Hepatitis C

Auch bekannt als:

anti-HCV, HCV Serologie, HCV RIBA, HCV-RNA
Bezeichnung: Hepatitis C
Ähnliche Tests: Hepatitis A, Hepatitis B, alt, ast


Auf einen Blick

Warum wird Hepatitis C untersucht?

  • Um eine Infektion mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) festzustellen.
  • Zur Therapie- und Verlaufskontrolle bei bekannter Hepatitis C
  • Zur Untersuchung einer Koinfektion bei hiv/ aids
  • Als vorgeschriebene Untersuchung bei Blutspendern sowie Knochenmark bzw. Stammzellspendern

Wann sollte man Hepatitis C untersuchen lassen?

Bei Verdacht auf eine Exposition gegenüber HCV, z. B. Kontakt mit infiziertem Blut, bei invasiven Prozeduren mit möglicherweise HCV-kontaminierten Instrumenten, z.B. Tätowierungen, sowie sexuellem Kontakt mit einer infizierten Person, bei HCV-infizierten Schwangeren beim Neugeborenen bzw. bei Vorliegen anderer Risikofaktoren.

Aus welchem Probenmaterial wird der Hepatitis C-Test durchgeführt?
Für die Bestimmung von HCV Antikörpern wird Serum oder Plasma, dabei in der Regel EDTA-Plasma, verwendet. Eine Bestimmung aus Zitratplasma ist abhängig vom Verfahren ebenfalls möglich.

Daneben stehen Verfahren zur Verfügung, die direkt das HCV Virus (HCV-RNA) nachweisen und neben Blut auch über den Urin oder Speichel oder weitere Materialien durchgeführt werden können.

Durch Punktion einer Armvene wird eine Blutprobe gewonnen, aus der der Test durchgeführt wird.


Das Probenmaterial

Was wird untersucht?

Der Erreger der Hepatitis C ist ein Virus, das die Leber infiziert und schädigt. In den meisten Fällen erfolgt die Infektion durch Kontakt mit infiziertem Blut (z. B. bei gemeinsamen Nadelgebrauch unter Drogenabhängigen, oder vor dem Jahr 1992 durch Blutkonserven). Außerdem kann das Virus bei sexuellen Kontakten übertragen werden. Darüber hinaus ist auch die Übertragung von der Mutter auf das Neugeborene bekannt. Andere Infektionswege kommen vor, sind aber selten. Als Antwort auf eine Infektion mit HCV produziert der Organismus Antikörper. Die gebräuchlichsten Tests beruhen auf dem Nachweis und der Quantifizierung dieser Antikörper. Es existieren aber auch andere Methoden, die direkt das Vorliegen und/oder die Menge an viraler RNA im Blut detektieren. Es ist ferner möglich, über die Untersuchung der viralen RNA den HCV-Subtyp zu bestimmen, der einen Einfluß auf die Erfolgswahrscheinlichkeit einer antiviralen Therpie sowie das virale Resistenzverhalten hat.

Wie wird das Probenmaterial für die Untersuchung gewonnen?
Der Hepatitis C-Test wird aus einer venösen Blutprobe durchgeführt, die in der Regel durch Punktion einer Armvene gewonnen wird. Der direkte HCV-RNA Nachweis kann auch aus Lebergewebe, das z.B. aus Biopsien gewonnen wurde bestimmt werden.


Der Test

Wie wird der Test eingesetzt?

Jedes der fünf häufigsten Testverfahren dient einem eigenen Zweck:

