Morbus Crohn

Steckbrief: Morbus Crohn

  • Name(n): Morbus Crohn; Enterocolitis regionalis
  • Art der Krankheit: Chronische Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Spätes 19. Jahrhundert
  • Behandelbar: Symptomatisch
  • Art des Auslösers: Noch unbekannt
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 0;002% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Proktologe; Hausarzt; Internist
  • ICD-10 Code(s): K50 ff.

Wenn der Darm nicht mehr mitspielt

Morbus CrohnDie Erkrankung Morbus Crohn ist unter vielen weiteren Namen bekannt, darunter sklerosierende chronische Enteritis, Enterocolitis regionalis, lleitis terminalis sowie Enteritis regionalis Crohn. Bereits aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts liegen zwei voneinander unabhängige Beschreibungen des Krankheitsbildes von Morbus Crohn vor.

Zum einen von dem polnischen Chirurgen Antoni Lesnowski (1867 – 1940) aus dem Jahre 1904 und von dem Magen- und Darmspezialisten Burrill Bernard Crohn (1884 – 1983), US-Amerikaner, aus dem Jahre 1932. Letzterer sorgte als Namensgeber für die geläufige Bezeichnung der Krankheit Morbus Crohn.

Definition Morbus Crohn

Obwohl es sich bei der vorliegenden Krankheit um ein die Menschheit schon lange plagendes Übel handelt, erforschte man sie erstmals näher im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wie viele Menschen zum damaligen Zeitpunkt bereits unter dieser litten, ist nicht bekannt. Deutlich ersichtlich ist heute, dass sie sich in den letzten 20 Jahren weiter ausgebreitet hat. Sowohl Männer als auch Frauen gehören in etwa gleicher Anzahl zu den Betroffenen. In den westlichen Industrieländern wie Schweden, Deutschland, England, Frankreich, Japan und USA leiden ca. 150 von 100.000 Menschen an Morbus Crohn. Die meisten Erkrankungsfälle hat ersteres zu verzeichnen. Diese tauchen vermehrt bei Menschen zwischen dem 15. und 35. sowie ab dem 60. Lebensjahr auf.

Der Name Morbus Crohn bezeichnet eine chronische Entzündung des Verdauungstraktes. Sie reicht von der Mundhöhle bis zum Anus. Dieser gesamte Bereich kann von einem Befall heimgesucht werden. Ein bekanntes Charakteristikum der Krankheit ist, dass häufig erkrankte mit gesunden Körperstellen im Wechsel stehen. So kann beispielsweise ein kleines Stück Darmwand entzündet sein, das danebenliegende nicht und das nächste weist wieder einen Infekt auf. In den häufigsten Fällen von Morbus Crohn befindet sich die chronische Entzündung an der Übergangsstelle vom Dünn- zum Dickdarm, zudem tritt es oftmals zur gleichen Zeit an verschiedenen Darmabschnitten auf. Sie betrifft nicht nur die Darmwand, sondern dringt bis zu den darunter liegenden Schichten vor. Es kann zu Fistelbildung, Verengungen und Verwachsungen kommen. Die Befall-Häufigkeit der verschiedenen Organe stellt sich (in Prozent) wie folgt dar:

  • Speiseröhre – 0,5
  • Dünndarm – 3
  • Zwölffingerdarm – 4,5
  • Magen – 6
  • Mastdarm – 20,8
  • Dickdarm – 68,5
  • Letzte Dünndarmschlinge – 87

Was ist Morbus Crohn?

Der Morbus Crohn ist eine Art der Gruppe der chronisch entzündlichen Darmkrankheiten (CED). Er kann jedweden Teil des Verdauungstraktes betreffen, darunter selbst der Mund oder der Anus. Die landläufige Vorstellung, dass dieses Leiden allein auf den Darm und / oder den Magen beschränkt sei, ist also grundlegend falsch.

Im Rahmen einer Erkrankung mit Morbus Crohn kommt es sehr häufig zu sehr ähnlichen Symptomen, die sich meistens durch (starke) Unterleibsschmerzen, Durchfälle, Fieber und unfreiwilligen Gewichtsverlust äußern. Die entstehenden Durchfälle können darüber hinaus auch Blut beinhalten, dies ist jedoch sehr stark von der Schwere der Entzündung abhängig und kann nicht verallgemeinert werden. Des Weiteren kann es auch durchaus zu Symptomen kommen, die nicht in direktem Umfeld des Verdauungstaktes auftreten. Hierunter zählen unter anderem: Blutarmut (Anämie), Ausschläge, Arthritis, Entzündungen der Augen oder der Nase sowie das Gefühl bleierner Müdigkeit. Den etwaig auftretenden Ausschlägen kann eine sog. „Pyoderma gangraenosum“ zugrunde liegen. Hierbei handelt es sich um eine krankheitsbedingte Nekrotisierung des äußeren Hautgewebes. Ebenso ist es möglich, dass sich die Krankheit in Form von Darmverschlingungen bemerkbar macht. Auch ein allgemein stark erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken ist eine direkte Folge des vorliegenden Leidens.

Die auslösenden Faktoren für den Morbus Crohn können vielerlei Natur sein. Man geht allgemein hin davon aus, dass es sich um eine Kombination aus negativen Umwelteinflüssen, immunologischen und bakteriellen Faktoren handelt, auch eine genetische Komponente ist nicht grundsätzlich auszuschließen. Die chronische Entzündung des Verdauungsapparates geht in aller Regel darauf zurück, dass der Körper einige Teile seines eigenen Organismus als fremd betrachtet und sich dagegen wehrt, bzw. versucht, sie zu bekämpfen. Dennoch ist nach heutigem Stande der Wissenschaft, gleichwohl viele Definitionskriterien erfüllt sind, nicht davon auszugehen, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine Autoimmunerkrankung handelt.

Etwa 50% aller potentiellen Risikofaktoren lassen sich auf den Genpool des betroffenen Individuums zurückführen. Die Wissenschaft konnte bis zum heutigen Zeitpunkte bereits etwa 70 Gene entdecken, die bei der Entstehung des Morbus Crohn involviert sind. Zusätzlich ist anzumerken, dass Raucher in aller Regel etwa ein doppelt so hohes Risiko aufweisen am Morbus Crohn zu erkranken, wie nicht Nichtraucher.

Unglücklicherweise gibt es keinerlei Methoden, weder medikamentöser noch operativer Art, die dazu imstande wären, den Morbus Crohn effektiv zu heilen. Eine schulmedizinische Therapie zielt in primär darauf ab, die Symptome zu lindern, einen leichten Rückgang der entzündlichen Prozesse zu bewirken oder in Phasen der Gesundheit einen Rückfall zu verhindern.

Sollte eine diagnostizierte Person zusätzlich noch Raucher sein, ist es notwendig, dass selbige diese Angewohnheit so schnell als irgend möglich aufgibt. Auch sollte man nicht vergessen, dass es zwar keine operativen Methoden gibt, die eine vollständige Heilung des Leidens versprechen, ein solches Vorgehen bisweilen aber dennoch notwendig sein kann. Dies gilt insbesondere in Fällen, da sich im Darm oder anderen betroffenen Teilen des Verdauungsapparates Abszesse, Fisteln oder andere krankhafte Wucherungen gebildet haben. Ist dies der Fall, bleibt ein operativer Eingriff nur sehr selten aus.

