Schlafapnoe

Steckbrief: Schlafapnoe

  • Name(n): Schlafapnoe; Schlafapnoe-Syndrom
  • Art der Krankheit: Minderfunktion der Atemleistung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Neuzeit
  • Behandelbar: Teilweise; vom Schweregrad abhängig
  • Art des Auslösers: Diverse; beispielsweise Adipostias
  • Wieviele Erkrankte: Zwischen 1 und 5% der Bevölkerung; Tendenz steigend
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Kinderarzt; Pneumologe
  • ICD-10 Code(s): G47.3; G47.30; G47.31; G47.38; G47.39

Wenn nachts der Atem aussetzt
SchlafapnoeWörtlich übersetzt bedeutet Schlafapnoe „Schlaf ohne Atem“. Während des Schlafs kommt es zu wiederholten Atemstillständen mit einer Dauer von je mindestens 10 Sekunden bis zu mehr ALS einer Minute.

Dabei entsteht im Körper ein Sauerstoffmangel, der eine zentralnervöse Weckreaktion auslöst. Von Schlafapnoe sind überwiegend übergewichtige Männer im Alter von 40plus betroffen. Bei gleichzeitigem Auftreten von Schlafapnoe, starkem Übergewicht, Bluthochdruck und Corpulmonale spricht man von einem Pickwick-Syndrom.

Definition Schlafapnoe

Bei der Schlafapnoe handelt es sich um eine Mischung aus Schlafstörung und Minderfunktion des Atemapparates. Dieses Leiden zeichnet sich primär dadurch aus, dass die Atmung des betroffenen Individuums während des Schlafes immer wieder komplett aussetzt oder zumindest sehr flach wird. Dabei kann eine solche Pause einige wenige Sekunden dauern oder sogar einige Minuten. Auch die Frequenz dieser Atemstörung kann horrende Ausmaße annehmen, sodass sie während der Nachtruhe mehrmals auftritt.

Bei der am häufigsten auftretenden Form der Schlafapnoe kündigt sich dieselbe zumeist durch sehr lautes Schnarchen an. Währen der Phase des Stillstands des Atems kann das Schnarchen jedoch verstummen oder durch andere Geräusche, wie beispielsweise solche, die an ein Ersticken erinnern, ersetzt werden.

Zu Beginn der Erkrankung wachen Betroffene häufig noch auf. Später jedoch immer seltener. Das ist eine durchweg gefährlich Entwicklung. Darüber hinaus fühlen sich Erkrankte oftmals, selbst wenn sie vermeintlich durchgeschlafen haben, am nächsten Morgen abgespannt, müde und ruhelose. Wenn Kinder von der Schlafapnoe betroffen sind, kann eine solche darüber hinaus dazu beitragen, dass sich das Kind während des Tages hyperaktiv verhält und auch sonst negativ auffällt. Alles in allem allerdings ist nicht davon auszugehen, dass jeder Hyperaktivität auch eine Schlafapnoe zugrunde liegt.

Im Allgemeinen unterscheiden Mediziner zwischen drei Formen der Schlafapnoe. Die obstruktive Schlafapnoe, die zentrale Schlafapnoe und eine Mischform aus diesen beiden Varianten. Dabei kann es mitunter relativ schwer sein festzustellen, am welcher dieser Formen das erkrankte Individuum leidet. Ein Besuch im Schlaflabor lässt sich oftmals nicht vermeiden. Auch sollte man darauf achten, ob ein eventueller Partner immense Unregelmäßigkeiten im Schlafverhalten des Konterpart feststellt oder ein besonders lautes und immer wiederkehrendes Schnarchen bemerkt. Beides sind starke Indikatoren, die auf eine Schlafapnoe hindeuten.

Darüber hinaus kann man sich selbst sehr gut in eine etwaige Risikogruppe einordnen. Zwar sind laienhafte Diagnosen nicht zu empfehlen, alles in allem aber ist es durchaus möglich für sich selbst zu determinieren, wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist, dass man an einer Schlafapnoe leiden könnte. Sollte der Verdacht hierauf besonders hoch sein, empfiehlt es sich, so schnell als irgend möglich, bei einem Mediziner vorstellig zu werden. Die Schlafapnoe mag harmlos anfangen, sie kann allerdings sehr schnell ausarten und durchaus eine Gefahr für Leib und Leben des Betroffenen darstellen. Insbesondere die Lebensqualität eines Erkrankten leidet massiv unter dem konstanten Mangel an Schlaf und nächtlicher Ruhe.

Vor allen Dingen stellt Übergewicht einen Risikofaktor dar, der eine Schlafapnoe auslösen kann. Man sollte die zusätzlichen Kilos dabei wirklich nicht unterschätzen. Darüber hinaus kann es sowohl dicke Männer als auch Frauen treffen. Zwar assoziiert man Schnarchen nur eher selten mit dem weiblichen Geschlecht, aber davor macht die Schlafapnoe natürlich keinen Halt. Jedes Kilo, das man zu viel hat erhöht das Risiko, an der vorliegenden Krankheit zu leiden. Ein Grund mehr, immer auf sein Gewicht zu achten und keine leichtfertigen Risikos einzugehen. Viele Betroffene können komplett durch eine Reduktion des Gewichts geheilt werden. Zwar können auch dünne und schlanke Menschen, bzw. solche, die Normalgewicht haben, an einer Schlafapnoe leiden, allerdings kommt dies wesentlich seltener vor.

Darüber hinaus gibt es neben Übergewicht natürlich auch noch andere Ursachen, die für eine Schlafapnoe verantwortlich zu machen sein können. Hierzu gehören unter anderem noch eine familiäre Vorbelastung. Zwar handelt es sich bei der Schlafapnoe nicht um eine Erbkrankheit im klassischen Sinne, dennoch kann man durchaus familiäre Häufungen beobachten. Dabei sind sich Forschung und Wissenschaft jedoch noch uneins darüber, ob es sich tatsächlich um familienbedingte Häufungen handelt oder viel mehr um Zufälle.

Auch leiden Personen, die eine natürlich zu enge Luftröhre haben, nicht selten an einer Schlafapnoe. Zusätzlich ist es ebenso möglich, dass die Krankheit durch eine chronische Schwellung derselben ausbricht. Solche Schwellungen sind jedoch verhältnismäßig selten und machen darum nur einen verschwindend geringen Prozentsatz aus, wenn es zur Ermittlung der Ursachen einer möglichen Schlafapnoe kommt.

Daneben können auch Allergien einen möglichen Auslöser für eine Schlafapnoe darstellen. Wobei durch Allergien ausgelöste Varianten des vorliegenden Leidens bisweilen „nur“ saisonal auftreten und somit einen grundlegend falschen Eindruck darüber vermitteln können, welches medizinische Problem der Krankheit ursächlich zugrunde liegt. In diesen Fällen sind Diagnosen oftmals fehlerhaft oder werden erst gar nicht gestellt, da der Betroffene sein nächtliches Schnarchen nicht als Schlafapnoe wahrnimmt, sondern vielmehr als aus der Allergie resultierendes Phänomen. Das kann mitunter allerdings recht gefährlich werden. Nicht zuletzt darum ist allen potentiell betroffenen Individuen anzuraten, auch bei bereits bei sehr geringen Verdachtsmomenten bei einem Mediziner vorstellig werden, um größeres Leid dadurch zu vermeiden.

Der hauptsächliche Unterschied zwischen der obstruktiven und der zentralen Schlafapnoe besteht darin, dass die erste dann entsteht, wenn die Luftzirkulation durch eine sonst wie geartete Blockade unterbrochen wird und letztere durch eine organisch bedingte Minderleistung des Atemapparates, sprich einem Fehlen des natürlichen Atemreflexes. Das größte Problem der vorliegenden Erkrankung besteht unter anderem sicherlich darin, dass viele Betroffene nichts von ihrer Krankheit ahnen. Schließlich und endlich sind die meisten Menschen während der Atem stockt schlafend und bekommen davon nichts mit. Auch das häufig mit der Schlafapnoe einhergehende Schnarchen kann oftmals falsch gedeutet werden. Viele Partner sehen darin nur eine unangenehme, aber nicht weiter gravierende Eigenschaft und führen diese nicht etwa auf eine Schlafapnoe zurück.

Dabei sollten man als Angehöriger Augen und in diesem Falle besonders Ohren immer offenhalten. In den meisten Fällen, die zur Behandlung gebracht werden, ist es ein Familienmitglied oder Partner, der das extreme Schnarchen oder die Erstickungsgeräusche bemerkt und den Erkrankten darauf aufmerksam gemacht hat. Die Diagnose ist zwar nicht sonderlich kompliziert, aber relativ aufwendig. Der Betroffene muss sich, wie bereits eingänglich bemerkt, in ein Schlaflabor geben und dort eine oder sogar mehrere Nächte verbringen. Schlafwissenschaftler beobachten dabei sein Schlafverhalten und messen den Atem über die gesamte Dauer des Schlafes hinweg. Die hieraus gewonnen Erkenntnisse dienen schließlich der Feststellung einer etwaigen Schlafapnoe. Dabei kann man sich grob merken, dass Aussetzer des Atems hierfür mehr als fünf mal in einer Stunde auftreten müssen. Sind dagegen weniger zu beobachten, handelt es sich zumeist um andere Erkrankungen.

