Nacken

Die Anatomie des Nackens

Der Nacken gilt bei vielen Personen als Problemzone für zahlreiche Arten von Beschwerden und Schmerzen, welche vor allem bei der Drehung des Kopfes deutlich werden. Neben Verspannungen, Verhärtungen und Kopfschmerzen kann der Nacken auch von Stress betroffen werden. Zugleich sorgt der Nacken für die Beweglichkeit des Kopfes und bestimmt die hintere Seite des Halses. Im nachfolgenden Artikel wird erklärt, was der Nacken ist, welche Aufgaben und Funktionen er übernimmt sowie wie seine Anatomie und sein Aufbau gestaltet ist. Außerdem werden typische und häufige Krankheiten, Beschwerden und Symptome des Nackens vermerkt, welche anschließend in einer Liste zusammengefasst werden.

Was ist der Nacken?

Vor allem bei langen Haaren nicht deutlich sichtbar, ist der Nacken ein wichtiger Teil der oberen Körperhälfte. Er gilt als Rückseite des Halses, wodurch er den Kopf mit dem Torso verbindet. Die wichtigste Aufgabe des Nackens besteht in der Beweglichkeit von Oberkörper und Kopf, da beide Körperpartien mit ihm direkt verbunden sind. Im Wesentlichen besteht der Nacken aus der Nackenmuskulatur und der Halswirbelsäule, welche in die Wirbelsäule übergeht.

Der Nacken gilt bei vielen Personen als besonders beanspruchte Körperpartie, welche oft und häufig von typischen Krankheiten und Beschwerden betroffen ist. Neben dem gängigen „steifen Nacken“ leiden viele Personen unter Nackenbeschwerden, wenn sie sich verhoben, eine falsche Bewegung gemacht oder einen Zug abbekommen haben. Die Beschwerden machen sich in der Regel durch eine Verspannung im Nacken spürbar, sodass die Nackenbeschwerden erst nach einigen Stunden oder gar Tagen spürbar sind.

Im orthopädischen Bereich dominieren bei Nackenbeschwerden das Halswirbelsäulensyndrom und Spannungskopfschmerzen. Nahezu alle Beschwerden, welche mit dem Nacken in Zusammenhang stehen, lassen sich jedoch leicht beheben. Hierbei muss nicht sofort zu Medikamenten oder Therapien gegriffen werden. In vielen Fällen helfen spezielle Sportübungen, welche den Rücken und den Nacken stärken. Halten die Beschwerden lange an oder treten immer wieder auf, ist der erneute Gang zum Arzt unvermeidbar. Da langanhaltende Nackenbeschwerden andere Ursachen als Verspannungen oder eine Überbelastung der Nackengegend zur Ursache haben können, uss hier eine weiterhegende Ursachenforschung durchgeführt werden.

Eine Vielzahl der Nackenbeschwerden wird nicht von äußeren Einflüssen hervorgerufen, sondern hat schlechte Alltagsgewohnheiten zur Ursache. Vor allem eine schlechte Haltung, welche die Nackenpartie in Anspruch nimmt, seelische Ursachen, zu wenig Schlaf oder eine schlechte Sitzposition im Alltag bzw. am Arbeitsplatz sind häufig die Gründe für Nackenprobleme. Ebenfalls schmerzt der Nacken des Öfteren aufgrund von Stress.
Sollen die Nackenbeschwerden ohne Therapie oder Übungen behandelt werden, hilft es vielen Betroffenen oft, ihren Alltag gesünder zu gestalten und mehr Acht auf ihre Haltung und Angewohnheiten zu geben. Gleichfalls zeigt eine deutliche Stressreduktion in der Arbeit und im Privatleben eine gute Besserung ohne therapeutische oder medikamentöse Behandlung.