Des Weiteren ist es sehr zu empfehlen, dass Betroffene stets und stetig auf der Hut sind und in allem sehr große Vorsicht walten lassen. Auch die effektive Prüfung hin auf diverse andere Darmerkrankungen in rgeelmäßigen Abständen sollte nicht zu kurz kommen. Darum ist es grundsätzlich empfehlenswert, dass Betroffene etwa alle zwei Jahre einer Darmspiegelung unterziehen – hierbei handelt es sich allerdings nur um einen Fixwert. Für das Individuum passende Angaben sind im persönlichen Gespräch mit dem Doktor abzuklären.

Auf einer weltweiten Skala betrachtet sind Europäer und Nordamerikaner am häufigsten von diesem Leiden betroffen, dasselbe gilt für Australier. Afrikaner und Asiaten dagegen leiden nur vergleichsweise selten am Morbus Crohn. Überhaupt lässt sich feststellen, dass die Krankheit in der sog. „ersten Welt“ wesentlich stärker verbreitet ist, als in weniger gut entwickelten Regionen der Erde. Mit etwa 50.000 Toten pro Jahr, stellt die Krankheit allerding eine kaum messbare Bedrohung dar. Zusätzlich anzumerken gilt es noch, dass das vorliegende Leiden zu jeder Zeit ausbrechen kann. Zumeist jedoch stellt es sich im Verlauf der Jugend oder des frühen Erwachsenenalters ein. Das Geschlecht spielt hierbei bestenfalls eine untergeordnete Rolle. Tatsächlich scheinen Männer und Frauen gleichermaßen stark betroffen.

Welche Ursachen gibt es?

Gleichwohl die genauen Ursachen unbekannt sind, scheint der Morbus Crohn aus einer Kombination aus Umwelteinflüssen und genetischen Präsidpositionen zu entstehen. Darüber hinaus handelt es sich bei der vorliegenden Krankheit, um das erste genetisch komplexe Leiden, bei dem das Zusammenspiel zwischen genetischen Risikofaktoren und dem Immunsystem weitestgehend zu durchblicken ist. Jedwede kleine Mutation der Erbinformation erhöht hierbei die Chance, den Morbus Crohn auszubilden.

Diese genetischen Daten und die dadurch direkt erfolgende Einschätzung von Immunitäten gegenüber diversen Erkrankungen, lassen allgemein auf eine Fehlfunktion des adaptiven Immunsystems schließen. Kurzum bedeutet das, dass das adaptive Immunsystem die chronischen Entzündung, die einem Morbus Crohn zugrunde liegt, bedingt, indem es hierdurch versucht, die angeborene Minderfunktion desselben auszugleichen.

Hierzu einige Spezifikationen:

Genetische Faktoren

Morbus Crohn weist genetische Komponenten auf. Dadurch haben beispielsweise die Geschwister Betroffener eine 30% höhere Chance ebenfalls diese Krankheit zu entwickeln, als Personen, deren Familien weitestgehend frei von dieser Erkrankung sind.

Die der ersten Mutation, die klar mit dem Morbus Crohn in Verbindung zu bringen war, handelte es sich um eine Abart des NOD2-Gens (auch als CARD15 bezeichnet). Mittlerweile ist es der Wissenschaft gelungen, mehr als dreißig Gene mit dem Morbus Crohn in Verbindung bringen zu können. Ein weiterer Vertreter derselben ist beispielsweise das XBP1-Gen, das mitunter für die UPR (Unfolded Protein Response) mitverantwortlich ist. Das bereits erwähnte NOD2-Gen ist des Weiteren für wichtige Prozesse im Dünndarm unabdingbar. Zudem gibt es weitere bekannte Gene, die, insofern sie Mutationen aufweisen, die Wahrscheinlichkeit von Morbus Crohn im Individuum erhöhen. Hierzu gehören u.a.: ATG16L1, IL23R, IRGM, SLC11A1 und einige mehr.

Es gibt darüber hinaus Hinweise, dass dieselben genetischen Faktoren, die für Morbus Crohn verantwortlich sind, auch eine Rolle für die sog. „Zöliakie“ spielen. Es handelt sich hierbei um die immer stärker populär werdende Glutenunverträglichkeit. Im Umkehrschluss lässt sich aus diesem Umstand schlussfolgern, dass Personen, die an einer solchen Leiden, auch eine erhöhte Chance haben an Morbus Crohn zu erkranken.

Immunsystem

Innerhalb der medizinisch Fachwelt hält sich hartnäckig die Annahme, dass es sich beim Morbus Crohn primär um eine Autoimmunerkrankung handelt, die durch Fehler in den T-Lymphozyten (T-Zellen) bedingt ist. Nichtsdestoweniger weisen neuere Theorien und Erkenntnisse in eine andere Richtung. Man geht inzwischen tendenziell stärker davon aus, dass sich das vorliegenden Leiden aus einer angeborenen Schwäche des Immunsystems ergibt. In Kürze zusammengefasst geht die neuere Theorie davon aus, dass aufgrund einer immunologischen Überregulierung zu viele Bakterien in der Darmflora enthalten sind und es hierdurch zu Überreaktionen und es hierdurch zu häufigen Entzündungen und dergleichen kommt.

Vor wenigen Jahren gelang es zudem, das Gen ATG16L1 mit dem Morbus Crohn in Verbindung zu bringen. Dieses löst den Prozess der sog. „Autophagozytose“ aus und vermindert damit die Fähigkeit des Körpers, eindringende Bakterien ausreichen abzuwehren.

Eine weitere immunologische Theorie besagt, dass der menschliche Körper im Laufe seiner Evolution konstant von Parasiten, insbesondere Darmparasiten, befallen war. Aufgrund moderner hygienischer Standards fehlen diese dem Organismus jedoch. Schlussendlich soll dies zur Folge haben, dass das Immunsystem geschwächt ist. Tatsächlich war innerhalb einer Testreihe nachzuweisen, dass Personen, denen man vorsätzlich harmlose Parasiten eingab, bereits nach wenigen Wochen eine deutliche Stärkung des Immunsystems verbuchen konnten. Es gilt für die Forschung, dahingehend weitere Untersuchung und Studien durchzuführen.

Mirkoben

Diverse Spekulationen gehen in die Richtung, dass Mikroorganismen die Schwächung des Immunsystems einzelner Individuen ausnutzen und diese anfallen. Dabei kommt ihnen die Unfähigkeit ihres Wirtes zu Gute, Bakterien effektiv von den Darmwänden abzutragen. Hieraus leitete sich überdies die Theorie ab, dass es sich also beim Morbus Crohn nicht um eine einzelne Krankheit, sondern um eine Häufung vieler Erkrankungen handelt, die bei gemeinsamem Auftreten den Anschein erwecken, als seien sie ein uniformer Körper, gleichwohl sie es nicht sind.

Dies bedeutete , dass es in der Zukunft eventuell möglich sein könnte, die Krankheit wesentlich effektiver zu behandeln, da man nicht mehr gegen die vermeintlichen Ursachen und Symptome „einer“ Erkrankung vorgeht, sondern die verschiedenen Ursprünge und Ausprägungen der dem Morbus Crohn zugrunde liegenden Teilkrankheiten zu kurieren versuchen kann. Das bietet komplett neue Ansatzpunkte für die Schulmedizin und könnte bald schon zu komplett neuen Therapieverfahren führen, die Betroffenen wesentlich effektivere Hilfe zu leisten imstande sind. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass es sich hierbei immer noch lediglich um Spekulationen und keine bestätigten Fakten handelt.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome von Morbus Crohn präsentieren sich in den meisten Fällen schubweise. Das heißt, dass sie zunächst einmal auftreten können und hernach für eine längere Zeit wieder aussetzen, bevor sie erneut zu Tage kommen. Liegen zwischen einem Erscheinen der Anzeichen und dem nächsten mehr als sechs Monate dazwischen, wird von einer akuten Erkrankung gesprochen. Ansonsten wird Morbus Crohn in der Medizin als chronisch bezeichnet. Es besteht die Möglichkeit, dass der Betroffene über einen jahrelangen Zeitraum keinerlei Symptome aufweist. Daher bleibt die Erkrankung zunächst oftmals unentdeckt. Je schwerer eine Entwicklung derselben stattgefunden hat, desto stärker ist die Ausprägung der Beschwerden.

