Leukämie (Blutkrebs)

Steckbrief: Leukämie

  • Name(n): Leukämie; Blutkrebs
  • Art der Krankheit: Krebserkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 300.000 Menschen pro Jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Onkologe; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – C00-D48 – C00-C97 – C81-C96 – C90

Leukämie – Wenn das Blut verdirbt

LeukämieUnter der Bezeichnung Leukämie (auch Blutkrebs) sind mehrere Krebserkrankungen zusammengefasst, die das blutbildende System betreffen. Eine Leukämie ist dadurch gekennzeichnet, dass sich im Knochenmark nicht nur zu viele, sondern zumeist auch nicht funktionsfähige Leukozyten bilden. Diese nicht funktionstüchtigen weißen Blutkörperchen verdrängen die gesunden weißen und roten Blutkörperchen (Erythrozyten).

Definition: Leukämie

Die normale Blutbildung wird so gestört, dass allmählich ein Mangel an gesunden roten und weißen Blutkörperchen sowie an Blutplättchen herrscht. Im Vergleich zu anderen Krebsarten tritt Leukämie nur selten auf und moderne Therapieverfahren bewirken in vielen Fällen eine Heilung des Blutkrebses. Die Diagnose einer Leukämie erfolgt zumeist im Rahmen einer Blutuntersuchung. Darüber hinaus ist eine Knochenmarkbiopsie (Entnahme einer Probe des Knochenmarks) erforderlich, um die Erkrankung einer der vier Leukämiearten zuordnen zu können.

Die akute lymphatische Leukämie (ALL) kommt am ehesten bei Kindern bis zu einem Alter von etwa fünf Jahren vor. Es kommt unter anderem zu häufigen Infekten, zu vergrößerten Lymphknoten und zu Blutungen. Die akute myeloische Leukämie (AML) basiert auf unreifen Stammzellen der Leukozyten, die ALS myeloische Zellen bezeichnet werden. Indes kann eine akute myeloische Leukämie auch durch entartete Erythrozyten resultieren. Das Risiko, an AML zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu.

Die chronisch myeloische Leukämie (CML) setzt eine starke Vermehrung der Granulozyten (Unterform der Leukozyten) voraus. Im akuten Stadium einer CML ist eine sogenannte Blastenkrise festzustellen. Während einer Blastenkrise werden viele Blasten (Vorstufen der Granulozyten) ins Blut befördert. Eine für CML typische genetische Veränderung, das Philadelphia-Chromosom, lässt sich bei mehr als 90 Prozent aller CML-Patienten nachweisen. Die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) wird den Non-Hodgkin-Lymphomen zugeordnet. In Mitteleuropa ist die CLL die am häufigsten vorkommende Leukämie. Sie betrifft vor allem ältere Menschen.
Es kommt im Verlauf dieser Erkrankung zu einer Häufung sogenannter B-Lymphozyten sowohl im Blut als auch im Knochenmark und in den Lymphozyten; betroffen sind zudem Milz und Leber. Das Immunsystem der Patienten ist stark geschwächt.


Was ist Leukämie?

Der Begriff Leukämie, der allgemein hin auch mit der Bezeichnung „Blutkrebs“ substituiert wird, bezeichnet eine Gruppe verschiedener Krebsarten, die ihren Ursprung zumeist im Knochenmark der erkrankten Person finden und darüber hinaus eine abnormal hohe Anzahl weißer Blutkörper bedingen. Diese weißen Blutkörper jedoch sind nicht oder nur sehr stark eingeschränkt funktionsfähig und stellen daher eine Belastung für den Organismus dar.

Die Symptome, die im Rahmen einer Erkrankung mit Leukämie auftreten können sehr zahlreich sein und sind außerdem sehr fallspezifisch, das heißt kurzum, dass sie sich nicht gut verallgemeinern lassen. Nichtsdestoweniger gibt es einige Symptome, die sich beinahe immer einstellen. Hierunter fallen unter anderem Probleme mit Blutungen und Hämatomen. Aufgrund der immensen Belastung des Blutes ist es dem Körper nicht möglich, selbst kleinste Wunden adäquat zu schließen. Hierdurch können kleinste Schnittverletzungen beispielsweise schon zu einem vergleichsweise hohen Blutverlust führen. Dasselbe gilt für Hämatome, sprich „blaue Flecken“. Diese bleiben Leukämie-Patienten oftmals besonders lange erhalten und heilen nur sehr schwer und langsam wieder ab.

Zusätzlich fühlen viele Erkrankte eine oftmals bleierne Müdigkeit. Diese ist ein konstanter Begleiter und kann mitunter so gravierend sein, dass sie den ganzen Alltag der betroffenen Person diktiert. Oftmals können sie sich starken Schlafattacken nicht erwehren und es fallen ihnen ständig die Augen zu, gleichwohl wo sie sich gerade befinden. Dies wird außerdem noch durch viele zur Bekämpfung des Leidens eingesetzten Medikamente verstärkt. Gerade deswegen wird Leukämie-Patienten oftmals davon abgeraten, aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen, schwere Maschinen zu bedienen oder Aufgaben wahrzunehmen, die mit einem unabsehbar hohen Risiko verbunden sind. Die Gefahr, dass die erkrankte Person währenddessen einschläft ist schlicht zu groß. Auch als monoton und langweilig empfundene Aufgaben führen nicht selten dazu, dass das erkrankte Individuum sofort in einen schläfrigen Dämmerzustand verfällt. Insbesondere erkrankte Kinder leiden sehr unter diesem Symptom. Schließlich wird es ihnen hierdurch beinahe unmöglich an denselben Aktivitäten wie ihre Altersgenossen teilzunehmen. Zwar können sie es versuchen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie dabei von einem ehernen Schlafbedürfnis übermannt werden und diesem schließlich auch nachgeben, ist dabei immens hoch.

Auch kommt es im Rahmen einer Erkrankung mit Leukämie sehr oft zu lang anhaltenden und darüber hinaus teilweise auch sehr hohen Fieberattacken. Diese schwächen den Organismus zusätzlich und können auf lange Sicht hin die Denkleistung des betroffenen Individuums um einiges Einschränken und es in einen temporalen Stand der Hilflosigkeit und Pflegebedürftigkeit versetzen.

Des Weiteren laufen Erkrankte eine oftmals nicht zu unterschätzende Gefahr, wenn es darum geht, sich mit Infektionen aller Arten anzustecken. Durch die Störung der Produktion weißer Blutkörperchen, die maßgeblich daran beteiligt sind, Erreger wie Viren, Bakterien, Sporen usw. abzuwehren, kann das Immunsystem des Leukämie-Patienten nicht mehr korrekt arbeiten. In Folge dessen kommt es dazu, dass er sehr häufig Opfer verschiedenster Erreger wird. Darum wird eine Leukämie nicht selten von einer dauerhaft scheinenden Grippe oder ähnlichem Begleitet. Ein sehr unangenehmer Nebeneffekt der vorliegenden Krankheit, auf den man sich noch zusätzlich zu den ohnehin schon gravierenden Einschränkungen einstellen sollte.

Die Diagnose Leukämie ist glücklicherweise sehr schnell vorzunehmen und erfordert keine allzu großen und diffizilen Anstrengungen. Das hat viele Vorteile. Insbesondere kann auf diese Art und Weise sichergestellt werden, dass es zu keinen oder nur sehr selten zu fehlerhaften Diagnosen kommt, die eine etwaig falsche Therapie bedingen könnten. Hierdurch erspart dem Erkrankten Zeit, Leid und Ärger. Auch gilt bei dem Blutkrebs dieselbe Devise wie bei allen anderen Erkrankungen: Je früher desto besser.

Welche Ursachen genau zur Entstehung einer Leukämie beitragen ist unbekannt. Darüber hinaus sollte man Leukämie, wie oftmals der Fall, nicht als einzelne Erkrankung betrachten, sondern lediglich als Sammelbezeichnung für viele verschiedene Untertypen von Knochenmarkkrebs. Darum gehen Wissenschaft und Forschung auch davon aus, dass in aller Regel mehrere und vorallem verschiedene Gründe für die verschiedenen Arten der Leukämie vorliegen können. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen erblichen und aus der Umwelt stammenden Faktoren.

Auch sollte man nicht außer Acht lassen, dass sehr viele der potentiell auslösenden Faktoren vermeidbar sind. Hierunter fällt vornehmlich der Konsum von Rauchwaren aller arten. Aber auch das dauerhafte Ausgesetztsein radioaktiver Strahlung, beispielsweise am Arbeitsplatz, kann dazu beitragen, dass man im Laufe seines Lebens an Leukämie erkrankt. Zusätzlich sollte man nicht vergessen, dass beispielsweise der Konsum filterloser Zigaretten eine doppelte negative Wirkung auf den Organismus ausübt. Es gelangen aufgrund des fehlenden Filters nicht nur mehr Schadstoffe in den Körper des Konsumenten, sondern auch die Belastung mit radioaktiver Materie ist weitaus höher. Tatsächlich warnen Forscher schon sein Jahren davor, dass der Konsum einer einzigen Packung filterloser Zigaretten die jährliche maximale Menge an Strahlung, der man sich bedenkenlos aussetzen kann, überschreitet. Das sollte man im Hinterkopfe behalten, wenn man sich die nächste Zigarette anzündet.