Funktionen und Aufgaben des Nackens

Der Nacken, welcher aus einer Wirbelsäule und Muskulatur besteht, besitzt komplexe Aufgaben. Die Nackenmuskulatur befindet sich rechts und links der Halswirbelsäule und ermöglicht gemeinsam mit den Wirbeln die Bewegung von Kopf und Hals. Auch hält der Nacken die Wirbelkörper, sodass die gesamte Wirbelsäule durch den Nacken unterstützt wird. Bezüglich Bewegung ermöglicht der Nacken mitsamt seiner Wirbel und Muskulatur eine Vielzahl an möglichen Bewegungen des Kopfes, Halses und Oberkörpers. Neben kippenden Bewegungen nach vorne ist der Hals aufgrund des Nackens in der Lage, sich nach hinten oder auf beide Seiten zu bewegen oder drehende Bewegungen durchzuführen.

Die primäre Aufgabe des Nackens besteht im Anheben des Kopfes. Durch ein Zusammenspiel der verschiedenen Muskeln ist der Nacken in der Lage, den Kopf dauerhaft anzuheben und aufrechtzuerhalten, ohne dass ein ungewolltes Kippen oder Senken in eine Richtung geschieht. Generell resultieren alle durchgeführten Nackenbewegungen durch das Zusammenspiel der Nackenmuskeln und der Halswirbelsäule.

Für ein gezieltes Nackentraining und aus gesundheitlicher Sicht spielt der Trapeziusmuskel eine ausschlaggebende Rolle. Dieser beschränkt sich nicht nur auf den Nacken selbst, sondern ermöglicht ein Anheben und Absenken der Schultern bei stärkerer Belastung. Der Trapeziusmuskel. Auch unter Kappen- oder Kapuzenmuskel bekannt, befindet sich im Nacken und oberen Rückenbereich, sodass er gleichzeitig im Hals und im Torso liegt. Die Funktionsweise des Trapeziusmuskel ist dreigeteilt. Während der obere Bereich gemeinsam mit anderen Muskeln das Anheben der Schultern steuert, sorgt der mittlere Bereich des Muskels für eine Zusammenführung der Schulterblätter zur Wirbelsäule. Der untere Teil des Trapeziusmuskels verhindert, dass der Schultergürtel selbst bei großer Belastung nicht nach unten gezogen wird.

Zusammenfassung der Funktionen und Aufgaben des Nackens

 

  • Steuert die Bewegungen des Halses und Kopfes
  • Hält die Wirbelkörper – unterstützt gesamten Nacken
  • ermöglicht Vielzahl an Bewegungen des Kopfes, Halses und Oberkörpers
  • primäre Aufgabe – Anheben des Kopfes
  • durch Trapeziusmuskel gezielte Steuerung der Schultern bei schwerer Belastung – Anheben, Absenken

Anatomie und Aufbau des Nackens

Generell besteht der Nacken aus der Halswirbelsäule, dem Ge nick, verschiedenen Muskeln sowie Rezeptoren. Die Nackenmuskulatur wird in zwei Gruppen untergliedert. Neben der vorderen Nackenmuskulatur existiert die hintere Nackenmuskulatur. Beide Gruppen gemeinsam formen die Nackenmuskulatur, wobei jede Gruppe für sich eigene Bereiche steuern kann.

Insgesamt besteht die Halswirbelsäule aus sieben einzelnen Halswirbelkörper, welche für die knöcherne Stabilität des Nackens sorgen. Zwischen jedem benachbarten Halswirbelkörper befindet sich eine Bandscheibe. Lediglich der erste und zweite Halswirbelkörper liegen direkt aufeinander, da zwischen ihnen eine Bandscheibe fehlt. Zugleich sind alle Halswirbelkörper bis auf den zweiten Körper gleichaufgebaut. Der zweite Halswirbelkörper weist einen sogenannten Dorns bzw. Dens axis auf. Der Dorns ist eine Art Scharnier, welcher, ähnlich wie der erste Halswirbelkörper, eine gelenkige Verbindung der Halswirbelkörper ermöglicht.

