Bluterkrankungen

Blut

Blut besteht aus zwei Komponenten, dem Plasma und den zellulären Anteilen. Plasma besteht zu etwa 90% aus Wasser, die restlichen 10% machen gelöste Salze, Hormone, Einfachzucker und Eiweiße aus. Blutplättchen (Thrombozyten), rote (Erythrozyten) und weiße Blutkörperchen (Leukozyten) bilden den zellulären Bestandteil.

Die Hauptaufgabe des Blutes ist der Transport von gasförmigen oder festen Nährstoffen zu den Organen und der Abtransport von Abfallstoffen aus den Zellen. Außerdem hat das Blut wichtige Aufgaben bei der Wärmeregulation des Körpers, als Träger von Hormonen und bei der Immunabwehr (Leukozyten). Zudem ist es wichtig für das Gleichgewicht im Säure-Basenhaushalt.

Gebildet werden die festen Blutanteile hauptsächlich im Knochenmark und in der Milz.

Einteilung & Ursachen

Die wichtigsten Bluterkrankungen sind Anämie, Hämophilie und Leukämie.Die Anämie bezeichnet fehlende rote Blutkörperchen im Blut. Diese kann verschiedene Ursachen haben. Die meisten Gründe für eine Anämie sind Blutungen, Zugrundegehen von Erythrozyten oder Fehler in der Blutbildung.Die Hämophilie ist eine Erbkrankheit, der eine Störung des Gerinnungssystems zugrunde liegt Bei dieser Art von Blutkrankheiten fehlen für die Blutgerinnung wichtige Faktoren.

Folge ist eine verlängerte Blutungszeit.Die wohl bösartigste unter den Bluterkrankungen stellt die Leukämie dar. Sie wird im Volksmund auch Blutkrebs genannt. Durch eine vermehrte Leukozytenbildung wird die restliche Blutbildung im Knochenmark gestört. Es kommt zu weiteren Ablagerungen in wichtigen Organen, deren Funktionen ebenfalls massiv beeinträchtigt werden.

Symptome

Bluterkrankungen haben neben der Blässe bei Anämie oder erhöhter Blutungsneigung bei der Hämophilie eher unspezifische Symptome. Müdigkeit, Leistungsminderung oder Luftnot können auch auf andere Erkrankungen hindeuten. Die Leukämie geht zudem noch mit erhöhter Infektanfälligkeit einher. Im Verlauf zeigen sich geschwollene Lymphknoten und eine Milz– oder Lebervergrößerung.

Diagnose

Die Diagnostik der Wahl ist natürlich die Untersuchung des Blutes. Neben den Untersuchungen beim Hausarzt gibt es weiterführende Labordiagnostik, bei der das Blut genauer auf Blutkrankheiten untersucht wird. Ultraschall und Kernspin sind sinnvolle Möglichkeiten, um betroffene Organe auf Vergrößerungen, Schädigungen oder Blutungen zu kontrollieren.

Therapie

Bluterkrankungen lassen sich nur schwer vorbeugen. Eine gesunde Ernährung mit eisenreichen Lebensmitteln unterstützt die Blutbildung. Dies sind beispielsweise Fleisch, Spinat, rote Beete, Lachs, Roggen oder rote Beeren.

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