Karzinom

Steckbrief: Karzinom

  • Name(n): Karzinom; Tumor; Krebs
  • Art der Krankheit: Krebserkrankung
  • Verbreitung: ca. 80 % aller bösartigen Tumore
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 2. Jahrhundert n. Chr. (Krebs)
  • Behandelbar: teilweise
  • Art des Auslösers: diverse
  • Wieviele Erkrankte: in Deutschland etwa 250.000 – 450.000 Neuerkrankungen im Jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Onkologen; Internisten; Radiologen; Gastroenterologen; Anästhesisten u.v.m.
  • ICD-10 Code(s): C00-C97

Informationen zum Karzinom

Ungefähr 80 % aller Krebserkrankungen sind Karzinome. Die anderen 20 % sind in der Onkologie (Krebsmedizin):

Sarkome: Sie entstehen im Knochen- oder Fettgewebe des Bindegewebes.

Neuroendokrine Tumore: Sie entstehen aus endokrinen (hormonproduzierenden) Zellen.

Dysontogenetische Tumore: Sie entwickeln sich aus embryonalen, angeborenen, Gewebe ALS Fehlbildung.

Gehirntumore, Leukämien und Melanome (Hautkrebs)

Das Wort Karzinom selbst stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet zusammengesetzt zum einen karkinos (Krebs) und -oma (Wachstum). Daraus entstand der Begriff Carcinom.

Tumore (Schwellungen) können sowohl in gutartiger als auch bösartiger Form entstehen. Bei einem Karzinom handelt es sich um eine bösartige Neoplasie (Neubildung) von Körpergewebe.

Eine solche bösartige Fehlregulation von Zellgewebe wird umgangssprachlich als Krebs bezeichnet. Je nach Wachstumsverhalten unterscheidet man genauer:

Benigne Tumore: Sie sind gutartig, wachsen langsam und verdrängen das umgebende Gewebe, ohne Grenzen zu überschreiten.

Semimaligne Tumore: Sie sind örtlich destruierend (zerstörend) und infiltrierend, bilden aber keine Metastasen.

Maligne Tumore: Sie sind bösartig, wachsen invasiv (eindringend), zerstören Gewebe und bilden durch lymphogene und/oder hämatogene Streuung Metastasen (Tochtergeschwülste).

Definition Karzinom

 

Die Unterscheidung, welche Art von Tumor vorliegt, wird histologisch durch Gewebeprobe unter Mikroskop getroffen. Als Karzinom bezeichnet man eine maligne Neoplasie (bösartige Wucherung) epithelialen Ursprungs. Es handelt sich um eine ektodermale oder entodermale (vom äußeren bzw. inneren Keimblatt abstammend) Neubildung.

Die meisten Karzinome unterscheiden sich Form, Gestalt und Struktur (Morphologie) des Epithels in:

 

  • Plattenepithelkarzinom (squamöses Karzinom)
  • Adenokarzinom

Diese Karzinome wachsen in der Regel wie das Plattenepithel oder drüsenartig. Es existieren auch undifferenzierte Karzinome, die als anaplastische Karzinome bezeichnet werden. Für Karzinome ist die primäre lymphogene Metastasierung besonders kennzeichnend. Jedes Organ kann von einer bösartigen Krebserkrankung befallen werden. Es treten allerdings Häufigkeitsunterschiede nach Alter, Geschlecht, geografischer Region, kollektiver Zugehörigkeit, Ernährungsgewohnheiten und ähnlichen Vergleichsfaktoren auf.

 

Was ist ein Karzinom?

 

Als Ektoderm wird das oberste Keimblatt des Embryoblasten bezeichnet und ist die außen liegende Zellschicht. Daraus gehen die Haut, das Nervensystem, die Sinnesorgane und die Zähne hervor. Aus dem Entoderm als inneres Keimblatt des Embryoblasten bilden sich der Verdauungstrakt inklusive Drüsen, die Leber, die Pankreas, die Schilddrüse, der Thymus, der Atmungstrakt, die Harnröhre und ein Teil des Geschlechtstraktes.

Der Embryoblast ist der aus der Embryologie stammende Begriff, der aus drei Teilen besteht, dem Entoderm, dem Mesoderm und dem Ektoderm. Das Epithel selbst ist die Sammelbezeichnung für das Deckgewebe und das Drüsengewebe. Das Epithel sind ein- oder mehrlagige Zellschichten, die alle äußeren und inneren Körperoberflächen mit wenigen Ausnahmen auskleiden.

Das Plattenepithel ist die oberste Zellschicht aus flachen, besonders stabil bedeckenden und miteinander verbundenen Zellen. Plattenepithelien kommen einschichtig und mehrschichtig vor. Es gibt verhornendes und nicht verhornendes Plattenepithel.

Sie kommen in verschiedenen Organen vor als:

 

  • einschichtiges unverhorntes Plattenepithel (Lungenalveolen, Mesothel, häutiges Labyrinth)
  • mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel (Mundhöhle, Mundschleimhaut, Stimmfalten, Speiseröhre, Canalis analis am Anus, Vagina, Harnröhre)
  • mehrschichtiges verhorntes Plattenepithel (Epidermis).

Welche Tumore epithelialer Herkunft werden unterschieden:

 

Gesundes Gewebe Gutartige Tumore Bösartige Tumore
Plattenepithel Plattenepithelpapillom Plattenepithelkarzinom
Basalzellen Basaliom
Urothel Übergangsepithelpapillom Urotheliom
Drüsen Adenom, Papillom, Zystadenom Adenokarzinom, Papilläres Adenokarzinom,

Villöses Adenokarzinom,

Zystadenokarzinom, Siegelringkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom

 

Das Plattenepithelkarzinom ist ein maligner Tumor, der von der Schleimhaut oder der Haut ausgeht, die aus Plattenepithel bestehen. Je nach Beschaffenheit wird unterschieden nach:

 

  • verhornendes Plattenepithelkarzinom: Das entsteht meist nach chronischer Entzündung, Schädigung der Haut durch Strahlung wie UV-Strahlung oder Röntgenstrahlung.
  • nicht verhornendes Plattenepithelkarzinom: Das ist häufig am After, Speiseröhre, Konjunktiven (Bindegewebsschicht am Auge), Zunge, Vagina oder Harnröhre lokalisiert.

Das Basaliom

 

Das Basaliom ist ein maligner, lokal infiltrierender und destruierend wachsender Hauttumor, der in der Regel nicht metastasiert. Es geht von den Haarfollikeln aus und kommt an unbehaarten Körperstellen nie vor. Zu 75 % der Tumore sind im Kopfbereich lokalisiert. Als Ursache wird besonders bei hellhäutigen Menschen UV-Strahlung gesehen.

 

Das Urotheliom

 

Das Urothel ist das Epithel der Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre). Es ist eine Sonderform des mehrschichtigen und mehrreihigen Epithels. Maligne Neoplasien werden zusammenfassend als Transitionalzellkarzinome bezeichnet. Das Urothelzellkarzinom ist ein vom Urothel ausgehendes bösartiges Geschwür. Verantwortlich sind chronische Entzündungen in diesem Bereich oder auch das Beta-Naphthalin, das als kanzerogenes Abbauprodukt des Anilins gilt.

 

Das Adenokarzinom

 

Adenokarzinome sind maligne Neoplasien, die von den Epithelien des Drüsengewebes ausgehen oder sich aus zylinderförmigen Epithelien ableiten. Sie werden in der Mikroskopie histologisch unterteilt in:

 

  • hoch differenzierte Karzinome
  • mittelhoch differenzierte Karzinome
  • Schleim bildende Adenokarzinome
  • undifferenzierte Karzinome

In der Makroskopie zeigen Adenokarzinome histologisch folgende Wachstumsmuster:

 

  • polypöse Adenokarzinome
  • ulzerierte (geschwürige) Adenokarzinome
  • Zystadenokarzinome
  • muzine Karzinome: Muzine sind Schleimstoffe aus heterogenen Polysacchariden. Sie befinden sich vorwiegend an der Oberfläche von Schleimhäuten des Gastrointestinaltrakts, der Lunge, der Atemwege, der Augen, des Mundes, der Nase, der Knorpel und der Haut.
  • szirrhöse Karzinome: Dieser Begriff wird vorwiegend für hart, schrumpfend oder derb in Verbindung mit der Beschaffenheit malignen Gewebes verwendet. Harte Karzinome haben größtenteils einen 50 % Anteil von Bindegewebe.

Klassische Beispiele für Adenokarzinome sind:

 

  • das Prostatakazinom
  • das Magenkarzinom
  • das Kolonkarzinom
  • das Gallengangskarzinom
  • das Speiseröhrenkarzinom
  • das Bauchspeicheldrüsenkarzinom
  • das Lungenkarzinom

Welche Ursachen gibt es?

 

Als Krebs auslösende Faktoren kommen vorwiegend in Betracht:

 

  • bestimmte Strahlungen wie radioaktive Strahlungen, UV-Strahlungen, Röntgenstrahlungen
  • mutagene Chemikalien wie Aflatoxine (Pilzgifte) und freie Radikale
  • Viren: AIDS-Viren, Epstein-Barr-Viren, Hepatitis B und C Viren
  • bestimmte Ernährungsgewohnheiten
  • psychische Ursachen als Kofaktoren

Ebenso können Replikationsfehler während einer Zellteilung mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 75 % für kanzerogene Mutationen verantwortlich sein. Es ist ebenso erwiesen, dass bestimmte Berufsgruppen von bestimmten Krebserkrankungen besonders betroffen sind. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Krebshäufigkeiten bei bestimmten Berufen auf.

