Leberkrebs

Steckbrief: Leberkrebs

  • Name(n): Leberkrebs; Hepatom; Gallengangkarzinom; Cholangiokarzinom; Leberzellkarzinom; hepatozelluläres Karzinom
  • Art der Krankheit: Krebserkrankung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Unbekannt; diverse Risikofaktoren
  • Wieviele Erkrankte: 700 000 Neuerkrankungen jährlich
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Facharzt für innere Medizin; Onkologe
  • ICD-10 Code(s): C22; C23; C24; c78.7

Leberkrebs
Leberkrebs
Leberkrebs ist eine sehr seltene Erkrankung, die sowohl die Leber selbst als auch die Lebergänge zur Galle und zum Darm betreffen kann. Sie insgesamt vergleichsweise selten und betrifft weltweit jährlich lediglich weniger als eine Millionen Menschen. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Gründe hierfür sind wohl in den Risikofaktoren zu suchen, von denen Männern öfter betroffen zu sein scheinen. Aber auch ein Einfluss der männlichen Sexualhormone kann nicht ausgeschlossen werden.

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Leberkrebs konnten von der Medizin bislang noch nicht ermittelt werden. Wahrscheinlich ist, dass genetische Bedingungen und Risikofaktoren, beispielsweise eine Belastung mit bestimmten Substanzen, Alkoholmissbrauch oder Hepatitis, aufeinandertreffen müssen. Ob ein Mensch an Leberkrebs leiden wird, kann von der Medizin allerdings noch nicht vorhergesagt werden. Auch wenn genetische Anlagen hierzu vorhanden sind und eine Exposition gegenüber Gefahrenstoffen vorliegt, muss dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass tatsächlich ein Leberkrebs entsteht. Dies ist vielmehr nur in sehr seltenen Fällen gegeben.

Insgesamt steht die Prognose auf Heilung bei Leberkrebs schlecht. Die meisten Karzinome in diesem Organ werden erst sehr spät entdeckt. Häufig verursachen sie erst Probleme und spezifische Symptome, wenn ein Totalausfall der Leber droht und es für eine Behandlung bereits zu spät ist. Behandelt wird daher zumeist mithilfe von Chemotherapie. Es ist auch möglich die Leber komplett zu entfernen und durch ein Spendeorgan zu ersetzen.

Leberkrebs ist eine spezielle Form von Krebs. Er bezeichnet eine bösartige Geschwulsterkrankung der Leber. Unterschieden wird zwischen primärem und sekundärem Leberkrebs. Ersterer ist ein Krebs, welcher aus den eigenen Zellen der Leber entsteht. Der sekundäre Leberkrebs wird dagegen von bösartigen Tumoren anderer Organe ausgelöst. Leberkrebs ist eine der häufigsten Tumorerkrankungen weltweit.

Definition Leberkrebs?

Eine Krebserkrankung beginnt dann, wenn die Zellen im Körper außer Kontrolle geraten: sie teilen sich willkürlich und verändern ihr Aussehen sowie ihre Funktionsweise. Theoretisch kann sich aus jeder Gewebezelle auch eine Krebszelle bilden. Krebs ist also in beinahe allen Bereichen des Körpers möglich. Als Leberkrebs werden ausschließlich jene Krebserkrankungen bezeichnet, die aus Leberzellen entstehen und sich in der Leber selbst beziehungsweise in den Gallengängen bildet.

Die Leber ist das größte innere Organ des Menschen und befindet sich zwischen unterer rechter Rippe sowie dem rechten Lungenflügel. Unterteilt ist die Leber in verschiedene Leberlappen. Zu den wichtigsten Funktionen dieses Organs gehören diverse Prozesse der Ausscheidung und Verdauung. Beispielsweise verändert die Leber einige Nährstoffe und versetzt sie mit Gallensaft, damit diese vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden können. Insgesamt regelt die Leber alle Absonderungen der Galle, die notwendig sind, um unter anderem Fette aufzuspalten. Darüber hinaus werden in der Leber Gerinnungsfaktoren gebildet, die später dazu benötigt werden, dass Blut bei Verletzungen an der Hautoberfläche gerinnt, Wunden also verschlossen werden. Letztlich bildet sie auch einen wichtigen Filter im menschlichen Organismus. Sie zersetzt Alkohol, Drogen und andere Giftstoffe im Blut und führt diese in Urin beziehungsweise Stuhl über, die schließlich vom Körper ausgeschieden werden.

Die Leber besteht hauptsächlich aus Zellen, die Hepatozyten genannt werden. Daneben finden sich jene Zellen, die die Blutgefäße auskleiden sowie Zellen, welche die kleinen Gänge und Röhrchen bilden, mit welchen die Leber durchsetzt ist. Jene Gänge werden als Gallengänge bezeichnet und erstrecken sich aus der Leber in die Gallenblase beziehungsweise in den Darm hinein und transportieren die Gallenflüssigkeit. Diese verschiedenen Zelltypen können schließlich unterschiedliche Arte von Krebs bilden, die in der Leber theoretisch anzutreffen sein können. Jede Krebsart lässt sich auf spezifische Ursachen zurückführen, hat eine eigene Behandlungs und auch unterschiedliche Prognosen.

Arten von Lebertumoren

Recht häufig anzutreffen sind gutartige Lebertumore. Diese bestehen zwar nicht aus malignen Zellen, können aber Probleme verursachen, insofern sie groß genug werden. Sie breiten sich in der Regel nicht auf nahe gelegenes Gewebe und niemals auf entferntes Gewebe aus. Das bedeutet, dass gutartige Tumore nicht metastasieren. In den meisten Fällen sind solche Tumorarten durch eine Operation problemlos zu entfernen. Die häufigste Art von gutartigen Lebertumoren sind die sogenannten Hämangiome, die in den kleinen Blutgefäßen entstehen, welche die Leber durchziehen. Sie verursachen oftmals keinerlei Symptome und bedürfen daher keiner Behandlung. Lediglich dann, wenn Blutungen entstehen, müssen sie operativ entfernt werden.

Auch Leberadenome gehören zu den gutartigen Tumoren. Sie gehen von den Hepatozyten, also von den Hauptzellen der Leber aus. Es hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass verschiedene Medikamente ursächlich für die Entstehung solcher Tumore sein können. Bei Frauen steht hier insbesondere die Antibabypille im Verdacht. Bei Männern wird vermutet, dass anabole Steroide die Entstehung des Tumors begünstigen. Nach Absetzen der Pharmazeutika kann schließlich damit gerechnet werden, dass das Adenom wieder schrumpft. Darüber hinaus ist bei einem solchen Tumor kaum mit Symptomen zu rechnen. Eine Behandlung wird daher kaum notwendig sein. In wenigen Fällen treten jedoch ob eines Leberadenoms Blutungen, Schmerzen im Bauchbereich oder generelle Schmerzen auf. Dann besteht das Risiko, dass Tumorgewebe aufreißt und starke innere Blutungen entstehen, die durchaus lebensbedrohlich werden können. Es besteht außerdem die Möglichkeit, dass sich aus einem solchen Adenom ein maligner Leberkrebs entwickelt. Aus diesem Grund raten viele Ärzte inzwischen dazu, dass Adenom operativ zu entfernen, bevor es Probleme bereitet.

Eine fokale noduläre Hyperplasie ist eine tumorähnliche Wucherung innerhalb der Leber, die sich aus verschiedenen Zelltypen zusammensetzen kann. Dieser Tumor bildet die Schnittstelle zwischen gutartigen Lebertumoren und echten Leberkarzinomen. Die fokale noduläre Hyperplasie ist einerseits gutartig, äußert sich andererseits jedoch vielfach wie ein malignes Zellengewebe und kann daher schwierig von einem solchen abzugrenzen sein. Oftmals bleibt eine genaue Diagnose hier unklar bis das Gewebe entfernt und im Labor untersucht wurde.

Die häufigste Form des primären Leberkrebses ist das Leberzellkarzinom (hepatozelluläres Karzinom). Es kann unterschiedliche Wachstumsmuster haben. Ein Typ beginnt als einzelner Tumor, der beständig größer wird und sich erst später auf andere Teile der Leber ausbreitet. Der zweite Typ zeichnet sich durch das Entstehen vieler kleiner Krebsknoten aus, die an unterschiedlichen Stellen innerhalb der Leber wachsen können. Dieser Typ tritt am häufigsten infolge einer Leberzirrhose auf.

Neben dem Leberzellkarzinom umfasst der Begriff Leberkrebs aber auch das sogenannte intrahepatische Cholangiokarzinom (Gallengangkarzinom). Etwa 10 bis 20 % gehören aller Leberkrebse gehören dieser Art an. Sie entwickelt sich aus jenen Zellen, welche die kleinen Röhren und Gänge der Leber durchziehen und diese mit dem Darm und der Galle verbinden. Zumeist beginnt eine Krebserkrankung in den Gängen außerhalb der Leber. Hernach wandert der Krebs durch die Leber und durchsetzt diese. In den meisten Fällen äußert sich ein Cholangiokarzinom ähnlich einem Leberzellkarzinom und wird darüber hinaus wie ein solches behandelt.

Es existieren aber auch eine Reihe seltener Tumorerkrankungen. Hierzu gehören das Angiosarkom sowie das Hämangiosarkom. Beide Arten beginnen in den Blutgefäßen der Leber. Gerade Menschen, die mit Vinylchlorid, einem Gas zur Kühlmittelherstellung, oder Thoriumdioxid, einer radioaktiven Substanz, in engen Kontakt gekommen sind, entwickeln oftmals eine der beiden Krebserkrankungen. Es stehen aber auch andere Giftstoffe in Zusammenhang mit beiden Tumorerkrankungen. Das Besondere an diesen Krebsarten ist, dass sie sehr schnell wachsen und sich darüber hinaus rasch ausbreiten. Sie lassen sich operativ entfernen und mit Strahlen- oder Chemotherapie hinsichtlich des Wachstums eindämmen, gelten aber insgesamt als sehr schwer zu behandeln. Die Prognose bei einem Angiosarkom und einem Hämangiosarkom steht im Grunde genommen sehr schlecht.

