Tripper

Steckbrief: Tripper

  • Name(n): Tripper; Gonorrhoe
  • Art der Krankheit: Geschlechtskrankheit; Bakterieninfektion
  • Verbreitung: Weltweit (hauptsächlich Afrika)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise (immer mehr multiresistente Erreger)
  • Art des Auslösers: Gonokokken
  • Wieviele Erkrankte: Nicht Feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Gynäkologe; Proktologe; Bakteriologe; Urologe
  • ICD-10 Code(s): A54.0 bis A54.8

Tripper – Wenn die Lust zur Qual wird
Scheidenpilz vaginalpilz
Beim Tripper, den man in der Fachsprache auch als Gonorrhoe bezeichnet, handelt es sich um eine von Bakterien ausgelöste Geschlechtskrankheit. Dieses Leiden sucht die Menschen schon seit Jahrhunderten heim. Dennoch konnten effektive Heilmittel erst relativ rezent entwickelt werden. Durch den Einsatz derselben hat der Tripper etwas von seinem Schrecken verloren.

Dennoch sollte man sich keinen falschen Hoffnungen hingeben. Der Tripper stellt nach wie vor eine Bedrohung dar und kann jederzeit jeden treffen, der unvorsichtig ist oder eine mangelnde Sexualhygiene aufweist. Durch flächendeckende Aufklärung jedoch konnte die Zahl der Erkrankten merklich gesenkt werden.

Heutzutage findet man die Gonorrhoe hauptsächlich noch in den Ländern Afrikas sowie einigen unterentwickelten Regionen Asien. In Europa beispielsweise spielt der Tripper kaum mehr eine Rolle. Dennoch ist er auch hier noch nicht ausgestorben! Darum ist es wichtig, auch hierzulande Vorsicht walten zu lassen, um einer Infektion zu entgehen. Denn wie bei allen Geschlechtskrankheiten ist auch hier Prävention die beste Therapie!

Definition Tripper

Beim Tripper, der in der Medizin als Gonorrhoe bezeichnet wird, handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die die reproduktiven Organe des Menschen befällt. Da eine Übertragung in aller Regel auf sexuellem Wege erfolgt, spricht man beim Tripper auch von einer Geschlechtskrankheit. Auch im deutschen Sprachraum findet sich für Geschlechtskrankheiten immer öfter die aus dem Englischen stammende Abkürzung STD oder STI, sprich Sexually Transmitted Disease oder Sexually Transmitted Infection. Beide Bezeichnung wären für den Tripper zutreffend. Die genauere Ansprache ist jedoch letztere. Dies ist damit zu begründen, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine durch Bakterien ausgelöste Infektion handelt.

Bei den für die Entstehung eines Tripper verantwortlich zu machenden Bakterien handelt es sich um das sogenannte Neisseria gonorrhoeae, kurz auch als Gonokokken bezeichnet. Menschen kämpfen schon sehr lange mit diesem Leiden. Vorallem in den zurückliegenden Jahrhunderten kam es zu wesentlich häufigeren Infektionen mit der Gonorrhoe als heutzutage. Dies lässt sich einfach damit begründen, dass Kondome, mit denen die Gefahr auf Ansteckung zumindest reduziert werden kann, schlicht nicht existent waren. Überhaupt war die Sexualhygiene in unserer Vergangenheit eher mangelhaft. Nicht zuletzt deswegen kam es wesentlich häufiger als heute immer wieder zu Ansteckungen mit teilweise sehr gefährlichen Geschlechtskrankheiten. Zwar gibt es auch heutzutage immer noch Fälle von Ansteckungen mit dem Tripper, die Zahl der Infizierten nimmt jedoch immer noch deutlich ab. Das erste medizinisch erforscht wurde das Leiden erst vergleichsweise spät. So dauerte es bis ins letzte Drittel des 19. Jahrhundert, dass es einem Wissenschaftler gelang, die Bakterien, die für eine Gonorrhoe verantwortlich zu machen sind, zu identifizieren.

Die Ausprägung der Krankheit kann sehr unterschiedlich sein. Einige Betroffene weisen sogar keinerlei Symptome auf, andere dagegen müssen sehr große gesundheitliche und hygienische Einschränkungen hinnehmen. Hier spielt die persönliche Konstitution eine sehr große Rolle und auch das individuelle Immunsystem.

Bei Männern sind die Anzeichen für eine Infektion mit Gonokokken nicht immer eindeutig der damit einhergehenden Erkrankung zuzuordnen. Oftmals verspüren Erkrankte große Schmerzen während des Wasserlassens, diese äußern sich in aller Regel durch ein starkes Brennen, das es zum Teil beinahe unmöglich machen kann, seine komplette Blase in einem Durchgang zu entleeren. Nicht selten ist es tatsächlich der Fall, dass männliche Tripper Patienten zwecks der kompletten Leerung der Blase mehrere Anläufe brauchen. Allerdings kommt es auch hier wieder sehr stark auf die persönliche Konstitution an. Personen, die weniger empfindliche gegenüber Schmerzen sind, können durchaus auch dazu in der Lage sein, ihre Blase in einem Durchgang zu entleeren und das trotz des Trippers.

Probleme beim Wasserlassen sind aber nicht das einzige Symptom bei Männern. Oftmals kommt dies im Zuge der Infektion auch zu Absonderungen aus dem Harnleiter. Diese sind meist weißlich und erinnern von Konsistenz und Haptik an Ejakulat. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um Sperma, sondern vielmehr um eine Wundflüssigkeit, die eben im Laufe einer Gonorrhoe ausgeschieden wird. Da besagte Ausscheidungen teilweise recht stark sein können, stellt dies oftmals ein sehr großes hygienisches Problem dar. Betroffene Individuen müssen sich sehr oft reinigen und ihre Unterwäsche, bzw. ihre Hosen wechseln, um keine dauerhaften Verschmutzungen im Genitalbereich aushalten zu müssen. Das kann vorallem im Alltag mit sehr vielen Unannehmlichkeiten behaftet sein, wenn nämlich keine Chance besteht, dies zu tun.

Darüber hinaus kommt es auch nicht selten zu teils massiven Schmerzen den Testikeln, sprich den Hoden. Diese können unter anderem auch von sehr unangenehmen Schwellungen derselben begleitet werden. Diese erschweren das Laufen ebenso wie das Sitzen und das Stehen. Betroffene Personen können sich also häufig nicht allzu lange in derselben Position befinden, ohne dabei eine immense Schmerzentwicklung im Hoden zu provozieren. Das kann gerade im beruflichen Alltag zu sehr großen Problemen führen, insbesondere aber dann, wenn die betroffene Person eine primär sitzende Tätigkeit ausübt.

