Embolie

Steckbrief: Embolie

  • Name(n): Embolie; Gefäßverschluss
  • Art der Krankheit: Verschluss von Blutgefäßen durch Gefäßpfropfen
  • Verbreitung: sehr häufig
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Im 18. Jahrhundert
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Thromben; Lufteinschlüsse
  • Fremdkörper in der Blutbahn
  • Wieviele Erkrankte: keine genauen Zahlen; 2015 starben knapp 40.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Embolie
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist
  • ICD-10 Code(s): I74; I26; I82; O88

Der lautlose Tod

Der Körper ist darauf angewiesen, dass pausenlos Stoffe von einem Punkt zu einem anderen transportiert werden. Dazu gibt es im Körper verschiedene Stoffwechsel-Systeme wie beispielsweise den Atmungs- oder den Blutkreislauf. Letzterer ist ein zentrales Element im Stoffaustausch.

Über das Blut werden Nährstoffe, Hormone und Gase wie Sauerstoff transportiert und in die Regionen des Körpers gepumpt, wo sie benötigt werden. In der Regel funktioniert dieser Weg des Stofftransportes ohne Probleme.

Allerdings kann es dazu kommen, dass eine sogenannte Embolie entsteht. Diese ist sehr gefährlich, da sie den gesamten Stoffaustausch den Körpers beeinflussen und zum Stillstehen bringen kann. Im schlimmsten Fall kann eine Embolie sogar tödlich verlaufen.

Definition von Embolie

Eine Embolie wird in der Medizin ALS ein Verschluss von Blutgefäßen im Körper bezeichnet. Dabei werden körpereigene oder körperfremde Substanzen unzureichend durch die Venen oder Arterien transportiert und lagern sich ab.

Diese Masse, die über Wochen, Monate oder auch Jahre angeschwemmt wird, wird auch als „Embolus“ bezeichnet und bedeutet soviel wie „Gefäßpfropf“ bezeichnet.

Der Embolus kann aus Substanzen wie beispielsweise Blutplättchen oder Fett gebildet werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Lufteinschlüsse eine Embolie auslösen. Ebenso können Verunreinigungen wie Schwermetalle oder Knochensplitter nach einem Knochenbruch zu einem Embolus werden und den gefährlichen Verschluss von Venen und Arterien verursachen.

Was ist eine Embolie?

Bei einer Embolie handelt es sich um einem plötzlichen Verschluss von Blutgefäßen wie Venen oder Arterien im Körper. Eine Embolie wird immer durch einen sogenannten Embolus ausgelöst, also durch einen Pfropfen, der sich bildet und das Blutgefäß derart verstopft, dass der normale Transport von Körperflüssigkeiten nicht mehr länger möglich ist.

Für den Menschen sind solche Embolien sehr gefährlich, da die Bildung eines Embolus zwar eher langsam abläuft, sobald er allerdings groß genug ist, wird die Blutversorgung von einem Moment auf den nächsten unterbunden. Diese Störung im Blutfluss kann sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen.

Von einem leichten Kribbeln in den Regionen mit der Embolie über Gefühlsstörungen bis hin zu Schmerzen ist alles möglich. Eine Embolie kann auch zum Tod führen, wenn das Blutgefäß beispielsweise nahe dem Herzen liegt. Embolien in kleineren Blutgefäßen lösen sich dagegen häufig von alleine und werden vom normalen Blutstrom aus dem Gefäß geschwemmt, bevor sie sich auflösen.

Da es eine Vielzahl unterschiedlicher Embolien gibt, die im Körper auftreten kann, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um sie zu unterteilen. Entweder wird die Art des Embolus als Ausgang genommen, um eine Embolie zu bestimmen. Hierbei wird der Embolus untersucht und das Zellmaterial untersucht.

So gibt es zum Beispiel Thrombembolien, die sich aus Thromben bilden. Fettembolien entstehen aus einem Embolus, der aus Fettzellen entsteht und eine sogenannte Zementembolie hat als Ausgang einen Embolus, der aus Knochenzement entsteht.

Eine andere Möglichkeit der Einteilung besteht darin, die Embolie nach dem Ort zu beschreiben, an dem sie auftritt. Eine Lungenembolie ist ein Gefäßverschluss einer Lungenvene. Eine arterielle Embolie betrifft meistens die großen Arterien wie die Herzarterien. Es gibt auch Muskelembolien, bei denen einzelne Blutgefäße von Muskeln verschlossen werden, was wiederum sehr schmerzhaft ist.

Darüber hinaus sind auch sogenannte paradoxe Embolien bekannt, deren Embolus eigentlich in einer Körpervene entsteht. Der Embolus wird allerdings in eine Arterie transportiert und verstopft diese dann. Diese Form der Embolien ist allerdings eher selten.

Welche Ursachen gibt es?

Embolien können unterschiedliche Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist die Bildung eines Blutgerinnsels, auch als Thrombus bezeichnet, da das Gerinnsel aus den Thrombozyten, also den Blutplättchen entsteht. Der Thrombus wird durch das Blut von seinem Entstehungsort weggerissen und über den Blutstrom in eine andere Vene oder Arterie transportiert, die er verschließt.

Diese Form einer Embolie kommt häufiger vor und ist in vielen Fällen unbedenklich, da der Thrombus sich von selbst wieder auflösen kann. Die Unterbrechung des Blutflusses in dem entsprechenden Blutgefäß ist somit nur von kurzer Dauer und es treten keine ernsthaften Schäden auf.

Die Bildung eines Thrombus kann wiederum von unterschiedlichen Faktoren verursacht werden wie zum Beispiel Gerinnungsstörungen, einer Schwangerschaft oder eines Flüssigkeitsmangels. Auch eine verringerte Blutströmgeschwindigkeit oder Gewebeschäden wie eine Einblutung können zur Bildung von Thrombosen und somit eventuell auch zu einer Embolie führen.

Bei einer arteriellen Embolie ist die Ursache meistens ein Thrombus, der sich auf der linken Körperhälfte in der Nähe des Herzen bildet. Der Thrombus wandert über die größeren Arterien in kleinere, herznahe Gefäße und löst dort die Verstopfung aus. Dass der Thrombus sich in Herznähe bilden kann, hat häufig Vorerkrankungen des Herzens als Ursache. So gelten rheumatisch bedingte Herzkrankheiten, ein Aneurysma oder auch eine Endokarditis als die häufigsten Auslöser einer arteriellen Embolie.

Bei sogenannten venösen Embolien entsteht der Thrombus in einer Vene des großen Blutkreislaufes. Durch den Blutstrom gelangt der Gefäßpfropf zum Beispiel in die Lunge und löst dort eine Lungenvenenembolie – allgemein nur als Lungenembolie bezeichnet – aus.

