Lungenembolie

Lungenembolie

Durch die Verstopfung eines Lungengefäßes aufgrund eines eingeschwemmten Blutgerinnsels entsteht meistens eine Lungenembolie.

Durch diese Verstopfung ist der Blutstrom zur Lunge enorm vermindert, daher kann sie nur noch einen geringen Anteil an Blut im Sauerstoff anreichern. Es kommt dadurch häufig zu plötzlicher Luftnot und starken Brustbeschwerden.

Allein in Deutschland erleiden pro Jahr ca. 60 bis 65 Personen von 100 000 Menschen eine Lungenembolie.

 

Was ist eine Lungenembolie

Die Verstopfung eines Blutgefäßes der Lunge, so dass hier kein Blutfluss mehr stattfinden kann, bezeichnet man in der Medizin ALS Lungenembolie.

Es handelt sich um ein Blutgefäß, welches das Blut vom Herzen in das Lungengewebe transportiert. Ausgehend von einer Thrombose, hier meist eine tiefe Beinvenenthrombose, wird ein Blutgerinnsel in ein Gefäß eingeschwemmt, welches dann durch den Blutkreislauf in eine Lungenarterie gelangt und diese verstopft. Je nach Größe des Thrombus ergibt sich dann der Schweregrad der Embolie. Mit dieser Blockierung der Lungenarterie ist der Transport von sauerstoffarmen Blut, welches vom Herzen zu Lunge gelangt, gestört.

Bei einer Lungenembolie spricht man immer von einer lebensbedrohlichen Situation, denn, ist ein großer Teil der Lunge betroffen, spricht man von einer globalen Lungenembolie, die selbst in der modernen medizinischen Zeit immer noch bei circa 7000 Betroffenen in Deutschland zum Tod führt. Sind sehr kleine Lungengefäße von einem Verschluss betroffen, sind diese fast ohne Symptome einhergehend und werden eher durch Zufall bei anderen Untersuchungen entdeckt. Durch diese Unterbrechung des Blutflusses wird der betreffende Teil der Lunge nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Mit dem daraus folgenden Sauerstoffmangel im gesamten Körper, kommt es bei Betroffenen dann zu einer Atemnot und im weiteren Verlauf zur Schädigung weiterer Körperfunktionen.

Mediziner Sprechen von einer sogenannten Lungenembolie, wenn ein Blutgerinnsel in die Blutgefäße eingeschwemmt wird und es in Folge dessen zu einer Verstopfung kommt. Das Blutgerinnsel wird auch als Thrombus bezeichnet. Durch eine Lungenembolie wird eine Lungenarterie blockiert. Diese ist eigentlich dafür verantwortlich, dass Blut, welches sauerstoffarm ist, vom Herz zur Lunge geleitet wird. Eine Embolie der Lunge kann für einen Menschen lebensbedrohlich sein. Je größer ein Thrombus ist, umso gefährlicher ist die Lungenembolie.

Wenn die Lungenembolie nur ein kleines Blutgefäß in der Lunge betrifft, so treten nur minimale Beschwerden auf oder aber auch gar keine. Sobald jedoch ein größeres Lungengefäß durch das Blutgerinnsel verstopft wird, kann es zu lebensbedrohlichen Umständen kommen. Betroffene erleiden starke Luftnot, eine schmerzende Atmung und enormes Herzrasen. Bei einer Lungenembolie muss unverzüglich ein Arzt hinzugezogen werden.

Lungenembolie darstellung

Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es bei einer Lungenembolie?

Wie bereits erwähnt, entsteht die Embolie durch ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel, das die Blutgefäße in der Lunge verstopft. Nicht immer ist ein losgelöstes Blutgerinnsel daran schuld, denn auch Fett, Fruchtwasser und Luft können eine solche Verstopfung hervorrufen.

Ursache durch ein losgelöstes Blutgerinnsel:

Die Blutgerinnsel bilden sich meistens in den Beinvenen. Das Blut der Venen fließt zum rechten Teil des Herzen und wird von dort aus in die Lunge transportiert. Sollte sich nun ein Gerinnsel an einer Vene gebildet haben, so kann es passieren, dass es sich von der Gefäßwand löst und mit dem Blutstrom weiter transportiert wird. Ursachen für eine sogenannte Thromben-Ablösung sind zum Beispiel: schnelle und plötzliche Anstrengungen oder auch starkes Pressen beim Stuhlgang.

