Warzen

Steckbrief: Warzen

  • Name(n): Warze; Verrucae
  • Art der Krankheit: Geschwulst
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Seit jeher bekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Viren
  • Wieviele Erkrankte: rund 5 % Erwachsene und 3 % Kinder
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Dermatologe
  • ICD-10 Code(s): B07

Die gutartige Hauttumore

Warzen sind den meisten Menschen bekannt. Diese kleinen Geschwülste kommen meist an Händen und Füßen vor und sind, trotz des meist ungefährlichen Charakters, ein ästhetischer Makel.

Warzen werden schnell und häufig durch die sogenannte Schmierinfektion übertragen, wie sie sich oft in Schwimmbädern und Duschen zeigt.

Besonders Kinder sind von Warzen betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht ausgereift genug ist, um sich gegen die Viren zu wehren. Warzen sind generell harmlos und einfach zu entfernen. Nur in seltenen Fällen ist ein operativer Eingriff aufgrund von Komplikationen nötig.


Definition von Warzen

Unter einer Warze wird ein meist gutartiges Geschwulst auf der oberen Hautschicht, der Epidermis verstanden. Sie ist deutlich sicht- und spürbar. Eine Warze besitzt die Ausmaße eines größeren Pickels und ist meist bräunlich oder leicht rosafarben.

Auch wenn Warzen generell an jeder Körperstelle auftreten können, entstehen sie vermehrt an Händen und Füßen. Es gibt mehrere verschiedene Formen von Warzen, die sich sowohl im Aussehen als auch den Symptomen unterscheiden. Eine besondere Form ist die Feigwarze, da sie zudem im Anal- sowie Genitalbereich zu finden ist.

Die Behandlungsmethode ist meist auf die bestimmte Warzen-Form abgestimmt. In einigen Fällen bedarf es zudem keiner Handlung und die Warzen verschwinden wieder von alleine.

Was sind Warzen?

Warzen sind im Grunde genommen Hautveränderungen, die aufgrund von Viren entstehen. Trotz ihres hauptsächlich ungefährlichen Charakters ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Vor allem Kinder sind oft betroffen, da sie noch nicht über die nötigen Abwehrkräfte gegen die Viren verfügen. Hinzu kommt, dass sie sich beim Spielen, wo es zu häufigem Hautkontakt kommt, schnell anstecken.

Man unterscheidet in der Medizin zwischen mehreren verschiedenen Warzenformen, die jeweils eine unterschiedliche Ausprägung besitzen:

Flachwarzen
Diese Warzenform ist charakterisiert durch eine rundliche Form mit flachen, hautfarbenen Pappeln. Flachwarzen finden sich vermehrt im Gesicht und an den Armen. Diese Form geht selbstständig nach einigen Tagen zurück und bedarf somit keiner größeren Behandlung.

Dornwarzen
Dornwarzen treten nur an den Fußsohlen auf und haben eine zu starke Druckbelastung als Ursache. Sie sind durch eine starke Hornhautschicht gekennzeichnet und weisen kleine dunkle Pünktchen auf.

Feigwarzen
Feigwarzen sind an warmen und feuchten Bereichen zu finden und tummeln sich somit vermehrt auf den Schleimhäuten, zwischen Hautfalten und im Genitalbereich. Entzündungen in diesen Bereichen führen zu einer schnellen Vermehrung der Warzen.

Was die Behandlung von Warzen betrifft, unterscheiden sich diese sowohl stark von der jeweilen Form als auch dem Einzelfall. Einige Warzen bedürfen keinerlei Zusatzbehandlung, andere können selbst zu Hause mit diversen Mitteln entfernt. In manchen Fällen ist eine größere, ärztliche Behandlung nötig.


Welche Ursachen gibt es?

Die häufigste Ursache für Warzen sind Viren, genauer gesagt die Papillomviren. Diese können bereits bei kleinen Verletzungen oder Entzündungen auf die Schleimhäute und unter die Haut gelangen. Nach dem Befall der Viren dauert es meist noch Wochen und Monate, bis sich Warzen bilden. Eine eigentliche Schädigung des Körpers, wie es bei anderen Viren der Fall ist, findet unter normalen Umständen nicht statt. Warzen entstehen deshalb, da die Hautstelle infiziert wurde. Da die Viren jedoch nicht wirklich schädlich für den Menschen sind, ist eine großartige Behandlung nicht zwingend nötig, sodass die Warzen oft bereits nach wenigen Wochen von alleine verschwinden. Nur wenn es zu einer Ansammlung von zu vielen Warzen oder einer Entzündung kommt, sollte etwas unternommen werden.

Das Infektionsrisiko ist bei Warzen besonders hoch. Bei einer Ansteckung beispielsweise an öffentlichen Orten wie dem Schwimmbad spricht man dann von einer Schmierinfektion. Auch eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr tritt häufig auf. Generell führt eine Ansteckung mit den Viren nicht dazu, dass es überhaupt zu einer Warzenbildung kommt. Menschen, die vermehrt schwitzen oder ein geschwächtes Immunsystem aufweisen, sind dennoch häufiger betroffen.

Eine Entstehung von Warzen wird zudem begünstigt durch eine schlechte Durchblutung der Extremitäten, eine aufgeweichte Haut nach langem Baden, ein geschwächtes Immunsystem (auch bei Bestehen einer Krankheit), trockene Haut und Ekzeme. Auch eine mangelnde Hygiene kann dazu führen, dass sich die Krankheitserreger schneller und einfacher vermehren. Es ist zudem möglich, dass mehrere Formen von Warzen zeitgleich auftreten. So können durchaus die Schleimhäute und die Haut aber auch mehrere Hautpartien betroffen sein.

  • Papillomviren
  • Verletzungen auf der Haut
  • Entzündungen der Schleimhäute
  • Schmierinfektionen (Schwimmbad, Sauna, Dusche etc.)
  • Ansteckung durch Hautkontakt
  • Ansteckung durch Geschlechtsverkehr

Symptome & Anzeichen

Die Symptome und Anzeichen von Warzen variieren stark nach der Warzen-Art.