In der Regel ist eine schlechte venöse Durchblutung mit einer verringerten Blutströmgeschwindigkeit dafür verantwortlich, dass es zur Ablagerung von Blutplättchen in den Venen und somit zur Bildung von Thromben kommen kann. Es gibt zudem auch einige Risikofaktoren, die die Bildung eines Thrombus noch begünstigen können. Dazu gehören zum Beispiel Rauchen, Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck.

Zusammenfassend können folgende Faktoren als mögliche Ursachen einer Embolie aufgeführt werden:

  • Bildung von Thromben
  • Verringerte Blutströmgeschwindigkeit
  • Gewebeschäden
  • Herzerkrankungen
  • Gerinnungsstörungen
  • Flüssigkeitsmangel
  • Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und Übergewicht

Symptome & Anzeichen

Die Art der Symptome unterscheidet sich oftmals davon, wo die Embolie im Körper auftritt und wie groß der Embolus ist beziehungsweise wie lange das Blutgefäß verschlossen wird. Wie bereits erwähnt, machen sich leichtere Embolien oft kaum bemerkbar.

Die Patienten verspüren ein leichtes Taubheitsgefühl zum Beispiel in den Fingerspitzen, wenn der Embolus ein Blutgefäß der Hand blockiert. Hält die Blockade länger an, kann die mangelnde Blutversorgung durchaus als schmerzhaft empfunden werden, wobei die Schmerzen sowohl leicht als auch stark ausfallen können.

Bei Embolien im Bereich der Muskeln sind die Schmerzen, die die Patienten empfinden, in der Regel sehr punktuell und stark. Man spürt quasi den ganzen Muskel, der von der Embolie betroffen ist und hält den Schmerz für eine Folge eines Krampfes oder einer Verspannung. Bei einer Embolie eines Handblutgefäßes können die eventuell auftretenden Schmerzen dagegen leichter ausfallen, sodass sie eher als unangenehm statt als wirklich schmerzhaft eingestuft werden.

Schlimmer werden die Schmerzen dagegen wahrgenommen, wenn Organe wie die Lunge, die Niere oder das Herz betroffen sind. Häufig tritt der Schmerz sehr plötzlich und intensiv auf und strahlt auch in umliegende Regionen aus, sodass die eigentliche Ursache der Schmerzen in manchen Fällen nicht direkt erkennt werden kann.

Ebenfalls ein häufiges Symptom einer Embolie sind Lähmungserscheinungen. Das ist besonders im Bereich der Muskeln und der Extremitäten zu beobachten. Bei einer Muskelembolie beispielsweise im Oberschenkel kann es vorkommen, dass die Patienten den Muskel nicht mehr richtig anspannen können.

Als Folge davon verändert sich das Gangbild deutlich, sodass sie das betroffene Bein beim Gehen eher hinter sich her schleifen, da sie es nicht mehr richtig heben und senken können. Auf ähnliche Weise kann eine Lähmung in anderen Körperteilen oder auch nur den Extremitäten auftreten.

Zusammenfassend sind typische Symptome einer Embolie:

  • Taubheitsgefühle und Gefühlsstörungen
  • Schmerzen
  • Lähmungserscheinungen

Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Embolie zu diagnostizieren, ist schwierig. Das liegt daran, dass die Symptome, die von einer Embolie ausgehen und die die meisten Patienten realisieren, erst nach einem längeren Bestehen des Gefäßverschlusses auftreten.

Oftmals verläuft eine Embolie für die Patienten eher unauffällig und macht sich dann eher plötzlich bemerkbar. Die Schmerzen oder das Taubheitsgefühl tritt quasi von einem Moment zum nächsten auf, wenn das betroffene Blutgefäß komplett abgeschnürt ist. Gehen die Patienten zum Arzt und schildern ihm die Symptome, wird er zunächst eine Anamnäse erstellen, um die medizinische Vorgeschichte des Patienten abzuklären.

Es ist wichtig für den Arzt zu erfahren, ob ein Patient Medikamente nimmt, die zum Beispiel den Blutdruck oder den Blutfluss beeinflussen können. Darüber hinaus muss geklärt werden, ob es in der Familie bereits Schlaganfälle, Infarkte oder ähnliche Erkrankungen gegeben hat, da die Veranlagung für solche plötzlich auftretenden Krankheiten vererbbar ist. Abschließend klärt der Arzt, ob ein Patient als Risikopatient eingestuft wird, weil er beispielsweise übergewichtig ist oder unter Diabetes leidet.

Bei einer Untersuchung des Patienten untersucht der Arzt dann zunächst oberflächlich die Regionen des Körpers, in denen der Patient selbst die Symptome festgestellt hat. Der Arzt achtet darauf, ob es zu Hautveränderungen beziehungsweise sichtbarer Blässe gekommen ist oder ob er Unregelmäßigkeiten beim Pulsschlag in den Regionen feststellen kann.

Das Messen des Blutdrucks kann hier auch helfen, da der Arzt dabei genau abhorcht, wie das Blut in den Gefäßen fließt. Nach einer ersten oberflächlichen Untersuchung erfolgt in der Regel eine Bildgebende Untersuchung anhand einer Röntgenaufnahme oder einer Kernspintomografie.

Solche Verfahren ermöglichen es dem untersuchenden Arzt, die Blutgefäße genau zu durchleuchten und Unregelmäßigkeiten wie einen Embolus direkt festzustellen. Wird der Verschluss rechtzeitig erkannt, kann er durch Medikamente oder einen einfachen chirurgischen Eingriff zerstört werden

. In vielen Fällen ist der Zeitraum zwischen dem Auftreten der Symptome und dem Aufsuchen eines Arztes aber zu knapp. Die Schmerzen oder das Taubheitsgefühl treten plötzlich auf. Kurz darauf ist das Blutgefäß komplett verschlossen, wodurch im schlimmsten Fall ein Infarkt oder – wenn der Embolus ins Gehirn gewandert ist – ein Schlaganfall ausgelöst wird.

Darum ist es sinnvoll, bei dem plötzlichen Auftreten von punktuellen Schmerzen, einem starken Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen sofort einen Notarzt anzurufen, um schnellstmöglich Hilfe zu erhalten!

Häufigkeit & Diagnosedaten

Embolien sind hauptsächlich Erkrankungen, die vermehrt in Industrieländern wie Deutschland und den USA auftreten. Eine genaue Zählung von Embolien ist nahezu unmöglich, da bei sehr vielen Patienten die Gefäße nur Zeitweise verschlossen sind und sich der Thrombus von alleine wieder auflöst.

Mediziner gehen aber davon aus, dass bei jedem vierten Menschen in Deutschland mindestens eine Embolie in seinem Leben auftritt. Dabei ist die Thrombembolie mit Abstand die am weitesten verbreiteten Form der Embolien.