Ursachen aufgrund einer tiefsitzenden Beinvenenthrombose:

Meistens ist eine Lungenembolie die Folge einer tiefsitzenden Beinvenenthrombose. Es gibt viele Faktoren die eine Beinvenenthrombose fördern.

Folgende gehören hierzu:

  • Die Einnahme der Pille
  • Rauchen
  • Einschränkungen der Bewegung (Operation)
  • Schwangerschaft oder Wochenbett
  • Übergewicht
  • Herzerkrankungen
  • Lungenerkrankungen
  • Thrombose in der Familie
  • Lange Flüge
  • Höheres Alter (zwischen 50 und 60 Jahre)

Bettruhe gilt als ein hoher Risikofaktor:

Bei einer längeren Bewegungseinschränkung wie zum Beispiel nach einer Operation steigt das Risiko für eine Lungenembolie enorm. Gerade in solchen Situationen bilden sich oft Blutgerinnsel in den Venen der Beine. Diese können wiederum zu einer Embolie der Lunge führen.

Andere Ursachen:

Die meisten Lungenembolien werden durch Blutgerinnsel hervorgerufen, jedoch können auch andere Substanzen die Ursache für verstopfte Lungengefäße sein.

Nach orthopädischen Eingriffen, wie einer Hüftprothesenimplantation kann es beispielweise zu einer Fettembolie kommen. Durch diese Implantation kann sich aus dem Knochenmark etwas Fett lösen, dieses wandert dann über die Venen in die Blutgefäße der Lunge. In der Lungenarterie kann es dadurch zu Verstopfungen kommen und somit zur Fettembolie.

Es gibt auch die sogenannte Fruchtwasserembolie, diese kann sowohl für die Mutter als auch für das Kind zu einer sehr gefährliche Komplikation während der Geburt führen. Durch die teils gelöste Plazenta kann es zu einer Wunde der Gebärmutter kommen, über diese kann das Fruchtwasser in den Blutkreislauf der Mutter eindringen und von dort aus in die Lunge gelangen. Durch eine Menge verschiedener Prozesse bilden sich in den Blutgefäßen Thrombosen. Die Lungenarterien verengen sich und Blutgerinnsel lösen weitere Embolien aus, dies kann zu einem schnellen Zusammenbruch des Herz-/Kreislaufsystems führen.

Wie bei nahezu allen Erkrankungen, so gibt es auch bei der Lungenembolie zahlreiche Ursachen. Jeder Mensch reagiert auf körperliche Situationen anders und ebenso stellen sich auch die Ursachen unterschiedlich dar. Hauptsächlich ist der Verschluss einer Lungenarterie für die Diagnose Lungenembolie zu sehen.

Dieser Verschluss entsteht meistens durch eine tiefe Beinvenenthrombose, welche hier in den Risikofaktoren

zu finden sind.

Weitere Faktoren, wie die Gerinnungsstörung des Blutes, aber auch Zustände nach meist großen Operationen oder infolge der längeren Bettlägerigkeit nach langer Erkrankung oder auch bei älteren Menschen.

Doch nicht nur Blutgerinnsel können eine Lungenembolie hervorrufen, nach orthopädischen Operationen, wie das Einsetzen einer künstlichen Hüfte, kann es zur Ablösung von Fett aus dem Knochenmark kommen, welches sich durch den starken Druck des Marknagels aus dem Knochenmark löst und hier venöse Gefäße der Lungen verengen beziehungsweise verschließen können, was dann zu einer sogenannten Fettembolie führen kann.

Aber auch Schwangere beziehungsweise Gebärende, haben ein Risiko einer Embolie zu tragen. Durch eine Wunde in der Gebärmutter, welche durch eine teilweise Ablösung der Plazenta entstehen kann, tritt Fruchtwasser in den mütterlichen Blutkreislauf und schlussendlich in die Lunge ein. Nicht Bestandteile des Fruchtwasser führen hier zu einer Verengung oder Verstopfung der Lungengefäße, sondern eher chemische Prozesse und ein Schock lösen Thrombosen aus, was im Endeffekt zur Embolie und sogar zum Zusammenbruch des Herz-Kreislaufsystems führen kann.