Eine weitere seltene Leberkrebserkrankung, die überwiegend bei kleinen Kindern auftritt, ist das sogenannte Hepatoblastom. In der Regel sind Betroffene jünger als vier Jahre, wobei vor allem die fetalen Leberzellen von einem abnormen Wachstum und Mutationen betroffen sind. Obgleich es sich hier um einen sehr schwer zu behandelnden Tumor handelt, können heute etwa ein Drittel der betroffenen Kinder geheilt werden.

Schließlich existiert neben den genannten Arten auch der sekundäre Leberkrebs. Es handelt dich dabei nicht im eigentlichen Sinne um einen Leberkrebs, sondern um Metastasen, die aus Zellen eines anderen Gewebes bestehen. Beispielsweise kann Krebs, der im Pankreas beginnt, maligne Zellen über die Lymphknoten sowie das Blut in die Leber transportieren. Diese nisten sich schließlich hier ein und wachsen weiter. Der sekundäre Leberkrebs ist vergleichsweise häufig, da etliche innere Organe dazu neigen, Krebszellen in die Leber zu transportieren. Insgesamt gesehen, tritt ein sekundärer Leberkrebs wesentlich häufiger aus, als ein primärer Leberkrebs. Davon abgesehen, streut ein primäres Leberkarzinom nur sehr selten in entfernte Bereiche des Körpers. Seine Metastasen bleiben oftmals innerhalb der Leber, seinen Gängen sowie der Galle und dem Darm, mit welchen die Leber verbunden ist.


Was ist Leberkrebs?

Die Leber ist das größte Organ im Körper des Menschen und befindet sich unter der rechten Rippe, unterhalb des rechten Lungenflügels. Dieses wichtige Organ hat mehrere Funktionen: Die Leber sondert Gallensaft in den Darm ab, damit dieser Fette aufnehmen sowie Nährstoffe abbauen und speichern kann. Des Weiteren produziert die Leber Gerinnungsfaktoren, die benötigt werden, um Blutungen zu stoppen. Sie baut toxische Substanzen wie Alkohol und Drogen ab. Sobald diese Mittel abgebaut sind, können sie durch den Urin oder den Stuhl aus dem Körper ausgeschieden werden. Geschieht dieser Vorgang zu oft, entwickelt dich eine sogenannte Leberzirrhose, also eine Vernarbung des Lebergewebes, welche die Funktionsfähigkeit des Organs grundlegend einschränkt. Dann besteht prinzipiell Lebensgefahr, da eine Person ohne Leber nicht lebensfähig ist. Der Vernarbungsprozess, der unter anderem bei Hepatitis oder anderen Infektionen ebenfalls entstehen kann, gilt als eine mögliche Ursache für die Entstehung von Leberkrebs.

Leberkrebs ist eine Erkrankung, die entsteht, wenn anstelle der normalen Leberzellen in abnormer Häufigkeit fehlerhaftes Zellgewebe gebildet wird. Hierbei können die mutierten Zellen entweder in Aussehen und Form oder in ihrer Funktionsweise von den normalen Zellen abweichen. Anschließend beginnen die neugebildeten Zellen sich des normalen Gewebes zu bemächtigen und stören dieses in seiner Funktion. Darüber hinaus sind sie selbst nicht in der Lage lebertypisch zu arbeiten. Aus diesem Grund kommt es früher oder später zum Versagen der Leber. Abbauprozesse können nicht mehr durchgeführt und die Verdauung nicht mehr befördert werden.

Ein Leberkrebs wird hinsichtlich seines ersten Auftretens eingeordnet. In den meisten Fällen finden sich die kanzerösen Zellen in der Leber selbst. Es wird hernach von einem Leberzellkarzinom beziehungsweise einem hepatozellulären Karzinom gesprochen. Es ist aber auch möglich, dass der Krebs nicht die Leberzellen, sondern die Gallengänge betrifft. Das wird in der Medizin als Gallengangkarzinom oder Cholangiokarzinom bezeichnet.

Darüber hinaus finden sich in der Leber oftmals Krebszellen, die im eigentlichen Sinne per se nicht auf die Leber zurückgehen. Es handelt sich dabei um metastasierenden Krebs, von dem die Leber überdurchschnittlich häufig betroffen ist. Dieser Krebs bildet sich zunächst in einem anderen Organ, breitet sich schließlich aus und schwemmt seine malignen Zellen über das Lymphsystem sowie das Blut in andere Bereiche des Körpers. Schließlich finden sich in anderen Organen sekundäre Tumore. Die häufigsten Krebsarten, die sich bevorzugt auf die Leber ausbreiten sind Brustkrebs, Darmkrebs, Blasenkrebs, Eierstockkrebs, Lungenkrebs, Gebärmutterkrebs, Blasenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Magenkrebs.

Der Leberkrebs selbst metastasiert vergleichsweise selten. Es handelt sich dabei folglich um einen Krebs, der primär in der Leber auftritt und sich hernach auf andere Organe ausbreitet.

Welche Ursachen gibt es?

Wie bei den meisten Krebserkrankungen ist auch beim Leberkrebs noch nicht eindeutig erklärt, was das abnorme Zellwachstum sowie diverse Mutationen der Leberzellen bewirkt. Es gibt einerseits eine Reihe von Risikofaktoren, die in direktem Zusammenhang mit einer Krebserkrankung in diesem Organ stehen. Andererseits muss nicht jede Exposition mit entsprechenden Gefahrenstoffen auch einen Krebs nach sich ziehen. Und schließlich entstehen Karzinome auch bei Menschen, die keinem der Risikofaktoren ausgesetzt waren.

Bisher sind die genauen Ursachen für Leberkrebs noch nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass mehrere Faktoren den Krebsbefall begünstigen können. Dazu zählt unter anderem übermäßiger Alkoholkonsum, welcher die Zellen der Leber zerstört. Hepatitis B und C sind weitere Gründe für einen Tumorbefall der Leber.

Klar ist, dass Leberkrebs dann entsteht, wenn die dna einer Zelle geschädigt ist. dna findet sich in jeder Zelle des menschlichen Körpers und regelt neben der Funktionsweise eines bestimmten Zelltyps auch die Teilungs- und Vermehrungsvorgänge derselben. Jene Gene innerhalb der dna, die regulieren, wann Zellen sich teilen oder absterben, werden Onkogene genannt. Gene, die diese Prozesse verlangsamen heißen Tumorsuppressorgene. Ein Krebs entsteht aus der Schädigung beider Genarten, also dann, wenn die dna Onkogene aktiviert, Tumorsuppressorgene jedoch ausschaltet. Das bedeutet, dass im Normalfall eine Schädigung mehrerer Gene vorhanden sein muss, damit sich ein Leberkrebs bilden kann.

Bestimmte Toxine, die Leberkrebs verursachen, beispielsweise Aflatoxine, schädigen bekannterweise die dna hinsichtlich der Tumorsuppressorgene. Bei anderen Giftstoffen ist hingegen noch nicht abschließend geklärt, inwiefern die dna geschädigt wird.

Auch diverse Infektionen sind nachweislich an der Entstehung von Leberkrebs beteiligt. Hier sorgt besonders das Narbengewebe dafür, dass Zellen rasch neu gebildet werden. Außerdem können sich Teile einer Viren-dna in der Leber-dna anlagern und dadurch zu Fehlfunktionen der Gene führen. Zu den entscheidenden Viren gehören insbesondere alle Arten von Hepatitiserregern. Darüber hinaus gelten im Grunde genommen alle Schädigungen der Leber als Auslöser.

Es hat sich folglich gezeigt, dass Leberkrebs verschiedene Ursachen haben kann, die genaue Wirkweise dieser jedoch noch nicht abschließend geklärt ist. Es existieren jedoch eine Reihe von entscheidenden Risikofaktoren, welche nach Ansicht der Mediziner mit der Entstehung von Leberkrebs verknüpft sind. Denkbar wäre, dass ein Aufeinandertreffen verschiedener Faktoren aber auch eine genetische Prädisposition und die Exposition mit einem Risikofaktor den Leberkrebs entstehen lässt.

Risikofaktoren für Leberkrebs

Als Risikofaktor wird von der Medizin im Grunde genommen alles verstanden, was zur Ausbildung eines Leberkrebses beitragen kann beziehungsweise die Lebergesundheit derart negativ beeinträchtigt, dass hieraus ein Leberkrebs erwächst. Hingegen bedeutet es nicht, dass ein Risikofaktor mit absoluter Sicherheit zur Entstehung einer Krebsart führt. Die im Bezug auf Leberkrebs ermittelten Risikofaktoren führen in den meisten Fällen zu einem hepatozellulären Karzinom, also dem Haupttyp von Leberkrebs. Prinzipiell können sie jedoch auch zur den anderen Arten von Leberkrebs führen.

Eine Rolle bei der Entstehung von Leberkrebs scheint das Geschlecht eines Menschen zu spielen. So konnte statistisch belegt werden, dass Leberkrebs bei Männern wesentlich häufiger auftritt als bei Frauen. Ärzte gehen davon aus, dass ein spezifisches Verhalten hierzu führt. Demnach sind Männer häufiger den Risikofaktoren ausgesetzt als Frauen. Andere Wissenschaftler gehen hingegen davon aus, dass die Geschlechtshormone unter Umständen eine Entstehung von Leberkrebs begünstigen.

Aber auch die ethnische Zugehörigkeit könnte hier bedeutsam sein. Leberkrebs tritt in besonderem Maße bei Asiaten auf. Auch Menschen aus Lateinamerika sowie Afrika scheinen öfter betroffen zu sein. Bei Menschen europäischer Abstammung spielt hingegen der sekundäre Leberkrebs eine wesentlich größere Rolle. Primärer Leberkrebs ist bei ihnen nur selten anzutreffen.

Das größte Risiko geht jedoch von den chronischen Erkrankungen Hepatitis B und C aus. Eine Langzeitinfektion mit den entsprechenden Viren führt in der Regel zu einer Leberzirrhose, die oftmals für die Entstehung eines Leberkarzinoms verantwortlich gemacht wird. Da Hepatitis leicht von einer Person auf eine andere übertragen werden kann, beispielsweise beim ungeschützten Geschlechtsverkehr, der Geburt oder der gemeinsamen Nutzung von Spritzbesteck beim Drogenkonsum, ist eine Ansteckung relativ wahrscheinlich und die Krankheit sehr weit verbreitet. Zu chronischen Virenträgern wird jedoch nur ein geringer Prozentsatz der Betroffenen. Schließlich sind nur jene von einem erhöhten Krebsrisiko betroffen. Da Hepatitis A und E nicht chronische werden können, gelten diese Krankheiten nicht als Risikofaktor.