Bei mehr als 70% aller Embolie-Patienten ist eine Thrombembolie die Ursache für ihre Beschwerden. Das dramatische daran ist, dass diese Embolie auch eine hohe Sterberate besitzt. So geht man davon aus, dass allein 2015 ca. 40.000 Menschen an den Folgen einer solchen Embolie gestorben sind.

Komplikationen bei der Krankheit

Eine Embolie als solche stellt für die Patienten ein Problem dar, da die Bildung des Embolus ohne Vorwarnung passiert. Erst, wenn das Gerinnsel größer ist und vom Blutstrom weggerissen wird, gelangt es in ein Blutgefäß, welches es verschließt.

In Extremitäten wie den Armen und Beinen sind die Folgen dieses Verschlusses oft deutlicher spürbar und leichter zu diagnostizieren als in anderen Regionen des Körpers. Aber eine Embolie kann nahezu überall im Körper auftreten.

In einigen Fällen kann sie sogar regelrecht übersehen werden, da die Symptome nicht unmittelbar wahrgenommen werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Embolus in einem Blutgefäß des Darm oder der Nieren stecken bleibt.

Das Taubheitsgefühl ist für manche Patienten kaum realisierbar und Schmerzen treten erst auf, wenn die Unterbrechung des Blutflusses eine Folgeerkrankung ausgelöst hat. Die Organe versagen nach und nach ihren Dienst und das Gewebe stirbt ab. Dieser Vorgang wird als Infarkt bezeichnet und hat meist schwere gesundheitliche Folgen.

Bei einem Infarkt stirbt das betroffene Organ langsam ab. Es kommt zu sogenannten Nekrosen, also zum Sterben von Gewebe und Zellen. Diese wiederum schwemmen Schadstoffe wie totes Zellgewebe und Abfallprodukte in den Blutstrom. Es kommt zu einer Blutvergiftung, die systematisch andere Organe befallen und sie langsam vergiften kann, sodass auch sie absterben.

Eine Blutvergiftung macht sich, ebenso wie eine Embolie, erst sehr spät bemerkbar – meistens ist den Patienten dann kaum noch zu helfen. Der Organschaden ist bereits so weit fortgeschritten, dass die Patienten daran sterben.

Besonders kritisch ist es auch, wenn ein Infarkt in der Herzregion oder in den Lungen ausgelöst wird. Die Organe, die für den Menschen überlebenswichtig sind, hören auf zu funktionieren. Der Tod tritt innerhalb von wenigen Sekunden ein, sofern nicht rechtzeitig medizinische Hilfe geleistet wird.

Nur in sehr wenigen Fällen kann ein Patient zum Beispiel einen Herzinfarkt überleben. Der Schaden am Herzen und den anderen Organen ist dann aber trotzdem so groß, dass die Patienten ohne eine Lebensumstellung und eventuell auch lebenslange medizinische Betreuung nicht länger leben können.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Eine Embolie ist sehr tückisch. In vielen Fällen kommt es wirklich auf Sekunden an, wenn ein Arzt helfen soll. Aus diesem Grund ist es das sinnvollste, dass Patienten, die das plötzliche Auftreten der beschriebenen Symptome bemerken, sich nicht die Mühe machen, selbst zu einem Arzt zu fahren.

Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Embolie während der Fahrt einen Infarkt oder einen Schlaganfall auslöst, sodass die Patienten nicht nur ihr eigenes Leben sondern auch das Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährden.

Das Beste, was die Betroffenen bei plötzlichen Schmerzen oder einem plötzlichen Taubheitsgefühl machen können – besonders bei einer Taubheit im linken Arm beziehungsweise der linken Körperhälfte – ist es, den Notruf 112 anzurufen und einen Notarzt zu alarmieren.

Die Notärzte und Sanitäter sind geschult darin, in solchen kritischen Situationen die notwendige medizinische Betreuung zu leisten, sodass meistens direkt ein Krankenwagen losgeschickt wird, um die Patienten abzuholen und in ein Krankenhaus zu bringen.

Gab es in der Familie bereits Fälle von Schlaganfällen oder Infarkten wie dem bekannten Herzinfarkt, dann empfiehlt es sich, dass die Patienten sich in regelmäßigen Abständen zum Arzt begeben und sich routinemäßig untersuchen lassen.

Als Ansprechpartner reicht hier normalerweise der eigene Hausarzt aus. Die Überstellung an einen Facharzt wie einen Kardiologen ist eher selten und wird nur dann empfohlen, wenn noch andere körperliche Beschwerden vorliegen könnten, die das Risiko einer Embolie oder eine Infarkts vergrößern würden.

Auch Risikopatienten wie Diabetiker, übergewichtige Menschen oder Personen, die bereits einen Infarkt oder Schlaganfall erlitten haben, sollten regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Nur auf diesem Wege kann sichergestellt werden, dass sich kein neuer Thrombus im Körper bildet und eventuell noch einmal ein Blutgefäß verstopft.

Behandlungsmethoden & Therapien

Wenn eine Embolie festgestellt wird, gibt es zwei Hauptziele für den behandelnden Arzt. Zum einen muss er die Durchblutung der Gefäße wiederherstellen und zum anderen muss er das Absterben von Gewebe verhindern oder zumindest so weit wie möglich verringern.

Wird eine Embolie beispielsweise in einem Bein festgestellt, dann wird das Bein zunächst einmal tiefer gelegt und nach Möglichkeit warm gehalten, um das Absterben des Gewebes zu verzögern. Anschließend wird der Embolus aufgelöst.

Dazu wird dem Patienten zunächst Heparin verabreicht. Dieses Medikament sorgt dafür, dass die Blutgerinnung zeitweise unterbunden wird, damit der Thrombus in dem betroffenen Blutgefäß nicht noch weiter anwachsen kann.

Als nächstes wird der Gefäßpfropf im Krankenhaus – sofern möglich – durch bestimmte Medikamente aufgelöst. Die Medikamente lösen im Körper die Produktion des Enzyms Plasmin auf, welches die geronnen Blutplättchen zersetzt und den Embolus auf diese Art auflöst.

Wenn eine Verabreichung nicht möglich ist, weil der Patient zum Beispiel andere Medikamente einnimmt, die eine Wechselwirkung auslösen würden oder wenn der Embolus durch das Plasmin nicht aufgelöst wird, weil es sich nicht um geronnene Blutplättchen, sondern um einen Feststoff wie einen Knochensplitter handelt, muss der Embolus entfernt werden.

Der Embolus kann normalerweise direkt über einen Katheter entfernt werden, der in die nähe des verschlossenen Blutgefäßes eingeführt wird und durch den ein Arzt ein feines chirurgisches Instrument einführen kann. Dabei muss aber sehr vorsichtig vorgegangen werden, um die Blutgefäße des Patienten während des Eingriffes nicht versehentlich zu beschädigen.