Die Behandlung kann je nach vorliegendem Fall sehr unterschiedlich ausfallen. Bisweilen ist es vollkommen ausreichend, die Lebensgewohnheiten anzupassen. In den meisten fällen heißt das schlicht und einfach: Abspecken. In schwierigeren Fällen oder Fällen, die nicht auf eine Adipositas zurückzuführen sind, müssen jedoch andere Maßnahmen getroffen werden,. Hierzu gehören besonders Das Anpassen spezieller Einsätze für den Mund, die eine Atmung erleichtern sollen, Schlafmasken mit Sauerstoffpumpen, die einer Unterversorgen vorbeugen können oder in ganz besonders extremen Fällen, kann es auch notwendig sein, operativ tätig zu werden. Letzteres geschieht allerdings nur dann, wenn die Schlafapnoe durch ein organisches Leiden ausgelöst worden ist und nicht auf vermeidbare Faktoren zurückgeführt werden kann, wie beispielsweise Rauchen, Alkoholkonsum und dergleichen mehr.

Sollte man die Krankheit nicht erkennen und deshalb keine Maßnahmen zur Heilung ergreifen oder sollten diese aus anderen gründen ausbleiben, so kann eine Schlafapnoe auf die Dauer sehr stark negative Effekte auf den menschlichen Körper haben. Unter anderem steigt das Risiko an einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, an Diabetes oder an Herzrhythmusstörungen zu leiden immens an. Auch gibt es einige Länder, in denen Patienten mit einer starken Schlafapnoe prophylaktisch der Führerschein entzogen wird. Durch den dauerhaften Schlafmangel und das Anfallrisiko steigt die Chance, einen Unfall zu verursachen stark an. Einige Regierungen sehen dies darum als prophylaktische Maßnahme, um Unfälle zu verhindern. Vorreiter hierbei ist unter anderem die USA. Überhaupt sind in der USA sehr viele Menschen von Schlafapnoe betroffen. Dieser Umstand lässt sich beinahe komplett auf die Tatsache zurückführen, dass es dort sehr viele stark übergewichtige Menschen gibt. Dabei ist die Schlafapnoe dort beinahe schon eine Volkskrankheit. Dasselbe gilt für Mexiko, Großbritannien und einige Länder Osteuropas. Aber auch hierzulande gibt es von Jahr zu Jahr mehr Fälle von Schlafapnoe. Eine beunruhigende Entwicklung.

Es ist allgemein hin davon auszugehen, dass zwischen 1 und 10% der erwachsenen Bevölkerung weltweit an einer wie auch immer entstandenen Schlafapnoe leidet. Kinder und Jugendliche schlagen mit etwa 2% zu Buche. Zusätzlich sind Männer wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Dies allerdings nur in Hinsicht auf Schlafapnoe, die nicht durch Übergewicht entstanden ist. Bei Adipositas bedingter Schlafapnoe gibt es keine nennenswerten Unterschieden zwischen den Geschlechtern.

Zusammenfassend bleibt zu erwähnen, dass es sich bei der Schlafapnoe um keine Krankheit handelt, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Zwar sorgt sie nur selten direkte für Todesfälle, indirekt aber erhöht sie das Risiko auf viele Erkrankungen, die oftmals den Tod bedingen, sehr stark. Nicht zuletzt darum sollte man auf keinen Fall zögern und bereits bei einem geringen Verdacht, einen Arzt konsultieren.


Was ist Schlafapnoe?

Die Schlafapnoe ist eine Erkrankung, von der man in der letzten zeit immer mehr hört. Lange Zeit war sie mehr oder weniger unbekannt und nur sehr wenige Personen litten scheinbar darunter. Letzthin allerdings häufen sich die Zahlen von erkrankten. Woran liegt das? Zunächst einmal liegt das an der regelrechten Verfettung der Bevölkerungen der westlichen Welt. Denn Adipositas ist, wenngleich nicht der einzige auslösende Faktor, dennoch einer der wichtigsten Gründe, der zu einer Entstehung einer Schlafapnoe führen kann. Überhaupt wird dieses Leiden sehr häufig durch externe Faktoren ausgelöst und wesentlich seltener durch interne faktoren, für die der Betroffene schlicht nichts kann.

Damit handelt es sich zwar nicht vollständig, aber dennoch in großen Teilen um eine im Grunde vermeidbare Erkrankung – sieht man von den wenigen natürlich betroffenen Personen einmal ab. Diese Stellen inzwischen tatsächlich die prozentual kleinste Gruppe erkrankter Individuen dar. Die meisten Menschen, die unter einer Schlafapnoe leiden sind, so hart das klingen mag, selbst schuld daran. Jahrelanger Missbrauch von Rauchwaren, Alkohol, anderen Drogen oder starkes Übergewicht fordern schlicht und einfach ihren Tribut. Das gilt auch für das vorliegende Leiden.

Dennoch ist es inzwischen, der modernen Schulmedizin sein dank, relativ gut möglich, den Betroffenen zu helfen und sie dadurch vor allzu gravierenden Konsequenzen zu schützen. Dennoch sollte man hier nicht jede Behandlung mit einer vollständigen Heilung gleichsetzen. Tatsächlich führen die meisten Maßnahmen nur dazu, dass die Aussetzer der Atmung während des Schlafs reduziert oder eingeschränkt werden. Damit ist zwar schon viel gewonnen, aber alles ist dadurch nicht gut. Auch sollte man an dieser Stelle nicht vergessen, wie unangenehm viele dieser Apparate sind, die genutzt werden, um eine nachts eine durchgängige Atmung garantieren zu können. Sie stören die Qualität des Schlafes oftmals empfindlich und schränken darüber hinaus auch noch die Bewegungsfreiheit ein.

Ebenso sind die Risiken, die auf lange Sicht von einer Schlafapnoe ausgehen auf keinen Fall zu unterschätzen. Vorallem der dauerhaft erhöhte Blutdruck kann dazu führen, dass es neben den bereits bekannten Schwächungen des Herzens auch zu starken Beeinträchtigungen der Arterien und Blutgefäße kommt. Im Laufe der Zeit könne diese derart in Mitleidenschaft gezogen werden, dass operative Eingriffe unausweichlich sind, um eine korrekte Funktion derselben auch zukünftig noch garantieren können.

Oftmals wird das vorliegende Leiden nur mit erwachsenen Individuen assoziiert, dabei können auch bereits Kinder betroffen sein. Besonders häufig leiden Kinder an einer Schlafapnoe, die ebenso an chronischen Beschwerden mit Rechenmandeln zu kämpfen haben. Darum kann es für Eltern sehr wichtig sein, den Schlaf ihrer Kinder hin und wieder zu überwachen und verstärkt darauf zu achten, ob der Nachwuchs zu extremen Schnarchen neigt und Aussetzer beim Atmen hat. Die sonstigen Symptome einer Schlafapnoe bei Kindern sind dieselben wie bei erwachsenen und sollten darum nicht unterschätzt werden.

Zusammenfassend also lässt sich erwähnen, dass es sich bei Schlafapnoe um ein sehr ernstzunehmende, aber leider oftmals unterschätztes Leiden handelt, dass nach Möglichkeit so früh als möglich in Angriff genommen werden sollte, um die besten möglichen Heilungschancen zu garantieren. Leider aber bemerken viele Menschen zunächst nicht, dass sie an einer Schlafapnoe leiden. Insbesondere solche Menschen, die alleine Leben und darum keine Angehörigen haben, die sie auf ein eventuell auffälliges Schlafverhalten oder Schnarchen hinweisen könnten. Alles in allem also ist es gut, wenn man sich hin und wieder selbst gezielt nach den Symptomen hin überprüft, um eventuelle Korrelationen feststellen zu können. Denn Vorsicht ist auch hier, wie allen anderen Krankheiten, besser als Nachsicht.

Welche Ursachen gibt es?

Man unterscheidet eine obstruktive und eine zentrale Form der Schlafapnoe. Die obstruktive Form wird durch Erschlaffung der Rachenwände bei der Einatmung und einer dadurch bedingten Verlegung der Atemwege verursacht.

Die zentrale Form ist auf eine Störung des Atemzentrums im Gehirn zurückzuführen. Meist liegt eine Kombination beider Formen vor. Übergewicht, Nasenpolypen und Vergrößerung der Rachenmandeln sowie ein nach hinten fallender Unterkiefer erhöhen das Erkrankungsrisiko.

  • Übergewicht: Alles in allem stellt starkes Übergewicht, sprich Adipositas, das größte Risiko dar, an einer obstruktiven Schlafapnoe zu erkranken. Die Gründe hierfür sind denkbar simpel und selbst für extreme Laien sehr einfach nachzuvollziehen. Mit dem erhöhten Gesamtgewicht des adipösen Individuums nimmt natürlich auch der Druck auf die Inneren Organe zu. Schließlich schränken die zusätzlichen Kilos nicht nur die Bewegungsfähigkeit ein und schmälern die allgemeine Fitness, sondern auch noch dafür, dass die Organe einem konstanten Druck ausgesetzt sind. Besonders aber leidet die Lunge hierunter. Die Lunge ist ohnehin ein Organ, das sehr empfindlich auf Druck reagiert, umso mehr aber, wenn dieser durch äußere Faktoren bedingt wird. Man sich vorstellen, als habe man immer und zu jeder Zeit schwere Gewichte auf der Brust.

    Wie dem auch sei, hierzu kommt es in logischer Konsequenz zu einer Minderleistung der Atmung im Speziellen und des Atemapparates im Allgemeinen. Dass dann auch irgendwann die Atmung sporadisch aussetzen kann, ist nur eine der etwaig hieraus resultierenden Konsequenzen. Dennoch führt Übergewicht nicht immer auch zu einer Schlafapnoe. Gleichwohl man sich hier keinen Illusionen hingeben sollte. Denn in den meisten Fällen lässt sich die vorliegende Krankheit bei starkem Übergewicht kaum vermeiden. Dafür allerdings sollte man sich auch stets vor Augen halten, dass dieses Leiden, verliert man das zusätzliche Gewicht wieder, von alleine vergehen kann. In besonders starken Fällen jedoch, kann es persistierend sein und bleiben. Nicht zuletzt darum ist es immer gut, wenn man es erst gar nicht zu Übergewicht kommen lässt.

