Schlafapnoe

Inhaltsverzeichnis Schlafapnoe

Schlafapnoe

Ursachen

Symptome

Diagnose

Therapie


Schlafapnoe

Was ist Schlafapnoe?

Wörtlich übersetzt bedeutet Schlafapnoe „Schlaf ohne Atem“.

Während des Schlafs kommt es zu wiederholten Atemstillständen mit einer Dauer von je mindestens 10 Sekunden bis zu mehr als einer Minute.

Dabei entsteht im Körper ein Sauerstoffmangel, der eine zentralnervöse Weckreaktion auslöst. Von Schlafapnoe sind überwiegend übergewichtige Männer im Alter von 40plus betroffen. Bei gleichzeitigem Auftreten von Schlafapnoe, starkem Übergewicht, Bluthochdruck und Cor pulmonale spricht man von einem Pickwick-Syndrom.

Ursachen

Man unterscheidet eine obstruktive und eine zentrale Form der Schlafapnoe. Die obstruktive Form wird durch Erschlaffung der Rachenwände bei der Einatmung und einer dadurch bedingten Verlegung der Atemwege verursacht.

Die zentrale Form ist auf eine Störung des Atemzentrums im Gehirn zurückzuführen. Meist liegt eine Kombination beider Formen vor. Übergewicht, Nasenpolypen und Vergrößerung der Rachenmandeln sowie ein nach hinten fallender Unterkiefer erhöhen das Erkrankungsrisiko.

Symptome

Typisch für Schlafapnoe sind Atempausen im Schlaf und Hyperventilationsphasen. Während des Schlafs treten Blutdruckschwankungen und Veränderungen der Herzfrequenz auf; Schnarchen ist bei der obstruktiven Form der Schlafstörung zu beobachten.

Weitere Symptome sind Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, Potenzstörungen, morgendlicher Kopfschmerz und imperativer Schlafzwang in unterschiedlichen Schweregraden, z.B. Schlafzwang nur nach Alkoholgenuss, bei monotonen Tätigkeiten wie Fernsehen oder als abnorme Einschlafneigung tagsüber.

Betroffene haben häufig Bluthochdruck und ein erhöhtes Infarktrisiko.

Diagnose

Die Diagnose wird meist anhand einer Fremddiagnose gestellt: der Partner des Betroffenen erwähnt lautes unregelmäßiges Schnarchen mit häufigen Schnarch-Pausen.

Der Arzt ordnet Bluttests an, die typischerweise eine Erhöhung der Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), und eine Verringerung des Sauerstoffgehalts des Blutes zeigen.

Durch eine Untersuchung im Schlaflabor (Polysomnographie) kann die Schlafapnoe sicher diagnostiziert werden. Während der Patient eine Nacht in einer Schlafkabine verbringt, werden EKG, EEG, Atemfrequenz, Atemgeräusch und Sauerstoffgehalt des Blutes aufgezeichnet.

Aus der Anzahl und Dauer der im Schlaflabor ermittelten Atempausen berechnet man den AHI, den Apnoe-Hypopnoe-Index. Ein AHI von zehn bedeutet, dass pro Schlafstunde durchschnittlich zehnmal ein Atemstillstand auftrat.

Therapie

Die Behandlung der obstruktiven Form kann durch eine Operation erfolgen, bei der die Ursache beseitigt wird, z.B. eine Nasenseptumplastik oder eine Entfernung von Nasenpolypen.

In leichten Fällen kann durch stimulierende Substanzen wie Theophyllin, die das Atemzentrum anregen, eine Besserung der Schlafstörungen erzielt werden. In schweren Fällen erfolgt eine kontinuierliche Überdruckbeatmung (CPAP-Therapie) über eine Nasen- oder Gesichtsmaske.

Die Masken werden im Schlaflabor individuell angepasst. Die Überdruckbeatmung hält die Atemwege offen; dadurch können Atempausen und Schnarchen vermieden werden.

Was hilft gegen Schnarchen? Einfache Maßnahmen wie Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Medikamente wie Schlafmittel und Beruhigungsmittel sowie Schlafen in Seitenlage können die Schlafstörungen deutlich verbessern und das Schnarchen verringern.

Etwa 80% der Betroffenen haben Übergewicht; eine Gewichtsreduktion ist sehr sinnvoll zur Behebung des Schlafapnoe-Syndroms. Außerdem sollen Techniken wie Yoga und Hypnosetherapie gegen Schnarchen helfen.

Schüssler Salze wie Natrium chloratum und Kalium chloratum (D6) können Schlafapnoe und Schnarchen lindern. Durch Hilfsmittel wie Aufbiss-Schienen und Nasenpflaster kann eine Obstruktion der Atemwege verhindert und Schlafapnoe und Schnarchen vorgebeugt werden.

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