Um die Neubildung von Emobli im Körper möglichst zu verringern, sind die Patienten darauf angewiesen, nach der Wiederherstellung der Durchblutung ihre Lebensgewohnheiten zu ändern. Sie müssen häufig ihre Ernährung umstellen, regelmäßig Sport oder eine Krankentherapie machen und sie müssen in regelmäßigen Abständen zur Vorsorge-Untersuchung ihren Arzt aufsuchen.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Um einer Embolie vorzubeugen, ist es ratsam, sich von Risikofaktoren fernzuhalten, die bekanntermaßen die Bildung von Thromben begünstigen können. Dazu gehören sowohl der Verzicht auf den Konsum von Tabak oder Alkohol, da diese Genussmittel auf unterschiedliche Weise Thrombosen verursachen oder zumindest begünstigen können.

Durch regelmäßiges Rauchen verengen sich die Blutgefäße im Körper, wodurch selbst eine kleinere Ablagerung bereits eine Embolie auslösen kann. Alkohol wiederum erhöht den Blutdruck. Bei häufigerem Konsum wird der erhöhte Blutdruck chronisch und somit steigt das Risiko, dass sich Blutplättchen zu einem Thrombus sammeln.

Eine weitere Maßnahme zur Vorbeugung ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Indem die Patienten auf ihr Gewicht achten, verringern sie das Risiko der Thrombosenbildung deutlich. Darüber hinaus kann eine gesunde Ernährung die Verdauung und den Stoffwechsel anregen.

Das Blut wird dadurch immer bewegt und es können sich nicht so einfach Blutplättchen absetzen. Besonders wichtig ist außerdem eine regelmäßige Bewegung. Eine regelmäßige Bewegung in Form eines Spaziergangs oder sportlicher Ertüchtigung sorgt dafür, dass das Blut besser im Körper zirkulieren kann.

Zum einen können sich Blutkörperchen auf diese Weise nicht so einfach ablagern. Zum anderen werden Schadstoffe besser aus dem Körper geschwemmt. Besonders bei Berufen, bei denen man viel stehen oder sitzen muss, während langen Fahrten im Auto und im Bus oder bei Flügen sollte man immer wieder eine kurze Pause machen und sich die Beine vertreten. Das ist die beste Möglichkeit, um die Bildung von Thrombosen zu verringern.

Ein anderer Risikofaktor, der sich leicht beheben lässt, ist Flüssigkeitsmangel im Körper. Dieser tritt ein, wenn Personen zu wenig trinken, viel schwitzen oder häufig auf die Toilette gehen müssen. Das Blut wird durch den Flüssigkeitsmangel dickflüssiger und Blutplättchen neigen eher dazu, aneinander zu kleben und zu verklumpen.

Um dem Abhilfe zu verschaffen, reicht es schon aus, wenn man pro Tag mindestens anderthalb Liter Flüssigkeit trinkt. Wer viel Sport macht oder im Sommer viel schwitzt, sollte eher zwei Liter trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen ebenfalls auszugleichen.

Risikopatienten sind zudem angehalten, regelmäßig zu Vorsorge-Untersuchungen zu gehen. Besonders, wenn familiäre Fälle von Herzinfarkten oder Schlaganfällen bekannt sind, sind solche regelmäßige Untersuchungen wichtig, um sicher zu gehen, dass sich noch keine möglichen Gefäßpfropfen gebildet haben.

Prognose zur Heilung

Leichte Embolien sind für den Patienten in der Regel unauffällig. Somit ist die Prognose einer Heilung sehr gut, da der Embolus sich normalerweise von alleine löst. Ebenfalls gut stehen die Chancen auf eine Heilung, wenn eine Embolie rechtzeitig erkannt wird beziehungsweise ein Thrombus bei einer Vorsorge-Untersuchung gefunden wird, bevor es zu einem Gefäßverschluss kommt. Egal, ob die Verklumpung aufgelöst oder von einem Internisten entfernt wird, wenn der Verschluss der Blutgefäße noch nicht abgeschlossen ist, bestehen keine gesundheitlichen Konsequenzen.

Anders verhält es sich dagegen, wenn eine Embolie nicht im Vorfeld erkannt werden konnte. Wird ein Patient aufgrund eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalls untersucht, stehen die Chancen auf eine Heilung ca. 50 zu 50.

Abhängig davon, wie schnell der Patient behandelt wird und wie schnell der Embolus gefunden wird, stehen die Chancen auf die Heilung relativ gut, aber es ist nicht auszuschließen, dass Folgeschäden wie Lähmungen oder eine verringerte Herzleistung eintritt. Darum ist es umso wichtiger, dass die Patienten bei Anzeichen für einen möglichen Herzinfarkt oder Schlaganfall direkt den Notruf 112 wählen, da wirklich jede Sekunde über Leben oder Tod entscheiden kann.

Die Unterschiede der Begrifflichkeiten

Die Begriffe „Thrombose“, „Embolie“ und „Infarkt“ werden oft synonym benutzt, um einen Gefäßverschluss zu beschreiben. Tatsache ist allerdings, dass die drei Begriffe voneinander zu unterscheiden sind und nicht das Gleiche beschreiben.

Eine Thrombose ist ein Gefäßverschluss, bei der sich ein Thrombus in der Regel in einer Vene bildet. Der Thrombus bleibt allerdings an einer Gefäßwand haften, sodass die Thrombose auch an der Stelle auftritt, an der sich der Thrombus ursprünglich bildet. Der Schmerz ist lokal und tritt nur im Umfeld der Thrombose auf.

Bei einer Embolie löst sich der Thrombus von der Stelle, an der er sich gebildet hat und wird in ein anderes Blutgefäß geschwemmt. Entsteht der Gefäßverschluss, ist der Schmerz normalerweise nicht lokal, sondern kann auch in andere Bereiche des Körpers strahlen.

Ein Infarkt wiederum beschreibt nicht den Gefäßverschluss an sich, sondern ist eine mögliche Folge einer Thrombose oder einer Embolie. Der Infarkt beschreibt das Absterben von Blutgefäßen und den Organen, die sie versorgen sollen aufgrund von Durchblutungsstörung.

Allerdings kann man nicht von der Hand weisen, dass eine Embolie, eine Thrombose und ein Infarkt miteinander zusammen hängen. Denn tatsächlich kann eine Thrombose zu einer Embolie werden, wenn sich der Thrombus löst und in ein anderes Blutgefäß wird.