  • Rauchen: Auch Rauchen kann dazu beitragen, dass es zu einer Schlafapnoe kommt, dies ist jedoch bedeutend seltener der Fall als bei dem gerade erwähnten Übergewicht. Da der Konsum von Tabakprodukten zu vielen Schäden des Atemapparates führen kann, ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch die Schlafapnoe dazugehört. Jedoch sollte man an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnen, dass Schlafapnoe und Rauchen nur vergleichsweise selten zusammen auftreten. Erst während sehr später Stadien diverser rauchbedingter Lungenkrankheiten ist es der Fall, dass sich darüber hinaus auch eine Schlafapnoe einstellt. Dennoch sollte man nicht leichtfertig davon ausgehen, dass einem dieses Schicksal als Raucher deswegen erspart bleibt. Das allgemeine Risiko ist und bleibt empfindlich höher als das eines Nichtrauchers.
  • Allergien: Dass viele Allergien sich durch Atembeschwerden äußern, ist allgemein bekannt. Darum dürfte es auch nicht allzu sehr verwundern, dass eine etwaige Folge einer solchen eine Schlafapnoe sein kann. Dennoch gilt es an dieser Stelle zu erwähnen, dass Allergien nicht allzu häufig mit einer Schlafapnoe zu assoziieren sind. Insbesondere Betroffene selbst gehen in den seltensten Fällen davon aus, dass diese beiden Faktoren in einre Relation zueinander stehen. Nicht selten bleibt eine Schlafapnoe, die durch eine Allergie ausgelöst wird darum unbehandelt. Das kann zu massiven Folgeschäden führen. Darum ist es wichtig, auch Allergien als Verursacher nicht kategorisch auszuschließen. Sollte man darum Symptome an sich oder seinem Partner beobachten, die auf eine Schlafapnoe hindeuten und sollte das entsprechende Individuum zusätzlich noch Allergiker sein, so ist es in manchen Fällen gut, diese Beobachtungen seinem behandelnden Arzt mitzuteilen, Eventuell kann dieser hieraus einige weiterreichende Schlüsse ziehen und also die Stellung einer Diagnose stark verkürzen.

    Ein weiteres großes Problem bei Allergien und Schlafapnoe ist der Umstand, dass einige Allergien nur saisonal auftreten. Das heißt, dass auch einige Menschen nur saisonal an einer Schlafapnoe leiden. Ist dies der Fall, so gehen die allerwenigsten davon aus, dass es sich dabei um einen eigenständigen Befund handelt, sondern lediglich um einen Nebeneffekt der Allergie selbst. Damit liegen sie zwar theoretisch nicht ganz falsch, faktisch aber gestaltet sich die ganze Sache etwas andres. Darum leider gehen viele Personen mit einer „saisonalen Schlafapnoe“ diesem Leiden nicht wirklich nach und haken es schlicht unter Allergie ab. Das ist nicht nur gefährlich, sondern kann darüber hinaus auch das Risiko auf andere Erkrankungen, wie bereits schon mehrfach erwähnt, steigern. Das sollte man nicht unterschätzen. Eine saisonale Schlafapnoe führt sicher langsamer zu ihrem Negativziel, nichtsdestoweniger resultieren aber auch aus einer solchen die unterschiedlichsten Erkrankungen und Leiden. Darum ist es immer besser, seinen Allergologen auf eine etwaige Schlafapnoe anzusprechen. Insbesondere dann, wenn man sich ohnehin abgespannt und ausgelaugt fühlt.

  • Alkohol: Wie Rauchen, so kann auch der Konsum von Alkohol dazu beitragen, eine Schlafapnoe zu befördern, bzw. überhaupt erst entstehen zu lassen. Allerdings gilt dies nicht alleine für Alkoholika, sondern auch für viele weitere Genussgifte und sogar für eine verschreibungspflichtige Medikamente, vornehmlich Schlafmittel.

    Die meisten Menschen hatten schon mal einen alkoholischen Rausch oder konnten eine andere Person mit einem solchen beobachten. Besonders aber, wenn eine solche Person schläft, so schnarcht sie häufig sehr stark. Auch das dürfte den meisten Menschen bekannt sein. Sicherlich ist Schnarchen allein noch kein eindeutiger Hinweis auf eine Schlafapnoe, dennoch kann es als ein Warnsignal gelten. Alkohol ist ein Nervengift. Nicht mehr und nicht weniger. Darum lähmt es gewisse Teile des Körpers und schränkt deren Funktionen ein. Hierzu kann auch die Funktion der Lunge, bzw. die des Atemapparates gehören. Kommt dies häufiger vor, so kann sich ein dauerhafter Schaden etablieren, der schließlich und endlich doch zu einer chronischen Schlafapnoe führt. Anders als beim Übergewicht, lässt sich eine solche Ausprägung der vorliegenden Erkrankung nur sehr schwer wieder durch reine Abstinenz kurieren. Wer sich einmal eine Schlafapnoe angetrunken hat, wird diese nur sehr schwer wieder los oder muss schlicht lernen, damit zu leben.

  • Herzprobleme: Ein schwaches Herz ist sehr häufig einer der hauptsächlichen Auslöser einer Schlafapnoe. Hierbei ist es vollkommen irrelevant, wie es zu der Schwächung des Herzens kam. Auch interessant zu erwähnen ist es an dieser Stelle, dass die Schlafapnoe selbst das Herz schwächen kann. Es ist also möglich, dass es bedingt durch die vorliegende Erkrankung zu einer wechselseitigen Schwächung des Herzens kommt.

    So sind beispielsweise Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen sowie Herzinsuffizienz sehr häufige Begleiter einer Schlafapnoe oder sogar deren Auslöser. Aber auch Schlaganfälle können ihr nötiges zu der Entstehung einer Schlafapnoe beitragen. – Es wird hier also sehr schnell ersichtlich, dass mit dem vorliegenden Leiden auf keinen Fall zu spaßen ist. Sicherlich kann es bisweilen sehr lange dauern, bis eine Schlafapnoe das Herz genügend geschwächt und geschädigt hat, bis es zu schwerwiegenden Folgeerscheinungen kommt, dennoch sollte man diesen nicht nicht einfach abwarten und nicht unternehmen, wenn es einem möglich ist, bereits frühzeitig tätig zu werden und etwaigen Konsequenzen erfolgreich vorzubeugen.

  • Vergrößerte Mandeln: Eine Krankhafte Vergrößerung der Mandeln sorgt besonders häufig bei Kindern für eine Schlafapnoe. Bei Erwachsenen dagegen kaum. Dies liegt unter anderem daran, dass Erwachsene generell kaum bis nie Probleme mit ihren Mandeln haben. Nach Abschluss der Pubertät verlieren diese zumeist ihre Funktion und werden fortan nicht mehr gebraucht. Hierdurch kommt es auch wesentlich seltener zu Infektionen derselben oder zu dauerhaften Schwellungen oder Fehlbildungen.

    Leiden Kinder jedoch unter chronischen Mandelentzündungen oder sind dieselben sonst wie unnatürlich vergrößert, so ist es nicht selten der Fall, dass sich eine Schlafapnoe einstellt. Darum ist es wichtig für Eltern darauf zu achten, ob das eigen Kind etwaige Symptome des vorliegenden Leidens aufzeigt. Insbesondere wenn es beginnt stark zu schnarchen oder chronisch übermüdet ist, obwohl es augenscheinlich genügend Schlaf erhält kann dies ein Indikator dafür sein, dass es an einer Schlafapnoe leidet. Darum ist es sinnvoll solche Beobachtungen dem behandelnden Kinderarzt mitzuteilen. Dies erleichtert im Zweifelsfalle eine Diagnose sehr. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Diagnose Schlafapnoe bei Kindern eher selten gestellt wird. Hierdurch kommt es oftmals zu langwierigen diagnostischen Prozessen ohne jedoch spezifische Ergebnisse zu Tage zu fördern.

  • Fehlbildungen: Manche Menschen verfügen über angeborene Fehlbildungen des Atemapparates, der Lunge, der Nase oder der Luftröhre. Diese können in manchen Fällen dazu führen, dass es zu einer dauerhaften Einschränkung des Lungenvolumens oder gar der Fähigkeit zu Atmen selbst kommt. Ist dies der Fall liegt auch oftmals die Diagnose Schlafapnoe nicht weit. Sicherlich stellt diese sich nicht immer automatisch ein, wenn Fehlbildungen vorliegen, aber die Wahrscheinlichkeit steigt abhängig vom grade der Fehlbildung mitunter signifikant an.

    Personen, die unter einer solchen Behinderung leiden, sind darum gut beraten, wenn sie sich hin und wieder auf eine etwaige Schlafapnoe hin prüfen, bzw. untersuchen lassen. Vorsicht ist hier besser als Nachsicht.


Symptome & Anzeichen

Typisch für Schlafapnoe sind Atempausen im Schlaf und Hyperventilationsphasen. Während des Schlafs treten Blutdruckschwankungen und Veränderungen der Herzfrequenz auf. Schnarchen ist bei der obstruktiven Form der Schlafstörung zu beobachten.

Weitere Symptome sind Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, Potenzstörungen, morgendlicher Kopfschmerz und imperativer Schlafzwang in unterschiedlichen Schweregraden, z.B. Schlafzwang nur nach Alkoholgenuss, bei monotonen Tätigkeiten wie Fernsehen oder als abnorme Einschlafneigung tagsüber. Betroffene haben häufig Bluthochdruck und ein erhöhtes Infarktrisiko.

