrankter somit unwissentlich und hoffentlich auch unwillentlich zu einem potentiellen Gesundheitsrisiko für seine direkte Umwelt.

Frühe und akute Phase: Konnte die Krankheit schließlich ausbrechen, zeigen sich zunächst lediglich sehr milde und eher schlecht zuzuordnende Symptome. Diese erinnern alles in allem mehr an eine gewöhnliche Grippe, als an eine Erkrankung mit Mumps. Erst nach einigen Tagen stellen sich die typischen Anzeichen der vorliegenden Erkrankung ein. Insbesondere die typische Schwellung erscheint. Man kann sie im Gesicht beobachten. Diese akute Phase der Krankheit dauert je nach Fall unterschiedlich lang. Man sollte aber durchaus bis zu 14 Tagen einplanen. Darüber hinaus kommt es im Rahmen dieser Erkrankung immer wieder zu teils heftigsten Fieberschüben. Diese können mitunter lebensbedrohlich sein und sollten daher nicht vernachlässigt werden.

Abklingen: Früher oder später jedoch kommt es natürlich dazu, dass die Krankheit abklingt. Hierbei ist ein Seltenwerden der Fieberschübe zu beobachten, ebenso wie ein Rückgang der Schwellungen. Man sollte an dieser Stelle jedoch auf keinen Fall vergessen, dass man selbst, bzw. der Betroffene auch noch einige Tage nach Abklingen des Ausschlags ansteckend für andere Personen ist. Um diese nicht zu gefährden ist es daher notwendig, sich nicht zu früh in den Alltag zurück zu begeben, bzw. sein Kind nicht vorzeitig in den Kindergarten oder die Schule zu entlassen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Anzahl von an Mumps Erkrankten ist seit Jahren auf dem Rückzug. Dies lässt sich in damit begründen, dass immer mehr Menschen dagegen geimpft werden. Eine solche Impfung bietet einen beinahe vollständigen Schutz und sorgt sorgt also dafür, dass es erst gar nicht zu einer Ansteckung kommt. Hierdurch konnte diese Krankheit in weiten Teilen der ersten Welt komplett ausgerottet werden. Lediglich Entwicklungsländer sowie einige Schwellenländer weisen noch relativ hohe Zahlen an betroffenen auf. Gerade besonders Arme Regionen sind am stärksten von Mumps betroffen. Dies liegt zum einen daran, dass sich die meisten Bewohner dieser Gebiete den Impfstoff schlicht nicht leisten können. Darüber hinaus spielt natürlich auch der Umstand eine Rolle, dass es schlicht und ergreifend keine Ärzte oder kein geschultes Personal gibt, das diese Impfungen verabreichen könnte.

Des Weiteren sollte man den Fakt nicht vernachlässigen, dass es sich bei der Mumps um eine hochgradig ansteckende Krankheit handelt, die sich, wenn man sie nicht mit den nötigen Maßnahmen unter Verschluss hält, rasend schnell vermehrt. So kann eine einzelne erkrankte Person binnen weniger Tage eine regelrechte Epidemie auslösen. Fälle dieser Art sind durchaus bekannt und nicht übertrieben. Nichtsdestotrotz haben sie die weltweiten Meldungen von betroffenen Individuen in den letzten 30 Jahren beinahe um den Faktor 10 reduziert. Konnte man um das Jahr 1980 herum noch bis zu 4,5 Millionen Betroffene verbuchen, so waren es im Jahre 2010 nur noch knapp über 400.000. Und all das, dank der immer erschwinglicher werdenden Impfung gegen dieses Leiden.

Geimpfte Kinder bilden die Krankheit so gut wie nie aus. 99,8% aller Personen, die an Mumps leiden, sind nicht geimpft. Ein Grund mehr, seine Kinder dementsprechend behandeln zu lassen.

Zudem befällt das vorliegende Leiden primär Kinder. Zwar sind auch Erwachsene als potentielle Opfer dieses Virus nicht auszuschließen, aber dies kommt vergleichsweise selten vor und ist statistisch zu vernachlässigen. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Kleinsten der Gesellschaft. Auch das Geschlecht spielt keine erkennbare Rolle bei der Prävalenz der vorliegenden Erkrankung.

Ebenso interessant zu beobachten ist es, dass es sich bei der Mumps um eine beinahe schon saisonale Krankheit handelt. In den Ländern, da dieses Leiden noch verbreitet ist, kommt es in aller Regel pro Jahr zu zwei großen Wellen. Diese treten zumeist im Frühe rund Herbst auf. Nicht zuletzt deswegen, halten einige Völker Zentralafrikas die Mumps für eine an das Wetter gebundene Erkrankung. Dieser alte Irrglaube weicht allerdings auch dort immer mehr modernen medizinischen Gewissheiten.

Diagnosedaten
Wie bereits schon erwähnt, kann es bisweilen recht schwierig sein, eine Erkrankung mit Mumps als solche zu erkennen und anzusprechen. Insbesondere dann, wenn man sich in einem frühen Stadium der Krankheit an einen Mediziner wendet. Ist dies der Fall kann man nicht immer sicher sein, dass der Arzt in der Lage dazu ist, die korrekte Diagnose zu stellen. Oftmals spricht er die vorliegende Krankheit fälschlicherweise als Grippe an. Dies ist gerade dann oft der Fall, wenn er sich nicht genügend Zeit nimmt oder die Eltern des erkrankten Kindes keine ausreichenden Informationen über ihren Nachwuchs zur Verfügung stellen. Es sollte darum darauf geachtet werden, dass man dem Arzt alle wichtigen Angaben zur Verfügung stellt, um ihm die Diagnose zu erleichtern.

Sollte man sich, warum auch immer, erst dann einem Mediziner zuwenden, wenn die typische Schwellung der Krankheit bereits ausgebrochen ist, so fällt es in aller Regel sehr viel leichter, eine korrekte Diagnose zu stellen. Oftmals sind dann sogar schon die Eltern in der Lage dazu, die Krankheit richtigerweise als Mumps zu erkennen – somit können sie bereits vor dem Arztbesuch gewisse Maßnahmen treffen, um eine weitere Ansteckung anderer Personen bereits im Vorfeld auszuschließen. Denn man sollte nicht vergessen, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine hochgradig ansteckende Erkrankung handelt.