 

Krebsart Beruf
Hodenkrebs Schornsteinfeger
Hautkrebs Braunkohlearbeiter, Straßenbauer, Seeleute, Röntgen-Personal
Lungenkrebs Bergleute, Berufe mit Chromat-Kontakt, Berufe mit Kontakt zu Asbest, Berufe mit Kontakt zu Haloether
Blasenkrebs Arbeiter mit Kontakt zu Fuchsin
Skrotal- und Hautkrebs Berufe mit Kontakt zu Schieferölen
Leukämie Berufe mit Kontakt zu Benzen
Nasen- und Lungenkrebs Berufe mit Kontakt zu Nickel
Pleuramesotheliom Berufe mit Kontakt zu Asbest
Leberangiosarkom Berufe mit Kontakt zu Vinylchlorid

Die Abstimmung der Zellen im Körper untereinander garantieren das Überleben des Körpers und die Reproduktion der Gene. Die Kommunikation der Zellen untereinander ist besonders bei Wachstums-, Differenzierungs- und Reparaturvorgängen wichtig.

Diese Kommunikation ist bei Krebszellen außer Kraft gesetzt. Krebszellen teilen sich, auch wenn es nicht nötig ist. Sie erkennen Bremssignale nicht, da der genetische Code für die Information verloren ist. Das Immunsystem wird von den Krebszellen attackiert, reagiert aber aufgrund der vorgetäuschten Zellähnlichkeit nicht stark genug auf die unnötigen Wachstumsprozesse von Krebszellen.

Der Tumor kann sich fast ungehindert ausbreiten, Gewebesgrenzen durchdringen und sogar eigene Blutgefäße bilden. Die gestreuten Metastasen wachsen oft schneller als der Primärherd. Die Krebsentstehung ist ein Mehrstufenprozess, der durch die zunehmende genetische Entartung im Verlauf noch an Geschwindigkeit zunimmt.

 

Symptome & Anzeichen

 

Die Symptomatik

Auch für die Symptomatik der Krebserkrankungen gilt der Begriff der B-Symptomatik. Das sind zunächst die nicht lokalisierten unspezifischen Krankheitserscheinungen, die auch typisch für andere Allgemeinerkrankungen sind. Diese Symptome begleiten sehr oft auch maligne Neoplasien. Dazu gehören

 

  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit
  • erhöhte Temperaturen
  • Nachtschweiß
  • Schwäche
  • Gewichtsverlust
  • Schmerzen
  • Schwitzen
  • Juckreiz

Diese Krankheitszeichen entstehen durch den erhöhten Energieverbrauch für einen rasch wachsenden Tumor. Die spezielle Symptomatik hängt allerdings vom Ort des Tumors und vom Zeitpunkt seiner Entdeckung ab. Häufig verweisen erste Blutverluste oder eine durch Blutungen verursachte Anämie auf die Möglichkeit einer Tumorerkrankung hin. Blutverluste sind zum Beispiel erkennbar durch

 

Zunehmende nicht verschwindende Funktionsbeeinträchtigungen besonders bei Hohlorganen weisen auf ein ernst zu nehmendes Problem hin. Sie können Verstopfungen (Kolonkarzinom), Husten (Bronchialkarzinom) oder Gelbsucht und Gallenkoliken (Gallengangskarzinom) Kennzeichen einer Krebserkrankung sein.

Magenkarzinome werden aufgrund der Größe des Hohlorgans oft zu spät erkannt. Knochenmetastasen verweisen oft auf die Existenz eines Primärtumors. Das ist besonders beim Prostatakarzinom der Fall, der Wirbelsäulenmetastasen bildet. Eine Hirnmetastasenbildung führt zu Ausfällen und Funktionsstörungen von Sinnesorganen oder zu einer Wesensveränderung der Person.

 

Die Multisymptomatik der fortgeschrittenen Krebserkrankung:

 

Die Multisymptomatik ist das gleichzeitige Auftreten völlig verschiedener mehrere Einzelsymptome, wie die nachfolgende Tabelle aufzeigt.

 

Symptom Häufigkeit (%)
Schmerzen 82
Müdigkeit 67
Schwäche 64
Anorexie 64
Gewichtsverlust 60
Energieverlust 59
Mundtrockenheit 55
Obstipation 51
Dyspnoe 51
Frühsättigung 50
Schlafstörung 47
Depression 40

Im weiteren Verlauf nehmen die zerebralen, pulmonalen, kardio-vaskularen und gastrointestinalen Symptome zu. Zu den zerebralen Symptomen gehören Angst, Unruhe oder depressive Verstimmung. Bei fortgeschrittenen Krebsleiden erhöht sich die Atem- und Herzfrequenz. Die Regulation des Kreislaufs ist gestört.

Die Fixierung der Herzfrequenz kann bei körperlicher Belastung zur Hypotonie mit vorübergehenden Ohnmachtsanfällen führen. Die Motorik des Magens und Darms wird nicht genug angeregt. Dadurch kann es zu Magenentleerungsstörungen mit Frühsättigung, durchfallartigen Beschwerden mit Reflux, Meteorismus oder Darmverstopfungen kommen.

 

Diagnose & Krankheitsverlauf

 

Die wohl häufigsten Tumore des epithelialen Gewebes sind:

 

  • Analkarzinom
  • Bronchialkarzinom
  • Endometriumkarzinom
  • Gallenblasenkarzinom
  • Leberkarzinom
  • Hodenkarzinom
  • kolorektales Karzinom
  • Kehlkopfkarzinom
  • Speiseröhrenkarzinom
  • Magenkarzinom
  • Mammakarzinom
  • Nierenkarzinom
  • Ovarialkarzinom
  • Bauchspeicheldrüsenkarzinom
  • Pharynxkarzinom
  • Prostatakarzinom
  • Schilddrüsenkarzinom
  • Zervixkarzinom

Jede der einzelnen Karzinomerkrankungen erfordern neben den allgemein üblichen auch speziell auf die Erkrankung ausgerichtete Diagnosemethoden. Diagnoseverfahren sind neben der körperlichen Untersuchung auch Laboruntersuchungen auf Tumormarker sowie die bildgebende Diagnostik in Form von Sonografie, CT, MRT oder Endoskopie. Die Untersuchung zwecks Diagnose kann einzelne Körperabschnitte, Organe oder auch eine Ganzkörperuntersuchung sein.

Die körperliche Untersuchung erfolgt durch:

 

  • I – Inspektion: Betrachtung des Patienten
  • P – Palpation: Abtasten
  • P – Perkussion: Abklopfen
  • A – Auskultation: Abhören von bestimmten Körperregionen
  • F – Funktionsuntersuchung: Testen der Körperfunktionen

Hinzu kommt das Testen auf Klopfschmerzhaftigkeit oder Geruchswahrnehmung, da einzelne Erkrankungen sich durch einen besonderen Geruch charakterisieren. Weiterhin wird der Allgemein- und Ernährungszustand begutachtet sowie Körpergröße, Gewicht, Alter, Blutdruck, Puls, Körpertemperatur und Atemfrequenz.

Die Untersuchungssystematik kann nach einzelnen Stationen oder Organsystemen gegliedert sein. In der Neurologie oder Orthopädie kommen Reflextests oder Messungen von Bewegungsfreiheit hinzu. Ergänzend können rektale oder ophthalmologische Untersuchungen durchgeführt werden. In der Labordiagnostik werden Körpermaterialien mittels chemischer, optischer oder immunologischer Verfahren diagnostiziert. Sie dienen ebenso der Verlaufs- und Therapiekontrolle der entsprechenden Erkrankung.

Untersuchungsmaterialien sind zum Beispiel:

 

  • Körperflüssigkeiten wie Blut, Serum, Liquor oder Sperma
  • Körperausscheidungen wie Urin, Stuhl oder Sputum

Tumormarker

werden als Reaktion des anderen Körpergewebes durch die Krebszellen selbst gebildet. Das sind Proteine, Hormone oder Antigene, die im Blut, Gewebe oder Urin nachgewiesen werden. Sie kennzeichnen eventuell das Vorhandensein, das Stadium und die Malignität (Bösartigkeit) des Tumors.

Sie dienen der Diagnosesicherung einer Tumorerkrankung, liefern Informationen für eine Prognose oder werden nach Operationen, Bestrahlungen oder einer Chemotherapie verwendet. Die nachfolgende Tabelle verschafft einen Überblick, welcher Tumormarker auf welchen Tumor verweisen kann.

 

Tumor zugehörige Marker
Blasenkarzinom Nukleäres-Matrix-Protein (NMP 22)
Bronchialkarzinom Neuronenspezifische Enolase (NSE), Antidiuretisches Hormon (ADH), Zytokeratin-19-Fragment (CYFRA 21-1)
Gallengangskarzinom Carbohydrate-Antigen 19-9 (CA19-9)
Hodenkrebs Alpha-1-Fetoprotein (AFP), Plazentare alkalische Phosphatase (PLAP), Beta-HCG
Kolonkarzinom Carcinoembryonales Antigen (CEA)
Mammakarzinom Cancer-Antigen 15-3 (CA15-3), Cancer-Antigen 27.29 (CA27.29), Mukin-like Carcinoma Associated Antigen (MCA), HER2/neu
medulläres Schilddrüsenkarzinom Calcitonin
Ovarialkarzinom Cancer-Antigen 125 (CA125), CA15-3, MCA
Pankreaskarzinom Carbohydrate-Antigen 19-9 (CA19-9)
Prostatakarzinom Prostataspezifisches Antigen (PSA), Myopodin
Schilddrüsenkarzinom Humanes Thyreoglobulin (TG, HTG)
Zervixkarzinom Squamous Cell Carcinoma Antigen (SCC)

Die Ergebnisse können bei unterschiedlichen Laboren trotz allem verschieden sein. Problematisch ist das dann, wenn der Tumormarker zur Verlaufskontrolle eingesetzt wird.