Fußsohlenwarzen
Die Fußsohlenwarzen, zu denen auch die Mosaikwarzen, Dornwarzen, Plantarwarzen und Verrucae plantares gehören, besitzen dieselbe Ursache. Charakteristisch für diese Warzenart ist, dass sie tief in die Haut hineinwachsen und an der obersten Hautschicht für eine starke verhornte Stelle mit kleinen Blutergüssen sorgen. Diese Warzen-Art findet sich häufig unten an der Sohle. In einigen Fällen wachsen sie bis zu den Knochen vor und können dann für Schmerzen sorgen.

Dellwarzen
Diese Warzen-Art kann den gesamten Körper befallen, ist jedoch in den häufigsten Fällen auf den Extremitäten zu finden. Diese Warzen haben eine erbsengroße Form, fühlen sich wie Knoten und und besitzen eine hellrote Farbe. Mittig ist zudem eine kleine Delle zu finden. Aus dieser tritt eine weißliche Flüssigkeit raus, wenn ein leichter Druck auf die Warze ausgeübt wird.

Alterswarzen
Alterswarzen, daher auch der Name, treten meist bei Personen ab 50 auf. Alterswarzen können sowohl in kleiner als auch fast bohnengroßer Form auftreten. Oft tritt diese Form zudem großflächig auf und ist nicht selten auch mit einem Juckreiz verbunden.

Vulgäre Warzen
Vulgäre Warzen sind die am häufigsten auftretende Warzenart. Am häufigsten finden sich diese Warzen an den Fingern und im Gesicht. Die Maße sind besonders klein und selten erbsengroß. Je nach Einzelfall kann es jedoch im weiteren Stadionverlauf zu einer Vergrößerung kommen. Die vulgären Warzen sind weiß, ehr hart und rau. Nicht selten ist ein Auftreten von Tochterwarzen in der Nähe.

Feigwarzen
Feigwarzen werden auch als Genitalwarzen bezeichnet, da Sie im Genital- oder Analbereich vorkommen. Im Anfangsstadion sind die Feigwarzen besonders klein und haben eine weißliche Farbe. In einigen Fällen können Sie an der Größe zunehmen.

Zusammenfassung der Symptome von Warzen

 

  • Verhornung der Haut
  • Blutergüsse
  • Austritt einer Flüssigkeit
  • Juckreiz

Diagnose & Krankheitsverlauf

Der Krankheitsfall Warzen lässt sich grundsätzlich nicht in verschiedene Stadien aufteilen. Dennoch ist es auch bei Warzen so, diese nach einem bestimmten Schema auftreten. Nach der Infektion mit Viren bzw. der Übertragung dauert es noch Wochen oder sogar Monate, bis sich eine Warze entwickelt. Den gleichen Zeitraum benötigt sie auch, um wieder zu verschwinden, sofern nicht zu medizinischen – oder häuslichen Heilmitteln gegriffen wird.

Da Warzen normalerweise ein charakteristisches Aussehen besitzen, kann der Arzt bereits mit einem kurzen Blick feststellen, ob es sich um eine Warze handelt. Dennoch kann sich in seltenen Fällen auch Hautkrebs hinter der Hautwucherung verbergen. Um die scheinbare Warze genauer zu betrachten, untersucht der Arzt die Stelle deshalb mit einem Auflichtmikroskop. Dieses dient zur Vergrößerung der Wucherung.

Bei einem Verdacht auf einen Warzenbefall auf der Schleimhaut wird zur Diagnosestellung meist zu Essigsäure gegriffen. Diese wird vom Arzt auf die entsprechende Stelle gegeben. Verfärbt sich das Gewebe weiß, handelt es sich um eine Warze.

Geben diese Methoden immer noch keinen genauen Aufschluss darüber, worum es sich bei dem Geschwulst handelt, hilft eine Biopsie. Eine Biopsie ist eine Gewebeprobe, die nach der Entnahme in einem Labor untersucht wird. Dieser Vorgang ist in den meisten Fällen ein ambulanter Eingriff beim Hautarzt, Urologen oder Gynäkologen. Durch eine örtliche Betäubung der betroffenen Stelle spüren die Patienten in der Regel keinen Schmerz. Nur in ganz seltenen Fällen wird eine Kurznarkose nötig.

Die Laboruntersuchung wird feststellen können welche Viren sich unter dem Geschwulst befinden, und ob diese gutartig sind und es sich somit um eine simple Warze handelt oder ob es auch ein Vorstadium von einer schlimmeren Krankheit, wie Hautkrebs handelt.

Zusammenfassung der Diagnostik

  1. Blickdiagnostik
  2. Verwendung eines Auflichtmikroskops
  3. Verwendung von Essigsäure
  4. Biopsie

Häufigkeit & Diagnosedaten

Das Krankheitsbild der Warzen ist ein Leiden, das sich überall auf der Welt findet und damit weder länder- noch regionabhängig ist. International betrachtet stecken sich jährlich rund 5 % der Erwachsenen mit den verschiedenen Warzen-Formen ab. Bei Kindern sind es sogar bis zu 30 %, da das Immunsystem noch nicht ganz ausgereift ist.

Eine bei Erwachsenen besonders häufige Form ist die Feigwarze. Diese findet sich im Genital- oder Analbereich und wird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Allein in Europa erkranken jährlich rund 1 Prozent der Menschen bis 45. Die acht mit 743 Millionen Menschen in diesem Kontinent 7 Millionen, die den Virus haben. Zudem hatten laut einer Studie bereits 80 % Männer und Frauen mindestens einmal in ihrem Leben Warzen. Die Zahl für neue Infektionen pro Jahr wird auf rund 45.000 geschätzt.

Die Ansteckungsmöglichkeit bei der Feigwarze ist der Geschlechtsverkehr. Über die Schleimhäute kann es bei erkrankten Patienten zu einer Virenübertragung kommen und im schlimmsten Fall den Partner anstecken. Aus diesem Grund wird bei Unwissenheit einer bestehenden Infektion mit den Viren zu Safer Sex geraten.

Alle anderen Warzentypen werden mittels Hautkontakt übertragen. Die Wahrscheinlichkeit sich damit anzustecken ist sehr hoch, da auch bereits das Anfassen von Gegenständen für eine Übertragung reicht. Von Türgriffen, über Haltestanden in Bahnen bis zu Tischen – überall lauern die Viren. Dies ist auch ein Grund für die häufige Ansteckung unter Kindern, da diese weniger vorsichtig sind. Da Warzen nur rein ästhetisch gesehen stören und nicht gesundheitlich, wird weniger Sorgfalt an den Tag gelegt, was ebenfalls zu einer höheren Übertragungsrate führt.