Die Embolie wiederum kann als Folge einen Infarkt auslösen. Somit kann man sagen, dass die drei Begriffe zwar nicht miteinander identisch sind, aber als mögliche Schritte eines Krankheitsverlaufes betrachtet werden können.

Alternative Behandlungsmethoden

Bei den alternativen Behandlungsmöglichkeiten wird eine Embolie nicht direkt behandelt. Stattdessen zielen die Behandlungen darauf ab, mögliche Ursachen zu beseitigen, die eine Embolie auslösen können. Es geht also darum beispielsweise Bluthochdruck oder eine geringe Fließgeschwindigkeit des Blutes zu verringern. Dabei haben sich folgende Möglichkeiten als effektive Mittel erwiesen:

Akupunktur:

Akupunktur ist eine alternative Behandlungsmethode, die darauf abzielt, Bluthochdruck nachhaltig zu senken. Durch die Akupunkturnadeln werden verschiedene Zentren im Körper angesteuert, die beispielsweise den Herzschlag regulieren. Ist der Herzschlag dauerhaft hoch, steigt auch der Blutdruck an. Wird der Herzschlag dagegen durch die Akupunktur auf ein normales Maß reguliert, verringert sich auch der Blutdruck als eine Folge davon.

Eine Akupunktur kann auch dabei helfen, wenn chronischer Stress den Bluthochdruck verursacht. Mit der Behandlung wird Stress abgebaut, der Körper kann wieder zur Ruhe kommen und seine natürlichen Heilungskräfte beseitigen bereits verklebte Blutplättchen, ehe sich ein Embolus bilden kann.

Wärmebäder:

Wärmebäder zielen darauf ab, die Durchblutung des Körpers zu unterstützen. Dabei spielen zwei Komponenten eine wichtige Rolle. Auf der einen Seite ist es die Wärme, die dem Körper zugeführt wird. Unter dem Einfluss von Wärme dehnen sich Venen und Arterien aus. Das ist besonders vorteilhaft, wenn sie bereits leicht verengt waren.

Außerdem fördert die Wärme den natürlichen Blutfluss, wodurch kleine Thromben aufgelöst werden können, bevor sie zu einem Embolus werden können. Zum anderen werden Wärmebäder oft mit ätherischen Ölen versetzt. Diese stärken das Immunsystem und helfen dem Körper, für einen gesunden Blutfluss zu sorgen und Schadstoffe schneller abzubauen beziehungsweise aus dem Körper zu schwemmen.

Hypnose:

Hypnose ist eine Methode, die vor allen Dingen Patienten helfen soll, bei denen das Risiko einer Embolie aufgrund von häufigem Rauchen oder Übergewicht besteht. Bei einer Hypnose wird den Patienten suggeriert, dass sie kein Bedürfnis mehr haben zu rauchen, Alkohol zu trinken oder übermäßig viel zu essen.

Wenn die Patienten dann aus ihrer Hypnose erwachen, stellen sie nach und nach fest, dass sie kein Verlangen mehr auf die Dinge haben, die ihre Gesundheit bedrohen. Sie wollen nicht mehr rauchen oder pausenlos essen. Der Körper bekommt die Chance, sich nach und nach wieder zu erholen und das Risiko einer Embolie wird deutlich gesenkt.

Sport:

Sport – besonders Ausdauersport wie Jogging, Radfahren oder Schwimmen – ist eine sehr gute Behandlungsmethode, um den Körper gegen eine Embolie abzusichern. Denn beim Sport geht es darum, den Körper in Bewegung zu setzen. Das fördert den Blutfluss und Venen und Arterien werden quasi durchgespült.

Der Sport hat aber noch einen Effekt. Wer regelmäßig trainiert, der verbessert seine Herzleistung dauerhaft. Denn auch durch Sport werden Venen und Arterien erweitert und der Herzschlag im Normalzustand verringert. Somit nimmt der Blutdruck ab und die Gefahr einer Embolie verringert sich deutlich.

Yoga:

Yoga ist eine Mischung aus leichter, sportlicher Ertüchtigung und Entspannungsübungen. Diese Trainingsform zielt darauf ab, die Durchblutung des Körpers zu regulieren und Störfaktoren wie beispielsweise Stress abzubauen. Aber Yoga dient auch dazu, das Herz und die Atmung sowie die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers wieder zu stärken.

Viele Übungen zielen darauf ab, dass die Teilnehmer sich ihrem Körper bewusster werden und mögliche Blockaden zu lösen. Der Vorteil dabei ist, dass viele Yoga-Übungen auch in den Alltag eingebaut werden können. So haben Patienten die Möglichkeit in einer Arbeitspause oder nach Feierabend zuhause ein paar Übungen zu machen, um den Körper wieder in Einklang zu bringen.

Wenn der eigene Körper sich im Gleichgewicht befindet, hat er eher die Möglichkeit, einen Thrombus von alleine aufzulösen und sich gegen Embolien abzusichern.

Welche Hausmittel können helfen?

Wie auch die alternativen Behandlungsmethoden zielen Hausmittel eher darauf ab, der Bildung eines Embolus vorzubeugen, um somit das Risiko einer Embolie zu verringern, statt das Krankheitsbild selbst zu bekämpfen. Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten, um mit einfachen Mitteln dieses Ziel zu erreichen. Dazu gehören unter anderem:

Durchblutung durch Bewegung anregen:

Mit einer der effektivsten Methoden gegen die Verklumpung von Blutplättchen ist es, sich immer wieder kleine Pausen zu nehmen und den Körper zu bewegen. Wenn keine Zeit für ein Sportprogramm vorhanden ist, reichen aber auch schon kleinere Bewegungen, um die Durchblutung des Körpers anzuregen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Spaziergang nach dem Mittagessen. Es reichen bereits zwischen 20 und 30 Minuten pro Tag, um für eine Durchblutung der Beine, des Rumpfes und des Oberkörpers zu sorgen. Wenn die Arme dazu noch mit bewegt werden, verringert sich auch dort das Risiko, dass sich ein Embolus bildet. Ein Spaziergang fördert außerdem die Gesundheit, da durch die frische Luft und Sonnenschein das Immunsystem gestärkt werden.

Es gibt aber auch Möglichkeiten, um zum Beispiel im Büro die Beine ein wenig zu bewegen, ohne dabei seine Arbeit vernachlässigen zu müssen. Dazu braucht man lediglich kleine Hilfsmittel wie einen Gymnastikball oder eine Faszienrolle. Solche kleinen Sportgeräte können bequem mit einem oder mit beiden Füßen unter dem Tisch benutzt werden, um die Füße und Beine zu bewegen und die Durchblutung der unteren Extremitäten zu gewährleisten, die bei langem Sitzen oder Stehen oft eingeschränkt wird.