Die Anordnung klinischer Tests ist in aller Regel nicht notwendig. Dies erleichtert den Betroffenen sowie den behandelnden Ärzten auch das Leben immens. Zwar helfen klinische Test oftmals dabei, die Krankheit klar und sicher zu identifizieren, nichtsdestotrotz nehmen sie viel Zeit in Anspruch, die sonst in die Heilung der Erkrankung hätte investiert werden können. Wie bereits mehrfach erwähnt, sind derlei Testverfahren bei Mumps zumeist aber nicht notwendig. In eher seltenen Fällen kann es dennoch notwendig sein, eine Blutuntersuchung anzuordnen, um auf Nummer sicher zu gehen. Dies ist aber bei kaum 5% aller Fälle tatsächlich vonnöten.


Komplikationen bei der Krankheit

Es gibt eine ganze Menge potentieller Komplikationen, die im Rahmen einer Erkrankung mit Mumps auftreten können. Bei diesen handelt es sich zumeist um weiterführende und / oder zusätzliche Leiden, die ohne das Zutun der Mumps so nicht entstanden wären.

Hierzu im Folgenden eine Übersicht:

  • Infektionen des Ohrs: Eine Vielzahl aller Infektionen mit Mumps werden von bakteriellen Infektionen des Ohres begleitet. Dies liegt unter anderem daran, dass gerade die Ohren oftmals besonders stark belastet und somit geschwächt sind. Dieses bietet einen guten Nährboden für Bakterien und Viren. Diese können sich ausbreiten, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen.
  • Bronchitis, Laryngitis, Crouphusten: Auch der Atemapparat ist bei einer Infektion mit Mumps sehr stark geschädigt und angegriffen und stellt sich darum als leichtes Opfer für etwaige Viren, Bakterien oder Sporen dar. Hieraus kann unter anderem eine sehr starke Heiserkeit resultieren, die weitaus länger vorhält, als die Erkrankung selbst. Darum sollte man auch die Behandlung des Halses und des Atemapparates während einer Mumpserkrankung nicht zu kurz kommen lassen.
  • Lungenentzündung: In besonders schweren Fällen kann es im Rahmen des vorliegenden Übels auch zu einer Lungenentzündung kommen. Ist dies der Fall, ist äußerste Vorsicht geboten. Nicht wenige Betroffene erliegen diesem Leiden, besonders dann, wenn es sich, wie meistens der Fall, bei den Erkrankten um Kinder handelt.
  • Enzephalitis: Eine Enzephalitis, bzw. eine Gehirnentzündung, kann ebenso auftreten. Dennoch ist sie vergleichsweise selten. Lediglich 0,001% aller Betroffenen leiden zusätzlich zu der Mumps noch an dieser Komplikation. Nichtsdestotrotz sollte man sich des Umstandes bewusst sein, dass eine Enzephalitis in Kombination mit der Mumps in beinahe allen Fällen zum Tode des Erkrankten führt. Darüber hinaus muss die Entzündung des Gehirn auch nicht sofort auftreten. Teilweise kommt es erst Monate nach Abklingen der zugrunde liegenden Erkrankung zu einem Ausbruch derselben.
  • Fehlgeburt: Frauen, die sich während der Schwangerschaft mit Mumps infizieren, weisen ein stark erhöhtes Risiko auf, ihr Kind zu verlieren. Hier spielen diverse Faktoren eine Rolle. Des Weiteren ist es auch möglich, dass das Kind mit teils sehr starken Schädigungen und sogar Behinderungen auf die Welt kommt. Darum sollte man eine Infektion während man Schwangerschaft tunlichst vermeiden und alle etwaigen Risikofaktoren aus dem Weg räumen.
  • Gerinnungsstörungen des Blutes: Manche Erkrankte klagen über eine verminderte Gerinnung ihres Blutes. Auch eine solche kann direkt auf eine etwaig zurückliegende Erkrankung mit Mumps zurückgehen und potentiell lebensgefährlich sein.

Glücklicherweise für die Betroffenen und deren Umfeld, verläuft eine Erkrankung mit Mumps in aller Regel sehr mild. Die Symptome ähneln einer leichten bis mittelschweren Grippe und sind mittels einfacher Medikamente leicht im Zaum zu halten. Dennoch sollte man den Umstand nicht aus den Augen verlieren, dass diese Krankheit durchaus auch mit dem Tode des Betroffenen enden kann. Dies ist zwar nur äußerst selten der Fall, aber es kann dennoch geschehen. Insbesondere dann, wenn es sich bei den Erkrankten um Risikopatienten handelt. Hierunter fallen vor allem Diabetiker, hiv-Erkrankte, Personen mit schwerwiegenden Autoimmunerkrankungen, Neugeborene sowie frisch gebackene beziehungsweise werdende Mütter usw.

Besonders häufig zu beobachtende Komplikationen sind unter anderem:

  • Bakterielle Infektionen der Haut, der Knochen, der Weichteile, der Gelenke und des Blutes (Sepsis)
  • Dehydration (Mangel an Flüssigkeit)
  • Lungenentzündungen oder sehr schwere Grippen
  • Entzündungen der Hirnhaut (Encephalitis)
  • Reye Syndrom (Multiorganentzündung)
  • Toxisches Schocksyndrom, auch TSS genannt (Kreislaufversagen oder Multiorganversagen)

Nichtsdestoweniger handelt es sich bei den gerade genannten potentiellen Komplikationen nur um sehr seltene Phänomene. Die Wahrscheinlichkeit, dass die tatsächlich auftreten tendiert faktisch gegen null. Sie steigt aber signifikant an, wenn man einer der erwähnten Risikogruppen angehört oder wenn man bereits erwachsen ist. Darum sollte man auf jeden Fall sofort einen Mediziner konsultieren, wenn man als erwachsener Mensch an der Mumps leidet. Jedes Zögern kann in diesem Falle den Verlauf der Krankheit signifikant verschlimmern.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann man zum Arzt gehen sollte, ist im Grunde sehr schnell beantwortet. Eltern, deren Kinder erkrankt sind, sollten diese immer auf dem schnellst möglichen Wege einem Mediziner zur Evaluation zuführen. Dies gilt für alle Krankheiten und nicht speziell nur für Mumps oder den Verdacht auf Mumps.

