Blutarmut

Definition Blutarmut (Anämie)

Anämie

Unter Blutarmut oder Anämie versteht man eine Verringerung der Anzahl der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und / oder eine Verringerung des Hämoglobins und / oder eine Verringerung des Hämatokritwertes (Anzahl der zellulären Bestandteile des Blutes).

Blutarmut kann durch eine Reihe verschiedener Faktoren entstehen. Die häufigste Ursache einer Anämie ist Eisenmangel. Eisen benötigt der Organismus für die Hämoglobinsynthese.


Steckbrief: Blutarmut (Anämie)

  • Name(n): Blutarmut; Anämie; Blutmangel
  • Art der Krankheit: Mangelerkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Schon während der Antike beschrieben
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Meist Mangelerscheinungen
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 8% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist

Was ist Blutarmut ?

Unter einer Blutarmut, die man fachlich korrekt auch ALS „Anämie“ bezeichnet , versteht man, wie es bereits im Namen steckt, ein Mangel an Blut. Die Ursachen für das Fehlen des roten Venensaftes können vielerlei Natur sein, nichtsdestoweniger lässt sich ein Großteil der Fälle auf einen Eisenmangel (Sideropenie) zurückführen.

Kurzum verfügt der Körper im Rahmen einer Anämie über zu wenige rote Blutkörperchen (Erythrozyten). Diese sind für den Transport von Sauerstoff aus der Lunge hin zu anderen Teilen des Gewebes verantwortlich. Sind derer zu wenige vorhanden, ist eine solche lebenswichtige Versorgung mit Sauerstoff nicht mehr ausreichend gewährleistet und es kann zu teils gravierenden Symptomen kommen.

Dennoch gilt zu erwähnen, dass es nicht nur eine Form der Blutarmut gibt, sondern eine ganze Reihe potentieller Ausprägungen, denen alle andere Ursachen zugrunde liegen und die sich ggf. unterschiedlich äußern können. Darüber hinaus kann jede dieser Formen des Auftretens einer Anämie entweder chronisch oder akut sein, sprich den Patienten dauerhaft oder nur kurz begleiten. Zusätzlich variiert auch die Intensität, mit der sich ein solches Leiden niederschlagen kann, sehr stark von Fall zu Fall. Sie reicht von kaum merklich und leicht, bis hin zu gefährlich und lebensbedrohlich.

Nicht alleine deswegen ist es ratsam im Zweifelsfalle einen Arzt zu konsultieren. Schließlich kann eine Blutarmut auch nur der Bote für eine weitaus gravierendere Folgeerkrankung sein und fungiert also lediglich als Hinweis darauf, dass sich etwas schlimmeres anbahnt.

Die gängigen Behandlungsmethoden reichen über Veränderungen der Ernährung bis hin zu medikamentöser Therapie sowie chirurgischen Eingriffen.


Welche Ursachen führen zu einer Blutarmut?

Akute Anämie entsteht als Folge von starkem Blutverlust, z.B. bei einer Verletzung (posthämorrhagische A.). Meist verläuft Blutarmut jedoch chronisch. Ursachen sind entweder eine verminderte Erythropoese (Erythrozytenbildung) oder aber ein übermäßig starker Abbau der Erythrozyten (hämolytische A.).

Eine Verringerung der Erythropoese tritt auf, wenn ein Mangel an einer Substanz vorliegt, die zur Bildung der roten Blutkörperchen benötigt wird, wie Eisen, Vitamin B 12 (perniziöse A.), Folsäure, Ascorbinsäure (Vitamin C) oder Eiweiß. Auch Krankheiten wie Nierenerkrankungen, Erkrankungen des blutbildenden Systems, Tumore oder Verwertungsstörungen können zu Blutarmut führen.

Übermäßiger Abbau der Erythrozyten kann durch Autoimmunerkrankungen, durch Infektionserreger oder durch Vererbung (Sichelzellenanämie) entstehen. Blutarmut bei Kindern kann als Folge einer Leukämie entstehen.