Aber damit nicht genug – auch viele Chemikalien tragen dazu bei, einen Ausbruch von Leukämie zumindest wahrscheinlicher zu machen. Darum sind Personen, wie Chemiker oder angestellte in Chemiebetrieben besonders stark gefährdet. Es ist überdies recht schwierig einer solchen Gefährdung effektiv entgegenzuwirken, ohne dabei seinen Beruf zu wechseln. Darum sollte man das wenige, das man tun kann, auch wirklich für sich nutzen und beispielsweise immer dafür sorgen, die notwendige Schutzkleidung etc. zu tragen. Dasselbe gilt im übrigen auch für den privaten Umgang mit Chemikalien. Wer sich in seiner Freizeit als Entdecker versucht oder im Garten nicht auf die Chemiekeule verzichten will, sollte dabei immer die entsprechende Schutzkleidung tragen und Kinder und unbeteiligte Drittpersonen fernhalten.

Des Weiteren können auslösende Faktoren auch durch eine bereits (erfolgreich) überstandene Chemotherapie oder Down Syndrom (Mongolismus) bezeichnet werden. Denn tatsächlich handelt es sich bei Leukämie zwar nicht immer aber doch verhältnismäßig häufig um einen Nebeneffekt einer Chemotherapie – ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Personen die an Down Syndrom leiden sind darüber hinaus besonders häufig Opfer der vorliegenden Krankheit. Gerade wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Blutkrebs erkranken sehr stark an.

Zusätzlich liegt eine gewisse familiäre Vorbelastung vor. Darum sollten Personen, deren Eltern, Großeltern oder Geschwister an Leukämie leiden oder litten besonders vorsichtig sein. Die Gene scheinen beim Ausbruch dieser Erkrankung eine maßgebliche Rolle zu spielen. Gerade darum kann es für derartig belastete Individuen sehr sinnig sein, sich dementsprechend regelmäßigen Untersuchungen zu unterziehen und selbst die schwächsten Hinweise auf einen möglichen Ausbruch der Krankheit als Anlass dafür zu nutzen, bei einem Arzt vorstellig zu werden.

Des Weiteren unterscheidet man bei der Leukämie vier grundsätzliche Subtypen:

  1. Akute lymphatische Leukämie (ALL)
  2. Akute myeloische Leukämie (AML)
  3. Chronische lymphatische Leukämie (CLL)
  4. Chronische myeloische Leukämie (CML)

Zusätzlich existieren noch einige sehr selten auftretende weitere Subtypen. Dazu jedoch später mehr.

Eine Behandlung besteht zumeist aus einer Kombination aus Chemotherapie, Bestrahlungstherapie, der sog. „Targeted Therapy“ sowie ggf. Knochenmarkstransplantationen und allgemeine Pflege des Patienten. Auch kann es in besonders schweren Fällen unablässig sein, palliative Hilfe, sprich eine Sterbebegleitung, in Anspruch zu nehmen. Einige akute Abarten der Leukämie bedürfen allerdings auch überhaupt keiner Behaldung und kurieren sich von alleine wieder aus. Man sollte an dieser Stelle jedoch nicht aus den Augen lassen, dass es such hierbei lediglich um sehr selten vorkommenden Ausnahmen handelt und nicht darauf hoffen, dass es sich bei der eigenen Erkrankung um solch eine Form des vorliegenden Leidens handelt.

Allgemeine Aussagen zum vermutlichen Erfolg der veranschlagten Therapie lassen sich nicht machen. Dieser ist sehr stark von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen ist die Art der Leukämieerkrankung ein wichtiger Bestandteil dieser Rechnung und andererseits sollte man auch die generelle körperliche Konstitution des erkrankten Individuums in die Rechnung miteinbeziehen. Aber auch das Alter des Erkrankten ist von ausschlaggebender Wichtigkeit, wenn es darum geht, die Erfolgschancen einer Behandlung zu ermitteln. Im Allgemeinen lässt sich anmerken, dass die Chancen auf Heilung sich in der ersten Welt in den letzten Jahrzehnten massiv verbessert haben.

Nach erfolgreiche abgeschlossenen Krebstherapien spricht man häufig von der sog. „Fünf-Jahres-Rate“. Mit dieser Begrifflichkeit wird die Höhe Wahrscheinlichkeit beschrieben, mit der der erfolgreich therapierte Patient die kommenden fünf Jahre (ohne einen Rückfall) überlebt. Die hiermit korrespondierenden Zahlen steigen in den entwickelten Ländern dieser Erde von Jahr zu Jahr an – das stellt eine allgemein sehr erfreuliche Entwicklung dar uns sorgt überdies für Hoffnung. Zur Zeit liegt diese Rate in den Ländern der EU bei etwa 60% bei Erwachsenen und bei knapp über 80% bei unter 20jährigen. Aber auch an dieser Stelle ist es wieder wichtig, nicht aus den Augen zu verlieren, welche Art des Leukämie vorliegt. Gewisse Abarten dieser Erkrankung sind weitaus schwieriger zu heilen als andere. Allgemeine Aussagen zu treffen ist darum sehr schwierig. Nichtsdestominder kann man als Erkrankter oder als Angehöriger eines Erkrankten davon ausgehen, dass die Chancen auf Heilung und die Chancen auf ein mittelfristiges Überleben des vormals Erkrankten vergleichsweise gut stehen.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass zur Zeit etwa 2,5 Millionen Menschen auf der Welt von einer Form der Leukämie betroffen sind. Zusätzlich fordert diese Krankheit pro Jahr etwa 350.000 Tote.

Leukämie ist die häufigste Krebsart unter Kindern. Wobei in etwa 75% der Fälle von Leukämie bei Kindern vom Typ ALL ausgemacht werden. Dieser Typ ist glücklicherweise relativ einfach und schnell zu behandelnd, weswegen betroffene Minderjährige oftmals keine allzu schwerwiegenden Konsequenzen zu erwarten haben.

Zusammenfassend lässt sich also erwähnen, dass es sich bei dem vorliegenden leiden um eine zwar sehr ernstzunehmende Erkrankung handelt, die man nicht leichtfertig abtun sollte, aber es hilft einem auch nicht, sich unnötig stark verrückt zu machen. Die Heilungschancen können, je nach vorliegendem Krebstyp, sehr gut sein. Sicherlich ist Chemotherapie niemals eine angenehme Erfahrung, aber besser als ein verfrühtes Ableben ist sie auf alle mal. Auch wenn ein Kind betroffen ist, stehen die Chancen auf Heilung relativ gut. Wunder sollte man sich dennoch nicht erhoffen. Die Schulmedizin kann zwar vielen, dennoch versagt sie bisweilen und der Tod ist als Konsequenz unabwendbar. Nichtsdestominder kann man es zumindest probieren und muss nicht kampflos aufgeben.

Welche Ursachen gibt es?

Tatsache ist, dass sich in den wenigsten Fällen feststellen lässt, welchen Auslöser es für die Erkrankung gab. Deshalb sind im Fall der Leukämie leider keine vorbeugenden Maßnahmen zu nennen. An Leukämie Erkrankte haben sich dementsprechend auch keine falsche Lebensweise vorzuwerfen. Allerdings gibt es einige Risikofaktoren, die gemieden werden sollten. Als möglicher Auslöser einer akuten Leukämie kommt nicht zuletzt ionisierende Strahlung in Betracht. Wobei anzumerken ist, dass ein tatsächliches Risiko erst ab relativ hohen Dosen an ionisierender Strahlung gegeben ist.

Ein Beispiel für ausreichend hohe Dosen sind Strahlentherapien. Es gibt mehrere chemische Substanzen, deren Umgang oder Einnahme das Risiko erhöhen, eine Leukämie zu entwickeln. Unter anderem sind hier auch Medikamente zu nennen, die im Rahmen von Chemotherapien eingesetzt werden – sogenannte Zytostatika. Grundsätzlich haben Personen, die spezielle genetische Veränderungen aufweisen, ein höheres Risiko, Leukämie zu bekommen. Zum Beispiel gehören Menschen mit einem Down-Syndrom zu dieser Risikogruppe.

In der Vergangenheit wurden weitere mögliche Ursachen für Leukämie diskutiert und untersucht. Belegen lässt sich bisher keiner der vermuteten Zusammenhänge. Insbesondere lässt sich nicht nachweisen, dass die Art der Ernährung, das Maß an Bewegung oder das Körpergewicht darüber entscheiden, ob man an Leukämie erkrankt oder nicht. Lediglich im Fall einer chronisch lymphatischen Leukämie dürften auch diese Faktoren eine Rolle spielen. In der Vergangenheit war ein unzureichendes Training des kindlichen Immunsystems im Gespräch – ebenfalls ohne aussagekräftiges Resultat. Besonders intensiv wurde der Frage nachgegangen, ob Elektromagnetische Felder möglicherweise die Entwicklung von Leukämie begünstigen. Diesbezüglich geht es vor allem um die Auswirkung von Hochspannungsleitungen und Handystrahlung auf die menschliche Gesundheit.

Nach wie vor gilt: Ein direkter Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung und Leukämie-Erkrankungen ist nicht belegbar. Heute vermuten viele Mediziner, die sich eingehend mit der Krankheit Leukämie beschäftigt haben, dass sich eine Leukämie in den meisten Fällen aus einem Fehler während der Zellteilung entwickelt.


Symptome & Anzeichen

Leukämie

Wenn eine akute Leukämie besteht, stellen sich relativ schnell Beschwerden wie Müdigkeit, Leistungsminderung, Gewichtsverlust, nächtliches Schwitzen und anhaltendes Fieber ein. Überdies kommt es häufige zum Nasen- oder Zahnfleischbluten, und die Lymphknoten vergrößern sich. Typischerweise treten sämtliche Symptome einer akuten Leukämie plötzlich auf, und der Gesundheitszustand der Patienten kann sich binnen weniger Tage rasch verschlechtern.