Insgesamt gesehen haben Menschen mit einer Leberzirrhose ein erhöhtes Krebsrisiko. Sie entsteht jedoch nicht nur aufgrund einer Hepatitiserkrankung. Auch eine Fettleber, wie sie bei stark übergewichtigen Menschen zu finden ist, kann zur Vernarbung des Lebergewebes führen. Das gilt ebenso für eine Reihe von Autoimmunerkrankungen sowie erblich bedingte Stoffwechselstörungen. Als Beispiele können hier unter anderem die primäre biliäre Zirrhose oder Hämochromatose genannt werden. Letztere führt dazu, dass zu viel Eisen im Körper abgelagert wird und sich auch in der Leber absetzt. Aber auch andere Erkrankungen wie etwa Diabetes, die Wilson-Krankheit, Porphyria oder Tyrosinämie können Leberkrebs begünstigen.

Als Hauptursache für eine nicht infektionsbedingte Leberzirrhose, und hernach einen Leberkrebs, gilt der übermäßige Konsum von Alkohol. Alkohol wird vor allem durch die Leber aus dem Blut herausgefiltert und dort für den Urin beziehungsweise den Stuhl aufbereitet. Hierbei entstehen allerdings auch Schäden am Lebergewebe, da Alkohol insgesamt als starkes Körpergift zu verstehen ist.

Auch die Exposition mit weiteren Körpergiften, beispielsweise radioaktiven Substanzen wie Thoriumdioxid, erhöht das Risiko für Leberkrebs. Aber auch das natürlich in Lebensmitteln vorkommende Aflatoxin gilt als gefährdend. Diese krebserregende Substanz wird von einem Pilz hergestellt, der Erdnüsse, Sojabohnen, Weizen, Mais und Reis befällt. Obgleich sich Aflatoxine weltweit verbreiten können, ist die Konzentration dieses Gift in Lebensmitteln, welche in Industrieländern hergestellt werden, eher gering. Hier regeln Tests, dass keine Gefahrenstoffe Nahrungsmittel verunreinigen. In ärmeren Ländern hingegen kann es durchaus zu einer Exposition von Lebensmitteln kommen.

In wirtschaftsschwachen Gebieten der Erde stellt auch Arsen ein gravierendes Problem dar. Es findet sich vor allem in verseuchten Trinkwasser in Brunnensystemen und gilt hernach als stark karzinogen. Ähnliches gilt darüber hinaus für verschiedene Parasiten, etwa solchen, die Schistosomiasis verursachen.

Das Krebsrisiko in Bezug auf Leberkrebs können auch Substanzen erhöhen, die in den Hormonhaushalt des Menschen eingreifen. Dazu zählen anabole Steroide sowie die Antibabypille. Abhängig ist der Risikofaktor hier vor allen Dingen von der Konzentration sowie der Dauer der Anwendung. Gerade Frauen, die lange Zeit mit der Pille verhüten sowie Sportler, die dauerhaft Steroide konsumieren, gelten als potenziell gefährdet.

Schließlich gilt, wie bei den meisten Krebserkrankungen, dass Tabakkonsum als Risikofaktor einzustufen ist. Zigaretten enthalten diverse Karzinogene, die auch über die Leber gefiltert werden. Anhand medizinischer Tests konnte belegt werden, dass Raucher ein deutlich höheres Risiko haben, an Leberkrebs zu erkranken, als Menschen, die nie geraucht haben.

Im Folgenden finden sich die möglichen Auslöser für Leberkrebs noch einmal im Überblick:

  • Tabakkonsum
  • Alkoholmissbrauch
  • Drogenmissbrauch
  • Leberzirrhose
  • Hepatitis B und C
  • Kontaminiertes Trinkwasser (Arsen)
  • Kontaminierte Lebensmittel (Aflatoxine)
  • diverse Chemikalien (Thoriumdioxid, Vinylchlorid)
  • Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Porphyria)
  • Steroide
  • Antibabypille

Symptome & Anzeichen

Leberkrebs gehört zu den Krebserkrankungen, die sich erst sehr spät durch Symptome bemerkbar machen. Gerade kleine Lebertumore sind bei Untersuchungen schwer zu erkennen und manifestieren sich kaum durch diverse Anzeichen, die bei anderen Krebserkrankungen durchaus üblich sind. Da der größte Teil der Leber durch den Brustkorb und die Rippen bedeckt wird, kann ein Tumor nur schwerlich bei einer Untersuchung ertastet werden. Erst dann, wenn die Wucherung bereits größere Ausmaße angenommen hat, ist sie prinzipiell spürbar.

Auch ein regelmäßiger Screeningtest ist für die Allgemeinheit kaum angedacht. Es finden also keine regelmäßigen Untersuchungen der Leber statt, bei denen Tumore bereits im Anfangsstadium ermittelt werden können. Lediglich Personen, die einem höheren Risiko ausgesetzt waren, sollten unbedingt ein Leberscreening durchführen lassen.

Die meisten Personen, die an einem primären Leberkrarzinom leiden, haben zuvor bereits eine längere Krankheitsgeschichte bezüglich der Leber. Das heißt in den meisten Fällen, dass eine Leberzirrhose bestand und folglich eine chronische Erkrankung oder aber starke Alkoholabhängigkeit vorliegt. Bei diesen Menschen ist vor allem der Risikofaktor selbst ein mögliches Anzeichen auf Leberkrebs.

Tatsächliche Symptome zeigen sich bei Leberkrebs erst in einem späteren Krankheitsstadium. Zumeist betreffen diese die Ernährung beziehungsweise die Verdauung. So kommt es nicht selten zu einem starken Gewichtsverlust, der sich nicht durch Diäten oder eine veränderte Ernährungsweise begründen lässt. Nicht selten leiden die Patienten auch unter einem Appetitverlust und verspüren bereits nach kleinen Mahlzeiten ein übermäßiges Sättigungs- oder sogar Völlegefühl. Es kommt unter Umständen nach der Nahrungsaufnahme zu Erbrechen oder Übelkeit.

Ist die Leber bereits stark vergrößert, kann es durchaus vorkommen, dass eine Masse unterhalb der Rippen wahrgenommen wird. Aber auch ein Druckgefühl auf die Lunge oder die Rippen kann wahrgenommen werden und darüber hinaus Schmerzen verursachen, die für den Patienten jedoch nicht genau lokalisierbar sind. Drückt ein Tumor auf das Lungengewebe, kann sich dies beispielsweise in Form von Rückenschmerzen bemerkbar machen. Aber auch Schmerzen im Bauch oder dem Schulterblatt sind möglich.

Ist die Leber stark angegriffen und kann ihre normalen Funktionen nicht mehr ausführen, zeigen sich Symptome eines Leberausfalls, die am ehesten mit Vergiftungserscheinungen beschrieben werden können. In einigen Fällen tritt eine deutliche Gelbfärbung der Haut sowie der Augen auf. Dies wird in der Medizin als Gelbsucht bezeichnet. Am Körper kann ein starker Juckreiz auftreten, der einer Nesselsucht ähnlich ist und dessen Ursache für den Betroffenen nur schwer ersichtlich ist.

Da die Leber auch für Gerinnungsfaktoren im Blut verantwortlich ist, können diverse Blutungserscheinungen als Symptom für Leberkrebs gewertet werden. So treten beispielsweise unkontrolliert Blutergüsse und Einblutungen auf. Darüber hinaus können die Bauchvenen stark vergrößert sein.

Lebertumore neigen nicht selten dazu, verschiedene Hormone zu bilden, die schließlich auch andere Organe im Körper beeinflussen können. Dadurch zeigen sich verschiedene Symptome, die zunächst nicht mit der Leber in Verbindung gebracht werden. Hierzu gehört unter anderem ein Anstieg des Kalziumwertes im Blut, die sogenannte Hyperkalzämie. Aber auch Muskelprobleme können infolge der Hormonproduktion eintreten. Bei Männer ist darüber hinaus mit einer Gynäkomastie sowie dem Schrumpfen der Hoden zu rechnen. Es ist aber auch möglich, dass lediglich die Anzahl der roten Blutkörperchen erhöht ist. Dann zeigt sich als einziges Symptom eine Rotfärbung der Haut beziehungsweise ein stärkeres Erröten als gewöhnlich.

In den meisten Fällen bleiben die Symptome bei Leberkrebs also unklar. Ein eindeutig dieser Krebsart zurechenbares Symptom gibt es hingegen nicht.

Die Symptome treten in der Regel erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Allerdings gibt es einige Anzeichen, welche auf einem Tumor in der Leber deuten können:
häufige Bauchschmerzen, speziell im Oberbauch
Haut und Augen färben sich gelblich
Durchfall
schwarzer Stuhl (Teerstuhl)
Gewichtsabnahme, trotz zunehmenden Bauchumfangs
Schwächegefühl
Wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum auftreten, sofort zum Arzt Gehen!


Diagnose & Krankheitsverlauf

Zeigen sich bei einem Patienten deutliche Anzeichen eines Leberkrebses beziehungsweise sind Symptome vorhanden, welche den Verdacht auf Leberkrebs nahe legen, so wird ein Arzt verschiedene Tests durchführen, welche die Erstannahme bestätigen könnten. Hierfür wird zunächst eine gründliche Anamnese durchgeführt. Dabei wird zum einen die familiäre Krankheitsgeschichte erfragt. Dies dient nicht nur dazu, zu erfahren, ob es bei nahen Angehörigen bereits Krebserkrankungen gegeben hat. Der Arzt kann hierdurch auch feststellen, ob eventuelle Erbkrankheiten oder Virusinfektionen wie Hepatitis in der Familie gehäuft vorkommen und eventuell auch beim Patienten zu finden sind. Sie könnten hernach für eine Schädigung der Leber verantwortlich sein. Darüber hinaus wird der Arzt auch eine mögliche Kontamination mit verschiedenen Substanzen überprüfen. Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch sollten dem Arzt daher mitgeteilt werden.

Sind die Risikofaktoren für Leberkrebs überprüft, wird eine eingehende körperliche Untersuchung vorgenommen. Der Patient wird dabei zum einen in Hinblick auf die Gelbsucht überprüft, es wird aber auch der Bereich unterhalb der rechten Rippen abgetastet.