Hierzu eine kurze Übersicht

  • Eisenmangelanämie (Chlorose): Diese Variante der Blutarmut ist die weltweit am häufigsten zu beobachtende. Wie es bereits im namen steckt, wird diese Unterform der Anämie durch einen Mangel an eisen im Blut verursacht. Eisen ist besonders für die im Knochenmark erfolgende Herstellung von Hämoglobin (Blutfarbstoff) nötig. Ohne ausreichend viel Eisen jedoch, ist der Organismus außer Stande genügend Hämoglobin herzustellen.Besonders schwangere Frauen entwickeln häufig einen akuten Eisenmangel, der durch Supplemente auszugleichen ist, um Leib und Leben von Mutter und Kind zu schützen. Des Weiteren sind Blutverlust durch äußere Verletzungen, blutende Wunden oder Geschwüre, sowie Krebs und die Einnahme bestimmter Medikamente (bspw. Aspirin) ebenso mögliche Ursachen.
  • Perniziöse Anämie (Morbus Biermer): Der menschliche Körper benötigt nicht nur Eisen, sondern auch Vitamine und Nährstoffe. Darunter besonders Vitamin B12 und Folsäure. Diese sind beide maßgeblich an der Produktion roter Blutkörperchen beteiligt. Ernährt sich ein Mensch zu einseitig und nimmt keine ausreichenden Mengen dieser Stoffe auf, so ist zu erwarten, dass die Produktion roter Blutkörperchen nicht in ausreichendem Maße zu gewährleisten ist.Darüber hinaus gibt es einen Sonderfall, der sich dadurch äußert, dass man zwar genügend Vitamin B12 zu sich nimmt, der Körper dieses aber nicht verarbeiten kann und ungenutzt ausscheidet.
  • Blutarmut als Folge einer chronischen Erkrankung: Manche chronischen Krankheiten bedingen ebenso chronische Anämien. Darunter zählen unter anderem HIV / AIDS, Arthritis, Schädigungen der Nieren, Morbus Crohn oder dauerhafte entzündliche Prozesse wie beispielsweise bei der Asthma bronchiale. All diese Krankheiten und mehr können eine Blutarmut potentiell befördern oder gar auslösen.
  • Aplastische Anämie: Die Form der Krankheit ist vergleichsweise gering und betrifft kaum ein Prozent aller Anämie-Patienten. Das ist gewiss ein Vorteil, ist diese Variante der Blutarmut doch besonders gefährlich und in aller Regel lebensbedrohlich. Bei der vorliegenden Ausprägung des Leidens ist der Körper des Betroffenen von sich aus außer Stande rote Blutkörperchen zu produzieren. Diese Sonderform kann spontan auftreten oder in Folge einer Autoimmunerkrankung, aber ebenso durch den Kontakt mit bestimmten Chemikalien.
  • Hämolytische Anämie: Von dieser Art der Blutarmut geht man aus, wenn die roten Blutkörperchen schneller abgebaut, bzw. zerstört werden, als sie im Rückenmark nachzubilden sind. Auslöser sind bestimmte Blutkrankheiten, aber auch Vererbung ist ein möglicher Grund.
  • Sichelzellenanämie (Drepanozytose): Diese zumeist vererbte Form der Blutarmut zeichnet sich dadurch aus, dass die roten Blutkörperchen nicht korrekt ausgeformt sind und eher an Sicheln als an Plättchen erinnern. Durch die nicht optimale Form derselben, können sie nicht ihr volles Potential entfalten und Betroffene leiden unter einer chronischen Anämie.

Symptome & Anzeichen

Bei der akuten Blutarmut kann ein Volumenmangelschock entstehen, der gekennzeichnet ist durch sehr niedrigen Blutdruck und Tachykardie und darüber hinaus tödlich verlaufen kann. Symptome der chronischen Blutarmut sind verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Dyspnoe, Tachykardie und funktionelle systolische Herzgeräusche. In seltenen Fällen können Folgen wie Angina Pectoris oder Claudicatio intermittens (Schaufensterkrankheit) auftreten.