Sobald die Menge an weißen Blutkörperchen sehr groß ist, können zudem innere Organe vergrößert beziehungsweise funktionell beeinträchtigt sein – etwa die Leber. In der Folge kommt es zu einem Druckgefühl im Oberbauch. Es stellen sich Verstopfungen kleiner Blutgefäße ein. Möglicherweise bewirken leukämische Zellen Knötchen, Blasen oder bräunlich-rote Flecken auf der Haut. Sobald das zentrale Nervensystem befallen ist, klagen die Betroffenen über starke Kopfschmerzen, Gefühlsstörungen, Schwindel sowie Lähmungserscheinungen.

Ist es erst zu einer Blutarmut (Anämie) gekommen, sind als weitere Symptome Blässe, Herzrasen, Luftnot und Schwindel festzustellen. Die reduzierte Bildung von Blutplättchen kann eine gesteigerte Blutungsneigung bedingen Ferner treten blaue Flecken (Hämatome) häufiger auf. Kommt es zu Entzündungen in der Mundhöhle, heilen diese nur schlecht wieder ab. Schließlich ist das gesamte Immunsystem des Patienten erheblich geschwächt und sämtliche Symptome können sich noch verschlimmern. Als weitere Beschwerden können eine Vergrößerung der Leber und der Milz sowie Hautausschläge und Zahnfleischwucherungen hinzukommen.

Da sich eine chronische Leukämie schleichend entwickelt, zeigen sich die mit der Erkrankung einhergehenden Symptome häufig erst nach Monaten oder Jahren. Nicht selten kommt es vor, dass eine chronische Leukämie zufällig entdeckt wird. Dies kann der Fall sein, wenn routinemäßig eine Blutuntersuchung durchgeführt wird. Die Krankheitszeichen, die mit einer chronischen myeloischen Leukämie einhergehen, sind insbesondere abhängig von dem Ausmaß der gestörten Blutbildung. Unter anderem können sich allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit und Blässe als unspezifische Krankheitssymptome entwickeln. Ebenso wie im Anfangsstadium einer akuten Leukämie kann es zu Appetitlosigkeit, Knochenschmerzen und Fieber kommen. Möglich sind auch Beeinträchtigungen der Nieren und/oder anderer Organe.
Hierzu eine kurze Übersicht

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Dauerhafte Müdigkeit, Abgeschlafftheit und allgemeine Schwäche
  • Chronische und teils schwerwiegende Infektionen
  • Unfreiwilliger Gewichtsverlust
  • Schwellungen der Lymphknoten
  • Krankhafte Vergrößerung der Nieren und der Leber
  • Sehr einfaches Entstehen von Hämatomen und übermäßig starkes bluten
  • Wiederkehrendes Nasenbluten
  • Petechien: Kleine rote, blutgefüllte Punkte
  • Starkes Schwitzen, besonders nachts
  • Schmerzen in den Knochen und erhöhte Brüchigkeit

Diagnose & Krankheitsverlauf

Es ist möglich, dass Ärzte eine chronische Form der Leukämie bereits vor einsetzen jeglicher Symptome im Rahmen einer Routineuntersuchung entdecken. Sollte dies der Fall sein oder sollte der behandelnde Arzt Indikatoren identifizieren können, die das Vorhandensein einer Leukämie zumindest stark andeuten, so sind weitere Tests und Untersuchungen notwendig.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Zu Beginn einer tiefergehenden Untersuchungen ist es zumeist notwendig, eine Anamnese durchzuführen. Unter dem Begriff der Anamnese versteht man ein Gespräch mit dem Patienten, in dem man gezielte Fragen über das Befinden, die allgemeine Gesundheit und die Krankengeschichte stellt. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse können dabei hilfreich sein, um zu determinieren, ob eine Erkrankung an der Leukämie für den Patienten grundsätzlich wahrscheinlich ist oder nicht. Im Anschluss hieran bedient man sich der klassischen körperlichen Untersuchung. Also der physischen Examinierung.

Hierbei liegt das hauptsächliche Augenmerk des ausführenden Mediziners darauf, körperliche Anzeichen einer Leukämie zu entdecken und als solche anzusprechen, Insbesondere eine sehr helle, blasse und blutleer wirkende Haut ist hierbei ein maßgeblicher Indikator. Des Weiteren sucht der Arzt auch noch nach etwaig geschwollenen Lymphknoten, oder einer fühlbaren Vergrößerung der Nieren und der Leber. All dies sind Zeichen dafür, dass es sich bei dem noch zu beurteilenden Leiden des Patienten um eine Leukämie handeln könnte.
Bluttest
Wie bei einer Erkrankung des Blutes selbst nicht anders zu erwarten, spielt natürlich auch die Untersuchung desselben eine entscheidende Rolle in der Evaluierung der vorliegenden Krankheit. Man sollte sich hierbei jedoch keinen Illusionen hingeben. Zwar hilft eine Blutprobe dabei, die Wahrscheinlichkeit einer Leukämie-Erkrankung festzusetzen, sie bietet aber kein eindeutiges Ergebnis an. Schließlich und endlich lassen sich im Rahmen einer Untersuchung des Blutes lediglich Häufungen weißer Blutkörperchen nachweisen, die allgemein in die Richtung eines entzündlichen Prozesses oder einer Infektion hindeuten. Die Leukämie als solche jedoch ist im Rahmen einer einfachen Blutuntersuchung nicht nachzuweisen.
Test des Knochenmarks
Um bei der Diagnose auf Nummer sicher gehen zu können, ist es bisweilen notwendig, dass der behandelnde Arzt eine Untersuchung des Knochenmarks vornimmt. Hierzu entnimmt er eine weiterzuverarbeitende Probe nämliches Stoffes aus dem Inneren eines Knochens. In aller Regel handelt es sich hierbei um den Hüftknochen. Zwecks der eigentlichen Entnahme des Knochenmarks führt der behandelnde Arzt eine lange und äußerst feine Nadel direkt in den Knochen ein und saugt einiges des Marks aus. Diese Probe entsendet er im Anschluss hieran zur weiteren Bearbeitung an ein Labor. Dieser Test gilt als relativ sicher und dazu auch als relativ exakt.

Tatsächlich ist es den Laboranten möglich, im gewonnenen Material direkte und konkrete Hinweise auf eine Leukämie zu entdecken. Hiermit lassen sich also spätere Behandlungsmethoden sowie optionale Therapieansätze determinieren.

Bei den drei oben genannten Verfahren zur Testung des Knochenmarks handelt es sich jedoch lediglich um die gängigsten diagnostischen Mittel. Es können im Bedarfsfalle weitere und speziellere Tests erfolgen. Diese dienen zumeist dazu festzustellen, in welchem Stadium der Krankheit sich der Patient momentan befindet. Diese Erkenntnis ist unerlässlich für die korrekte Wahl der Therapie.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Im Jahre 2010 starben weltweit etwa 290.000 Menschen an einer Form der Leukämie. Das ist eine signifikante Steigerung der Betroffenen im Vergleich zu den statistischen Daten, die zehn Jahre zuvor, sprich im Jahre 2000, erhoben wurden. In jenem Jahr erkrankten lediglich etwa 250.000 tausend Personen an einer Form der Leukämie, wovon „nur“ circa 200.000 starben. Das ist ein Unterschied von beinahe 100.000 Todesfällen. Dieser Häufung können einige Dinge zugrunde liegen. Insgesamt lässt sich weiterhin ausführen, dass letztgenannte Zahl auf die gesamten in diesem Jahr auf Krebs zurückzuführenden Todesfälle bezogen 3% ausmacht. Kurzum bedeutet das, dass 3% aller krebsbedingten Todesfälle im Jahre 2000 auf eine Leukämie zurückgingen.

Die Lokale Häufung dieses Leidens komprimiert sich stärker auf die entwickelte, also die erste Welt. Die Gründe hierfür sind nicht nachhaltig geklärt und bieten nach wie vor Anlass zu Debatten in Wissenschaft und Forschung.

Darüber hinaus tritt diese Form des Krebses besonders häufig bei Kindern auf. Zwar können ebenso Erwachsene betroffen sein und die Zahlen halten sich allgemein die Waage, aber im direkten Vergleich, sind Kinder und Jugendliche häufiger von dieser Art des Krebses betroffen, als von den meisten anderen Ausprägungen desselben. Besonders auch kleine Kinder und Säuglinge bilden diese Krankheit aus. Bei Kleinkindern, die jünger sind als 12 Monate, handelt es sich bei Knochenkrebs tatsächlich um die am zweit häufigsten vorkommende Krebserkrankung.

Hinzu kommt auch noch das Geschlecht der betroffenen Person als etwaiger Risikofaktor. Tatsächlich sind statistisch gesehen Männer oder Jungen wesentlich häufiger Oper dieses Gebrechens als Mädchen. Zudem scheint auch die ethnische Herkunft bei der Prävalenz eine gewisse Rolle zu spielen. So entwickeln Menschen europäischer Abstammung, also auch Nordamerikaner, wesentlich häufiger Leukämie als Menschen afrikanischer oder asiatischer Herkunft. Die exakten Gründe hierfür gelten jedoch noch als ungeklärt. Insbesondere aber Südamerikaner scheinen am stärksten von diesem Leiden heimgesucht zu sein.
Diagnosedaten
Alles in allem kann es bisweilen relativ kompliziert sein, aus einer Untersuchung gewonnene Daten korrekt auszuwerten. Darum ist es von unablässiger Notwendigkeit, dass man selbige mit größtem Sachverstand und darüber mit größter Sorgfalt behandelt. Alles andere wäre gegenüber dem Patienten verantwortungslos und führte lediglich dazu, das Risiko eine fehlerhafte Diagnose zu stellen zu erhöhen.

Nichtsdestotrotz sollte man auch hierbei nicht vom Schlimmsten ausgehen. Sicherlich gibt es einige Erkrankungen, die leichter und effizienter zu Erkennen sind, als die Leukämie, aber dennoch ist auch die Diagnose dieses Leidens keine übermenschliche Herausforderung. Ein geschulter und erfahrener Arzt ist vermutlich ohne weitere Probleme dazu in der Lage, die vorliegende Krankheit mittels der zur Verfügung stehenden Daten als eine solche zu erkennen und anzusprechen.