Eine in der heutigen Zeit eher unwahrscheinliche und ziemlich seltene Form der Embolie ist die Luftembolie. Diese tritt auf, wenn Luft in die Körpervenen gelangt und und mit dem Blutkreislauf in die Lungenarterie transportiert wird, wie zum Beispiel bei Venenzugängen oder auch großen medizinischen Eingriffen.

Symptome und Anzeichen einer Lungenembolie

Nicht immer zeigt sich eine Lungenembolie durch deutliche Symptome. Die Anzeichen reichen von minimalen Brustschmerzen bis hin zu einem kompletten Kreislaufstillstand. Je größer das eingeschwemmte Blutgerinnsel ist, desto stärker sind die üblichen Symptome.

Erste Anzeichen einer Lungenembolie sind zum Beispiel:

  • Atmungsschmerzen
  • Plötzliche Luftnot
  • Herzrasen
  • Bewusstlosigkeit
  • Blaufärbung der Lippen
  • Brustschmerzen

Sollte sich der Verdacht einer Lungenembolie bemerkbar machen, so sollte schnellstmöglich der Rettungsdienst angerufen werden, denn eine Lungenembolie kann lebensbedrohlich sein und bedarf eine schnellstmögliche ärztliche Behandlung.

Neben den klassischen Symptomen schickt der Körper Signale in Form von Vorboten. Noch bevor ein großer Thrombus eine Lungenarterie erreicht und diese verstopft, lösen sich kleine Teile und wandern hier bereits schon über die Blutbahn in kleinere Lungengefäße.

Hier können bereits erste Symptome, wie

auftreten.

Mit Sicherheit treten typische Symptome auch bei einer Vielzahl von anderen Erkrankungen auf. Aber ein Arztbesuch sollte in jedem Fall stattfinden, denn sollte es sich um eine Thrombose und somit um die Gefahr einer Lungenembolie handeln, kann hier bereits im Vorfeld die Embolie durch auflösende Medikament im Krankenhaus verhindert werden und ein lebensbedrohlicher Zustand des betroffenen im Vorfeld vermieden werden.

Zudem erkennt der Arzt auf Anhieb, ob der Patient zu den Beschwerden einer Beinvenenthrombose leidet, da das betroffene Bein schmerzhaft geschwollen, rötlich verfärbt und zudem wärmer als das andere Bein ist. Klassische Symptome einer Lungenembolie sind plötzlich auftretende Atemnot, sowie ein Engegefühl in der Brust, einhergehend mit erheblichen Kreislaufproblemen.

Alles Symptome, die aber eben auch auf Anzeichen eines Herzinfarktes hinweisen könnten. Je nach Grad der Verstopfung des Lungengefäßes sind weiterhin symptomatisch Herzrasen, Angstgefühl, Innere Unruhe, aber auch Schweißausbrüche und Schwindel Hinweise für eine Lungenembolie. In Schüben verlaufend, löst sich ein entstandenes Blutgerinnsel nicht gleich komplett, sondern verliert nach und nach im Vorfeld kleine Teilchen, wandern in eine Lungenarterie und lösen vorerst kleinere Embolien aus.

Ein gesunder Körper kann diese kleinen Schübe relativ gut abbauen, äußert allerdings Symptome, wie kleine Schwindelanfälle über Tage, aber auch Fieber, Müdigkeit und Reizhusten, was Betroffene und Ärzte ohne Untersuchung durchaus auch anderen Erkrankungen zuordnen können.

Ohne gründliche Untersuchung jedoch, wird sich der Hauptthrombus nach einiger Zeit lösen und eine lebensgefährliche Embolie hervorrufen.

Wie läuft die Diagnose und der Krankheitsverlauf ab?

Die Diagnose Lungenembolie ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Symptome und Beschreibung der Beschwerden führen immer zu einer Einweisung mit Notarzt in eine Klinik. Mit einer Anamnese und der körperlichen Untersuchung wird festgestellt, ob Hinweise, wie geschwollene Beine und oder kürzlich stattgefundene Operationen vorliegen.

Alle Ursachen, die eine Lungenembolie hervorruft, werden abgeklärt. Eine große Blutuntersuchung wird parallel eingeleitet, denn bestimmte Blutwerte weisen definitiv auf die Diagnose Lungenembolie hin. Sogenannte D-Dimere lassen sich nachweisen, weil der Körper bei einer Beinvenenthrombose versucht, das Gerinnsel selbst aufzulösen.