Übersicht in Kürze:

  • Müdigkeit, Ermattung, Abgeschlagenheit – Fühlt man sich scheins grundlos müde und kann selbst nach ausreichend Schlaf kaum die Augen offen halten, so ist eine Blutarmut nicht selten der Grund hierfür.
  • Schwäche – Wenn Beine und Arme sich schwach anfühlen und die Hände zittrig sind, kann auch dies für eine Anämie sprechen. Durch die Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff verliert der Körper Kraft.
  • Veränderungen der Hautfarbe – Ist die Haut besonders hell und blass oder spielt sogar ins Gelbliche, kann auch das ein Indikator für die vorliegende Krankheit sein.
  • Herzrhythmusstörungen und Brustschmerzen – Beginnt das Herz unregelmäßig zu schlagen und man verspürt darüber hinaus atypische Schmerzen im Brustkorb, so kann auch dies auf einen eventuellen Mangel an Blut hinweisen.
  • Kalte Hände und Füße – Sind Hände und Füße dauerhaft grundlos kalt kann dem eine Anämie zugrunde liegen, allerdings ist auch das Vorliegen des Sjögren Syndroms dann nicht auszuschließen.
  • Kurzatmigkeit und Schwindel – Wer schlecht Luft bekommt oder sich so fühlt, als könne er trotz normalen Atmens nicht genügend Luft aufnehmen, ist oftmals Opfer der Anämie. Hieraus kann überdies ein Schwindel resultieren. Dieser kann sich allerdings auch selbstständig einstellen.
  • Kopfschmerzen – Besonders starke und dauerhafte Kopfschmerzen sind ebenfalls als Warnsignal für diese Krankheit wahrzunehmen, insbesondere in Verbindung mit anderen der o.g. Symptome.

Risikofaktoren

Zusätzlich zu den oben genannten Symptomen gibt es noch eine ganze Reiher potentieller Risikofaktoren, die dieses Leiden begünstigen können:

  • Einseitige Ernährung
  • Darmerkrankungen (bspw. Morbus Crohn)
  • Menstruation
  • Schwangerschaft
  • Alter
  • Familiäre Vorbelastungen
  • Diverse chronische Krankheiten

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose erfolgt durch Blutuntersuchung, wobei die Erythrozytenkonzentration, der Hämatokritwert und das Hämoglobin zu bestimmen sind. Die Größe und der Hämoglobingehalt der Erythozyten weist dabei schon auf die mögliche Anämieursache hin, z.B. Eisenmangelanämie ist eine mikrozytäre hypochrome Anämie.

Da Blutarmut auch durch chronische Entzündungen und Tumore verursacht werden kann, ist bei jeder Anämie die Ursache zu bestimmen. Dies gelingt dem Arzt durch Erhebung der Anamnese im persönlichen Gespräch, durch körperliche Untersuchung, weitere Blutuntersuchungen und bildgebende Diagnoseverfahren (Ultraschall, Röntgen, Computertomografie). Durch Stuhluntersuchung auf okkultes Blut sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt ausgeschlossen eventuell auszuschließen.

Der Verlauf der Krankheit ist stark von der jeweils vorliegenden Ausprägung derselben abhängig (s. hierzu „Ursachen“). In aller Regel ist einer Blutarmut jedoch effektiv entgegenzuwirken und man kann die meisten Formen vollständig ausmerzen. Einige Ausprägungen jedoch sind dauerhafter Natur und lassen lediglich eine Behandlung der Symptome zu. Hierunter fällt insbesondere die Sichelzellenanämie.

Nichtsdestoweniger ist ein Leben auch gut mit einer Anämie, welcher Ausprägung auch immer sie sei, möglich. Nur selten verläuft diese Krankheit heutzutage noch tödlich, dennoch sollten sich vorallem chronisch Betroffene auf einige Abstriche einstellen. Insbesondere Unternehmungen, die mit physischer Betätigung verbunden sind, fallen oftmals sehr schwer und sind von Betroffenen nicht immer zu bewerkstelligen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Blutarmut war noch vor einigen Jahrzehnten weitaus häufiger zu beobachten, als es heute der Fall ist. Dies liegt nicht zuletzt an der besseren Versorgungslage mit Vitaminen, sondern auch an dem gesteigerten Interesse der Bevölkerung, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Dennoch ist die Zahl weltweite Betroffener erschreckend hoch – dieses Bild revidiert sich allerdings, wenn man die statistischen Erhebungen im Kontext der Schwere der Fälle betrachtet. Viele Formen der Blutarmut sind leicht und kaum zu bemerken und werden oftmals weder festgestellt noch behandelt. Dennoch sind sie bisweilen erfasst. Darüber hinaus fließen in Statistiken auch akut Fälle ein, also solche, die vollständig heilbar sind.

