Knochenkrebs

Knochenkrebs 3d render darstellungKein Teil des menschlichen Körpers ist sicher vor Krebs und Tumoren. Auch die Knochen können von diesen oft lebensgefährlichen Geschwüren heimgesucht werden.

Dies kann besonders gefährlich werden, da operative Eingriffe am Knochen selbst recht kompliziert oder gar ganz unmöglich sind. Des Weiteren kann es schwierig sein, Knochenkrebs früh zu erkennen und somit rechtzeitig zu behandeln. Erkennt man ihn zu spät, kann dies für den Betroffenen oftmals ein Todesurteil sein.

Nichtsdestoweniger wurden auch auf dem Gebiet der Behandlung von Knochenkrebs in jüngster Zeit gewaltige Fortschritte erzielt und Diagnose sowie Therapie werden immer zuverlässiger und effektiver. Behält man diese Entwicklung bei, wird der Kampf gegen Knochenkrebs immer einfacher zu gewinnen sein.

Was ist Knochenkrebs?

Knochenkrebs kann sich in verschiedenen Formen manifestieren. So kann er beispielsweise malignant oder benigne sein, in anderen Worten: Gutartig oder bösartig. Zumeist ist er glücklicherweise gutartiger Natur. Etwa sieben von zehn Erkrankungen stellen sich als gutartig da. Das befördert die Chancen auf Heilung für Betroffene immens.

knochenkrebsDer größte Unterschied zwischen gutartigem und bösartigem Knochenkrebs ist, dass die malignante Variante desselben Metastasen streuen kann und die umgebenden Knochen und das weiche Gewebe direkt angreift. Gutartige Tumore an den Knochen jedoch tun dies nicht. Sie stellen sich in der Regel „lediglich“ als Wucherungen dar, von denen nur geringe Gefahr für Leib und Leben des Betroffenen ausgehen. Zudem sind sie oft vergleichsweise leicht zu kurieren.

Des Weiteren ist zu bemerken, dass Tumor oft nicht direkt in den Knochen entstehen, sondern sich dort mittels Streuung von Metastasen anderer krebskranker Organe bilden. Entstehen sie jedoch direkt im oder am Knochen, spricht man vom sog. „primären Knochenkrebs“.

Auch der Begriff „Knochenkrebs“ selbst ist nur als grober Überbegriff für eine große Varianz etwaiger Tumore oder Krebserkrankungen anzusehen, die die Knochen eines Menschen befallen können. Die einzelnen Unterarten dieser Krebsform werden oftmals sogar als eigenständige Erkrankungen angesehen, die sich lediglich den Wirkungsort, sprich die Knochen, teilen.

Alles in allem kann man den meisten Ausprägungen dieser Krankheit mit modernen Mitteln jedoch gut beikommen und es ist nicht mehr allzu kompliziert auch Krebs im Knocheninneren festzustellen – was ein großer Schritt nach vorne, wenn man bedenkt, dass dies vor nicht allzu langer Zeit noch faktisch unmöglich war.

Welche Ursachen kann Knochenkrebs haben?

Es sei gleich zu beginn angemerkt, dass es der Forschung und der Wissenschaft bislang noch nicht gelungen ist, sichere Gründe für die Entstehung von Knochenkrebs festzustellen. Nichtsdestotrotz konnten einige Faktoren bestimmt werden, die das Risiko Knochenkrebs zu entwickeln stark erhöhen.

Hierzu ist es darüber hinaus wichtig die häufigsten (Unter-)Arten von Knochenkrebs zu benennen:

  • Osteosarkom:
    Diese Form des Knochenkrebses, die auch als osteogenes Sarkom bekannt ist, tritt nur sehr selten auf. Die Häufigkeit dieser Krebsform liegt bei unter 0,0002%. Im gesamten deutschsprachigen Raume, also auch der Schweiz, konnten pro Jahr insgesamt zwischen 150 und 250 Fälle identifiziert werden. Das ist sehr gering.Osteosarkome treten meist in Kindern und Jugendlichen bis zum neunzehnten Lebensjahr auf. Insbesondere steigt die Gefährdung stark an, wenn diese Kinder oder Jugendlichen zu viel Strahlung ausgesetzt waren oder aufgrund von Vorerkrankungen Medikamente gegen Krebs einnehmen mussten.

    Gehäufte Strahlung kann durch die Umwelt, aber auch durch häufiges Röntgen oder Umgang mit radioaktiven Materialien, bspw. in der Flug- und Schiffsüberwachung, verursacht werden. Auch das Rauchen ungefilterter Zigaretten erhöht die im Körper befindliche Radioaktivität um ein Vielfaches.