Komplikationen bei der Krankheit

Bei Warzen verhält es sich wie mit jeder anderen Krankheit auch. Sie kann und sollte im Regelfall zwar normal verlaufen, es kann aber auch aufgrund verschiedener Ursachen zu Komplikationen kommen.

Einer dieser Ursachen sind die Erreger, die für die Warzenbildung verantwortlich sind. Diese sind zwar normalerweise nicht schädlich, können jedoch, abhängig vom Einzelfall für Abszesse sorgen. Zudem können die Erreger auch für ein schwaches Immunsystem sorgen, wodurch der Körper anfälliger wird. Wird dieser dann während des Befalls mit den Erregern mit zusätzlichen Bakterien angesteckt, können auch andere Krankheiten entstehen. Eine weitere Art der Komplikationen ist das mögliche Entstehen von Narben. Diese entstehen zwar in den meisten Fällen nur bei einer falschen Behandlung der Warzen, können jedoch bei sehr trockener Haut ohne ein Eingreifen entstehen. Auch eine Ausbreitung der Warzen auf das umliegende Gebiet ist möglich.

Besonders die Dornwarzen, die an den Fußsohlen entstehen, können aufgrund der hohen Druckbelastung durch das Körpergewicht, für Komplikationen sorgen. So können diese Warzen sehr tief in das Hautgewebe reinwachsen und dadurch für zusätzliche Schmerzen sorgen.

Es können zudem auch Schmerzen bei der Entfernung der Warzen kommen. Sowohl bei der Eigenbehandlung als auch bei einem chirurgischen Eingriff ist die Entstehung einer Entzündung groß. Diese sorgt für eine Rötung der Haut und sorgt für Schmerzen. Dies kann zu einem erneuten Auftreten der Warzen an derselben Stelle führen.

Problematisch bei Genitalwarzen ist, dass diese durch ein Virus ausgelöst werden. Dieses ist besonders stark und führt somit in vielen Fällen zu einer erneuten Entstehung der Warzen. Zudem kann es auch dazu kommen, dass sich die Virus-Zellen weiter bis hin zur Gebärmutter ausbreiten und dort für Gebärmutterkrebs sorgen.

Mögliche Komplikationen im Überblick

  • Bildung von Abszessen
  • Immunschwäche
  • Bildung von Narben
  • Ausbreitung der Krankheitserreger
  • Tiefes Reinwachsen ins Hautgewebe
  • Entstehung von Schmerzen
  • Entzündung bei der Behandlung
  • Entstehung von Gebärmutterkrebs

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Generell sind Warzen ungefährlich und deshalb eher ein optisches Problem. Bestimmte Typen können jedoch besonders störend für den Patienten sein oder im Einzelfall kann es auch zu Komplikationen kommen. Besonders bei Dornwarzen jedoch, die an der Fußsohle entstehen, ist es wichtig möglichst schnell einen Arzt zu konsultieren, da es sonst zu starken Schmerzen kommen kann. Hierbei reicht es zu einem Hausarzt oder Hautarzt zu gehen. Auch wenn andere Arten von Warzen beginnen zu stören, beispielsweise durch Schmerzen, in eine chirurgische Entfernung ratsam.

Lediglich bei Feigwarzen, welche im Genital- und Analbereich entstehen, ist eine generelle ärztliche Behandlung nötig, um die Warzen nicht noch zu verschlimmern. Zudem sind Feigwarzen übertragbar und sollten demnach sofort beim behandelt entfernt werden.

In einigen Fällen kann es sich auch um Hautkrebs statt einer Warze handeln. Bei Unsicherheit ist generell immer empfehlenswert zum Hausarzt zu gehen. Dieser kann den Patienten dann gegebenenfalls zu einem Spezialisten überweisen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Normalerweise übernimmt das Immunsystem die Aufgabe, die Warzen bzw. die verursachenden Viren abzutöten. Dennoch ist es möglich, dass die Warzen erneut entstehen oder das Immunsystem geschwächt ist und somit Hilfe benötigt. In solch einem Fall müssen die Warzen aktiv behandelt und entfernt werden, wofür es mehrere Möglichkeiten gibt.

Die chirurgische Entfernung
Besonders Dornwarzen, die aufgrund ihrer Lokation oft tief ins Gewebe reinreichen, werden chirurgisch mittels eines scharfen Löffels ausgeschabt. Dafür ist im Normalfall nur eine lokale Betäubung nötig. Die Heilung kann etwas dauern und ist mit einem leichten Wundschmerz verbunden. Die chirurgische Entfernung ist zwar meist erfolgreich, jedoch ist eine Neuentstehung immer möglich, weshalb versucht wird, zunächst eine schonendere Möglichkeit anzuwenden.

Elektrokoagulation
Die Elektrokoagulation ist ein Prozess, der entweder anstelle des chirurgischen Eingriffs oder nach diesem erfolgt. Dabei wird die Haut an der Warze zunächst lokal betäubt und danach verschmort. Dies sorgt für ein Abterben von sicheren 70 % der Virus-Zellen. Die Elektrokoagulation ist jedoch mit einer sicheren Narbenbildung verbunden, die besonders schmerzhaft ist. Diese Behandlung muss zudem von einem Arzt vorgenommen werden.

Laserbehandlung
Bei der Verwendung der Warzen mit Laser gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann ein Herausschneiden der Warze mittels eines CO2-Laserskalpells erfolgen. Hier sind Narbenbildung und Schmerzen nach der Behandlung nicht ausgeschlossen. Die andere Möglichkeit ist die Entfernung durch Pulse. Diese sorgen für eine Austrocknung der Blutgefäße, sodass die Warzen nicht weiter auswuchern können. Bei dieser Methode sind mehrere Sitzungen nötig, die alle in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen erfolgen. Da die Reize der Pulse als kleinere Verbrennungen wahrgenommen werden, sind die Behandlungen oft besonders schmerzhaft. Der Vorteil bei dieser Behandlungsmethode ist jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall sehr gering ist.

Kryotherapie (Vereisung)
Bei der Kryotherapie werde einige Tropfen eines Kühlmittels auf die Warze gegeben, die dann in wenigen Sekunden stark abgekühlt wird (auf -50 °C). Danach wird die oberste Schicht der Warze entfernt. Dieser Vorgang muss einige Male durchgeführt werden, bis die Warze komplett entfernt wurde.