Tee statt Kaffee:

Viele Menschen bevorzugen eine Tasse Kaffee am Morgen oder zwischendurch auf der Arbeit. Bei Menschen, die völlig gesund sind, kann eine Tasse Kaffee durchaus helfen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Durchblutung zu fördern.

Allerdings wird oft zu viel und zu starker Kaffee getrunken. Die Folge davon sind eine körperliche Unruhe und ein erhöhter Blutdruck, der wiederum die Bildung eines Embolus begünstigen kann. Um das zu verhindern, sollten besonders Risikopatienten wie Diabetiker oder Patienten mit Übergewicht auf den morgendlichen Kaffee verzichten und sich stattdessen an Tee gewöhnen. Denn Tee beinhaltet den Stoff Teein.

Dieser ist mit dem Koffein aus dem Kaffee verwandt, wirkt aber etwas anders. Denn obwohl Teein auch einen wachmachenden Effekt hat, tritt dieser später ein und hält länger an. Als Folge davon bleibt die körperliche Unruhe aus und der Blutdruck wird nicht in die Höhe getrieben.

Manche Teesorten wie beispielsweise grüner Tee oder Fencheltee beinhalten zudem weitere Stoffe, die zur Stärkung des Immunsystems beitragen und Schadstoffe im Körper binden, damit sie leichter ausgeschieden werden können.

Ein Gesundheitsdrink:

Wer sich etwas wirklich Gutes tun möchte, der setzt einen Gesundheitsdrink gegen hohen Blutdruck an. Dazu braucht man einen halben Knoblauch, eine mittelgroße Zwiebel und drei bis vier Zitronen. Der Knoblauch und die Zwiebel müssen geschält und in kleine Stücke gehackt werden. Die Zitronen presst man einfach aus.

Anschließend gibt man alles in einen kleinen Topf und kocht es langsam auf. Den Sud füllt man in eine dunkle Flasche ab und nimmt pro Tag zwei bis drei Esslöffel zu sich. Es schmeckt vielleicht nicht besonders. Dafür senkt das Getränk den Blutdruck und unterstützt die Herzleistung. Das Immunsystem wird unterstützt und eventuell verklebte Blutplättchen werden leichter aufgelöst.

Salz reduzieren:

Der menschliche Körper braucht eine kleine Portion Salz pro Tag, um diverse Körperfunktionen reibungslos ablaufen lassen zu können. Allerdings essen viele Menschen zu viel Salz am Tag. Denn ähnlich wie Zucker findet sich Salz in diversen – hauptsächlich künstlich gefertigten – Lebensmitteln wie beispielsweise Wurst, Käse und Fertigmahlzeiten.

Auch Snacks wie Pommes oder Chips bestehen zu einem Großteil aus Salz, da Salz ein Geschmacksträger ist. Auch wenn es in den einzelnen Speisen vielleicht nicht so deutlich auffällt, steigt der Salzgehalt mit jeder Mahlzeit stetig an und überschreitet den Tagesbedarf an Salz oft deutlich.

Das Problem dabei ist, dass die hohe Salzkonzentration den Blutdruck erheblich anhebt. Denn Salz wirkt im Körper als Flüssigkeitsbinder. Die Salzkristalle binden Wassermoleküle und scheiden diese mit aus, wodurch dem Körper Flüssigkeit verloren geht, die benötigt wird, um einen normalen Blutfluss zu ermöglichen.

Als Folge davon verdickt sich das Blut, der Blutdruck steigt und das Risiko einer Embolie steigt ebenfalls an. Darum sollte man unbedingt darauf achten, die Menge an Salz in der Nahrung zu verringern, wenn man ein Problem mit zu hohem Blutdruck hat.

Menschen, die unter chronisch hohem Blutdruck leiden, sind vielleicht auch Salzempfindlich. Es reichen bereits sehr kleine Mengen an Salz, um den Bluthochdruck zu erhöhen. Ob eine Salzempfindlichkeit vorliegt oder nicht, können die Patienten gegebenenfalls vom Hausarzt testen lassen.

Heilpflanzen & Heilkräuter

In der Natur gibt es eine Palette an Pflanzen, die einer Embolie vorbeugen können, indem sie zum Beispiel eine leicht verdünnende Wirkung auf das Blut haben, Verstopfungen lösen oder das Immunsystem unterstützen, damit es den Körper selber reparieren kann. Zu den bekannten Heilpflanzen zählen:

  • Ginko
  • Buchweizen
  • Zimt
  • Kamille
  • Rotes Weinlaub

Ginko ist eine Heilpflanze, die für verschiedene Leiden effektiv eingesetzt werden kann. In Hinsicht auf eine drohende Embolie baut Ginko Stress ab und fördert die Durchblutung. Darüber hinaus verbessert Ginko die Gehirnleistung und verringert beispielsweise das Risiko eines Schlaganfalls.

Buchweizen ist ebenfalls dafür geeignet die Durchblutung zu fördern und einen hohen Blutdruck zu verringern. Als Buchweizen-Tee dient die Heilpflanze außerdem dazu, Schwellungen und Flüssigkeitsstau aufzulösen.

Zimt und Kamille dienen dazu, Stress zu verringern und dem Körper dabei zu helfen, zur Ruhe zu kommen. Sie aktivieren die natürlichen Mechanismen des Körpers, um einen Embolus wieder aufzulösen, bevor er sich in einem Blutgefäß festsetzen kann.

Rotes Weinlaub soll wiederum dafür sorgen, dass verengte Venen oder Arterien wieder geweitet werden, damit das Blut auf diese Weise wieder nahezu normal fließen kann. Zusätzlich stärkt das Weinlaub schwache Venen, sodass sie eine bessere Blutzirkulation auch bei etwas dickerem Blut ermöglichen.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können ebenfalls angewendet werden, um das Risiko einer Embolie nachhaltig zu senken und dem Körper etwas Gutes zu tun. Die meisten Öle zielen darauf ab, den Körper zu beruhigen. Es gibt aber auch Öle, die sich auf den Blutdruck oder auf die Verringerung von Ablagerungen im Blut konzentrieren. Empfehlenswerte ätherische Öle sind:

  • Zypressenöl
  • Lavendelöl
  • Zitronenöl
  • Minzöl
  • Rosmarinöl

Zypressenöl wirkt zunächst einmal entzündungshemmend. Das ist wichtig, wenn neben der Gefahr einer Thrombosenbildung auch eine Vorerkrankung wie Rheuma vorliegt. Durch die entzündungshemmende Wirkung verringert das Öl Schmerzen und ermöglicht eine größere Bewegungsfreiheit.