Hierbei liegt das Hauptaugenmerk, wie bereits schon erwähnt, auf der Erkennung des jeweilig vorliegenden Schweregrades, bzw. des Stadium der Leukämie. Das korrekte Ansprechen desselben ist von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit für die darauf folgende Art der Behandlung. Schließlich erfordert jedweder Schweregrad und jedwedes Stadium eine angepasste Art der Therapie. Nicht zuletzt deswegen ist es so wichtig, dass der Arzt sich die Zeit nimmt, die er braucht, um eine sichere Diagnose garantieren zu können. Bisweilen ist es hierfür unabdingbar, dass er weitere Tests anordnet. Das mag für den Patienten bisweilen überflüssig wirken, ist es aber nicht. Schließlich und endlich sollte eine gründliche und tiefgehende Untersuchung auch im Interesse des potentiell Erkrankten liegen. Es gilt also von beiden Seiten her, dass man nach Möglichkeit, während des Prozesses der Diagnosestellung, einen kühlen Kopf bewahrt und nichts überstürzt.

Sicherlich ist es wichtig, dass eine Behandlung so früh wie möglich beginnt – noch wichtiger ist es aber, dass die Behandlung per se auch korrekt und zielgerichtet ist. Und um dies zu gewährleisten bedarf es einer gründlichen Prüfung der vorliegenden Daten.


Komplikationen bei der Krankheit

Jedwede Form der Leukämie schlägt sich in anderen Komplikationen nieder. Da es an dieser Stelle jedoch geboten ist, einen allgemeinen Überblick zu schaffen, findet sich im Folgenden einen Aufzählung der allgemeinen Komplikationen, die bei beinahe jeder Ausprägung dieser Erkrankung auftreten.
Müdigkeit
Im Fälle der Leukämie kommt es nicht selten vor, dass die weißen Blutkörper die roten Blutkörper regelrecht übermannen. Im Zuge dessen kommt es nicht selten zu einer Anämie, sprich einer Blutarmut. Das hauptsächliche Symptom einer solchen ist eine dauerhafte, ja beinahe chronische bleierne Müdigkeit. Bisweilen verstärkt sich dieser Umstand noch darüber hinaus dadurch, dass gängige Medikamente, die bei einer Leukämie gereicht werden, die Anzahl der roten Blutkörper zusätzlich senken. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und allgemeine Antriebslosigkeit sind also sehr wahrscheinlich auftretende Nebeneffekte der vorliegenden Erkrankung.
Übermäßig starkes Bluten
Die Stoffe im Blut, die dafür verantwortlich sind, dass selbiges gerinnt, wenn es beispielsweise aus einer Wunde austritt, sind im Falle der Leukämie nicht selten gehemmt oder nur in geringerer Anzahl verfügbar. Dies sorgt im Umkehrschluss dafür, dass es wesentlich länger dauert, bis eine offene Wunde, welcher Art auch immer sie sei, sich von alleine verschließt. Der hieraus resultierende teils horrend hohe Blutverlust kann nicht selten dafür sorgen, dass der Betroffene in Ohnmacht fällt oder er sogar eine Bluttransfusion braucht. Darüber hinaus kann es aufgrund dieses auftretendes Mangels an Gerinnungsfaktoren auch zu exzessivem Nasenbluten kommen, sowie zu starken Bluten des Zahnfleisches und zu den bereits erwähnten Petechien. Auch blaue Flecke (Hämatome) entstehen hierdurch wesentlich leichter und zudem frequenter.
Allgemeine Schmerzen
Im Zuge einer Leukämie-Erkrankung kommt es dazu, dass sich das Knochenmark im Inneren des Knochen selbst ausdehnt und damit massive Schmerzen in den Knochen selbst oder den Gelenken verursachen kann. In besonderes schweren Fällen, kann dies soweit führen, dass Betroffene außer Stande sind, sich zu bewegen. Es tritt also eine temporäre und schmerzbedingte Lähmung auf.
Krankhafte Vergrößerung der Niere
Einige der überschüssig produzierten Blutzellen setzen sich in der Niere ab. Hierdurch schwillt selbige an oder vergrößert sich. Das vergrößerte Volumen dieses Organs sorgt dafür, dass man es klar und deutlich als Fremdkörper im eigenen Organismus wahrnimmt. Zusätzlich übt es konstanten Druck auf das Abdomen aus und erschwert somit die Nahrungsaufnahme. Ähnliches gilt ebenso für die Leber von Betroffenen.
Häufige Infektionen
Für gewöhnlich gilt es, dass weiße Blutkörperchen dem Organismus dabei helfen, Erreger, sprich Viren und Bakterien, abzuwehren. Da im Falle einer Leukämie sehr viele davon vorhanden sind, sollte man davon ausgehen können, dass allgemeine Infektionen und dergleichen kein Problem darstellen. Das ist aber falsch. Denn durch die Überproduktion derselben kann der Körper nicht gewährleisten, dass sie alle qualitativ hochwertig sind. Tatsächlich sind sie zumeist stark fehlgebildet und verfügen dementsprechend über eine sehr stark eingeschränkte Leistung. Bei Licht betrachtet sind sie bisweilen komplett nutzlos und nehmen lediglich Raum ein, nicht mehr. Somit ist es also nicht weiter verwunderlich, dass erkrankte Personen sehr häufig an diversen Infekten leiden. Diese können sehr leicht, aber auch sehr schwerwiegend sein und stellen dahingehend eine manchmal große zusätzliche Belastung für den Körper des Patienten dar.
Tod
Insofern der Erkrankte keine ausreichende Behandlung erhält oder diese gut anschlägt, ist der Tod desselben unausweichlich.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Jedwede Form der Leukämie, gleichwohl welcher Ausprägung sie sein mag, kann sich klar durch Symptome manifestieren, muss es jedoch nicht. Das stellt ein nicht zu unterschätzendes Risiko für den Erkrankten dar. Insbesondere in der frühen Phase der Erkrankung, bemerkt ein Betroffener häufig nichts von seinem Leiden. Das ist gravierend, da gerade eine frühe Behandlung maßgeblich für einen schnellen und nachhaltigen Erfolg bei der Heilung sein kann. Tatsächlich ist es möglich, dass man Monate oder gar Jahre mit dieser Erkrankung lebt, ohne sie zu bemerken und also auch ohne davon zu erfahren. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Deshalb sollte man sich, auch wenn kein dringender Verdacht auf eine Leukämie vorliegt, hin und an dahingehend untersuchen lassen.

Darum gilt es für jede Person gleichermaßen, ob betroffen oder nicht, sich im Rahmen einer Routineuntersuchung auch auf dieses Leiden hin testen zu lassen. Schaden kann es sicherlich nicht und Vorsicht ist in diesem Falle, wie auch im Falle einer jeden anderen Krankheit, besser als Nachsicht. Somit sollte man sich nicht scheuen und seinen Arzt direkt darauf ansprechen. Dies gilt in besonderem und erhöhtem Maße dann, wenn man selbst vermutet, dass man an einer Leukämie erkrankt sein könne. Selbst wenn die darauf hindeutenden Symptome nur sehr gering ausfallen und eher auf andere gebrechen hindeuten sollten, ist es ratsam, sich dennoch gründlich untersuchen zu lassen. Man weiß schließlich nicht, was einem fehlt, bis man es eben weiß.

Dasselbe gilt für Eltern, die vermuten, dass ihre Kinder an Leukämie leiden könnten. Wie bereits erwähnt ist diese Art der Krebserkrankung besonders häufig in den kleinsten anzutreffen. Darum sollten Eltern ein Auge auf sich etwaig manifestierende Symptome bei ihrem Nachwuchs haben. Wächst wiederum der Verdacht der Erziehungsberechtigten an, dass das Kind eventuell erkrankt sein könnte, gilt es, sofort und zu zögern einen Mediziner zu konsultieren.

Behandlungsmethoden & Therapie

Um eine Leukämie effektiv behandeln zu können, muss die genaue Form der Leukämie bekannt sein. Ausschlaggebend ist darüber hinaus der Gesundheitszustand des Patienten. Im Fall jeder akuten myeloischen oder lymphatischen Leukämie ist ein rascher Therapiebeginn angezeigt. Die Therapie beinhaltet notwendigerweise drei aufeinander folgende Phasen: die Induktionstherapie, die Konsolidierungstherapie und die Erhaltungstherapie.

Der erste Schritt, die Induktionstherapie, beinhaltet eine medikamentöse Behandlung mit verschiedenen Zytostatika. Die Verabreichung der Medikamente erfolgt per Infusion, um die Leukämie schnellstmöglich zu verdrängen. Unterstützend werden unter anderem Antibiotika gegeben. Der zweite Abschnitt der Behandlung beinhaltet die Konsolidierung. Hier geht es darum, die Krebszellen zu erreichen, die durch die Induktionstherapie nicht eliminiert werden konnten. Auch während der Konsolidierungstherapie kommen Medikamente zum Einsatz. Üblicherweise werden verschiedene Kombinationen von Zytostatika für bestimmte Zeiträume verordnet.

