Dornwarzen (Plantarwarzen)


Dornwarzen (Plantarwarzen)In den meisten Fällen sind Dornwarzen oder auch Plantarwarzen (lateinisch „planta“ = Fuß) vollkommen harmlos.

Sie bilden sich an den Fußsohlen. Der Grund dafür sind Infektionen, die vorhergehen.

Jedoch ist die Behandlung unbedenklich und auch die Vorbeugung gestaltet sich sehr einfach. In unserem Ratgeber zeigen wir alles Wichtige zum Thema auf.


Was sind Dornwarzen?

Handelt es sich um Dornwarzen, so kann mit Veränderungen der Haut gerechnet werden. Speziell wird hier auf die Haut an der Fußsohle eingegangen. Bestimmte Typen des HPV-Virus sorgen für eine Infektion, welche Dornwarzen mit sich bringt.

Um sich zu infizieren, reichen oftmals Rissen an den Sohlen, sowie jegliche Verletzungen. Dornwarzen treten in vielen Fällen einzeln auf. Es ist jedoch nicht selten, dass sie auch beetartig erscheinen. Vorrangig sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sowie Kinder und Jugendliche betroffen.

Ursachen von Dornwarzen

Die Ursache kann auf die HPV-Viren zurückgeführt werden. Dabei handelt es sich um humane Papillomaviren. Sobald eine Verletzung der Haut nachweisbar ist, können die Viren eindringen und eine Infektion mit sich bringen.

Achtung: Es kommt nicht immer zu einer Infektion, nachdem die Viren eindringen konnten!

Das Risiko einer Infektion erhöht sich dann, wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist oder mehrere Verletzungen an der Fußsohle dafür sorgen, dass die Viren vermehrt eindringen können. Nach mehreren Wochen oder auch mehreren Monaten entstehen erst die ersten Dornwarzen.

Merke: Die HPV-Viren sind nicht sehr ansteckend, daher ist die Ansteckungsgefahr ebenfalls sehr gering.

Wo treten HPV-Viren auf?

Hauptsächlich findet man das Virus in feuchtwarmen Umgebungen. Umkleideräume, Duschräume, Saunen und auch Schwimmbäder sind somit ideale Kandidaten dafür. Zudem läuft man dort vorrangig barfuß herum, was das Risiko einer Ansteckung erhöht. Trifft man jedoch Schutzmaßnahmen, so ist eine Infektion unmöglich.

Eintrittsstellen müssen zusätzlich vor dem Kontakt mit den Viren geschützt werden. Dazu zählen Risse, Verletzungen, Kratzer aber auch aufgeweichte Haut. Zusätzlicher Schweiß begünstigt ebenfalls die Bildung der Dornwarzen.


Symptome und Anzeichen bei Dornwarzen

Die Bildung von Dornwarzen sind wohl die auffälligsten Symptome, die diese Infektion mit sich bringt. In diesem Abschnitt gehen wir darauf etwas genauer ein. Die folgende Übersicht gibt einen genauen Überblick darüber, welche Symptome auftreten, wenn Dornwarzen vorhanden sind und wie man sicherstellen kann, dass es sich um Dornwarzen handelt.

  • Es entstehen keilförmige und dornenartige Warzen.
  • Sie weisen eine gelblich-braune oder auch braune Farbe auf.
  • Sie stehen einzeln.
  • Sie entstehen an Stellen mit einer hohen Druckbelastung.
  • Sie reichen bis in tiefe Hautschichten an der Fußsohle.
  • Es entstehen oftmals erhebliche Druckschmerzen. Dabei handelt es sich um Gang- sowie Belastungsschmerzen.

Diagnose und Krankheitsverlauf von Dornwarzen

Anhand gewisser Hautveränderungen kann bereits die Diagnose gestellt werden, dass es sich um Dornwarzen handelt. Eine farbliche Veränderung in gelblich-brauner oder auch grauer Farbe gibt bereits schon Anzeichen darauf, dass es sich um Dornwarzen handelt. Überwiegend findet man sie an den Zehen, am Fußballen sowie an den Fersen. Zusätzlich sind sie unter der Hornhautschwiele versteckt erkennbar. Es handelt sich um kleine dunkle Punkte, die man genau erkennen kann. Jedoch ist es dem Hautarzt möglich, weitere Untersuchungen zu vollziehen, um eine eindeutige Diagnose stellen zu können.