 

Bildgebende Diagnostiken werden als apparative Verfahren mit visueller Darstellung des Befundes verwendet. Sie sind zur Darstellung pathologischer Gewebsveränderungen unverzichtbar. Beispiele hierfür sind:

 

  • Sonografie (Ultraschall)
  • Röntgen
  • Angiografie
  • Computertomografie (CT)
  • Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Positronenemissionstomografie (PET)
  • Spektrografie
  • Szintigrafie
  • Thermografie
  • Rasterelektronenmikroskopie

Die endgültige genaue Diagnose eines Karzinoms erfolgt größtenteils klinisch und wird durch eine Biopsie gesichert. Dabei wird eine Gewebeprobe entnommen und histologisch und laborchemisch untersucht. Dabei handelt es sich um kleine Gewebeproben, wobei die Aussagekraft vom Erfassen des erkrankten Gewebebereiches abhängt.

Vor dem Einführen der Biopsienadel wird die Haut desinfiziert. Eventuell wird auch eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) notwendig sein. Mitunter erfolgt die Biopsie unter Hinzunahme bildgebender Verfahren. In der Histopathologie wird das Gewebe unter Mikroskop gezielt unter Verwendung biochemischer und molekularbiologischer Methoden auf pathologische Veränderungen untersucht.

 

Im Durchschnitt sind ungefähr 50 % der Krebserkrankungen unheilbar. Der Krankheitsverlauf einer Krebserkrankung wird in 5 charakteristische Krankheitsphasen unterteilt.

 

  1. die Initialphase: Leichte uncharakteristische Erscheinungen treten auf, die bei konkretem Verdacht nur durch eine gezielte Diagnostik abgesichert werden können. Die Konfrontation mit dem Krankheitsbefund führt zunächst zu emotionalen Spannungen, Angst und Verunsicherung.
  2. die Antitumorphase: Der vom Arzt vorgeschlagen Therapieplan auf das Ziel hin, den Krebs zu beseitigen, wirkt beruhigend. Es wird unter günstigen Umständen Heilung in Aussicht gestellt. Die mit der Behandlung verbundenen Belastungen und Nebenwirkungen nimmt der Patient mit der Aussicht auf Heilung in Kauf.
  3. die Therapieresistenzphase: Anfangs bildete sich der Tumor zurück, aber die Therapieerfolge schwinden und der Tumor wächst nach. Diese Situation ist kritisch und bringt den Patient erneut in ein schweres psychisches Dilemma. Der Krebs ist für den speziellen Fall nicht heilbar.
  4. die Phase der Palliative Care: Da eine Heilung offensichtlich nicht erfolgt, verlegt sich die Behandlung mehr auf die Verbesserung der Lebensqualität bis zum Lebensende. Diese Phase lindert die somatischen Beschwerden und gibt Hilfestellungen für die Bewältigung des sozialen, spirituellen, religiösen und psychischen Leidens auch für die betroffenen Angehörigen.
  5. die Terminalphase: In den letzten Wochen vor dem Tod nehmen die Beschwerden, Komplikationen und die primären Symptome sowie die körperliche Schwäche zu. Der Kranke wird bettlägerig und ist auf Hilfe angewiesen. Im Gegensatz zur körperlichen Kraft sind die geistigen Fähigkeiten oft bis zum Schluss gut erhalten.

Die Multisymptomatik fortgeschrittener Krebsleiden in den letzten Lebenswochen ist durch rasche Verschlechterung der Symptome gekennzeichnet. Die Tumorschmerzen, Müdigkeit, Schwäche und der Gewichtsverlust nehmen zu. Hinzu kommen eventuell gastrointestinale Beschwerden und Schlafstörungen. Typisch für die Endphase ist das gleichzeitige Auftreten verschiedener Einzelsymptome zerebraler, pulmonaler und kardiovaskulärer sowie gastrointestinaler Ausbildung.

 

Häufigkeit & Diagnosedaten

 

Die Zahl der Krebsneuerkrankungen laut WHO aus dem Jahre 2012 weltweit ergibt folgende Einteilungen:

 

Krebsarten Neuerkrankungen
Lunge
  1. 701
Brust
  1. 633
Dickdarm
  1. 602
Prostata
  1. 689
Magen
  1. 594
Leber
  1. 451
Gebärmutterhals
  1. 624
Speiseröhre
  1. 784
Blase
  1. 793
Sonstige
  1. 278

Die Mortalität (Sterblichkeitsrate) bezogen auf die entsprechenden Krebsarten weltweit ergeben für 2012 insgesamt 8,2 Mio.Todesfälle.

 

Krebsarten Todesfälle in Mio.
Lunge 1,59
Leber 0,75
Magen 0,72
Darm 0,69
Brust 0,52
Speiseröhre 0,40
Bauchspeicheldrüse 0,33
Prostata 0,31
Gebärmutterhals 0,27
sonstige 2,62

Frauen und Männer

sind bezüglich der Organanfälligkeit gegenüber allen Krebserkrankungen unterschiedlich betroffen. Eine Gegenüberstellung zeigt die Unterschiede in der folgenden Tabelle aus dem Jahre 2012 von Deutschland deutlich auf.

 

Männer Frauen
Krebsarten Anteile in % Krebsarten Anteile
Prostata 25,3 Brustdrüse 30,8
Lunge 13,7 Darm 12,6
Darm 13,4 Lunge 8,0
Harnblase 4,5 Gebärmutterkörper 4,8
Malignes melanom der Haut 4,1 Malignes Melanom der Haut 4,6
Niere 3,8 Bauchspeicheldrüse 3,8
Mundhöhle und Rachen 3,7 Non-Hodgkin-Lymphome 3,3
Magen 3,6 Eierstöcke 3,3
Non-Hodgkin-Lymphome 3,4 Magen 2,9
Bauchspeicheldrüse 3,3 Niere 2,4
Leukämien 2,8 Leukämien 2,4
Leber 2,4 Gebärmutterhals 2,1
Speiseröhre 2,0 Schilddrüse 1,9
Hoden 1,6 Harnblase 1,8
zentrales Nervensystem 1,6 Mundhöhle und Rachen 1,6
Multiples Myelom zentrales Nervensystem 1,4
Kehlkopf Vulva

Allgemeine Trends sind:

 

Der Prostatakrebs hat zugenommen und ist bei Männern die häufigste Krebserkrankung. Dem gegenüber hat sich die Anzahl der an Magenkrebs erkrankten Personen um die Hälfte reduziert. Die Lungenkrebsdaten sind bei Männern rückläufig, bei Frauen steigen diese Werte an. Die maligne Hauterkrankung hat sich in den letzten 30 Jahren versechsfacht. Bei Hodenkrebs hat sich die Überlebensrate in den letzten 20 Jahren wesentlich verbessert.

Unverändert bleibt jedoch die Zahl der Krebserkrankung bei Kindern. Krebs ist eine Alterskrankheit. Es gibt immer mehr alte Menschen, die an Krebs erkranken. Ungefähr 75 % der Männer und 71 % der Frauen, die an dieser Krankheit leiden, sind über 60 Jahre alt. Die Krebserkrankung des Alters ist laut wissenschaftlicher Studien auf eine defekte Fehlerkorrektur der Erbsubstanz zurückzuführen. Es wird für 2020 prognostiziert, dass weltweit gegenüber 2000 die Neuerkrankungsrate um 50 % steigen wird.

 

Komplikationen bei der Krankheit

 

Die Komplikationen bei Krebserkrankung hängen in erster Linie von der Lokalisation des Tumors ab. Aber auch schnell wachsende Metastasen können zu schweren Komplikationen führen.

Im Allgemeinen führen Tumorerkrankungen zu folgenden Krankheitseffekten im Organismus:

 

  • Druckatrophie zum umgebenden Gewebe
  • Obstruktion von Lumina wie Bronchusverschluss, Speiseröhrenverschluss, Ikterus, Ileus
  • Gewebezerstörung, Ulkusbildung
  • Arrosionsbildung
  • Sekundärinfektionen
  • gesteigerte Syntheseaktivität
  • Tumorkachexie (Auszehrung und Abmagerung des Körpers)
  • Paraneoplastische Syndrome wie ektopische Hormonproduktion, Myasthenie, hypertrophe Osteoarthropathie, Thrombophlebitis u. a.
  • Ödeme durch Einengung von Venen oder Lymphgefäßen, die zu Verschlüssen führen können.

Welchen Komplikationen können nun bei den einzelnen Karzinomerkrankungen s. o. auftreten können?

 

