Mutaflor®

Bei chronischer Verstopfung und entzündlichen Darmkrankheiten

Mutaflor® – Informationen

  • Hersteller: Ardeypharm GmbH
  • PZN: 03840864
  • Rezeptpflichtig: Nein
  • Art: Kapseln magensaftresistent
  • Menge: bis zu 100 Stück

Anwendung & Wirkung

Mutaflor® ist eine Marke, die verschiedene Arzneimittel zur Behandlung von Verstopfung, entzündliche Darmkrankheiten und Durchfall herstellt. Eines der Arzneimittel von Mutaflor® mit demselben Namen wird bei Verstopfungen oder Entzündungen des Dickdarms eingesetzt. Damit das Arzneimittel für diese Beschwerden eingesetzt werden kann, wird der der Wirkstoff Escherichia coli Stamm Nissle 1917 in Mutaflor® eingesetzt.

Escherichia coli Stamm Nissle 1917 ist ein natürlicher Darmkeim, der in jedem Darm vorkommt und dafür sorgt, dass der Darm rundum gesund bleibt. Zudem sorgt der natürliche Darmkeim dafür, dass keine Krankheitserreger sich im Darm ansiedeln oder ausbreiten können. Der Wirkstoff Escherichia coli Stamm Nissle 1917 kann die Verdauung regulieren und den Darm auf natürliche Weise schonen. Darüber hinaus bietet der Darmkeim eine hervorragende Behandlung bei Darmentzündungen.

Zusätzlich kann er die Darmbarriere stabilisieren, die Darmflora unterstützen und das Immunsystem stärken. Mutaflor® wird bei chronischer Verstopfung und bei entzündlichen Darmkrankheiten eingesetzt.


Chronische Verstopfung

Verstopfung Dulcolax Movicol Mutaflor®

Verstopfungen können diverse Ursachen haben

Chronische Verstopfungen sind sehr unangenehm. Grundsätzlich kann jeder Mensch eine Verstopfung bekommen. Hauptursachen sind meist eine falsche Ernährungsweise oder mangelnde Bewegung. Unter einer Verstopfung leidet man, wenn man weniger als 3x in der Woche über einen Stuhlgang verfügt.

Während des Toilettengangs sind Schmerzen vorhanden, die dadurch entstehen, dass der Stuhl hart und trocken ist. Zudem können die Toilettensitzungen eine Menge Zeit in Anspruch nehmen und mit anderen Beschwerden einhergehen, von Blähungen bis hin zu starken Bauchschmerzen.

Chronische Verstopfungen dauern in der Regel monatelang an und können auch mit einer Änderung der Lebensumstände nicht gemindert werden. Dabei wird zwischen verschiedenen Formen der chronischen Verstopfung unterschieden, der anorektalen Verstopfung, der Verstopfung mit verzögertem Transit, der Verstopfung mit normalem Transit und der sekundären chronischen Verstopfung.


Ursachen & Gründe

Bei der anorektalen Verstopfung ist eine Störung oder eine Veränderung des Enddarms und des Afters vorhanden. Zu dieser chronischen Verstopfung kann es kommen, wenn eine Verengung im Bereich des Afters vorhanden ist. Aber auch durch einen Vorfall des Enddarms durch den After. Die Aussackung des Enddarms und eine gestörte Motorik der SchließMuskeln sind ebenfalls Ursachen, aufgrund dessen eine Anoraktale Verstopfung ausgelöst werden kann.

In einigen Fällen können keinen deutlichen Ursachen für eine Verstopfung festgestellt werden, dann kann es am Nervensystem des Darms liegen. Nur mit den richtigen Signalen kann der Speisebrei sachgemäß durch den Darm wandern. Sind die Signale falsch, denn kann es zu Verstopfungen kommen. Der Arzt spricht dann von der Verstopfung mit verzögertem Transit.

Bei einer Verstopfung mit normalem Transit sind die Ursachen der Nerven ausgeschlossen. Oft klagen Patienten über ein Völlegefühl und der Stuhl ist sehr hart und verursacht Schmerzen beim Stuhlgang. Mittlerweile konnte festgestellt werden, dass auch andauernder Stress oder ein unterdrückter Stuhlgang für die Verstopfung mit normalem Transit verantwortlich sein kann.

Manchmal ist eine Verstopfung die Folge von Darmverwachsungen oder Darmtumoren, dann spricht der Mediziner von einer sekundären chronischen Verstopfung. Außerdem können Erkrankungen vorhanden sein, bei denen der Darm keine Rolle spielt und die Verstopfung im Grunde nur ein Symptom darstellt. Mutaflor® kann bei den chronischen Verstopfungen Abhilfe schaffen.