Man geht davon aus, dass weltweit etwa zwischen 1,5 bis 1,7 Billionen Menschen an einer Form der Anämie leiden. Davon sind mit über 41%, beinahe die Hälfte aller Betroffenen schwangere Frauen. Eine weitere Risikogruppe sind Schulkinder und alte Menschen. Die prozentual am wenigsten betroffene Personengruppe sind Männer zwischen 18 und 40 Jahre.

Die zum Erstellen solcher Statistiken notwendigen Diagnosedaten werden im Rahmen internationaler Studien, meist anonym, zusammengetragen und von der Weltgesundheitsorganisation ausgewertet. Solche Studien bringen aber nicht nur Erkenntnisse über die Häufigkeit einer Krankheit, sondern stärken auch die Kommunikation unter Medizinern und sorgen damit für eine Vereinheitlichung der Behandlungsmethoden. Das schafft Transparenz für den Patienten und erhöht das Niveau medizinischer Versorgung auch in minderentwickelten gebieten dieser Erden.


Komplikationen bei der Krankheit

Etwaig aus dieser Krankheit resultierende Komplikationen sind den bereits genannten Symptomen sehr ähnlich. Lediglich ist davon auszugehen, dass nämlich um ein Vielfaches gesteigert sind.

  • Starke Übermüdung und Erschöpfung: Eine unüberwindliche und bleierne Schwere kann Betroffene in besonders schweren Fällen heimsuchen. Sie sind dann oftmals nicht mehr dazu in der Lage zu kontrollieren, wann sie schlafen und wann nicht. Selbst bei größter Anstrengung wachzubleiben, kommt es vor, dass sog. „Sekundenschlaf“ eintritt. Dies ist besonders im Straßenverkehr sehr gefährlich.
  • Probleme während der Schwangerschaft: Wie bereits erwähnt, tritt die Blutarmut besonders häufig während der Schwangerschaft auf. Ist sie allerdings zu stark, kann es durchaus zu Komplikationen kommen, die Leib und Leben von Mutter und Fötus gefährden können.
  • Herzbeschwerden: Das Herz braucht Blut, das es pumpen kann. Ist dieses Blut jedoch nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt oder ist allgemein zu wenig Blut vorhanden, so kann dies negative Effekte auf die gesunheit dieses Muskels haben.
  • Tod: Manche Formen der Anämie sind besonders gefährlich. Insbesondere die Sichelzellenanämie ist ein solcher Vertreter. Daher kann eine Blutarmut bei falscher oder nicht erfolgender Behandlung durchaus mit dem Tode des Patienten enden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arztbesuch ist immer dann empfehlenswert, wenn man dauerhaft grundlos müde ist, kalte Hände und Füße hat oder nur schlecht Luft bekommt. Darüber hinaus auch bei extremer Aufhellung der Haut.

Solle man des Weiteren von Fällen einer Anämie innerhalb seiner eigenen Familie wissen, so ist es besonders ratsam, sich dahingehend untersuchen zu lassen. Denn oftmals tritt eine Blutarmut innerhalb belasteter Familien gehäuft auf.

Es bietet sich zudem an, sich bei routinemäßigen Untersuchungen prophylaktisch auf Anämien hin testen zu lassen. Bisweilen äußern sich diese nur schwach und sind anders kaum festzustellen.


Behandlung & Therapie

Die Therapie hängt von der Ursache der Blutarmut ab. Liegt eine andere Krankheit zugrunde, z.B. Nierenerkrankung oder Tumore, so ist diese medikamentös oder operativ zu behandeln. Bei Eisenmangel wird Eisen durch Tabletten substituiert; die tägliche Zufuhr sollte bei etwa 40mg Eisen liegen.