Auch Frauen können Opfer der Gonorrhoe werden und weisen im Falle einer Infektion entweder keine oder sehr spezifische Symptome auf, also genau wie die betroffenen Männer. Auch bei Frauen kann es während des Wasserlassens zu einem brennenden Schmerz kommen. Darüber hinaus kommt es auch noch sehr häufig zu weiteren Infekten des Harnleiters oder sogar der ganzen Blase. Diese verschlimmern den Schmerz natürlich nur noch mehr und machen es manchen betroffenen Damen beinahe vollkommen unmöglich, ihre Blase zu entleeren. Das Ausscheiden von Urin wird somit zu einer regelrechten Tortur, die zudem noch eine Menge Zeit in Anspruch nimmt. Kommt es des Weiteren noch zu Schwellungen im Harnleiter ist es außerdem noch möglich, dass besonders viel Druck und Kraft ausgeübt werden müssen, um Überhaupt Urin austreten lassen zu können. Alles in allem eine sehr unangenehme, schmerzhafte und zeitraubende Angelegenheit.

Ebenso wie bei Männern auch, kommt es bei betroffenen Frauen zu einer Absonderungen von Sekret aus den Geschlechtsorganen. Hierbei produziert die infizierte Vagina einen weißlichen Stoff, der, wie beim Mann, stark an Ejakulat erinnert – dies sowohl von Aussehen, Beschaffenheit als auch Haptik. Der Ausfluss ist lediglich deutlich dünnflüssiger als Sperma. Hierdurch kommt es auch bei Frauen zu sehr großen hygienischen Problemen. Zumeist sind die durch den Ausfluss ausgelösten Probleme bei Frauen wesentlich stärker als bei Männern. Dies liegt an dem einfachen Umstand, dass derselbe bei Vertretern des weiblichen Geschlechts oftmals wesentlich stärker vorkommt, als bei Vertretern des männlichen Geschlechts. Hieraus erwachsen sehr starke Unannehmlichkeiten für betroffene Frauen. Es ist bisweilen absolut notwendig, sich um Halbstundentakt vaginal zu reinigen. Sollte dies nicht möglich sein, kommt es nicht selten zu einer Akkumulation der Wundflüssigkeit. Da diese, wie bereits erwähnt, eher dünnflüssiger Natur ist, kann sie, insofern man sie nicht beispielsweise mittels einer Binde oder ähnlichem auffängt, sich ihren Weg nach unten Bahnen und sich auf Ober- und Unterschenkeln verteilen. Dies geschieht insbesondere dann recht häufig, wenn eine betroffene Frau viel in Bewegung ist. Alles in allem sehr unangenehm.

Allerdings kommt es bei Damen nicht nur zum Austritt der Wundflüssigkeit, sondern auch nicht selten zu irregulären Blutungen im Vaginalbereich. Diese treten zumeist zwischen den Perioden auf, können sich aber auch währenddessen einstellen und somit zu einem vermehrten Blutfluss führen. Auch das ist sehr unangenehm und kann zu gravierenden hygienischen Mängeln führen.

Das ist aber nicht alles. Bei einer unzureichenden oder einer vollkommen ausbleibenden Behandlung des vorliegenden Leidens kann es darüber hinaus passieren, dass bei Frauen eine Entzündung des Unterleibs ausbricht und bei Männern eine chronische Entzündung der Epididymis, sprich eine Entzündung des Nebenhodens. Auch ist es möglich, dass die Gonorrhoe auf andere Bereiche des Körpers übergreift und die Gelenke oder sogar die Herzklappe befällt und massiv schädigt. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn eine Behandlung, wie erwähnt, ausbleibt.

Wie bereits eingängliche angeführt, handelt es sich beim Tripper um eine sexuell übertragbare Krankheit, bzw. Infektion. Anders als bei anderen Geschlechtskrankheiten jedoch, kann sich die Gonorrhoe auf sehr viele verschiedene Weisen übertragen. So kann eine Infektion mittels Analverkehr ebenso stattfinden wie mittels vaginalem oder oralem Verkehr. Darüber hinaus ist es ebenso möglich, dass eine am Tripper erkrankte Schwangere, die Erkrankung währen des Vorgangs der Geburt an ihre Kind weitergibt. Somit kommt es tatsächlich immer wieder zu Fällen, bei denen Kindern bereits mit einem Tripper auf die Welt kommen. Diese Kinder haben haben dann oftmals Zeit ihres Lebens mit den daraus resultierenden Spätfolgen zu kämpfen und leiden nicht selten an weiterführenden Erkrankungen und einem konstant geschwächten Immunsystem. Nicht selten kommt es bei Kindern, die bereits mit Tripper uf die Welt kommen zu einer späteren starken Fehlsichtigkeit oder gar Blindheit. Die hierfür verantwortlich zu machenden Zusammenhänge sind immer noch Gegenstand der Forschung.

Eine Diagnose ist kann sehr einfach zu stellen sein oder aber sehr kompliziert. Es kommt hierbei sehr stark auf die auftretenden Symptome an. Denn, wie bereits erwähnt, kann es vorkommen, das einige erkrankte Personen überhaupt keine Symptome zeigen und darum schlicht nichts von ihrer Erkrankung wissen, das bedeutet aber leider nicht, dass sie nicht in der Lage wären, das vorliegende Leiden weiterzugeben. Nicht zuletzt darum raten viele Ärzte sexuell aktiven Menschen dazu, sich in regelmäßigen Abständen auf eine etwaige Gonorrhoe hin untersuchen zu lassen.

In einigen Fällen reicht theoretisch eine Blickdiagnose aus. Allerdings wird sich damit, selbst in sehr eindeutigen Fällen, wohl kein Mediziner zufrieden geben. Es erfolgen in aller Regel klinische Tests in Form von Blutuntersuchungen oder Abstrichen. Bei Frauen werden im Speziellen der Harnleiter oder der Gebärmutterhals untersucht. Da besonders homosexuelle Männer vergleichsweise häufig am Tripper leiden, empfehlen sich auch hier regelmäßige Untersuchungen, um auf Nummer sicher gegen zu können.

Es ist möglich einer Gonorrhoe effektiv vorzubeugen. Insbesondere natürlich durch sexuelle Enthaltsamkeit oder durch einen festen sexuellen Partner, von dem man weiß, dass er oder sie nicht an der Gonorrhoe leidet. Aber auch die Verwendung von Präservativen, sprich Kondomen, kann dabei helfen, die Ansteckungsgefahr deutlich zu minimieren. Dennoch besteht auch mit Kondom immer ein gewisses Restrisiko. Dessen sollte man sich bewusst sein. Sicherheit gibt es also nicht, aber durch vorausschauendes Denken und etwas gesunden Menschenverstand lässt sich die Gefahr einer Übertragung minimieren. Der Verkehr mit Prostituierten stellt beispielsweise ein besonders hohes Risiko dar, insbesondere, wenn sich nicht um Angestellte eines Bordellbetriebs handelt. Straßenprostituierte unterliegen keinen gesetzlichen Kontrollen und können darum durchaus mit Gonorrhoe oder anderen Geschlechtskrankheiten infiziert sein.

Eine Behandlung erfolgt in aller Regel medikamentös und ist inzwischen auch sehr effektiv. Das sah vor einigen Jahren noch anders aus. Durch die Gabe von Cetriaxon oder Azithromycin lässt sich in den meisten Fällen eine eventuelle Heilung erzielen. Leider haben sehr viele Gonokokken eine Resistenz gegenüber den gängigen Antibiotika entwickelt. Darum ist es nicht selten notwendig, die gereichten Dosen entweder stark zu erhöhen oder andere medikamentöse Lösungen zu finden. Nach einer erfolgreichen Behandlung und einem vollständigen Abklingen der Erkrankung ist es empfehlenswert, zwischen drei Monaten und einem halben Jahr komplett auf sexuelle Kontakte mit Menschen zu verzichten. Angehörige von Erkrankten sollten sich ebenfalls testen und ggf. behandeln lassen.