Auch hohe Troponin- und BNP-Werte weisen auf eine Lungenembolie hin. Die Untersuchung des Sauerstoffgehaltes im Körper wird zeigen, dass dieser stark absingt, da bei einer Lungenembolie der Gastaustausch durch die verstopfte Arterie beeinträchtigt ist. Durch diese Atembeschwerden atmen Patienten sehr schnell, was hier wiederum zu einer geringen Kohlenstoffdioxidkonzentration im Körper führt.

Diese Parameter, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid, sind sehr wichtige Hinweise für die Diagnoseerstellung Lungenembolie. Symptomatischer Brustschmerz, welcher nicht nur mit einer Lungenembolie einhergeht, wird daher auch immer diagnostisch mit einem EKG abgeklärt. Wird hier eine Embolie nachgewiesen, ist das durch die Überlastung des mit Sauerstoff unterversorgten Herzens sichtbar.

Weitere Untersuchungen, wie

werden eingeleitet, um die Verdachtsdiagnose zu bestätigen und zu festigen, um dann im Anschluss daran mit der sofortigen Behandlung zu beginnen.

Wie gefährlich die Lungenembolie in der Diagnostik ist, hängt von dem Ausmaß der Verengung beziehungsweise Verstopfung und auch vom Allgemeinzustand des Patienten ab. Hier sind, das Überleben betreffend, die ersten zwei Stunden sehr bedeutsam. Rechtzeitig nach dem Einsetzen der Symptome, sollte eine Therapie beginnen, um schwerste Folgen oder gar den Tod zu vermeiden.

Ist die Diagnose rasch gestellt und eine sofortige Behandlung eingeleitet, so kann in erster Linie immer die Sterblichkeit gesenkt und im Nachhinein extreme Komplikationen vermeiden.

Bei Verdacht auf eine Lungenembolie, werden durch den Arzt unterschiedliche Untersuchungen durchgeführt. Zu diesen Untersuchungen gehört zum Beispiel eine Computertomografie oder erweiterte Bluttests. Wenn nur kleinere Gefäße der Lunge von einer Embolie betroffen sind, dann werden oftmals nur leichte oder auch gar keine Beschwerden hervorgerufen. Sollte jedoch ein größeres Blutgefäß in der Lunge betroffen sein, so kann es zur Lebensbedrohung kommen. Es kommt zu schmerzhaften Beschwerden der Atmung. Aber auch Atemnot und Herzrasen sind übliche Begleiterscheinungen einer Lungenembolie. Daher muss die Embolie zwingend im Krankenhaus behandelt werden. Durch die Gabe von Medikamenten über die Vene, beginnt der Arzt mit einer sofortige Behandlung der Lungenembolie. Die Blutgerinnung wird dadurch gestoppt und das Blutgerinnsel aufgelöst. In einigen Ausnahmefällen müssen die Blutgerinnsel operativ entfernt werden.

Die Lungenembolie kommt für viele sehr überraschend, denn sie beginnt meistens schlagartig und sehr schmerzhaft. Kleinere Embolien können vom Körper eigenständig behoben werden, meistens bekommt der Patient davon gar nichts mit. Bei einer großen Lungenembolie spürt der Betroffene jedoch starke Schmerzen bei der Atmung, er hustet teilweise Blut und sein Herzschlag erhöht sich drastisch. Daraus folgen Panikattacken und Schweißausbrüche. Der eintretende Sauerstoffmangel führt zur Blaufärbung von Lippen und Fingerkuppen. Oftmals kommt es zu einer plötzlichen Bewusstlosigkeit. Viele Betroffene vermuten zu Beginn einer Lungenembolie zuerst einen Herzinfarkt. Es muss sofort der Notarzt gerufen werden, denn eine Lungenembolie kann innerhalb kürzester Zeit zu einem totalen Kreislaufversagen führen und damit zum Tod.

Wie läuft die Behandlung und Therapie ab?

Sollte ein Patient an einer Lungenembolie erkrankt sein, so bekommt er zuerst ein Medikament (meistens Heparin) in die Vene gespritzt, das die Blutgerinnung verlangsamt. Der Betroffene erhält dieses Medikament für ca. 5 Tage über eine Infusion oder Spritze. Dieses Medikament verhindert, dass sich das Gerinnsel in der Lunge vergrößert oder ablöst. Zeitgleich beginnt man während der Heparin-Therapie eine weitere Behandlung mit einem ebenso gerinnungshemmenden Wirkstoff, jedoch in Tablettenform. Diese muss der Betroffene über mehrere Monate konstant einnehmen.