Deuten Anamnese und körperliche Untersuchung darauf hin, dass ein Leberkrebs vorhanden sein könnte, werden diverse bildgebende Tests dazu verwendet, einen möglichen Tumor sichtbar zu machen. Hierfür kommen verschiedene Methoden infrage. Ultraschall ist häufig der erste Test, der durchgeführt wird. Dabei übertragen Schallwellen ein Bild von Wucherungen, die sich in der Leber befinden. Ob es sich dabei um ein Karzinom, einen gutartigen Tumor oder einfach Ablagerungen innerhalb des Lebergewebes handelt, ist hiermit jedoch nicht zu unterscheiden. Sichtbar werden lediglich Verschattungen im Organ, die verschiedene Ursachen haben können.

Sollte eine Verschattung vorliegen, werden in der Regel weitere bildgebende Verfahren eingesetzt, um die genaue Ausprägung der Wucherung zu ermitteln. Oftmals wird dafür ein sogenannter CT-Scan (Computertomografie) eingesetzt. Es handelt sich dabei um eine Röntgentechnik, mit der ein exakter Querschnitt des Körpers angefertigt wird. Dies hilft zum einen dabei, die genaue Lage und Ausprägung des Tumors in Erfahrung zu bringen und kann andererseits dazu genutzt werden, bestimmte Krebsarten zu identifizieren. Immerhin gestalten sich unterschiedliche Karzinome auf eine spezifische Weise, die durchaus nach einem bildgebenden Verfahren von einem Arzt zugeordnet werden kann.

Eine weitere bildgebende Möglichkeit der Diagnose ist der MRT-Scan (Magnetresonanztomografie). Ähnlich dem CT, liefert das MRT Bilder vom Weichgewebe des Körpers. Allerdings verwendet das MRT anstelle von Röntgenstrahlung starke Magnete und Radiowellen. Hiermit können Gewebemuster ermittelt werden. Es zeigt sich beim MRT also, wie das Gewebe beschaffen ist und welche Art von Zellen vorliegen. Hierdurch lassen sich beim Leberkrebs oftmals gutartige Tumore von Karzinomen unterschieden.

Ist bereits klar, dass ein Leberkrebs vorliegt, wird nicht selten zusätzlich ein sogenanntes Angiogramm erstellt. Es handelt sich dabei um einen speziellen Röntgentest, der die Blutgefäße der Leber untersucht. Hierfür ist es nötig, dass ein Katheter in die Leber eingeführt und ein bestimmter Farbstoff injiziert wird. Aus diesem Grund ist zumindest eine Lokalanästhesie bei diesem Test notwendig. Das Angiogramm dient hernach dazu, herauszufinden, ob Krebsgeschwüre von den Gefäßen oder den Leberzellen ausgehen.

Leberkrebs streut im Grunde genommen nur sehr selten. Ist dies jedoch der Fall, bilden sich Metastasen gehäuft im Knochengewebe des Menschen. Aus diesem Grund wird sicherheitshalber bei Vorliegen eines Leberkrebses ein Knochenscan durchgeführt, der eventuelle Wucherungen deutlich machen kann. Ist der Lebertumor noch vergleichsweise klein, wird dieser Scan lediglich bei Personen vorgenommen, die über Schmerzen der Knochen klagen.

Nicht immer ist die Untersuchung mit bildgebenden Verfahren erfolgreich. Es kann verschiedene Grüne dafür geben. Beispielsweise können andere Körperteile den Tumor verdecken oder Narbengewebe kann das Bild verfälschen. In solchen Fällen müssen Ärzte auf weitere Untersuchungsmethoden zurückgreifen. Mithilfe einer Laparoskopie, bei der eine kleine Kamera in das Lebergewebe eingeführt wird, kann beispielsweise ein Tumor abgeklärt und zudem das Krebsstadium ermittelt werden. Normalerweise erfolgt dieser Eingriff mithilfe einer kleinen Operation, die der Patient unter Vollnarkose durchlebt.

Es ist darüber hinaus möglich Lebergewebe direkt zu entfernen, also eine Biopsie vorzunehmen. Dies ermöglicht es, Lebergewebe direkt im Labor und unter dem Mikroskop zu untersuchen. Je nachdem, welche Eingriffe ohnehin beim Patienten vorgenommen werden und in welcher gesundheitlichen Verfassung er sich befindet, kommt dabei eine chirurgische Biopsie, eine laparoskopische Biopsie oder eine Nadelbiopsie infrage. Insbesondere bei der chirurgischen Biopsie wird der Tumor möglichst ganz entfernt. Es ist aber auch möglich, dass nur vernarbte Leberteile hierbei herausgenommen werden.

Ist schließlich Lebergewebe entnommen, wird es im Labor auf diverse Krebsmarker hin untersucht. Ein hoher Alpha-Fetoprotein-Wert ist beispielsweise ein Hinweis auf das Vorliegen eines Leberkrebses. Insgesamt können Mediziner mutierte Zellen leicht von normalen Leberzellen unterschieden.

Es ist jedoch auch möglich, durch einen Bluttest zur Krebsdiagnose zu gelangen. Hierbei werden zum einen Gerinnungsfaktoren überprüft. Da die Leber maßgeblich für die Gerinnung des Blutes verantwortlich ist, kann eine verminderte Blutgerinnung durchaus die Diagnose Krebs erhärten. Darüber hinaus sind noch andere Leberfunktionstests durch das Blut ermittelbar. Hier geht es vor allem darum, die Filterfunktion der Leber zu überprüfen, die gerade bei Menschen mit Leberzirrhose kaum noch gegeben ist. Aufschluss darüber geben aber auch andere Organe, wie beispielsweise die Nieren. Sie zu untersuchen gehört ebenfalls zum Diagnoseprogramm bei Leberkrebs.

Zuerst wird auf die Krankheitsgeschichte eingegangen (Anamnese). Anschließend wird eine körperliche Untersuchung angeordnet. Dabei wird die Größe und Beschaffenheit der Leber untersucht. Zu den bildgebenden Diagnose-Verfahren zählen die Ultraschalluntersuchung (Sonografie, damit lassen sich Veränderungen an den Organen feststellen), die Computertomografie (3D-Bilder) und Magnetresonanz-Tomografie (Kernspintomografie). Zudem wird eine Darmspiegelung angewendet, damit ausgeschlossen werden kann, dass keine Metastasen eines Darmkrebs für den Leberkrebs verantwortlich sind.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Insgesamt gesehen gehört Leberkrebs zu den eher seltenen Krebserkrankungen. Wesentlich häufiger zeigen sich Tumore im Lebergewebe aufgrund einer anderen Krebserkrankung, beispielsweise Pankreaskrebs oder Brustkrebs. Aktuell sprechen Statistiken davon, dass es jährlich etwa 700 000 Neuerkrankte in Bezug auf einen primären Leberkrebs weltweit gibt. Dabei ist eine leichte Gewichtung bezüglich Männern geben. Es ist davon auszugehen, dass ungefähr zwei Drittel der Leberkrebsfälle bei Männern auftritt. Die Gründe hierfür sind bislang von der Forschung noch nicht ermittelt wurden. Einige Ärzte sehen den Grund in einem risikoreicheren Verhalten von Männern: Sie sind folglich öfters mit Risikofaktoren konfrontiert als Frauen. Andere Ärzte dementieren dies und sehen einen deutlichen Einfluss der männlichen Sexualhormone, insbesondere des Testosterons, auf die Entstehung von Leberkrebs.

In den vergangenen Jahren konnte ob der erfolgreichen Interventionskampagnen und der Aufklärung bezüglich Risikofaktoren ein Rückgang der meisten Krebsarten beobachtet werden. Leberkrebs bildet dabei jedoch eine Ausnahme. Hier zeigen sich beständig steigende Zahlen. Es wird von einem Anstieg der Fallzahlen von circa 3 % jährlich ausgegangen. Dem steht jedoch entgegen, dass zunehmend weniger junge Menschen von diesem Krebs betroffen sind. Das Durchschnittsalter für die Erstentstehung von Leberkrebs liegt deutlich über 50 Jahre. Kinder sind hingegen nur sehr selten betroffen. Eine Ausnahme bildet dabei jedoch das sogenannte Hepatoblastom, das beinahe ausnahmslos kleine Kinder betrifft.

Die Herkunft eines Menschen scheint bei der Entwicklung dieser Krebsart durchaus von Bedeutung zu sein. Statistiken belegen, dass überwiegend Menschen aus dem asiatischen Raum betroffen sind. Genaue Zahlen sind hierfür jedoch noch nicht ermittelt wurden. Auch exakte Gründe können von der Medizin bislang noch nicht für diesen Fakt geliefert werden. Einige Mediziner gehen allerdings davon aus, dass diverse Spezifika in der dna verantwortlich sein könnten. Andere Forscher glauben hingegen, dass Probleme bei der Nahrungsmittelverarbeitung oder der Trinkwasseraufbereitung zu den vergleichsweise hohen Fallzahlen beitragen.

Leberkrebs zählt zu den Krebsarten, die relativ schlecht behandelt werden können. Dies liegt in erster Linie daran, dass oftmals eine Vorerkrankung zur Schädigung des Gewebes geführt hat. Darüber hinaus wird Leberkrebs nur selten im Frühstadium diagnostiziert. Aus diesem Grund enden weltweit etwa 90 % der Fälle tödlich.


Komplikationen bei der Krankheit

Leberkrebs ist eine eher seltene Erkrankung. In den meisten Fällen, in denen sich Tumore im Lebergewebe zeigen, handelt es sich um Metastasen, die auf andere Krebserkrankungen zurückzuführen sind. Tritt ein Krebs tatsächlich primär in der Leber auf, ist dies zumeist mit einer schweren Vorerkrankung dieses Organs zu begründen. Eine Leberzirrhose oder eine starke Fibrose, also Vernarbung der Leber, ist hernach zumeist anzutreffen. Darüber hinaus wird Leberkrebs erst spät entdeckt und zeigt sich zumeist in einem fortgeschrittenen Stadium bei der Erstdiagnose. Dies bedeutet in der Regel auch, dass schon sehr viel Lebergewebe irreparabel geschädigt ist. Dadurch kann es zu kompletten Ausfallerscheinungen der Leber kommen. Oftmals werden Giftstoffe nicht mehr aus dem Körper herausgefiltert und es zeigen sich starke Vergiftungserscheinungen. Dies kann zu verschiedenen Symptomen führen, die insgesamt als lebensbedrohlich zu werten sind. Wird das Fortschreiten der Leberschädigung nicht unterbunden, ist das gesamte Organ womöglich nicht mehr zu retten. Dann folgt in letzter Konsequenz die Entnahme eines Organs. Jedoch ist der Mensch ohne eine funktionierende Leber nicht lebensfähig. Wie bei allein Organtransplantationen ist die Warteliste jedoch entsprechend lang und nicht immer kann rechtzeitig ein Spendeorgan gefunden werden.

