Amalgam

Amalgam ist ein relativ günstiges Material, um damit Zahnprobleme zu beheben. Allerdings ist immer wieder von gesundheitlichen Risiken die Rede. Gesundheitliche Folgebeschwerden wie zum Beispiel Amalgamvergiftungen machen immer mal wieder in den Medien die Runde, auch wenn sie nicht wirklich bewiesen sind. Die Vorteile, zu denen auch die einfache Verarbeitung und die lange Haltbarkeit zählen, überwiegen allerdings die möglichen Probleme.

Wenn der Zahnarzt das Material angerührt hat, bleiben ihm noch 10 bis 30 Minuten für die endgültige Aufbringung auf oder in den Zahn. In dieser Zeit muss das Amalgam an das Loch und das Gebiss angepasst sein. Nach diesem Zeitpunkt beginnt das Material bereits auszuhärten und kann vom Mediziner poliert werden. Durch das Polieren werden die Übergänge zwischen dem Zahn und der Füllung geglättet. Schon nach einer Stunde kann die neue Füllung leichteren Beanspruchungen standhalten.


Was ist Amalgam?

Amalgam ist eine Legierung, die neben anderen Stoffen auch Quecksilber enthält. In Deutschland wird Amalgam bereits seit mehr als 100 Jahren als Zahnersatz eingesetzt. Das medizinische Amalgam besteht zur Hälfte aus Quecksilber. Die andere Hälfte ist eine Mischung aus verschiedenen Materialien wie Kupfer, Zinn und Silber.

Amalgam kann technisch angefertigt werden, aber es gibt dieses Material auch als natürlich vorkommendes Amalgam. In der Medizin wird technisches Amalgam verwendet, welches zuvor als eine Paste angerührt wurde. Durch seine Konsistenz kann es leicht in jede Form gebracht werden und passt sich hervorragend dem Zahn an. Einmal ausgehärtet bleibt es viele Jahre formstabil. Es gibt viele Metalle, die in Quecksilber aufgelöst werden können. So ist es auch kein Wunder, dass im Laufe der Zeit verschiedene Amalgame entstanden sind. Wie fest das Amalgam ist, hängt in erster Linie davon ab, wie hoch der Quecksilberanteil in der Mischung ist.


Gute Pflege ist wichtig

Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt und tägliches Putzen sind die wichtigsten Punkte der Zahnhygiene. Das wissen heutzutage schon unsere Kinder. Trotzdem ist es gar nicht so einfach, seine Zähne richtig zu pflegen. Der Handel bietet die unterschiedlichsten Zahncremes und Zahnbürsten an. Es ist gar nicht so einfach, sich in diesem Dschungel zurechtzufinden.

Im Prinzip reicht es, wenn die Zähne zwei bis drei mal am Tag für zwei bis drei Minuten geputzt werden. Gute Zahnpasta hängt nicht vom Preis ab, sondern von ihren Inhaltsstoffen. Sie soll reinigen, pflegen und vor Karies schützen. Das funktioniert am besten mit einer Zahnpasta, die Fluor enthält. 1 bis 1,5 g Fluorid pro einem Kilo Zahncreme sind dafür schon ausreichend. Die meisten Zahncremes, die bei uns angeboten werden, erfüllen diese Voraussetzung.

Dabei spielt es keine Rolle, ob auf der Zahncreme Natriumfluorid, Aminfluorid oder Natriummonofluorphosphat steht. Es spielt auch keine Rolle, was die Zahncreme kostet. Die schlechteste Zahncreme ist einfach die, die Ihnen als Anwender unangenehm im Geschmack ist. Neueste zahnmedizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass es für Erwachsene sinnvoll ist, einmal in der Woche ein hoch dosiertes Gel mit Fluorid zu benutzen. Das Gel versorgt die Zähne hervorragend mit Fluor und trägt dazu bei, den Zahnschmelz zu härten.
So entsteht ein guter Schutz vor Karies. Hochwertige Zahncremes mit Fluor werden in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in den Apotheken angeboten. Auch hier ist es nicht notwendig, dass Sie teures Gel kaufen. Wichtig sind die Inhaltsstoffe und ein angenehmer Geschmack. Die beste Zahncreme mit hochwertigem Fluor würde nichts nutzen, wenn sie Ihnen unangenehm ist und Sie sie deshalb nicht verwenden.