Hierzu eine zusammenfassende Übersicht:

  • Geminderte Effektivität: Eine Schlafapnoe bedeutet auch immer eine verminderte Qualität des Schlafs und somit eine in direkter Konsequenz geminderte Qualität der geistigen Leistungsfähigkeit. In folge dessen kommt es, wie gerade erwähnt sehr häufig zu Konzentrationsstörungen, Gereiztheit, einer verminderten Aufnahmefähigkeit, Unachtsamkeit und einer sehr geringen Toleranzschwelle.

    Das kann besonders im beruflichen Alltag für massive Einschränkungen sorgen und dazu führen, dass die Leistung am Arbeitsplatz und die abgelieferte Qualität der Arbeit massiv abnehmen. Dass es sich hierbei um nicht besonders wünschenswerte Effekte handelt, dürfte klar sein. Darüber hinaus leidet aber nicht nur die Arbeit unter einer Schlafapnoe auch der Alltag und dessen Dynamik werden hierdurch oftmals empfindlich gestört. Jeder, der bereits einmal übermüdet war, wird wissen, wovon hier dir Rede ist.

    Besonders aber Personen, die konstant übermüdet sind, obwohl sie augenscheinlich genügend schlafen, sollten dies als Anlass dazu nehmen, sich gesondert hin auf eine Schlafapnoe untersuchen zu lassen. Sicherlich gibt es auch noch viele andere leiden, die zu einer chronischen Übermüdungen führen können, aber um auf Nummer sicher zu gehen und die Schlafapnoe als Urheber auszuschließen, ist eine solche Untersuchung sicherlich empfehlenswert. Darum kann es ratsam sein, den Arzt gezielt auf eine etwaige Schlafapnoe anzusprechen.

  • Potenzstörungen: Die Störungen der Manneskraft lassen sich auf zwei verschiedene Arten und Weisen mit der Schlafapnoe in Verbindung setzen. Zum einen durch den gerade beschriebenen Schlafmangel, der sich natürlich auch negativ auf die sonstigen Funktion des menschlichen Organismus auswirken kann und zum anderen durch die diversen Herzprobleme. Denn ein schwaches Herz geht sehr häufig mit einer geminderten Potenz Hand in Hand. Die Gründe hierfür sind sehr zahlreich und sprengten an dieser Stelle den Rahmen. Nichtsdestoweniger kann das Schwinden der Manneskraft in manchen Fällen durchaus mit einer Schlafapnoe in direktem Zusammenhang stehen.
  • Extremes Schnarchen: Hin und wieder schnarcht jeder einmal. Dabei muss man sich ncihts denken und keine gravierenden Krankheiten vermuten. Es handelt sich hierbei um ein vollkommen normales und natürliches Phänomen. Kritisch wird die ganze Sache erst, wenn das Schnarchen allzu extrem, ja beinahe schon krankhaft wird. Zwar gibt es keine scharf umgrenzten Definitionskriterien, die einem dabei helfen würden zu determinieren, wann Schnarchen krankhaft ist und wann nicht, aber im Grunde sollte das jeder Mensch für sich selbst ausmachen können.

    An dieser Stelle sind insbesondere die Angehörigen eine potentiell an der Schlafapnoe leidenden Individuums dazu aufgerufen, ein Ohr offen zu halten. Bemerken diese, dass sich das Schnarchen des vermeintlichen Patienten immens verstärkt hat, ist dies als möglicher Indikator für das Vorhandensein der vorliegenden Erkrankungen anzusehen. Sicherlich könnte aber auch eine Vielzahl weiterer Faktoren für das vermehrte Schnarchen verantwortlich zu machen sein. Darum wäre es übereilt, den den Teufel gleich an die Wand zu malen. Eine dahingehende Untersuchung jedoch sollte dennoch nicht vermieden werden und kann einem dabei helfen, die möglichen Ursachen einzugrenzen und somit schneller zu einer korrekten Lösung und Ansprache der zugrunde liegenden Krankheit zu kommen.

  • Bluthochdruck: Personen mit Schlafstörungen leiden nicht selten auch an erhöhtem Blutdruck. Das ist eine medizinische Gewissheit. Dasselbe gilt folglich auch für die hier vorliegende Schlafapnoe. Dennoch können die Gründe für hohe Blutdruckwerte sehr zahlreich sein und müssen nicht unbedingt auf das vorliegende Leiden hindeuten nichtsdestoweniger kann dies ein möglicher Indikator sein.

Bei den eben genanten Symptomen handelt es sich nur um eine vergleichsweise geringe Übersicht der etwaig auftretenden Anzeichen, die auf eine Schlafapnoe hindeuten können. Es handelt sich bei dem vorliegenden Leiden um ein solches, dass sich besonders starkl durch seine Individualität auszeichnet,. Das heißt kurzum, dass jeder Kasus anders ist. Sicherlich gibt es einige Symptome, die immer auftreten, aber die individuellen Ausprägungen der Krankheit sind eben primär eines: individuell. Schließlich und endlich reagiert jeder Mensch vollkommen anders auf chronischen Schlafmangel und nicht jede Person, die in eine Risikogruppe fällt, entwickelt auch dieses Leiden.

Wer also auf Nummer sicher gehen will, der sollte sich immer eine Diagnose von einem studierten Mediziner stellen lassen. Alles andere wäre sich selbst und seiner Umwelt gegenüber unverantwortlich. Laienhafte Diagnose helfen einem an dieser Stelle nicht weiter. Schon alleine deswegen nicht, da hieraus oftmals keine effektiven Behandlungen hervorgehen. Allein bei einer starken eigenständigen Reduktion des Gewichts, insofern man zunächst adipös war, kann es sein, dass eine Selbstdiagnose mit anschließender autonomer Behandlung zu einem positiven Endresultat führen kann.

Sollte man jedoch den Verdacht hegen, man können an einer Schlafapnoe leiden, ist sich aber nicht komplett sicher, so ist es bisweilen recht sinnvoll, ein Schlaftagebuch zu führen und darüber hinaus die auftretenden Symptome ebenso darin festzuhalten. Dieses kann man dann mit seinem Hausarzt durchsprechen. Die hieraus gewonnen Erkenntnisse können eine Diagnose in manchen Fällen immens beschleunigen und also auch für eine früher einsetzende Behandlung sorgen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose wird meist anhand einer Fremddiagnose gestellt: der Partner des Betroffenen erwähnt lautes unregelmäßiges Schnarchen mit häufigen Schnarch-Pausen. Der Arzt ordnet Bluttests an, die typischerweise eine Erhöhung der Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), und eine Verringerung des Sauerstoffgehalts des Blutes zeigen.

Durch eine Untersuchung im Schlaflabor (Polysomnographie) kann die Schlafapnoe sicher diagnostiziert werden. Während der Patient eine Nacht in einer Schlafkabine verbringt, werden EKG, EEG, Atemfrequenz, Atemgeräusch und Sauerstoffgehalt des Blutes aufgezeichnet.

Aus der Anzahl und Dauer der im Schlaflabor ermittelten Atempausen berechnet man den AHI, den Apnoe-Hypopnoe-Index. Ein AHI von zehn bedeutet, dass pro Schlafstunde durchschnittlich zehnmal ein Atemstillstand auftrat.

Somit ist eine Diagnose alles in allem zwar nicht besonders kompliziert zu stellen, dafür aber vergleichsweise aufwändig. Ein Besuch im Schlaflabor stellt eine immense zeitliche Investition dar. Oftmals reicht darüber hinaus Besuch in einem solchen nicht aus, um in der Lage zu sein, eine Schlafapnoe festzustellen. In aller Regel ist davon auszugehen, dass bis zu fünf Besuchen dort notwendig sein. Das bedeutet, dass man fünf Nächte außer Haus verbringt. Dazu kommen Anfahrt und Abreise. Schließlich und endlich verfügen die wenigsten Krankenhäuser über angeschlossene Schlaflaboratorien. Patienten müssen darum mitunter längere Strecken reisen, um zu einem solchen zu gelangen. Dabei werden die Kosten der Anreise nur in sehr seltenen Fällen von der Kasse getragen. Somit kommt es nicht nur zu einer zeitlichen, sondern auch einer monetären Belastung des zu untersuchenden Individuums.

Dafür allerdings sind die gewonnen Diagnosedaten in aller Regel sehr eindeutig und lassen kaum Platz für eine fehlerhafte Diagnose seitens des behandelnden Arztes. Konnte eine Schlafapnoe diagnostiziert werden, so kann gleich darauf eine Behandlung einsetzen. Diese ist dabei beinahe immer vollkommen von den auslösenden Faktoren abhängig.

Zusammenfassend also lässt sich erwähnen, dass eine Diagnose zwecks Schlafapnoe zwar recht langwierig, dafür aber auch zumeist sehr eindeutig ist. Das ist ein positiver Umstand nicht nur für den Patienten, sondern natürlich auch für den zuständigen Mediziner. Wer also an einer Schlafapnoe leidet oder fürchtet daran zu leiden, sollte so schnell als möglich bei einem Arzt vorstellig werden, um den eventuell sehr langen Zeitraum zwischen Diagnose und Behandlung etwas auffangen zu können.