Die Halswirbelsäule ist der obere Teil der Wirbelsäule, unterscheidet sich jedoch wesentlich von der Brust- und Lendenwirbelsäule. Sie weist zusätzliche Gelenke, die Uncovertebralgelenke, auf. Durch die Uncovertebralgelenke ist der Nacken bzw. die Halswirbelsäule in der Lage, besonderen Belastungen standzuhalten, da die Gelenke die Halswirbelsäule maßgeblich verstärken.

Die Nackenmuskulatur ist ebenfalls sehr komplex. Der komplexe Aufbau verursacht häufig Störungen des Nackens mitsamt verschiedener Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Nackenschmerzen, Ohrengeräusche sowie Schulter– und Armschmerzen. Bei der Nackenmuskulatur handelt es sich um eine funktionelle Weiterführung der Rückenmuskulatur. Sie wird von der Fascia nunchae umhüllt. Während die Nackenmuskulatur hauptsächlich für eine Extension, Retrofelxion, Rotation und Lateralflexion der Halswirbelsäule sorgt, unterstützt sie nur gering die Flexion von Kopf und Halswirbelsäule.

Durch den Nacken fließen wichtige Blutgefäße und Arterien weiter in den restlichen Körper bzw. zum Kopf. Dies sind die Arteria occipitalis, Arteria vertebralis und Arteria cervicalis profunda. Bezüglich Nervenbahnen liegen im Nacken der Nervus occipitalis major, Nervus occipitalis minor, Nervus occipitalis tertius sowie Nervus suboccipitalis.

Trapeziusmuskel

Der Trapeziusmuskel bzw. Trapezmuskel oder Musculus trapezius ist ein trapezförmiger Skelettmuskel, welcher zwischen den Schultern und der Wirbelsäule gespannt ist. Er gehört der sekundären Rückenmuskulatur des Schultergürtels an. Der Trapezmuskel entspringt nicht nur einer Muskelpartie. Insgesamt geht er von der Linea nuchalis superior, Protuberantia occipitalis externa, Ligamentum nuchae und den Dornfortsätzen der Halswirbel aus. Am Rücken hingegen geht der Trapeziusmuskel von den Dornfortsätzen der Brustwirbel sowie dem Ligamentum supraspinale aus. Er setzt am lateralen Drittel des Acromiom, der Clavicula und der Spina scapulae an. In der Regel ist der Musculus trapezius alleinstehend. Selten hingegen kann er mit dem Musculus sternocleidomastoideus verwachsen. Da beide Muskeln aus einer gemeinsamen embryonalen Muskelanlage stammen, müssen sie im Laufe der Entwicklung getrennt werden, damit zwei Einzelmuskeln entstehen können.

Aufgrund der Tatsache, dass der Trapezmuskeln an unterschiedlichen Muskelpartien entspringt, weißt er zahlreiche Faserverläufe auf. Hierbei werden drei Unterteilungen getätigt. Die Pars descendes sind kranial entspringende Fasern, welche zu ihren Ansatzstellen absteigend verlaufen. Die Pars transversa hingegen entspringen der Mitte des Muskels und verlaufen nahezu horizontal. Die Pars ascendes dafür sind die am weitesten kaudal entspringenden Fasern, welche aufsteigend verlaufen. Obwohl die Unterteilung eine scharfe Abgrenzung rückschließen lässt, Gehen in der Praxis alle Faserverläufe fließend ineinander über.

Der Musculus trapezius besitzt eine wesentliche Aufgabe, welche sich durch die Erhebung der Arme und Schultern kennzeichnet. Durch den Trapezmuskel können die Arme über die Horizontale erhoben werden. Gleichzeitig stabilisiert der Muskel die Schultern, wodurch ein Tragen von schweren Lasten möglich wird. Ebenfalls ziehen die einzelnen Muskelpartien das Schulterblatt bzw. Scapula an den Körper oder drehen es weg. Weißt der Trapeziusmuskel eine Lähmung auf, werden die Schultern in einem Tiefstand auf der betroffenen Seite gehalten.