  • Analkarzinom: metastasierende Krebserkrankung, Verstopfung, gastrointestinale Hämorrhagie, Tod
  • Bronchialkarzinom: Lungenblutungen, erhöhte Anfälligkeit für Lungenentzündung, Metastasenbildung in Leber, Knochen, Gehirn, Tod
  • Endometriumkarzinom: Metastasierung in Vagina, Ovarien, Lunge, Leber, Knochen
  • Gallenblasenkarzinom: Ikterus, Anorexie, abdominale Geschwulst, obstruktiver Ikterus
  • Leberkarzinom: Ikterus, Leberversagen, innere Blutung, Schock, Metastasenbildung, Lungenkrebs, Knochenkrebs, Ödeme, Polyzythämie, Aszites, Steatorrhö, Tod
  • Hodenkarzinom: Serom, Ileus, Wundheilungsstörung, Platzbauch, Nierenvenenthrombose, Metastasierung, Tod
  • Kolorektales Karzinom: Ileus, Perforation, Bauchfellentzündung, Fisteln, Einbruch in Nachbarorgane, Leberversagen, Lebermetastasen, Tod
  • Kehlkopfkarzinom: Halitose, Ohrenweh, Kehlkopfentzündung, Kehlkopfsymptomatik, Atemnot, Metastasierung, Tod
  • Speiseröhrenkarzinom: Verengung der Speiseröhre, Schluckbeschwerden, Lungenentzündungen, Infiltration der Luftröhre, chronische Blutungen, Blutarmut, Erbrechen von Blut, Metastasierung, Tod
  • Magenkarzinom: Metastasenbildung in Leber, Lunge, Knochen, Gehirn, Eierstöcke, allgemeine Metastasierung, Tod
  • Mammakarzinom: Metastasen in Knochen, Leber und Lunge, Bluthusten, neurologische Symptome bei Hirnmetastasen, Tod
  • Nierenkarzinom: Metastasen in Lymphknoten, Lunge und Knochen, lebensbedrohliche Komplikationen durch Gerinnsel in Blutgefäßen, Lungenentzündung, Tod
  • Ovarialkarzinom: Metastasierung im Bauchraum, Aszites, Metastasen in Knochen, Leber, Lunge, Lymphknoten, erschwertes Wasserlassen, Obstipation, Einengung des Kolon und damit akuter Abdomen mit Ileus, Tod
  • Bauchspeicheldrüsenkarzinom: Störung des Gallenblasenabflusses, Blockade des Darms, schwere Verdauungsstörungen mit Diabetes mellitus, Unterzuckerung, Überzuckerung des Blutes, Magen-/Darmgeschwüre können durchbrechen und den Darm blockieren, Metastasierung, Tod
  • Pharynxkarzinom: schwerwiegende Sprechstörungen, Atemstörungen, Störungen beim Kauen und Schlucken, Metastasen, Tod
  • Prostatakarzinom: Vergrößerung engt die Harnblase und Harnröhre ein, Harninkontinenz, Schmerzen, Hämaturie, Harnverhalten, chronisches Beckensyndrom, Prostatitis, Hodenentzündung, Inkontinenz, Impotenz, Nekroseabgang, Blasenauslassenge, rektourethrale Fistel, Metastasierung in Lymphknoten und Knochen, Tod
  • Schilddrüsenkarzinom: Metastasierung regionärer Lymphknoten und der Lunge, Invasion der Gefäß-/Nervenstraßen des Halses, Invasion der Trachea mit Atemnot, Tod
  • Zervixkarzinom: Karzinomblutung, Harnleiterkompression mit Nierenstau, postoperative Lymphzysten, Lymphödem, Strahlendermatitis, Strahlenzystitis, Strahlenproktitis, Strahlenkolitis, Metastasierung, Tod

 

Wann sollte man zum Arzt gehen?

 

Achtung und Vorsicht sollte man gegenüber den geringsten körperlichen Veränderungen walten lassen. So verweist die amerikanische Krebsgesellschaft auf folgende Warnzeichen, auf die man unbedingt achten sollte.

 

  • Veränderungen der Darm- und Blasenfunktion: veränderte Farbe oder Konsistenz, abwechselnd Verstopfung und Durchfall, Blut im Stuhl oder Urin
  • nicht heilende Wunden
  • ungewöhnliche Blutungen oder Ausfluss: genitale Blutungen nach den Wechseljahren, Magenbluten, Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze, Blut im Urin oder Stuhl
  • Knoten in der Brust, Hoden oder unter der Haut
  • Schluckbeschwerden
  • Hautveränderungen an Muttermalen, Warzen oder Schleimhaut
  • länger dauernder Husten und Heiserkeit, blutiger Auswurf
  • unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Schmerzen, zum Beispiel Rückenschmerzen als Signal für Darmkrebs oder Gebärmutterkrebs
  • Juckreiz, tritt bei Leberkrebs auf
  • Vorsorge bei familiärer Disposition

Auf drei generelle Alarmsignale oder Frühzeichen sollte jeder achten. Dazu gehören Veränderungen, die erstens auf ein unkontrollierbares Wachstum schließen lassen, zweitens alle Formen untypischer Blutungen und drittens jede Veränderung von Körperfunktionen anzeigen. Angemerkt sei hier, dass Symptome wie chronische Müdigkeit, Schmerzen oder Gewichtsverlust laut Krebsmediziner erst im fortgeschrittenen Stadium der Krebserkrankung auftreten.

 

Behandlungsmethoden & Therapie

 

Welche Behandlungsformen der Schulmedizin kommen bei Krebs zur Anwendung?

 

  • Operation: Entfernung des Tumors und der benachbarten Lymphknoten
  • Bestrahlung: mit radioaktiven Strahlen (radioaktives Jod), mit Röntgen-Strahlen, mit Mikrowellen durch Aufheizung des betroffenen Gewebes
  • Medikamentenbehandlung: Zytostase (Chemotherapie), Hormontherapie (Testosteronentzug beim Prostatakarzinom), Hemmung des Blutgefäßwachstums (Krebsgewebe lockt Blutgefäße an),
  • Immuntherapie (Steigerung der Immunantwort auf die Tumorzellen)
  • Palliative und unterstützende Behandlung: Schmerzbehandlung, ausreichende Ernährung, Hemmung des Knochenabbaus, Steigerung der Blutbildung im Knochenmark
  • alternative Behandlungsmethoden

Die durchschnittliche Heilungsrate liegt derzeit bei 30 – 40 %.

 

Die 3 klassischen Eckpfeiler der Krebstherapie sind neben der OP die Chemotherapie und die Radiotherapie.

 

Operation

 

Bei der operativen Entfernung (Exzision) wird das erkrankte Gewebe vollständig oder zu Diagnosezwecken als Probeexzision entnommen. Zusätzlich werden die lokalen Lymphknoten entfernt und untersucht. Im Frühstadium von Krebserkrankungen ergibt sich eine hohe Heilungswahrscheinlichkeit.

 

Radiotherapie

 

Es erfolgt die Anwendung von kurzwelligen elektromagnetischen Wellen oder Teilchen bei malignen Erkrankungen. Diese Therapie wird bei den soliden (feste Konsistenz) Tumoren wie Mammakarzinom, Prostatakarzinom, Pharynxkarzinom, Bronchialkarzinom, Zervixkarzinom, Vaginalkarzinom. Ösophaguskarzinom und Magenkarzinom verwendet. Ebenso werden nicht-solide Tumore wie Morbus Hodgkin, Leukämie und das Plasmazytom damit behandelt.

Je nach Behandlungsform werden Strahlen unterschiedlicher Wellenlängen mit der Konsequenz für Zellwachstum, Gewebeschädigung, Durchblutung oder Immunreaktion therapeutisch oder palliativ eingesetzt. Man unterscheidet 5 Bestrahlungsformen.

 

Teletherapie (perkutane Bestrahlung):

 

Tumor und Strahlenquelle stehen nicht im direkten Kontakt, sondern die Bestrahlung erfolgt durch die Haut. Einstrahlwinkel und Eindringtiefe müssen zwecks Erhaltung des gesunden Gewebes optimiert sein. Man unterteilt in:

 

  • Tiefentherapie mit ultraharter Photonenstrahlung (Gammastrahlung) oder Teilchenstrahlung (Protonenstrahlung)
  • Oberflächenstrahlung zur Behandlung der Haut, Augen oder anderer Körperoberflächen, hierunter werden auch die Röntgenstrahlung und die Elektronenstrahlung eingeordnet.

Brachytherapie (Kontaktstrahlung):

 

Die Strahlenquelle liegt direkt im oder am Tumor. Dadurch wird vermieden, dass umliegendes Gewebe betroffen ist. Man unterscheidet

 

  • Kontakt-Therapie: Oberflächentherapie
  • intrakavitäre, intraluminale Bestrahlung: Einlegen der Strahlungsquelle in Hohlräume
  • interstitielle Bestrahlung: Das Gewebe wird mit radioaktiven Implantaten versehen.

Metabolische Strahlenquelle:

 

Bei dieser Methode werden intravenös spezielle Radionuklide eingebracht, die sich im Tumorgewebe konzentrieren. Bei Knochenmetastasen, die sehr schmerzhaft sind, verwendet man zum Beispiel Strontium-89.

 

Intraoperative Strahlentherapie:

 

Die intraoperative Radiotherapie wird dazu eingesetzt, das Tumorbett nach einer Resektion und die Resektionsgrenzen direkt zu bestrahlen.

 

Ergänzende Maßnahmen:

 

Zusätzlich kann man mit einer Mikrowellenstrahlung zur Steigerung des Therapieeffektes als künstliche Hyperthermie das Gewebe erhitzen. Des Weiteren können Schilddrüsentumore mit einer Betastrahlung (131-Jod) effektiv behandelt werden.

 

Chemotherapie

 

Bei der Chemotherapie wird der Patient mit Zytostatika (toxisch chemische Substanz) behandelt. Ein Zytostatikum stört, verhindert und verzögert den Zellzyklus. Dadurch können sich Tumorzellen nicht mehr teilen. Die Chemotherapie klassifiziert sich in

 

Therapeutischer Zielsetzung:

 

  • kurative Chemotherapie
  • adjuvante (nach einer OP nachfolgende) Chemotherapie
  • neoadjuvante Chemotherapie
  • palliative Chemotherapie

Therapiephase:

 

  • Induktionstherapie
  • Konsolidierungstherapie
  • Erhaltungstherapie

Applikationsform:

 

  • systemische Chemotherapie
  • regionäre Chemotherapie
  • hypertherme intraperitoneale Chemotherapie

Anzahl der eingesetzten Wirkstoffe:

 

  • Monochemotherapie
  • Polychemotherapie

Die Chemotherapeutika sind oft Wirkstoffkombinationen, um Synergieeffekte zu erzielen oder Nebenwirkungen zu reduzieren. Man entwickelt hierzu ein kontrolliertes Therapieschema. Als Beispiele für Tumorerkrankungen sind folgende Schemata:

 

  • ABVD – z. B. hämatologisch
  • CAPIRI – z. B. bei kolorektalem Karzinom
  • CAPOX – z. B. bei kolorektalem Karzinom
  • CHOP – z. B. bei malignen Lymphomen, Morbus Waldenström
  • CMF
  • FEC
  • FLP
  • FOLFOX
  • FOLFIRI – z. B. bei kolorektalem Karzinom
  • IROX
  • PEI
  • PEB

Zur Erklärung wird an dieser Stelle das erste Schema ABVD beispielgebend für die anderen aufgezeigt. Es handelt sich um eine Polychemotherapie. Das Schema wird häufig bei Erkrankungen im hämatologischen Bereich als Therapie zum Beispiel beim Hodgkin-Lymphom eingesetzt.