Interessante Fakten zu Amalgam

Seit wann wird Amalgam in der Zahnmedizin verwendet?

Amalgam wird in der Zahnmedizin seit vielen Jahren verwendet. Bei diversen anderen Materialien passiert es immer wieder, dass beim Aushärten Mikrorisse an der empfindlichen Stelle des Überganges von der Füllung zum Zahn entstehen. Beim Amalgam ist das nicht der Fall, weil die Schrumpfung beim Aushärten sehr gering ist. Dadurch kann beim Übergang ein optimaler Abschluss zum Zahn erreicht werden. Andere Füllstoffe machen es der Karies relativ einfach, den Zahn erneut anzugreifen.

Kommt es bei der Verwendung von Amalgam zu Nebenwirkungen?

Bei den vielen Vorteilen, die Amalgam aufzuweisen hat, gibt es allerdings auch einen großen Nachteil. Seit vielen Jahren wird Amalgam verdächtigt, für Kopfschmerzen, Sehstörungen oder sogar Depressionen verantwortlich zu sein. Wissenschaftliche Studien haben diese Tatsache weder bestätigen noch widerlegen können. Ganz im Gegenteil, im Klinikum „Rechts der Isar“ in München wurde nach einer zwölfjährigen Studie des Zentrums für Naturheilkundliche Forschung festgestellt, dass es zwischen der Anzahl der Amalgamfüllungen und dem Auftreten der oben genannten Symptome sehr wahrscheinlich keinen Zusammenhang gibt.

Ist Amalgam durch das Quecksilber schädlich?

Quecksilber kann für den Körper nur so lange belastend werden, wie es nicht vollkommen ausgehärtet ist. Wenn sich das Material erst einmal mit dem Silber verbunden hat, kann kein Quecksilber mehr austreten. Allerdings sollten Sie als Patient immer daran denken, dass die Zähne Schwerstarbeit zu leisten haben und deshalb ein ganz geringer Abrieb immer möglich ist. Um eine regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt werden Sie also nicht umhin kommen. Eine allgemeine Zahnpflege ist nicht ausreichend, um eine optimale Zahngesundheit zu gewährleisten. In regelmäßigen Abständen sollten die Übergänge zwischen der Füllung und dem Zahn immer wieder poliert werden, damit an den Rändern keine Karies entsteht. Mindestens genauso wichtig ist es, dass der Zahnarzt die Füllung auf ihren korrekten Sitz untersucht. Eventuell entstehende Risse im Material müssen möglichst bald behandelt werden, damit keine undichten Stellen entstehen. Auch undichte Stellen sind ideale Eingänge für Karies.


Welche Formen, Arten & Typen von Amalgam gibt es?

Natürliches Amalgam tritt in Verbindung mit Palladium, Kupfer, Blei, Gold oder Silber auf. In der Zahnmedizin werden künstlich hergestellte Amalgame verwendet. Amalgame finden außerdem Verwendung als Reduktionsmittel in der Chemie oder in Thermometern, die in extrem tiefen Temperaturbereichen arbeiten. Der Einsatz von Amalgam ist äußerst vielseitig. Technische Amalgame sind unter anderem Goldamalgam, Natriumamalgam, Ammoniumamalgam, Aluminiumamalgam oder Thalliumamalgam. Das sogenannte Zahnamalgam macht nur einen geringen Prozentsatz der technischen Amalgame aus.

Bestandteile von Amalgam

Aufbau, Funktion & Wirkungsweise von Amalgam

Amalgam wird unmittelbar vor der Verwendung zubereitet. Für Zahnamalgam werden Silber und Zinn in einem Verhältnis von ungefähr drei zu eins gemischt. Es entsteht dabei eine intermetallische Verbindung. Das Kupfer wird beigesetzt, um eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften zu erreichen. Während der Verarbeitung wird die Mischung vom Zahnarzt in feine Späne zerteilt und mit einer Quecksilbersalzlösung voramalgamiert. Dieser Vorgang beschleunigt die eigentliche Reaktion der Erzeugung von Amalgam. Beim Mischen muss das Amalgam sehr intensiv mit hochreinem Quecksilber vermengt werden.