Der Tripper kommt häufiger bei Frauen vor als bei Männern. Dies lässt sich damit erklären, dass es wesentlich mehr weibliche als männliche Prostituierte gibt und diese Personengruppe besonders häufig betroffen ist. Zahlen sind mitunter sehr schwer zu erheben, da sich nicht jeder behandeln lässt. Man geht allerdings anhand diverser Statistiken davon aus, dass es weltweit pro Jahr zu zwischen 25 und 150 Millionen Neuansteckungen mit Tripper kommt. Das ist, verglichen mit der Weltbevölkerung, relativ wenig. In der Vergangenheit lagen die Zahlen weitaus höher.

Zu Todesfällen aufgrund einer Gonorrhoe kommt es heutzutage, dank moderner Behandlungsmethoden, kaum mehr. Darüber hinaus hat die flächendeckende Aufklärung in großen Teilen der Erde dazu geführt, dass viele Menschen sehr viel verantwortungsvoller im Umgang mit Sexualität sind, als die früher der Fall war. Auch hierdurch ließen sich viele Neuansteckungen vermeiden. Alles in allem also ist der Tripper zwar sehr unangenehm und sollte tunlichst vermieden werden, kommt es aber doch einmal zu einer Ansteckung, ist durchaus Hilfe zu erwarten.


Was ist ein Tripper?

Tripper (auch Gonorrhoe) ist eine stark ansteckende Infektionskrankheit, die hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. De facto gehört Tripper zu den sexuell übertragbaren Krankheiten, die weltweit am häufigsten vorkommen: Jahr für Jahr infizieren sich schätzungsweise etwa 62 Millionen Menschen mit Gonorrhoe. Betroffene sind vor allem jüngere Männer und Frauen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr haben.

Da seit 2001 keine Meldepflicht mehr für Tripper-Erkrankungen in Deutschland besteht, ist die Zahl der hierzulande Erkrankten nicht anzugeben. Die Symptome von Tripper rufen Gonokokken hervor. als typische Anzeichen sind vor allem Entzündungen der Harnwege und der Geschlechtsorgane zu nennen. Davon abgesehen können Gonokokken zusätzlich andere Schleimhäute befallen. Während bei Männern die Symptome zumeist recht eindeutig sind, fallen sie bei Frauen erheblich schwächer aus. Durchaus kann es passieren, dass bei Frauen Tripper nicht erkannt wird. Eine unbehandelte Tripper-Erkrankung kann eine weitreichende Ausbreitung der Erreger im Körper mit sich bringen.

Um eine Infektion Neugeborener mit Tripper zu verhindern, erhalten diese antibiotische Augentropfen; früher wurde gegen die durch Gonorrhoe drohende Erblindung eine einprozentige Silbernitratlösung eingetropft. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass
Tripper in naher Zukunft zu einem großen Problem werden könnte. Denn in jüngster Vergangenheit ist festzustellen, dass sich Gonokokkenstämme entwickeln, die sich nicht mehr mit den bislang gegen Tripper eingesetzten Antibiotika bekämpfen lassen: Es gibt also Gonokokkenstämme, die gegenüber Antibiotika resistent sind. Ohnehin ist es mittlerweile erforderlich, Gonorrhoe in Form einer Kombitherapie zu behandeln. Zu diesem Zweck werden zwei verschiedene Antibiotika verabreicht.

Obgleich weltweit in zunehmendem Maß resistente Gonokokkenstämme entdeckt werden, kommen derzeit die meisten im asiatischen Raum vor. Der vom Patienten konsultierte Arzt nimmt üblicherweise eine Sekretprobe und untersucht diese mikroskopisch. Häufig sind die Gonokokken bereits unter dem Mikroskop zu erkennen. Andernfalls ist es notwendig, Sekretproben in einem Labor genauer untersuchen zu lassen. Eine weitere Tripper-Diagnose ist möglich, indem Antikörper gegen Gonokokken (im Blut oder im Urin) nachgewiesen werden.

Welche Ursachen gibt es?

Als Verursacher des Trippers ist der Erreger Neisseria gonorrhoeae zu nennen. Die Entdeckung der auch Neisser-Diplokokken oder Gonokokken genannten Erreger im Jahre 1879 ist dem Dermatologen und Sozialhygieniker Albert Ludwig Sigismund Neisser zu verdanken. Grundsätzlich gelten Gonokokken als gramnegative Bakterien, die gegenüber sämtlichen Umwelteinflüssen sehr empfindlich reagieren. Deshalb ist ein direkter körperlicher Kontakt mit an Tripper Erkrankten die Voraussetzung für eine Gonokokkeninfektion. Vorzugsweise besiedeln Gonokokken die zu den Geschlechtsorganen und Harnwegen zählenden Schleimhäute. Dementsprechend ermöglichen ungeschützter Geschlechtsverkehr sowie Anal- und Oralverkehr eine Übertragung der Bakterien.

Das größte Risiko, sich mit Tripper zu infizieren, tragen alle Personen, die häufig den Sexualpartner wechseln und darüber hinaus ungeschützten Sex haben. Voraussetzung für eine Infektion mit Gonokokken ist, dass bakterienhaltige Körperflüssigkeiten bis zu einer Schleimhaut des Sexualpartners vordringen können. Unter anderem kann dies der Muttermund, der Rachen oder die Bindehaut des Auges sein. Eine Infektion mit dem Erreger Neisseria gonorrhoeae beginnt mit einer Vermehrung der Bakterien unmittelbar am Ort der Infektion. In der Folge kommt es zu einer Entzündung und zur weiteren Ausbreitung der Gonorrhoe. Abgesehen von der Übertragung des Erregers zwischen Sexualpartnern besteht eine weitere Möglichkeit der Übertragung darin, dass mit Tripper infizierte Frauen die Bakterien auf ihre Kinder übertragen: Während der Geburt können die Gonokokken von der Schleimhaut der Gebärmutter an die Bindehaut des Kindes gelangen.

Hierdurch wird möglicherweise eine eitrige Bindehautentzündung hervorgerufen. Sofern diese nicht behandelt wird, ist eine Erblindung des Kindes nicht auszuschließen. Durchaus können infizierte Frauen während der ersten Schwangerschaftswochen Tripper an den Fötus weitergeben – wodurch das Fehlgeburtsrisiko erheblich steigt. Da Frauen häufig kaum oder anfangs womöglich gar keine Beschwerden durch eine Infektion mit Gonokokken haben, kann sich die Krankheit relativ gut verbreiten. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn bereits infizierte Frauen keinen Wert auf die Benutzung von Kondomen legen und obendrein den Geschlechtspartner oft wechseln.