Gerade im Bereich der Transplantation ergeben sich einige Komplikationen. Zum einen ist es durchaus möglich, dass der Körper das neue Organ als Fremdgebilde begreift und eine Abwehrreaktion einleitet. Obgleich die neue Leber also funktionieren würde, stößt sie der Körper des Betroffenen ab. Außerdem bestehen unter Umständen die Gründe für einen Leberkrebs weiterhin. Dann kann es vorkommen, dass die transplantierte Leber ebenfalls geschädigt wird. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn eine chronische Erkrankung den Krebs ausgelöst hat. Aber auch Alkoholismus, der nach der Transplantation weiterhin ein Problem darstellt, kann dazu beitragen, dass die neue Leber wieder erkrankt.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Leberkrebs gehört zu jenen Erkrankungen, die sich erst in einem sehr späten Stadium durch diverse Symptome äußern. Bis zu diesem Zeitpunkt, an dem eine Behandlung oftmals bereits erfolglos ist, bemerken Betroffene kaum, dass die Leber schon massiv geschädigt sein kann. Darüber hinaus gibt es bislang noch keine flächendeckende Routineuntersuchung, bei welcher die Leberwerte sowie Leberfunktionen überprüft werden. Dies ist auch damit begründet, dass Leberkrebs insgesamt eine vergleichsweise seltene Erkrankung ist. Dennoch gibt es einige Faktoren, die einen Arztbesuch sinnvoll machen. Hierzu gehört beispielsweise das Ausgesetztsein von Risikofaktoren. Menschen beispielsweise die abhängig von Alkohol oder anderen Drogen sind, sollten ihre Leber regelmäßig auf eigenen Wunsch hin vom Arzt untersuchen lassen. Dabei sollte nicht verschwiegen werden, dass eine Suchtproblematik vorliegt. Nach Möglichkeit sollte selbstverständlich das Drogenproblem per se gelöst werden. Auch hierfür kann die Hilfe eines Arztes in Anspruch genommen werden.

Personen, die aufgrund ihrer Arbeit mit karzinogenen Substanzen in Kontakt gekommen sind, sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Hier können unter Umständen frühzeitig Veränderungen des Lebergewebes erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Regelmäßige Kontrollen der Leber sind auch Menschen angeraten, die an einer chronischen Stoffwechselerkrankung leiden.

Schließlich sollte ein Arzt unbedingt aufgesucht werden, wenn sich erste Symptome eines Leberausfalls bemerkbar machen. Dazu gehören die sogenannte Gelbsucht, also die Gelbfärbung von Haut und Augen, starke Verdauungsbeschwerden oder Druckschmerz in der Brust und im Rücken.

Behandlungsmethoden & Therapie

Nachdem die Diagnose Leberkrebs gestellt wurde, wird ein Ärzteteam die geeigneten Behandlungsmöglichkeiten diskutieren. Welche Methoden dabei zum Einsatz kommen, hängt in erster Linie davon ab, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist, wie es um die körperliche Verfassung des Patienten bestellt ist und welche Krebsart im Speziellen vorliegt. Darüber hinaus erfolgt eine umfassende Aufklärung des Betroffenen über diverse Nebenwirkungen der Behandlung sowie die Heilungschancen. Der Patient hat dabei stets ein Mitspracherecht. Er kann sich auch gegen eine Behandlung entscheiden und lediglich palliativmedizinische Maßnahmen in Anspruch nehmen. Dies geschieht vor allem dann, wenn nur wenig Aussichten auf Erfolg einer Behandlung bestehen.

Die Behandlungsmethoden bei Leberkrebs umfassen zum einen chirurgische Methoden, zum anderen diverse medikamentöse Herangehensweisen sowie den Einsatz von Strahlung. Als operative Verfahren kommen die partielle Hepatektomie (teilweise Entfernung der Leber), eine komplette Lebertransplantation, eine Tumorablation sowie eine Tumorembolisation zum Einsatz. Medikamentös wird mittels Chemotherapie und Immuntherapie gegen den Krebs vorgegangen. Aber auch verschiedene Varianten der Strahlentherapie sind möglich.

Bei der chirurgischen Entfernung des Tumors spielt vor allem eine Rolle, wie weit dieser bereits das Lebergewebe durchsetzt hat und welche Ausmaße das Krebsgewebe insgesamt einnimmt. Ist durch die Entnahme nicht mit einer Zerstörung der Leber zu rechnen und liegt ein einzelnes, größeres Geschwür vor, ist diese Methode am geeignetsten. Es ist bei Leberkrebs jedoch durchaus möglich, dass sich anstelle eines kompakten Tumors, viele kleine Krebsgeschwüre im Lebergewebe gebildet haben. Dann ist eine Tumorablation nicht möglich. Beschränken sich die Tumore auf einen Teil der Leber, kann dieser unter Umständen entfernt werden. Dadurch bleibt genügend funktionsfähiges Lebergewebe im Körper zurück. Prinzipiell ist diese Methode allerdings nur sinnvoll, wenn noch kein weit fortgeschrittenes Krebsstadium erreicht wurde. Hat der Krebs jedoch die gesamte Leber angegriffen, muss diese komplett entfernt werden. Ohne dieses Organ ist ein Körper jedoch nicht lebensfähig. Anders als beispielsweise bei der Milz, der Galle oder der Schilddrüse, gibt es keine medikamentöse Ersatztherapie, welche die Funktion der Leber ausgleichen kann. Aus diesem Grund geht das komplette Entfernen der Leber stets mit einer Transplantation einher. Dies kann vor allem dann schwer werden, wenn keine Familienangehörige vorhanden sind, die einen Teil ihrer Leber spenden können. Die Wartelisten für ein Transplantationsorgan sind sehr lang und unter Umständen steht kein geeignetes Organ zur Verfügung.

Tumore lassen sich auch mittels Strahlentherapie entfernen. Hierfür gibt es zwei verschiedene Arten. Zum einen kann gebündelte Strahlung von Außen auf das Tumorgewebe gerichtet werden und diesen gleichsam einschmelzen. Dies hindert Krebsgewebe oftmals am Wachsen beziehungsweise verkleinert Tumore derart, dass diese erfolgreich herausoperiert werden können. Es sind jedoch mehrere, langwierige Sitzungen für diese Therapie notwendig. In einigen Fällen lohnt sich daher, ein Strahlungsimplantat in die Leber einzusetzen. Dieses moderne Verfahren erlaubt es, dass permanent Strahlung auf die Krebszellen wirkt. Insgesamt ist die Strahlentherapie aber auch komplikationsreich. Viele Menschen leiden unter Nebenwirkungen ob der Behandlung. Dennoch gehört sie zu den wirksamsten Methoden im Kampf gegen eine Krebserkrankung.

Gerade wenn kein einzelner Tumor, sondern viele kleine Krebsgeschwüre vorliegen oder sich bereits Metastasen gebildet haben, ist der Einsatz von Strahlentherapie nur noch bedingt erfolgreich. Hier gilt es viele Brandherde zu bekämpfen. Dazu wird in der Medizin die sogenannte Chemotherapie eingesetzt. Es handelt sich dabei um die Verwendung starker Medikamente, welche Krebszellen abtöten und am Wachstum hindern sollen. Die Chemotherapie ist dabei immer ein schwieriger Balanceakt. Zum einen sind die Medikamente durchaus in der Lage Krebszellen wirksam zu bekämpfen. Zum anderen unterschieden die Mittel nicht zwischen malignen und normalen Zellen. Dadurch kann viel gesundes Gewebe in Mitleidenschaft gezogen und geschädigt werden. Nicht selten versterben Patienten nicht an der Krebserkrankung selbst, sondern an der gesundheitsbeeinträchtigenden Behandlung. Für den Arzt besteht die Schwierigkeit also darin, zu ermitteln, welche Dosis notwendig ist, um gegen den Krebs anzugehen und wann der Einsatz von Medikamenten lebensgefährlich sein kann. Entsprechend hoch sind bei dieser Therapie die Nebenwirkungen. Gilt Chemotherapie als einzige Behandlungsmöglichkeit, entscheiden sich nicht selten Patienten gegen eine Therapie.

Gerade aussichtslose und sehr schwierige Fälle, können auch in klinischen Studien behandelt werden. Es handelt sich dabei um Tests mit neuen Behandlungsmethoden. Diese können unter Umständen sehr gefährlich sein, da noch keine Behandlung erprobt wurde. Ob ein Patient überhaupt für die Teilnahme an einer Studie infrage kommt, entscheidet in der Regel der Studienleiter. Hernach muss eine Einwilligung des Patienten erfolgen. Für viele Studienteilnehmer stellen die neuen Methoden jedoch die letzte Möglichkeit und die letzte Hoffnung auf eine erfolgreiche Behandlung dar. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass klinische Studien in Deutschland strengen Regelungen unterliegen. Hier sind bereits einige Nebenwirkungen ausgeschlossen und zumindest eine theoretische Wirksamkeit wurde überprüft. Das minimiert das Risiko für den Patienten erheblich. In anderen Ländern sieht die Situation jedoch anders aus. Gerade wenn eine Therapie angeboten wird, die in Deutschland keine Genehmigung erhalten hat, sollte hiervon nach Möglichkeit Abstand genommen werden. Dies gilt in gleichem Maße für kostenpflichtige Behandlungen, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Es ist nicht selten, dass “schwarze Schafe” im Kreis der Mediziner aus der Verzweiflung von Patienten Profit schlagen wollen und eine vollkommen sinnlose, teure Behandlung im Ausland anbieten. Dies betrifft in hohen Maße auch die Alternativmedizin.