Während der Bearbeitung und des Aushärtens Gehen Quecksilber und Silber eine enge Beziehung ein. Erst dadurch verändert sich die Konsistenz des Amalgams von formbar zu fest. Im Laufe von 24 Stunden wird das Material so fest, dass Sie als Patient nicht mehr spüren sollten, dass sich in Ihrem Zahn ein Fremdmaterial befindet. Sie können im wahrsten Sinne des Wortes wieder kraftvoll zubeißen. Wenn keine außergewöhnlichen medizinischen Probleme auftreten, sollte die Füllung bei entsprechender Zahnhygiene ungefähr zehn Jahre halten.


Medizinischer und gesundheitlicher Nutzen von Amalgam

Amalgam wird seit vielen Jahren als Füllstoff für defekte Zähne verwendet. Aufgrund seiner guten Verarbeitungsmöglichkeiten ist dieses Material besonders gut für relativ kleine Löcher oder schadhafte Stellen geeignet. Amalgam wird direkt in die Kavität eingebracht. Nach relativ kurzer Zeit härtet das Material im Mund aus und kann dann viele Jahre dort verbleiben. Amalgam gibt es als feste, flüssige oder knetbare Legierung. Zahnärzte verwenden in den meisten Fällen „Alloys“. Als Alloys wird das verarbeitungsfähige Pulver bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Silber, Zinn oder Kupfer mit Quecksilber. Diese Mischung gibt dem Amalgam auch seine typische dunkle Färbung. Das ist auch der Grund dafür, dass Amalgam nur im hinteren Bereich des Gebisses angewendet wird, wo es mehr oder weniger unsichtbar ist. Amalgam ist sehr stark belastbar und bietet vor allem bei den Backenzähnen eine hervorragende Haltbarkeit. Was kaum jemand weiß, ist die Tatsache, dass Amalgam schon seit mehr als 100 Jahren in der Zahnmedizin eingesetzt wird. Langzeitstudien haben dieses Material als unbedenklich eingestuft.

Löcher in den Zähnen sind weder gesund, noch sehen sie gut aus. Sie sollten deshalb möglichst bald wieder geschlossen werden. Es ist noch gar nicht so lange her, da war es selbstverständlich, dass defekte Stellen an den Zähnen mit Amalgam repariert wurden. Heute sieht das anders aus. Wer zum Zahnarzt geht, hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Füllungen. Da kann es schon einmal passieren, dass Patienten den Überblick verlieren und die Wahl der passenden Füllung schwerfällt. Unsere Ausführungen sollen Ihnen als Patient helfen, sich für die richtige Füllung zu entscheiden.

Wichtig ist es zu wissen, dass es harte und weiche Füllungen gibt. Mit den weichen Füllungen, dazu gehört auch Amalgam, werden vor allem kleinere Löcher im Zahn wieder verschlossen. Der Vorteil von Amalgam wird bei der Verarbeitung deutlich. Dieses Material wird direkt in der Praxis angefertigt und kann im Zahn aushärten.

Harte Füllungen, wie zum Beispiel Keramik oder Gold, werden bei größeren Schäden verwendet. Sie müssen in einem zahntechnischen Labor speziell angefertigt werden, um dann bei einem weiteren Zahnarztbesuch mit Zement oder Spezialkleber befestigt zu werden. Andere Begriffe für diese harten Füllungen sind zum Beispiel Onlays oder Inlays. Bei der Wahl der richtigen Füllung spielt natürlich nicht nur die Funktion eine große Rolle, sondern auch die Ästhetik ist wichtig. So haben zum Beispiel Keramik und Komposit eine ähnliche Farbe wie die Zähne.