Verlauf
Die Krankheit verläuft in den meisten Fällen zunächst ähnlich. Allerdings gitl an dieser Stelle zu erwähnen, dass die auslösenden Faktoren eine entscheiden Rolle dabei spielen, wie das vorliegende Leiden sich gestaltet. Die hieraus resultierenden Unterscheide und die ebenfalls hieraus resultierende Intensität der Schlafapnoe können teilweise sehr weit auseinandergehen. So gibt es sehr geringfügige Fälle, die weder dem Betroffenen selbst, noch Angehörigen besonders auffallen und auch sonst kaum einen negativen Einfluss auf das Leben der leidenden Person nehmen. Diese schwachen Ausprägungen der Krankheit lassen sich zumeist kaum feststellen und bleiben lange Zeit verborgen.

Die Schlafapnoe kann recht plötzlich kommen oder schleichend. In beiden Fällen aber, zeichnet sich sich eben dadurch aus, dass die Atmung nachts zu stocken beginnt und man in Folge dessen weniger Nachtruhe findet, die Qualität des Schlafs empfindlich leidet und man ggf. seine Angehören durch sein Schnarchen stark stört.

In den seltensten Fällen kommt es zu einer dauerhaften gradualen Verschlimmerung des eigentlichen Leidens. Lediglich die Folgeerkrankungen, bzw. die Begleiterscheinungen verschlimmern sich oder das Risiko daran zu erkranken nimmt deutlich zu. Die Schlafapnoe selbst dagegen pendelt sich irgendwann bei einer Frequenz ein. Schließlich und endlich kann die Atmung nur über einen gewissen Zeitraum aussetzen, bevor es zu einem ungewollten Atemstillstand oder einer Unterversorgung mit Sauerstoff kommt. An dieser Front sollte man also nicht allzu viel befürchten.

Wesentlich dramatischer sieht es dagegen bei den Begleiterkrankungen aus. Insbesondere die Herzprobleme. Diese werden, je länger man sich mit dem Leiden herumschlägt, immer wahrscheinlicher. Das ist nicht nur eine bedenkliche, sondern auch eine sehr gefährlich Entwicklung. Schließlich sollte keinem daran gelegen sein, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, wenn diese vermeidbar gewesen wären.

Wer also an einer chronischen Schlafapnoe leidet und nur geringe Maßnahmen trifft, das Leiden zu heilen oder derer keine ergreift, muss sich nicht wundern, wenn er eines Tages mit massiven und lebensbedrohlichen Konsequenzen zu kämpfen hat. Eine Behandlung, die unter anderem auch eine vollkommen Neuaufstellung des bisherigen Lebenswandels beinhaltet ist manchmal schlicht notwendig, um der Krankheit aus dem Wege zu gehen. Allerdings sollte man sich auch hier keinen Illusionen hingeben. Selbst wenn man manche Risikofaktoren ausschließt, wie beispielsweise Rauchen, Alkoholkonsum und dergleichen mehr, kann es dennoch sein, dass die Folgeschäden dieser Genussgifte eine dauerhafte Schwächungen des Atemapparates nach sich ziehen und man also Zeit seines Lebens an einer Schlafapnoe leidet. Am besten ist es also, man fängt erst gar nicht damit an.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Häufigkeit, mit der eine Schlafapnoe auftritt ist nicht absolut zu bestimmen. Dies liegt primär daran, dass sich viele Leute schlicht nicht behandeln lassen, da sie entweder nichts von ihrer Erkrankung wissen oder diese nicht ernst genug nehmen. Auch kommt es oftmals vor, dass Personen ihr Leiden vollkommen falsch beurteilen. Das heißt kurzum, dass sie zwar bemerken, dass irgendetwas nicht mit ihnen stimmt, sie dies aber nicht auf eine Schlafapnoe zurückführen und darum unzureichende oder gar destruktive therapeutische Schritte einleiten.

Dasselbe kann einem aber auch bei einer ärztlichen Behandlung passieren. Nicht immer ist die Schlafapnoe die erste Vermutung eines Mediziners. Darum kommt es immer wieder vor, dass es diesbezüglich zu fehlerhaften Einschätzungen des Krankheitsbildes kommt.

Somit ist eine vollständige statistische Erfassung aller Fälle von Schlafapnoe sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Dieser Umstand verzerrt offizielle Erfassung immens und trägt fürderhin dazu bei, dass die Daten, die man zu dieser Krankheit findet, im besten Falle unvollständig sind. Hierdurch sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen. Die Prävalenz steigt seit Jahren deutlich an. Das bedeutet, dass es zu immer mehr und mehr Fällen von Schlafapnoe kommt. Die Grund hierfür ist schnell genannt: Übergewicht! Tabakkonsum und Alkoholkonsum sind seit Jahren rückläufig, Übergewicht dagegen ist das neue große medizinische Problem der ersten Welt.

Die Menschen werden immer dicker und dicker. In Ländern wie den USA, Großbritannien und vielen Inselstaaten sowie in den meisten Schwellenländern ist Übergewicht zu einer regelrechten Plage angewachsenen. Aber auch hierzulande lassen sich solche Tendenzen beobachten. Zwar sind hier die Zahlen übergewichtiger Menschen vergleichsweise noch zahm, dennoch steigen sie mit besorgniserregender Schnelligkeit an. Nicht zuletzt deswegen kommt es auch hierzulande zu immer mehr Fällen von Schlafapnoe und es wird zukünftig wohl auch immer mehr davon geben. Insofern die Plage Übergewicht nicht effektiv bekämpft werden kann.

Somit dürfte es auch nicht weiter verwunderlich sein, dass die oben genannten Länder besonders häufig mit der Schlafapnoe zu kämpfen haben. Starkes Übergewicht ist in aller Regel der Hauptgrund für die vorliegende Erkrankung. Die anderen Auslöser sind zwar nicht zu vernachlässigen, spielen aber eine immens untergeordnete Rolle, wenn es zur Entstehung der Schlafapnoe kommt. – Während der frühen 1990er Jahre waren beispielsweise in den USA nur etwa 0,015% der Bevölkerung Opfer dieser Krankheit. Heute jedoch hat sich diese Zahl beinahe vervierfacht. In anderen Ländern der Welt sieht es nur unwesentlich besser aus. Auch sagen Mediziner und Forscher für die übersehbare Zukunft weiterhin steigenden Tendenzen voraus, was diese Erkrankung angeht.

Das Geschlecht spielte bei der Entstehung der Schlafapnoe einst eine größere Rolle, als dies heute der Fall ist. Normalerweise waren Männer wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Dieser Umstand hat sich aber im Laufe der letzten Jahre relativiert. Erklären lässt sich das mit damit, dass Männer und Frauen gleichermaßen übergewichtig sind. Da Adipositas nun einer der hauptsächlichen Auslöser der Schlafapnoe ist, sollte es also auch nicht weiter verwunderlich sein, dass das Geschlecht nun keine Rolle mehr spielt. Auch das Alter spielt kaum mehr eine nennenswerte Rolle. Ein Fakt, der dadurch zu erklären ist, dass auch Kinder und Jugendliche immer fetter werden.

Die Zahlen für nicht durch Adipositas bedingte Schlafapnoe dagegen sind, wie nicht anders zu erwarten, seit Jahrzehnten stabil. Ja, sie haben sich sogar verbessert, da immer weniger Leute rauchen. Alles in allem aber nehmen die Fälle, wie gerade erwähnt, immer mehr zu.

Somit lässt sich zusammenfassend erwähnen, dass es zwar schwer ist, Daten zu erheben, man aber dennoch klar und deutlich feststellen kann, dass es zu immer mehr Fällen von Schlafapnoe kommt. Diese korrelieren in aller Regel direkt mit der sich wie eine Seuche ausbreitenden Adipositas. Sollte man sich selbst als potentielles Opfer dieses Leidens einstufen, so ist es also ratsam, sich Hilfe zu suchen und der Sache somit Herr zu werden.

Diagnosedaten


Komplikationen bei der Krankheit

Wie bei jeder anderen Krankheit, so kann es auch im Rahmen einer Schlafapnoe zu diversen Komplikationen kommen. Diese sind jedoch sehr stark davon abhängig, in welcher Intensität die Krankheit vorliegt und in welcher Ausprägung. Außerdem sollte man an dieser Stelle auch die Risikofaktoren in die Rechnung mit einbeziehen, die dafür gesorgt haben, dass es überhaupt erst zu einem Ausbruch der vorliegenden Erkrankung kam.

Denn gerade dann, wenn die Schlafapnoe auf einem äußeren Faktor beruht und nicht rein organischen Ursprungs ist, dann ist es absolut notwendig, auch die Komplikationen, die aus dem auslösenden Faktor resultieren, mit in die Rechnung einzubeziehen. Dies gilt für alle potentiell auslösenden Faktoren gleichermaßen. Hierzu aber gleich mehr.

Die Schlafapnoe an sich kann auch einige teilweise schwerwiegende Folgeerkrankungen nach sich ziehen, mit denen nicht zu spaßen ist. Auch das allgemeine Risiko auf andere lebensgefährliche Zustände steigt immens an. Hierbei sind Herzinfarkte und Schlaganfälle nur zwei der unzähligen Leiden, die einen Schlafapnoe Patienten heimsuchen können.

Auch der Umstand, dass man sich chronisch müde und ermattet fühlt trägt nicht zum Wohlbefinden bei und hat zur Folge, dass man dauerhaft unter erhöhten Stresswerten steht. Diese wiederum erhöhen den Blutdruck, sorgen dafür, dass man schneller an Gewicht zunimmt und können weiterdings auch noch diverse psychische Leiden nach sich ziehen. Alles voran Depressionen und andere andere negative Verstimmungen. Nicht selten ziehen Menschen, die an Schlafapnoe leiden, sich stark aus ihrem Umfeld zurück und werden nach und nach immer reklusiver. Diese soziale Abkapslung kann bewirken, dass man nach einer gewissen Zeit von seinem Umfeld nicht mehr als aktives Mitglied der Gesellschaft wahrgenommen und nach und nach vergessen wird.

