Magenverkleinerung

Methode gegen Übergewicht

Behandlung MagenverkleinerungUnter einer Magenverkleinerung versteht man eine operative Verkleinerung des Magens.

In erster Linie spielt dabei die Nahrungsmenge die nach der Verkleinerung vom Patienten zu sich genommen werden kann eine wichtige Rolle.

Verhindert werden kann mit Hilfe der Magenverkleinerung chronisches und krankhaftes Übergewicht – auch Adipositas genannt.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Magenverkleinerung. 

Was ist eine Magenverkleinerung?

Eine dauerhafte Magenverkleinerung kann nur operativ erreicht werden. Soll eine Magenverkleinerung nur für eine bestimmte Zeit stattfinden, so kann ein endoskopisch eingesetzter Ballon (vgl. Magenspiegelung) den gleichen Effekt erbringen. Eine Magenverkleinerung kann verschieden ausgeführt werden.

Doch nicht alle Krankenkassen übernehmen für alle Arten die Kosten. Manchmal sind bestimmte Voraussetzungen notwendig, um eine Magenverkleinerung von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen.

Etwa die Hälfte aller Deutschen leidet heute unter Übergewicht. Für viele dieser Menschen ist eine Magenverkleinerung die letzte Möglichkeit, um das Übergewicht zu kontrollieren und seine Gesundheit zu retten. Etwa 13 % der Menschen mit Übergewicht leiden an krankhaftem Übergewicht.

Sehr beunruhigend sind die Zahlen die jedes Jahr einen ansteigenden Wert an übergewichtigen Menschen verzeichnen. So nehmen also auch die gesundheitlichen Schäden der an Übergewicht erkrankten Bevölkerung sowie die Folgen der Krankheit zu.

Genauso beunruhigend ist die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen und vor allem Kinder an Übergewicht erkranken. Die Zahl der durchgeführten Operationen steigt. Jährlich werden bis zu 3000 verschiedene Operationen der Magenverkleinerung durchgeführt.

Noch mehr Operationen im Bereich Magenverkleinerung werden in den USA und Frankreich verzeichnet. In Deutschland nehmen sich in letzter Zeit immer mehr Krankenkassen den Magenverkleinerungen an und bezahlen die Kosten, denn das Übergewicht wird immer öfter als chronische Krankheit anerkannt.

Ursprung und Entwicklung der Erkrankung

Die Gründe für eine Magenverkleinerung sind recht ersichtlich. Das Problem ist Übergewicht. Wird eine große Menge an Nahrung regelmäßig eingenommen, so beginnt nicht nur das Fett und somit der Körper zu wachsen, sondern auch der Magen.

Je mehr Nahrung aufgenommen wird, desto mehr dehnt sich der Magen aus. Wird anschließend weniger Nahrung aufgenommen, so macht sich das in einem ständigen Hungergefühl bemerkbar. Um den Hunger zu stillen muss also immer mehr Nahrung aufgenommen werden. Nach und nach wird der Körper übergewichtig.

Sollte der Magen so weit ausgedehnt sein, so dass sich ein chronisches Übergewicht herausbildet, helfen keine Diäten. Die einzige Lösung ist eine Magenverkleinerung. In manchen Fällen muss dieser nicht operativ verkleinert werden, sondern kann nur für eine bestimmte Zeit so verkleinert werden, dass nach der Krankheitsbeseitigung wieder der ganze Magen „verwendet“ werden kann.

Funktion, Wirkung, Ziele und Behandlungstherapien bei einer Magenverkleinerung

Wirkung, Ziele und Behandlung einer Magenverkleinerung, sollten auf jeden Fall mit einem Arzt geklärt werden. Im Folgenden sollen zur Übersicht ein paar der Aspekte zur Behandlung genannt werden:

  • Voraussetzungen für eine Magenverkleinerung
  • Verfahren bei einer Magenverkleinerung
  • Resultat einer Magenverkleinerung
  • Magenverkleinerung fördert und stärkt

 

Voraussetzungen für eine Magenverkleinerung

Um eine Magenverkleinerung durchzuführen sind einige Voraussetzungen notwendig, die unbedingt eingehalten werden sollten. Da eine Magenverkleinerung Komplikationen mit sich bringen kann, sollten sich die betroffenen Patienten immer vorher genau bei ihrem Arzt über mögliche Nebenwirkungen informieren.

Zu den Voraussetzungen gehört zum einen ein Bodymaßindex (BMI) von über 40. Sollten Krankheiten wie Diabetes Mellitus, Bluthochdruck oder eine Schlafapnoe (eine Atmungsaussetzung im Schlaf) vorliegen, so ist schon ein BMI von 30 bis 35 ausreichend. Zudem sollten alternative Methoden zur Gewichtsreduzierung versucht worden sein und das Übergewicht seit über drei Jahren bestehen.

In der Regel werden nur Menschen zwischen dem 18. und 65. Lebensjahr operiert. Auf keinen Fall sollten Suchterkrankungen wie zum Beispiel Alkoholismus o. Ä. vorliegen. Leidet der Patient an Depressionen, so kann auch in diesem Fall keine Operation erfolgen.

Denn nur Patienten die in der Lage sind die Behandlung von Anfang bis Ende durchzuführen, können die Behandlung mit Erfolg abschließen. Da nach dem operativen Eingriff starke Einschränkungen und Vorschriften befolgt werden müssen, fällt es vielen der Patienten schwer die Behandlung abzuschließen.