Symptome & Anzeichen

Als zweifellos typischste Tripper-Symptome sind Entzündungen im Bereich der Geschlechtsorgane und der Harnwege sowie hiermit einhergehender eitriger Ausfluss anzuführen. Etwa 90 Prozent aller infizierten Männer spüren deutliche Beschwerden, die üblicherweise 2-7 Tage nach der Infektion auftreten. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen kann es einerseits zu akuten Symptomen und andererseits zu chronischen Beschwerden aufgrund der Gonorrhoe kommen. Zu den akuten Tripper-Symptomen bei Männern zählen unter anderem Schmerzen beim Wasserlassen, Rötung des Penis sowie Ausfluss aus der Harnröhre (anfangs schleimig, später zunehmend eitrig).

Analverkehr kann zu einer Entzündung des Enddarms führen, Oralverkehr bringt gegebenenfalls eine Entzündung des Halses mit sich. Nur ungefähr 50 Prozent aller mit Tripper infizierten Frauen nehmen Symptome dieser Erkrankung wahr. Dies birgt nicht zuletzt die große Gefahr, dass Tripper unwissentlich weitergegeben wird. Gerade zu Beginn ist es gut möglich, dass die Tripper-Symptome bei einer infizierten Frau recht mild ausfallen. Ebenso wie bei Männern können zunächst Schmerzen beim Wasserlassen und etwas Ausfluss auftreten. Hat die Gonorrhoe Gelegenheit sich weiterzuentwickeln, ist ein entzündeter Muttermund zu erwarten; Anzeichen hierfür ist blutiger oder eitriger Ausfluss. Schließlich kann Tripper noch mit Entzündungen der Gebärmutter, der Eierstöcke und Eileiter einhergehen.

Spätestens in dieser Phase treten Unterbauchschmerzen, Schmierblutungen und Fieber auf. Sollten sich die Erreger weiter in Richtung Enddarm ausbreiten, resultiert eine Sekundärinfektion. Prinzipiell kann jede unbehandelte Gonorrhoe zu einer Chronifizierung der Symptome führen. Dies setzt voraus, dass die Gonokokken tiefer in das Gewebe eindringen und dort chronische Entzündungen hervorrufen. Eine chronische Nebenhodenentzündung und/oder chronische Prostataentzündung kann sich bei Männern entwickeln. Bei Frauen ist eine Chronifizierung der Symptome noch weitreichender, da sie letztlich eine Unfruchtbarkeit durch Verklebungen im Bereich der Eileiter oder Eierstöcke bedingen kann. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen kann die Tripper-Infektion schließlich den kompletten Körper betreffen, sodass es unter anderem zu einer Meningitis oder Endokarditis kommen kann. Wird ein Baby während der Geburt mit Tripper infiziert, resultiert eine Bindehautinfektion, die Neugeborenen-Blennorrhö.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Diagnose kann sehr einfach oder sehr kompliziert zu stellen sein. Hierbei kommt es ganz auf den individuellen Fall und dessen Ausprägung an. Denn, wie bereits schon erwähnt, kann es vorkommen, dass eine Person, obwohl sie infiziert ist, keinerlei Symptome zeigt. Ist dies der Fall, sucht der infizierte oftmals keine ärztliche Hilfe und erfährt darum nichts vom Vorhandensein seiner Erkrankung. Das ist eine gefährliche Entwicklung – insbesondere dann, wenn die entsprechende Person weiterhin sexuelle Kontakte mit anderen Personen unterhält. Es kommt in diesen fällen nicht selten zu einer Ansteckung anderer Menschen.

Aber wie dem auch sei. Vor noch nicht allzu vielen Jahren standen den Mediziner kaum diagnostische Mittel zur Verfügung, die über die reine Blickdiagnose hinausgingen. Darum gestaltete es sich für viele Ärzte recht schwer, Krankheiten im Allgemeinen und die Gonorrhoe im Speziellen als das anzusprechen, was sie waren. Dies war insbesondere dann häufig der Fall, wenn der Tripper eben bar jeder Symptome verlief. Oftmals waren Ärzte auf ihr Geschick und ihre Erfahrung angewiesen, um imstande zu sein, den Tripper zu erkennen.

Darüber hinaus bot sich eine Anamnese, sprich ein Patientengespräch, sehr an und tut es auch immer noch. Denn um den diagnostischen Prozess zu beschleunigen ist es natürlich sehr hilfreich dem behandelnden Arzt mitzuteilen, ob man häufig wechselnde sexuelle Kontakte oder sogar Kontakte zu Prostituierten pflegt. Man sollte in diesen Fällen, gleichwohl ob es einem unangenehm ist oder nicht, nicht mit den Fakten hinter dem Berg halten. Damit hilft man niemandem und am wenigstens sich selbst. Je mehr Details dem zuständigen Mediziner zur Verfügung stehen, desto einfacher ist es für ihn, eine Diagnose zu stellen oder zumindest eine Ahnung dessen zu bekommen, in welche Richtung eine Diagnose tendieren könnte.

Heutzutage müssen Ärzte sich glücklicherweise nicht mehr nur auf ihre Augen und ie Aussagen der Patienten verlassen. Es stehen mittlerweile sehr aussagekräftige diagnostische Mittel zur Verfügung, die benutzt werden können, um die etwaig vorliegende Erkrankung als solche determinieren zu können oder eben nicht. Hierzu nimmt man meist einen Abstrich und legt eine bakterielle Kultur an. Aus dieser wird schließlich ersichtlich, um welche Krankheit es sich handelt. Auf dieselbe Art und Weise testet man sehr oft auch auf andere Geschlechtskrankheiten wie beispielsweise die Syphilis oder Chlamydien.

Am Ende dieses diagnostischen Prozesses steht beinahe immer eine korrekte und vollständige Diagnose. Fehlerhafte und unvollständige Diagnosen sind im Bezug auf das vorliegende Leiden sehr selten und gehören eher der Vergangenheit an. Selbst wenn der Tripper sich im individuellen Falle ganz ohne Symptome entwickelt, kann das Anlegen einer Kultur stichhaltige und korrekte Ergebnisse liefern. Das war vor einigen Jahrzehnten noch nicht möglich. Auch dank diesen Fortschritts konnte man die Fälle von Neuansteckungen im Verlauf des letzten Jahrhunderts immens senken.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassend bemerken, dass eine Diagnose zwecks Tripper sehr schnell und darüber hinaus auch sehr akkurat ist. Der eventuell Erkrankte muss sich also keine allzu großen Sorgen darüber machen, eventuell mit einem falschen Befund abgespeist zu werden und schließlich eine minderwertige Behandlung zu erhalten. Diese Zeiten sind heutzutage glücklicherweise schon lange vorbei.

Krankheitsverlauf
Wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, verläuft die vorliegende Erkrankung, sprich der Tripper oder die Gonorrhoe, individuell sehr verschieden. Es lassen sich nur sehr schwer allgemeine Aussagen darüber treffen, welche Person wohl am Ende wie schwer betroffen sein wird und warum. Das individuelle Immunsystem sowie die allgemeine Konstitution spielen hierbei eine entscheiden Rolle. Auch ist nicht gesagt, dass eine Person, die einmal erfolgreich behandelt wurde, sich aber erneut angesteckt hat, jedes mal denselben Krankheitsverlauf erlebt. Der Tripper kann sich jedes Mal anders gestalten.