Da dieses Leiden zumeist beginnt wie eine normale Grippe kann es bisweilen förderlich sein, etwas genauer nachzuhaken und den Arzt zu bitten, eventuell auch noch auf Mumps zu prüfen. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn das zu behandelnde Kind oder der zu behandelnde Erwachsene nicht geimpft ist. Überhaupt sollte man diese Information immer mit dem behandelnden Arzt teilen, vollkommen gleich, ob man sich speziell auf Mumps oder eben eine andere Krankheit untersuchen lässt. Unterlässt man es jedoch, dem Mediziner diese Information zukommen zu lassen, so kann es im Rahmen einer Behandlung sehr leicht zu Unstimmigkeiten kommen.

Wie aber bereits schon im Text erwähnt, sollte man sich darauf einstellen, dass der Arzt nicht immer sofort die korrekte Diagnose parat hat. Es kann deswegen nötig sein, dass man die Praxis mehrmals aufsuchen muss, um die Diagnose zu erhalten.

In sehr schwierigen Fällen sollte man auch nicht davon absehen, die Nothilfe zu kontaktieren. Dies ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn es im Rahmen der Krankheit zu sehr lang andauernden und besonders heftigen Fieberschüben kommt. Diese sind gerade für Kinder oftmals lebensgefährlich. Der Weg zum Arzt sollte auf keinen Fall zu unterlassen sein. Das gilt gleichermaßen für erwachsene Patienten, die selbst darüber entscheiden können und ebenso für Kleinkinder, deren Eltern die Entscheidung darüber zu treffen haben.

Bereits der leiseste Verdacht sollte ausreichen, um sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen oder sein Kind zu einem Arzt zu bringen und es dort untersuchen zu lassen. Wer sich unsicher ist, ob er selbst oder ob der Nachwuchs ggf. an Mumps leidet, sollte nicht lange versuchen, selbst eine Diagnose auf die Beine zu stellen und direkt einen Mediziner konsultieren. Mumps kann sehr schwerwiegend verlaufen und sind deshalb nicht gut in den Händen von medizinischen Laien aufgehoben. Darüber hinaus ist es zum Teil sehr schwierig die Mumps von anderen Schwellungen der Drüsen im Gesicht zu unterscheiden.

Alles in allem also ist ein Besuch beim Arzt grundsätzlich immer dann zu empfehlen, wenn man irgendwelche Symptome verspürt, die darauf hindeuten, dass sich eine Krankheit, welcher Art auch immer, anbahnt. Denn hier gilt das alte Sprichwort: „Vorsicht ist besser als Nachsicht.“ Insbesondere aber mit der Gesundheit der eigenen Kinder kann man es kaum übertreiben. Darum ist es bisweilen unabdingbar, dass man einen Kinderarzt zu rate zieht. Und sei es nur, um auf Nummer sicher zu gehen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Es gibt keine spezielle Behandlung gegen den Virus, jedoch können die Symptome behandelt werden und für Schmerzlinderung sorgen. Dies geschieht durch Wärme-Kälteananwendungen und schmerzstillenden Medikamenten wie Paracetamol oder Ibupropfen. Die Erkrankten sollten weiche Speisen zu sich nehmen und auf säurehaltige Nahrungsmittel verzichten.

Als besonders gefährlich gilt die Mumps auch aus dem Grund, dass es keine speziellen Medikamente oder Arzneien gibt, die ihre Ursache bekämpfen. Nach einer Ansteckung muss der Körper folglich die gesamte Krankheit durchlaufen und selbstständig Antikörper bilden. Dabei sollte er möglichst unterstützt werden. In erster Linie gelingt dies durch ausreichend Ruhe und Schonung. Es ist also angeraten, strickte Bettruhe einzuhalten. Hierdurch kann überdies eine Weitergabe der Infektion vermieden werden. Da viele Betroffene während der Erkrankung unter einer starken Lichtempfindlichkeit leiden, sollte das Krankenzimmer stets abgedunkelt werden. Darüber hinaus sollten die Symptome der Mumps, falls erforderlich, mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Besonders das Fieber muss nach Möglichkeit beobachtet und unter Kontrolle gehalten werden, da Temperaturen durchaus kritische Werte erreichen können.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Ab dem 14. Lebensmonat kann man sich gegen Mumps impfen lassen. Dies geschieht mit einem Lebensimpfstoff, der aus abgeschwächten Mumpsviren besteht. Durch diese aktive Impfung wird das Immunsystem dazu angeregt, spezifische Antikörper gegen den Virus zu bilden und so eine spezifische Abwehr gegen die Krankheit aufzubauen. In Deutschland und in Österreich wird diese Impfung empfohlen.

Wie bereits erwähnt, ist das probateste Mittel zur Vorbeugung die Impfung. Bleibt eine solche aus, muss man sich nicht wundern, wenn das eigene Kind früher oder später der Mumps zum Opfer fällt und sogar daran stirbt. Es handelt sich bei diesem Leiden um eine sehr leicht und effektiv zu verhindernde Krankheit. Sie müsste heutzutage keinerlei Opfer mehr fordern. Zumindest nicht in unseren Breiten. Die Länder Afrikas und einige arme Regionen Asiens stellen hier jedoch eine Ausnahme dar, da der Impfstoff für die Bevölkerung dort nicht nur unerschwinglich ist, sondern es auch an medizinisch geschultem Personal mangelt, dass diese Mittel verabreichen könnte. Dennoch ist die Chance, sich beispielsweise als Tourist in diesen Gebieten mit Mumps anzustecken sehr gering und tendiert tendenziell sogar gegen null, insofern man selbst geimpft ist, versteht sich.

Ein sehr großes Problem stellt inzwischen die aus den USA stammende Bewegung der „Anti-Vaxxer“ dar. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Eltern, die aufgrund falscher medizinischer Aufklärung niemals bestätigter Daten annehmen, dass Impfungen grundsätzlich abzulehnen seien und darüber hinaus diverse weiterführende Erkrankungen, wie beispielsweise Autismus, auslösen könnten. Das ist nicht nur himmelschreiender Unsinn, der auf keine Art und Weise und in irgendeiner Form auch nur im Ansatz beweisbar wäre, sondern zusätzlich auch noch extrem gefährlich. Da diese Bewegung von missgeleiteten Individuen immer stärker anwächst und inzwischen sogar eine internationale Gefolgschaft gewinnen konnte, führt dies immer wieder zu großen Problemen, die sehr einfach zu vermeiden gewesen wären.