Zu diesen gehören beispielsweise:

  • Bauchschmerzen, oft im rechten unteren Bauchbereich; ähnlich wie bei einer Kolik;
  • Durchfall, drei- bis sechs Mal täglich, selten mit Blut;
  • Fisteln im Analbereich;
  • leichtes Fieber in Zusammenhang mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl;
  • Mangelerscheinungen; ausschließlich bei einem Befall von Darmbereichen, welche Nahrung aufnehmen;
  • mehr als eine sechswöchige Gewichtsabnahme, Grund hierfür ist in der Regel eine, die Morbus Crohn Erkrankung begleitende, Appetitlosigkeit.

Wiederkehrende Vereiterungen im Darm und Unterleib stellen eine Komplikation dar, welche das regelmäßige Aufsuchen eines Arztes erfordern. Eine Gefahr besteht ebenfalls, wenn sich bei der Abheilung der infizierten Darmbereiche Narben bilden. Sie sind in manchen Fällen der Verursacher von einem Verschluss des Darmes, welcher unweigerlich zu einem Krankenhausaufenthalt führt. Je nach Diagnose kann hernach eine chirurgische Entfernung der befallenen Region erforderlich sein. Morbus Crohn sowie Colitis ulcerosa besitzen sehr ähnliche Krankheitsbilder, so dass es nicht immer ganz einfach ist, eine richtige Diagnose zu stellen. Beide gehören zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, wobei sich Colitis ulcerosa in der Art der Infektion entscheidet. Diese stellt sich als kontinuierlicher und oberflächlicher dar. Als bedeutende Gemeinsamkeit gilt, dass sowohl bei Morbus Crohn als auch bei Colitis ulcerosa, die körpereigene Abwehr eine nicht unerhebliche Rolle einnimmt.

Es ist also, wie aus den oben gemachten Angaben hervorgeht, nicht immer ganz einfach, die Krankheit allein der auftretenden Symptome wegen korrekt anzusprechen und zu identifizieren. Darüber hinaus können die sich zeigenden Symptome sehr uneindeutig sein und deshalb weiterdings für Verwirrung sorgen. Überhaupt kann es sehr schwer sein, den Morbus Crohn von anderen Erkrankungen des Darms zu unterscheiden. Es bietet sich also auf jeden Fall, einen Arzt zu konsultieren, wenn die Symptome besonders heftig auftreten oder in besonders hoher Frequenz, sodass grundsätzlich auszuschließen ist, dass es sich um eine reine Durchfallerkrankung oder Magenverstimmung handelt.

Auch können die Symptome von Fall zu Fall recht unterschiedlich sein und bieten somit auch personenübergreifend nicht immer ein klares Bild. Ein Umstand, der die Diagnose des Krankheit erschwert. Alles in allem aber sollte man davon ausgehen, dass die Symptome mehr oder weniger gut der vorliegenden Krankheit zuzuordnen sind, auch wenn das bisweilen etwas Zeit in Anspruch nimmt.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Selbst in sehr umfangreichen Forschungsarbeiten konnte bisher nicht die Ursache, warum Menschen an Morbus Crohn erkranken, herausgefunden werden. Festgestellt wurde, dass sich bei etwa 20 Prozent der Betroffenen ein mutiertes Gen in ihrem Erbgut befindet. Bei ihnen ist somit die Erkrankung erblich bedingt. Ebenso scheint ein überreagierendes Immunsystem damit in Zusammenhang zu stehen. Dieses greift verstärkt – bisher nicht bekannte – Erreger wie beispielsweise Bakterien oder Viren an und sorgt dabei für eine entzündete Darmwand. Für die Krankheit Morbus Crohn scheinen verschiedene Ursachen zusammen zu kommen, welche gemeinsam für einen Ausbruch derselben verantwortlich sind. Die Ernährungsweise eines jeden Menschen könnte ebenso dazu gehören wie Nikotinabhängigkeit. Es hat sich aufgezeichnet, dass Nichtraucher weniger häufig von Morbus Crohn betroffen sind als Raucher. Nikotingenuss sowie die Ernährung stehen selbstverständlich in kausaler Verbindung zum Immunsystem. Sie tragen zu dessen Schwächung bei und ebnen den Boden für eine Vielzahl der verschiedensten Krankheiten.

Für Probleme, welche auf Morbus Crohn zurückzuführen sind, ist ein Internist mit Schwerpunkt Magenleiden und Darmerkrankungen zuständig. Dieser wird zunächst mit dem Betroffenen ein Gespräch über die auftretenden Symptome und seit wann diese bestehen führen. Wichtig ist auch der Hinweis für den Arzt, sollten bereits in der Familie entzündliche Darmerkrankungen aufgetreten sein. Einige der für Morbus Crohn charakteristischen Beschwerden können gleichfalls auf eine Blinddarmentzündung hinweisen. Diese taucht jedoch in den meisten Fällen deutlich rascher auf. Der Internist nimmt in der Regel eine Abtastung des Bauches vor, dabei kann er auf einen Widerstand im rechten Unterbauch stoßen, welche im Fall von Morbus Crohn aufgrund einer Entzündung im letzten Teil des Dünndarms entsteht. Übt der Arzt Druck darauf aus, kann dieser Schmerzen oder ein unangenehmes Gefühl auslösen.

Weitere Untersuchungsmöglichkeiten bestehen durch

  • Blutuntersuchung, wodurch jedoch eine sichere Erkennbarkeit nicht gegeben ist,
  • Computertomografie,
  • Doppelballonendoskopie,
  • Gastrokopie,
  • Kapselendoskopie,
  • Koloskopie,
  • Magnetresonanztomografie,
  • Stuhluntersuchung auf Bakterien sowie
  • Ultraschall

Alles in allem also, stellt eine korrekte Diagnose keine allzu große Hürde für den behandelnden Arzt dar. Nichtsdestotrotz aber sollte man sich des Umstandes bewusst sein, dass es durchaus einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann, den Morbus Crohn als solchen festzustellen – schließlich und endlich teilt sich dieses Leiden sehr viele Aspekte mit anderen Leiden des Darms. Darum ist eine korrekte Diagnose selbst für erfahrene Ärzte nicht immer ganz leicht zu bewerkstelligen. Dennoch kann man grundsätzlich davon ausgehen, dass die Krankheit mittels der modernen Schulmedizin relativ gut und schnell zu identifizieren ist und der Patienten somit mit keiner allzu langen Wartezeit rechnen muss, bis er seine vollständige Diagnose erhält.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Morbus Crohn tritt besonders häufig in Nordamerika und Europa auf. Zwar gibt es auch auch Fälle dieser Krankheit in Asien und Afrika, allerdings sind diese äußerst selten. Auch hierin bestätigt sich abermals eine etwaige erbliche Komponente der Krankheit.