Die sich als dritte Phase anschließende Erhaltungstherapie dauert wenigstens ein Jahr. Ziel muss es sein, den Erfolg der Behandlung zu stabilisieren. Wiederum spielen Zytostatika eine bedeutsame Rolle; außerdem werden moderne zielgerichtete Präparate verabreicht. Was genau an Arzneimitteln eingesetzt wird und wie lange die Erhaltungstherapie letztlich dauert, ist individuell sehr unterschiedlich.
Liegt eine chronische myeloische Leukämie vor, richtet sich die Art der Behandlung nach dem aktuellen Gesundheitszustand des Patienten und nach den gegebenen Krankheitszeichen. In jedem Fall ist es unabdingbar, sobald als möglich nach Stellen der Diagnose mit der Therapie zu beginnen. Denn je eher die Behandlung beginnt, umso besser sind die Chancen für den Erkrankten. Häufig kann die Behandlung von einem Facharzt vorgenommen werden, sodass ein Klinikaufenthalt entbehrlich ist. Auch bei chronischen Varianten der Leukämie kommen Chemotherapien und/oder zielgerichtete Medikamente in Betracht. Immer dann, wenn ein hohes Rückfallrisiko besteht, sollte eine Stammzellentransplantation überdacht werden.

Diversen Therapieoptimierungsstudien ist es zu verdanken, dass sich die bisher üblichen Therapieformen beständig verbessern.
Von großer Bedeutung sind zudem klinische Studien, die die Erprobung neuer Medikamente und Behandlungsmethoden zum Inhalt haben.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es ist beinahe unmöglich, gegen eine Leukämie vorzubeugen. Ebenso ist es generell sehr schwer gegen überhaupt eine Art von Krebs präventive Maßnahmen zu ergreifen. Zwar gibt es es bisweilen gewisse Risikofaktoren, die man nach Möglichkeit aus seinem Leben ausschneiden sollte, um das allgemeine Risiko eines solchen Leidens zu senken, aber 100%igen Schutz können auch solche Maßnahmen weder versprechen noch bieten.

Darum im Folgenden einen kurzen Überblick über die etwaigen das Risiko erhöhenden Faktoren:

  • Vorhergehende Behandlung gegen Krebs: Personen die im Zuge einer Behandlung gegen eine andere Form von Krebs bereits mit Chemotherapie oder Bestrahlungstherapie behandelt wurden, haben ein weitaus höheres Risiko, an Leukämie zu erkranken.
  • Genetische Fehler: Personen, die an genetischen Fehlern leiden, beispielsweise Personen mit Down Syndrom, weisen oftmals eine stark erhöhte Chance auf, diese Art der Erkrankung auszubilden. Aber auch andere genetische Fehler befördern das allgemeine Risiko.
  • Kontakt mit gewissen Chemikalien: Bestimmte Personengruppen, die berufsbedingt viel Kontakt zu gewissen Chemikalien haben, laufen erhöhte Gefahr, im Zuge dessen an Blutkrebs zu erkranken. Insbesondere Abfallstoffe aus der Öl- und Gasindustrie sorgen dafür, dass sich das Risiko einer solchen Erkrankung merklich erhöht.
  • Rauchen: Der Konsum von Tabakwaren jeglicher Art gilt als negativ und befördert das Risiko einer Krebserkrankung. Auch einer Erkrankung mit Leukämie.
  • Familiäre Vorbelastung: Sollten aus der nächsten Familie bereits Fälle von Leukämie bekannt sein, so sollte einem dieser Umstand Anlass dazu geben, dahingehend besonders aufzupassen. Schließlich ist ein erblicher Faktor beim Thema Leukämie nicht gänzlich auszuschließen und familiäre Häufungen sind nicht selten zu beobachten.

Alles in allen kann es natürlich schwierig bis unmöglich sein, alle der oben genannten Risikofaktoren zu beseitigen. Schließlich und endlich kann man beispielsweise gegen seine familiäre Vorbelastung nichts weiter unternehmen. Die Faktoren, die man jedoch beeinflussen kann, sollte man in Angriff nehmen. Insbesondere der Verzicht auf Rauchwaren steht hier ganz klar im Vordergrund.


Prognose zur Heilung

Ob die Prognose eher gut oder eher schlecht ist, hängt in großem Maße von dem vorliegenden Typ der Leukämie ab. Wie bereits erwähnt, ist „Leukämie“ lediglich als ein Sammelbegriff diverser Arten von Blutkrebs zu verstehen. Es handelt sich also nicht um eine einzige Krankheit, sondern um ein Konvolut selbiger, die sich dennoch einige Merkmale teilen und deshalb derselben Familie zuzuordnen sind. Darüber hinaus nimmt auch das Alter des Betroffenen großen Einfluss auf die potentiellen Chancen auf Heilung. Wobei man hier ganz klar sagen muss, dass die Chancen auf selbige sich massiv verringern, je älter der Erkrankte ist. Nichtsdestotrotz sollte man an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass sich die allgemeinen Heilungschancen in den letzten Jahrzehnten, nicht zuletzt dank der modernen Schulmedizin, stets und stetig verbessern konnten.

Hierbei gilt es besonders die sog. „Fünfjahres-Regel“ zu beachten. Bei dieser handelt es sich darum, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Erkrankter die nächsten fünf jahre noch erlebt. Anwendbar ist diese Faustregel auf alle Formen und Arten einer Erkrankung mit Krebs. Somit also auch auf die Leukämie. In Europa und Nordamerika liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Betroffener die kommenden fünf Jahre nach der ersten Diagnose noch erlebt bei zwischen 55 und 60%. Das ist im Vergleich zu den vorhergehenden Jahrzehnten sehr viel. In den 1970er Jahren lag diese Quote bei lediglich 12%. Diese Zahlen gelten allerdings nur für erwachsene Personen. Kinder und Jugendliche haben eine weitaus höhere Rate. Diese bewegt sich tatsächlich zwischen 60 und 85%.

Ein weiterer positiver Aspekt, der in die Prognose mit einfließen sollte, ist der, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Krebs, insofern man ihn einmal erfolgreich zu kurieren imstande war, wiederkehrt. Dasselbe ist leider nicht für viele andere Krebsarten zu behaupten.

Also lässt sich behaupten, dass sie Prognose nicht glänzend, aber immerhin gut aussieht und zusätzlich noch besser als früher.


Die Unterarten der Leukämie

Wie bereits einführend erwähnt, ist „Leukämie“ als Begrifflichkeit eher als Sammelbezeichnung, nicht aber als Name iner einzelnen Erkrankung zu verstehen. Eine Leukämie kann sich auf viele verschiedene Arten äußern. Darunter vier sehr häufig vorkommende Subtypen, die im Folgenden näher beschrieben werden.

Akute lymphatische Leukämie (ALL)
Bei der akuten lymphatischen Leukämie handelt es sich, wie es bereits im Namen steckt, um eine akut auftretende Unterform der Leukämie, sprich um eine Krebserkrankung die weißen Blutkörperchen betreffend. Insbesondere die Überproduktion derselben ist hierbei das Hauptproblem, zusätzlich kommt noch hinzu, dass sie nicht korrekt arbeiten können und somit ihrer Funktion, nämlich den Körper vor Erregern zu schützen, nicht nachzukommen imstande sind.

Leidet eine Person an ALL, so werden diese deformierten und funktionslosen weißen Blutkörper konstant im Knochenmark des Betroffenen produziert. Hierdurch fehlen dem Körper die Kapazitäten zur Produktion normal funktionierender weißer oder roter Blutzellen und es herrscht bald ein Mangel an ihnen. Das stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.

Darüber hinaus tendieren diese deformierten weißen Blutkörperchen dazu, sich in anderen Stellen des Körpers zu akkumulieren und auf diese Art und Weise regelrechte Klumpen zu bilden. Diese Klumpen stören nicht nur den Blutfluss empfindlich, sondern tragen auch dazu bei, die Funktion einiger Organe einzuschränken oder sie vollends nutzlos zu machen. Dies ist gerade bei lebenswichtigen Organen gefährlich und kann nicht selten zum Tode des Patienten führen.

ALL tritt am häufigsten bei Kinder zwischen dem zweiten und dem fünften Lebensjahr auf. Hiernach sinkt die Chance, an dieser Form der Leukämie zu erkranken erheblich ab. Dennoch ist es auch für Jugendliche und Erwachsene nicht grundsätzlich unmöglich, an dieser Form der Leukämie zu erkranken.

Das Hauptsymptom von ALL ist, wie bereits erwähnt, die verminderte Produktion von funktionstüchtigen Blutzellen. Das Rohmaterial, das zur Produktion derselben notwendig ist, wird vollends dafür aufgewandt, die deformierten weißen Blutkörper zu bilden. Es kommt also im laufe der Erkrankung zu einem Überschuss derselben, während es zu einer Mangelversorgung mit tatsächlich arbeitsfähigen Blutkörperchen kommt.

Durch das effektive Fehlern funktionierender weißer Blutkörperchen erhöht sich das Risiko des Patienten an Infektionskrankheiten zu erkranken immens. Hierbei sind insbesondere Krankheiten zu nennen, die durch Bakterien ausgelöst werden. Gerade Lungenentzündungen (Pneumonie) sind ein sehr häufiger Begleiter einer ALL. Eine Lungenentzündung, eine Pneumonie, ist aufgrund ihres relativ häufigen Vorkommens durchaus zu den Volkskrankheiten hierzulande zu zählen: Schätzungsweise erkranken Jahr für Jahr etwa 500.000 Menschen in Deutschland an einer Lungenentzündung. Für etwa ein Drittel der Patienten ist eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich.

Indes kommt es auch immer wieder vor, dass Personen sich anderweitig im Krankenhaus behandeln lassen und eine Lungenentzündung entwickeln. Eine solche Ansteckung lässt sich zumeist selbst bei größten Sicherheitsvorkehrungen nicht immer komplett ausschließen. Die verantwortlich zu machenden Viren können grundsätzlich jeden befallen. Besonders häufig jedoch gehen sie auf ältere oder bereits geschwächte Menschen über, da deren Abwehrkräfte zumeist nicht oder nicht mehr dazu in der Lage sind, die Krankheit erfolgreich abzuwehren.