Kauterisation
Bei der Kauterisation wird die Warze bzw. das Gewebe mit elektrsichen Stromstößen zerstört. Wahlweise kann das Gewebe auch weggeätzt werden.

Zusammenfassung aller Behandlungsmethoden

  • Chirurgische Entfernung
  • Elektrokoagulation
  • Laserbehandlung
  • Kryotherapie (Vereisung)
  • Kauterisation

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Auch bei Warzen können bestimmte Tätigkeiten vorbeugend wirken. Dabei kann es zwar immer noch zu einer Ansteckung mit den Viren und demnach zu einer Entstehung der Warzen kommen, jedoch wird das Risiko durch die folgenden Maßnahmen verringert.

Eine gesündere Lebensweise
Da einer der Gründe für den Ausbruch einer Warze nach der Ansteckung mit den Viren ein geschwächtes Immunsystem ist, gibt es vorbeugende Maßnahmen, um die Abwehrkräfte zu stärken. So z. B. eine ausgewogene Ernährung. Durch eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Mineralien, Eiweiß und Fett ist der Körper gesund und stark genug, um viele eigene Abwehrkräfte aufzubauen. Auch ausreichender Schlaf ist wichtig für ein starkes Immunsystem, genau so wie die Vermeidung von Stress. Auf Alkohol und Nikotin sollte ebenfalls nach Möglichkeit gänzlich verzichtet werden.

Ausreichende Hygiene
Eine Ansteckung mit Warzen ist immer und überall möglich, da sich die Viren sowohl beim direkten Hautkontakt als auch dem Kontakt mit bestimmten Berührungspunkten verbreiten können. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich regelmäßig, mehrmals am Tag die Hände gründlich zu waschen und auch mindestens einmal täglich zu duschen. Beim Betreten von öffentlichen Duschen, sollten Badeschuhe nicht vergessen werden. Auch ein tägliches Wechseln der Klamotten ist wichtig. Gleiches gilt für die Bettwäsche. Diese sollte wöchentlich gereinigt werden.

Impfung
Der Pappillomvirus ist für einige Arten von Warzen verantwortlich und gegen diesen kann eine Impfung erfolgen.

Safer Sex
Feigenwarzen treten in der Genital- und Analregion auf und werden über Geschlechtsverkehr übertragen. Um einer Ansteckung vorzubeugen, ist das Praktizieren von Safer Sex wichtig. Auch beim Oralverkehr geht Vorsicht vor und die Nutzung eines Kondoms oder Latextüchern ist empfehlenswert.


Prognose zur Heilung

Warzen haben die Eigenschaft, dass sie auch ohne ein äußeres Eingreifen von alleine wieder verschwinden, was meist rund zwei Wochen dauert. Bei einigen Arten kann dies auch mehrere Monate dauern. Wer jedoch unter einem schwachen Immunsystem leidet, der sollte die Nutzung von Therapien in Betracht ziehen. Generell zeigen Untersuchungen, dass der Ausbruch von Warzen bei Kindern und Jugendlichen immer einen Zeitraum von zwei Jahren einnimmt. In diesem tauchen regelmäßig neue Warzen auf und verschwinden wieder.

Jedoch besteht der Gefahr der Ansteckung und des Ausbruchs auch noch nach dieser Zeit. Die Rückfallquoten sind immer höher, wenn keine chirurgische Entfernung stattfand. In wenigen Fällen können Warzen zudem chronisch werden. Besonders Feigwarzen sind häufig davon betroffen. Vulgäre Warzen haben nur eine geringe Rückfallquote und sind generell auch einfacher zu behandeln. Generell bedarf es bei dieser Warzen-Art überhaupt keiner Behandlung, da sie sich in dem Großteil der Fälle allein nach mehreren Monaten oder Jahren zurückbildet.


Heilungschancen in der Zukunft

Aktuell wird nach immer neueren Methoden zur einfacheren und schnelleren Behandlung von Warzen geforscht. Auch in puncto Schmerzen wird versucht mildere Möglichkeiten zu finden. Das Problematische dabei ist, dass es nur wenige Alternativen gibt, die sowohl schonend als auch effektiver als die bisherigen Methoden sind. Generell kann keine sichere Prognose dazu gestellt werden, ob und wann es neue Heilungsmittel gegen Warzen gibt.

Daneben wird jedoch auch versucht, ein besseres Verständnis für den Ausbruch der Warzen sowie die Vorbeugung zu bekommen. Wie bei vielen anderen Krankheiten auch sind viele Maßnahmen bereits wirksam, um einer Entstehung gegen zu wirken. Da man sich in der Medizin mittlerweile einig ist, dass ein schwaches Immunsystem die eigentliche und Hauptursache für den Warzenausbruch nach der Ansteckung ist, wird auch hier nach Mitteln zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte gesucht.

Zudem wird versucht nach Impfmitteln für jeden Warzen-Typ zu suchen. Da die verursachenden Viren jedoch so stark sind, ist ein Ausrotten der Krankheit bisher und in naher Sicht nicht möglich.


Alternative Behandlungsmethoden

Auch wenn die Medizin mit Operationen, Therapien und den Medikamenten einen großen und entscheidenden Beitrag bei der Behandlung von Warzen leistet, kommt auch sie an ihre Grenzen. Zudem gibt es viele Menschen, die sich eine leichtere und schonendere Behandlung wünschen. In solchen kann man zu alternativen Behandlungsmethoden greifen.

Phytotherapie
Hierbei handelt es sich um eine Behandlungsmethode, die auf die Kräfte der Pflanzen setzt. Aus wissenschaftlicher Sicht kann die Wirkung von Pflanzen zwar nicht bekräftigt werden, dennoch gibt es viele Fälle, in denen die Phytotherapie gleiche oder sogar bessere Resultate lieferte. Der entscheidende Unterschied der Phytotherapie im Vergleich zu traditionellen Medikamenten ist, dass sie die Warzen indirekt heilt. Dies bedeutet, dass die Pflanzenkräfte beispielsweise für eine bessere Durchblutung sorgen und dadurch eine schnellere Regeneration der Haut herbeiführt.