Darüber sind Kinder nur selten betroffen, wohingegen Jugendliche und junge Erwachsene häufiger Opfer dieses Leidens sind. Die Krankheit kann jedoch auch erst wesentlich später, etwa um die fünfte Lebensdekade, in Erscheinung treten. Zudem sind Personen weiblichen Geschlechts tendenziell häufiger betroffen als selbige männlichen Geschlechts. Nichtsdestotrotz sind die Unterscheide vergleichsweise gering und die Zahlen halten sich mehr oder weniger die Waage.

Ebenfalls zu bemerken ist, dass der Morbus Crohn insbesondere in Europa stark auf dem Vormarsch ist. Es sind jährlich mehr Fälle zu beobachten. Die genaue Ursachen hierfür stehen noch nicht fest, sind aber Gegenstand der Forschung. Noch vor einigen Jahrzehnten waren etwa 0,002% der europäischen Bevölkerung betroffen, heutzutage sind es mit circa 0,01% bedeutend mehr. Ob es tatsächlich eine so große Zunahme gab oder ob es sich hierbei um schlicht besser gewordenen Methoden der statistischen Erfassung handelt, ist jedoch ebenfalls noch Gegenstand so einiger Debatten.

Überhaupt ist anzumerken, dass das vorliegende Leiden mehr oder weniger hauptsächlich in der sog. „ersten Welt“ zu beobachten ist. Manche Ärzte und Wissenschaftler reden darum in Bezug auf Morbus Crohn auch von einer sog. „Zivilisationskrankheit“ – sprich einem Leiden, dessen Entstehung beinahe in Gänze auf kulturelle Faktoren zurückzuführen ist. Diese Einschätzung mag zwar etwas plakativ anmuten, könnte aber durchaus korrekte Ansätze enthalten. Schließlich und endlich könnten übertriebene Hygiene, zu wenig Bewegung, schlechte Ernährung und der Konsum von Tabakprodukten alle potentielle auslösende Faktoren darstellen – in Kombination zueinander treten diese am häufigsten in unseren Breitengraden auf. Eine genauere Klärung dieser Theorie ist jedoch noch abzuwarten, gleichwohl sie als sehr wahrscheinlich gilt und sich darum in nächster Zukunft wohl bestätigen lassen wird.

Diagnosedaten

Die Auswertung der aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind bei der Planung der Behandlung von Morbus Crohn enorm wichtig. Sie geben nicht nur unverzichtbare Hinweise auf den Ursprung der Erkrankung, sondern liefern dem zuständigen Mediziner darüber hinaus Erkenntnisse, anhand derer er seine Therapie auszurichten imstande ist. Dies erfordert einen gewissenhaften Umgang mit den genommenen Proben, sowohl seitens des Arztes, als auch der Laboranten.

Es kann aufgrund der Ähnlichkeit zwischen Morbus Crohn und anderen Leiden des Darms häufig zu Fehldiagnosen kommen. Nicht zuletzt darum ist es von größter Notwendigkeit, dass ausreichend Tests durchzuführen sind, um aufgrund der daraus resultierenden Ergebnisse die vorliegende Erkrankung nach Möglichkeit klar und deutlich ansprechen zu können.

Leider kann sich der Prozess der Diagnosestellung sehr lange hinziehen und zudem können sehr viele Tests erforderlich sein, bis man zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gelangt. Dieser Umstand ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass es sich, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, beim Morbus Crohn um eine Erkrankung handelt, die anderen Erkrankungen sehr ähnlich ist. Es kann bisweilen sogar vorkommen, dass Ärzte erst nach einigen Jahren feststellen, welches Leiden dem Patienten tatsächlich zu schaffen macht. Darum kann es sehr empfehlenswert sein, bei Unsicherheiten nachzufragen und den Arzt auch gezielt auf die Possibilitäten anzusprechen, ob es sich bei dem vorliegenden Leiden nicht doch um den Morbus Crohn handeln könnte.

Alles in allem aber ist auch bei der Diagnose dieser Krankheit auf die moderne Schulmedizin Verlass. Dasselbe gilt natürlich auch für die gewissenhafte Auswertung der diagnostischen Daten. Die heutigen wissenschaftlichen Methoden sind nicht nur sehr genau, sondern auch sehr effektiv und sorgen damit in aller Regel dafür, dass die Krankheit, trotz des teilweise recht unspezifischen Verlaufs schnell zu erkennen und also ebenso schnell und zielgerichtet in Angriff zu nehmen ist. Man tut also gut daran, sich in diesem Falle der modernen Schulmedizin zuzuwenden, wenn man auf Nummer sicher gehen will – sicherlich sind auch ganzheitliche Verfahren zwecks einer Behandlung angemessene Arten der Behandlung, nicht aber zu diagnostischen Zwecken. Diese Diagnose sollte man, wie in beinahe allen Fällen, besser einem studierten Mediziner überlassen.


Komplikationen bei der Krankheit

Morbus Cron DarmverschlingungenDer Morbus Crohn ist verantwortlich für eine nicht zu unterschätzende Anzahl möglicher Komplikationen – wobei Darmverschlingungen, Fisteln und Abszesse noch zu den eher überschaubaren Übeln gehören. Darmverschlingungen lösen zudem sehr häufig Stenosen (Verengungen der Blutgefäße) aus.

Diese vermindern den Blutfluss und sorgen somit dafür, dass gewisse Teile des Darms über längere Zeit hinweg unterversorgt sind. Dies kann im schlimmsten Falle zu Nekrosen führen. Fisteln entwickeln sich zumeist in den Darmschlingen selbst und lassen sich darüber hinaus häufig zwischen Darm und Blase oder Darm und Bauchnabel verorten. Die erwähnten Abszesse sind währenddessen im gesamten Darmbereich möglich und können somit für vielerlei teils schwerwiegende Komplikationen sorgen. Ebenso erwähnenswert ist der Umstand, dass 10% aller Fisteln im Bereich des Darmes, auf Morbus Crohn zurückzuführen sind.

Damit ist die Liste potentieller Komplikation allerdings noch nicht abgeschlossen. Die vorliegende Krankheit begünstigt und bedingt noch weitaus mehr Erkrankungen. Selbst krebsartige Tumore sind nicht auszuschließen, darunter vornehmlich Darmkrebs oder kolorektale Karzinome. Tatsächlich ist die Chance Krebs zu entwickeln bei Betroffenen im Vergleich zu gesunden menschen teilweise um mehr als das Doppelte erhöht.

Darüber hinaus bietet eine Erkrankung mit dieser Darmkrankheit noch weitere etwaige Komplikationen auf, insbesondere Mangel oder Minderernährung sind hierbei erwähnenswert. Diese ergibt sich nicht etwa aus dem Umstand, dass die betroffene Person zu wenig Nahrung zu sich nimmt, sondern zumeist eher daraus, dass die Nährstoffe aus der aufgenommenen Nahrung im Darm nicht korrekt zu absorbieren sind und deshalb ungenutzt ausgeschieden werden. Nicht selten macht diese ungewollte Ausscheidung von eigentlich benötigten Nährstoffen die Hilfe eines Diätologen oder eines Ernährungswissenschaftlers notwendig, um nicht Gefahr zu laufen, unter konstanten Mangelerscheinungen zu leiden.

Ebenso kann Morbus Crohn Probleme während der Schwangerschaft auslösen. Die häufigen Entzündungen des Darms können sich negativ auf die Entwicklung des Fötus auswirken, zudem vermindert sich die Chance einer erfolgreichen Empfängnis bei betroffenen Frauen.