Als Nebenwirkung kann bei der Einnahme von Eisentabletten Magendrücken bzw. Magen- oder Darmschmerz auftreten. Dies lässt sich vermeiden durch Zufuhr von Eisen als Brausetabletten oder als Elixier (Kräuterblut). Wenn sich die Eisenmangelanämie trotz Eisensubstitution nicht bessern sollte, kann man die Eisenabsorption durch gleichzeitige Einnahme homöopathischer Mittel wie Ferrum metallicum oder Ferrum phosphoricum (in C30) verbessern.

Auch Einnahme des Schüssler Salzes Ferrum phos. in D3 kann gegen Eisenmangelanämie helfen. Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme und -verwertung, also entweder ein kombiniertes Eisen/Vitamin C-Präparat oder zusätzlich Vitamin C einnehmen. Eisenmangelanämie kommt häufig bei Frauen mit starker Menstruationsblutung vor und bessert sich meist von selbst bei Erreichen der Menopause. Bei perniziöser Anämie ist die Einnahme von Vitamin B12 notwendig.

Umstellung der Ernährung auf vollwertige vitaminreiche Kost und weitgehender Verzicht auf Alkohol und Rauchen unterstützt die Behandlung. Auch die kurmäßige Anwendung eines Multivitamin / Mineralstoffpräparats kann sinnvoll sein.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Zur Vorbeugung gegen eine nicht-erbliche Anämie gibt es einige probate Mittel:

  • Gute Ernährung – Besonders Eisen, Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin C sind in ausreichender Menge einzunehmen
  • Genetische Voruntersuchungen – Es kann hilfreich sein, wenn man seine Gene untersuchen lässt, um die Chance zu determinieren, mit welcher Wahrscheinlichkeit man die Anämie an seinen Nachwuchs weitergibt. Besonders von Sichelzellenanämie Betroffene sollten bei hoher Weitergabewahrscheinlichkeit eventuell von Reproduktion absehen.
  • Auslösenden Krankheiten aus dem Weg gehen – da eine Blutarmut oftmals durch andere Leiden ausgelöst wird, empfiehlt es sich, solche zu vermeiden. Hierzu gehören bspw. Malaria, Nilfieber usw.

Prognose zur Heilung

Je nach vorliegender Art der Anämie sind die Chancen auf Heilung sehr gut. Insbesondere durch eine Schwangerschaft ausgelöste Formen dieser Erkrankung sind leicht zu heilen.

Erbliche Anämien dagegen sind in aller Regel nicht heilbar. Man kann lediglich die Symptome lindern. Aber auch mit einre chronischen Anämie kann man ein qualitatives Leben führen, wenngleich man einige Einschränkungen hinnehmen muss.


Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

Die Blutarmut ist ein Phänomen, das die Menschheit schon seit Jahrtausenden begleitet. Daher gibt es zur Behandlung dieses Leidens auch eine Vielzahl an Hausmitteln, die sich im test der zeiten als mehr oder weniger probat herausgestellt haben. Es handelt sich hierbei ebenso um Heilkräuter und Heilpflanzen, wie Formen der physischen Behandlung.

Frühe Mittel zur Blutregenration, wie beispielsweise Aderlässe oder Therapien mit Blutegeln, kommen zwar wieder in Mode, sind aber speziell für eine Anämie denkbar ungeeignet. Darüber hinaus sind moderne Hausmittel auch wesentlich spezifischer als ihre historischen Gegenstücke, damit sie gezielter gegen die vorliegende Krankheit einsetzbar sind.

Nichtsdestoweniger sollte man es nicht übertreiben und vor jeder Anwendung einen Arzt konsultieren, um eventuelle Nebenwirkungen a priori ausschließen zu können.

Insbesondere Mittel zur Steigerung der Blutproduktion haben sich als nützlich erwiesen. Hierzu gehören unter anderem viel frische Luft, beispielsweise ein Besuch in einem Luftkurort und ausreichend Bewegung.


Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

Alternative Heilmethoden sind nicht nur stark im Kommen, sondern auch sehr nützlich und hilfreich. Diese zumeist schonenden Anwendungen stehen pharmazeutischen Behandlungen bisweilen in nicht nach oder überflügeln diese sogar.