  • Anti-HCV-Tests weisen Antikörper gegen das Hepatitis C-Virus nach. Diese zeigen einen Kontakt mit dem Virus an. Spezifische Anti-HCV Antikörper können mit den gegenwärtig verfügbaren Tests der 3. Generation in der Regel 2-3 Monate nach HCV-Infektion und Erkrankungsbeginn nachgewiesen werden. Allerdings kann mit diesem Test keine Aussage darüber gemacht werden, ob aktuell eine frische Infektion vorliegt, oder ob der Kontakt schon länger zurück liegt. Es wird lediglich die Tatsache der Exposition gegenüber dem Virus festgestellt. Im Allgemeinen wird das Testergebnis als „positiv“ oder „negativ“ angegeben. Fehlende HCV-Antikörper schließen eine HCV-Infektion nicht aus. Insbesondere bei Patienten mit verminderter Antikörperbildung, z.B. Dialysepatienten, Transplantierte Patienten, Patienten mit hiv/ aids weisen Umgekehrt beweist ein positiver HCV-Antikörpertest nicht das Vorliegen einer HCV Infektion. Insbesondere bei wiederholt schwach positiven oder grenzwertigen Befunden handelt es sich nicht selten um unspezifisch positive Testergebnisse, die in einer spezifischeren Methode, dem HCV Immunoblot, zur Bestätigung überprüft werden müssen, bevor entsprechende Ergebnisse dem Patienten mitgeteilt werden.
    HCV-IgM Antikörper sind bei der akuten aber auch bei nahezu 80% der chronischen HCV-Träger nachweisbar, so daß der HCV-IgM Test nicht sicher zwischen einer akuten oder chronischen Infektion differenzieren kann.
  • Der HCV RIBA-Test (rekombinanter HCV Immunoblot) ist ein zusätzlicher Test, der die Anwesenheit von Antikörpern im Blut sichert. Hier werden rekombinant hergestellte HCV-Antigene verwendet, um auf Teststreifen die Anwesenheit von HCV-Antikörpern im Patientenserum nachzuweisen. In den meisten Fällen kann mit diesem Test bestätigt werden, ob es sich bei dem positiven Resultat im Antikörpersuchtest um einen tatsächlichen Kontakt mit HCV (positiver RIBA) oder um eine Fehlbestimmung (negativer RIBA) handelt. In manchen Fällen kann aber auch der RIBA hierzu keine Aussage machen (unspezifischer RIBA). Wie der Anti-HCV-Test, so kann auch der RIBA nicht zwischen frischer und länger zurückliegender Infektion unterscheiden. Der Test wird zur Überprüfung der Spezifität von HCV-Suchtests eingesetzt.
  • Der HCV-RNA-Test dient dem direkten Virusnachweis im Blut oder im Lebergewebe und zeigt demnach als einziges Verfahren zuverlässig eine aktive Infektion an. Früher wurde dieser Test auch als qualitativer HCV-Nachweis bezeichnet. Dies bedeutet, dass das Ergebnis als positiv bezeichnet wird, wenn HCV-RNA detektiert werden konnte. Dagegen bedeutet ein negatives Resultat, dass keine virale RNA nachgewiesen werden konnte. Bei einer frischen HCV-Infektion wird der HCV-RNA Test nach wenigen Wochen positiv, meist Monate bevor der HCV-Antikörpertest positiv wird. Außerdem kann dieser Test zur Quantifizierung der HCV-RNA Menge im Blut im Rahmen der Therapiekontrolle eingesetzt werden, um zu überprüfen, wie weit das Virus aus dem Körper eliminiert worden ist.
  • Mit der Viruslast oder dem Quantitativem HCV-Test wird die Anzahl der im Blut vorhandenen Viruspartikel gemessen. Die Bestimmung der Viruslast erfolgt meistens vor dem Beginn und während einer antiviralen Therapie um den Therapieerfolg zu überprüfen, indem man die Konzentration der viralen RNA vor und nach der Therapie feststellt. Die Menge der HCV-Viruspartikel im peripheren Blut geben bereits einen guten Hinweis auf die Erfolgsaussichten der Therapie. Hier weisen HCV-Genomkonzentrationen >106/ ml eine ungünstige Prognose,
  • Die virale Genotypisierung wird eingesetzt, um die Art und den Subtyp des jeweiligen Virus näher einzugrenzen. Gegenwärtig sind sechs Haupttypen sowie mehrere Subtypenvon HCV bekannt. Je nach Population, geographischer Verbreitung und Risikotypen sind unterschiedliche HCV-Subtypen häufiger. Während generell in der westlichen Welt der m weitesten verbreitete Genotyp 1 ist, kommen die Genotypen 3 insbesondere bei intravenös Drogenabhängigen vor. Genotyp 1 und insbesondere 1b ist therapieresistenter als die Genotypen 2 oder 3, so daß eine längere Therapiedauer und in der Regel eine Kombinationstherapie erforderlich ist. Während unter der gegenwärtigen Behandlung mehr als 80% der HCV Genotypen 2 und 3 geheilt werden können, liegt der Anteil beim HCV Subtyp 1b nur etwas bei 50-60%. Um das Ansprechen auf die geplante Therapie genauer abschätzen zu können wird deshalb die Genotypisierung zumeist vor Beginn einer Therapie angefordert.