Man sollte das vorliegende Leiden also keineswegs auf die leichte Schulter nehmen und es nur als eine Magenverstimmung oder sonstiges abtun. Der Morbus Crohn ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die einer fachkundigen Betreuung bedarf, um den Körper nicht allzu sehr auszulaugen. Zudem ist es notwendig, dass man sich in dauerhafte medizinische Behandlung begibt, schließlich handelt es sich um ein chronisches Leiden, das einer regelmäßigen Überwachung bedarf. Alles andere wäre sich selbst gegenüber vollkommen verantwortungslos und würde auf lange Sicht nur dazu führen, dass sich die Symptome und also auch die Krankheit massiv verschlimmern.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Doktor ist sofort dann zu Rate zu ziehen, wenn man an sich selbst eines oder mehrere der oben genannten Symptome bemerkt. Darüber hinaus kann eine atypische Veränderung im Stuhlgang ebenso ein möglicher Indikator für den Morbus Crohn sein, dem schnellstmöglich nachzugehen ist.

Weitere Gründe einen Arzt aufzusuchen sind:

  • Schmerzen im Bereich des Darmes und / oder des Unterbauches
  • Blut im Stuhl
  • Chronische oder phasenweise chronischen Durchfälle, die nicht auf rezeptfreie Medikamente oder Hausmittel ansprechen
  • Plötzliches Fieber, das mehr als 24 Stunden anhält
  • Unerklärlicher Verlust von Gewicht, ohne Umstellung der Ernährung

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Gerade unter Bezugnahme der recht aufwendigen und damit langwierigen diagnostischen Phase. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Insbesondere Eltern sind aufgefordert, auf etwaig chronische Darmbeschwerden ihres Nachwuchses zu achten. Dies gilt besonders für Kleinkinder. Zwar erkranken diese verhältnismäßig selten am Morbus Crohn, aber gänzlich auszuschließen ist es nicht. Auch Jugendliche sollten diesbezüglich überwacht werden – oftmals ist es Pudertierenden peinlich, ein Darmleiden zu haben und sie verschweigen es und vermeiden einen Arztbesuch. Das ist natürlich der grundlegend falsche Ansatz. Ein gutes Zureden seitens der Eltern ist also bisweilen durchaus angebracht und kann dabei helfen, das Kind gesund zu halten. Und das sollte nicht nur im Interesse des Kindes selbst, sondern auch im Interesse der Eltern oder Erziehungsberechtigten liegen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Morbus Crohn ist eine chronische Erkrankung, sie ist nicht heilbar und auch nicht ansteckend. Eine ärztliche Therapie ist darauf ausgerichtet, eine Linderung der Beschwerden sowie ein Ausbremsen des Entzündungsprozesses zu erreichen. Eine besonders nährstoffreiche Ernährung kann dazu beitragen, Mangelerscheinungen vorzubeugen. Aufgrund der Tatsache, dass Morbus Crohn auch Darmregionen erfassen kann, die Bestandteile aus der Nahrung aufnehmen, besitzt eine ausreichende Aufnahme von Vitaminen und Spurenelementen Wichtigkeit. Die Erkrankung bringt oftmals psychische Probleme mit sich, da sie eine starke Belastung des Alltagslebens darstellen kann. Entspannungsübungen können helfen, das Leben mit Morbus Crohn etwas leichter erträglich zu machen, gleichzeitig helfen sie, Schmerzen zu lindern.

Eine ärztliche Behandlung richtet sich nach der Schwere der Krankheit und den betroffenen Teilen des Verdauungstraktes. Kortisonpräparate kommen bei einem akuten Morbus Crohn Schub geringer bis mittlerer Schwere zum Einsatz. Hierfür eignen sich beispielsweise die Medikamente Prednisolon und Prednison. Weniger Nebenwirkungen weist das Kortisonprodukt Budesonid auf. Es kann bei einem Befall des letzten Dünndarm-Teiles sowie Blinddarmes angewendet werden, unter der Voraussetzung, dass zusätzliche Entzündungsherde an weiteren Körperstellen nicht vorhanden sind. Als weniger wirksam haben sich Salizylate herausgestellt. Bei akutem Morbus Crohn Anfall mit hoher Entzündungsaktivität wird in der Regel zunächst eine höhere Dosis Kortison verabreicht. Zeigt dieses keine Wirksamkeit, kann auf TNV-alpha-Blocker zurückgegriffen werden. Kommt eine Verengung von Darmpartien hinzu, ist die intravenöse Eingabe von Nährstofflösungen und Flüssigkeit nicht selten.

Bei einer chronischen Morbus Crohn Erkrankung (Aufweisen von Symptomen mehr als sechs Monate) kommen ebenfalls Kortisonpräparate zum Einsatz. Meist erstreckt sich dieser über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Hinzu kommen mindesten vier Jahre lang – das Immunsystem unterdrückende – Medikamente. Gegebenenfalls sind Nährstoffe zu ergänzen. Wird die Krankheit von einer Fistelbildung begleitet, erfolgt in der Regel eine Bekämpfung durch das Antibiotikum Metronidazol. Bei Erfolglosigkeit können eine Operation oder auch TNF-alpha-Blocker zur Anwendung kommen. Ansonsten sind chirurgische Eingriffe nur notwendig, wenn Komplikationen mit Morbus Crohn einhergehen. Hierzu gehören dauerhafte Darmverengung, -durchbruch und verschluss, Bauchfellentzündung, schwere Darmblutungen sowie toxisches Megakolon.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Aufgrund der Tatsache, dass die Ursachen, die zu einem Ausbrechen dieser Krankheit führen noch nicht vollends nachvollzogen sind, fällt es der Fachwelt sehr schwer, allgemein gültige Aussagen über etwaige Mittel zur Prävention zu treffen. Darüber hinaus handelt es sich beim Morbus Crohn um eine chronische Krankheit, wodurch auch prophylaktische Mittel nach einer erfolgreichen Therapie, die der Wiederkehr des Leidens entgegenwirken sollten, nicht infrage kommen.

Es lässt sich also lediglich bemerken, dass es nach dem Stande der modernen Schulmedizin keinerlei Mittel gibt, die effektiv dazu imstande wären, gegen die Krankheit vorzubeugen. Nichtsdestotrotz ist es sicherlich kein Fehler, wenn man einen allgemein gesunden Lebensstil pflegt und dabei ein besonderes Augenmerk auf seine Ernährung legt.

Mit diesen Beschränkungen im Hinterkopfe kann man, wie gerade erwähnt, dennoch präventiv tätig werden, gleichwohl diese Prävention nicht klassischer Natur ist. Sprich eine Impfung oder ähnliches. Viel mehr muss man ein solches prophylaktisches Vorgehen als allgemeine Maßnahme zur Verbesserung des Lebensstils verstehen. Zwar kann eine grundsätzlich gesunde Lebensführung auch keine 100%ige Garantie bieten, dass es niemals zum Ausbruch der Krankheit kommt, dennoch verringern sich die Chancen aber um ein Vielfaches. Und das gilt nicht nur bezüglich des Morbus Crohn, sondern auch für beinahe alle anderen Krankheiten.

Die meisten Menschen unterschätzen, welche maßgebliche Rolle eine gute Lebensweise für die Gesundheit spielt. Die meisten Krankheiten könnten sich vermeiden lassen, wenn die Menschen schlicht einem besseren Lebenswandel nachgingen. Besonders viele chronische Krankheiten – wozu auch der Morbus Crohn bekanntlicherweise zählt. Es schadet also nichts darüber nachzudenken, etwas an seinem Leben grundsätzlich zu verändern.