Welche Therapie schließlich zum Einsatz kommt, sollte folglich stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Bei Unsicherheiten kann zudem eine Zweitmeinung eingeholt werden. Handelt es sich um einen primären Tumor, so wird dieser meisten operativ entfernt. Dabei kommt es auf die Klassifizierung des Tumors an – je nach dem kann die Leber vollständig oder nur teilweise entfernt werden. Sollte sie vollständig entnommen werden, so ist eine Lebertransplantation notwendig. Diese Vorgehensweise wird in der Regel dann angewendet, wenn über 50 Prozent der Leber mit Krebs befallen sind. Für eine erfolgreiche Transplantation ist allerdings ein guter Allgemeinzustand erforderlich. Bei der teilweisen Entfernung wird der Tumor und das umliegende gesunde Gewebe entfernt. Ist die Leberfunktion nicht beeinträchtigt, dann kann der restliche Teil die Funktion der kompletten Leber übernehmen. Weitere Verfahren sind Chemotherapie oder eine lokale Tumorkontrolle durch Verödung oder Wärmebehandlungen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine tatsächliche Möglichkeit der Vermeidung von Leberkrebs gibt es bislang noch nicht. Dies beruht vor allem darauf, dass die Ursachen für die Krebsentstehung von der medizinischen Forschung noch nicht abschließend geklärt sind. Es ist allerdings möglich, Risikofaktoren zu vermeiden und dadurch insgesamt das Risiko eines Leberkrebses zu mindern.

Als wichtigste Maßnahme kann hier die Verhinderung von Krankheiten genannt werden, welche zur Schädigung des Lebergewebes führen. Dies betrifft in erster Linie eine Ansteckung mit Hepatitisviren. Eine chronische Infektion mit Hepatitis B beziehungsweise Hepatitis C gehört zur Hauptursache für Leberkrebs. Aus diesem Grund kann als eine der Hauptmöglichkeiten zur Vorsorge die Impfung gegen Hepatitis B gezählt werden. Gegen Hepatitis C existiert bislang jedoch noch kein adäquater Impfstoff. Hier hilft allein, potentiellen Infektionsquellen aus dem Weg zu gehen: Die gemeinsame Nutzung von Spritzbesteck beim Drogenkonsum sowie ungeschützter Geschlechtsverkehr sollten vermieden werden. Bluttransfusionen hingegen, die bis vor einigen Jahren noch als Infektionsmöglichkeit galten, sind heute zumeist unbedenklich. Personen mit einem hohen Risiko für die Ansteckung mit Hepatitis sollten sich zudem regelmäßig auf die Infektion hin testen lassen, um eine eventuelle Erkrankung der Leber beobachten und bei Bedarf behandeln lassen zu können. Dies ist auch notwendig, um die Personen im näheren Umfeld zu schützen.

Eine weitere wichtige Präventionsmaßnahme ist der Verzicht auf Alkohol. Übermäßiger Konsum dieser Substanz führt in den meisten Fällen zu einer schweren Leberzirrhose und bildet damit ein hohes Risiko für Leberkrebs. Der Verzicht auf Alkohol fällt vor allem dann schwer, wenn bereits eine Sucht entwickelt wurde. Diese ist kaum aus eigener Kraft zu überwinden. Aus diesem Grund sollten Alkoholiker stets die Hilfe von Suchttherapeuten in Anspruch nehmen. Dies gilt in ähnlichem Maße auch für Tabakkonsumenten.

Neben dem Verzicht auf Tabak und Alkohol ist aber auch eine gesunde Ernährung teil des Präventionsprogramms gegen Leberkrebs. Immerhin führt in vielen Fällen eine Fettleber zur Entstehung von Tumoren im Lebergewebe. Menschen sollten aus diesem Grund nach Möglichkeit ein Normalgewicht halten oder bei Übergewicht, eventuell mit Hilfe eines Ernährungsberaters, abnehmen.

Eine Exposition gegenüber karzinogenen Chemikalien gilt ebenfalls als wirksame Prävention. Häufig betrifft dies Menschen, welche beruflich mit entsprechenden Substanzen zu tun haben. Sie sollten unbedingt die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen und geeignete Schutzkleidung tragen. Chemikalien können jedoch auch außerhalb des Berufsalltages eine Rolle spielen. Das gilt insbesondere für Urlauber, welche Nahrungsmittel und Wasser in anderen Ländern konsumieren. Hier muss besonders vorsichtig vorgegangen werden. Wasser sollte beispielsweise niemals aus der Leitung oder einem Brunnen, sondern aus Wasserflaschen getrunken werden. Wenn möglich sollte zudem auf Nahrung verzichtet werden, die unter Umständen mit Aflatoxinen belastet sein könnte. Auch hier gilt, dass Lebensmittel, die im Supermarkt erhältlich sind, ein geringeres Gefahrenpotential bieten, als unverpackte Nahrung.


Prognose zur Heilung

Wie bei den meisten Krebserkrankungen richten sich die Heilungschancen danach, wann der Krebs erstmals diagnostiziert wurde. Bei Leberkrebs handelt es sich leider um eine Krebsart, die erst sehr spät entdeckt wird. Der Grund hierfür ist, dass sich nur selten Symptome im Anfangsstadium zeigen. Wird ein Karzinom dann nicht durch Zufall bei einer Untersuchung entdeckt, sinken die Heilungschancen mit jedem Tag. Bei schnell wachsenden Leberkrebsen tritt in etwa der Hälfte der Fälle bereits nach sechs Monaten der Tod ein. Wird der Krebs hingegen früh entdeckt, die Leber rechtzeitig transplantiert oder der Tumor schnellstmöglich entfernt, besteht zumindest eine Überlebensrate in den ersten fünf Jahren nach der Erstdiagnose von über 70 %.

Die Behandlung eines Leberkrebses gestaltet sich in den meisten Fällen als schwierig. Das gilt in besonderem Maße dann, wenn anstelle eines einzelnen Tumors viele kleine Krebsgeschwüre das Lebergewebe durchsetzt haben. Oftmals ist der Einsatz der gefährlichen Chemotherapie notwendig. Hier liegt die Überlebensrate deutlich unter dem Schnitt anderer Krebserkrankungen. Nicht selten ist darüber hinaus keine Behandlung mehr sinnvoll und Ärzte greifen lediglich auf lebensverlängernde Maßnahmen zurück. Da die Leber jedoch viele Funktionen, beispielsweise die Giftstofffilterung oder die Herstellung von Blutgerinnern, inne hat, tritt auch hier oft ein schneller Tod des Betroffenen ein.

Insgesamt gesehen enden beinahe 90 % der Leberkrebserkrankungen tödlich. Hierin eingeschlossen sind sowohl die Fälle, in denen keine Behandlung vorgenommen wurde, da der Krebs zu spät entdeckt wurde, als auch jene Fälle, bei denen die Behandlung erfolglos verlief.

Je eher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Daher sind regelmäßige Voruntersuchungen zu empfehlen. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sowie viel Bewegung kann vor Leberkrebs geschützt werden. Zudem sollte man auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichten.


Die Lebertransplantation

Die Lebertransplantation stellt in erster Linie das Entfernen einer kranken, funktionsuntüchtigen und, im Falle von Leberkrebs, von Tumorgewebe durchsetzten Leber dar. Da der Körper ohne dieses Organ jedoch nicht lebensfähig ist, muss bei der Entnahme ein Ersatz in Form einer Spenderleber eingesetzt werden. Entweder handelt es sich hierbei um Teile einer gesunden Leber oder um ein komplettes Spendeorgan, das einem verstorbenen Spender entnommen wurde.

Bereits vor den 1960er Jahren wurde darüber diskutiert, ob eine Lebertransplantation beim Menschen möglich sei. Beispielsweise erforschte der Mediziner Thomas Starzl diese Transplantationstechnik und erprobte sie zunächst bei anderen Säugetieren, wie etwa dem Hund. Hier konnte er bereits Erfolge erzielen. Eine erfolgreiche Lebertransplantation konnte jedoch erst Ende der 60er beim Menschen erreicht werden. Problematisch war hernach nicht der operative Eingriff selbst, sondern die darauffolgenden Abstoßungsreaktionen des menschlichen Körpers. Erst in den 80ern, mit Verbesserung der Immunsuppressiva, welche das Immunsystem für die Dauer der Eingewöhnung außer Kraft setzen beziehungsweise einschränken sollen, konnte eine Überlebensrate über 10 % erreicht werden. Aus diesem Grund wurde die Lebertransplantation immer häufiger bei der Behandlung von Leberschäden und besonders bei Leberkrebs eingesetzt. Inzwischen liegt die Überlebensrate nach Lebertransplantationen immerhin bei knapp 90 % innerhalb des ersten Jahres und zwischen 60 und 80 % nach fünf Jahren.

Trotz aller Erfolge, die inzwischen auf dem Gebiet der Transplantationstechnik erreicht werden konnten, birgt dieser Eingriff nach wie vor etliche Risiken, die es vor einer Entscheidung zu beachten gilt. Dazu gehören neben den allgemeinen Operationsgefahren auch spezifische Leiden. Beispielsweise kann es nach der Transplantation zu erheblichen Problemen mit der Galle kommen. Ursachen hierfür können verengte und undichte Gallengänge sein. Problematischer ist jedoch die Einnahme von Medikamenten gegen Abstoßungsreaktionen. Die neue Leber wird vom Körper stets als Fremdkörper wahrgenommen. Aus diesem Grund müssen diverse Anti-Abstoßung-Medikamente ein Leben lang eingenommen werden. Diese sind jedoch per se risiko- und nebenwirkungsreich. Sie verursachen nicht selten Diabetes, Osteoporose, Bluthochdruck sowie Verdauungsbeschwerden. Darüber hinaus beeinträchtigen sie in hohem Maße das Immunsystem. Dadurch fällt es dem Körper zunehmend schwerer gegen Infektionen anzukämpfen. Das Krankheitsrisiko steigt hernach. Im schlimmsten Falle kommt es trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme und eines passenden Spendeorgans zur Abstoßung. Dann muss erneut und schnellstmöglich eine neue Leber gefunden werden.