Besonders für ein so weit verbreitetes Leiden wie die Blutarmut gibt es eine ganze Reihe etwaiger alternativer Behandlungsmethoden. Man sollte jedoch, bevor man sich für eine solche entscheidet, gut abwägen, wem man seine Gesundheit anvertraut. Denn unter den Heilpraktikern gibt es zwar viele Koryphäen, aber auch das eine oder andere schwarze Schaf. Daher ist es von äußerster Wichtigkeit, sich im Vorfeld zu informieren.

Auch welche Art der Behandlung gewünscht ist, sollte bereits zuvor entschieden sein, da dies die Wahl des Therapeuten beeinflusst. Viele Heilpraktiker sind sehr spezialisiert.


Behandlungen

Es gibt eine Vielzahl potentieller ganzheitlicher Behandlungsmethoden. Hierzu gehören unter anderem
Aromatherapien, Massagen, Akupunktur, Kräutermedizin, TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Ayurveda und diverse andere Vorgehensweisen.


Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Ampfer
  • Andorn
  • Ginseng
  • Quitte
  • Tausendgüldenkraut
  • Eisenkraut / Verbena

Die genannten Kräuter sind entweder in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen oder in ihrer getrockneten Reinform darzureichen. Auch weiterverarbeitete Präparate auf Basis dieser Heilpflanzen sind eine Möglichkeit. Die Variante, sowie die Dosierung hängen vom persönlichen Gusto ab und sind darüber hinaus mit dem zuständigen Heilpraktiker sowie dem behandelnden Arzt abzuklären, um ggf. Mischreaktionen oder Allergien im Vorfeld ausschließen zu können.


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Kamille
  • Knoblauch
  • Thymian
  • Zitrone
  • Zwiebel
  • Ackerminze

Ätherische Öle sind grundsätzlich im Rahmen einer sog. Aromatherapie, d.h. in einer dafür eigens konstruierten Duftlampe, zu benutzen. Manchmal können sie auch äußerlich Anwendung finden. Man sollte allerdings zuvor etwaige Allergien in Erfahrung bringen, um ein böses Erwachen zu vermeiden.

Die Mischung in der Duftlampe hängt vom persönlichen Befinden ab, darf aber besonders bei schweren Erkrankungen auch gerne stärker sein.


Homöopathie

Dosierung und Anwendung sind aus der Packungsbeilage zu entnehmen oder beim zuständigen Heilpraktiker anzufragen.


Schüssler-Salze

Dosierung und Anwendung sind aus der Packungsbeilage zu entnehmen oder beim zuständigen Heilpraktiker anzufragen.


Diät & Ernährung

Wie bereits erwähnt, kann eine Diät sehr hilfreich gegen eine Anämie sein. Es gilt lediglich darauf zu achten, dass alle förderlichen Stoffe in der Ernährung integriert sind. Um dies zu gewähleisten empfiehlt es sich, Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder einem Diätologen zu halten.


Alternative Behandlungen

Alternative Behandlungen können bisweilen, selbst wenn sie mit Sachverstand ausgeführt werden, negative Effekte haben. Darum sollte man bei der Wahl des Therapeuten im Vorfeld Erkundigungen über dessen Ruf einholen.

Nichtsdestoweniger sind die meisten heilpraktiker Meister ihres Faches und navigieren ihre Patientne mit Sachverstand durch die Therapie. Probieren lohnt sich also immer.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie gefährlich ist eine Anämie während der Schwangerschaft?

– Wenn die ärztlich behandelt wird, besteht in aller Regel kaum gefahr für Mutter oder Kind. Kritisch kann es jedoch sein, wenn man auf eine Behandlung derselben verzichtet. Das kann zu Fehlgeburten führen.

Reichen Eisensupplemente aus Apotheke und Supermarkt?
– Diese können durchaus ausreichend sein. Man muss nur vorher feststellen lassen, ob es sich bei der vorliegenden Blutarmut um eine solche handelt, die durch tatsächlichen Eisenmangel ausgelöst wurde. Ist dies nicht der Fall, nutzen solche Produkte nichts.

Wie lange dauert die Heilung?
– Das ist sehr unterschiedlich und von Fall zu Fall verschieden. Besonders aber Eisenmangelanämie kann recht schnell kuriert werden. Einige andere Formen dagegen sind nicht heilbar, darunter die Sichelzellenanämie.


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