Sollte die Krankheit allerdings bereits ausgebrochen sein, ist auch noch nicht alles verloren. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, kann man zwar keine Heilung, dafür aber ein sich verlangsamen neuer Schübe herbeiführen. Bisweilen ist es sogar möglich, die Krankheit komplett zum Erliegen zu bringen. Allerdings bedarf es hierfür eines großen Maßes an Disziplin und Willensstärke. Wer nicht in der Lage ist, diese aufzubringen, wird keine großen prophylaktischen Erfolge für sich verbuchen können. Es heißt also: Dranbleiben und den Anweisungen des behandelnden Arztes strikt Folge leisten.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist vergleichsweise düster – dies liegt allerdings nicht daran, dass die Mortalitätsrate besonders hoch wäre, ist sie nämlich nicht, sondern daran, dass es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Das heißt mehr oder weniger, dass man sie niemals komplett auskurieren kann. Alle angebotenen Therapien zielen primär darauf ab, die Symptome des Patienten zu lindern und ihm damit eine gewisse Lebensqualität zurückzugeben, die er durch die Krankheit einbüßen musste.

Alles in allem lässt sich also sagen, dass Betroffene durchaus als aktive Mitglieder der Gesellschaft auftreten können und nicht außer Stande sind, sich in den Alltag zu integrieren. Gleichwohl müssen sie mit einigen Einbußen rechnen, die sie ggf. in ihrer Freiheit einschränken. Nichtsdestotrotz sollte man stets im Hinterkopfe behalten, dass dank der modernen Schulmedizin ein Leben mit Morbus Crohn kein Jahre andauerndes Martyrium für die betroffenen Personen mehr bedeutet, wie es noch vor nicht allzu vielen Jahren der Fall gewesen ist. Das ist ein immenser Fortschritt und hat die Prognose deutlich verbessert.

Darüber hinaus gilt anzuführen, dass die Stärke und die Intensität des vorliegenden Leidens im Laufe des Lebens zumeist periodisch abnimmt und sich schließlich auf einem allgemein niedrigen Niveau einpendelt, sodass Betroffene selbst ohne allzu starke Medikamente und / oder sonstige medizinische Betreuung mit dieser Erkrankung leben können.

Man sollte also niemals den Mut und die Hoffnung verlieren. Es lohnt sich am Ball zu bleiben und kämpfen. Zwar mag man das Leiden niemals komplett hinter sich lassen können, aber es ist durchaus möglich, es soweit einzuschränken, dass es einem kaum mehr Probleme bereitet als ein sporadisch auftretender Kopfschmerz oder Husten.

Somit könnte man für die Prognose zusammenfassend sagen, dass sich die Krankheit, so sie denn einmal aufgebrochen ist, nicht mehr kurieren lässt, man aber dennoch gut damit leben kann, wenn man sich an bestimmte Maßregeln hält. Alles in allem also könnte man die Prognose dennoch als tendenziell eher positiv ansehen. Hier liegt es aber zuletzt am betroffenen Individuum selbst, was er aus seiner Krankheit, bzw. seiner Gesundheit macht.


Begleiterscheinungen des Morbus Crohn

Morbus Crohn tritt mit sehr vielen unangenehmen Nebenerkrankungen auf. Darum im folgenden eine Übersicht.

  • Durchfall: An Durchfall, auch als Diarrhö oder Diarrhoe bezeichnet, leidet man dann, wenn man täglich mehr als dreimal Stuhlgang ausscheidet und selbiger von wässriger oder vollkommen flüssiger Konsistenz ist. Dadurch, dass ein solches Übel zumeist über mehrere Tage hinweg andauert, kommt es nicht selten zu einer Dehydration als Folge des erhöhten Wasserverlustes. Anzeichen für eine etwaig vorliegende Dehydration äußern sich unter anderem in einem Verlust der Elastizität der Haut und allgemeiner Gereiztheit. Wirkt man einer solchen Dehydration trotz der vorliegenden Warnsignale nicht entgegen, können sich weiterdings Verminderungen der Urinausscheidungen, Blässe und eine erhöhte Herzfrequenz einstellen.Eine sehr weiche Konsistenz des Stuhl ist bei Stillkindern zu erwarten und kein Zeichen von einem chronischen oder akuten Durchfall. Der häufigste, Gründe, die einem realen Durchfall zugrunde liegen, sind in aller Regel Infektionen des Darms durch Bakterien, Viren oder Parasiten. Ist dies der Fall spricht man von einer sog. „Gastroenteritis“ (Magen-Darm-Entzündung). Diese Art der Entzündungen springen zumeist durch Stuhl kontaminierter Nahrung oder Getränke von einem Menschen auf den anderen über. Darüber hinaus sind aber auch direkte Infektionen möglich. Beispielsweise mittels einer Schmierinfektion.Grundsätzlich unterteilt man Durchfälle, wie bereits eingänglich erwähnt, in zwei primäre Gruppen: Chronischer und akuter Durchfall. Der akute Durchfall dauert meist nur einige wenige Tage, bisweilen auch nur wenige Stunden, an und zeichnet sich häufig durch eine besondere Heftigkeit aus. Als chronisch ist eine Diarrhö dann zu bezeichnen, wenn sie länger als zwei Wochen kontinuierlich auftreten.Des Weiteren liegen neben Bakterien, Viren und Parasiten auch noch andere Gründe für eine mögliche Entwicklung dieser Krankheit vor. Insbesondere Unerträglichkeiten gegenüber bestimmter Lebensmittel, sowie Vergiftungen können zu teils explosionsartigen Durchfällen führen. Diese verschwinden aber in der Regel genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind. Sie sind vornehmlich als kurzfristige Abwehrreaktion des Körpers auf Schafstoffe wahrzunehmen, ähnlich einem akuten Brechreiz.
  • Hämorrhoiden: Zwischen dem Enddarm und dem Schließmuskel des Afters befindet sich ein Gefäßpolster, der sogenannte Plexus hämorrhoidalis. Dieses arbeitet eng mit dem Sphinkter (Schließmuskel) zusammen, beide sorgen für den Feinverschluss des Darmausganges. Die Bestandteile des Gefäßpolsters stellen ein Geflecht aus Arterien und Venen dar. Wird von Hämorrhoiden gesprochen, sind damit Schwellungen in Knoten- oder Krampfaderform an demselben gemeint.Umso mehr sich diese verstärken, desto weiter findet ein Herausdrücken der krankhaften Wucherungen aus dem Anus-Bereich heraus statt. In zahlreichen Fällen entzündet sich dabei auch das umliegende Gewebe durch die Erweiterung der Blutgefäße des Gesäßpolsters. Obwohl heutzutage weitaus offener über Krankheiten gesprochen wird als noch vor einigen Jahren, gelten Hämorrhoiden noch immer als ein Tabuthema.Dies gilt prinzipiell für alle Erkrankungen, welche zum einen die Analregion, zum anderen den Darm betreffen. Aufgrund der Tatsache, dass allein bei Männern über 30 Jahre ca. 70 Prozent von diesem Problem betroffen sind, wäre ein verstärkter Austausch über diese Krankheit mit Sicherheit sehr hilfreich. Da viele Menschen bei einem Auftreten von Hämorrhoiden auch nicht zum Arzt gehen, gibt es nur Schätzungen, wie viele Menschen unter diesen leiden. Man nimmt einen Prozentsatz von etwa 50 Prozent bei Erwachsenen ab dem 30. Lebensjahr an. Frauen sind weniger oft betroffen als Männer.Wer Beschwerden im Enddarm-Bereich hat, sollte jedoch nicht lange mit dem Aufsuchen eines Arztes zögern, denn es sind nicht immer die vergleichsweise harmlosen Hämorrhoiden, welche diese verursachen. Weitaus ernstere Krankheiten, wie beispielsweise Darmkrebs, könnten dafür verantwortlich sein, deren Heilungschancen durch ein frühzeitiges Erkennen in jedem Fall erhöht werden. Viele Menschen gehen wegen eines Verdachts auf Hämorrhoiden zum Arzt, in diesem Fall zu einem Gastroenterologen. Dieser stellt jedoch oftmals andere Krankheiten fest, so zum Beispiel ein Ekzem, Herpes, eine Neurodermitis oder Pilzinfektion.