Zudem gibt es die sogenannte Lyse-Therapie, diese wird vor allem bei Patienten notwendig, die eine schwerwiegende Lungenembolie haben. Sie hilft dabei, die verschlossenen Gefäße so schnell wie nur möglich wieder frei zu bekommen. Bei dieser Therapie kommt ein Medikament, das die Blutgerinnsel auflöst. Die Lyse-Therapie beeinflusst die Blutgerinnung im kompletten Körper, daher darf sie beispielsweise bei Verletzungen nicht eingesetzt werden. Nach dieser Therapie erfolgt wieder die oben genannte Medikamenten-Therapie.

Wenn eine Lyse-Therapie nicht möglich ist, dann gibt es noch folgende Therapiemöglichkeiten: eine Heparinbehandlung, eine Zerkleinerung des Gerinnsels mit Hilfe eines Katheters oder ein operativer Eingriff.

Patienten mit einer schweren Lungenembolie müssen durch die Beeinträchtigung des Kreislaufes im Vorfeld mit Sauerstoff und Schmerzmedikamenten erstversorgt werden. Im Anschluss daran erfolgen auf der Intensivstation über Venenkatheter die weiteren Verabreichungen von Medikamenten.

Mit einer sofortigen Medikation zur Auflösung des Gerinnsels beginnt dann die sogenannte Lyse-Therapie. Durch diese Therapie wird medizinisch dafür gesorgt, dass das Gerinnsel sich auflöst und das verstopfte Gefäß wieder geöffnet wird, der Blutdruck wieder sinkt und die Sauerstoffversorgung des Herzens wieder komplett hergestellt wird.

In der weiteren Therapie erfolgt die Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten, um das Blut für den Kreislauf flüssig zu halten. Bei kreislaufstabilen Patienten wird weiterführend über circa 2 Wochen Heparin zur Blutverdünnung verabreicht, so dass sich kein neues Gerinnsel bilden kann.

Die Behandlung der Embolie erfolgt neben der Gabe von Blutverdünnern als orale Verabreichung des Medikaments Marcumar. Es entfaltet seine Wirksamkeit ab einer bestimmten Blutkonzentration, was hier die tägliche Überprüfung des Qickwertes erforderlich macht. Dieser stellt die ausreichende Verdünnung des Blutes dar. Nach einer Lungenembolie wird das Medikament einige Monate als Therapie verabreicht.

In besonders hartnäckigen Fällen der Thromben werden den Patienten sogenannte Fibrinolytika venös über den Katheter verabreicht. Diese verdünnen das Blut sehr stark, was eine Intensivüberwachung der Patienten erforderlich macht. Denn mit der Gefahr von Blutungen, welche nach der extremen Blutverdünnung nur schwer zu Stillen sind, können sich hier Komplikationen bei der Behandlung einstellen, welche sich je nach Allgemein- und Gesundheitszustandes des Patienten richtet.

Gerade nach einer kürzlich erlebten großen Operation, aber auch nach Schlaganfällen oder aber auch bei extremen Bluthochdruck. Bei Betroffenen, bei denen es aufgrund von Risikofaktoren nicht möglich ist blutverdünnende Medikamente zu verabreichen, wird über das Katheterverfahren der Thrombus mittels direkter Medikamenteninjektion aufgelöst.

Nur im äußersten Notfall und bei erfolgloser Katheterisierung muss der Thrombus durch eine Operation entfernt werden, was allerdings ein großes Risiko für den Patienten darstellt.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten?

Es gibt einige alternative Behandlungsmöglichkeiten, die eine Behandlung der Lungenembolie zusätzlich unterstützen. Eine sofortige Umstellung der Essgewohnheit ist hierfür sehr wichtig. Vermieden werden sollten, vor allem fettreiche und eiweißhaltige Lebensmittel wie beispielsweise Schweinefleisch-Produkte. Stattdessen sollte lieber viel Obst, Gemüse und Bio Fleisch verzehrt werden.Die Reduktion von einfachen Kohlenhydraten wie Zucker oder Weißmehl ist unter anderem auch sehr ratsam. Pro Kilogramm Körpergewicht sollten in etwa 20-30 ml Wasser getrunken werden, dies hilft dabei, das Blut flüssig zu halten. Zusätzlich gibt es viele hilfreiche homöopathische Mittel,die bei einer Lungenembolie eine unterstützende Wirkung zeigen. Dazu gehören zum Beispiel: Lechesis D12 oder auch Crotatus D12.