 

Zytostatikum Dosierung Applikation Zyklus
Adriamycin (Doxorubicin) 25 mg/m² intravenös Tag 1 + 15
Bleomycin 10 mg/m² intravenös Tag 1 + 15
Vinblastin 6 mg/m² intravenös Tag 1 + 15
Dacarbacin 375 mg/m² intravenös Tag 1 + 15

Immuntherapie

 

Mit der Immuntherapie soll die Aktivität des Immunsystems beeinflusst werden. Hintergründe sind das Fehlen spezifischer Antigene, Hemmfaktoren durch Tumoren oder Überlastung. Als Beispiele sind aufzuführen:

 

Die Stimulation des Immunsystems mit:

 

  • aktiver Immunisierung wie Impfungen
  • Interferon-alpha (Protein) bei chronischer Leukämie, Kaposi-Sarkom , malignes Melanom oder Larynxpapillomatose
  • Interleukin-2 (133 Aminsäuren) bei Nierenzellkarzinomen

Die Substitution mit:

 

  • passiver Immunisierung durch die Gabe von Immunglobulinen
  • monoklonaler Antikörper hemmt die Eiweißstoffe, die für Tumorwachstum wichtig sind

Die Modulation:

 

Der Körper wird mit dieser Therapie auf Allergene modifiziert.

 

Die Supression:

 

Diese Therapie wird bei Organtransplantationen verwendet, um Abstoßungsreaktionen zu verhindern.

 

Hormontherapie

 

Es wird zwischen additiver und ablativer Form unterschieden. Bei der additiven Form werden die fehlenden Hormone hinzugefügt. Bei der ablativen Form wird die Hormonproduktion gedrosselt. Damit soll ein hormonabhängiges Tumorwachstum gehemmt werden. Anwendungsgebiete sind die Hypothyreose, Hyperthyreose, Transsexualität, Verhütung, Menstruationsbeschwerden, Klimakterium, Mammakarzinom, Prostatakarzinom, Ovarialkarzinom und Uteruskarzinom.

 

Antikörpertherapie

 

Die Antikörpertherapie überlistet die Krebszellen. Antikörper richten sich gegen bestimmte Proteine mit dem Namen CTLA-4 und PD-1, die sich auf der Oberfläche von T-Zellen befinden. Der Antikörper verhindert, dass sich die neugebildeten Krebsliganden mit diesen Proteinen verbinden und somit bleiben die angreifenden T-Zellen des Immunsystems aktiv und können die Krebszellen bekämpfen.

 

Gentherapie

 

Bei dieser Therapie handelt es sich um das Einfügen von Genen in Zellen oder Gewebe, um Gendefekte oder Erbkrankheiten zu behandeln. Somit können Krebs und Tumore genetisch beeinflusst werden. Es handelt sich noch um eine relativ neue Methode, woran noch geforscht wird. Für den gezielten Transfer werden verschiedene Vektoren eingesetzt.

 

  • die chemische Transfektion von genetischem Material mit zum Beispiel Kalziumphosphat als elektrisch geladene Verbindung
  • die physikalische Transfektion mittels Mikroinjektion
  • die physikalische Transfektion mittels Elektrooperation
  • die physikalische Transfektion mit Particle gun, wo kleine Goldkügelchen in die Zelle geschossen werden
  • die Transfektion mittels Erythrozyten-Ghosts, also rote Blutkörperchen mit genetischem Material
  • die Transduktion mittels eines Virus, der das therapeutische Gen in die Zelle transportiert.

Angiogenese-Hemmer

 

Als Therapieform wird hier das Aushungern des Tumors verstanden. Da der Tumor ab einer gewissen Größe eigene Blutgefäße benötigt, soll diese Bildung durch Reizhemmung verhindert werden. Der Angiogenese-Hemmer fängt somit die Wachstumsfaktoren ab, sodass die Blutgefäße keine Informationen mehr bekommen. Das stoppt die Bildung neuer Blutgefäße, die den Tumor versorgen sollen. Das hat zur Folge für die Tumorzelle:

 

  • Die Zellteilung hört auf, der Tumor wächst nicht weiter.
  • Die Tumorzelle kann sich nicht mehr erholen.
  • Die Tumorzelle ist in der Beweglichkeit eingeschränkt und kann nicht mehr in Nachbargewebe eindringen.
  • Der programmierte Zelltod wird dadurch gefördert und die Tumorzelle stirbt ab.

Angiogenese-Hemmer sind zum Beispiel seit 2007 für die Behandlung des fortgeschrittenen Lungenkrebses zugelassen.

 

Vorbeugung – Impfung & Prävention

 

Die Früherkennung ist bei der Behandlung von Krebs eine wichtige Indikation. Nach den Krebsfrüherkennungs-Richtlinien können gesetzlich Versicherte auf Krebsvorsorgemaßnahmen zurückgreifen. Der Leistungsumfang betrifft

 

für Männer:

 

  • ab dem 45. Lebensjahr: digitale Untersuchung der Prostata, Inspektion und Palpation des Genitals, digitale Untersuchung des Rektums, Palpation regionärer Lymphknoten, Untersuchung der Haut
  • ab dem 50. Lebensjahr: Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl
  • ab dem 55. Lebensjahr: Koloskopie (Darmspiegelung) einmalig

für Frauen:

 

  • ab dem 20. Lebensjahr: gynäkologische Untersuchung, Zervixabstrich des Gebärmutterhalses
  • ab dem 30. Lebensjahr: Palpation der Brustdrüse, Palpation der Achselhöhlen auf Lymphknoten, Untersuchung der Haut
  • ab dem 50. Lebensjahr: Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl, Mammografie
  • ab dem 55. Lebensjahr: digitale Untersuchung des Rektums, Koloskopie einmalig

Verschiedene Untersuchungen werden zumindest bei Verdacht oder bei Bestand von Erkrankungen in kürzeren Abständen wiederholt. Bei gewissen familiären Dispositionen ist eine Inanspruchnahme dieser Vorsorgeuntersuchungen dringend anzuraten. Aber auch zur allgemeinen Krebsvorsorge sind diese Untersuchungen zu empfehlen.

 

Früherkennungsuntersuchungen verbessern die Heilungsaussichten. Besteht ein Verdacht auf eine Krebserkrankung, gibt es erbliche Veranlagungen, an einem Krebs zu erkranken, kann eine solche Untersuchung Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben.

Neben den bereits erwähnten Vorsorgeuntersuchungen sind folgende Untersuchungen präventiv möglich:

 

  • körperliche Untersuchung
  • Laboruntersuchungen
  • Tumormarker
  • Bildgebende Diagnostik mit Sonografie, CT, MRT, Endoskopie

Wie kann der Einzelne durch eine gesunde Lebensweise eine Krebserkrankung vorbeugen?

 

Die Hauptursache für Lungenkrebs ist das Rauchen. Das Rauchen belastet und schädigt nicht nur den Raucher selbst, sondern auch andere in der unmittelbaren Umgebung. Ebenso sollte der Alkoholkonsum verringert werden. Eine Überernährung oder falsche Ernährung sollte durch den täglichen Verzehr von frischem Obst und Gemüse sowie ballastreichen Produkten ersetzt werden.

Durch regelmäßige körperliche Bewegung und der Vermeidung von fettreicher Nahrungsmittel wird der Risikofaktor Übergewicht erheblich reduziert. Ein Zuviel an UV-Strahlung ist ein Schädigungsfaktor für die Haut, der nicht selten einen Hautkrebs hervorruft.

Die Vorschriften bei Kontakten mit krebserregenden Stoffen sind genauestens einzuhalten. Entsprechende Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften über solche Substanzen geben genaue Auskunft darüber. Radioaktive Belastungen sollten vermieden werden, wenn sie nicht therapeutisch angeordnet sind.

 

Ergänzend sei hier aufgeführt, dass es bereits prophylaktisch für eine Art Krebserkrankung eine Impfung gibt. Das betrifft den Gebärmutterhalskrebs. Diese Vorsorgeimpfung wird an jungen Frauen und Mädchen durchgeführt.

 

Prognose zur Heilung

 

Die 5-Jahres-Überlebensrate gilt als Prognose-Wert für die Überlebenschance bei einer Krebserkrankung. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein beschwerdefreier Patient als geheilt eingestuft wird, ist nach 5 Jahren groß. Allerdings ist die Aussagekraft begrenzt.

Bei 75 % Erkrankungen kann nach mehr als 5 Jahren nicht mit Genauigkeit festgestellt werden, wer nach dieser Erkrankung in 6 oder 15 Jahren noch lebt. Es kann auch nicht angegeben werden, wie viele Patienten später doch noch an der Erkrankung sterben.

Der Anstieg der 5-Jahres-Überlebensrate steht in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Mortalität. Erst mit dem Tag der Diagnose beginnt der Überlebenszeitraum. Ein weiteres Kriterium ist die 10-Jahres-Überlebensrate. Sie ist von der Art des Tumors und vom Stadium der Frühentdeckung der Krebserkrankung abhängig. Tumore mit Metastasenbildung haben eine deutlich geringere 10-Jahres-Überlebensrate.

