Was sind gemeinsam auftretende Beschwerden?

Es ist schon schlimm genug, wenn eine Körperpartie schmerzt. Doch treten gleichzeitig oder kurze Zeit später noch an einer anderen Stelle Beschwerden auf, wird der Schmerzzustand oft unerträglich.

Ein aktuelles weit verbreitetes Leiden sind gemeinsam auftretende Beschwerden wie Nacken- und Kopfschmerzen. Die Ursache liegt heutzutage meist in der Bildschirmarbeit. Häufig verspannt sich die Nackenmuskulatur durch eine falsche Körperhaltung oder einen nicht optimal eingestellten Bürostuhl. Durch die Anspannung tritt unmittelbar der Kopfschmerz auf, oft sogar sehr heftig. Entgegenwirken kann der Betroffene mit einer Nackenmassage und entspannenden Übungen für den Nacken-Schulter-Bereich.

Die geeignete Prophylaxe ist ein guter Bürostuhl mit höhenverstellbaren Armlehnen, bevorzugt in der so genannten 3-D-Version. Durch das Aufstützen der Arme wird die Verspannung des Nackenbereichs vermieden. Sehhilfen, wenn vorhanden, sollten unbedingt genutzt werden. Auch die regelmäßige Kontrolluntersuchung der Augen ist ratsam. Denn nur wer sich beim Sehen nicht überanstrengt, wird Kopfschmerzen vermeiden, die im Umkehrfall wiederum Nackenschmerzen verursachen können. 

Hier ziehen also anspannte Nerven oder Muskeln andere Körperbereiche in Mitleidenschaft.
Ähnlich verhält es sich im Fall von extremen Zähneknirschen und Aufbeißen (ebenfalls gemeinsam auftretende Beschwerden), welches häufig unbewusst während des Schlafes passiert. Dabei werden die Kiefer so heftig aufeinander gepresst, dass der Druckschmerz vom Kiefer in die Nackenmuskulatur und die Ohren ausschlägt. Wird das Zähneknirschen nicht erkannt, ist der Herd der Schmerzen nicht unmittelbar auszumachen.

Unangenehme und indirekt entstehende Schmerzen sind auch solche, die durch Schonhaltungen entstehen. Diese werden meist dadurch verursacht, dass ein verletztes Körperglied oder ein deformierter, oder geschädigter Knochen nicht mehr voll belastet werden kann. Durch die Verlagerung oder verstärkte Nutzung des anderen Körperglieds beginnt nun dieses zu schmerzen, obwohl es weder geschädigt noch verletzt ist. Hilfreich bei Verletzungen sind konsequente Schonung und der Einsatz von Hilfsmitteln wie zum Beispiel Krücken. Bei angeborenen Schäden ist ein Facharzt zu konsultieren. Schuheinlagen oder die Behandlung von Reizzuständen mit sanften Methoden wie Akupunktur können Bestandteil einer Therapie sein.

Ein ausgewogenes Sporttraining verhilft der Muskulatur des Betroffenen bei gemeinsam auftretende Beschwerden zu mehr Koordinationsvermögen. So wird die Überlastung einer einzigen Muskelgruppe oder eines Körperglieds vermieden. In jedem dieser Fälle ist es unvermeidbar erst einmal die Ursache der Schmerzen zu finden, um dann geeignete Maßnahmen zu treffen.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (49 Stimmen, Durchschnitt: 4,93 von 5)
Loading...

Einen Kommentar

  1. 1

    Die ohne Zähneknirschen :-)

    DAS kann ich nur bestätigen. Erst als ich Tinnitus hatte und nach Ursachen gesucht habe, habe ich mein starkes nächtliches Zähneknirschen herausgefunden.
    Dadurch erklärten sich auch meine Verspannungen im Nackenbereich und meine tierischen morgendlichen Kopfschmerzen.
    Da man sich aber mit der Ursache häufig schon so gut eingelebt hat, nimmt man es gar nicht mehr wahr. Das Zähneknirschen war mir lange Zeit gar nicht bewusst.
    Zum Finden der Ursache hilft am besten ein Blick von außen, da kann dann auch schon der Partner helfen (oder eben ein Arzt).

Kommentare geschlossen.

 Rechtliche Hinweise