Krankheiten, Symptome und Beschwerden des Nackens

Krankheiten und Beschwerden des Nackens beziehen sich oft auf die Diagnose „steifer Nacken“. Hierbei verspüren die Betroffenen eine muskuläre Verspannung im Nackenbereich. Die muskuläre Verspannung des kompletten Nackens sowie Schulterbereichs äußert sich hierbei nicht nur durch eine Härte an den betroffenen Stellen, sondern ebenfalls durch Druckschmerzen. Ein „steifer Nacken“ tritt häufig im Alltag ein. Beispielsweise gilt Einparken als Ursache für die Versteifung des Nacken- und Schulterbereichs. Mit einem „steifen Nacken“ ist die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt, sodass Drehungen, welche unter anderem beim Einparken getätigt werden müssen, schwerfällt bzw. kaum noch möglich sind.

Ein „steifer Nacken“ tritt nicht plötzlich auf. In vielen Fällen kommen die Schmerzen über Nacht oder steigern sich schleichend über einen längeren Zeitraum. Die Beschwerden jedoch sind beim „steifen Nacken“ stets gleich, sodass die Ursache keine Auswirkungen auf die unangenehmen Schmerzen besitzt. Der „steife Nacken“ sorgt für eine zeitweilige große Einschränkung der Beweglichkeit. Gewisse Patienten tolerieren oder ignorieren die Schmerzen bzw. Symptome. Hält jedoch die muskuläre Verspannung an, kann dies eine Fehlhaltung und Fehlbelastung des Nackens verursachen.

Treten Fehlstellungen im Nacken auf, müssen diese umgehend korrigiert werden. Geschieht des nicht, können besagte Fehlstellungen zu einer kyphotischen Fehlhaltung führen. Diese wiederum sorgen in zahlreichen Fällen für einen Bandscheibenvorfall. Hierbei tritt der Bandscheibenvorfall nicht im Bereich der Wirbelsäule, sondern bei den Halswirbeln auf. Generell gelten Bandscheibenvorfälle des Nackenbereichs als zweithäufigste Beschwerde des Wirbelsäulenkomplexes.

In manchen Fällen verursacht Osteoporose Nackenschmerzen. Durch die Osteoporose besitzen die Wirbelkörper der Halswirbelsäule eine deutlich reduzierte Dichte. Ist die Erkrankung bekannt, kann der Arzt eine passende Therapie bzw. Behandlung verordnen. Ist die Osteoporose hingegen noch nicht diagnostiziert, können die Schmerzen ohne deutlich bemerkbaren Grund auftreten. Der Besuch beim Arzt ist hierbei unvermeidbar.

Ebenfalls können Schmerzen durch das sogenannte Schleudertrauma hervorgerufen werden, welches die Halswirbelsäule beschädigt. Ein Schleudertrauma tritt insbesondere bei einem Auffahrunfall auf. Bei einem Schleudertrauma wird die Halsmuskulatur im vorderen Bereich sowie die Nackenmuskulatur im Zentrum stark überdehnt.

Neben Nackenschmerzen treten selten und vereinzelt knöcherne Verletzungen des Nackens auf. Obwohl die Verletzungen eher selten geschehen, sind sie bzw. ihre Folgen umso schwerwiegender. Da das Rückenmark und die Knochenstruktur der Halswirbelsäule, welche äußerst zart, gemeinsam eine Einheit bilden, können knöcherne Verletzungen des Nackenbereichs Probleme bzw. Erkrankungen des restlichen Körpers verursachen. Wird beispielsweise das Rückenmark durch Knochensplitter verletzt, führt dies des Öfteren zu einer Querschnittslähmung. Stark verletzte Halswirbel sind zudem bis heute nicht behandelbar, sodass die eingetretene Lähmung als Dauerzustand bleibt.