Darüber hinaus sorgt Zypressenöl aber auch für eine bessere Durchblutung, wodurch Ablagerungen und kleinere Thromben besser aufgelöst werden. Ein angenehmer Nebeneffekt von Zypressenöl ist außerdem, dass es das Gefühl von Schwere oder Druck verringert, was wiederum dazu führen kann, dass Betroffene eher etwas Sport machen oder Spazierengehen würden als mit Beinen, die sich schwer oder schmerzend anfühlen.

Lavendelöl und Minzöl wirken beruhigend auf den Körper. Sie eignen sich dazu, um einen erhöhten Herzschlag auf ein normales Niveau zu regulieren. Das verringert zu hohen Blutdruck, damit die Blutgefäße im Körper nicht überlastet werden.

Zitronenöl und Rosmarinöl sollen wiederum bewirken, dass mögliche Ansammlungen von Blutplättchen in einem Blutgefäß besser aufgelöst werden können, ehe es zur Bildung eines Thrombus kommen kann. Die Öle entspannen die Muskulatur und fördern zudem die Durchblutung, damit es nicht zu Verschlüssen der Gefäße kommt.

Homöopathie & Globuli

Für Patienten, die auf Mittel aus der Homöopathie zurückgreifen möchten, gibt es ein paar Globuli-Produkte, mit denen sie der Bildung eines Embolus vorbeugen können. Dazu zählen unter anderem:

  • Lachesis (D12 oder D30)
  • Pulsatilla pratensis (C3 bis C6)
  • Hamamellis (C3 bis C6)

Die Globuli zielen darauf ab, Schmerzen und Taubheitsgefühlen entgegen zu wirken. Entzündungen werden verringert und Venen sowie Arterien sollen dabei unterstützt werden, eine normale Durchblutung zu gewährleisten. Zusätzlich sorgen die Globuli dafür, dass Betroffene mit körperlicher Unruhe oder Stress diese wieder abbauen können.

Für die Einnahme der Globuli empfiehlt sich eine zwei bis dreimalige Dosis von jeweils ca. 8 Kügelchen am Tag. Sollten einzelne Beschwerden wie die körperliche Unruhe anhalten, können aber auch ruhig ein paar zusätzliche Globuli angewendet werden, ohne dass Probleme für den Körper entstehen.

Schüssler-Salze

Mit Schüssler-Salzen lassen sich viele Ursachen beseitigen, die eventuell eine Embolie auslösen könnten. Bekannte Schüssler-Salze sind hierbei:

Der Gedanke der Schüssler-Salze zielt darauf ab, ein Ungleichgewicht im Körper an Salzen und Nährstoffen zu beheben. So ein Ungleichgewicht wird als Ursache beispielsweise für Herzrasen, hohen Blutdruck oder ein erhöhtes Risiko einer Thrombosen-Bildung angesehen. Wird das Ungleichgewicht aufgehoben, lösen sich auch die Symptome auf.

Je nach Beschwerden eignen sich andere Schüssler-Salze, um einer Embolie vor zu beugen. Kalium chloratum und Kalium phosphoricum sollen zum Beispiel einen unregelmäßigen oder zu hohen Herzschlag regulieren. Ferrum phosphoricum und Kalium sulfuricum wirken gut gegen Krampfadern, da sie die Blutgefäße wieder ausdehnen. Calcium fluoratum löst dagegen venöse Stauungen auf und unterstützt den Körper dabei, verklumpte Blutplättchen wieder aufzulösen, bevor es zur Bildung eines Thrombus oder eines Embolus kommt.

Diät & Ernährung

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle – sowohl bei der Prävention einer Embolie als auch für Patienten, die bereits eine Embolie erlitten haben und auf ihre Gesundheit achten müssen. Denn die richtige Ernährung unterstützt die natürlichen Funktionen des Körpers maßgeblich und kann die Bildung von Thrombosen deutlich begünstigen oder verringern.

Eine Diät ist dabei aber nur selten empfehlenswert. Diäten helfen zwar dabei, das Gewicht bei Risikopatienten wie Personen mit Übergewicht zu reduzieren. Allerdings ist eine Diät häufig sehr einseitig, sodass es zu einem Mangel an wichtigen Nährstoffen kommen kann. Darüber hinaus stellt eine Diät eine Belastung für den Stoffwechsel dar. Der Blutdruck kann in Folge der eingeschränkten Nahrungszufuhr drastisch ansteigen, was das Risiko einer Embolie nur vergrößern würde. Darum sollte eine Diät auch nur unter medizinischer Aufsicht durchgeführt werden.

Ein Arzt erstellt den Patienten dann einen Ernährungsplan, um auf der einen Seite das Übergewicht zu verringern und auf der anderen Seite das Risiko der Thrombosen-Bildung gering zu halten. Meistens empfehlen die Ärzte statt einer Diät allerdings eher eine ausgewogene gesunde Ernährung in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung für den Körper. Folgende Nahrungsmittel empfehlen sich dabei, um das Risiko einer Embolie deutlich zu senken:

  • Bananen
  • Tomaten
  • Milch
  • Grünes Gemüse
  • Nüsse
  • Knoblauch
  • Chili
  • Kräuter

Bananen sind besonders für Patienten eine wichtige Ergänzung zu ihrem Ernährungsplan, da sie den Körper mit einem wichtigen Nährstoff in ausreichend großen Mengen versorgen: Kalium. Kalium ist ein wichtiger Bestandteil in der Weiterleitung von Nervenimpulsen und sorgt zum Beispiel dafür, dass sich Muskeln zusammenziehen und entspannen können oder dass das Herz regelmäßig schlägt.

Bei einem Kaliummangel kommt es oftmals zu Herzrhythmusstörungen, die eine Embolie nach sich ziehen können. Bereits kleine Störungen im Blutfluss lösen dann eventuell einen Herzstillstand aus, der meistens tödlich verläuft. Darum wird Patienten nach einer Embolie oder der Entfernung eines Thrombus auch nahegelegt, regelmäßig ihren Kaliumhaushalt durch den Verzehr von Bananen aufzufrischen.

Auch sehr wichtig für den Körper sind Tomaten, Milch und grünes Gemüse wie Kohl. Diese Nahrungsmittel sind ein natürlicher Lieferant von Vitamin K. Das Vitamin wird wiederum für die meisten Gerinnungsfaktoren im menschlichen Blut benötigt. Es steuert auf der einen Seite die Blutgerinnung bei Verletzungen und unterstützt auf der anderen Seite die Blutgefäße dabei, das Blut durch den Körper zu pumpen. Vitamin K ist unabdingbar, damit ein normaler Blutfluss gewährleistet wird und es nicht zur Bildung von Thromben kommen kann.