  • Chondrosarkom:
    Im Gegensatz zum vorherig erwähnten Knochenkrebs, dem Osteosarkom, ist das Chondrosarkom häufiger in älteren Patienten zu beobachten. Das Risiko einer Entwicklung dieses Tumors steigt bis zum sechzigsten Lebensjahr an und flacht danach wieder ab.Darüber hinaus sind vornehmlich Männer Opfer dieser Erkrankung. Deshalb ist Vorsorge für Männer zwischen ihrem 30. und 60. Lebensjahr hier besonders wichtig.Weitere Risikofaktoren können genetischer Natur sein. So sind besonders Personen gefährdet, deren Eltern oder Großeltern ebenfalls an einem Chondrosarkom litten. Des Weiteren sind keinerlei gesonderte Risikofaktoren bekannt, die zur Verursachung beitragen könnten.

    Nichtsdestoweniger raten Ärzte dazu regelmäßig auf diese Art des Knochenkrebses testen zu lassen, da er oftmals erst sehr spät bemerkt wird. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er kaum Schmerzen verursacht und Metastasen erst, wenn überhaupt, sehr spät gestreut werden.

  • Osteom
    Das Osteom soll an dieser Stelle lediglich stellvertretend für eine Reihe weiterer Knochenkrebsarten stehen, die als Folgeerscheinung oder Symptom einer anderen Krankheit entstehen. Denn oftmals liegt die Ursache für Knochenkrebs in einer Vorerkrankung.Osteome beispielsweise treten oft oder beinahe ausschließlich in Verbindung mit dem sog. „Gardener-Syndrom“ auf. Einer Erberkrankung, von der etwa 0,0001% der Weltbevölkerung betrtoffen sind.

    So sind viele Knochenkrebserkrankungen auf eine vorhergehende Belastung durch eine Krankheit zurückzuführen. Ob diese ererbt oder anderweitig erworben ist, spielt dabei keine Rolle, wenn sie potentiell krebsfördernd ist.

Alles in allem lassen sich die Gründe für einen Ausbruch von Knochenkrebs als nur schwer benennen, was eine Ursachenforschung in der Regel immens erschwert. Durch ein ständiges Voranschreiten der Wissenschaft kann man davon ausgehen, dass auch diese noch nebulösen Ursachen bald enträtselt werden.

Durch welche Anzeichen und Symptome äußert sich Knochenkrebs?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Begriff „Knochenkrebs“ lediglich um eine allgemeine Metabezeichnung für eine ganze Reihe verschiedener Ausprägungen von Geschwulste und Tumoren an un in den Knochen. Dadurch wird es schwer allgemeine Symptome dafür festzulegen.

Darüber hinaus gilt zu bedenken, dass viele Vertreter dieser Krebsart meist nicht sehr schmerzhaft sind oder man sie gar nicht bemerkt bis es zu spät ist. Man könnte also sagen, dass manche bis sie ihr Endstadium erreicht haben gänzlich ohne Symptome vorkommen. Das ist natürlich vom medizinischen Standpunkte her eher Unsinn, aber der Patient kann den Knochenkrebs durchaus so wahrnehmen.

Dennoch gibt es einige Ausprägungen dieser Krankheit, die sich mittel distinkter Symptome äußern. Diese können sowohl visuell oder schmerzhaft sein, teilweise auch beides.

Zu diesen Symptomen gehören:

  • Müdigkeit und Verlust der Energiereserven: Oftmals werden Krebserkrankungen davon begleitet, dass Betroffenen die kleinsten Anstrengungen schwer fallen und ein wesentlich stärker ausgeprägtes Schlafbedürfnis haben als zuvor. Hierbei handelt es sich jedoch eher um ein allgemeines Symptom für Krebs.
  • FieberKurze, aber dafür sehr heftige Fieberschübe, die teilweise nahezu tödlich hohe Temperaturen erzwingen können, sind ebenso ein allgemeines Zeichen für eine Krebserkrankung. Treten diese häufiger und scheins grundlos auf, sollte man umgehend einen Arzt konsultieren.
  • Gewichtsverlust: Viele Krebspatienten verlieren ihren Appetit und essen weniger, aber auch bei gleichbleibend hoher Nahrungszufuhr kann es dazu kommen, dass Betroffene an Gewicht verlieren.Man sollte diesen Umstand nicht als glückliche Fügung wahrnehmen, sondern dringendst medizinisches Fachpersonal aufsuchen und sich eingehend untersuchen lassen. Denn Appetitlosigkeit ist besonders anfangs einer Krebserkrankung zu beobachten. Darum ist hier schnelles Handeln gefragt, um früh Hilfe leisten zu lönnen.
  • Schwache Knochen und KnochenbrücheInsofern von Knochenkrebs betroffen, verlieren die Knochen selbst natürlich an Stabilität, weswegen es vermehrt zu Knochenbrüchen kommen kann. Diese treten bisweilen selbst bei geringfügigen Stürzen oder Verletzungen auf. Wer anfällig für Knochenbrüche ist, sollte sofort einen Arzt aufsuchen.