Viele Krankheiten, die mehr oder weniger als ausgestorben galten, feiern inzwischen ein trauriges Comeback. Das gilt im Speziellen für die USA und im Allgemeinen für Osteuropa. Denn gerade hier sind die Anti-Vaxxer besonders stark vertreten. So kommt es immer wieder zu epidemieartigen Ausbrüchen von Keuchhusten, Masern usw.

Wer also sein Kind aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen heraus nicht impfen lässt, gefährdet nicht nur das eigene Kind und besiegelt eventuell sogar dessen Todesurteil, sondern sorgt auch dafür, dass Personen, die aus medizinischen Gründen keine Impfstoffe vertragen mit mehr und mehr für sie gefährlichen Erregern in Kontakt kommen.


Prognose zur Heilung

Die überwiegende Mehrzahl von Personen mit Mumps überlebt die Erkrankung. Dadurch fällt die Prognose nicht allzu negativ aus. Nichtsdestoweniger ist es möglich und zudem auch noch sehr wahrscheinlich, dass im Rahmen der Erkrankung gewisse Komplikationen auftreten. Diese sind oftmals wesentlich gefährlicher als die Mumps selbst und können nicht selten zu einem verfrühten Ableben der betroffenen Person führen. Deswegen sollte man sich keine allzu großen Gedanken machen, die Krankheit aber auch nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Ebenso sollte man aber bedenken, dass man als geimpfte Person kaum Gefahr läuft, an diesem Übel zu erkranken. Die Chancen sind extrem gering. Ein Grund mehr, warum es von absoluter Wichtigkeit ist, einer Impfung nicht aus dem Wege zu gehen. Es handelt sich dabei nur um einen kleinen Einstich in den Arm, der einen das ganze Leben lang vor der Mumps schützt. Und zwei Minuten Impfung für ein Leben ohne Mumps ist wirklich kein schlechtes Angebot.

Gerade in den Entwicklungsländern sterben aber immer wieder Personen an der Mumps. Vorallem Kinder. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass einem das in Europa passiert ist aber vergleichsweise gering und man sollte deswegen nicht unnütz in Panik geraten. Selbst wenn das eigene Kind, trotz einer Impfung, an der Mumps leiden sollte, ist es sehr unwahrscheinlich, dass hieraus ernsthafte Gefahren für Leib und Leben des Kindes entstehen. Zwar gibt es keine Medikamente, die speziell gegen die Ursachen von Masern ankämpfen könnten, dennoch aber sehr wohl Arzneien, die hieraus entstehenden Symptome lindern und effektiv angehen. Somit ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen, dass ein Kind in Europa an der Mumps zugrunde geht.

Somit lässt sich zusammenfassen sagen, dass die Prognose in unseren Breiten sehr gut aussieht und man nicht mit allzu schwerwiegenden Komplikationen rechnen muss. Bei Personen aus ärmeren Ländern jedoch ist dies nicht der Fall und selbige erliegen diesem Leiden nicht selten. Nichtsdestoweniger kann es bisweilen zu einem permanenten Gehörverlust oder zu einer Unfruchtbarkeit kommen. Wobei lediglich Männer von letzterem Phänomen betroffen sind. Aber auch diese Komplikationen sind hochgradig selten und kommen so gut wie nie vor.


Immunisierung und mehr

Zunächst soll gesagt sein: Am empfehlenswertesten ist, wenn bereits in der Kindheit eine Immunisierung gegen die Mumps Viren erreicht wird. Denn Kinder bewältigen die Mumps in aller Regel wesentlich besser, als dies im Erwachsenenalter der Fall ist. Immunität wird jedoch nicht nur über eine tatsächliche Infektion erreicht. Es gibt selbstverständlich genauso die Möglichkeit sich impfen zu lassen. Doch welche Methode ist, besonders im Bezug auf Kinder, die geeignetste? Während im vergangenen Jahrhundert jeder neue Impfstoff von der Bevölkerung gefeiert und geradezu herbeigesehnt wurde, macht sich heute zunehmend eine Impfkritik in der Gesellschaft breit. Um dennoch eine kontrollierte Ansteckung und Immunisierung mit den entsprechenden Viren zu erreichen, schicken Eltern ihre Kinder sogar lieber zu “Ansteckungspartys” oder bringen das Kind mit Gegenständen wie Lollys und Schnullern in Kontakt, die zuvor von einem Erkrankten benutzt wurden.

Im Folgenden sollen diese beiden Methoden genauer analysiert werden. Dafür lohnt es sich, einen zunächst seltsam anmutenden Vergleich anzuführen: Stellen wir uns einmal einen Billardtisch vor. Die weiße Kugel sei der Mumps Virus, jede andere Kugel hingegen eine Personengruppe. Beispielsweise steht die rote Kugel für Männer Mitte 40 mit normaler Immunsystemfunktion, die grüne Kugel für immungeschwächte Menschen und die schwarze Kugel für Neugeborene, die noch kein Immunsystem entwickelt haben usw.. Zu Spielbeginn wird die weiße Kugel in die Ansammlung bunter Kugeln hineingestoßen, so dass diese auseinanderstieben. Hernach kann die weiße Kugel jede einzelne bunte treffen und “versenken”, wobei jene womöglich noch weitere Kugeln anstößt und mit sich reißt. Ähnliches geschieht mit dem Mumps Virus der auf eine wenig durchimpfte Gesellschaft trifft. Er erreicht jede einzelne Personengruppe und es gelingt ihm in kürzester Zeit nacheinander alle zu infizieren. Schließlich trifft er auch auf jene Menschen, die eine Infektion, ob ihres nicht ausreichend funktionstüchtigen Immunsystems, nicht wirksam bekämpfen können oder für die eine Mumpsinfektion sehr gefährlich werden kann. Als Beispiel seien hier Frauen kurz vor oder nach der Geburt sowie die Neugeborenen selbst zu nennen. Sind sie nicht immun, erreicht der Mumps Virus eine enorm hohe Letalität.

Dieses Bild lässt sich aber auch ebenso gut auf eine Kindergartengruppe anwenden. Ist kein Kind geimpft wandert der hochinfektiöse Mumps Virus von einem Kind zum nächsten. Innerhalb kürzester Zeit wird folglich jedes Kind an Mumps Virus erkranken und womöglich zu Hause seine Geschwister, Freunde und nicht immunisierten Eltern infizieren. Kindergartenkindern, die an einer weiteren Erkrankung leiden und daher kein starkes Immunsystem haben oder Geschwisterkindern, die nur wenige Monate als sind, kann dies zum Verhängnis werden. Dann können die sonst so harmlosen Mumps Virus eine ernsthafte und zum Teil lebensbedrohliche Krankheit darstellen.