Auch auf einer globalen Skala sind Lungenentzündungen vergleichsweise häufig zu beobachten. Hierbei sind zudem signifikant höhere Ausbruchsraten in Ländern der dritten Welt zu beobachten. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Allgemein jedoch ist davon auszugehen, dass die oftmals mit Armut einhergehende mangelnde Hygiene ein wichtiges Kriterium dabei ist zu erklären, warum gerade in diesen Breiten besondere Häufungen zu beobachten sind. Des Weiteren handelt es sich bei der Lungenentzündung um ein Leiden, das auf viele potentielle Ursachen zurückzuführen ist. Dazu gehören sowohl Infektionen mit Viren, Bakterien sowie Sporen und Pilzen.

Aber damit nicht genug. Es kommt darüber hinaus nahezu immer zu einer sehr starken Anämie (Blutarmut) – durch diese entstehen die eingangs bereits erwähnte bleierne Müdigkeit sowie Fieber, Kopfschmerzen usw.

In Europa kommt es pro Jahr etwa zu 10.000 neuen Fällen von ALL. Dabei ist die weiße Stammbevölkerung wesentlich häufiger betroffen, als Zuwanderer aus südlicheren Regionen. Überhaupt lässt sich anhand internationaler Statistiken klar belegen, dass weiße Menschen wesentlich öfter von ALL betroffen sind, als die Menschen Afrikas und Arabiens beispielsweise.

Die Chancen auf Heilung stehen relativ gut – insofern man ein Kind ist. Bis zu 80% aller betroffenen Kinder können erfolgreich therapiert werden. Bei Erwachsenen mit ALL steht die Chance auf Heilung weitaus niedriger. Sie liegt bei gerade einmal 20% bis 30%.

Akute myeloische Leukämie (AML)
Unter akuter myeloischer Leukämie versteht man eine Krebserkrankung, die sich hauptsächlich daran äußert, dass die Produktion weißer Blutzellen nicht mehr vom Körper gewährleistet werden kann, zumindest nicht in dem nötigen Maße. Tatsächlich werden zwar weiterhin weiße Blutkörperchen produziert, diese sind aber derart deformiert, dass sie schlicht nicht mehr funktionsfähig sind.

Des Weiteren handelt es sich bei der vorliegenden Abart der Leukämie um die am häufigsten auftretende Unterform dieses Leidens bei Erwachsenen, wobei Kinder am häufigsten an ALL leiden. Zudem wird die Chance an AML zu erkranken mit zunehmendem Alter immer höher. Nichtsdestotrotz handelt es sich alles in allem um eine eher seltene Krankheit. Lediglich zwischen 1% und 1,5% aller krebsbedingten Tode in der EU lassen sich auf AML zurückführen.

Die Symptome dieser Erkrankung sind nicht zu unterschätzen und oftmals sehr schmerzhaft und unangenehm. Das gesunde Knochenmark wird nach und nach mit primär aus deformierten weißen Blutkörperchen bestehenden Substanzen ersetzt und verliert auf diese Weise nicht nur seine Existenz, sondern in logischer Konsequenz auch seine Funktion, sprich die Produktion von Blut oder genauer gesagt weißer und roter Blutkörperchen.

Hieraus resultieren einige sehr typische Symptome, diese sind unter anderem Müdigkeit, Atemnot, sehr leichte Bildung von Hämatomen und sehr langsamen verschließen von Wunden, Somit können bereits kleinste Schnittverletzungen sehr viel Blut kosten. Auch eine allgemeine Anämie, sprich eine Blutarmut ist zu beobachten. Unter einer Blutarmut, die man fachlich korrekt auch als Anämie bezeichnet, versteht man, wie es bereits im Namen steckt, ein Mangel an Blut. Die Ursachen für das Fehlen des roten Venensaftes können vielerlei Natur sein, nichtsdestoweniger lässt sich ein Großteil der Fälle auf einen Eisenmangel (Sideropenie ) zurückführen.

Kurzum verfügt der Körper im Rahmen einer Anämie über zu wenige rote Blutkörper (Erythrozyten). Diese sind für den Transport von Sauerstoff aus der Lunge hin zu anderen Teilen des Gewebes verantwortlich. Sind derer zu wenige vorhanden, ist eine solche lebenswichtige Versorgung mit Sauerstoff nicht mehr ausreichend gewährleistet und es kann zu teils gravierenden Symptomen kommen.

Dennoch gilt zu erwähnen, dass es nicht nur eine Form der Blutarmut gibt, sondern eine ganze Reihe potentieller Ausprägungen, denen alle andere Ursachen zugrunde liegen und die sich ggf. unterschiedlich äußern können. Darüber hinaus kann jede dieser Formen des Auftretens einer Anämie entweder chronisch oder akut sein, sprich den Patienten dauerhaft oder nur kurz begleiten. Zusätzlich variiert auch die Intensität, mit der sich ein solches Leiden niederschlagen kann, sehr stark von Fall zu Fall. Sie reicht von kaum merklich und leicht, bis hin zu gefährlich und lebensbedrohlich. Nicht alleine deswegen ist es ratsam im Zweifelsfalle einen Arzt zu konsultieren. Schließlich kann eine Blutarmut auch nur der Bote für eine weitaus gravierendere Folgeerkrankung sein und fungiert also lediglich als Hinweis darauf, dass sich etwas schlimmeres anbahnt. Die gängigen Behandlungsmethoden reichen über Veränderungen der Ernährung bis hin zu medikamentöser Therapie sowie chirurgischen Eingriffen.

Auch steigt abermals das Risiko darauf, an einer Infektion zu erkranken. Ähnlich wie bei der ALL. Sollte man das vorliegende Leiden nicht unverzüglich behandeln lassen, so ist damit zu rechnen, dass man nicht mehr allzu viel zeit haben wird. Für gewöhnlich ist die AML bereits wenige Wochen oder Monate nach dem initialen Ausbruch tödlich. Die Chancen auf Heilung sind aber auch bei einer frühen Erkennung des Leidens vergleichsweise gering. Nur etwa zwischen 35 und 40 der Betroffenen unter 60 Jahren überleben eine Erkrankung. Bei Personen jenseits der 60 sind es sogar nur zwischen 5 und 10%. Des Weiteren haben an AML erkrankte Personen, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage sind, eine Chemotherapie zu überstehen, in aller Regel nur mehr eine Lebenserwartung von wenigen Wochen nach Ausbruch der Krankheit.

AML verfügt des Weiteren über einige Subtypen, die in ihrer Ausprägung sehr spezifisch sind. Darum lassen sich kaum allgemeine Aussagen zu einer etwaigen Therapie oder Diagnose machen. Beide sind vollkommen vom vorhandenen Subtypus abhängig und lassen sich nicht generalisieren. Dennoch sind zumeist eingesetzte Methoden Chemotherapie und Stammzellentransplantationen. Aber der Erfolg ist keines Falls garantiert. Die Therapie gestaltet sich oftmals schwierig und verlangt dem dem Erkrankten einiges ab. Eine zusätzliche Gabe von Medikamenten ist außerdem auch noch im Rahmen einer Therapie zu erwarten.

Alles in allem lässt sich zusammenfassend erwähnen, dass es sich bei der vorliegenden Ausprägung der Leukämie um kein Leiden handelt, dass man allzu leichtfertig angehen sollte. Es führt oftmals zu gravierenden Einschränkungen im Leben der betroffenen und fordert dasselbe nicht selten ganz ein. Auch die Chancen auf Heilung sind im besten Falle moderat und man sollte sich keinen allzu großen Hoffnungen hingeben, dass man eine AML auch wirklich überlebt, sollte sie bei einem diagnostiziert werden. Nichtsdestotrotz besteht natürlich immer eine gewisse Resthoffnung. Auch kann man sich Faustregel merken, dass die Chancen besser stehen, je jünger man ist. Je weiter man in Richtung der 60 tendiert, desto schlechter werden die Chancen. Erkrankten, die beispielsweise bereits in ihren 70ern sind, ist in aller Regel nicht mehr zu helfen und sie werden nach der Diagnose lediglich noch palliativ betreut. Auch damit sollte man sich möglichst zeitig abfinden.

Chronische Ausprägungen
Die beiden soeben beschriebenen Typen der Leukämie können darüber hinaus auch in einer chronischen Form vorkommen. Die Unterschiede sind dabei fließend zur akuten Ausprägung. Lediglich die feststellbare Menge an weißen Blutkörperchen ist hierbei niedriger. Behandlung und Diagnose bleiben im Grunde gleich.

Weitere häufig im Zusammenhang mit einer Leukämie auftretende Krankheiten

  • Hämophilie: Unter Bluterkrankheit oder Hämophilie versteht man eine erbliche Blutgerinnungsstörung. Die echte Bluterkrankheit wird X-chromosomal rezessiv vererbt.

    Bei Hämophilie A besteht ein Mangel an Gerinnungsfaktoren VIII; bei der viel selteneren Hämophilie B ein Mangel an Gerinnungsfaktoren IX.

    Bluter-Stammbäume zeigen, dass Frauen häufig Überträgerinnen der Erkrankung sind, die selbst nicht erkranken. Aufgrund des Vererbungsmodus erkranken fast nur Jungen. Die Bluterkrankheit tritt mit einer Häufigkeit von 1:5.000 neugeborenen Jungen auf; bei Mädchen kommt die Bluterkrankheit fast nur in Verbindung mit dem Turner Syndrom vor, bei dem nur ein X-Chromosom vorhanden ist.

    Infolge der Gerinnungsstörung kommt es spontan oder bereits bei geringen Verletzungen zu Blutungen, vor allem in Haut und Gelenke, die tagelang anhalten können. Einblutungen in innere Organe, wie das Gehirn, können lebensbedrohlich sein.