Wann wird der Test angefordert?

Die Infektion mit Hepatitis C ist eine der häufigsten Ursachen der chronischen Leberinsuffizienz. In den westlichen Industrieländern werden is zu 30% der chronischen Hepatitiserkrankungen durch HCV verursacht, wobei die Frequenz in Mittelmeerländern deutlich höher ist als in Deutschland. In den USA beträgt die Durchseuchungsrate etwa 2 % der Bevölkerung und 75 – 85 % davon sind chronisch infiziert. Eine Durchführung eines HCV-Tests wird in folgenden Fällen veranlaßt:

  • Bei Verdacht auf chronische oder akute Hepatitis
  • Bei intravenösem Drogenmissbrauch
  • Bei Erhalt einer Bluttransfusion oder Organtransplantation vor Juli 1992
  • Bei Erhalt von Gerinnungsfaktorkonzentraten vor 1987
  • Bei Patienten im Langzeitdialyseprogramm
  • Neugeborener HCV-positiver Mütter
  • Bei medizinischem Personal, Personal der öffentlichen Sicherheit und Sozialarbeitern nach Nadelstichen, Verletzungen durch scharfe Gegenstände oder Schleimhautkontakt mit infiziertem Material.
  • Bei Patienten mit Verdacht auf chronische Leberinsuffizienz
  • Früherkennung einer Reinfektion bei Lebertransplantierten Patienten.

In Deutschland werden alle Blutspender auf HCV-Antikörper sowie HCV-RNA untersucht, so daß gegenwärtig das Risiko sich über Blutprodukte mit HCV zu infizieren bei 1:100.000 liegt. Alle positiv getesteten Konserven werden von der Verwendung ausgeschlossen.

Bei einem positiven Anti-HCV-Test sollte das Ergebnis mit einem HCV RIBA-Test bestätigt werden, insbesondere bei einem nur schwach positivem Ergebnis. Ein qualitativer HCV-RNA-Test wird häufig dann durchgeführt, wenn der Antikörpersuchtest positiv ausgefallen ist, um zu erfahren, ob eine aktive Infektion vorliegt. Die Bestimmung der Viruslast und eine Genotypisierung können zur Therapieplanung angefordert werden. Darüber hinaus können die Viruslast und qualitative HCV-RNA zur Kontrolle des Ansprechens auf die Therapie bestimmt werden.

Was bedeutet das Testergebnis?
Beim positiven Nachweis von Antikörpern gegen HCV ist von einer stattgehabten Infektion mit dem Virus auszugehen, auch wenn diese vielleicht asymptomatisch verlaufen ist und deshalb nicht bemerkt wurde.

Ein positiver RIBA-Test bestätigt den Kontakt mit HCV, wohingegen ein negativer RIBA ein falsch-positives Ergebnis des Antikörpersuchtest annehmen läßt, daher sehr wahrscheinlich kein Kontakt mit dem Virus stattgefunden hat.

Fällt das Ergebnis einer HCV-RNA-Bestimmung positiv aus, so zeigt dies eine aktive Infektion an, d. h. das Virus ist im Organismus anwesend.

Gibt es weiteres, das ich wissen sollte?
Antikörper gegen HCV werden vom Organismus bei einer frischen Infektion erst nach mehreren Monaten produziert. Sie sind aber dann bei fortbestehender oder überwundener Infektion stets vorhanden.