 

Eine genaue Heilungsprognose ist in den seltensten Fällen möglich. Es hängt auch von der jeweiligen Bösartigkeit der Krebserkrankung ab. Einige Möglichkeiten, das Fortschreiten der Erkrankung objektiv zu erfassen, liegen in der Erfassung des jeweiligen Erkrankungsstadiums. Man kann hierzu folgende Unterteilungen treffen, woraus sich allerdings keine konkreten und sicheren Aussagen ableiten lassen

 

  • Restitutio ad integrum: Die Krebserkrankung wird als geheilt betrachtet – Genesung.
  • komplette Remission: Es wurden in 2 Untersuchungsterminen, die mindestens 4 Wochen auseinanderliegen, keine Tumorzeichen nachgewiesen
  • partielle Remission: Die Tumorzeichen gingen um 50 % zurück an 2 Untersuchungsterminen, die 4 Wochen auseinanderliegen.
  • stationäres Tumorverhalten: Rückgang aller Tumorzeichen um bis zu 50 % oder Zunahme von Tumorzeichen bis zu 25 %
  • Progression: Zunahme eines oder mehrerer Tumorzeichen um mehr als 25 % bzw. Auftreten neuer Tumorzeichen

Das Grading (Differenzierungsgrad von Tumorgewebe) und die TNM-Klassifikation liefern für Therapie und Prognose von Tumoren wichtige Informationen.

 

Die Bösartigkeit von Karzinomen

 

Unter Malignität (Bösartigkeit) bezeichnet man die Eigenschaft, einen Organismus innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu zerstören. Der Begriff wird für das Wachstums- und Zellspezialisierungsverhalten (Differenzierung) von Neoplasien verwendet. Er charakterisiert das Verhalten von Neoplasien.

Unbehandelte maligne Erkrankungen führen zum Tod des Organismus. Während gesundes Gewebe aus organtypischen reifen, differenzierten Zellen besteht, sind Zellen von bösartigen Geschwülsten entdifferenziert. Völlig entdifferenzierte Zellen können einem Ursprungsorgan nicht mehr zugeordnet werden. Tumorzellen besitzen eine hohe Zellteilungsrate (Mitoserate). Sie entziehen sich der Wachstumskontrolle, sind unbegrenzt teilungsfähig und wachsen unkontrolliert.

Das Wachstumsverhalten unterteilt sich in:

 

  • chaotisches Wachstum
  • verdrängendes Wachstum: raumfordernd, produzieren ein Plus an Gewebemassen, verdrängen benachbarte Organe
  • invasives Wachstum: Wächst in gesundes Gewebe hinein und zerstört es.

Kennzeichnend für die Bösartigkeit ist die Metastasierung, das Bilden von Tochtergeschwülsten an entfernten Stellen des Körpers.

 

Der bösartige Tumor kann aufgrund der histopathologischen Differenzierung in 4 Grade eingeteilt werden. Die Einstufung erfolgt durch die Eigenschaften der Zellstrukturveränderungen, der Kernpolymorphie und der Mitoserate.

 

  • G1: niedriger Malignitätsgrad: Tumorzellen sind noch gut differenziert und können dem Ursprungsgewebe zugeordnet werden.
  • G2: mittlerer Malignitätsgrad: Tumorzellen sind mäßig differenziert.
  • G3: hoher Malignitätsgrad: Tumorzellen sind wenig differenziert. Sie unterscheiden sich stark vom Ursprungsgewebe.
  • G4: sehr hoher Malignitätsgrad: Tumorzellen sind entdifferenziert und können dem Ursprungsgewebe nicht mehr zugeordnet werden.

Alternative Behandlungsmethoden

 

Folgende Verfahren werden von Experten der alternativen Medizin zugeordnet. Verallgemeinert werden hierzu aufgelistet:

 

  • Möglichkeiten, dass Immunsystem zu stärken
  • Mittel zur Nahrungsmittelergänzung wie Vitamine, Spurenelemente, Konzentrate oder Extrakte
  • Möglichkeiten zur Normalisierung des körperlichen Gleichgewichts durch Eingriff in den Stoffwechsel, Ernährungsumstellungen oder Diäten
  • Homöopathie, Anthroposophie, Phytotherapie
  • traditionelle Verfahren anderer Länder wie die Traditionelle Chinesische Medizin
  • Beeinflussung der seelischen und psychischen Ursachen

Eine Gegenüberstellung der Schulmedizin zur Alternativen Behandlung zeigt die Unterschiede der Behandlungsformen deutlich auf.

 

Schulmedizin Alternative Krebstherapie
Vergiftung des Körpers keine Vergiftung des Körpers
Zerstörung des Immunsystems Aufbau bzw. Stärkung des Immunsystems
Erzeugung von neuen Krebszellen (durch Chemotherapie und Bestrahlung) Es werden keine neuen Krebszellen erzeugt
Fokus auf Symptombekämpfung und -zerstörung stärkerer Fokus auf Ursache
sehr hohe Kosten geringere Kosten
sehr starke Nebenwirkungen kaum Nebenwirkungen
basiert auf Zellentartungstheorie basiert auf vermutlich anderen wissenschaftlichen Krebstheorien
wird von der Krankenkasse bezahlt wird i. d. R. nicht von der Krankenkasse bezahlt

Das alternative 3E-Programm basiert auf Erkenntnissen von Patienten, die mit Hilfe dieser Methoden den Krebs besiegt haben. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf

 

  1. Ernährung – Energiezufuhr mit der Öl-Eiweiß-Kost
  2. Entgiftung
  3. Energiearbeit

Nach Ansicht von verschiedenen Wissenschaftlern fördert die Chemotherapie den Krebs, statt ihn zu bekämpfen. Krebstherapien können laut ihrer Forschung Metastasen fördern. Laut Studien profitierten nur etwa 2 % der Krebspatienten von einer Chemotherapie in Bezug auf eine 5 Jahre Überlebenszeit. In der 3E Theorie werden belastende Emotionen gestoppt und Energie gebende Emotionen bewusst gefördert. Es geht vor allem um den Ausbau der eigenen Selbstheilungskräfte und ihrer Entgiftungsinstrumente.

Die wichtigsten Eckpfeiler sind:

 

  • Auszeit nehmen an einem positiven und heilenden Ort
  • Aufbau von Lebensenergie, Lebensqualität, Vertrauen
  • Auflösen von belastenden traumatischen Erlebnissen
  • Öl-Eiweiß-Kost
  • Entgiftungsmaßnahmen
  • Stabilisierung des Immunsystems mit Vitalstoffen
  • Zellspannungsaufbau
  • Stressreduzierung
  • Infusionen zum Energieaufbau
  • Darmreinigung
  • mentale Techniken zur Förderung der Selbstheilung
  • Bewegung, Yoga
  • Mediation, spirituelle Arbeit

Wichtig ist es in der alternativen Medizin, dass Patienten Vertrauen zu ihrem eigenen Körpersystem erhalten und das negative Umfeld, wo sie Krank geworden sind, unbedingt verlassen. In Zusammenhang können alternativ Massagen, Kuren, Ayurveda oder Akkupunktur, die oft zur Schmerzbekämpfung eingesetzt wird, positiv unterstützend wirken.

Eine Gegenüberstellung der 20 wichtigsten Therapien aus der Schulmedizin und der Alternativen Medizin zeigt die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten kurz auf, wofür sich der Patient entscheiden kann.

 

Schulmedizin Alternative Medizin
1 Operation API-Therapie
2 Strahlen-Therapie Cannabis-Therapie
3 Chemo-Therapie Eigenblut-Therapie
4 Hormon-Therapie Enzym-Therapie
5 Angionese-Hemmer Homöopathie
6 Immun-Therapie Hyper-Thermie
7 Antikörper-Therapie Krebs-Diäten
8 Gen-Therapie Nagnetfeld-Therapie
9 Melatonin-Therapie
10 Grüntee-Therapie
11 Mistel-Therapie
12 Vitamin-Therapie

Welche Hausmittel können helfen?

 

Sicher kann eine Krebserkrankung nicht mit selbst hergestellten Tinkturen oder Salben behandelt werden. Man kann Empfehlungen auch erst dann weitergeben, wenn es genügend Anhaltspunkte gibt. Im Internet wird vieles angepriesen. Einiges kann zumindest bedenkenlos ausprobiert werden und Natur, wenn sie richtig dosiert ist, kann nichts schaden.

 

1. Blushwood Tree

 

Der Beerenextrakt des Tees soll Krebszellen zuverlässig zerstören und gesunde Zellen schonen. An Tierversuchen hat es bisher über 300 Mal mit Erfolg geklappt, an Menschen wurde es jedoch noch nicht ausprobiert. Der Tee besitzt in den Beerenkernen ein heilendes Gift. Dieser Teepflanze kommt ausschließlich im tropischen Norden Australiens vor.

Aus den pflaumengroßen Beeren wurde eine Substanz names EBC-46 extrahiert. Als Medikament ist sie noch im Versuchsstadium. Ein Beispiel für den Erfolg von Pflanzen in der Krebstherapie ist die Pazifische Eibe. Daher stammen eine Gruppe Taxane, Zellgifte für die Chemotherapie bestimmter Krebsarten. Das Extrakt wird direkt in den Tumor gespritzt und wirkt sofort. Wer also Bekannte oder Verwandte in Australien hat, kann sich hier informieren und eventuell sich so etwas schicken lassen.

 

2. Brokkoli, Kresse, Ingwer

 

Eine Forschungsgruppe aus South Dakota untersuchte, dass Isothiocyanate Tumorstammzellen bekämpfen können. Diese Substanzen sind in kreuzblütigen Gemüsesorten wie Weißkohl, Blumenkohl, Brokkoli und Kresse vorhanden. Eine andere Studie verwies auf Ingwer, der besser als eine Chemotherapie Krebszellen vernichten soll.

Laut Studien tötet die Substanz Sulforaphan, ein Isothiocyanat, Tumorstammzellen. Diese Forschungen sind noch im Frühstadium und am Menschen noch nicht mit Erfolg getestet worden. Zur Vorbeugung von Krebs ist aber dennoch eine obst- und gemüsereiche Ernährung sinnvoll. Zumindest zu einem Drittel trägt die Ernährung zur Gesunderhaltung bzw. zum Krebsrisiko mit bei.