    Obwohl Hämophilie selten auftritt, hat die Erkrankung einen hohen Bekanntheitsgrad, da sie in europäischen Königsfamilien vorkam. Daneben gibt es auch erbliche Gerinnungsstörungen, die unabhängig vom Geschlecht vererbt werden, z.B. das Willebrand-Jürgens-Syndrom oder Hämophilie C.

  • Hypertonie: Unter Bluthochdruck versteht man eine dauerhafte Erhöhung der Blutdruckwerte auf systolisch mindestens 140mmHg und diastolisch mindestens 90mmHg. Nach dieser Definition leidet jeder vierte Deutsche unter Bluthochdruck. Da die Hochdruckkrankheit über längere Zeit hinweg symptomarm verlaufen kann, wird hoher Blutdruck oft erst dann erkannt, wenn Folgeschäden an anderen Organen, besonders an Herz, Gehirn und Nieren, auftreten. Arterielle Hypertonie kann zu einem lebensbedrohlichen hypertensiven Notfall führen und ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Als normal bezeichnet man einen Blutdruck von 120/80mmHg. Niedriger Blutdruck ist medizinisch unbedenklich.

    Der Blutdruck ist dynamisch; das bedeutet, dass er abhängig vom Grad der Aktivität der jeweiligen Person, der Tageszeit und physischen sowie emotionalen Stressoren fällt bzw. sinkt. Bei gesunden Personen wird er überwiegend über das autonome Nervensystem kontrolliert, welches wiederum durch Hormone aus der Nebenniere reguliert wird; diese bestimmen die Menge an Natrium, Kalium und Flüssigkeit, die über die Nieren ausgeschieden wird (was wiederum Einfluß auf das Blutvolumen nimmt). Der Blutdruck wird auch durch Ansteigen oder Absinken der Herzfrequenz sowie Dilatation (Erweiterung) oder Konstriktion (Verengung) der Blutgefäße verändert. Sind einer oder mehrere dieser Regulationsmechanismen nicht in der Lage, angemessen auf die Bedürfnisse des Körpers zu reagieren, kann das zu einem permanenten Bluthochdruck führen.

    Zur Beurteilung des Blutdruckes werden zwei Werte bestimmt: der systolische Druck- oder Spitzendruck, der bei der Kontraktion des Herzens auf die Gefäßwände ausgeübt wird- und der diastolische Druck- der Druck, der zwischen den Schlägen in der Entspannungsphase des Herzens in den Arterien herrscht. Beide Werte werden in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben und werden in der Form systolischer/diastolischer Wert angegeben. Zum Beispiel entspricht ein Blutdruck von 120/80 mmHg einem systolischen Druck von 120 und einem diastolischen Druck von 80 und würde als „120 zu 80“ bezeichnet werden. Normalerweise finden sich bei Erwachsenen Blutdruckwerte von 110-130 systolisch zu 60-85 mmHg diastolisch. Bei jungen Frauen treten häufiger niedrige Blutdruckwerte auf.

  • Diverse Nierenleiden: Die akute Nierenbeckenentzündung bezeichnet eine Entzündung des Nierenbeckens und des Nierengewebes, die im akuten Stadium meist durch das Kolibakterium ausgelöst wird. Obwohl das Kolibakterium eigentlich ein harmloser Bestandteil der Darmflora ist, kann es im Harnsystem zu schmerzhaften Entzündungen führen. Folgen sind im Bereich der Nieren plötzlich auftretendes Fieber und Schüttelfrost, Flankenschmerzen und Schmerzen beim Wasserlassen. Blut im Urin gilt dabei als mögliche Begleiterscheinung.

    Neben dem akuten Verlauf ist auch die chronische, nichtbakterielle Nierenbeckenentzündung bekannt, die im Erscheinungsbild deutlich diffuser ist. So stehen symptomatisch Kopfschmerz, dumpfe Rückenschmerzen oder eine ungewollte Gewichtsabnahme im Vordergrund. Phasenweise können allerdings auch die Symptome einer akuten Nierenbeckenentzündung auftreten, die durch eine bakterielle Neuinfektion ausgelöst werden. Insgesamt hat die chronische Nierenbeckenentzündung dadurch ein erhöhtes Gefahrenpotenzial, da sie durch den schleichenden Prozess zu einer Schädigung des Nierengewebes führt, das schlimmstenfalls in einem Nierenversagen endet. Diagnostisch auffällig sind narbige, verkleinerte Nieren mit Funktionseinschränkungen. Als weitere Komplikation die Verbreitung des Erregers in den gesamten Organismus, die über das Eindringen in den Blutkreislauf stattfindet, ist bei einer chronischen Nierenbeckenentzündung möglich.

    Unter dem Begriff Nephrolithiasis versteht man die Bildung von Steinen in der Niere. Sie können einzeln oder multipel, also mehrfach, auftreten. Bei Nierensteinen kommt es zu einer Auskristallisierung von wasserunlöslichen Stoffen aus dem Harn. Die Art des Nierensteins wird dabei entsprechend der Art der auskristallisierten Substanz bestimmt.

    Am häufigsten kommen mit 75% der Nierensteine Calciumsteine vor. Es gibt außerdem in absteigender Häufigkeit Harnsäuresteine, Steine aus Magnesiumammoniumphosphat, Cystinsteine und sehr sellten Xanthinsteine. Nierensteine gehen entweder von selbst durch den Harnleiter ab oder bleiben im Nierenbecken liegen. Verbleiben sie für längere Zeit in der Niere, können sie mit ihrer teils stetig wachsenden Größe als Ausgussstein das gesamte Nierenbecken ausfüllen. Größe und Lage des Steins beeinflussen maßgeblich die auftretende Symptomatik. Meist tritt das Krankheitsbild erstmals im jungen Erwachsenenalter auf, allerdings ist die Rezidivrate mit 50% verhältnismäßig hoch.

    Des Weiteren ist davon auszugehen, dass die Entstehung durch gentische Faktoren begünstigt werden kann. So ist die Kombination aus den soeben erwähnten genetischen Faktoren und etwaigen Umwelteinflüssen der wahrscheinlichste Grund für die Bildung von Nierengries.

    Die zur Behandlung zur Verfügung stehenden Methoden ist heutzutage sehr fortgeschritten und bieten daher gute Möglichkeiten dahingehend, die Krankheit vollends und erfolgreich auszumerzen. Dennoch kann es im Rahmen einer Therapie immer wieder zu Komplikationen kommen, die in besonders schweren Fällen den Tod des Patienten nach sich ziehen können. Dennoch sollte man als Patient nicht davon ausgehen, dass die Behandlung besonders schwerwiegend verläuft. Tatsächlich gehen die meisten Behandlungen positiv für den Patienten aus. Die Mortalitätsrate ist vergleichsweise gering.

    Darüber hinaus ist es möglich, der Entstehung von Nierensteinen prophylaktisch entgegenzuwirken, indem man seine Ernährung dahingehend anpasst. Zwar lässt sich durch eine solche Maßnahme nicht vollkommen ausschließen, dass es zu einer Entstehung des vorliegenden Leidens kommt, dennoch verringert sich die Chance teilweise sehr stark. Und das sollte durchaus im Interesse des Patienten liegen.

  • Weitere Krebsleiden: Beispielsweise Lungenkrebs. Unter Lungenkrebs versteht man eine Krebserkrankung, die zunächst in den Lungen der betroffenen Person beginnt. Die Lungen sind schwammartige Organe, die dafür sorgen, dass der Sauerstoff der eingeatmeten Luft ins Blut gelangt und das der verbrauchte Sauerstoff mittels Ausatmen wieder ausgeschieden wird. Lungenkrebs kann diese Prozesse nicht nur empfindlich stören, sondern auch ganz zum Erliegen bringen. Somit ist es nicht selten der Fall, dass erkrankte Personen diesem Leiden erliegen.

    In vielen Nationen der Erde ist Lungenkrebs die am häufigsten zum Tode führende Art von Krebs. Dabei spielt weder das Geschlecht noch das Alter eine ausschlaggebende Rolle. Auf einer weltweiten Skala sterben jährlich mehr Menschen an Lungenkrebs als an Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Eierstockkrebs zusammen. Diese Zahlen sind nicht nur immens, sondern sollten auch zum Nachdenken anregen. Schließlich und endlich handelt es sich bei dieser Form des Krebses zumeist um eine einfach zu vermeidende Krankheit.

    Das wohl größte Risiko an einem Lungenkarzinom zu erkranken haben Raucher. Das dürfte allgemein hin bekannt sein. Dennoch sollte man sich als Nicht-Raucher nicht vollkommen auf der sicheren Seite wähnen. Auch Personen, die Zeit ihres Lebens keine einzige Zigarette konsumiert haben, laufen durchaus Gefahr, an diesem Leiden zu kranken. Dennoch sei an dieser Stelle angeführt, dass besagte Gefahr weitaus geringer ist, als die Rauchern. Nichtsdestotrotz ist sie vorhanden. Darum kann es von großem Vorteil sein, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Bereits nach ein bis drei Jahren nach der Aufgabe von Tabak hat sich das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um bis zu 30% reduziert. Das sollte es einem durchaus wert sein.

    Die Behandlungsmethoden für das vorliegende Leiden sind zwar heutzutage weitaus effektiver als noch vor einigen Jahrzehnten, dennoch ist die Mortalitätsrate relativ hoch. Tatsächlich besteht bei der überwiegenden Mehrheit der Fälle nur eine Überlebensrate von knapp unter 50%. Das ist im direkten Vergleich zu anderen Krebserkrankung nicht sonderlich viel. Darum sollte man sich, bekommt man die Diagnose Lungenkrebs gestellt, darauf vorbereiten, dass einem eventuell nicht zu helfen ist und man diesem Leiden früher oder später erliegen wird.

