Erste Hilfe bei Bisswunden

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Eine Bisswunde ist eine ernstzunehmende Verletzung.Es besteht eine große Infektionsgefahr. Durch die hohe Keimbesiedelung in Mund– und Rachenraum von Mensch und Tier, können durch einen Biss virale Erreger übertragen.

Bei einem Menschenbiss kann hiv, Hepatitis B und C übertragen werden. Bei Tieren kann es der Tollwutvirus sein. Träger des Tollwutvirus können Hunde, Katzen, Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen, Rehe, Dachse und Füchse sein.

Dieser endet unerkannt in der Regel tödlich, da er zu einer Entzündung des Gehirns führt. Daher ist es wichtig mit einer Bissverletzung sofort einen Arzt aufzusuchen, auch wenn sie noch so klein ist – die Gefahr der Infektion besteht trotzdem.

Ein Fachmann kann feststellen wie tief die Wunde tatsächlich ist und ob weitere Verletzungen vorhanden sind.

Wie entsteht eine Bisswunde?

Bisswunden werden verursacht durch den Biss eines Tieres oder Menschen. Am häufigsten kommt es zu Hundebissen. Diese erkennt man meistens an einer starken Quetschung der Haut und zerfetzten Wundränder. Katzenbisse hinterlassen eine meist tiefe, punktförmige Verletzung.

Durch die Kraft des Kiefers kann bei einem Biss ein Knochen oder Gelenk beschädigt werden und die Haut um die Verletzung stark beschädigt werden. Oft geschieht dies unabsichtlich, wenn man zum Beispiel mit einem Hund spielt und er dabei versehentlich in die Hand beißt als in das gehaltene Spielzeug.

Kinder untereinander beißen sich oft in die Hand, wenn sie sich gegenseitig ärgern. Katzen sind unberechenbare Tiere, die oft aus Angst, Erschrecken oder anderen für sie unangenehmen Dingen zubeißen.

Verhalten bei einer Bissverletzung – Wann ist professionelle Hilfe notwendig?:

Der Gebissene reagiert unter Umständen mit einem Schock. Dieser äußert sich durch Blässe der Haut, Frösteln, Schwindel, ein schneller schlagendes Herz oder einem Ohnmachtsanfall.

Um dem ganzen vorzubeugen und damit weitere Verletzungen auszuschließen (anstoßen bei Fall ), sollte der Betroffene hingesetzt, noch besser flach hingelegt werden und mit einer Thermo- oder Rettungsdecke zugedeckt werden. Sind Kopf, Brust und Beine unverletzt, können die Beine zur besseren Versorgung des Gehirns hoch gelagert werden.

Bis zur Vorstellung beim Arzt oder eintreffen des Rettungsdienstes, sollte die Wunde steril abgedeckt werden. Blutet die Wunde stark wird sie mittels Druckverband versorgt. Dabei darf der Druckverband nicht zu fest angelegt werden, da sonst die Blutzufuhr unterbrochen wird.

Ist der Gebissene körperlich nicht in der Lage sich selbstständig zu einem Arzt oder in ein Krankenhaus zu begeben, wird der Rettungsdienst 112 angefordert. Ansonsten sollte man sich auf direktem Wege zu einem Arzt begeben oder sich noch besser von jemand dort hin bringen lassen.

Versorgung der Bissverletzung:

Besteht der Verdacht auf Tollwut des beißenden Tieres, sollte der Arzt darüber informiert werden und die Tollwutimpfung erhalten werden.

Auch der Schutz vor Wundstarrkrampf (Tetanus) sollte, wenn er nicht mehr aufgefrischt worden ist, nachgeimpft werden. Die Wunde wird fachmännisch gereinigt und desinfiziert und mit einem Verband vor weiteren Verunreinigungen geschützt.

Nicht immer wird eine Wunde sofort genäht, da das Risiko einer ausbrechenden Infektion vorhanden ist. Wird eine Bisswunde direkt im Anschluss behandelt, kann sie meistens sofort zugenäht werden,da sie in dem Fall direkt danach gereinigt und desinfiziert werden kann.

Durch schnelles Handeln wird damit sichergestellt, dass die Erreger nicht tiefer in die Blutbahn eindringen können.

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