Hinweise & Störungen

Stabilität und Probentransport(1) HCV Serologie
(Anti-HCV IgG, IgM sowie RIBA)

Bei Raumtemperatur ist die Probe für 7 Tage stabil, während dieser Zeit können sowohl HCV IgM wie auch IgG Antikörper zuverlässig bestimmt werden. Bei Lagerung bei 4°C ist die Probe für 4 Wochen stabil. Im Rahmen der Blutspenderuntersuchung konnten bei Lagerung bei -20°C HCV Antikörper auch nach Jahrzehnten qualitativ nachgewiesen werden. Serum und Plasma (EDTA, Zitrat und Heparin) sind je nach Testverfahren grundsätzlich geeignet.

(2) HCV Nukleinsäurenachweis
Der Direktnachweis von HCV-RNA kann mittels molekularbiologischer Verfahren (z.B. RT-PCR, Hybridiserungsverfahren, sowie bDNA) erfolgen. Für den Nachweis von HCV-RNA wird in der Regel EDTA-Plasma oder Serum verwendet. Die Halbwertszeit der HCV-RNA kann im Vollblut bei Raumtemperatur etwa 50% in 24 Stunden betragen. Bei möglichst schnellem abzentrifugieren ist die HCV-RNA im zellfreien Plasma oder Serum bei 4°C für mehrere Tage stabil. Bei -20°C ist die HCV-RNA mindestens für Monate, aus Ergebnissen eingefrorener Rückstellproben von Blutspendern sehr wahrscheinlich auch für Jahre stabil. Die Stabilität von HCV hängt ab von der Temperatur, dem Salzgehalt und dem pH der Probe. Die maximale Sensitivität der molekularbiologischen Tests hängt vom verfügbaren Probenvolumen und der Sequenzvariation des jeweiligen HCV Typs ab.

Referenzbereich
Normalerweise werden keine Antikörper gegen HCV und keine HCV RNA nachgewiesen.
Referenzbereich: Negativ

Störfaktoren und Hinweise auf Besonderheiten
Falsch positive Ergebnisse von Anti-HCV Antikörpertests können zum einen bei erhöhten Antikörperkonzentrationen beim Patienten, z.B. Autoimmunerkrankungen, Paraproteine, Amyloidose, sowie bei unsachgemäßer Behandlung des Probenmaterials, z.B. nach mehrfachem Einfrieren und Auftauen und nach Hitzeeinwirkung auftreten. Seren, die in einem Testverfahren wiederholt falsch reaktiv/ positiv sind, können bei Verwendung von Tests anderer Hersteller negativ sein und umgekehrt.

Solitäre NS4 Banden (entsprechend der core Region C100-3 von HCV) oder NS3 Banden (entsprechend der core Region c33-c oder C200 von HCV) stellen häufig unspezifische Reaktionen dar. Sie werden bei Empfängern von Blutkonserevn häufiger nachgewiesen. Nur der Western blot ist als Bestätigungstest für den HCV-Antikörpertest durch das Robert-Koch Institut empfohlen. Bei Nachweis einzelner viraler Banden, die nicht der Definition eines positiven Blots (sieh auch Robert-Koch-Institut) entsprechen, kann das Anti-HCV-Antikörper Ergebnis weder bestätigt noch verworfen werden.

Falsch negative Befunde für HCV-RNA können bei unsachgemäßer Lagerung durch Denaturierung der relativ empfindlichen RNA entstehen. Für den molekularbiologischen Nachweis von HCV bei Blutspendern gelten gesonderte Bestimmungen und Nachweisgrenzen, siehe Richtlinien der Bundesärztekammer.