Darüber hinaus ist man als Betroffener sehr oft sehr stark gereizt und stellt darum einen schlechten Umgang dar. Man fährt andere Leute grundlos an und nimmt bereits die kleinsten Verfehlungen als persönlichen Angriff wahr. Dass man es sich dadurch mit vielen Menschen sehr schnell verscherzen kann, ist wohl allen klar. Aber das ist noch lange nicht alles. Sehr häufig leiden Betroffene tagsüber an teilweise sehr schweren Kopfschmerzen, die nicht selten an eine Migräne erinnern. Auch eine mehr oder weniger chronische Übelkeit kann sich einstellen. Zudem verschlechtert sich bei vielen Menschen das Hautbild. Insbesondere aber bei jenen, die ohnehin eine eher zu Problemen neigende Haut haben. Selbst die Sehleistung kann negativ beeinflusst werden und es ist möglich, dass die eigene Sehleistung mit Voranschreiten der Erkrankung immer mehr abnimmt.

Schließlich und endlich kommt es nicht selten auch noch während des Tages zu regelrechten Zusammenbrüchen der Erkrankten. Die chronische Übermüdung schwächt den Organismus so stark, dass er schlicht in sich zusammensackt. Eine Ohnmacht ist darum nicht auszuschließen. Dies ist besonders im Straßenverkehr ein sehr hohes Risiko, mit dem nicht leichtfertig umzugehen ist. Nicht zu Unrecht entziehen einige Staaten Personen mit Schlafapnoe darum den Führerschein, bis sie Nachweisen können, dass sie ihr Leiden besiegt haben.

Zusammenfassend lässt sich erwähnen, dass die Komplikationen bei dem vorliegenden Leiden immens zahlreich und teilweise auch sehr gefährlich für Leib und Leben des Erkrankten sein können. Zu spaßen ist damit auf keinen Fall. Wer seine Schlafapnoe als „ein bisschen Schnarchen“ abtut und sich selektiv keine Hilfe dagegen sucht, wird bald ein böses Erwachen haben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Kurzum: Wer sich keine professionelle Hilfe sucht, kann das früher oder später mit dem Leben bezahlen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann man zum Arzt gehen sollte, ist im Grunde sehr schnell beantwortet. Wer denkt, dass er erkrankt ist, sollten sich immer auf dem schnellst möglichen Wege einem Mediziner zur Evaluation zuführen. Dies gilt für alle Krankheiten und nicht speziell nur für Schlafapnoe.

Da dieses Leiden sehr langsam beginnt und teilweise Jahre braucht, um sich bemerkbar zu machen, kann es bisweilen förderlich sein, etwas genauer nachzuhaken und den Arzt zu bitten, eventuell auch noch auf Schlafapnoe zu prüfen, wenn man ohnehin schon in der Praxis ist. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn das zu behandelnde Individuum einer Risikogruppe angehört, sprich Raucher, Alkoholiker, Herzprobleme usw. Überhaupt sollte man diese Information immer mit dem behandelnden Arzt teilen, vollkommen gleich, ob man sich speziell auf Schlafapnoe oder eben eine andere Krankheit untersuchen lässt. Unterlässt man es jedoch, dem Mediziner diese Information zukommen zu lassen, so kann es im Rahmen einer Behandlung sehr leicht zu Unstimmigkeiten kommen.

Wie aber bereits schon im Text erwähnt, sollte man sich darauf einstellen, dass der Arzt nicht immer sofort die korrekte Diagnose parat hat. Es kann deswegen nötig sein, dass man die Praxis mehrmals aufsuchen muss, um die Diagnose zu erhalten. Manchmal ist es darüber hinaus unabdingbar, ein Schlaflabor zu besuchen.

In finanziell sehr schwierigen Fällen sollte man auch nicht davon absehen, Zuschüsse zu einer Behandlung vom Amt zu beantragen. Vorallem dann, wenn die Kasse die Zahlungen für das Schlaflabor nicht oder nur teilweise übernimmt.

Bereits der leiseste Verdacht sollte ausreichen, um sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen oder sein Kind zu einem Arzt zu bringen und es dort untersuchen zu lassen. Wer sich unsicher ist, ob er selbst oder ob der Nachwuchs ggf. an Schlafapnoe leidet, sollte nicht lange versuchen, selbst eine Diagnose auf die Beine zu stellen und direkt einen Mediziner konsultieren. Schlafapnoe kann sehr schwerwiegend verlaufen und sind deshalb nicht gut in den Händen von medizinischen Laien aufgehoben.

Alles in allem also ist ein Besuch beim Arzt grundsätzlich immer dann zu empfehlen, wenn man irgendwelche Symptome verspürt, die darauf hindeuten, dass sich eine Krankheit, welcher Art auch immer, anbahnt. Denn hier gilt das alte Sprichwort: „Vorsicht ist besser als Nachsicht.“ Insbesondere aber mit der Gesundheit der eigenen Kinder kann man es kaum übertreiben. Darum ist es bisweilen unabdingbar, dass man einen Kinderarzt zu rate zieht. Und sei es nur, um auf Nummer sicher zu gehen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung der obstruktiven Form kann durch eine Operation erfolgen, bei der die Ursache beseitigt wird, z.B. eine Nasenseptumplastik oder eine Entfernung von Nasenpolypen. In leichten Fällen kann durch stimulierende Substanzen wie Theophyllin, die das Atemzentrum anregen, eine Besserung der Schlafstörungen erzielt werden. In schweren Fällen erfolgt eine kontinuierliche Überdruckbeatmung (CPAP-Therapie) über eine Nasen- oder Gesichtsmaske.

Die Masken werden im Schlaflabor individuell angepasst. Die Überdruckbeatmung hält die Atemwege offen; dadurch können Atempausen und Schnarchen vermieden werden. Was hilft gegen Schnarchen? Einfache Maßnahmen wie Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Medikamente wie Schlafmittel und Beruhigungsmittel sowie Schlafen in Seitenlage können die Schlafstörungen deutlich verbessern und das Schnarchen verringern.

Etwa 80% der Betroffenen haben Übergewicht; eine Gewichtsreduktion ist sehr sinnvoll zur Behebung des Schlafapnoe-Syndroms. Außerdem sollen Techniken wie Yoga und Hypnosetherapie gegen Schnarchen helfen. Schüssler Salze wie Natrium chloratum und Kalium chloratum (D6) können Schlafapnoe und Schnarchen lindern. Durch Hilfsmittel wie Aufbiss-Schienen und Nasenpflaster kann eine Obstruktion der Atemwege verhindert und Schlafapnoe und Schnarchen vorgebeugt werden.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es ist möglich, gegen eine Schlafapnoe vorzubeugen – und zwar indem man auf Faktoren verzichtet, die das Risiko eines Ausbruchs der Krankheit erhöhen. Hierzu gehört allen voran Übergewicht. Adipositas ist heutzutage die am häufigsten im Zusammenhang mit einer Schlafapnoe auftretende Ursache. Wer sich also selbst gehen lässt und kein Augenmerk mehr auf sein eigenes Gewicht hat, der muss sich nicht wundern, wenn er früher oder später eine Schlafapnoe ausbildet und diese auch nicht mehr loswird, solange das Übergewicht besteht. Das kann in nicht wenigen lebensgefährlich enden. Denn gerade der Atemapparat adipöser Menschen ist von Natur aus schon sehr stark in Mitleidenschaft gezogen.

Wer von alleine kein Gewicht verlieren kann, ist gut beraten, bei einem Ernährungsexperten vorstellig zu werden und darüber hinaus eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio zu beantragen. Denn eine gesunde und ausgewogene Ernährung in Verbindung mit ausreichender Bewegung und Sport sind immer noch die besten Methoden, um schnell und nachhaltig an Gewicht zu verlieren. Alles andere sind nur ausreden.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, das Rauchen komplett aufzugeben und außerdem auch auf Alkoholika und andere Genussgifte zu verzichten. Dass Rauchen den Atemapparat schwer in Mitleidenschaft zieht, dürfte jedem klar sein. Aber auch Alkohol tut hier sein Nötiges. Dazu enthalten alkoholische Getränke sehr viele Kalorien, die wiederum für eine ungewollte und vorallem ungezügelte Gewichtszunahme sprechen. Hier greift oftmals eins ins andere und man steht gleich mit mehreren Risikofaktoren dar. Darum besser Verzicht üben und es erst gar nicht so weit kommen lassen. Am Ende des Tages sollte man sich nämlich einfach mal die Frage stellen, was seine Gesundheit einem wert ist. Wenn man sein Wohlbefinden für ein paar Bier und eine Zigarette über den Haufen zu schmeißen bereit ist, sollte man das vielleicht einfach tun. Solchen Menschen kann ohnehin oftmals nicht geholfen werden.

Ansonsten gelten zwecks Vorbeugung ähnliche Regeln, wie bei anderen Krankheiten auch: Den gesunden Menschenverstand gebrauchen, Risikos vermeiden und sich stets selbst überwachen, um Warnzeichen frühzeitig und korrekt deuten zu können, damit man das Leiden möglichst früh als solches ansprechen und also auch behandeln kann. Wer sich daran hält, verfügt zwar über keine 100%ige Sicherheit, minimiert sein Risiko auf eine Schlafapnoe aber dennoch merklich.


Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung ist sehr stark davon abhängig, wie sich die Erkrankung darstellt. Da die Schlafapnoe individuell sehr verschiedenen auftreten kann, sind allzu allgemeine Prognose beinahe unmöglich zu stellen. Man sollte aber im Mittel von einer eher durchwachsenen Prognose ausgehen.