Fragen und Vorbeugung

Die Vorbeugung einer Lungenembolie kann sehr hilfreich sein und schlimmeres verhindern. Nach einer Operation oder während einer Erkrankung mit Bettlägerigkeit, sollte unbedingt an die Vorbeugung einer Thrombose gedacht werden. Diese erfolgt mit Hilfe gerinnungshemmender Medikamente und Substanzen. Auch Übergewicht kann zu einer Embolie der Lunge führen, daher sollte man auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung achten. Zudem sollte man die Venen fit halten, regelmäßige Bewegung hilft dabei. Erkrankungen des Herzens und des Gerinnungssystems sollten frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Betroffene, welche eine Lungenembolie überstanden haben, werden im Nachhinein immer mit diesem Risiko leben müssen. Denn je nach Ursache und eventueller Folgeerscheinungen, ist mitunter eine lebenslange Medikamententherapie erforderlich, um die Neubildung von Thromben zu verhindern. Eigene Prophylaxe durch den Patienten selbst, ist dabei genauso wichtig.

Mit der Umstellung der Lebens- aber auch Ernährungsweise, wie

  • das Einstellen von Nikotin
  • regelmäßige und effektive Bewegung
  • Umstellung von Medikamenten,

die zur Thrombosebildung neigen, werden Patienten auf ein Leben mit der Neigung zur Thrombose und der daraus resultierenden Embolie, genauestens vorbereitet.

Hierzu kommt auch der Hinweis, dass eine lebenslange Medikamenteneinnahme erforderlich ist. In bestimmten Fällen wird den Betroffenen auch ein sogenannter Cava-Schirm eingesetzt, um auf der einen Seite die Neubildung von Thromben zu verhindern und auf der anderen Seite als therapeutische Maßnahme bei Patienten, bei denen sich nicht die gewünschten Ergebnisse mit den vorgenannten Therapien einstellen.

Gerade längere Bettruhe, aus welchen Gründen auch immer, stellt ein hohes Risiko zur Bereitschaft einer Beinvenenthrombose und somit zur gefährlichen Lungenembolie dar. Gerade nach großen Eingriffen, aber auch bei Patienten mit einer längeren medizinischen Bettlägerigkeit und auch bei älteren Menschen, wird im Vorfeld mit medizinischen Maßnahmen gegen die Bildung einer Thrombose gewirkt.

Ob medikamentös, häufigen Lagerungswechsel, sogenannte Thrombosestrümpfe und Massagen, durch eine intensive Vorbeugung kann und wird das Risiko zur Thromboseneigung und damit zur Entstehung einer möglichen Lungenembolie verringert bis gestoppt.

Fragen:

– Kann jeder Mensch eine Lungenembolie bekommen?

Grundsätzlich ist niemand vor einer Lungenembolie gefeit. Neben den Ursachen jedoch, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein gesunder Mensch grundlos eine Thrombose und in der Folge eine Embolie entwickelt, eher selten.
– Ist bei einer Embolie immer eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich?
Zu 100 Prozent, ja. Nach der Diagnose Embolie, egal, ob eine leichte oder schwere Form, ist die erste Maßnahme für den Patienten die Überwachung auf einer Intensivstation, da mit dem Krankheitsverlauf immer ein Sauerstoffmangel und eine kritische Kreislaufsymptomatik einhergeht.
– Ist es möglich, extrem zeitig auf eine mögliche Lungenembolie zu deuten?
Da einer Embolie einer Thrombose vorangeht, welche meist als tiefe Beinvenenthrombose auftritt, können Patienten immer genauestens ihren Körper betrachten, Veränderungen ernst nehmen, aber auch durch angebotene Vorsorgeuntersuchungen eine rechtzeitige Entdeckung ermöglichen.

Sind bereits kleinste Symptome, welche für einzelne Menschen untypisch sind, vorhanden, sollte auch hier ein Arzt zur Diagnostik und auch zum Ausschluss einer Lungenembolie, aufgesucht werden.

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