Gold oder Amalgam fällt allein durch die Färbung schon stark auf, und werden deshalb in Deutschland in der Regel nur noch im nicht sichtbaren Bereich des Mundes verwendet. Für Patienten gilt es deshalb, genau abzuwägen, für welche Füllung sie sich entscheiden.

Auch wenn Amalgam sehr haltbar und robust ist, kann es mit Gold oder Keramik doch nicht mithalten. Während eine Goldfüllung immerhin bis zu 30 Jahren und eine Füllung aus Keramik ungefähr 10 bis12 Jahre überstehen kann, sind es bei Amalgam gerade mal 8 bis10 Jahre. Eine Kompositfüllung hält sogar nur zwischen 4 und 9 Jahre.
Natürlich kann es sich bei diesen Angaben nur um statistische Mittelwerte handeln, denn die Haltbarkeit hängt auch von vielen anderen Faktoren ab. Dazu gehört nicht nur die Verarbeitung der Füllung durch den Zahnarzt, sondern auch die persönliche Mundhygiene der Patienten. Patienten sollten sich auf jeden Fall vor der Entscheidung für eine bestimmte Füllung auch über die Preise erkundigen.


Fragen & Antworten zu Amalgam

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Am besten ist es natürlich, wenn die Zähne keine Füllung benötigen. Ein wichtiges Kriterium dafür ist die persönliche Zahnpflege. Wenn das Loch aber schon einmal da ist, sollte der Zahn am möglichst zeitnah behandelt werden. Der Zahnarzt verschließt nicht nur die defekte Stelle, sondern er bohrt die befallene Stelle säuberlich aus und desinfiziert sie anschließend gründlich. Erst danach kann der Zahn mit der gewünschten Füllung verschlossen werden. Reste unter der neuen Füllung würden weiter gammeln und für weitere Karies sorgen.

Wer entscheidet über das Material für die Füllung?

Die Entscheidung darüber, welches Material zur Füllung verwendet werden soll, haben natürlich in erster Linie Sie als Patient. Wenn es aber um die Bezahlung geht, hat Ihre Krankenkasse ein großes Mitspracherecht. Seit einigen Jahren gibt es von den Krankenkassen zu den meisten Zahnfüllungen nur noch einen Zuschuss. Der Zuschuss entspricht in der Regel dem Preis für eine Amalgamfüllung. Die Krankenkassen sind der Meinung, dass eine Amalgamfüllung den Anforderungen an die moderne Zahnmedizin entspricht und deshalb vollkommen ausreichend ist. Wünschen Sie sich als Patient eine andere Füllung, müssen Sie den Differenzbetrag selber begleichen. Allerdings gilt auch hier: „keine Regel ohne Ausnahme“.

Muss ich bei Allergien die kompletten Mehrkosten übernehmen?

Wenn Sie zum Beispiel allergisch gegen Amalgam reagieren oder ein Nierenleiden haben, übernimmt die Krankenkasse auch die Kosten für andere Materialien. Inlays aus Gold oder Keramik sind jedoch keine Kassenleistung. Von der Kassenleistung ausgenommen sind auch bestimmte Füllungen aus Kunststoff für die Backenzähne. Bestehen Sie als Patient auf eine andere Füllung als Amalgam, müssen Sie den Differenzbetrag selber zahlen.


Unser Fazit zu Amalgam

Durch die Behandlung in der Zahnmedizin entstehen kaum Belastungen des Körpers durch Amalgam, weil die einzelnen Bestandteile sehr gut verarbeitet und isoliert sind. Vorsicht ist allerdings dann geboten, wenn die Füllung nach langer Zeit ausgedient hat und entfernt werden muss. Die meisten Zahnärzte raten davon ab, Amalgam durch ein anderes Material zu ersetzen, solange die Füllung in Ordnung ist und keinerlei Allergien gegen Amalgam auftreten.
Trotz aller Zweifel an diesem Material bleibt die Tatsache bestehen, dass Amalgam sehr haltbar und dabei trotzdem kostengünstig ist. Es gibt in der Zahnmedizin bislang kein Material, das diesen beiden Kriterien komplett entsprechen kann.

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