    Eine Untersuchung beginnt in der Regel durch eine Befragung über die aufgetretenen Symptome, den Stuhlgang, Ernährungsgewohnheiten sowie sportlichen Aktivitäten. Hernach erfolgt ein Abtasten (Rektal-Palpation) des Analbereiches. Besitzen die Hämorrhoiden eine starke Ausprägung, sind sie ebenfalls von außen sichtbar. Verstärkt sich die Vermutung, dass krankhafte Wucherungen für die Beschwerden verantwortlich sind, wird meist eine Enddarmspiegelung oder Koloskopie (Spiegelung des gesamten Dickdarms vorgenommen. So gelangt der Arzt zu einer sicheren Diagnose und kann mögliche sonstige Erkrankungen ausschließen.

  • Sodbrennen: Als Sodbrennen wird ein brennender oder als ätzend wahrgenommener Schmerz bezeichnet, der etwa hinter dem Brustbein auftritt. Jedoch kann er sich auch vom Oberbauch bis in den Hals hinziehen.Nur gelegentlich auftretendes Sodbrennen ist kein Grund zur Sorge und beinahe jeder leidet hin und wieder daran. Kritisch zu betrachten ist es erst, wenn es öfter vorkommt und einen bei der Erledigung der alltäglichen Aufgaben einschränkt. Diese Fälle sind aber glücklicherweise nur sehr selten.Dabei kann potentiell jeder Betroffen sein. Selbst Kinder sind nicht ausgenommen. Darum sollten die Eltern auch auf eine gesunde Ernährung des Nachwuchses achten.
  • Reizdarm: Der Reizdarm bildet gemeinsam mit dem Reizmagen das sogenannte Reizdarmsyndrom. Es handelt sich dabei um eine chronische Störung des Magen-Darm-Traktes, die im Wesentlichen die Peristaltik der Verdauungsorgane Darm und Magen beeinträchtigt: Durchfall, Verstopfung und Sodbrennen sind die Folge. Die Auslöser eines gereizten Darms können bisher nur vermutet werden. Als wahrscheinlichste Ursache gilt jedoch jede Form von Stress.Somit ist Betroffenen stets dazu zu raten, sich pedantisch an die Anordnungen des behandelnden Arztes zu halten. Jedwedes andere Verhalten wäre hochgradig verantwortungslos und behinderte zudem den ohnehin schon sehr schwierigen und komplizierten Heilungsprozess. Patienten sollten also tunlichst darauf aus sein, einen hohen Wert auf ihre Darmgesundheit zu legen, um das Leiden als solches nicht durch fahrlässiges Verhalten noch zu verstärken.
  • Colitis Ulcerosa: Bei der Colitis Ulcerosa handelt es sich um eine dauerhafte, sprich chronische Entzündung im Darm oder im Bereich des Darmes, die sich überdies durch chronische Reizungen desselben und der Ausbildung von Geschwüren manifestiert.Zumeist ist die innere Schicht des Dickdarmes und / oder des Rektums betroffen. Hierdurch entstehen dem Betroffenen nicht nur die oben genannten Symptome, sondern es kann darüber hinaus auch zu weiteren negativen Begleiterscheinungen kommen. Die in aller Regel äußert unangenehm und schmerzhaft sind.Die genauen Ursachen für dieses Leiden sind der Wissenschaft, trotz intensiver Forschung, (noch) nicht bekannt. Gleichwohl die erste Erwähnung der vorliegenden Krankheit bereits aus den 1850er Jahren stammt, waren noch keine Gründe zu ermitteln. Es ließ sich lediglich beobachten, dass die Colitis ulcerosa primär in der westlichen Hemisphäre auftritt. Dies gilt als Anhaltspunkt für weitere Forschungen.Des Weiteren handelt es sich hierbei nicht um eine spontan auftretende Erkrankung, sondern um ein sich langsam entwickelndes Leiden, das sich meist um das zwanzigste Lebensjahr herum etabliert. Nichtsdestotrotz sorgt es gerade in den frühen Phasen meist nur für geringfügige Probleme und äußert sich erst später im Leben in seinem vollen Umfang. Aus medizinischer Sicht gilt das sechste Lebensjahrzehnt häufig als das gravierendste für die Colitis ulcerosa. Zumindest sind die meisten Betroffenen, die ärztliche Behandlung suchen, in diesem Alter.

    Die Behandlung der Krankheit ist schwierig, da die Auslöser, wie bereits erwähnt, lediglich mutzumaßen sind. Das hinderte Mediziner jedoch nicht daran, recht probate Medikamente zu entwickeln, die immerhin die Symptome zu lindern imstande sind. Darüber hinaus nimmt man bisweilen auch chirurgische Eingriffe vor, insofern diese vielversprechend scheinen.


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt mehr als ein Forum im Internet, in welchem sich Betroffene zum Austausch über die Krankheit zusammengeschlossen haben. Eine Beteiligung daran kann sich als unterstützend beim Umgang mit Morbus Crohn darstellen und oftmals nützliche Tipps bereithalten. Die Naturheilkunde empfiehlt verschiedene entzündungshemmende Heilpflanzen. Bewährt hat sich beispielsweise eine Therapie mit Weihrauch, welche Bauchkrämpfe u.a. effektiv verbessern kann. Laborversuche ergaben, dass komplexe Zucker aus Kochbananen und Broccoli ein Eindringen sowie das Anheften von Bakterien in Darmschleimhaut-Zellen verhindern können. Gleichfalls stellen sie einen guten Nährboden für Bakterien (probiotische) dar, was ihnen die Eignung zur Darmsanierung bei Morbus Crohn verschafft.

Besonders die traditionelle chinesische Medizin (TCM) und das aus Indien stammende Ayurveda bieten bei Darmproblemen wie Morbus Crohn häufig große Erleichterung an. Aber auch gewisse Massagetechniken zielen speziell auf die Entlastung des Darmes hin und sind deshalb empfehlenswert. Des Weiteren hilft alles weiter, das potentiell dazu imstande ist, dem Betroffenen dabei zu helfen, Stress abzubauen – sprich Yoga, Meditation und autogenes Training.

Im Folgenden eine kurze Übersicht potentiell nutzbringender Behandlungstechniken:

  • Gezieltes zuführen von Probiotika
  • Aufnahme von Fischöl in Kapselform
  • Massage
  • Meditation und Yoga
  • Körperliche Ertüchtigung
  • Kuraufenthalte
  • Veränderungen in der Ernährung
  • Massagen
  • Rauchentwöhnung
  • Alkoholverzicht

Welche Hausmittel können helfen?

Viele Personen, die von Morbus Crohn betroffen sind, helfen sich mit alten Hausmitteln weiter. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden und in vielen Fällen sind solche Therapieformen darüber hinaus auch sehr erfolgversprechend. Dennoch sollte man bedenken, dass diese, wie alle anderen Hausmittel auch, niemals ohne eine im Vorfeld erfolgende Absprache mit dem behandelnden Arzt zu benutzen sind.