Wie laufen weitere Untersuchungen eines Hautarztes ab?

Ein Hautarzt hat die Möglichkeit, weitere Untersuchungen anzustellen, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Dafür nutzt er ein Skalpell und schabt ein wenig von der Hornhaut an der verdächtigen Stelle ab. Somit erhält er einen genaueren Blick auf die vorhandenen Flecken. Reicht dieser Blick noch nicht auf, so kann eine Hautprobe für eine endgültige Diagnose sorgen.

Der Krankheitsverlauf bei Dornwarzen

In ihrem Krankheitsverlauf sind Dornwarzen sehr unproblematisch. In vielen Fällen heilen sie von selbst wieder ab und auch eine Vermehrung tritt nicht häufig auf. Eine Behandlung wird jedoch notwendig, sobald die Dornwarzen Schmerzen bereiten. In diesem Fall könnte es zu einer Nervenschädigung kommen, wenn keine Behandlung erfolgt. Ebenso ist die Ansteckung anderer Personen dadurch ausgeschlossen.

Um eine Therapie durchführen zu können, braucht der Betroffene viel Geduld, da es sich um einen langwierigen Prozess handelt.

Achtung: Nur weil die Behandlung abgeschlossen ist, garantiert dies nicht, dass eine Heilung erfolgt ist.

Behandlung und Therapie von Dornwarzen

In der Regel verschwinden Dornwarzen von selbst und auch eine Vermehrung tritt äußerst selten auf. Dennoch kann mit Präparaten nachgeholfen werden, um Dornwarzen zu entfernen.

Wichtig: Wenn Nervenenden durch die Warzen eingeklemmt werden, ist es notwendig, mit dem zuständigen Hautarzt zu sprechen.

Die Behandlung mit Säuren

Eine gängige Behandlungsform ist jene mit Säure. Diese wird vom Hautarzt durchgeführt. Gängige Mittel sind Monochloressigsäure sowie Salicylsäure.

Die Kältebehandlung

Eine häufige Behandlungsmethode bei Warzen ist die Kältebehandlung. Bei dieser Variante werden die Warze und ihre Vorsätze mit Präparaten vereist. Das betroffene Gewebe stirbt somit ab. Nach einiger Zeit fällt die Warze von selbst ab.

Wissenswert: Nicht alle frei verkäuflichen Mittel schlagen bei allen Warzen an. Somit ist dies nicht immer der Garant dafür, dass die Dornwarze ideal bekämpft wird.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Ein Hautarzt kann das Mittel Imiquimod auftragen. Dieses regt das Immunsystem an, um gegen die zuständigen HPV-Viren vorzugehen.

Weitere Möglichkeiten sind Laserabtragungen der Dornwarzen. Aber auch die Variante des Ausschabens ist dem Arzt gegeben, um die Dornwarze ideal beseitigen zu können.

Tipp: Es ist ratsam, die Behandlung mit dem Hautarzt durchzuführen, da es auch zu Durchblutungsstörungen kommen kann. Sind Kinder betroffen, so muss in jedem Fall ein Hautarzt aufgesucht werden.

Hausmittel bei Dornwarzen

Um Dornwarzen natürlich entfernen zu können, zeigen wir in diesem Teil unseres Ratgebers, welche Hausmittel sich dafür eignen.

Apfelessig

Hier handelt es sich um ein gängiges Mittel, um Warzen erfolgreich zu entfernen. Mit einem Wattebausch wird das Apfelessig auf die Warze aufgetragen. Im Anschluss klebt man diese mit einem Pflaster ab. Dieser Vorgang wird zweimal täglich durchgeführt, bis die Warze irgendwann abfällt.