Aus den Berichten mehrfach Betroffener, vornehmlich weiblicher prostituierten, ist zu entnehmen, dass häufige Ansteckungen mit dem Tripper im Laufe der Jahre oftmals zu einer deutlichen Verschlimmerung der allgemeinen Symptome führen. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Vermutlich aber lässt sich mit mehrmaligem Auftreten dieser Krankheit eine persistente, also dauerhafte Schwächung des Immunsystems gleichsetzen. Aus dieser resultieren dann also die stärken Symptome. Auch berichten dieselben Personen, dass Behandlungen ebi mehrmaligen Infektion oftmals nicht mehr so gut anschlagen wie die zu Beginn. Dies dürfte im Allgemeinen daran liegen, dass viele der Bakterien natürliche Resistenzen gegen Antibiotika und sonstige Medikamente entwickeln. Dies ist eine sehr gefährliche Entwicklung, der so gut es geht entgegenzuwirken ist. Schließlich und endlich sind multiresistente Keime eine sehr ernste Angelegenheit. Können diese sich etablieren, werden einst besiegte Krankheiten ein trauriges Comeback feiern können und Menschen werden wieder an sehr einfachen Erkrankungen jämmerlich zu Grunde gehen.

Aber wie dem auch sei, der Verlauf ist also sehr atypisch und nur schwer allgemein zu definieren. Alles in allem jedoch lässt sich behaupten, dass, wenn Symptome ausbrechen, diese oftmals sehr ähnlich sind. Zumindest was den Ausdruck derselben angeht. Die Intensität dagegen ist wieder sehr individuell.

Zu Beginn kommt es zu den eingänglich erwähnten brennenden Schmerzen beim urinieren. Diese werden im Laufe der Erkrankung oftmals schlimmer und schlimmer und machen es dem Betroffenen nach einiger Zeit beinahe unmöglich, seine Blase komplett in einem Durchgang zu entleeren. Das ist nicht nur unangenehm, sondern stellt auch ein massiven hygienisches Problem dar.

Hernach kommt es dann zumeist zu einer Absonderung von Wundflüssigkeit. Diese ist meist weißlich und erinnert an dünnflüssigen Schleim. Sie tritt sowohl bei Männern als auch bei Frauen auf. Wohingegen sie bei letzteren in aller Regel wesentlich stärker ausfließt als bei Männern. Dies führt zur Notwendigkeit einer dauerhaften Reinigung der Schamregion.

Im Anschluss daran kommt es, insofern keine Behandlung erfolgte oder diese minderwertig war, zu einem Übergreifen der Infektion auf andere Regionen des Körpers. Bei Frauen befällt sie häufig den Gebärmutterhals uns sorgt dort für teilweise massive Entzündungen und kann darüber hinaus die Entstehung von Tumoren und anderen Verwachsungen begünstigen. Bei Männern greift das Bakterium auf die Hoden über. Es kommt nicht selten zu einer Entzündung derselben,. Eine solche ist nicht nur immens schmerzhaft, sondern auch mit vielen anderen Unannehmlichkeiten verbunden. Bisweilen sind die hieraus resultierenden Schäden irreparabel und eine operative Entfernung des Testikels ist notwendig. Bei beiden Geschlechtern kann die vorliegende Krankheit zudem auch noch die Gelenke im gesamten Körper angreifen und dafür sorgen, dass diese bei jeder Bewegung Schmerzen und dadurch schneller verschleißen.

Zum Tode führt eine Gonorrhoe jedoch (heutzutage) nur noch eher selten. Sie kann allerdings tödlich enden, wenn das betroffene Individuum, wie bereits gesagt, keine medizinische Hilfe in Anspruch nimmt. Darum ist es immer notwendig sich untersuchen zu lassen, wenn man sich auf einen neuen Partner eingelassen hat. Und sei es auch nur prophylaktisch.

Des Weiteren sei hier noch der Vollständigkeit halber erwähnt, dass selbst Personen, die keine Symptome aufweisen, früher oder später Entzündungen und Gelenkbeschwerden entwickeln können. Eine initiale Freiheit von Symptomen schützt nicht davor, die Folgeschäden zu erleiden. Auch deswegen ist der Gang zum Arzt mehr als sinnvoll und sollte nicht vermeiden werden.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Verbreitung und die Häufigkeit von Gonorrhoe haben im Laufe der letzten Jahrzehnte merklich abgenommen. Das liegt zum einen an den verbesserten zur Behandlung zur Verfügung stehenden Heilmethoden sowie an der ebenso besseren Aufklärung. Nichtsdestoweniger ist die Krankheit noch nicht ausgestorben, gleichwohl sie auf einem guten Weg dahin ist. Allerdings sollte man sich dennoch keinen Illusionen hingeben und sich in vollkommener Sicherheit wähnen. Der Tripper kann nach wie vor jeden treffen, der nicht aufmerksam ist und sich nicht vorausschauend verhält.

Zu Beginn dieses Jahrzehnts waren kaum 0,02% der weltweiten erwachsenen Bevölkerung mit der Gonorrhoe infiziert. Gegen Ende der 1990er Jahre dagegen, waren es noch über 1,5% der Weltbevölkerung. Hierbei lassen sich vorallem Häufungen in Entwicklungsländern feststellen. Tatsächlich treten beinahe 70% aller weltweit verortbaren Fälle von Gonorrhoe in diesen Ländern auf. Trauriger Vorreiter sind hier die Länder Afrikas. Asien, Europa und Nordamerika weisen wesentlich weniger Zahlen von Betroffenen auf. Dabei lassen sich jedoch einige negative Entwicklungen bemerken. Vorallem die schwarze Bevölkerung der USA infizierte sich in den letzten Jahren immer häufiger mit der Gonorrhoe. Eine besorgniserregende Entwicklung.

Des Weiteren wurden letzthin immer wieder Fälle von Tripper bekannt, die nicht behandelt werden konnten. Dies lag an Resistenten der auslösenden Gonokokken. Diese Entwicklung ist nicht nur Grund zur Sorge, sondern auch sehr gefährlich. Zwar sieht es nicht danach aus, aber dennoch ist es möglich, dass Menschen, die zukünftig an Gonorrhoe leiden nicht mehr mit den herkömmlichen Mitteln geheilt werden können. Tatsächlich könnte dies soweit führen, dass es überhaupt keine Chancen auf Heilung mehr gibt und die Personen zu Dauerpatienten werden. Alleine deswegen sollte man das Risiko dieser Erkrankung schon nicht unterschätzen und immer die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um nicht Opfer der Gonorrhoe zu werden.

Darüber hinaus kommt es jährlich zu etwa zwischen 150.000 Geburten einer erkrankten Mutter. Zumeist enden diese in einer Totgeburt oder mit starken Deformationen für das Kind. Ebenso diese Fälle kommen am häufigsten in der dritten Welt vor. In Europa und Nordamerika sind derlei Umstände kaum mehr zu beobachten, waren aber lange Zeit durchaus noch sehr verbreitet. Vorallem bei Prostituierten. Diese Kinder wurden, insofern die Strapazen der Geburt überstanden, nicht selten kurz danach umgebracht. Dies geschah nicht aus wegen der finanziell meist prekären Lage der Mutter, sondern auch, da die Lebenserwartung dieser Tripper-Kinder ohnehin nicht besonders groß war. Die Justiz einiger Länder sah lange Zeit über derlei taten hinweg und belangte die Mütter nicht.