Sicherlich gibt es Fälle, die sich komplett und selbständig in Wohlgefallen auflösen, beispielsweise dann, wenn die Schlafapnoe durch immenses Übergewicht verursacht wurde und man dieses mittels Sport und gesunder Ernährung wieder verliert. Bei anderen Fällen sieht der Sachverhalt aber schon ganz anders aus. Durch Rauchen und Alkohol bedingte Schlafapnoe kann nicht immer komplett geheilt werden, selbst dann nicht, wenn man diese Laster aufgibt. Manchmal ist ein Schaden dauerhaft und man muss mit den Konsequenzen seines Tuns leben. Daran führt kein Weg vorbei. Dennoch ist es für die Prognose natürlich besser, dieses Lastern auch dann abzuschwören, wenn man die Schlafapnoe damit nicht loswird. Lunge und Leber werden einem danken.

Bei einer organischen Schlafapnoe helfen Entzüge und Abnehmkuren wenig, da diese nicht das auslösende Element darstellen. An dieser Stelle sind operative oder die Verwendung von Hilfsmitteln oftmals unumgänglich, um der Erkrankung halbwegs Herr zu werden.

Auch sollte man nicht vergessen, dass eine Behandlung oftmals kein Verschwinden der Krankheit zum Ziel hat, sondern vielmehr eine Form des Managements darstellt, die dabei helfen soll, das Leiden im Zaum zu halten. Beißbalken und Atemgeräte helfen zwar die Symptome so gering wie möglich zu halten, ändern aber rein gar nichts am eigentlichen Vorhandensein der Erkrankung. Dieser Umstand verschlimmert die Prognose nicht unwesentlich. Darüber hinaus sollte man ebenso in die Rechnung miteinbeziehen, dass es sehr unangenehm ist, jede Nacht eine Schlafmaske mit Sauerstoff zu tragen. Hierdurch wird der Schlafkomfort erheblich eingeschränkt und man ist weitaus weniger flexibel, was die Schlafposition angeht. Darüber hinaus sind diese Geräte nicht gerade leise. Das Pumpen während eines Atemaussetzers ist deutlich hörbar. Selbst teure Geräte sind schwerlich geräuscharm. Insbesondere die Angehörigen von betroffenen Personen fühlen sich hierdurch ebenso gestört, wie vom Schnarchen selbst.

Somit ist die Prognose nicht nur für die Patienten selbst durchwachsen, sondern auch für deren Angehörige.

Zusammenfassend lässt sich also schlussfolgern, dass eine Prognose nicht gerade blumig ist. Dennoch ist sie nicht allzu schlimm und eine Schlafapnoe ist kein sicheres Todesurteil für den Betroffenen. Allerdings kann sie es werden, wenn man nicht genügend darauf aufpasst und die Erkrankung außer Kontrolle geraten lässt. Alles in allem also ist man hier zu großen Teilen seines eigenen Glückes Schmied, vorallem wenn man bedenkt, dass die Schlafapnoe in nicht wenigen Fällen komplett vermieden werden kann.


Ab wann wird’s gefährlich?

Wie aus dem Text bereits deutlich hervorgegangen sein sollte, ist eine Schlafapnoe keine Krankheit, die man leichtfertig abtun sollte. Nein, es handelt sich hierbei um ein ernstzunehmendes Leiden, das auf die Dauer dafür sorgen kann, dass Leib und Leben des Erkrankten in massiver Gefahr sind. Sicherlich stimmt es, dass es nur zu sehr wenigen Todesfällen kommt, die in direktem Zusammenhang mit einer Schlafapnoe stehen. Nichtsdestotrotz aber löst eine solche sehr häufig andere Erkrankungen aus, die schließlich dazu führen, dass das betroffene Individuum den Tod findet.

Aus diesem Grunde nehmen viele Leute die Schlafapnoe immer noch nicht so ernst, wie man sie eigentlich nehmen müsste. Ein persistenter Schlafmangel in Zusammenhang mit den anderen negativen Effekten, die die nächtlichen Aussetzer der Atmung mit sich bringen können, führt, wenn nicht ausreichend gut und schnell behandelt, sehr oft zu gravierenden gesundheitlichen Einbußen. Allen Organen voran wird das Herz in Mitleidenschaft gezogen. Und mit dem Herzen sollte man niemals spaßen. Ohne dieses Organ kann der menschliche Körper schlicht nicht existieren und Medikamente und Co. sind nicht immer eine zufriedenstellende Lösung bei einem geschwächten Herzen. Auch sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass dieser wohl wichtigste Muskel im menschlichen Körper sich nur sehr langsam und schwerfällig wieder erholt, wenn er einmal allzu stark angriffen ist. Bisweilen erholt sich das Herz auch nie wieder so ganz und hat Zeit seines Lebens mit einer Insuffizienz in der Leistung dieses Organs zu kämpfen.

Sicherlich lässt sich nicht jede Erkrankung des Herzens auf eine Schlafapnoe zurückführen, dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass eine solche Erkrankung die Gesundheit des Herzens wissenschaftlich nachgewiesen immens schmälert und darüber hinaus dafür sorgt, dass auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Ebenso kommt es nicht selten zu starken psychischen Mängeln seitens des Erkrankten. Jede Person, die bereits schon einmal mit einem wie auch immer gearteten chronischen Schlafmangel zu kämpfen hatte, wird wissen, wie schlimm ein solcher für die Psyche und das Wohlbefinden des betroffenen Individuums sein kann.

Ab wann aber nun wird die Schlafapnoe wirklich gefährlich für den Erkrankten? – Diese Frage ist an sich falsch gestellt. Natürlich ist die Schlafapnoe bereits ab Beginn ein Risiko für den Patienten, sonst wäre es keine Krankheit. Dass das initiale Risiko jedoch natürlich bedeutend geringer liegt, als nach einigen Jahren der Krankheit, dürfte allerdings auch jedem Menschen bewusst sein. Wie dem auch sei, im Grunde genommen ist sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich allgemeingültige Aussagen darüber zu treffen, ab welchem Zeitpunkt genau die Schlafapnoe zu einem Risiko für den Erkrankten wird. Dies lässt sich ganz einfach damit begründen, dass jede Schlafapnoe anders verläuft und nicht jeder Patient die gleichen Symptome verspürt. Vorallem aber verspürt nicht jeder Patient diese Symptome auch in der Intensität. Bei besonders schwerwiegenden Fällen machen sich negative Langzeitfolgen natürlich bereits wesentlich früher bemerkbar, als etwa bei sehr milden Verläufen. Dennoch sind beide auf kurze, mittlere oder lange Sicht gefährlich und können zu den oben bereits genannten Komplikationen führen.

Darüber hinaus spielt auch die individuelle Konstitution des Erkrankten eine maßgebliche Rolle dabei, wie stark die Schlafapnoe sich auf den Rest seines Organismus auswirkt und inwieweit Organe und Co. geschädigt werden. Eine Person, die von Geburt an an einem schwachen Herzen leidet, wird mit großer Wahrscheinlichkeit sehr viel schlimmere Symptome von einer Schlafapnoe zu erwarten haben, als ein Menschen, der sonst komplett gesund ist und über eine gute und starke Konstitution verfügt. Dennoch lässt sich grob estimieren, dass man etwa nach einem halben oder einem ganzen Jahr erste merklich Einbußen bemerken wird. Zunächst schwindet die Lebensqualität immens. Dies liegt primär an der dauerhaften Beeinträchtigung. Danach stellen sich vermehrt organische Leiden ein. Die Atmung setzt Nacht immer frequenter aus und man fühlt sich infolgedessen immer abgeschlaffter und abgeschlaffter. Der Organismus wird immer schwächer und schwächer und man ist anfällig für alle möglichen Infekte und andere Krankheiten. Dazu kommen dann auch noch die organischen Leiden.

Bluthochdruck, Herzprobleme, Magenprobleme und allgemeine Probleme mit Atemapparat werden so zu einem beinahe täglichen Begleiter für den Erkrankten. Sollte eine Schlafapnoe wider den ärztlichen Rat und den gesunden Menschenverstand dauerhaft unbehandelt bleiben, so ist zwar nicht davon auszugehen, dass man direkt nach einigen wenigen jahrein des Siechtums stirbt, allerdings sollte man damit rechnen, dass das Risiko auf Schlaganfälle, Herzinfarkte und so weiter immens ansteigt, Kommen dann noch Adipositas oder Rauchen dazu, ist das Risiko nicht mehr überschaubar groß und die Wahrscheinlichkeit, dass man einen der gerade erwähnten Anfälle erleidet liegt sehr sehr hoch.

Alles in allem also lässt sich zusammenfassend erwähnen, dass es sich bei diesem leiden zwar nicht um ein direkt letales handelt, man jedoch dennoch damit rechnen muss, insofern man sich keine medizinische Hilfe zukommen lässt, daran früher oder später zu erliegen. Und sei es auch nicht an dem Leiden selbst, sondern „nur“ an dessen Nebeneffekten. Darum ist an dieser Stelle abermals jede Person aufgerufen, die an einer Schlafapnoe leidet oder vermutet daran leiden zu können, da beispielsweise die oben genannten Symptome auf einen zutreffen, sich schleunigst medizinische Hilfe suchen. Den meisten Erkrankten kann in einer oder anderen Form geholfen werden. Sicherlich ist das Leiden nicht immer komplett auszumerzen, aber eine Linderung der Symptome und eine Reduktion des Risikos auf Herzinfarkte und Schlaganfälle ist auch schon ein erstrebenswertes Ziel für die eigne Gesundheit und das eigene Gewissen.