Bananenschalen

In erster Linie klingt diese Methode sicher komisch, jedoch ist sie recht wirksam. Man klebt ein Stück der Bananenschale mit der Innenseite auf die Warze. Dabei ist es egal, ob der Vorgang nachts oder tagsüber vollzogen wird. Wichtig ist nur, dass die Schale täglich gewechselt wird.

Knoblauch

Man schneidet bei dieser Variante eine Knoblauchzehe in Scheiben und reibt die Warze damit ein. Der Saft des Knoblauchs kann somit in die Warze einziehen. Die Scheibe wird im Anschluss mit der Schnittstelle auf die Warze gelegt und dort über Nacht belassen. Morgens entfernt man diese wieder. Bis zu drei Wochen kann dieser Vorgang wiederholt werden.

Ölreiche Pflanzen sowie Kräuter

Um Dornwarzen natürlich zu behandeln, können in einigen Fällen auch Zitronenöl oder auch Teebaumöl zum Einsatz kommen. Podophyllum ist ein weiteres Naturheilmittel. Es handelt sich dabei um einen Pflanzenextrakt, welcher toxische Eigenschaften aufweist. Zudem wird ihm nachgesagt, dass Warzengewebe abgetötet wird.

Achtung: Von schwangeren Frauen und auch stillenden Frauen sollte der Pflanzenextrakt keinesfalls verwendet werden!

Die Verwendung von Klebeband

Bei dieser Methode wird die Warze mit Klebeband zugeklebt. Dies macht man bis zu sechs Tage. Im Anschluss weicht man die Dornwarze ein und nutzt Schmirgelpapier oder einen Bimsstein, um diese zu entfernen. Der Vorgang wird solange wiederholt, bis die Dornwarze gänzlich verschwunden ist. Hier kann mit einem Zeitraum bis zu zwei Monaten gerechnet werden.


Fragen und Vorbeugung von Dornwarzen

Die beste Möglichkeit gegen Dornwarzen ist die Fußhygiene. Das heißt natürlich nicht, dass Betroffene Menschen unhygienisch sind. Jedoch hilft es, auf eine regelmäßige Hygiene der Füße zu achten und zusätzlich Fußcremes zu nutzen.

Weiterhin ist es wichtig, in Schwimmbädern, Saunen sowie Duschkabinen Latschen zu tragen. Zusätzlich kann es hilfreich sein, dafür zu sorgen, dass die Füße trocken bleiben und zudem nicht aufweichen. Jedoch ist dies schon etwas schwieriger, wenn es sich um Schwimmbäder handelt.

Die entsprechende Nachpflege

Entsprechende Mittel sorgen dafür, dass beispielsweise nach einer langen Dusche ein Schutzfilm über die Füße gelegt werden kann. Dabei handelt es sich um die Unterstützung des natürlichen Schutzfilms der Haut.

Achtung: Wenn bereits Dornwarzen vorhanden sind, dann ist es ratsam, nicht an diesen zu kratzen. So wird eine Vermehrung der Dornwarzen unterbunden. Zudem ist die regelmäßige Hygiene der Hände notwendig, wenn man mit den Warzen in Berührung kommt.

Wie lange dauert die Erkrankung an?

An sich verschwinden die meisten Dornwarzen von selbst. Dies dauert jedoch mehrere Monate und manchmal sogar Jahre. Wird ein Hausmittel oder eine andere Variante verwendet, so sind die Ergebnisse unterschiedlich. Eine Ausschabung bringt sofortige Ergebnisse, bei anderen wiederum ist stetige Wiederholung von Nöten. So kann auch hier die Entfernung in den meisten Fällen Monate dauern.

Können auch andere Stellen von Dornwarzen betroffen sein?

An sich braucht man sich keine Sorgen machen, dass andere Körperstellen infiziert werden. Die Erkrankung erfolgt lediglich an den Füßen. Eine regelmäßige Säuberung der Hände ist von Nöten, damit die Viren nicht übertragen werden. Jedoch ist ein Befall der Hände nicht möglich. Die Erkrankung erfolgt lediglich an den Füßen. Dort sind die Zehen, Fußballen sowie Fersen in den meisten Stellen betroffen.

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