Horvi-Enzym-Therapie
Die Horvi-Enzym-Therapie verspricht eine Heilung mittels Enzyme. Diese werden aus Tiefgiften entnommen und zu Medikamenten verarbeitet. Werden sie dann dem Körper zugeführt, unterstützen und erhöhen diese bestimmten Abläufe im Körper und sorgen demnach für eine bessere und schnellere Heilung. So können die Enzyme beispielsweise die Durchblutung verbessern und damit zu einer besseren Heilung der Warzen sorgen. Auch de Abwehrkräfte können durch zusätzliche Enzyme gestärkt werden, und die Warzen dadurch ohne zusätzliche Behandlungen entfernen.


Welche Hausmittel können helfen?

Alkohol
Eines der schnell wirkensten Hausmittel ist hochprozentiger Alkohol. Dieser wirkt ähnlich eines Desinfektionsmittels und trocknet zudem die Warze aus. Zur Behandlung sollte die Warze täglich mehrmals mit etwas Alkohol auf einem Wattepad betupft werden. Wichtig hierbei, wie bei anderen Hilfsmitteln auch, ist es nicht zu übertreiben. Es genügen bereits wenige Tropfen des Alkohols. Zu viel könnte auch dazu führen, dass die umliegende Haut ausgetrocknet wird, was zu einem weiteren Befall von Warzen führen könnte. Zudem sollte die Haut regelmäßig gesäubert werden, damit der Alkohol nicht mit Schmutz zusammenkommt.

Apfelessig
Auch Apfelessig sorgt für ein Austrocknen der Warze und kann wie Alkohol mittels Watte mehrmals auf die Warze gegeben werden. Danach sollte diese zusätzlich mit einem Pflaster bedeckt werden, um das Eindringen von Bakterien zu verhindern. Der Vorgang des Betupfens sollte drei Mal täglich so lange durchgeführt werden, bis die Warze abgefallen ist.

Bananenschalen
Von der Bananenschale wird ein ganz kleines Stück abgeschnitten, über die Warze gelegt und mit einem Pflaster bedeckt. Dieses sollte über Nacht und am Morgen gewechselt werden. Der Grund für die Wirkung ist, dass die in der Banane steckenden Enzyme für eine schnellere Heilung sorgen. Nach rund zwei Wochen sollte die Warze verschwunden sein.

Knoblauch
Knoblauch ist ein altbewehrtes Hausmittel und wird gegen viele Krankheiten angewendet. Auf Warzen hat der Knoblauch ebenfalls eine heilende Wirkung. Dafür wird eine kleine Scheibe frischen Knoblauchs auf die Warze gelegt und mit einem Pflaster bedeckt. Der Knoblauch sollte rund sieben Tage auf der Warze verweilen. Die Scheibe sollte täglich durch eine neue ersetzt werden.

Aloe Vera
Aloe Vera hat einen feuchtigkeitsspendenden und pflegenden Effekt auf die Haut. Zudem werden auch Keime wirkungsvoll abgetöt. Nach dem Reinigen der Haut wird entweder ein frisches Stück der Aloe Vera oder eine kleine Menge des Extrakts auf die Warze gegeben und mit einem Pflaster bedeckt. Die Heilung dauert rund sieben Tage. Das Pflaster und die Aloe Vera sollten morgen und abends gewechselt werden.

Backpulver
Backpulver wirkt bekannterweise entzündungshemmend und wird oft auch im Kampf gegen Viren eingesetzt. Bei der Bekämpfung von Warzen wird etwas Backpulver mit Wasser oder Essig zu einer dicken Paste verrührt und auf die Warze gegeben. Diese Mischung sollte mittels eines Verbandes oder Pflasters fixiert und zweimal täglich erneuert werden.

Honig
Ein weiteres Hausmittel bei der Bekämpfung von Warzen ist Honig. Dieser Stoff spendet der Haut Feuchtigkeit, wirkt aber auch desinfizierend. Bei der Anwendung wird eine kleine Menge des Honigs auf die Warze gegeben und wahlweise mit einem Pflaster oder einem Verband bedeckt. Das ganze sollte über Nacht einwirken. Für ein optimales Ergebnis sollte der Honig mehrere Tage am Stück angewendet werden. Der Vorteil bei Honig ist zudem, dass dieser gut mit anderen Hilfsmitteln kombiniert werden kann. So ist eine Mischung aus Knoblauch mit Honig oder Honig mit Backpulver möglich.

Kartoffel
Bei Kartoffeln kann sowohl der reine Saft als auch eine Scheibe verwendet werden. Nach einer gründlichen Reinigung der betroffenen Stelle wird entweder etwas Kartoffelsaft auf die Warze geträufelt und für mehrere Stunden einwirken gelassen oder eine Kartoffelscheibe wird draufgelegt und mit einem Verband stabilisiert. Bei einer täglichen Einwirkzeit von rund 5 bis 10 Stunden tritt bereits nach wenigen Tagen eine Veränderung ein.

Kokosöl
Auch Kokosöl kann gegen Warzen verwendet werden. Grund dafür sind die reinigende und zugleich feuchtigkeitsspendende Wirkung des Kokosöls. Dafür wird die gereinigte Haut mehrmals mit etwas Kokosöl eingerieben. Nach rund ein bis zwei Wochen sollte die Warze verschwunden sein. Da Kokosöl nicht nur gegen Warzen hilft, sondern generell für eine weiche und gesunde Haut sorgt, kann es auch nach dem Baden als Körperöl angewendet werden, wodurch die Warzen automatisch bedeckt werden. Dies ist besonders bei einem Befall mit mehreren Warzen ideal.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Kräuter und Pflanzen werden bereits seit der Antike zur Heilung von Krankheiten eingesetzt. Auch heutzutage finden diese noch eine Anwendung, da sie eine schonende und kostengünstigere Alterative zu vielen Medikamenten sind. Zudem bieten viele der Kräuter den Vorteil, dass es keiner genauen Dosierung oder Anleitung gibt. Auch Nebenwirkungen gibt es bei Kräutern, außer beim Besehen einer Allergie, nicht.

Schöllkraut
Schöllkraut hat eine leicht ätzende Wirkung, die jedoch sanft genug ist, um die Haut nicht zu schädigen. Zur Anwendung wird täglich mehrmals etwas Saft auf die Warze geträufelt oder getupft. Entscheidend dabei ist, dass die Haut vor dem Auftragen immer desinfiziert wird. Dies ist wichtig, damit kein Schmutz in die Warze eindringen kann und für eine Entzündung sorgt.