Eine der größten Schwierigkeiten bei der durch Krebs bedingten Lebertransplantation ist es, rechtzeitig ein passendes Spendeorgan zu finden. Während es beispielsweise beim Ausfall der Nieren oder der Lunge verschiedene Ersatztherapien gibt, die zumindest die Wartezeit auf ein Spendeorgan überbrücken können, ist dies im Bezug auf die Leber noch nicht möglich. Kann kein Verwandter einen Leberlappen spenden, muss der Patient auf die entsprechende Warteliste. Hier rückt vor, wer akut gefährdet ist. Dennoch ist es, auch aufgrund eines Organmangels, nicht immer möglich eine passende Leber zu erhalten. Darüber hinaus existieren in Deutschland sehr strenge Gesetze, welche die Organtransplantation regeln. So muss jeder, der prinzipiell bereit ist, seine Organe nach dem Tod zu spenden, ein Willensbekundung vornehmen. Es gibt hierfür einen sogenannten Organspendeausweis. Es ist jedoch nicht verpflichtend einen solchen zu besitzen. Bislang tragen daher nur wenig Menschen einen solchen Ausweis bei sich. Der käufliche Erwerb von Spendeorganen, der Organhandel, ist hingegen in Deutschland strengstens verboten. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Mensch seinen Leberlappen verkauft.

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass auch lebende Menschen einen Teil ihrer Leber spenden können. Hierfür wird ein Lappen der Leber entwendet und dem Patienten eingesetzt. Die dadurch entstehende Split-Leber ist hernach in der Lage sich zu regenerieren und den vollen Funktionsumfang dieses Organs einzunehmen. Diese Technik wird vor allem bei Kindern angewendet, deren Eltern häufiger als Spender in Frage kommen. Selbstverständlich müssen diese für den Eingriff entsprechend gesund sein und dürfen selbst keine Lebererkrankungen aufweisen.

Insgesamt gesehen ist die Medizin im Bezug auf Lebertransplantationen bereits recht weit fortgeschritten. Die aktuellen Probleme werden in vielen Studien auf diesem Gebiet untersucht. Mediziner forschen beispielsweise daran, Spendeorgane künstlich herzustellen. Darüber hinaus werden verschiedene Methoden untersucht, die Abstoßungsreaktionen nach der Transplantation zu minimieren.


Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungsmethoden eignen sich nur bedingt für eine Krebstherapie. Im Bezug auf Leberkrebs hat dies ganz besonders Gültigkeit, da es sich hierbei um eine besonders schwere Krebsart handelt, die nur mit mäßigen Erfolgsaussichten behandelt werden kann. Homöopathische Mittel, Tees, Wickel und ähnliches zeigen sich dabei ohne Wirksamkeit und können im Gegenteil sogar zu einer weiteren Schädigung des Lebergewebes beitragen.

Es gibt jedoch eine Reihe von Methoden aus dem Bereich der Alternativmedizin, die unter Umständen eine Behandlung gegen Leberkrebs sinnvoll ergänzen können. Dies bezieht sich in erster Linie auf alle Möglichkeiten des Stressabbaus und der Minderung psychischen Drucks. In den vergangenen Jahren haben sich hierfür spezielle alternative Krebstherapien entwickelt. Hierzu gehören beispielsweise Gesprächstherapien, in denen die traumatischen Erfahrungen mit der Krankheit besprochen und verarbeitet werden können. Aber auch Yoga und Qi Gong können hilfreich sein. Seit einiger Zeit etabliert sich zudem eine gänzlich neue Methode des Stressabbaus. Es handelt sich dabei um ein Phänomen, das als ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response) bezeichnet wird. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 50 % der Menschen weltweit ASMR erleben können. Hiermit wird beschrieben, dass beim Anblick von beruhigenden Handlungen (Massagen, Streicheleinheiten) sowie bestimmten Geräuschen (zum Beispiel Flüstern, Regeltropfen) ein angenehmes Gefühl erzeugt wird. Dies äußert sich durch ein kribbelndes Gefühl, welches sich vom Kopf bis hin zur Wirbelsäule ziehen kann. Die wissenschaftliche Forschung zur Untersuchung dieses Phänomens steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich um eine spezielle Art der Synästhesie handelt, bei der Berührungserinnerung und Geräuschwahrnehmung miteinander verknüpft sind. Von einigen Heilpraktikern werden diverse Techniken bereits angewendet, die zum ASMR-Bereich gehören. Dies soll unter anderem Stress mindern und Panikattacken mildern oder vermeiden. Im Internet kursieren inzwischen viele ASMR-Videos, die nach Belieben abgerufen und genutzt werden können.

Neben dem Einsatz der alternativen Medizin für palliativmedizinische Zwecke, kommt ihr auch eine Bedeutung bei der Prävention gegen Leberkrebs zu. Dies betrifft in erster Linie den Entzug von Alkohol, der als eine der Hauptursachen für Leberkrebs gesetzt ist. Spätestens bei einer drohenden Leberzirrhose muss unbedingt auf den Konsum von Alkohol verzichtet werden. Verschiedene Therapien, beispielsweise Hypnotherapie oder Musiktherapie und Kunsttherapie sollen dabei unterstützend wirken. Welche Maßnahme vom Betroffenen in Anspruch genommen wird, richtet sich nach den persönlichen Vorlieben sowie dem regionalen Angebot.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt etliche Hausmittel, die bei verschiedenen Krankheiten durchaus eine sinnvolle Ergänzung zu konventionellen Behandlungsmethoden bilden können. Gerade bei leichten Krankheiten, wie Schnupfen oder Schlaflosigkeit, findet sich eine breite Palette von Möglichkeiten, die Erfolge für den Patienten erzielen können. Anders gestaltet sich die Situation hingegen, wenn eine schwere Erkrankung vorliegt. Das betrifft auch das Leberkarzinom. Diese Krebserkrankung gilt allgemein als schwer behandelbar. Hausmittel finden hier kaum Anwendung. Der Grund hierfür ist vor allem, dass Karzinomzellen komplett aus dem Körper entfernt werden müssen, damit eine Heilung möglich ist. Hausmittel können dies jedoch nicht gezielt bewirken und bleiben demnach wirkungslos gegen den Krebs.

Anders gestaltet sich die Situation hingegen im Bereich der Palliativmedizin. Sie dient dazu, einem Patienten mit einer unheilbaren Krankheit das Leben möglichst zu erleichtern und dieses gegebenenfalls zu verlängern. Hausmittel können dabei eine positive Unterstützung sein. Hierzu gehören alle Maßnahmen, die dem Patienten dabei helfen, Stress abzubauen. Langsame Spaziergänge, ausreichend Schlaf und der Verzicht auf Alkohol und andere gefährliche Substanzen gehören beispielsweise dazu. Von Tees, welche die Leber entgiften sollen, sollte jedoch abgesehen werden. Diese könnten unter Umständen zu einer Belastung des ohnehin angegriffenen und vernarbten Lebergewebes führen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Naturheilkundler schwören bei der schwierigen Behandlung gegen Leberkrebs auf diverse Kräuter und Pflanzen. Gerade Süßholz soll beispielsweise entzündungshemmend und gleichzeitig reinigend wirken. Es finden sich aus diesem Grund Verweise, vor allen Dingen im Internet, darauf, dass der regelmäßige Konsum von Lakritz als naturmedizinische Behandlung angesehen werden kann. Dass einige Heilpflanzen tatsächlich einen positiven Effekt auf die Leber haben, soll an dieser Stelle nicht bestritten werden. Als Präventionsmaßnahme kann Lakritz versuchsweise eingesetzt werden. Als Behandlung zeigen sich Pflanzen und Kräuter jedoch nicht wirksam. Der Grund hierfür ist, dass eine Entzündung oder eine weitere Erkrankung zwar teilweise ursächlich für die Krebsentstehung ist, dieser aber hernach selbstständig wird. Geschädigte und mutierte Zellen können nicht mehr repariert werden. Es gilt sie vielmehr abzutöten oder operativ zu entfernen, damit sie sich nicht ausbreiten können. Keine Pflanze ist jedoch dazu in der Lage, eine maligne Zelle am Teilen zu hindern oder aus ihr wieder eine normale Leberzelle herzustellen. Der Einsatz von Tees oder Kräuterdragees ist folglich in keinem Falle zur alleinigen Krebsbehandlung geeignet. Bei übermäßigem Konsum einer bestimmten Pflanze, das trifft beispielsweise auch auf Süßholz zu, kann es hingegen sogar zu weiteren Erkrankungen wie Nierenproblemen oder Herzversagen kommen. Dies ist bei Vorliegen eines Leberkrebses besonders wahrscheinlich, dass Giftstoffe nicht mehr normal gefiltert werden.

Der Einsatz von Heilpflanzen bei der Krebsprävention sowie bei der Behandlung gegen Leberkrebs sollte also unbedingt mit dem behandelnden Arzt oder einem Onkologen abgesprochen werden.

Im Folgenden finden sich eine Reihe von Heilpflanzen, die oftmals im Zusammenhang mit Leberkrebs und der Lebergesundheit insgesamt genannt werden:

  • Rotklee
  • Süßholz
  • Kapuzinerkresse
  • Salbei
  • Graviola
  • Blutwurz
  • Sangre de grado
  • Uncaria tomentosa
  • Lapacho
  • Selaginella

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

Ätherische Öle werden als Dampfbad, Wickel, in Tees oder zum Einreiben verabreicht. Sie sollen die Gesundheit bestimmter Organe und des gesamten Körpers positiv beeinflussen. Im Bezug auf die Behandlung von einem Leberkarzinom haben sie jedoch kaum eine Wirkung. Es handelt sich bei dieser Krebserkrankung um eine vergleichsweise schwer zu behandelnde Krankheit. Sie erfordert nicht selten drastische medizinische Maßnahmen, etwa die operative Entfernung von Gewebeteilen, eine Lebertransplantation oder den Einsatz von starken Medikamenten während einer Chemotherapie. Es sind bislang keine ätherischen Öle, die einen solchen Eingriff ersetzen könnten oder eine annähernde Wirkung zeigen. Immerhin ist eine erfolgreiche Therapie nur dann möglich, wenn Krebszellen komplett aus dem Körper beseitigt werden.