Zusätzlich kann sich der Arbeitsalltag negativ auf den Nacken und den Nackenbereich auswirken. Durch langanhaltendes Bildschirmarbeiten oder kontinuierlichen, strapaziösen Bewegungsabläufen treten vermehrt Ermüdungserscheinungen des Nackens auf. Gerne wird diese Erkrankung „Sekretärinnenkrankheit“ genannt. Heilung von ermüdeten Nacken oder Nackenschmerzen hingegen kann der Chiropraktiker bieten. Der Facharzt ist in der Lage, einen steifen Hals wieder einzurenken oder eingeklemmte Nerven, welche sich in der Halswirbelsäule befinden, zu behandeln.

Nackenschmerzen

Nackenschmerzen, auch unter HSW-Syndrom bekannt, gelten als weit verbreitete Leiden des Nackenbereichs und betrifft nahezu jede Person mindestens einmal in ihrem Leben. Nackenschmerzen kennen keine Altersgrenze, sodass selbst Jugendliche unter ihnen leiden können. Jedoch verspüren vor allem Personen im mittleren Alter die unangenehmen, schmerzhaften Verspannungen an der Rückseite ihres Halses. Herkömmliche Nackenschmerzen sind allerdings nicht gefährlich und benötigen keine Behandlung bzw. Therapie, um zu verschwinden. Bestimmte Einflüsse wie etwa eine schlechte Haltung, falsche Arbeitsbelastung oder chronischer Stress verursachen aber in zahlreichen Fällen eine Wiederkehr der Symptome und Schmerzen. In manchen Fällen können die Schmerzen sogar chronisch werden.

Die genauen Ursachen für Nackenschmerzen können selten direkt diagnostiziert werden. Selbst nach gründlichen Untersuchungen blieben sie oft unerkannt. Nackenschmerzen können unabhängig von der Abnutzung der Halswirbel wie beispielsweise durch Arthrose auftreten. Jedoch geschieht es, dass vor allem bei älteren Menschen die Nackenschmerzen durch Wirbelschäden oder Schäden der Bandscheiben der Halswirbel hervorgerufen werden.

Neben einer schlechten Haltung und chronischen Stress verursachen häufig Verspannungen, Übergewicht, körperliche Arbeit, Sport und Angststörungen Nackenschmerzen. Ebenfalls treten sie im Zuge einer Depression bzw. depressiven Stimmungslage oder Schwangerschaft auf. Sind Wirbelschäden oder ein Bandscheibenvorfall bzw. eine Bandscheibenvorwölbung vorhanden, können die Schmerzen gleichfalls mit ihnen in Zusammenhang stehen. Auch können die Nackenschmerzen als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit, durch Tumorerkrankungen oder Rheumatische Erkrankungen spürbar werden.

Obwohl Nackenschmerzen unangenehm sind, gelten sie nicht als Erkrankung, welche eine sofortige medizinische Behandlung erfordern. In manchen Fällen allerdings treten mit den Nackenschmerzen auch andere Erkrankungen oder Symptome auf, welche einen Arztbesuch erfordern. Sind Nackenschmerzen beispielsweise Folgen einer vorangegangenen Verletzung, eines Unfalls oder eines Sturzes wie durch ein Schleudertrauma, muss immer der Arzt kontaktiert werden. Ebenfalls sollten Nackenschmerzen, welche stark schlimmer werden, Fieber oder Nachtschweiß auslösen, ein plötzlicher „Vernichtungsschmerz“ oder Lähmungserscheinungen auftreten oder Störungen des Schmerz-, Berührungs- oder Kraftempfindens durch den Arzt behandelt werden.

Auch wenn die Nackenschmerzen im Fall einer bekannten Osteoporose oder Tumorerkrankungen spürbar werden, ist eine ärztliche Diagnose unvermeidbar. Ebenfalls sollte bei einem ungeklärten, ungewollten Gewichtsverlust, einer bekannten rheumatischen Erkrankungen oder einer hiv-Infektion der Arzt konsultiert werden.