Löwenzahnsaft
Löwenzahnsaft kann in jeder Apotheke gekauft werden. Dieser wirkt mild und dennoch leicht ätzend auf die Warze, was eine schnelle Heilung verspricht. Mehrmals täglich sollte ein Tropfen auf die Warze gegeben werden. Auch hierbei ist eine vorherige Desinfektion zwingend nötig, um eine Entzündung zu verhindern.

Wolfsmilch (Euphorbium)
Auch der Saft der Wolfsmilchs ist für seine ätzende Wirkung bekannt. Dieser Kräutersaft ist jedoch besonders stark und sollte deshalb mit großer Sorgfallt auf die Warze aufgetragen werden, um die umliegende Haut nicht zu schädigen. Aufgrund der stark ätzenden Wirkung ist nur eine Anwendung täglich nötig, solange bis die Warze verschwunden ist.

Lebensbaun (Thuja)
Der Lebensbaun-Tinktur findet sich in jeder Apotheke. Die Wirkung dieser Pflanze ist reinigend und desinfizierend und damit besonders wirkungsvoll gegen Warzen. Ein bis zweimal täglich wird ein Tropfen auf die Warze gegeben. Die Anwendung sollte so lange wiederholt werden, bis die Warze verschwunden ist.

Efeu
Efeu bzw. einige Blätter müssen vor der Anwendung eine halbe Stunde in etwas Wasser gekocht werden. Danach wird der Absud gefiltert und genutzt. Morgens und Abends sollte nun etwas von der Flüssigkeit mit einem Wattebausch auf die betroffene Stelle(n) getupft werden. Nachts kann zusätzlich noch ein Pflaster drübergelegt werden. Nach rund zwei Wochen sollte die Warze verschwunden sein. Wenn das Efeu-Wasser nach einigen Tagen gärt, kann es dennoch problemlos weiter verwendet werden.


Ätherische Öle

Auch ätherische Öle haben aufgrund ihrer aromatischen Eigenschaft eine starke Wirkung gegen Warzen. Sie sind in jeder Apotheke erhältlich und außer bei Bestehen einer Allergie auch schonender für den Körper und die Haut als Medikamente.

Teebaum
Teebaumöl wird aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung bereits seit mehreren Jahren bei der Bekämpfung von Pickeln eingesetzt. Auch gegen Warzen wirkt das Öl und sorgt zudem für eine Linderung des Reizes sowie der Entzündung. Für eine optimale Wirkung ist bereits ein Tropfen am Morgen und Abend ausreichend. Nach rund ein bis zwei Wochen ist die Warze verschwunden.

Thuja
Thuja ist ein weiteres Öl, das sehr effektiv gegen Warzen ist. Verdünnt aufgetragen wirkt es gegen Hautreizungen und kann die Durchblutung fördern. Zudem hat Thuja eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Vorteilhaft bei diesem Öl ist, dass es nahezu geruchsneutral ist und damit auch nachts angewendet werden kann, ohne zu stören. Es empfiehlt sich nachts die Stelle mit einem zusätzlichen Pflaster zu bedecken, um sie vor Schmutz zu schützen.

Knoblauch
Nicht nur frisch, auch als Öl, hat Knoblauch eine heilende Wirkung bei Warzen. Knoblauchöl reinigt die Haut und wirkt zugleich entzündungshemmend. Bei schmerzhaften Warzen, beispielsweise an den Fußsohlen, wirkt das Öl zudem schmerzlindernd. Nach dem Auftragen sollte ein Pflaster über die Stelle geklebt werden, um das Öl einzuschließen und den Eintritt von Schmutz und Staub zu verhindern.

Myrrhe
Myrrhe hat eine stark desinfizierende Wirkung und sorgt damit für eine schnelle Heilung von Warzen. Das ätherische Öl sollte dabei morgens und abends auf die Warte geträufelt werden. Zusätzlich kann die Stelle über Nacht mit einem Pflaster bedeckt werden. Die Anwendung sollte so oft wiederholt werden, bis die Warze komplett verschwunden ist. Es ist zudem wichtig, das Pflaster täglich zu wechseln und die Hautstelle unter fließendem Wasser vor eventuellem Schmutz und Staub zu befreien.

Zitrone
Zitronenöl kann sowohl Entzündungen hemmen als auch Viren wirkungsvoll bekämpfen. Tröpfchenweise morgens und abends auf die Warze aufgetragen, ist diese bereits nach rund zwei Wochen verschwunden. Grund dafür ist, dass die Zitrone sowohl über reinigende als auch austrocknende Eigenschaften verfügt. Wichtig ist die Haut vor jeder Anwendung unter fließendem Wasser zu reinigen, damit sich kein Dreck auf der Warze befindet.

Zwiebel
Die Zwiebel wirkt zum einen antibakteriell und schmerzlindernd und zum anderen auch gegen Abszesse. Dadurch macht sich das Öl besonders gut bei großen Warzen und auch in akuten Fällen, in denen es bereits zu einer Abszessbildung gekommen ist. Die Haut sollte vor dem Auftragen gründlich gereinigt werden. Danach reichen morgens und abends ein bis zwei Tropfen und die Warze ist nach wenigen Tagen verschwunden. Wichtig ist, dass die Haut regelmäßig gereinigt wird, bevor neues Zwiebelöl aufgetragen wird, damit keine Vermischung mit Schmutz entsteht, welcher in die Warze eindringen könnte.


Homöopathie & Globuli

Eine weitere Alternative zur Medizin bzw. zu Medikamenten stellen Homöopathie und Globuli dar. Bei der Anwendung von homöopathischen Mitteln kommt es sowohl auf die Art der Warze als auch auf die einzelnen Symptome an.

Harte, verhornte und schmerzende Warzen
Härtere Warzen mit einer bereits bestehenden Verhornung der Haut können im schlimmsten Fall zu Hühneraugen oder Nagelpilz führen. Antimonium Crudum in der Potenz D12 wirkt besonders beruhigend auf der Haut und führt zudem aufgrund der durchblutungsfördernden Eigenschaft zu einer schnellen Abheilung der Warze(n). Hiervon sollten Sie drei Mal täglich fünf Globuli einnehmen, bis die Warze verschwunden ist.