Ob ätherische Öle als Präventionsmaßnahme sinnvoll sind, wurde von der Medizin bisher noch nicht durch Studien überprüft. Bislang ist eher davon auszugehen, dass der Verzicht auf diverse Substanzen erfolgsversprechender ist, als die Einnahme von Mitteln. Immerhin muss jeglicher Überschuss an Stoffen von der Leber gefiltert werden. Bei Ölen auf Pflanzenbasis, zumal wenn sie selbst hergestellt werden, ist zudem erhöhte Vorsicht geboten. Es existiert ein natürlich vorkommender Pilz, der Gräser und Kräuter befallen kann und als karzinogen gilt. Die Einnahme eines kontaminierten Öls hätte hernach genau gegenteilige Funktion und könnte die Entstehung eines Leberkrebses noch begünstigen.

Es hat sich hingegen gezeigt, dass ätherische Öle in Bezug auf palliativmedizinische Maßnahmen durchaus sinnvoll eingesetzt werden können. Sie können beispielsweise nervenberuhigend, leicht schmerzlindernd oder stressmindernd wirken. Der Einsatz von Ölen sollte dennoch zuvor mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Folgenden ätherischen Ölen wird eine positive Wirkung auf die Lebergesundheit zugeschrieben:

  • Rosmarin
  • Thymian
  • Oregano
  • Kamille
  • Lavendel
  • Weihrauch
  • Mandarine
  • Teebaum
  • Sandelholz

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

In den vergangenen Jahren sind homöopathische Mittel bei Patienten immer beliebter geworden. Der Grund hierfür ist vor allem darin zu suchen, dass sie im Gegensatz zu vielen konventionelle Pharmazeutika weniger Nebenwirkungen aufweisen, rein pflanzlich sein können und als leichter verträglich gelten. Die Wirksamkeit der Mittel wird von vielen Ärzten jedoch immer wieder bestritten. Gesundheitliche Verbesserung bei leichten Erkrankungen werden zudem häufig auf den Placeboeffekt zurückgeführt. Das bedeutet, dass sich ein Mensch bereits besser fühlt, wenn er gegen eine Krankheit Medikamente eingenommen hat, unabhängig davon, ob tatsächlich eine Gesundung eingetreten ist oder nicht. Da bislang keine unabhängigen Studien zur allgemeinen Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln vorliegt, können kaum genaue Aussagen hierüber getroffen werden. Bis auf weiteres ist jedoch davon auszugehen, dass die Wirksamkeit gegenüber chemischen oder konventionellen medizinischen Medikamenten eingeschränkt ist. Bei Leberkrebs, einer sehr schweren Erkrankung, können homöopathische Mittel mit hoher Wahrscheinlichkeit gar keine Wirkung erzielen. Hier helfen selbst konventionelle Therapien nur bedingt. Wird dennoch eine Behandlung mit Globuli vom Patienten erwünscht, sollte dies unbedingt mit einem Arzt abgesprochen werden.

Heilpraktiker empfehlen bedingt die folgenden homöopathischen Mittel:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Schüssler Salze werden als Behandlungsmöglichkeit gegen die meisten Krankheiten von Medizinern abgelehnt. Der Grund hierfür ist vor allem, dass ihre Wirksamkeit bislang noch nicht von unabhängigen Studien belegt werden konnte. Gerade Leberkrebs ist eine schwer zu behandelnde Krankheit, bei der selbst konventionelle Methoden nur wenig Erfolg versprechen. Aus diesem Grund sollte hier nach Möglichkeit nicht unabhängig von einem erfahrenen Mediziner experimentiert werden.

Die Schüssler Salze, die im Folgenden genannt werden, sollten folglich nicht ohne Absprache eines Onkologen eingenommen werden:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Die Ernährung spielt bei der Gesundheit der menschlichen Leber eine entscheidende Rolle. Immerhin handelt es sich bei diesem Organ um einen inneren Filter, der Giftstoffe aus der Nahrung und den eingenommenen Flüssigkeiten verwertet und entsorgt. Außerdem regelt die Leber die Gallenaktivität, die für die Fettverdauung notwendig ist. Das bedeutet, dass eine gesunde Ernährung ganz wesentlich dazu beitragen kann, dass die Leber selbst gesund erhalten wird. Hierfür ist es unbedingt notwendig, dass genügend frisches Obst und Gemüse gegessen wird. Fette und stark zuckerhaltige Lebensmittel verlangen hingegen, dass die Leber sogleich aktiv wird. Aus diesem Grund sollte ebenfalls darauf verzichtet werden, sehr große Mahlzeiten einzunehmen. Denn auch hierdurch muss viel Galle produziert und von der Leber in den Darm geleitet werden.

Neben dem hauptsächlichen Verspeisen von gesunder Nahrung sollte auch darauf geachtet werden, dass diese nicht mit Pestiziden oder anderen Giftstoffen in Kontakt gekommen ist. Hierzu sollten Lebensmittel zum einen gut gewaschen werden. Zum anderen ist es ratsam, Gräser, Getreide und Gemüse, welches selbst geerntet wurde, genau auf Pilze und Schimmel hin zu untersuchen. Immerhin produziert ein spezifischer Erreger die sogenannten Aflatoxine, die als stark krebserregend, ganz besonders hinsichtlich Leberkrebs, gelten. Liegt der Verdacht nahe, dass ein solcher Schimmelpilz verzehrt wurde, sollte sogleich ein Arzt aufgesucht werden.

Ein weiterer wichtiger Faktor auf dem Bereich der Ernährung ist die Aufnahme von Flüssigkeiten. Wasser, ungesüßte Tees und verdünnte Fruchtsäfte sind in jedem Fall zuckerhaltigen Limonaden vorzuziehen. Besonders wichtig im Hinblick auf die Lebergesundheit sind jedoch alkoholische Getränke. Obgleich Alkohol, zumindest in Deutschland, gesellschaftlich komplett akzeptiert und überall erhältlich ist, handelt es sich bei Alkohol dennoch um ein starkes Körpergift. Es kann mitnichten davon gesprochen werden, dass wenig Alkohol keine gesundheitlichen Auswirkungen habe. Denn nach jedem Konsum von Alkohol muss die Leber Gifte aus dem Körper entfernen und wird hernach von diesen angegriffen. Je häufiger dem Körper schließlich alkoholische Getränke zugeführt werden, desto mehr schädigt dies die Leber. Aus diesem Grund kann an dieser Stelle ausschließlich zum kompletten Verzicht auf alle alkoholischen Getränke geraten werden. In gleichem Maße gilt dies auch für weitere Suchtstoffe wie beispielsweise Tabak oder Drogen.


FAQ – Fragen & Antworten

Wo liegt der Unterschied zwischen primären und sekundären Leberkrebs?

Bei primären Leberkrebs handelt es sich um ein Karzinom, das direkt aus den Zellen der Leber und seiner Gänge innerhalb des betroffenen Organs entsteht. Abhängig von der Krebsart kann es sich dabei beispielsweise um ein Lebersarkom, ein Cholangiokarzinom oder ein hepatozelluläres Karzinom handeln. Diese Krebsart ist beim Menschen jedoch nur sehr selten zu finden. Vergleichsweise häufig tritt hingegen der sekundäre Leberkrebs auf. Dabei handelt es sich nicht im eigentlichen Sinne um eine Krebserkrankung der Leber. Vielmehr bezeichnet man mit diesem Begriff das Auftreten von Metastasen innerhalb der Leber. Das bedeutet schlicht, dass ein anderes Organ von Krebs betroffen ist, sich bereits stark ausgebreitet hat und über die Blutbahn sowie die Lymphe fremde Krebsgewebezellen in die Leber eingedrungen sind. So können beispielsweise Lungenkrebszellen in die Leber gelangen und dort weiter wachsen. Es handelt sich hernach um Lungenkrebs in der Leber.

Was ist eine Lebertumorablation?
Unter dem Begriff Lebertumorablation oder Tumorablation ist die Entfernung kanzerösen Gewebes aus der Leber zu verstehen. Hierfür ist eine Operation notwendig, die jedoch besonders gewebeschonend ist. Im Gegensatz zu den anderen operativen Behandlungsmöglichkeiten bei Leberkrebs wird hier die Leber zum größtmöglichen Teil erhalten. Eine Lebertumorablation kommt folglich nur dann infrage, wenn das restliche Lebergewebe nicht geschädigt ist. Außerdem muss hierfür ein Einzeltumor vorliegen. Oftmals zeigen sich Leberkarzinome als kleine, innerhalb des Gewebes verstreute Tumore. Dann ist eine Ablation nicht erfolgreich anwendbar. Auch eine stark von Zirrhose und Fibrosen betroffene Leber bildet nicht den Rahmen für eine Tumorablation.

Führt Hepatitis zu Leberkrebs?
Hepatitis gilt als einer der Hauptauslöser für Leberkrebs. Dies betrifft allerdings nicht alle Arten von Hepatisis. Um maßgeblich als Risikofaktor zu gelten müssen bestimmte Vorbedingungen ebenfalls erfüllt sein. Außerdem muss die Erkrankung zwingend chronisch vorliegen. Nur hierdurch wird die Leber entsprechend stark geschädigt, dass sich maligne Zellen bilden. Hepatitis A und Hepatitis E können nicht chronisch werden. Aus diesem Grund führen diese beiden Arten der Hepatitiserkrankung niemals zu einem Leberkarzinom. Anders gestaltet sich die Situation bei Hepatitis B und C. In circa 20 % der Fälle führt eine Infektion hier zu einer chronischen Krankheit. Die Folge ist eine Leberzirrhose, welche das Lebergewebe stark schädigt und vernarbt. Allerdings bildet sich nur in wenigen Fällen hieraus tatsächlich ein Karzinom. Dennoch sollte eine Ansteckung mit Hepatitis, egal welcher Art, möglichst vermieden werden, da eine Schädigung der Leber insgesamt für den Menschen gefährlich werden kann.

Wo liegt der Unterschied zwischen Leberkrebs und Leberzellkrebs?
Besonders im Internet und in verschiedenen Ratgebern ist oftmals von Leberkrebs, an anderer Stelle jedoch von Leberzellkrebs die Rede. Im Grunde genommen handelt es sich bei Leberzellkrebs um eine Spezifizierung des Begriffs Leberkrebs. Dieser fasst die beiden Krebsarten, das hepatozelluläre Karzinom sowie das Cholangiokarzinom, zusammen. Diese bilden gemeinsam die beiden hauptsächlich auftretenden Tumore im Lebergewebe. Leberzellkrebs hingegen ist lediglich eine weitere Bezeichnung für das eben genannte hepatozelluläre Karzinom.

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