Am schwersten von der Gonorrhoe heimgesucht sind die südliche Hälfte des afrikanischen Kontinents sowie einige Inselstaaten und die Hafenstädte Südostasiens. In einigen Städten, Gemeinschaften und Stämmen, leiden beinahe die Hälfte der Menschen an der Gonorrhoe.. Dies sind Zahlen, die nicht einmal im Europa des Mittelalters gegolten haben. Die Lage in diesen Regionen ist also besonders ernst. Hilfe ist jedoch keine in Aussicht. Nicht nur, dass die Bewohner dieser Regionen oftmals wissentlich und willentlich auf Kondome verzichtet, auch verzichten sie ebenso nicht auf Geschlechtsverkehr, während die Erkrankung noch in vollem Gange ist. Vielen Personen dieser Kulturgruppen scheint schlicht nicht bewusst zu sein, dass sich der Tripper durch Geschlechtsverkehr auf andere Personen überträgt. Dahingehende Aufklärungskampagnen und dergleichen mehr waren bis dato eher fruchtlos.

Einst trat der Tripper häufiger bei Männern in Erscheinung als bei Frauen. Dieses einstige statistische Gewissheit ist aber inzwischen überholt. Heute sind es vorallem junge Mädchen, die mit dem Tripper zu kämpfen haben. Zwar halten sich Männer und Frauen mehr oder weniger die Waage, aber bei einer gleichbleibenden Entwicklungsrate, dürften die Vertreter des weiblichen Geschlechts die Männer bald überholt haben.

Die jährlichen Todesfälle, die direkt auf eine Erkrankung mit Gonokokken zurückgeht, sind vergleichsweise gering. Besonders wenn man sie mit anderen Geschlechtskrankheiten, wie der Syphilis, vergleicht. Überhaupt handelt es sich nicht um ein besonders letales Leiden, sondern vielmehr um einen dauerhaften und sehr unangenehmen Begleiter für den Erkrankten.

Diagnosedaten
Die Diagnose ist in den meisten Fällen sehr eindeutig. Ebenso sind die aus den Tests gewonnenen Daten ein kaum misszuinterpretierender Indikator für die vorliegende Krankheit. Fehlerhafte Diagnosen sind damit zwar nicht ausgeschlossen, kommen aber in aller Regel nur sehr selten vor. Das größere Problem ist tatsächlich eine rechtzeitige Erkennung durch den Patienten selbst. Es kann, wie bereits mehrfach erwähnt, sein, dass der Patient zunächst nichts von seiner Erkrankung bemerkt. Das verhindert eine frühe Erkennung des Leidens und schmälert damit die Heilungschancen.

Alles in allem aber kann man ruhig davon ausgehen, dass eine Diagnose sehr sicher, schnell und effizient zu stellen ist und es unter Bezugnahme der korrespondierenden diagnostischen Daten kaum zu fehlerhaften Diagnosen kommt. Damit sind der Patient sowie auch der Arzt zumeist auf der sicheren Seite, wenn es darum geht, die Gonorrhoe zu erkennen und korrekt anzusprechen.

Dennoch sollte man sich nicht in allzu großer Sicherheit wiegen, denn auch Ärzte machen Fehler und schätzen Situationen falsch ein. Dies ist insbesondere dann häufig der Fall, wenn das zu behandelnde Individuum keinerlei Symptome zeigt. In diese Fällen erschließt sich dem zuständigen Mediziner oftmals der Nutzen eines weiterführenden Tests nicht und er bleibt schlicht aus. Auf gut Glück testen schließlich wenigstens Ärzte.

Gerade darum ist es sehr wichtig, dass man seinem Arzt gegenüber offen ist und ihm mitteilt, wenn man häufig wechselnde Sexualpartner hat oder ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer unbekannten Person hatte. Vorsicht ist hier definitiv besser als Nachsicht und ein Test ist schnell gemacht und geht zumeist auch auf Kosten der Kasse.

Folglich liegt es oftmals am Patienten selbst, ob der Arzt überhaupt Diagnosedaten ermitteln kann, um schließlich die Krankheit als solche ansprechen zu können oder eine solche auszuschließen. Hilft der potentiell Erkrankte oder Gefährdete aber nicht selbstständig mit und wird bei einem Arzt vorstellig, so muss er sich nicht wundern, wenn die Gonorrhoe eine negative Entwicklung einschlägt und lange Zeit nicht erkannt wird. Hier sollte also die Devise lauten: Selbst ist der Mann. Wer sich nicht helfen lässt, dem kann auch nicht geholfen werden.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikationen, die im Rahmen einer Erkrankung mit dem Tripper auftreten sind relativ überschaubar. Sicherlich ist die Krankheit als solche sehr unangenehm und die daraus resultierenden Symptome bisweilen nicht nur schmerzhaft, sondern auch sehr unhygienisch, alles in allem aber sind die zu erwartenden Komplikationen nicht allzu wild.

Dennoch sollte man auch nicht Glauben verfallen, dass man ganz ohne Komplikationen aus der Sache wieder rauskommt, vorallem dann nicht, wenn das Leiden zu spät erkannt wird und sich darum lange Zeit im Organismus einnisten kann. Ist dies der Fall sind Komplikationen beinahe immer zu erwarten. Teilweise können diese auch sehr gravierend sein.

Die häufigste Komplikation für Männer ist die Entzündung des Hodens, Eine solche zeichnet sich zumeist durch sehr starke Schwellungen aus und ist außerdem auch sehr schmerzhaft. Insbesondere das Ausscheiden von Samenflüssigkeit bedingt eine sehr große Schmerzentwicklung. Auch ist es möglich, dass die Entzündung sich auf den Harnleiter und die Blase ausdehnt und dafür sorgt, dass das Wasserlassen zu einem großen Problem wird. Darüber hinaus ist es Patienten mit einer massiven Hodenentzündung nur sehr schwer möglich, Hosen und vorallem aber Unterhosen zu tragen, da diese konstant auf den entzündeten Stellen drücken und somit für eine permanente Reizung des ohnehin schon belasteten Gewebes sorgen. Auf diese Art und Weise braucht eine solche Entzündung oftmals überdurchschnittlich lange, um abheilen zu können. Mitunter kann sie auch chronisch werden.

Eine sehr häufige Komplikation bei Frauen stellt die Entzündung des Gebärmutterhalses dar. Eine solche ist nicht nur immens schmerzhaft, sondern auch mit anderen Komplikationen verknüpft. So kann es beispielsweise zu vaginalen Blutungen kommen, die Regel kann komplett ausbleiben, die Eierstöcke werden über die Maßen belastet, das Risiko auf Krebs steigt stark an und auch Unfruchtbarkeit ist eine mögliche Folge einer solchen Entzündung. Dasselbe gilt übrigens auch für Männer mit einer Hodenentzündung.