Doch wie verhält es sich nun in einer Gesellschaft, in welcher die Menschen in der absoluten Mehrheit geimpft sind? Hier sind, um noch einmal das Billardbild zu bemühen, die bunten Kugeln gleichsam auf dem Tisch festgeklebt. Wird die weiße Kugel gegen diese Festung gestoßen, passiert schlichtweg nichts. Und dies trifft genauso auf den Mumps Virus zu, der eine vollkommen durchimpfte Gesellschaft erreicht. Hier findet der Virus keine Überträger und kann dadurch nicht zu den Immungeschwächten vordringen. Jeder geimpfte Mensch ist folglich Teil eines Schutzschildes gegen die Mumps Viren. Davon profitieren schließlich die schwächsten Mitglieder einer Gemeinschaft. Die Medizin bezeichnet diesen Mechanismus als Kohortenschutz oder Herdenimmunität. Dafür müssen nicht alle Menschen geimpft sein. Denn Neugeborene, um ein Beispiel zu nennen, dürfen noch nicht geimpft werden. Genauso wenig bietet sich diese Möglichkeit den Menschen, die Immunsuppressiva ob einer anderen Erkrankung einnehmen müssen. Eine Durchimpfungsrate der Bevölkerung von 90 % sollte allerdings mindestens gegeben sein, damit die Herdenimmunität eben solche Menschen schützt. Es ist daher zweckdienlich, dass sich tatsächlich jeder impfen lässt, dem dies aus Sicht der Medizin erlaubt ist.

Hier stellt sich einigen Menschen die Frage, warum nach dem Impfen kein Ansteckungsrisiko erfolgt, obwohl oftmals Lebendimpfungen, also echte Viren verabreicht werden. Ausschlaggebend hierfür ist die spezifische Wirkungsstätte des Impfstoffes. Häufig wird er ins Muskelgewebe des Oberarmes injiziert. Im Gegensatz zur Tröpfcheninfektion, werden also nicht die zur Verbreitung ausschlaggebenden Organe erreicht. Den Viren, zumal diese nur abgeschwächt vorliegen, wird ergo kein Raum zur Vermehrung geboten. Bevor sie sich ausbreiten können, hat das menschliche Immunsystem bereits seine Aufgabe erledigt und Antikörper gebildet.

Nun wenden Impfgegner an dieser Stelle oftmals ein, dass Impfen schwere Nebenwirkungen zur Folge haben kann. Speziell der MMRV-Impfstoff (Mumps-Masern-Röteln-Varizellen) steht in Verruf Autismus auszulösen. Hier muss jedoch klar und deutlich gesagt werden, dass dies nicht stimmt. Gerade die Gerüchte um das MMRV-Kombipräparat basieren auf einer Lüge, die von dem ehemaligen Arzt Andrew Wakefield verbreitet wurde. 1998 wurde er von einigen Personen dafür bezahlt, eine Studie zu veröffentlichen, die einen Zusammenhang des Impfstoffes mit Autismus herstellt. Die Auftraggeber waren Eltern autistischer Kinder, die mit Hilfe der Studie vor Gericht eine hohe Summe Entschädigungszahlungen erstreiten wollten. Inzwischen ist nicht nur belegt, dass die Inhalte der von Wakefield vorgelegten Arbeit nicht im Geringsten der Wahrheit entsprechen, sondern die dort aufgestellten Behauptungen wurden in etlichen unabhängigen Forschungsarbeiten auch noch einmal überprüft. Sie alle kamen zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen Autismus und Impfungen gibt.

Doch warum ist dieser Schwindel Wakefields, dem nach Bekanntwerden seiner Manipulationen und Ergebnisfälschungen die Approbation entzogen wurde, nicht schon längst in Vergessenheit geraten. Hierzu haben unter anderem die sozialen Medien beigetragen, mithilfe derer sich diverse Interessenverbände die Ängste von Eltern zunutze machen. Nicht selten steht beispielsweise hinter einer impfkritischen Organisation ein Vertrieb alternativmedizinischer Mittel. Als Augenwischerei wird dann zumeist die Pharmaindustrie beschuldigt, Impfungen allein des Geldes wegen zu entwickeln. Ärzte werden durch diese Behauptungen zu Vasallen der Industrie degradiert, deren fachliche Meinung schlicht gekauft ist. Dabei wurden die Vorläufer moderner Impfungen bereits weit vor Christus angewendet. Beispielsweise war es üblich, den Menschen lebende Kuhpocken in den Arm zu ritzt, damit sie hernach immun gegen die “echten” Pocken waren. Und wer würde ernsthaft dem Nobelpreisträger Robert Koch, der die Wirkungsmechanismen von Impfungen erforschte, vorwerfen, Agent eines Pharmakonzerns gewesen zu sein?

Natürlich verdienen Pharmakonzerne an der Herstellung von Impfstoffen. Es wäre aber vermessen, zu verlangen, dass die Menschen, die in jenem Industriezweig arbeiten, nicht bezahlt werden. Zudem macht die Gewinnerzielung das Produkt, also den Impfstoff, nicht weniger nützlich und notwendig. Und selbstverständlich ist das Impfen, wie jeder medizinische Eingriff, nicht vollkommen frei von Nebenwirkungen. Es können durchaus Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle hervorgerufen werden. Manche Menschen empfinden zudem kurz nach der Impfung Übelkeit und Kopfschmerzen. Diese Komplikationen sind jedoch zum einen vorübergehend und können zum anderen durch den Verzicht auf große körperliche Anstrengung direkt nach dem Eingriff minimiert werden.

Es lässt sich zusammenfassen, dass eine Immunisierung durch direkte Ansteckung mit einem Virus wie dem Variezella-Zoster durchaus zur persönlichen Immunisierung führen kann. Jedoch wird dadurch keine Herdenimmunität erreicht, sondern im Gegenteil zur unkontrollierten Verbreitung des Erregers beigetragen. Das setzt bestimmte Bevölkerungsgruppen einem erheblichen Risiko aus. Darüber hinaus ist nach einer Impfung mit weit weniger Komplikationen zu rechnen, als dies nach einer Infektion der Fall ist. Darüber hinaus können die Ausmaße der Nebenwirkungen nach der Ansteckung wesentlich drastischer sein, als dies für den Impfstoff zu erwarten ist. Eltern, die sich unsicher sind, ob sie ihr Kind tatsächlich impfen lassen, sollten mit einem Arzt über ihre Bedenken sprechen. Denn liegen medizinische begründete Gegenanzeigen vor, wird ein Arzt in aller Regel keine Impfung verabreichen.