    Wie bereits dem Namen der Erkrankung zu entnehmen ist, handelt es sich bei dem vorliegenden gebrechen um eine Krebserkrankung in der Brust. In den überwiegenden Fällen ist hierunter ausschließlich die weibliche Brust zu verstehen. Zwar können auch Vertreter des männlichen Geschlechts an dieser Form des Krebses leiden, aber dies kommt vergleichsweise nur sehr selten vor und spielt statistisch kaum eine erfassbare oder nennenswerte Rolle.

    In vielen Ländern der westlichen Welt, gehört Brustkrebs zu den häufigsten bei Frauen diagnostizierten Arten von Krebs. Allein der Hautkrebs tritt in aller Regel etwas häufiger auf. Hierdurch erklärt sich auch das relativ große öffentliche und mediale Interesse an dieser Krankheit. Schließlich genießt dieses Leiden eine Öffentlichkeit, die anderen Krebsformen verwehrt bleibt. Das hat sicherlich viele Vorteile, da die Bevölkerung hierdurch aufgeklärt und zu vorsorgenden Untersuchungen angehalten wird. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man andere Ausprägungen von Krebs im Zuge dessen vernachlässigt.

    Einer größten zu beobachtenden Vorteile der gerade erwähnten Aufklärung über Brustkrebs ist der deutlich zu verbuchende Rückgang von durch diesen Krebs bedingten Todesfällen. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Frauen sich immer öfter und gezielter untersuchen lassen und man somit imstande ist, die Krankheit früh zu erkennen und somit schnell und gut behandeln zu können. Darüber hinaus verbessern sich auch stets und stetig die zur Behandlung und Diagnose zur Verfügung stehenden Mittel, sodass beide wesentlich unkomplizierter und schlicht besser sind als noch vor einigen wenigen Jahrzehnten.

    Völligen Schutz gegen dieses Leiden gibt es jedoch (noch) nicht und immer wieder kommt es auch zu Todesfällen. Betrachtet man diese extremen Fälle aber im direkten Vergleich mit der Vergangenheit, so springt einem das starke Absinken der korrespondierenden Zahlen direkt ins Auge. Alles in allem also kann man behaupten, dass der Kampf gegen den Brustkrebs mit großen Erfolgen auf ganzer Linie aufwarten kann.

Darüber hinaus kann es auch noch zu vielen weiteren Erkrankungen kommen. Sollte man diesbezüglich Bedenken haben ist es am besten, einen Arzt zu konsultieren und etwaige Fragen zu beantworten zu lassen.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei den alternativen Behandlungsmethoden gestaltet es sich nicht viel anders, als bei den oben genannten Hausmitteln. Es gibt durchaus gute Ansätze, diese sind aber eher außen vor zu lassen. Personen, die eine vollständige Heilung von Krebs ohne die Zuhilfenahme der Schulmedizin versprechen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als Betrüger, die die Notlage leidender Menschen ausnutzen. Darum sollte man sich mit dieser Krankheit lediglich an einen studierten und ausgebildeten Arzt wenden und nicht an einen Heilpraktiker oder ähnliches. Diese leisten zwar nicht zu unterschätzende Arbeit und haben nachweislich vielen Leuten bei der Heilung verschiedenster Krankheiten gut helfen können, aber bei Krebs sind sie machtlos.

Welche Hausmittel können helfen?

Ausgehend von dem Umstand, dass Leukämie im Speziellen und Krebs im Allgemeinen ein altes Übel ist, haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele Hausmittel gegen dieses Leiden entwickeln können. Die meisten sind jedoch eher nutzlos und gehören in das Reich der Quacksalberei. Überhaupt versprechen keine von ihnen Heilung. Lediglich Linderung der Symptome. Darum sollte man sie höchstens unterstützend anwenden, nicht aber zum Ersatz einer schulmedizinischen Therapie.

  • Stress abbauen
  • Den negativen Gefühlen Raum einräumen und sie ausdrücken
  • Leichte sportliche Übungen

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Meisterwurz
  • Bibernelle
  • Arnika
  • Angelica
  • Knoblauch
  • Schafgarbe

Die oben genannten Heilpflanzen sind entweder getrocknet in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen, darüber hinaus kann man sich ihrer auch in ihrer Reinform bedienen. Sie helfen dabei, das Blut zu säubern und das Leid des Betroffenen zu lindern. Die genaue Dosierung ist jedoch mit einem Heilpraktiker zu erörtern, um etwaigen Überdosierungen im Vorfeld zu entgehen. Zudem kann man auf diese Art und Weise auch etwaige allergische Reaktionen ausschließen.

Des Weiteren gilt es jedoch zu bedenken, dass diese Heilmittel den Blutkrebs als solches weder gezielt behandeln noch heilen können. Sie dienen alleinig dazu, etwaige Symptome zu lindern und dem Patienten somit Leid zu ersparen. Es ist überdies wichtig, vor einer solchen Therapie einen Mediziner zu konsultieren und mit ihm zu auszuloten, ob die Verwendung der vorliegenden Heilkräuter ggf. mit der klinischen Behandlung unverträglich ist.

Ätherische Öle

  • Ackerschachtelhalm
  • Teebaum
  • Sonnenhut
  • Lavendel
  • Minze
  • Klette

Ätherische Öle sind in aller Regel nur im Rahmen einer Aromatherapie, d.h. in einer dafür vorgesehenen Duftlampe, zu gebrauchen. Dennoch sind sie hin und an ebenso äußerlich anwendbar. Man sollte allerdings zuvor etwaige Allergien erörtern und / oder testen lassen.

Die Mischung in der Duftlampe selbst hängt vom persönlichen Befinden und der gewünschten Wirkung ab und ist bei Bedarf näher mit einer sachkundigen Person zu klären. Jedoch gilt auch hier zu bedenken, dass eine Aromatherapie nur dazu dient, Betroffenen das Leben zu erleichtern und die Krankheit selbst damit nicht behandelbar ist. Darüber hinaus sollte man auch im Vorfeld zu einer Anwendung ätherischer Öle einen Mediziner konsultieren, um einem bösen Erwachsen vorzubeugen.

Homöopathie & Globuli

  • Bufo
  • Crotalus
  • Calium phosphoricum
  • Calium sulfuricum
  • Lachesis
  • Ledum

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Da es sich bei der Leukämiem um eine Krebserkrankung handelt, die stark mit Mangelerscheinungen gegenüber speziellen Nährstoffen einhergeht, sollte man verstärkt auf seine Ernährung achten. Dabei gibt es jedoch keine vorgefertigten Ernährungspläne. Eine allgemein gute und gesunde Ernährung, die darüber hinaus die Vermeidung von allzu stark zuckerhaltigen Lebensmitteln miteinbezieht. Dies kann zusätzlich für eine erhebliche Verbesserung des allgemeinen Krankheitsbildes sorgen und dem Patienten somit viel Leid ersparen.

Eine Stärkung des Immunsystems und der allgemeinen Abwehrkräfte sind hierbei zu begrüßende Nebeneffekte. Dennoch ist jeder gut damit beraten, die Aufnahme von raffiniertem Zucker deutlich zurückzufahren. Hierdurch erhöht nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern auch die Ruhe und Ausgeglichenheit im Speziellen. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch Krebs vorbelastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Körper keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie groß ist die Chance, dass ein Betroffener eine Leukämie überlebt?

Im direkten Vergleich zu anderen, weniger schwerwiegenden Krankheiten, ist die Chance auf ein Überleben derselben natürlich relativ gering. Das sollte einen aber nicht entmutigen. Dank der modernen Schulmedizin ist es immer häufiger möglich, Erkrankte nachhaltig zu heilen und sie sie in ein gesundes Leben zu entlassen. Darüber hinaus ist es im Rahmen dieser Fragestellung als erwähnenswert zu betrachten, dass es es nach einer erfolgreichen Heilung nur selten zur Wiederkehr der Leukämie kommt. Andere Krebsarten dagegen haben eine weitaus höhere Chance, immer wieder auszubrechen. Des Weiteren kann man sich als groben Merksatz behalten, dass je jünger der Erkrankte ist, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit einer Heilung liegt.

Kann Leukämie im Rahmen einer Schwangerschaft auftreten?
Aus mehr oder weniger unerfindlichen Gründen, hat sich im Volk die Vorstellung etablieren können, dass eine Leukämie besonders häufig im Zuge einer Schwangerschaft auftritt. Woher dieser Irrglaube stammt, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Dennoch kann man in diesem Falle eine Entwarnung aussprechen. Sicherlich können auch schwangere Frauen an dieser Form des Blutkrebses erkranken, aber dies geschieht nicht mehr oder weniger häufig, als bei nicht Schwangeren. Ein direkter Zusammenhang zwischen einer Schwangerschaft und einer Leukämie besteht somit aus schulmedizinischer Sicht nicht.

Erhöhen manche Berufe das Risiko auf Leukämie?
Diese Frage ist mit einem ganz klaren „Ja“ zu beantworten. Insbesondere Berufe, die es erforderlich machen, dass Personen mit gewissen Chemikalien, wie Benzol, umgehen. Dieses findet sehr häufig in der Ölindustrie Anwendung. Darum sollten sich Menschen, die in Raffinerien oder Tankstellen arbeiten besonders auf Leukämie testen lassen, um diese Erkrankung bereits in einem frühen Stadium erkennen zu können und somit weniger Gefahr zu laufen, dass sich daraus ein bleibender Schaden entwickelt. Es ist empfehlenswert, dem Hausarzt von seinem beruflichen Umfeld zu berichten, damit dieser seine Untersuchungen anpasst.

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