Richtlinien zur Qualitätskontrolle
Die Bestimmung der HCV Antikörper (anti-HCV IgG, IgM, RIBA) sowie der molekularbiologische Nachweis von HCV werden nicht in den RiLiBÄK aufgeführt. Daher besteht für die HCV-Untersuchungen entsprechend der Richtlinien der Bundesärztekammer (RILIBÄK) keine Ringversuchspflicht (Teilnahme an externen Ringversuchen). Interne Kontrollen sowie die Bestimmung der Richtigkeit und Präzision müssen selbstverständlich regelmäßig durchgeführt werden. Die Nachweismethoden für HCV Antikörper sowie für den Nukleinsäurenachweis sind normiert und standardisiert, Qualitätskriterien sind definiert und werden in verschiedenen externen Ringversuchen geprüft.


Häufige Fragen

1. Warum sollte man sich bei einer milden Infektion überhaupt testen lassen?

Die Infektion mit HCV führt in 80% der Betroffenen zu einer chronischen Hepatitis, die zu einer Leberzirrhose und einem Hepatozellulären Karzinom (Leberkrebs) führen kann. Um dies zu verhindern, ist eine möglichst frühzeitige Diagnosestellung notwendig, da dann die Leberfunktion kontinuierlich überwacht und der Übergang in ein chronisches Stadium, der eine Therapie erforderlich macht erkannt werden kann.

2. Gibt es weitere Tests, um den Verlauf der Infektion zu überwachen?
Ja, beispielsweise kann die Bestimmung der Leberenzyme alt und ast (Transaminasen) einen Leberschaden anzeigen. Personen, die zwar mit HCV infiziert sind, aber nur eine leichte Erhöhung der Transaminasen aufweisen haben eher einen milden Verlauf der Krankheit und bedürfen oft keiner Therapie. Es können aber auch andere Parameter zur Überwachung der Leberfunktion herangezogen werden, z. B. Albumin, die Prothrombin-Zeit oder das Bilirubin. Diese Marker liegen in der Regel im Normalbereich, wenn keine Leberfunktionsstörung vorliegt. Manchmal ist auch eine Leberbiopsie notwendig, um das Ausmaß der bereits vorhandenen Leberschädigung abschätzen zu können.

3. Gibt es eine Impfung zum Schutz vor einer Infektion mit HCV?
Nein, zurzeit wird keine Impfung gegen HCV angeboten. Die Entwicklung einer solchen Impfung gestaltet sich sehr schwierig, da das Virus verschiedene molekulare Konfigurationen annehmen kann, die ständig wechseln.

4. Gibt es eine Therapie zur Behandlung einer Infektion mit HCV?
Ja, es stehen momentan einige Medikamente zur Verfügung, die zur Behandlung einer Hepatitis C eingesetzt werden können. Am häufigsten wird eine Zweierkombination von Medikamenten verwendet (pegyliertes Interferon und Ribavirin). Daneben werden derzeit neue Wirkstoffe erprobt. Die Heilungsrate variiert abhängig von Alter, Geschlecht, Riskofaktoren des Patienten, Viruslast, HCV-Serotyp und bereits eingetretenem Leberschaden von sehr niedrig bis etwa 80%.

5. Gibt es einen HCV-Test, der zu Hause durchgeführt werden kann?
Nein, es gibt keine Möglichkeit einen HCV-Test zu Hause durchzuführen.

6. Wie können andere Personen über die mögliche Ansteckungsgefahr informiert werden?
Bei einem positiven Nachweis von HCV-RNA im Blut besteht die Gefahr der Übertragung auf andere Kontaktpersonen. Allerdings ist das Risiko einer Übertragung durch Geschlechtsverkehr als gering einzustufen. Dagegen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine HCV-positive Schwangere das Virus auf ihr ungeborenes Kind überträgt bei ca. 5%. Die höchste Ansteckungsgefahr liegt im gemeinsamen Gebrauch von Injektionsnadeln, sowie generell bei gemeinsamer Nutzung von gegenständen, die mit Blut verunreinigt sein könnten wie z.B. Zahnbürsten und Nassrasierern. HCV-Übertragungen durch verunreinigte Instrumente beim Tätowieren sowie bei der Zahnbehandlung kommen vor. Eine Übertragung durch täglichen normalen Kontekt gemeinsam lebender Personen wird nicht beobachtet.


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