Auch die nun schon mehrfach erwähnten Gelenkbeschwerden treten vergleichsweise häufig im Zusammenhang mit einer Gonorrhoe auf. Diese werden sehr schnell chronisch und schränken die Mobilität des Betroffenen auf lange Sicht stark ein und sorgen darüber hinaus auch noch dafür, dass die Extremitäten nicht mehr ausreichend benutzt werden und die Muskeln darin regelrecht verkümmern.

Bei all diesen Komplikationen sollte man jedoch im Hinterkopfe behalten, dass sie meistens nur dann auftreten, wenn man sich keiner medizinischen Behandlung unterzieht oder es sich um einen multiresistenten Erreger handelt, dem mit den herkömmlichen Medikamenten nicht beizukommen ist. In diesen Fällen sind Komplikationen unausweichlich, ansonsten sollte man davor keine allzu große Angst haben.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann man zum Arzt gehen sollte ist im falle der Gonorrhoe, sprich des Trippers nicht allzu leicht zu beantworte. Dies liegt daran, dass es sich bei diesem leiden um eine Krankheit handelt, die nicht immer sofort erkannt wird. Weder vom Betroffenen selbst, noch von dessen Umfeld. Dies liegt primär an der nun schon mehrfach erwähnten potentiellen Symptomlosigkeit des vorliegenden Leidens.

Wann also sollte man nun aber bei einem Mediziner vorstellig werden? Hier kommt es tatsächlich, anders als bei anderen Erkrankungen, sehr stark auf einen selbst und den eigenen Lebenswandel an. Personen, die häufig wechselnde Geschlechtspartner haben oder in einer offenen Beziehung leben, sollte sich in Regelmäßigen Abständen auf Tripper untersuchen lassen, auch wenn es für einen etwaigen Ausbruch der Krankheit zunächst keine allzu stichhaltigen oder gar keine Hinweise gibt. Vorsicht ist hier besser als Nachsicht. Dasselbe gilt übrigens auch für alle anderen Geschlechtskrankheiten.

Überhaupt empfehlen viele Fachärzte, dass man sich, insofern man sexuell aktiv ist, regelmäßigen Untersuchungen unterzieht. Insbesondere Risikopatienten wie Prostituierte, homosexuelle Männer oder unter 25 Jahre alte Frauen im Allgemeinen sollten sich häufiger untersuchen lassen, einfach nur um auf Nummer sicher zu gehen. Ist der Tripper nämlich erst einmal im vollen Gange, ist er sehr unangenehm und sorgt darüber hinaus auch für viele weitere unangenehme hygienische Nebeneffekte. Auch kann eine solche Erkrankung Gelenke und Co. angreifen, wie bereits schon erörtert worden ist.

Insbesondere auch schwangere Frauen sollten sich direkt nach Feststellung der Schwangerschaft noch einmal gesondert auf Gonorrhoe oder andere vergleichbare Geschlechtskrankheiten testen lassen. Schließlich und endlich ist es oftmals der Fall, dass das Kind während der Geburt mit der eventuell vorhandenen Geschlechtskrankheit angesteckt wird. Kleinkinder und Babys haben natürlich wesentlich weniger starke Abwehrsysteme gegenüber Krankheiten als Erwachsene und erliegen solchen Leiden darum sehr. Auch können sie, insofern sie überleben, nicht selten mit bleibenden Schäden verbleiben. Blindheit, Taubheit, geistige Behinderung und dergleichen mehr sind nur einige der Beispiele der Effekte, die Geschlechtskrankheiten auf Kleinkinder haben können.

Da Prostituierte besonders häufig mit Geschlechtskrankheiten, wie der Gonorrhoe zu tun haben, sollten diese sich in sehr kurzen regelmäßigen Abständen testen lassen. Monatliche oder zumindest vierteljährliche Testungen sind hierbei wohl das allerbeste. Auch als Freier sollte man sich nach einem Kontakt testen lassen, dabei ist es vollkommen irrelevant, ob man während des Aktes selbst ein Kondom trug oder nicht, Ein solches kann zwar schützen, aber der Schutz ist niemals zu 100% gegeben.

Auch sollten Freier bei der Wahl der Freudendamen die Augen offen halten. In deutschen Bordellen beispielsweise herrscht eine Pflicht auf regelmäßige Prüfung nach sexuell übertragbaren Krankheiten. Für selbstständige und inoffizielle Prostituierte, wie sie zumeist an Straßenstreichen arbeiten jedoch, besteht eine solche Pflicht nicht, zumindest kann sie nicht nachhaltig durchgesetzt werden. Darum sind diese Damen besonders häufig mit dem Tripper oder einer ähnlichen Erkrankung infiziert. Wer mit einer solchen Prostituierten Verkehr hat, sollte sich danach so schnell als möglich testen lassen, um eine Behandlung so früh es geht beginnen zu können und andere negative Folgeeffekte damit zu vermeiden.

Alles in allem also lässt sich zusammenfassend erwähnen, dass ein Besuch bei einem Arzt in regelmäßigen Abständen erfolgen sollte, wenn man auf Nummer sicher gehen will, dass man nicht am Tripper oder einer anderen Geschlechtskrankheit leidet. Dies gilt insbesondere für ohnehin besonders gefährdete Personen wie Prostituierte, Personen mit vielen Sexualpartnern etc. Wer sich an diese Maßregen hält, sollte glücklicherweise nur sehr wenige dahingehende Probleme haben.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung von Tripper zielt darauf ab, die Gonokokken abzutöten. Dies gelingt am besten mit Antibiotika. Die IUSTI (The International Union against Sexually Transmitted Infections) befürwortet die Gabe einer Kombination der Antibiotika Ceftriaxon und Azithromycin. Vor wenigen Jahrzehnten war noch die Behandlung mit Penicillin üblich. Mittlerweile sind jedoch viele der Gonokokkenstämme gegen Penicillin resistent.

Die meisten Patienten erhalten die Antibiotika einmalig in Form von Tabletten oder einer Injektion verabreicht, und der Tripper kann vollständig ausheilen. Auf jeden Fall ist eine ärztliche Kontrolle nach Beendigung der Antibiotikaeinnahme erforderlich, und die Behandlung sollte keinesfalls frühzeitig beendet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Resistenzen bilden. Die ärztliche Kontrolle gibt schließlich Aufschluss darüber, ob die Therapie erfolgreich war oder nicht: Es gilt nachzuprüfen, ob tatsächlich keine Gonokokken mehr zu finden sind. Erst dann, wenn feststeht, der Patient ist wieder ganz gesund, kann er keine Erreger mehr weitergeben. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte der Betroffene vorsichtshalber auf Geschlechtsverkehr verzichten, um den jeweiligen Partner nicht zu infizieren.