Darmkrankheiten

Morbus Crohn Mutaflor®

Darstellung von Morbus Crohn – einer der Ursachen für Verstopfungen

Bei den entzündlichen Darmkrankheiten fallen zwei Vertreter sehr häufig auf, die Colitis Ulcerosa und der Morbus Crohn.

Die Colitis ulcerosa ist eine Erkrankung des Dickdarms. Allerdings liegt die Entzündung nur in der Darmschleimhaut. Männer und Frauen sich gleichermaßen von der entzündlichen Darmkrankheit betroffen. Die ersten Anzeichen sind Darmblutungen und Koliken.

Der Morbus Crohn ist eine Erkrankung, die den gesamten Verdauungstrakt betrifft. In einigen Fällen beginnt die Erkrankung in der Mundhöhle, zieht sich durch den Dick- und den Dünndarm bis hin zum After. In seltenen Fällen kann sogar die Speiseröhre betroffen sein. Auch bei entzündlichen Darmkrankheiten kann Mutaflor® eine Hilfe sein und der Verstopfung entgegenwirken.

Einnahme & Dosierung

Standarddosierung laut Beipackzettel oder Spezialdosierung vom Facharzt

Mutaflor® wirkt am besten bei lang andauernden Verstopfungen und Entzündungen im Dickdarm. Grundsätzlich sollte das Arzneimittel nur auf Anraten eines Arztes eingenommen werden, der dann auch die passende Dosierung vornimmt. An diese Dosierung muss der Patient sich halten.

Sollte der Arzt keine spezielle Dosierung vornehmen, dann gilt die Standarddosierung. Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene nehmen in den ersten vier Tagen jeweils 1 Kapseln am Tag. Ab dem fünften Tag wird die Dosierung auf 2 Kapseln am Tag hochgestuft.

Bei besonders hartnäckigen Verstopfungen kann die Dosierung bis auf 4 Kapseln am Tag angehoben werden, aber nur unter Anweisung eines Arztes. In der Regel sollten die Mutaflor® Kapseln zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Als beste Mahlzeit eignet sich das Frühstück.

Bei der Einnahme gilt es zu beachten, dass die Kapseln nicht zerkaut und mit viel Flüssigkeit verschluckt werden. Bei einer höhen Dosierung werden die Kapseln immer zu einer Mahlzeit eingenommen. Wahlweise am besten Frühstück und Mittag. Mutaflor® kann bei bis zu 6 Wochen eingenommen werden.

Bei jahrelang vorhandenen Verstopfungen sollten die Kapseln als eine Art Kur eingenommen werden. Eine Kur dauert in der Regel 6 Wochen und danach muss eine Pause stattfinden. Allerdings muss die Kurbehandlung dann immer in gleichmäßigen Abständen wiederholt werden. Bei Entzündungen des Dickdarms müssen die Mutaflor® Kapseln dauerhaft eingenommen werden.


Nebenwirkungen

Blähungen Dolormin Lefax Kautabletten Mutaflor®

Wie jedes Medikament, so kann auch Mutaflor® zu Nebenwirkungen führen

Jeder Mensch reagiert auf die Einnahme von Arzneimitteln anders und aus dem Grund können die Nebenwirkungen bei Mutaflor® nicht verallgemeinert werden. Grundsätzlich können natürlich Nebenwirkungen auftreten, die sich allerdings in verschiedene Kategorien unterteilen.

Gerade zu Anfang der Kurbehandlung können häufig Blähungen auftreten, die aber mit der Zeit von allein verschwinden. In seltenen Fällen können Störungen des Magen-Darm-Trakts auftreten. Zu den Störungen zählen Durchfall, Bauchschmerzen, Darmgeräusche, aber auch Übelkeit und Erbrechen.

Neben diesen Nebenwirkungen kann es vorkommen, dass Hautausschläge und Hautrötungen sichtbar werden. Diese werden aber mit der Zeit verschwinden. Bleiben die Nebenwirkungen länger vorhanden, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden, der entweder die Dosierung anpasst oder ein anderes Medikament empfiehlt.


Alternative Medikamente

Ähnliche Medikamente, die den Darmkeim Escherichia coli Stamm Nissle 1917 enthalten

Zur Behandlung von chronischen Verstopfungen und entzündlichen Darmkrankheiten wird überwiegend der Wirkstoff Escherichia coli Stamm Nissle 1917, der nicht nur in Mutaflor® eingesetzt wird. VITAFLORIN mite enthält ebenfalls den Darmkeim und kann zur Behandlung eingenommen werden. Die Anwendungsdauer und die Dosierung sind bei beiden Arzneimitteln identisch.

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