Voraussetzungen sind:

  • BMI von mindestens 40
  • bei Nebenerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruch, etc. BMI ab 30
  • nur zwischen 18. und 65. Lebensjahr
  • keine Suchterkrankungen
  • keine Depressionen

Durchführung & Wirkungsweise: einer Magenverkleinerung

Bei einer Magenverkleinerung können verschiedene Methoden zum Einsatz kommen. Bei einer restriktiven Technik wird der Magen selbst verkleinert. Andere Operationsmethoden (Bypass) umgehen den Magen im Verdauungsweg.

Bei einer restriktiven Verkleinerung wird der Magen mit Hilfe eines Magenbands an Größe verkleinert. Das bedeutet, dass der Magen im Anschluss an die Operation um einiges kleiner ist und viel weniger Nahrung braucht als vorher.

Behandlung MagenverkleinerungDas Sättigungsgefühl tritt schneller ein; Der Patient isst automatisch weniger. Diese Methode nimmt weniger Einfluss auf die Verdauung.

Sollte der Patient jedoch keine Diät einhalten kann die Operation umsonst gewesen sein. Denn auch danach kann sich der Magen eventuell bei einer zu großen Nahrungsmenge ausdehnen.

Am besten sollte flüssige oder breiige Nahrung zu sich genommen werden. Dadurch nimmt der Magen alle Kalorien vollständig auf und verdaut die Nahrung ohne Probleme.

Sollte der Patient jedoch nur solche Speisen wie Pudding, Eis oder Limonade zu sich nehmen, so kann das Gewicht trotz Magenverkleinerung nicht reduziert werden.

Die Bypass Methode umgeht den Magen. Das bedeutet, dass eine Speiseröhre vom Magen getrennt und an den Zwölffingerdarm angenäht wird. Im Grunde genommen wird die Nahrung nach dieser Behandlung nur relativ schlecht verdaut. Kalorien werden nicht in ausreichender Menge aufgenommen.

Resultat einer Magenverkleinerung – Hilft gegen:

  • Übergewicht
  • Reduzierung von Nebenerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck

Sollte eine Magenverkleinerung durchgeführt werden, so sollte man sich auf jeden Fall genau darüber informieren, welche Methode zur jeweiligen Erkrankung passt. Ob eine Bypass – oder eine restriktive Methode gewählt wird, hängt in vielen Fällen von der Art und dem Fortschritt des Übergewichts ab.

Sollte der Patient wählen können, so erscheint die restriktive Art der Verkleinerung als sinnvoller, risikoärmer und effektiver – vorausgesetzt es wird an der Diät festgehalten.

Magenverkleinerung fördert und stärkt:

  • Gewicht
  • allgemeine Befindlichkeit
  • Reduzierung schwerer Nebenerkrankungen

Diagnose und Untersuchungsmethoden
Im Folgenden sollen ein paar Diagnose und Untersuchungsmethoden vorgestellt werden:

  • Risiken und Nebenwirkungen einer Magenverkleinerung
  • Gegenanzeigen und Wechselwirkungen
  • Wer behandelt?
  • Fazit

Risiken und Nebenwirkungen einer Magenverkleinerung

An sich ist eine Magenverkleinerung eine schwere und nicht mehr rückgängige Operation. Kurzfristig kann auch das Sterberisiko hoch sein. Eine Operation wird also immer von Risiken begleitet. Aus diesem Grund sollte immer nur in Ausnahmefällen auf eine Magenverkleinerung zurückgegriffen werden. Nur wenn alle anderen Methoden scheitern, sollte man sich einer Operation unterziehen.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

Auf keinen Fall sollte eine Magenverkleinerung durchgeführt werden, wenn eine mögliche Essstörung wie Embolie, Binge Eating oder Essanfälle, etc. vorliegt. Bei Suchterscheinungen wie großem Verlangen nach Süßem oder Alkohol sollte keine Magenverkleinerung durchgeführt werden. Probleme mit der Blutgerinnung oder dem Magen können sich nach einer Magenverkleinerung negativ auf die Gesundheit auswirken.

Wer behandelt?

  • Hausarzt
  • Ernährungsberater
  • Klinik
  • spezialisierte Ärzte auf Übergewicht und evtl. Magenprobleme

In der Regel sollte man sich an den Hausarzt wenden. Dieser schlägt als erste Methode verschiedene Diät – und Sportprogramme vor. Je nach Wunsch und Fall erfolgt darauf eine Überweisung zum Diätologen oder Ernährungsberater. Sollte nichts helfen, dann erfolgt eine Überweisung an einen spezialisierten Arzt in Sachen Magenverkleinerung.

Fazit
Eine Magenverkleinerung sollte nur dann stattfinden, wenn alle anderen Methoden, wie Diäten, Sport, Ernährungsumstellung etc. nicht mehr helfen. Beachtet werden sollte auf jeden Fall, dass eine Magenverkleinerung sehr viele Risiken und negative Auswirkungen mit sich bringen kann.

Menschen die an Suchterscheinungen oder Depressionen leiden, können nur in Ausnahmefällen operiert werden. Sind alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft, dann kann zu einer Magenverkleinerung gegriffen werden.

Man sollte beachten, dass es zwei verschiedene Methoden gibt eine Magenverkleinerung durchzuführen. Empfehlenswerter ist die restriktiven Magenverkleinerung, da hier natürliche Magenfunktionen beibehalten werden. Um ein hervorragendes Ergebnis zu erzielen, sollte aber auf jeden Fall die vom Ernährungsberater und Arzt verordnete Diät eingehalten werden.

Die Bypass Methode erscheint weniger sinnvoll. Hier werden viele natürliche Funktionen des Magens eingebüßt. Je nach Erkrankung und Fortschritt muss aber individuell entschieden werden, welche Magenverkleinerung in Frage kommt.

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