Anti Vaxxer – Verursachen Impfungen Autismus?
Wie bereits schon mehrfach in diesem Text erwähnt wurde, handelt es sich bei Autismus um ein Leiden, das sehr stark polarisiert. Das mag zum einen daran liegen, dass es durch seine stets und stetig wachsende Popularität in den Medien sehr viel Aufmerksamkeit bekommt und zum anderen daran, dass immer mehr Kinder vermeintlich Opfer dieser Störung werden. Darüber hinaus gibt es ganze Personengruppen, die sich in Organisationen betätigen und versuchen auf diese Weise eine Lobby zu schaffen. Diese Bemühungen sind gleichermaßen erfreulich wie abzulehnen, je nachdem welche Motivation dahinter steckt. Besonders die nun auch schon mehrfach erwähnten Anti-Vaxxer sind hierbei klar und deutlich als Antagonist anzusehen.

Man hört in letzter Zeit immer wieder von Menschen, die es ablehnen, ihre Kinder impfen zu lassen, da sie befürchten, Impfstoffe können dazu beitragen, Autismus zu befördern oder gar erst auszulösen. Begonnen wurde dieser Irrsinn vor einiger Zeit in den USA. Ein Arzt stellte gegen Bezahlung von Gegnern der Pharmaindustrie die Theorie auf, dass Impfstoffe für das gehäufte Auftreten von Autismus verantwortlich zu machen seien und belegte diese Behauptungen mit angeblichen Fallstudien. Diese stellten sich jedoch nach einer eindringlichen Prüfung als vollends fingiert heraus und der Urheber dieser Theorie selbst hat zugegeben, sie sich nur gegen Bezahlung ausgedacht zu haben. Des Weiteren hat er öffentlich dazu aufgerufen, die Anti-Vaxxer-Bewegung zu stoppen und sie für gefährlich erklärt.

Das hat die Mitglieder dieser verblendeten Gemeinschaft jedoch wenig beeindruckt und sie hängen dieser widerrufenen und widerlegten Theorie weiterhin frenetisch an. Tatsächlich führen immer mehr Länder und Regierungen darum eine zwanghafte Impfung ein. Vorreiter hierbei ist Australien. Nicht-geimpfte Kinder sind dort nicht mehr gestattet, Kindergärten und öffentliche Schulen zu besuchen. Vermutlich ein Schritt in die richtige Richtung, gleichwohl etwas extrem.
In Europa konnte dieser regelrechte Kult glücklicherweise noch nicht allzu stark Fuß fassen. Hiervon ausgenommen jedoch sind die Staaten Osteuropas und Großbritannien. Erstere hängen diesem Irrglauben schon länger an und viele Menschen sehen tatsächlich davon ab, ihre Kinder impfen zu lassen. Das führte in den letzten Jahren immer wieder zu großflächigen Krankheitsausbrüchen, die leicht zu vermeiden gewesen wären. Sehr große Wellen von Masern und Windpocken waren letzthin in Städten wie Sofia und Bukarest zu beobachten. Eine durchaus gefährlich Entwicklung. In Deutschland hat diese Bewegung kaum Anhänger, eine kleine Schar von Fehlgeleiteten befindet sich jedoch in Berlin. Auch dort kam es aufgrund des Ausbleibens einer Impfung der Kinder schon zu epidemischen Ausbrüchen vermeidbarer Krankheiten. Nicht zuletzt deswegen sollte man sich wirklich fragen, insofern man der Idee grundsätzlich nicht abgeneigt ist, ob es es wert ist, Leben und Gesundheit des eigenen Nachwuchses für eine fixe Idee aufs Spiel zu setzen.

Zusätzlich aber gefährdet man hierdurch nicht nur den eigenen Nachwuchs, sondern auch andere Menschen im Allgemeinen. Nicht jede Person kann gegen alles geimpft werden. Manche Individuen leiden an Unverträglichkeiten, die es nicht möglich machen, dass diese Person gewisse Impfstoffe gefahrlos verabreicht bekommen kann. Solche Personen sind darauf angewiesen, dass alle anderen Menschen um sie herum geimpft sind. Ist dies nicht der Fall, so laufen sie allerhöchste Gefahr, dass sie, sollte es zu einem Ausbruch einer Krankheit kommen, ebenfalls unter die Opfer fallen. Somit ist es nicht nur seinem eigenen Nachwuchs gegenüber unverantwortlich, sie nicht impfen zu lassen, sondern auch anderen Menschen. Man setzt für diese unbegründbare These leichtfertig das Leben anderer Menschen aufs Spiel – das grenzt mehr, als Autismus selbst, an ein psychologisches Leiden

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Alternative Behandlungsmethoden

Ebenso wie Hausmittel, gibt es auch eine große Bandbreite an erprobten und angesehenen alternativen Heilansätzen für die Mumps, die unterstützend zu einer medizinischen Behandlung anzuwenden sind. Diese können unter anderem sein:

  • Inhalation – Das Inhalieren von Wasserdampf kann dem Betroffenen das Leben mit den Symptomen von Mumps sehr stark erleichtern. Hierzu erhitzt man einfach Wasser in einem Topf, wartet bis es beginnt zu verdampfen und atmet den aufsteigenden Dampf ein. Bisweilen ist es ratsam, wenn man Kopf und Topf mit einem Handtuch abdeckt, um möglichst viel Dampf nutzen zu können. Dabei kann man verschiedenste Zusätze in das Wasser geben. Inzwischen gibt es auch spezielle Geräte zum Inhalieren in der Apotheke zu kaufen. Diese wirken ähnlich wie der klassische Topf mit Wasser. Es bleibt hier der Präferenz des Patienten zu überlassen, für welche Methode er sich entscheidet.
  • Gurgeln mit Salzwasser – Hierzu fülle man ein großes Glas mit lauwarmem Wasser, gebe einen Teelöffel Salz dazu, lasse das Salz sich auflösen und gurgle damit. Bei dieser Anwendung kommt es besonders bei Neueinsteigern Häufig zu starkem Würgereiz. Hat man diesen jedoch unter Kontrolle gebracht, so hilft diese Methode dabei, den durch Husten belasteten Hals zu beruhigen. darüber hinaus ist dies auch ein gutes prophylaktisches Mittel bei Halsentzündungen im Allgemeinen.
  • Eukalyptus-Kuren – Das Eukalyptus gut für die Lunge ist, sollte keine Überraschung mehr sein. Darum gibt es vielerlei Präparate und Anwendungen zur Heilung der Lunge, die sich auf Eukalyptus verlassen. Diese können sowohl äußerlich als auch innerlich Anwendung finden und überraschen stets durch ihre Wirksamkeit.
  • Atemübungen
  • Viel Ruhe
  • Auflagen und Aufgüsse
  • Dampfbäder