Harte, rissige und blutende Warzen
Blutet die Warze bereits, oder ist sie stark entzündet, hilft Causticum Hahnemanni in D12. Dieses Mittel unterstützt den Körper sowie andere eingenommene Arzneimittel bei ihrer Arbeit. Dadurch kann es zu einem schnelleren Stoffwechsel und dadurch zu einer schnelleren Heilung der Warze kommen. Bei der Einnahme empfehlt sich täglich fünf Globuli drei Mal täglich einzunehmen.

Kleine und flache Warzen / Dellwarzen
Handelt es sich um kleinere Warzen oder gar Dellwarzen hilft Ferrum picrinicum in der Potenz D12. Drei Mal täglich sollten fünf Globuli eingenommen werden, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Es hilft dem Körper und den Körperfunktionen unterstützend bei ihren Aufgaben und sorgt damit allgemein für eine schnellere Heilung. Dieses Mittel kann auch parallel zu Arzneimitteln eingenommen werden, um die Wirkung dieser zu intensivieren.

Große, rissige, und weiche Warzen
Sind die Warzen besonders groß und weich, hilft Acidum nitricum in der Potenz 12. Dieses Mittel kann Entzündungen heilen und Geschwüre verhindern oder lindern. Sie sollten täglich drei Mal jeweils fünf Globuli einnehmen.

Große, weiche und bräunliche Warzen
Besonders großen und bräunlichen Warzen gehen oft viele andere Beschwerden mit einher. Was gut hilft, ist Thuja in der Potenz D12. Besonders bei akuten Beschwerden zeigt sich mit Thunja eine schnelle und effektive Linderung. Drei Mal täglich sollten fünf Globuli eingenommen werden.

Bei Kindern
Da das Immunsystem von Kindern noch nicht so stark ist, sind sie besonders häufig von Warzen betroffen. Hierbei ist es wichtig nicht zu starken Arzneimitteln zu greifen, um der jungen Haut und dem Körper nicht zu schaden.

Harte, hornige Warzen
Bei harten und verhornten Warzen hilft Causticum Hahnemanni D12. Dieses Mittel unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte und sorgt dafür, dass die Warzen schnell abheilen, ohne Narben zu hinterlassen. Die Dosierung variiert dabei je nach Alter:

  • 0 bis 1 Jahr: 3-mal täglich 1 Globuli
  • 2 bis 6 Jahre: 3-mal täglich 2 Globuli
  • 7 bis 13 Jahre: 3-mal täglich 5 Globuli

Dornwarzen
Dornwachsen entstehen an den Fußsohlen und können deshalb oft schmerzhaft sein. Was hilft, ist Stibium sulfuratum nigrum D12. Dieses kann sowohl die Warzen im Anfangsstadion als auch bereits entstandene Ekzeme beseitigen. Die Dosierung sollte dabei an das Alter angepasst werden:

  • 0 bis 1 Jahr: 3-mal täglich 1 Globuli
  • 2 bis 6 Jahre: 3-mal täglich 2 Globuli
  • 7 bis 13 Jahre: 3-mal täglich 5 Globuli

Gestielte Warzen
Gestielte Warzen sind zwar meist nicht schmerzhaft, können jedoch zu mehreren Begleiterscheinungen führen. Ferrum picrinicum D6. Dieses Mittel wirkt unterstützend bei den Körperfunktionen und führt damit zu einer beschleunigten Abheilung der Warzen. Die Dosierung sollte nach folgenden Angaben durchgeführt werden:

  • 0 bis 1 Jahr: 3-mal täglich 1 Globuli
  • 2 bis 6 Jahre: 3-mal täglich 2 Globuli
  • 7 bis 13 Jahre: 3-mal täglich 5 Globuli

Große, schmerzende Warzen
Bei besonders großen und schmerzenden Warzen hilft Dulcamara in der Potenz D12. Dieses Mittel hilft bei der Bekämpfung von Viren und Entzündungen. Es kann zudem auch parallel zu anderen Medikamenten eingenommen werden, um dessen Wirkung zu unterstützen. Es gilt die folgende Dosierung:

  • 0 bis 1 Jahr: 3-mal täglich 1 Globuli
  • 2 bis 6 Jahre: 3-mal täglich 2 Globuli
  • 7 bis 13 Jahre: 3-mal täglich 5 Globuli

Feigwarzen
Feigwarzen sind die aggresivste Art von Warzen. Sie gehen oft mit starken Schmerzen, Entzündungen, Infektionen und Ausfluss einher. Was dagegen hilft, ist Thuja in der Potenz D12. Dieses Mittel verspricht eine schnelle Wirkung und Heilung der Warzen. Es gilt dabei die folgende Dosierung:

  • 0 bis 1 Jahr: 3-mal täglich 1 Globuli
  • 2 bis 6 Jahre: 3-mal täglich 2 Globuli
  • 7 bis 13 Jahre: 3-mal täglich 5 Globuli

Feigwarzen im Genitalbereich
Bei Feigwarzen im Genitalbereich ist eine schnelle Behandlung nötig. Sabina in der Potenz D12 wirkt beruhigend und entzündungshemmend auf die Haut. Die Dosierung ist vom Alter abhängig.

  • 0 bis 1 Jahr: 3-mal täglich 1 Globuli
  • 2 bis 6 Jahre: 3-mal täglich 2 Globuli
  • 7 bis 13 Jahre: 3-mal täglich 5 Globuli

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze gehören zur Gruppe der Mineralien. Sie sorgen im Körper für einen Ausgleich des Mineralhaushalts.

Bei allen Warzen-Arten kann das Schüssler-Salz Nr. 4. Kalium Chloratum innerlich angewendet werden. Dieses Salz sorgt für eine Linderung von Entzündungen und reguliert dadurch auch die Schmerzen. Ein weiteres Salz ist das Nr. 25. Aurum chloratum natronatum. Auch dieses dient zur inneren Anwendung. Von den Tabletten sollten je nach Stadium der Krankheit drei bis sechs Mal täglich eine bis drei Stück eingenommen werden. Diese werden im Mund zergehen gelassen.

Bei akut schmerzenden Warzen sind die Schüssler-Salze auch in Salbenform empfehlenswert. Sowohl die Nr. 4. Kalium Chloratum, die Nr. 10. Natrium Sulfuricum als auch die Nr. 25. Aurum chloratum natronatum sollten in kleinen Mengen täglich mehrmals auf die Warze aufgetragen und einmassiert werden. Wichtig dabei ist, dass die Haut zuvor desinfiziert wurde. Besonders Nr. 10. Natrium Sulfuricum hilft dabei, die Viren aus dem Körper zu bringen.