Alternative Behandlungsmethoden

Leider stehen bei der Schlafapnoe keine alternativen Heilmethoden zur Verfügung. Zumindest keine, die die Erkrankung direkt bekämpfen könnten. Lediglich Maßnahmen, die dazu dienen, an Gewicht zu verlieren oder mit seinen Tabakkonsum oder Alkoholkonsum einzuschränken könnten im weitesten Sinne als alternative Heilmethoden für die Schlafapnoe angesehen werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Bei den Hausmitteln verhält es sich ähnliche, wie bei den alternativen Heilmethoden. Im Grunde gibt es keine Hausmitteln, die ganz speziell darauf abzielten, bei einer Schlafapnoe Hilfe zu leisten. Nichtsdestoweniger kann man sich hier als Faustregel durchaus merken, dass alles, was gut für die Lunge ist, das entstehende Ungemach zumindest etwas zu lindern imstande sein kann. Hierzu eine kleine Übersicht:

  • Inhalation – Das Inhalieren von Wasserdampf kann dem Betroffenen das Leben mit einem Lungenleiden sehr stark erleichtern. Hierzu erhitzt man einfach Wasser in einem Topf, wartet bis es beginnt zu verdampfen und atmet den aufsteigenden Dampf ein. Bisweilen ist es ratsam, wenn man Kopf und Topf mit einem Handtuch abdeckt, um möglichst viel Dampf nutzen zu können. Dabei kann man verschiedenste Zusätze in das Wasser geben. Inzwischen gibt es auch spezielle Geräte zum Inhalieren in der Apotheke zu kaufen. Diese wirken ähnlich wie der klassische Topf mit Wasser. Es bleibt hier der Präferenz des Patienten zu überlassen, für welche Methode er sich entscheidet.
  • Ruhe und Erholung – Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei einer Lungenerkrankung, die darüber hinaus noch mit einem chronischen Schlafmangel einhergeht das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit dieser Situation fertig zu werden. Es kann darum sehr nützlich sein, sich hin und an einfach mal eine Auszeit zu gönnen. Sicherlich ist das einfacher gesagt als getan, aber man bedenke an dieser Stelle seine eigene Gesundheit und was man aufs Spiel setzt, wenn man damit leichtfertig umgeht.
  • Atemübungen – Es kann förderlich sein zu versuchen, sein Lungenvolumen zu steigern. Sicherlich kuriert das nicht die vorliegende Erkrankung an sich, kann aber dennoch dazu beitragen, dass sich die Symptomatik etwas abschwächt und man nachts ein wenig mehr Ruhe findet. Darüber hinaus ist eine gestärkte Lunge ein erstrebenswertes Ziel. Eine solche verspricht neben mehr Ausdauer und Belastbarkeit auch eine erhöhte Aufnahme von Sauerstoff im Blut, was wiederum zu einer gesteigerten Wachheit führen kann. Blasrohrschießen bietet sich hierfür besonders an und kann das Lungenvolumen um bis zu 30% erhöhen.
  • Eukalyptus-Kuren – Das Eukalyptus gut für die Lunge ist, sollte keine Überraschung mehr sein. Darum gibt es vielerlei Präparate und Anwendungen zur Heilung der Lunge, die sich auf Eukalyptus verlassen. Diese können sowohl äußerlich als auch innerlich Anwendung finden und überraschen stets durch ihre Wirksamkeit. Besonders aber helfen solche Mittel, wenn sich zusätzlich noch ein mehr oder weniger persistenter Husten einstellt.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Akelei
  • Aloe Vera
  • Eiche
  • Kamille
  • Klette
  • Labkraut
  • Schafgarbe
  • Schöllkraut

Alle der gerade erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Tablette darzureichen. Hierbei sind die Arten der Einnahme oftmals nur als geringfügig auf die Wirkung einzustufen. Auch eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen. Eine solche ist besonders im Falle von Lungenkrankheiten zu empfehlen, da sie direkt auf die Haut aufzutragen ist. Zur Herstellung einer solchen gebe man die erwähnten Kräuter in zerlassenes Schmalz, wobei es egal ist, ob die Kräuter frisch oder getrocknet sind und lasse diese Mischung auskühlen und verfestigen. Insofern man eine stärkere oder feinere Salbe oder Creme haben will, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Schachtelhalm
  • Lavendel
  • Eukalyptus
  • Melisse
  • Lungenkraut
  • Rose

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Schlafapnoe sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

  • Antimonium tartaricum
  • Aralia racemosa
  • Grindelia
  • Senega
  • Kalium carbonicum
  • Sambucus nigra

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 5 und 20
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 Globuli

Man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf Schlafapnoe gibt es viele und keine. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Probleme im Bezug auf Nahrung zeigen sich bei einigen starken Befall des Atemapparates und damit einhergehenden Atembeschwerden vor allem darin, dass diese teilweise mit einer merklichen Gewichtsabnahme einhergehen. Dies schwächt den Körper insgesamt. So sollte bei der Nahrungsaufnahme darauf geachtet werden, dass dem Körper genügend Kalorien zugeführt werden. Dafür eignet sich der Konsum von Vollkornprodukten, Nüssen und fettreichem Seefisch. Abhängig ist dies aber selbstverständlich davon, was ein Betroffener verträgt. Abzuraten ist aber generell von einer veganen oder vegetarischen Ernährung, wenn eine starke Erkrankung vorliegt. Diese ermöglicht in der Regel nicht die Kalorienmenge, welche für den Patienten während der Therapie notwendig ist. Auch sollte die entsprechende Energie nicht aus ungesunden, also stark fettigen oder gezuckerten Lebensmitteln gewonnen werden, da hierdurch weitere Probleme bezüglich der Verdauung eintreten können.

Bei genereller Appetitlosigkeit sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper genug Energie, ohne dass der Patient mit einem Mal üppige Speisen verzehren muss.

Liegen Schluckbeschwerden vor, kann es helfen, wenn die Nahrung püriert wird. Smoothies und dicke Suppen sind zumeist problemlos genießbar, auch wenn eine Verengung im Rachenraum oder Schwellungen am Kehlkopf vorliegen.

Auch der Geruchssinn kann sich während einer Schlafapnoe verändern. Häufig empfinden Betroffene den Geruch von Speisen als störend. Das gilt gerade, wenn sie unter Übernächtigung leiden. Es ist aus diesem Grund vorteilhaft, zubereitetes Essen zunächst einmal abkühlen zu lassen, da hernach die spezifischen Eigengerüche der Nahrungsmittel nicht mehr so stark ausgeprägt sind.

Es gibt also einige Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Schlafapnoe-Patienten erstellt worden sind. Aber auch kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch Schlafapnoe belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Kann man eine Schlafapnoe komplett ausheilen?
Das kommt auf verschiedene Faktoren an: Handelt es sich um eine organische bedingte Schlafapnoe, bzw. um eine solche, die durch eine Fehlstellung oder eine sonstige irreguläre Verwachsung im Bereich des Atemapparats zustande gekommen ist, so ist davon auszugehen, dass die mittels einer Operation komplett beseitgt werden. Allerdings kommt es auch hier sehr auf den individuell vorliegenden Kasus an. Nicht jede Verwachsung kann entfernt werden. Aber in aller Regel stehen die Chancen auf eine komplette Heilung dann nicht schlecht.

Sollte die Schlafapnoe durch Übergewicht zustande gekommen sein, ist es auch oftmals möglich, diese wieder komplett loszuwerden, indem man schlicht Gewicht verliert und seine Körperfunktionen somit wieder reguliert. Allerdings kann es sein, dass das Gewebe durch eine allzu lang anhaltende Adipositas derart geschädigt wurde, dass die Schäden nie mehr ganz zurückgehen und man Zeit seines Lebens mit den Aussetzern der Atmung während der Nachtruhe zu kämpfen hat. Ähnliches gilt für Raucher und Alkoholiker.

Ist Schnarchen immer ein Indikator für eine Schlafapnoe?
Grundsätzlich glücklicherweise nein! Nicht immer wenn jemand schnarcht, bedeutet das auch automatisch, dass sich dahinter eine Schlafapnoe verbirgt. Die Gründe warum es zu einem Schnarchen kommt, können sehr vielfältig sein und lassen sich niemals auf einen einzigen Grund reduzieren.

Sollte das Schnarchen jedoch immer stärker und lauter werden und dies scheinbar grundlos und eher plötzlich, so sollte man dies durchaus als Warnsignal deuten und versuchen, dem Grund dieses Phänomens auf die Schliche zu kommen. Ein Besuch beim Arzt ist in diesem Falle die beste Entscheidung und Maßnahme.

Führt Adipositas immer zu Schlafapnoe?
Nein, tut sie nicht. Dennoch sollte man diesen Umstand nicht als Freifahrtschein dafür deuten, aufhören zu können, auf sein Gewicht achten zu müssen. Auch sollte man bedenken, dass tatsächlich eine Vielzahl von stark adipösen Menschen früher oder später auch an einer Schlafapnoe leiden. Genaue Zahlen liegen nicht vor, aber Estimationen gehen davon aus, dass mindestens zwischen 60 und 70% aller stark übergewichtigen Menschen irgendwann eine Schlafapnoe entwickeln.

Nicht zuletzt deswegen sollte einem schon daran gelegen sein, sein Gewicht zu kontrollieren und sich nicht gehen zu lassen. Wer hiermit jedoch allzu große Probleme haben sollte, ist aufgerufen, einen Ernährungsberater aufzusuchen oder bei seinem Hausarzt vorstellig zu werden und etwaige Probleme mit diesem zu besprechen und ggf. Lösungsstrategien auszuarbeiten.

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