Es gibt eine ganze Reihe weiterer alternativer Heilmethoden, derer man sich bedienen kann, um die Symptome einer Mumps zu mindern. In erster Linie betreffen diese die Vermeidung des Anfassens der Schwellung durch erkrankte Kinder, die noch über wenig Selbstbeherrschung und Verstand verfügen, beziehungsweise des Kratzens. Ein gängiges Mittel ist beispielsweise das Überziehen von Handschuhen. Hierdurch kann sich der Betroffene nicht mehr kratzen. Dies wird auch mit speziellen Juckreiz mindernden Klopftechniken erreicht. Wem dies nicht zur Verfügung steht, dessen oberstes Ziel sollte es sein, selbstbeherrscht das Anfassen und Kratzen zu unterlassen. Darüber hinaus stehen aber freilich auch Salben und Cremes zur Verfügung.

Im Folgenden ist eine kurze Übersicht der üblichen alternativen Behandlungen zusammengestellt:

  • Kalte Bäder mit Zusätzen gegen etwaigen Juckreiz
  • Handschuhe
  • Cremes und Salben
  • Selbstbeherrschung

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt einige einfache und doch sehr wirkungsvolle Hausmittel, die zusätzlich zu einer medizinischen Behandlung der Mumps oder vorbeugend gegen solche anzuwenden sind:

  • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei Mumps das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt und / oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit diesem Leiden fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass sich die Symptome abschwächen, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch Zeit nehmen. Die Krankheit ist noch sehr lange ansteckend, selbst wenn sie bereits überwunden scheint. Im Zweifelsfalle sollte man sich vertrauensvoll an einen Doktor wenden, um Informationen darüber zu erhalten, ob man gesund genug ist, um wieder am Leben teilhaben zu können.
  • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Mumps-Erkrankung fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser das Abhusten des Sputums und ist darum in seiner therapeutischen Funktion nicht zu unterschätzen.
  • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch der vorliegenden und vielen anderen Krankheiten vor.
  • Ausreichende Hygiene: Eine ausreichende Hygiene kann in Bezug auf alle Erkrankungen sehr wichtig sein. Insbesondere die ausreichend gründliche Reinigung der Hände ist hierbei sehr wichtig. Darüber hinaus sollte man auf gesteigerte Reinlichkeit achten, wenn man Personen mit Mumps pflegt oder sich in einem Krankenhaus aufhält.
  • Heilkräuter & Heilpflanzen

    • Eukalyptus
    • Fichte
    • Kamille
    • Kiefer
    • Pfefferminze
    • Thymian

    Die hier genannten Heilkräuter sind entweder als Tee oder Aufguss zu konsumieren oder getrocknet, bzw. frisch zu nehmen. Auch ein Duftbeutel, der im Bedarfsfall unter die Nase zu halten ist, kann ein gutes Mittel der Medikation sein. Darüber hinaus ist ebenso möglich, einen Absud aus diesen Pflanzen herzustellen und selbigen zu inhalieren. Auch das kann ein probates Mittel zur Heilung und / oder Linderung sein.
    Über die genauen Mengenangaben sollte man sich mit einem Heilpraktiker auseinandersetzen. Diese wissen oft genau, welche Mengen zum Erreichen welchen Effekts notwendig sind. Zudem haben sie häufig bereits fertige Produkte in ihrem Repertoire, die sie gegen ein Entgelt zur Verfügung stellen.

    Ätherische Öle

    • Eukalyptus
    • Melisse
    • Zitrone
    • Salbei
    • Zimt
    • Myrtenheide

    Ätherische Öle dienen primär der Benutzung im Rahmen einer sog. Aromatherapie. Sprich der Verwendung in einer dafür vorgesehenen Duftlampe. Bisweilen sind sie aber auch äußerlich anzuwenden. Hier sollte man unbedingt Rücksprache mit einem Sachverständigen halten, was Dosierung und Art der Anwendung angeht. Teils wirken ätherische Öle stärker als man glaubt und können den ohnehin belasteten Organismus somit leicht überfordern.

    Des Weiteren kann man im Falle der Mumps oder auch sonstiger Atembeschwerden, einen Tropfen Eukalyptus Öl auf ein Taschentuch geben und direkt einatmen. Das schafft in vielen Fällen direkte und effektive Linderung der Symptome, wie Husten usw.

    Homöopathie & Globuli

    Es sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass es bislang kein Heilmittel für Mumps gibt. Lediglich ein Bekämpfen der Symptome ist möglich. Da diese jedoch zum Teil lebensbedrohlich sein können, sollte keine Selbstbehandlung erfolgen, sondern stets ein Arzt zurate gezogen werden. Eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln muss mit diesem hernach abgesprochen werden. Dies trifft vor allem dann zu, wenn noch weitere Medikamente eingenommen werden, die möglicherweise diverse negative Wechselwirkungen auslösen können.
    Die hier genannten Präparate dürfen also nur Anwendung finden, wenn dies von einem Arzt abgesegnet wurde.