Hierzu gehören unter anderem:

  • Wärmflaschen – Bei Schmerzen im Bauch oder Darm kann es Betroffenen helfen, wenn sie Wärmflaschen auflegen. Die Hitze beruhigt das Gewebe und verschafft dadurch Linderung.
  • Fötenstellung – Bei akuten Schmerzattacken ist es nicht selten hilfreich, wenn man sich selbst in die sog. „Fötenstellung“ begibt. Hierdurch legt sich der Darm in eine führ ihn angenehmere Position, was zur Reduktion von Schmerz führen kann.
  • Klistieren – Obschon die Methode des Klistierens eher umstritten ist, findet sie immer noch Anwendung und viele Personen schwören darauf. Man sollte allerdings bei einem solchen Vorgehen äußerste Vorsicht walten lassen und nach Möglichkeit zuvor Absprache mit einem Mediziner halten.
  • Fastenkuren: Hin und wieder können Fastenkuren dabei behilflich sein, einen überstrapazierten Darm zu entlasten. Dennoch sind solche nur unter Aufsicht von Fachpersonal durchzuführen, am besten im Rahmen eines Kuraufenthalts.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Berberitze
  • Dill
  • Gelber Enzian
  • Kamille
  • Spitzwegerich
  • Koriander

Sämtliche erwähnten Heilkräuter sind entweder in ihrer frischen und ungetrockneten Form einzunehmen oder getrocknet in einem Mörser zu zerstoßen und daraufhin entsprechend anzuwenden. Auch kann man selbige in Form eines Tees oder Aufgusses einnehmen. Sie wirken allesamt beruhigend auf den Darm und helfen damit bei allzu großen Schmerzen weiter.

Entsprechende Kräuter findet man beim Heilpraktiker oder in spezialisierten Geschäften. Aber auch bereits fertige Präparate sind bei Heilpraktikern zu erstehen. Hierdurch erspart man sich die mühevolle Eigenproduktion und kann sich zugleich bezüglich Dosierung und Anwendung beraten lassen.

Darüber hinaus sind sämtliche hier erwähnte Heilpflanzen entweder, wie bereits erwähnt, als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig wechselnd in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle einer Erkrankung mit Morbus Crohn zum Einreiben des Abdomens an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Anis
  • Bergamotte
  • Fenchel
  • Kümmel
  • Lavendel
  • Majoran

Ätherische Öle sind immer im Rahmen einer sog. Aromatherapie anwendbar. Das bedeutet, dass man sie in eine dafür vorgesehene Duftlampe gibt und sie unter Zugabe von Hitze und Wasser in die Raumluft ausströmen lässt. Eine äußerliche Anwendung ist hin und wieder auch möglich, empfiehlt sich aber im Falle des Morbus Crohn in keinster Weise.

Es gilt darüber hinaus, dass man im Umgang mit Bergamotte Vorsicht walten lässt. Dieses Öl sollte nicht auf die Haut gelangen. Es wirkt teilweise stark phototoxisch und kann also zu Verbrennungen oder Verätzungen führen. Über die genauen Dosierungen und Anwendungsmöglichkeiten sollte man Rücksprache mit dem Heilpraktiker des Vertrauens halten.

Homöopathie & Globuli

Dosierung und Anwendung sind aus der Packungsbeilage zu entnehmen oder beim zuständigen Heilpraktiker anzufragen.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Diäten sind bei Erkrankungen des Darmes besonders wichtig, zumindest ist das die landläufige Meinung. Experten sind von dieser Auffassung jedoch nicht restlos überzeugt und gehen teilweise sogar so weit zu behaupten, dass die Ernährung kaum oder keinerlei Rolle bei der Darmgesundheit spielt. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn. Dies ist aber nur eine Theorie von vielen, die sich in der Zukunft bestätigen werden oder nicht.
Dennoch hier einige Beispiele, inwieweit man seine Ernährung umstellen kann, um positive Ergebnisse zu erzielen:

  • Weniger Molkereiprodukte: Viele Personen mit chronischen Entzündungen im Darmbereich oder ebenso chronischer Diarrhö konnten positive Veränderungen beobachten, nachdem sie auf Milch oder Milchprodukte (wie Käse, Joghurt, Quark usw.) verzichtet hatten. Dies kann, muss aber nicht, mit einer Laktoseinteleranz zusammenhängen.
  • Fettarme Kost: Die Aufnahme von Fett ist grundsätzlich nicht schädlich, sondern eher nutzbringend für die Gesundheit. Dennoch sollte man darauf achten, alles in einem gesunden Maß zu halten. Butter, Margarine, Pflanzenöle und frittierte Speisen sind deshalb nur in Maßen zu genießen.
  • Kein Junk Food: Zu dieser Gruppe gehören Süßigkeiten, alkoholhaltige Getränke, scharfe oder überwürzte Lebensmittel sowie Salz und Produkte, die Koffein enthalten.
  • Kleine Portionen: Zur Entlasunt des Darms kann es förderlich sein, wenn man auf zu große Einzelportionen verzichtet. Es bietet sich an, die drei Hauptmahlzeiten auf fünf bis sechs kleinere aufzuteilen.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Es ist wichtig, stets dafür zu sorgen, dass dem Körper ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, damit dieser effektiv funktionieren kann. Dehydration belastet und reizt den Darm stark. Zudem ist das durch den etwaigen Durchfall verlorene Wasser an den Körper zurückzuführen.
  • Ernährungswissenschaftliche Betreuung: Personen mit Darmproblemen chronischer Natur tun gut daran, sich professionelle Hilfe in Form eines Diätologen oder Ernährungswissenschaftlers zu suchen. Diese können Betroffenen dabei helfen, ihre Ernährung zu optimieren und somit für eine langfristige Verbesserung der allgemeinen Gesundheit sorgen.

Wie bereits erwähnt, ist eine allgemeine gesunde Ernährungsweise oftmals ausreichend, um den Körper zu stärken. Spezielle Diäten für Betroffene dieser Krankheit gibt es einige. Zusätzlich empfiehlt sich alles, was Übergewicht reduziert. Nicht zuletzt deswegen, weil zusätzliches Gewicht Erkrankungen des darms oftmals erschwert.

Hierfür sollte man zur Nachsorge eventuell einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler aufsuchen und einen Langzeitplan erstellen.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Darm darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Darm keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist Morbus Crohn ansteckend?
– Glücklicherweise nicht. Die vorliegende Krankheit tritt als Folge einer erblichen Vorbelastung oder einer Häufung förderliche Umstände auf, nicht aber durch Ansteckung von Person zu Person. Zumindest war eine derartige Verbreitung der Krankheit noch nicht zu beobachten.

Leiden Betroffene ein Leben lang an Morbus Crohn?
– Leider ja. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die nach stand der modernen Wisschenschaft noch nicht heilbar ist. das heißt allerdings nicht, dass Betroffene Zeit ihres Lebens schwere Schmerzen verspüren. Für Gewöhnlich nimmt die Intensität, mit der sich der Morbus Crohn äußert, mit dem Voranschreiten der Zeit und dem Alter der Patienten ab.

Wann bricht die Krankheit aus?
– Die Frage nach dem Wann lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Zumeist trifft es Jugendliche und / oder junge Erwachsene. Kinder sind beinahe nie betroffen. Auch ältere Personen laufen Gefahr, dass sie einen Morbus Crohn entwickeln. Dies geschieht aller Regel nach um das 50. Lebensjahr herum.

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