Wie sehen gängige Diagnoseverfahren aus und wie verläuft eine Erkrankung?

Die diagnostischen Mittel sind nicht allzu zahlreich, aber dafür sehr genau.

Besteht ein Verdacht auf eine Erkrankung mit einer Form von Knochenkrebs, sind sofort Tests anzuordnen. Diese beinhalten in aller Regel eine Reihe sog. „Scanning“ Tests. Also der Gewinnung von Bildern aus dem Inneren des Körpers mittels Röntgenaufnahmen, CMRT usw.

Darüber hinaus entnimmt man zur Klärung weiterer Fragen auch Blutproben.

Als besonders wichtig stellen sich allerdings Biopsien dar. Hierfür entnimmt man ein Stück Gewebe vom Tumor selbst und untersucht es anschließend. Das ermöglicht es dem Arzt festzustellen, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt. Auch die genaue Zusammensetzung und Ansprache des Geschwüres ist somit besser zu klären.

Der Verlauf einer Erkrankung mit Knochenkrebs variiert dahingehend sehr stark, an welcher Unterform desselben der Patient leidet. Es können Monate oder Jahre vergehen, bevor der Patient überhaupt bemerkt, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Teils kann es aber auch sehr rapide verlaufen und der Betroffene entwickelt starke Symptome binnen kürzester Zeit.

Wie dem auch sei, sind Krankheitsverläufe meist stark von der Behandlung abhängig. Unbehandelte bösartige Krebsgeschwüre führen früher oder später unweigerlich zum Tode, wohingegen gutartige Geschwüre nicht immer den Henker für den Betroffenen bedeuten müssen. Nichtsdestotrotz sollte man eine Behandlung anstreben.

Wie wird Knochenkrebs therapiert?

Bei Krebserkrankungen stehen grundsätzlich drei große Therapieansätze zur Verfügung:

  1. Operation
  2. Chemotherapie
  3. Strahlentherapie

Diese sindk natürlich je nach Fall variabel und spezifisch anzupassen.

Teilweise dramatische Verbesserungen in der Chirurgie machen operative Entfernungen von Knochenkrebs zur Regel. Dabei kann man inzwischen meist restlos allen Krebszellen den garaus machen, ohne dabei gesundes Gewebe zu beschädigen.

Chemotherapie hat keinen guten Ruf, das liegt aber nicht daran, dass sie nicht wirksam wäre, sondern daran, dass sie sehr unangenehm ist. Wobei zu erwähnen ist, dass Chemotherapie nicht bei allen Unterarten des Knochenkrebses einsetzbar ist. Ist sie jedoch einsetzbar, verspricht sie oftmals große Erfolge.

Strahlentherapie wird meist nicht alleine, sondern in Kombination mit anderen Heilungsmethoden angewandt. Beispielsweise zusammen mit chirurgischen Maßnahmen. Auch hierbei sind die Heilungschancen relativ hoch.

Alles in allem sind die zur Verfügung stehenden Mittel, den Patienten zu behandeln sehr effektiv und darüber hinaus in den meistens Fällen erfolgversprechend. Dennoch muss man ehrlicherweise zugestehen, dass nicht immer jedem Abhilfe geleistet werden kann.

Gibt es alternative Heilungsmethoden?

Nein, gibt es nicht. Zumindest nicht für die Heilung selbst. Die Nachbehandlung jedoch kann durchaus effektiv von alternativen Heilmethoden unterstützt werden, sollte aber nicht alleine auf solchen beruhen!

Gibt es Hausmittel gegen Knochenkrebs?

Absolut nicht! Jeder der etwas anderes behauptet kann nicht viel mehr sein als ein Kurpfuscher. Darum Finger weg von vermeintlichen Hausmittelchen gegen ernste Erkrankungen wie Knochenkrebs. Diese können die Sache bisweilen bloß verschlimmern.

Vorbeugung und Prophylaxe

Eine gezielte Vorbeugung gegen Knochenkrebs ist nicht möglich. Allerdings kann man sich an allgemeine Vorgaben halten, die Krebserkrankungen unwahrscheinlicher machen. Dazu gehören: Nicht rauchen, direktes Sonnenlicht vermeiden, sich keiner Strahlung aussetzen, regelmäßige Arztbesuche usw.

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