    • Mercurius solubilis
    • Cardiospermum
    • Sulfur
    • Hydrocotyle asiatica
    • Rhus toxicodendron
    • Kalium chloratum

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

    Schüssler-Salze

    Schüssler Salze sollten auf keinen Fall zur Selbstmedikation bei Mumps verwendet werden. Da es sich um eine sehr ernste Erkrankung handelt, die verschiedentliche schwere Komplikationen nach sich ziehen kann, bedarf es stets einer Behandlung durch einen Arzt. Mit diesem sollte der Einsatz von Schüssler Salzen zuvor abgesprochen werden, um eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

    Diät & Ernährung

    Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf Mumps gibt es eigentlich nicht. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

    Probleme im Bezug auf Nahrung zeigen sich bei einigen starken Vireninfektionen vor allem darin, dass diese mit einer unkontrollierten Gewichtsabnahme einhergehen. Dies schwäch den Körper insgesamt. So sollte bei der Nahrungsaufnahme darauf geachtet werden, dass dem Körper genügend Kalorien zugeführt werden. Dafür eignet sich der Konsum von Vollkornprodukten, Nüssen und fettreichem Seefisch. Abhängig ist dies aber selbstverständlich davon, was ein Betroffener verträgt. Abzuraten ist aber generell von einer veganen oder vegetarischen Ernährung, wenn eine starke Erkrankung vorliegt. Diese ermöglicht in der Regel nicht die Kalorienmenge, welche für den Patienten während der Therapie notwendig ist. Auch sollte die entsprechende Energie nicht aus ungesunden, also stark fettigen oder gezuckerten Lebensmitteln gewonnen werden, da hierdurch weitere Probleme bezüglich der Verdauung eintreten können.

    Bei genereller Appetitlosigkeit sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper genug Energie, ohne dass der Patient mit einem Mal üppige Speisen verzehren muss.

    Liegen Schluckbeschwerden vor, kann es helfen, wenn die Nahrung püriert wird. Smoothies und dicke Suppen sind zumeist problemlos genießbar, auch wenn eine Verengung im Rachenraum oder Schwellungen am Kehlkopf vorliegen.

    Auch der Geruchssinn kann sich während einer Mumpserkrankung verändern. Häufig empfinden Betroffene den Geruch von Speisen als störend. Das gilt gerade, wenn sie unter Übelkeit leiden. Es ist aus diesem Grund vorteilhaft, zubereitetes Essen zunächst einmal abkühlen zu lassen, da hernach die spezifischen Eigengerüche der Nahrungsmittel nicht mehr so stark ausgeprägt sind.

    Es gibt keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Mumps-Patienten erstellt worden wären. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
    Allgemeine Tipps sind daher:
    Bedenkenlos konsumieren kann man:

    • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
    • Meeresfrüchte
    • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
    • Hülsenfrüchte
    • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
    • Vollkornprodukte

    Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

    • Rotes Fleisch
    • Tabakwaren
    • Raffinierter Zucker
    • Stark fetthaltige Speisen
    • Fertiggerichte
    • Alkoholika
    • Weißes Mehl
    • Fast Food

    Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch Mumps belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

    Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


    FAQ – Fragen & Antworten

    Kann ich trotz einer Impfung an Mumps erkranken?
    Theoretisch ja. Eine Impfung bietet niemals einen vollständigen Schutz gegen eine Krankheit. Darum ist es empfehlenswert, wenn man sich bisweilen trotz einer erfolgten Impfung auf die korrespondierte Erkrankung hin untersuchen lässt. Nichtsdestominder sollte man nicht wirklich befürchten, dass man daran erkrankt. Die Chancen sind verschwindend gering. Dazu kommt noch der Faktor des Alters. Insbesondere Kinder sind von Mumps betroffen. Wenn man also erwachsen und zusätzlich auch noch geimpft ist, tendiert die Wahrscheinlichkeit, sich trotzt alledem mit Mumps zu infizieren effektiv gegen Null. Dieser Umstand allein sollte einem schon ausreichen, um die Notwendigkeit einer Impfung einzusehen und sich nicht den Anti-Vaxxern anzuschließen und sich von deren falschen Auffassungen blenden und verführen zu lassen.

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an der Mumps zu sterben?
    Wenn man etwas in die Historie zurückgeht, so kann man sehr leicht feststellen, dass die Wahrscheinlichkeit, an der Mumps zu sterben im Verlauf der letzten 60 Jahre immer weiter zusammengeschrumpft ist. Heutzutage ist es zwar immer noch theoretisch möglich, eine Erkrankung mit der Mumps nicht zu überleben, aber die Chancen hierfür sind verschwindend gering. Zumindest ist dies der Fall, wenn man sich in Europa, Nordamerika oder einem anderen Land mit ausreichend hoher medizinischer Infrastruktur aufhält.

    Sollte man sich während einer Infektion in einem Land der dritten Welt aufhalten, so ist einem dringend dazu geraten, sich auf schnellstem Wege in sein Heimatland zurückzubegeben und sich dort entsprechende Hilfe zu suchen. Diese ist meist wesentlich effizienter, hygienischer und man läuft kaum Gefahr, bleibende Schäden davonzutragen. Dies gilt insbesondere für Reisende mit Kindern.

    Abgesehen hiervon, folgen auf Mumps hin und wieder ernsthafte weitere Erkrankungen die durchaus tödlich verlaufen können. Ein entsprechend ausgebildeter Arzt wird jedoch auch die möglichen Komplikationen und Folgeerscheinungen der Mumps im Blick behalten und gegebenenfalls spezielle Maßnahmen in der Behandlung ergreifen.

    Wie lange sind Mumps ansteckend?
    Ein Faktum, das viele Menschen vergessen ist, dass Mumps sehr lange ansteckend ist. Selbst während der Inkubationszeit und nach vollständiger Zurückbildung der typischen Schwellung, kann ein vormals betroffenes Individuum noch für andere Personen ein potentielles gesundheitliches Risiko darstellen.

    Kann ich mich während der Schwangerschaft gegen Mumps impfen lassen?

    Hiervon muss dringlichst abgeraten werden. Besteht vor der Schwangerschaft noch kein Impfschutz, sollte dieser erst einige Tage nach der Geburt des Kindes nachgeholt werden. Eine Impfung während der Gestation ist derart gefährlich, dass ein Schwangerschaftsabbruch erwogen wird, sollte aus Versehen eine Immunisierung in diesem Zeitraum stattgefunden haben.
    Im günstigsten Fall sind Frauen bereits vor der Schwangerschaft immunisiert wurden. Um dies zu erreichen, stellt die Impfung während der Kindheit eine effektive Maßnahme dar. Einige Ärzte empfehlen, dass Frauen beziehungsweise Mädchen unbedingt vor dem 13. Lebensjahr eine Immunisierung vornehmen lassen.

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