Mangelnde Bewegung, eine einseitige Belastung durch eine schlechte Haltung oder körperliche Arbeit sowie chronischer Stress begünstigen oder verursachen dafür oft Nackenschmerzen. Diesen typischen Beschwerden können durch Ausdauersport wie Laufen oder Nordic Walking, gezielte Übungen, Muskelkräftigung im Fitnessstudio oder im Reha-Zentrum, Entspannungsverfahren wie Yoga oder Autogenes Training, psychotherapeutische Gespräche oder der allgemeinen Verbesserung der eigenen Körperhaltung im Alltag und während der Arbeit vorgebeugt werden.

Typische und häufige Erkrankungen des Nackens

 

  • Nackenschmerzen / „steifer Nacken
  • muskuläre Verspannung des Nacken- und Schulterbereichs
  • Druckempfindlichkeit aufgrund einer Nackenversteifung
  • Fehlstellungen im Nacken – kyphotische Fehlhaltungen
  • Nackenschmerzen aufgrund anderer Krankheiten / Vorerkrankungen – Osteoporose
  • Schleudertrauma
  • knöcherne Verletzungen des Nackens und der Halswirbel – Querschnittslähmung
  • Fehlhaltungen des Nackens in der Arbeit und im Alltag
  • ermüdeter Nacken – „Sekretärinnenkrankheit

Fragen und Antworten zum Nacken

 

Müssen Nackenschmerzen immer behandelt werden?

Treten Nackenschmerzen ohne andere Einflüsse oder bekannte Vorerkrankungen auf, sollten sie immer durch den Arzt diagnostiziert werden. Auch bei Nebenwirkungen wie Fieber oder ungewollten Gewichtsverlust im Zuge von Nackenschmerzen sollte umgehend der Arzt konsultiert werden. Sind die Nackenschmerzen allerdings Folgen einer schlechten Haltung, chronischen Stress oder anderen Umwelteinflüssen, muss nicht zwingendermaßen eine Therapie erfolgen. In der Regel vergehen die Schmerzen schnell. Bleiben sie allerdings oder verschlimmern sie sich, ist der Gang zum Arzt ratsam.

Wie behandle ich Nackenschmerzen?

Handelt es sich um herkömmliche Nackenschmerzen, welche beispielsweise eine falsche Haltung oder einen Zug hervorgerufen werden, ist keine besondere Behandlung notwendig. Hilfe gegen die meist unangenehmen Schmerzen bieten kühlende Gels, welche auf die betroffene Partie aufgetragen werden. Auch eine Entlastung der Nacken- und Schulterpartie kann zu einer raschen Linderung und Besserung führen. Bei akuten Nackenschmerzen hingegen muss der Patient möglichst früh seine normalen Aktivitäten wiederaufnehmen. Ebenfalls beugt gezieltes Muskeltraining die Schmerzen vor. Bei starken Schmerzen helfen Medikamente zur Schmerzlinderungen, bei Muskelverspannungen Muskelrelaxans. Jedoch wirken die Medikamente den eigentlichen Ursachen nicht entgegen.

Wie bemerke ich einen Bandscheibenvorfall im Nacken?

Da ein Bandscheibenvorfall im Nacken selten sofort als dieser bemerkt wird, kann die Diagnose einige Zeit in Anspruch nehmen. Generell macht sich ein Bandscheibenvorfall durch Nackenschmerzen, welche sich in den Arm ausstrahlen, Schulterschmerzen sowie einem Taubheitsgefühl bzw. Kribbeln in der Hand bzw. im Arm bemerkbar. Gewisse Schmerzen sind dumpf, andere wiederum ziehend und schwer zu lokalisieren. Auch brennende, scharfe und genau lokalisierende Schmerzen können im Zuge eines Bandscheibenvorfalls im Nacken auftreten. Treten Schmerzen im Nacken oder den Armen auf, gelten diese als erste Anzeichen für Probleme mit gereizten Nervenwurzeln im Nacken. Gleichfalls können die Armmuskeln schwächer sein. Spätestens hier sollte der Arzt konsultiert werden, um die Ursache der Schmerzen bzw. einen möglichen Bandscheibenvorfall zu diagnostizieren.

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