 

3. Grüner Tee

 

Zwei bis drei Tassen Grüner Tee am Tag soll laut Institut für Tumorbiologie in Wien die Metastasenbildung bremsen.

 

4. Sauerkraut

 

Finnische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der regelmäßige Verzehr von Sauerkraut das Krebsrisiko senken soll, da bei der Vergärung des Sauerkrauts Isothiocyanate gebildet werden, die krebshemmend wirken.

 

5. Honig

 

Amerikanische Wissenschaftler haben erforscht, dass nach dem Genuss von Honig sich im Blut mehr Antioxidantien befinden. Antioxidantien schützen die Zellen vor aggressiven krebserregenden Umweltschadstoffen.

 

6. Tomaten

 

Heiße Tomaten, eine Tomatensuppe oder selbst gemachte Tomatensoße soll ebenso Krebs bekämpfend sein mit den Wirkstoffen der Tomate.

 

7. Wasser

 

Um das Risiko von Blasenkrebs zu senken, sollte sehr viel Wasser getrunken werden. Nach einer Studie der Harvard University soll sich das Krebsrisiko um 50 % senken, wenn täglich statt nur 1,5 Liter 2,6 Liter Wasser zu sich genommen wird.

 

8. Kürbiskerne

 

Das tägliche Essen von Kürbiskernen soll die Blase und Prostata schützen.

 

9. Curcuma

 

Ein Gewürz, bekannt als Gelbwurzel, unterstützt die Krebstherapie. Die deutsche und die österreichische Gesellschaft für Onkologie empfehlen den Einsatz dieses Gewürzes.

 

10. Soja

 

Soja enthält Isoflavone und senkt das Risiko von Brust- oder Prostatakrebs. Die Isoflavone verwandeln bestimmte Hormone in Anti-Krebs-Substanzen. Soja sollte also in der täglichen Nahrung nicht fehlen.

 

11. Vitamin C

 

Das Vitamin, gewonnen aus Hagebutten, Johannisbeeren und Zitronen stärkt das Immunsystem, fängt freie Radikale ab und hilft damit im Kampf gegen den Krebs.

 

12. Muttermilch

 

Für die kleinsten ist Muttermilch durch nichts zu ersetzen. Eine spanische Studie stellte fest, dass Muttermilch Babys vor Krebs schützt. Der Schutz setzt ungefähr nach dem zweiten Monat der Stillzeit ein und wird umso stärker, je länger das Kind gestillt wird.

 

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

Viele Menschen suchen wegen der schweren Nebenwirkungen der Chemotherapie nach Linderung der Nebenwirkung oder nach Alternativen. Folgende Heilpflanzen haben sich im Kampf gegen den Krebs als viel versprechend erwiesen.

 

1. Artemisinin (einjähriger Beifuß)

 

Das Wermutderivat wurde von Forschern der Universität Washington als viel versprechendes Mittel gegen Krebs entdeckt. Durch die Gabe von Artemisinin kommt es zur Freisetzung von Sauerstoffradiakalen in der Krebszelle, sodass diese vernichtet wird. Bestätigt wurden diese Befunde an Zellkulturen von Brustkrebs. N

ach 8 Stunden waren 75 % der Krebszellen vernichtet, nach 16 Stunden waren fast keine Tumorzellen mehr vorhanden. Weitere Tests zeigten bei Leukämiezellen, dass bereits nach 8 Stunden alle Tumorzellen zerstört waren.

Für die Zubereitung soll 3 Mal täglich ein Aufguss mit 0,5 bis 2 g Beifußkraut getrunken werden. Es kann auch 5 bis 6 Mal täglich eine Messerspitze der pulverisierten Droge eingenommen werden. Zur Zubereitung von Tee wird ein Kaffeelöffel der Droge 10 min in einer Tasse mit kochendem Wasser ziehengelassen. Man sollte 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken. Fuidextrakt BHP 83: 0,5 bis 2 ml / 3 mal täglich.

 

2. Jiaogulan

 

In China bekannt als Heilpflanze der Unsterblichkeit kann man die einfach knabbern ohne Zubereitung. Sie hat eine ähnliche Wirkung wie Ginseng und soll nicht nur gegen Herzkreislauf-Krankheiten, sondern auch gegen Krebs helfen. Man sagt ihr folgende Heilwirkung nach: adaptogen, ausgleichend, blutbildend, blutfettsenkend, blutreinigend, blutzuckersenkend, durchblutungsfördernd, entgiftend, immun stimulierend und stärkend.

Es werdend Blätter und Kraut der Pflanze verwendet. Die frisch geernteten Blätter (2 bis 3) reichen für einen Aufguss von einem Liter, den man wie beim Grünen Tee 5 Minuten ziehen lässt. Auch ein zweiter Aufguss der bereits verwendeten Blätter wird empfohlen. Vom getrockneten Tee benötigt man einen gehäuften Teelöffel auf einen Liter Wasser. Bei Überreaktionen durch Chemotherapie geschädigter Personen empfiehlt sich eine Reduzierung der Dosierung. Die verwendeten Blätter werden in Asien wie eine Kostbarkeit unter Spinat gemischt oder in die Topferde der Pflanzen beigegeben.

 

3. Kapuzinerkresse

 

Sie ist eine der beliebtesten Küchen- und Heilkräuter. Die im Kraut enthaltenden Glucatropaeoline sollten krebshemmende Eigenschaften haben. Untersuchungen ergaben, dass das Glucatropaeoline besonders vor Eierstockkrebs, Lungenkrebs und einigen Leukämien schützen kann. Kresse ist besonders auch als Salat beliebt.

 

4. Salbei

 

Die Inhaltsstoffe des Heilkrauts enthalten ätherische Öle, Flavonoide und Bitterstoffe, die für mögliche Krebstherapien infrage kommen. Daneben können Salbeiextrakte die Neubildung von Krebszellen und die Blutversorgung der Krebszellen hemmen. Besonders die in den Blättern befindlichen Urosolsäuren und Carnosolsäuren spielen dabei eine große Rolle. Salbeiextrakte kann die Metastasierung bei malignem Melanom fast verhindern.

 

Ätherische Öle

 

Die wirksamsten Öle gegen unregelmäßige und kranke Zellen sind Thymian, Oregano, Rosmarin, Kamille und Weihrauch. Sie sind in der Lage, Krebszellen zu schädigen und gesunde Zellen intakt zu lassen. Als Öle können sie in der Aromatherapie oder als Einreibung eingesetzt werden.

1. Ätherisches Thymianöl

 

Thymian ist eine Pflanze, die in Küche und Medizin Verwendung findet. Einer Schweizer Studie zur Folge zeigt Ätherisches Thymianöl die stärkste Zytotoxizität gegen alle Arten menschlicher Krebszellen. Das wird auf die aktive Verbindung Thymol zurückgeführt, die krebsbekämpfende Mechanismen aktivieren.

 

2. Ätherisches Rosmarinöl

 

Rosmarin als aromatisch immergrüner Strauch wird in der Küche und als Duftmittel eingesetzt. Es verfügt über antioxidative Eigenschaften und schützt vor freien Radikalen. Studien haben aufgezeigt, dass der Extrakt starke Anti-Tumor-Eigenschaften bei Krebserkrankungen der Leber, des Magen, der Haut, des Dickdarms, der Brust und des Blutes hat. Ein Konzentration Rosmarinöl von 1 % ist laut Studie in der Lage, mehr als 90 % der Leber- und Eierstockkrebszellen zu deaktivieren.

 

3. Ätherisches Oreganoöl

 

Besonders in der Mittelmeerregion ist Oregano als Küchenkraut beliebt. Bestandteil des Oregano ist Carvacol. Oregano stellt laut Studie eines Pharmakologieprofessors ähnlich dem Kurkuma ein Supergewürz gegen Krebszellen dar. Oreganoöl hat vielversprechende Ergebnisse bei Prostata-, Brust- und Hautkrebs nachgewiesen.

 

4. Ätherisches Kamillenöl

 

Kamille gilt als älteste Heilpflanze. Die getrockneten Blüten enthalten Terpenoide und Flavonoide als heilende Bestandteile. Forschungen haben in einer Studie 2010 nachgewiesen, dass Kamillenextrakt eine bezeichnende Wirkung auf Krebszellen hat. Das zeigte sich besonders bei Haut-, Brust-, Prostata- und Eierstockkrebs. Eine Schweizer Studie von 2010 wies nach, dass das ätherische Kamillenöl 93 % von Brustkrebszellen tötet. Einer anderen Studie folgend hemmt das Kamillenöl die Zellmutation um 60 bis 75 %.

 

5. Ätherisches Weihrauchöl

 

Aus dem Harz des Boswellia-Baumes wird ätherisches Weihrauchöl, dass den Hauptwirkstoff Boswelliasäure enthält, hergestellt. Weihrauch ist Hauptbestandteil vieler Behandlungen einschließlich der Behandlung von Krebs. Es tötet Krebszellen ab und unterscheidet zwischen gesunden und kranken Zellen. Ätherische Öle sind auch in der Lage, die Nebenwirkungen traditioneller Krebsbehandlungen zu mindern. Dabei tritt eine Verbesserungsrate von mindestens 75 % ein.

 

Homöopathie & Globuli

 

In der Selbstmedikation sind die Potenzen D 6, D 12, C 15 oder C 30 zu empfehlen. Der erfahrene Homöopath setzt bei Krebserkrankungen Hochpotenzen ab C 30 oder Q- oder LM-Potenzen ein. Die homöopathischen Mittel zeigen auf die Krebserkrankten günstige Wirkungen und haben in Einzelfällen zur Heilung geführt.

Es sollte begleitend frühzeitig mit der Behandlung begonnen werden. Homöopathie kann als Begleittherapie während einer Chemotherapie oder Radiato/Bestrahlung, als Ergänzung ganzheitlicher biologischer Therapiekonzepte, als Schmerzbehandlung, als Palliativ-Behandlung und als Sterbebegleitung eingesetzt werden.