Der Verzehr von Nüssen versorgt den Körper dagegen mit pflanzlichen Ölen. Diese sind wichtig, da sie die Gefäßwände von Venen und Arterien stärken und ihre Elastizität gewährleisten. Durch Letzteres können sich die Gefäße verengen und danach wieder auf ihre normale Größe ausdehnen – je nachdem, wie der Körper es gerade braucht. Ohne pflanzliche Öle besteht die Gefahr, dass sich die Gefäße dauerhaft verengen und auf diese Weise das Entstehen einer Embolie begünstigen.

Chili und Knoblauch haben eine anregende Wirkung auf das Herz und den Blutkreislauf. Außerdem wird beim Verzehr dieser Gemüsesorten die Körpertemperatur angehoben. Das regt die Durchblutung an und hilft dabei, Abfallstoffe schneller aus dem Körper zu schwemmen. Wer deshalb mindestens einmal pro Tag etwas Chili oder Knoblauch zu sich nimmt, erhält ein gesundes, starkes Herz und leistungsfähige Blutgefäße.

Auch pflanzliche Kräuter werden Embolie-Patienten für gewöhnlich empfohlen, um das Risiko einer weiteren Embolie zu verringern. Dabei sollen die Kräuter auf der einen Seite als Ersatz für Salz dienen, das die Patienten wenn überhaupt nur in sehr geringen Tagesportionen zu sich nehmen dürfen.

Auf der anderen Seite besitzen viele Kräuter Eigenschaften, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Sie verringern den Herzschlag, fördern die Durchblutung oder helfen auch beim Einschlafen, damit der Körper im Schlaf kleinere Schäden reparieren und Fremdkörper wie verklumpte Blutplättchen beseitigen kann.

FAQ – Fragen & Antworten

Wie wird ein Embolus festgestellt?

Ein Embolus lässt sich normalerweise recht einfach identifizieren, sofern der Arzt ungefähr weiß, wo der Patient Beschwerden wie Taubheit oder Schmerzen verspürt. Denn ein Embolus ist ein Feststoff. Er wird bei Bildgebenden Verfahren wie einer Kernspintomografie oder einer Röntgenaufnahme als weiße Verdickung angezeigt.

Das Abhören von Blutgefäßen kann auch Aufschluss darüber geben, in welcher Region des Körpers ein Embolus zu suchen ist. Ein Bildgebendes Verfahren wird aber immer angewendet, um mit Gewissheit sagen zu können, wo der Embolus sitzt.

Ist eine Embolie vererbbar?

Prinzipiell ist eine Embolie nicht vererbbar. Das hängt damit zusammen, dass eine Embolie ein eher punktuelles Ereignis ist. Die Entstehung des Thrombus verläuft zwar langsam, aber das Ablösen und das darauf folgende Verstopfen eines Blutgefäßes geschieht innerhalb weniger Minuten.

Es gibt allerdings mit einer Embolie verbundene Faktoren, die durchaus von einem Elternteil an die Kinder vererbt werden kann. Dazu gehört eine Veranlagung für Venenverengungen, ein chronischer hoher Blutdruck, eine geringe Fließgeschwindigkeit des Blutes oder ein hoher Gerinnungsfaktor sowie eine Veranlagung zu Übergewicht oder Diabetes.

Darum ist es ratsam, dass Patienten mit Vorfällen einer Embolie in der Familie rechtzeitig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Nur so kann ausgeschlossen werden, dass sie auch vor einer baldigen Embolie stehen.

Kann man sich von einer Embolie völlig erholen?

Eine Embolie kann leicht verlaufen, sodass ein Patient kaum etwas bemerkt außer einer leichten Taubheit. Aber eine schwere Embolie, die eventuell einen Infarkt oder einen Schlaganfall nach sich zieht, richtet oft großen Schaden im Körper an.

Durch die Unterbindung der Blutzufuhr stirbt Gewebe ab und es kann zum Organversagen kommen. Selbst, wenn der Embolus in so einem Fall schnell gefunden wird, ist ein bleibender Schaden fast immer eine Folge. Bereits wenige Sekunden ohne eine ausreichende Blutzufuhr reichen aus, um Blutgefäße erheblich zu schädigen. Der Organschaden ist in vielen Fällen irreparabel.

So haben Menschen, die einen Herzinfarkt überlebt haben, häufig mit einer schlechteren Herzleistung zu kämpfen. Sie sind weniger belastbar und bereits das Steigen einer einfachen Treppen kann sie völlig aus der Puste bringen. Zudem reicht die Herzleistung in einigen Fällen nicht aus, um den Körper von alleine mit Blut zu versorgen. In solchen Fällen müssen die Patienten operiert werden, um zum Beispiel mit einem Herzschrittmacher eine nahezu normale Pumpfrequenz des Herzens gewährleisten zu können.

Patienten, die einen Schlaganfall erlitten und überlebt haben, müssen dagegen häufig mit lebenslangen Lähmungserscheinungen in Extremitäten wie einem Arm oder sogar in einer kompletten Körperhälfte leben. Je nachdem, wie lange die Blutzufuhr im Gehirn unterbunden war, lassen sich einige Lähmungserscheinungen durch intensive Therapien und Krankengymnastik wieder korrigieren, aber die Patienten müssen viele alltägliche Dinge wie das Sprechen oder das Greifen von Gegenständen wieder neu erlernen.

Es ist also möglich, nach einer Embolie ein nahezu normales Leben zu führen, allerdings sind die Patienten in ihrer Leistungsfähigkeit meistens eingeschränkt.

Kann ein Mensch mehr als eine Embolie überleben?

Ja, das ist möglich. Es gibt Patienten, die drei oder mehr Embolien und die darauf folgenden Infarkte überlebt haben. Wichtig zu wissen ist aber, dass eine schnelle Behandlung immer notwendig ist, um die Überlebenschancen für den Patienten zu verbessern.

Außerdem bedeutet jede erneute Embolie einen gesundheitlichen Einschnitt für den Patienten. Bestehende Schäden an den Organen können sich vergrößern und die Lebensqualität verringern.

Treten Embolien auch bei Rauchern auf, die das Rauchen aufgegeben haben?

Ja, das ist durchaus möglich. Es hängt stark davon ab, wie lange und wie viel ein Patient geraucht hat, bevor er diese Gewohnheit aufgegeben hat. Ein häufiger, anhaltender Konsum von Nikotin kann eine erhebliche Verengung der Blutgefäße nach sich ziehen.

Auch wenn die Betroffenen dann mit dem Rauchen aufhören, ist das noch keine Garantie dafür, dass der Körper sofort wieder gesund wird. Eine gesunde Ernährung und Sport können zwar die Genesung unterstützen, aber es besteht immer noch das Risiko, dass die durch das Rauchen verengten Gefäße eine Embolie auslösen. Das kommt selbst nach Monaten oder Jahren der Rauchentwöhnung noch vor, sofern die Patienten nichts unternehmen, um ihre Gesundheit entsprechend wieder aufzubauen.

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