Alle Schüsslersalze im Überblick

Zur innerlichen Anwendung:

  • Nr. 4. Kalium Chloratum
  • Nr. 25. Aurum chloratum natronatum

Drei bis sechs Mal täglich eine bis drei Tabletten

Zur äußerlichen Anwendung in Salbenform

  • Nr. 4. Kalium Chloratum
  • Nr. 10. Natrium Sulfuricum
  • Nr. 25. Aurum chloratum natronatum

Diät & Ernährung

Bereits mit der richtigen Ernährung kann viel für eine Linderung der Symptome getan werden. Der Grund dafür ist, dass das Immunsystem bzw. die körpereigenen Abwehrkräfte bei der Bekämpfung von Warzen eine entscheidende Rolle spielen. Die richtige Ernährung kann für ein besseres Immunsystem sorgen und damit die Warzen heilen.

Viele Vitamine
Vitamine finden sich in einer Vielzahl an Nahrungsmitteln. Sowohl Obst und Gemüse als auch tierische Produkte besitzen oftmals einen hohen Anteil verschiedenster Vitamine. Während manche von ihnen selbst vom Körper produziert werden, gibt es andere, die dem Körper zugeführt werden müssen. Vitamin C beispielsweise wird für die Herstellung von Enzymen benötigt. Diese wiederum sind für die Regeneration der Haut verantwortlich und damit auch für die Beseitigung von Warzen. Mit einer ausreichenden Vitaminzufuhr kann zu einer schnelleren Heilung beigetragen werden.

Eine ausgewogene Ernährung
Die Funktion des Stoffwechsels hängt stark mit dem gesamten Wohlbefinden zusammen, sowie mit einem gesunden Schlaf. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung wird genau dies erreicht. Der Körper benötigt ausreichende Fette, Eiweiß und Kohlenhydrate, um einwandfrei zu funktionieren. Ist dies geboten, wird das Immunsystem gekräftigt und Warzen verschwinden schneller.

Low-Carb
Generell dient der Verzicht auf viele Kohlenhydrate meist dazu, um an Gewicht zu verlieren. Es ist jedoch bewiesen, dass eine zu hohe Zufuhr von Kohlenhydraten zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führt. Dies wiederum sorgt für einen schlechten Stoffwechsel, eine mangelnde Durchblutung und schlussendlich für ein gestörtes Immunsystem. Da starke Abwehrkräfte bei der Bekämpfung von Warzen jedoch wichtig sind, sollte dieses mit der richtigen Ernährung gekräftigt werden. Der Verzicht auf viele Kohlehydrate und damit die erhöhte Aufnahme von Eiweiß gibt dem Körper mehr Energie und unterstützt die Selbstheilung von Warzen.

Ausreichende Flüssigkeitaufnahme
Warzen sorgen für eine trockene Haut und verhornte Stellen. Damit diese schnell abheilen, sollte die Haut mit viel Feuchtigkeit versorgt werden. Außer mit Cremes und Lotionen geht dies auch von innen heraus durch die Zugabe von Flüssigkeit. Trinken Sie demnach täglich rund vier Liter, um die Haut besonders weich, feucht und elastisch zu halten. Dadurch bieten Sie auch den warzenverursachenden Viren keinen Nährboden mehr und sie sterben langsam ab.


FAQ – Fragen & Antworten

Können Babys auch Warzen bekommen?
Ja. Warzen können in jedem Lebensalter auftreten. Grund dafür ist, dass die Warzen durch einen Virus verursacht werden, für den jeder, auch Babys und Kleinkinder empfänglich. Besonders oft bekommen Babys sogar mehr als nur eine einzelne Warze, da ihr Immunsystem noch nicht ganz ausgereift ist. So können selbst Eltern den Virus an die Babys übertragen, ohne dass sie selbst eine Warze bekommen. Generell verschwinden die Warzen jedoch von alleine. Nur bei einer großen Menge sollte etwas unternommen werden.

Sind Warzen ansteckend?
Warzen selbst nicht, jedoch der Virus, der unter den Warzen liegt. Dieser kann sowohl durch direkten Hautkontakt als auch durch da Berühren von Gegenständen übertragen werden. Prinzipiell ist die Übertragungsrate besonders hoch, jedoch muss der Besitz des Virus auf der Haut nicht immer zum Ausbruch einer Warze führen. Somit sind Warzen bzw. die Erreger generell hoch ansteckend, stellen jedoch mit einem starken Immunsystem oder einer Impfung keine Gefahr dar.

Kann man öfter im Leben Warzen bekommen?
Ja. Bei Warzen gibt es generell keine Altersgrenze und auch keine Grenze in puncto Häufigkeit. Warzen können, selbst wenn Sie von alleine verschwinden wieder kommen oder neue können entstehen. Zudem kann es sein, dass man im Kindesalter eine Warze bekomme und plötzlich mit 60 erst wieder. Die Ursache dafür ist, dass jeder Mensch gleich empfänglich für die verursachenden Erreger ist, dies jedoch nicht immer zum Ausbruch führt.

Können Warzen lebensbedrohlich sein?
Jein. Warzen selbst stellen eigentlich keine Gefahr für den Körper dar, da es sich dabei nur um ein Geschwulst oder eine Verhornung auf der Haut handelt. Die Warzen können sich jedoch aufgrund unterschiedlicher Ursachen entzünden und dann zu einer Bedrohung werden. Auch eine unsachgemäße Behandlung kann zu einer Infektion mit weiteren Bakterien führen. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Warzen aufgrund der Viren zu Folgeerkrankungen führen.

Gehen Warzen auch ohne Behandlung weg?
Größtenteils ja. Generell benötigen Warzen keine Behandlung, da sich die Haut automatisch regeneriert. Manchmal jedoch entstehen zu viele Warzen oder es kommt zu Entzündungen Ekzemen. In solchen Fällen gibt es keine Garantie mehr dafür, dass der Körper selbst für eine Heilung sorgt, sodass die Einnahme von Medikamenten nötig wird oder die Warzen chirurgisch entfernt werden müssen. Auch Hausmittel sowie alternative Medizin ist in solch einem Fall ratsam und nötig. Ein äußerer Eingriff sollte jedoch immer die letzte Möglichkeit sein.

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