Folgende praktischen Anregungen zur begleitenden Selbstmedikation bei einer Krebserkrankung werden empfohlen:

 

Nach Punktionen oder Gewebeentnahmen:

 

  • Staphysagria C 200 3 Globuli im Mund zergehen lassen: einmalig nach OP zur Vermeidung der Verschleppung von Tumorzellen
  • Bellis Perennis C 30, 4 Tagel lang, 2 bis 4 Mal täglich, bei starken Quetschungen
  • Ledum C 30, 3 bis 4 Mal täglich, bis Besserung eintritt, bei Entzündungen oder Reizungen an der betroffenen Stelle

Vor Operationen:

 

  • Traumeel, 1 Woche vor und nach der OP, 3 mal 2 Tabletten
  • oder Arnika C 30, 1 bis 3 Globuli am Tag vor der OP

Nach Operationen:

 

  • Staphysagria C 200, 3 Globuli, einmalig, gegen Verschleppung von Tumorzellen und Verbesserung der Heilung
  • Arnika C 30, 3 Mal täglich 3 Globuli, über 7 Tage, falls viel Gewebe zerstört wurde und Blutergüsse auftreten

Bei Strahlentherapie:

 

  • Radium bromatum C oder D 30, 3 Glubuli im Mund zergehen lassen, vor und nach der Bestrahlung

Während Chemotherapie:

 

  • Nux vomica C 30 oder Tabaccum C 30, 3 Kügelchen im Mund zergehen lassen, vor und nach einer Infusion bei Übelkeit und Erbrechen

Nach abgeschlossener Chemo- bzw. Strahlentherapie:

 

  • Okoubaka D 2 oder D 4. 3 Mal täglich 8 Globuli, 10 Tage lang, als Ausleitungsmaßnahme

Bei Angstzuständen, Schockzuständen, quälenden Gedanken nach Diagnosen:

 

  • Aconit C 200 einmalig 3 Globuli
  • Ignatia C 30 abends 3 Globuli
  • Bachblüten Notfalltropfen, mehrmals täglich 3 bis 4 Tropfen

Schüssler-Salze

 

Zur Heilung und Linderung von Tumorerkrankungen werden folgende Salze empfohlen:

 

Je nach eigenem Gutdünken können gleichzeitig alle drei oder einzeln verwendet werden. Die Anwendung der Tabletten erfolgt 3 bis 6 Mal täglich 1 bis 3 Tabletten. Bei einer Hochdosierung wird alle 1 bis 10 Minuten eine Tablette zu sich genommen. Bei Kindern empfiehlt sich 3 bis 6 Mal täglich die Einnahmen von 1/2 bis 2 Tabletten je nach Körpergröße oder Alter.

 

Hinzugenommen werden könnten die Salze Nr. 3 Ferrum phosphoricum, das Salz des Immunsystems und Salz Nr. 9, das Salz des Stoffwechsels. Nr. 25 wird vorwiegend zur Unterstützung als Rhythmusmittel, bei Schlafstörungen oder gynäkologischen Beschwerden eingesetzt.

 

Krampflösen, Schmerzstillen und Stoffwechselanregen gelingt mit der „Heißen Sieben“. Hier handelt es sich um das Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum, das am besten im heißen Zustand wirkt. Die Wirkstoffe werden mit einer heißen Lösung durch die Mundschleimhaut aufgenommen und kommen sofort zur Wirkung. Zur Zubereitung werden 10 Pastillen in eine Tasse gegeben, 1 dl kochendes Wasser darüber gegossen und gut umgerührt. Man trinkt die Heiße Sieben schlückchenweise und behält zur besseren Wirksamkeit den Schluck 20 Sekunden im Mund.

 

Eine Immunsystem stärkende Kur besteht aus 4 der 12 Basissalze in einer Zeit von 4 bis 6 Wochen:

 

Sie werden in einem Cocktail tagsüber in kleinen Schlucken getrunken. Dafür werden alle Salze je 2 bis 3 Tabletten in 1/4 Liter heißem Wasser gelöst.

 

Ebenfalls hilfreich ist eine Entsäuerungskur mit Schüssler Salzen. Hierfür werden Nr.6 Kalium sulfuricum, Nr. 9 Natrium phosphoricum, Nr. 10 natrium phosphoricum und Nr. 11 Silicea mehrmals jährlich für 2 bis 3 Wochen täglich zu sich genommen. Bei schweren Krebserkrankungen können Schüssler Salze Kraft und Stärkung herbeiführen. Diese Mineralstofftherapie verbessert unterstützt den Gesamtzustand des Organismus.

 

Diät & Ernährung

 

Welche Diäten oder Ernährungsumstellungen können zur Heilung oder Linderung beitragen?

 

Darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Es ist umstritten, ob diese Diäten den Krebs beeinflussen können. Fakt ist aber, dass zumindest eine gesunde Ernährung auf den Gesundheitszustand sich allgemein positiv auswirkt. Und Fastenkuren haben bekannterweise eine körperreinigende Funktion, die man nicht außer Acht lassen kann. Einige heute noch populäre Krebsdiäten sind:

 

1. Krebskur total nach Breuss

 

Bei dieser Kur sollen 42 Tage bestimmte Gemüsesäfte und Tees getrunken werden. Dabei sollen andere Lebensmittel einschließlich Eiweiß nicht zu sich genommen werden. Diese Kur ist vergleichbar mit einer Fastenkur. Fastenkuren können heilsam sein, müssen es aber nicht.

 

2. die Gerson-Diät

 

Hier handelt es sich um eine streng vegetarische Kost ohne Fett und Salz aber mit viel Obst- und Gemüsesäften, die möglichst frisch gepresst sein sollen. Damit soll das gestörte Gleichgewicht von Natrium und Kalium wieder hergestellt werden. Verboten sind bei dieser Kur pflanzliche Lebensmittel wie Avocados, Beeren, Gurken, Sojabohnen etc. sowie Kaffee und Tee. Zusätzlich wird zur Anwendung von Kaffee-Rizinus-Einläufen geraten.

 

3. die Krebsdiät nach Coy

 

Hier ist die Grundlage die Erkenntnis, dass Krebszellen ihren Energiebedarf durch Zucker decken. Durch den Verzicht auf Zucker und Kohlehydrate soll damit das Krebswachstum gehemmt werden. Zusätzlich werden Tocotrienol, sekundäre Pflanzenstoffe, mittelkettige Fette, Omega-3-Fettsäuren und Milchsäure empfohlen.

 

4. die Ketogene Diät

 

Auch bei dieser Diät soll der Verzehr von Kohlehydraten stark eingeschränkt werden. Fette und Eiweiße können aber nach Belieben zu sich genommen werden. Ausgehend von der Begründung, dass Tumore vor allem Zucker benötigen, sollen die Tumorzellen durch das Fehlen von Kohlehydraten am Wachstum gehindert werden.

 

5. die Öl-Eiweiß-Diät nach Budwig

 

Diese Diät beruht auf der Überzeugung, dass gesunde Zellen Sauerstoff zum Leben brauchen, während Krebszellen vom Sauerstoff abgeschnitten sind. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sorgen zusammen mit schwefelhaltigem Eiweiß für eine gesunde Zellatmung. Krebszellen gewinnen dagegen ihre Energie aus anaerober Gärung. Bei dieser Diät gilt Krebs als Folge des Mangels an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Empfohlen wird eine fettreiche Diät mit Leinöl, das reich an Omega -3-Fettsäuren ist. Als Eiweißquelle wird Quark empfohlen. Zusätzlich soll reichlich Obst und Gemüse zu sich genommen werden. Auf Fleisch soll gänzlich verzichtet werden. Durch die Kombination von ungesättigten Fettsäuren und schwefelhaltigen Eiweiß sollen sich die Krebszellen wieder in gesunde Körperzellen verwandeln.

 

FAQ – Fragen & Antworten

 

Erkranken und sterben mehr Menschen an Krebs?

 

Mit zunehmendem Alter nimmt das Erkrankungsrisiko zu. Es sind heute fast doppelt so viele Erkrankungen zu verzeichnen als 1970. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede.

 

Welcher Lebensstil hilft am besten für eine Krebs-Vorbeugung?

 

Ungesund und krebsfördernd sind das Rauchen und der Alkoholkonsum. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht und Bewegungsmangel. Ausdrücklich wird der Verzehr von viel Obst und Gemüse und weniger rotem Fleisch empfohlen. Außerdem existieren bereits Schutzimpfungen gegen Hepatitis B, die für Leberkrebs verantwortlich gemacht wird, sowie Impfungen gegen human Papillomviren.

 

Wie geht es den Erkrankten, die von einer Krebsdiagnose mit entsprechender Behandlung betroffen sind?

 

Im Durchschnitt leben heute Patienten mit einer Krebserkrankung 4 Jahre länger als Betroffene aus dem Jahre 1980. Sicher sind Patienten mit überstandenen Bestrahlungs- oder Chemotherapien noch lange chronisch erschöpft. Die Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten ist ein wichtiges Kriterium der weiterführenden Behandlungen.

 

Gilt die höhere Lebenserwartung für alle Krebspatienten?

 

Das hängt hauptsächlich von der Krebsart ab, an der der Patient erkrankt ist. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs und Leberkrebs haben sich bislang keine Verbesserungen gezeigt. In diesen Fällen spricht man von steigenden Fallzahlen aber unveränderten Sterblichkeitsraten.

 

Ist bei Früherkennung der Krebs heilbar?

 

Bei Darm- und Gebärmutterhalskrebsuntersuchungen verringert sich derzeit das Risiko einer Krebserkrankung. Hier bestehen gute Aussichten, dass bei Früherkennung eine Heilungsaussicht besteht. Auch die Mammografie verringert die Gefahr einer unheilbaren Krebserkrankung und entdeckt Tumore im Frühstadium.

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