Jede Person, die mit einem infizierten Mann oder mit einer infizierten Frau Kontakt hatte, ist aufgefordert, sich untersuchen zu lassen. Sollte sich herausstellen, dass eine Infektion stattgefunden hat, ist ebenfalls ein möglichst rascher Therapiebeginn angezeigt. Nur auf diese Weise ist es möglich, die Infektionskette zu unterbrechen und nicht noch weitere Personen mit Tripper anzustecken. Prinzipiell sind die Heilungsaussichten im Fall von Tripper zumeist sehr gut. Vor allem, wenn die Behandlung mit geeigneten Antibiotika frühzeitig beginnt und auch zu Ende gebracht wird, heilen die Entzündungen komplett aus. Sollte eine Therapie jedoch erst relativ spät beginnen, können sich Komplikationen und/oder Folgeerkrankungen einstellen. Dies ist natürlich erst recht wahrscheinlich, wenn ein Tripper gänzlich unbehandelt bleibt.

Als Beispiele für mögliche Folgeerkrankungen sind Gelenkentzündungen und bleibende Unfruchtbarkeit zu nennen. In äußerst seltenen Fällen können Gonokokken sogar bis zum Herzen oder zur Hirnhaut vordringen und Entzündungen hervorrufen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Bei der Gonorrhoe ist, wie bei beinahe allen anderen Geschlechtskrankheiten auch, die Vorbeugung das beste Mittel der Behandlung. Denn es handelt sich in den allermeisten Fällen und schlichtweg vermeidbare Erkrankungen. Einmal abgesehen von Vergewaltigungen und angeborenen Sexualleiden. Ansonsten sind alle Geschlechtskrankheiten mehr oder weniger gut vermeidbar.

Impfungen und dergleichen gibt es bei Geschlechtskrankheiten in aller Regel keine. Auch reguläre Behandlungen wären zumeist unnötig, wenn die meisten Menschen einem etwas strikteren moralischen Kompass folgen würden und ihre Sexualpartner nicht allzu häufig wechselten. Auch der Umgang mit Prostituierten welchen Geschlechts auch immer stellt ein enormes Risiko dar, sich mit dem Tripper oder einer anderen sexuell übertragbaren Erkrankung zu infizieren.

Tatsächlich lässt sich bereits seit Jahrzehnten ein moralischer und sittlicher Verfall vorallem in den westlichen Nationen beobachten. Dieser führt auch dazu, dass die Menschen sehr viel laxer und nonchalanter mit ihrer Sexualität umgeht. Häufig wechselnde Partner, One Night Stands mit Fremden und weniger Vorbehalte über eine „schnelle Nummer“. Diese Entwicklung ist weder negativ noch positiv zu beurteilen und spiegelt lediglich den Zeitgeist wider. Dennoch lässt sich klar erkennen, dass dieses Verhalten die Zunahme gewisser sexuell Übertragbarer Erkrankungen verursacht hat. Andere Geschlechtskrankheiten dagegen nehmen seit Jahren ab. Das ist damit zu begründen, dass zwar die Sitten etwas lascher sind, dafür aber die Aufklärung eine breitere Masse erreicht hat und die Menschen sich in der Regel darüber im Klaren sind, wie man sich vor Krankheiten im Allgemeinen oder Geschlechtskrankheiten im Speziellen schützt. Dieser Widerspruch lässt sich anhand vieler Statistiken gut nachvollziehen.

Darüber hinaus kann es sehr sinnvoll sein, zu überprüfen, ob man eventuell einer Risikogruppe angehört. Hierzu kann man sich selbst ein paar Fragen stellen. Diese sind beispielsweise:

  • Habe ich oft wechselnde Sexualpartner?
  • Habe ich öfter One Night Stands mit Fremden?
  • Praktiziere ich ungeschützten Geschlechtsverkehr?
  • Bin ich eine Prostituierte oder pflege ich (regelmäßigen) Kontakt zu Prostituieren und / oder Strichern?
  • Wurde ich von einer Person, die eventuell an Gonorrhoe leiden könnte, bedrängt oder vergewaltigt?

Sollte man auch nur eine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, so ist es notwendig, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen und sei es nur, um auf Nummer Sicher gehen können. Denn, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, kann es vorkommen, dass die Gonorrhoe ohne Symptome auftritt. Dennoch aber hat man sie, nur leider merkt man es in diesen Fällen nicht,. Die Spätfolgen allerdings sind meist dieselben.

Auch hat sich in den letzten Jahren eine vollkommen neue Risikogruppe herauskristallisiert. Nämlich Frauen zwischen ihrem 15. und 25. Lebensjahr. Aufgrund weniger strenger moralischer Grundsätze und einem offeneren Umgang mit Sexualität im Allgemeinen, wie gerade schon beschrieben, sind Personen dieser Gruppe sexuell wesentlich aktiver als noch vor wenigen Jahrzehnten. Überhaupt zählen Mädchen in diesem Alter zu den sexuell am aktivsten Personen, so zumindest ergaben es diverse dahingehend durchgeführte Studien. – Wie dem auch sei. Sollte man sich selbst in dieser Beschreibung wiedererkennen, so ist es von äußerster Wichtigkeit, sich in Regelmäßigen Abständen untersuchen zu lassen.

Manche Mediziner raten sogar dazu, sich jedes Mal auf eine Geschlechtskrankheit hin untersuchen zu lassen, wenn man Geschlechtsverkehr mit einer wenig bekannten oder unbekannten Person hatte. Darüber hinaus sollte man nämliches tun, wenn man einen neuen (auch dauerhaften) Partner hat. Es ist schließlich immer möglich, dass dieser gewisse Altlasten mit in die neue Beziehung bringt. Auf diese Weise kann man einem bösen erwachsen vorbeugen und darüber hinaus dafür sorgen, die Ausbreitung dieser und ähnlicher Erkrankungen flächendeckend zu verhindern.

Ein besonderes Augenmerk sollte man darüber hinaus auf Prostituierte legen. Dies gilt zumindest für Personen, die mehr oder weniger regelmäßigen Umgang mit solchen pflegen. Allerdings gilt es hier ganz klar zu unterscheiden, um welche Art von Prostituierte es sich handelt und wo in der Welt man sich aufhält. In Deutschland ist Prostitution legal und zusätzlich noch an gewisse Pflichten geknüpft. Eine dieser Pflichten besteht darin, die Freudendamen in regelmäßigen Abständen auf Geschlechtskrankheiten hin untersuchen zu lassen. Erst bei einer bestätigten diesbezüglichen Unversehrtheit, bekommen sie grünes Licht und dürfen ihrer Arbeit nachgehen. Sollte ein Bordellbetreiber auf eine solche Untersuchung verzichten oder die Ergebnisse verfälschen, so drohen empfindliche Strafen.

Bei freischaffenden Prostituierten jedoch kann eine solche Unversehrtheit von Geschlechtskrankheiten nicht garantiert werden. Darum ist gerade bei Prostituierten vom Straßenstrich besondere Vorsicht angesagt. Man sollte sich die Damen oder den Herren vor Vollzug des Geschlechtsaktes genauer betrachten und sie oder ihn im Zweifelsfalle abweisen. Denn auch ein Kondom bietet nur einen gewissen Schutz.

Überhaupt sollte man sich nicht komplett auf die Sicherheit von Kondomen verlassen. Sicherlich bieten diese den besten Schutz gegen eine Ansteckung, von Abstinenz einmal abgesehen, aber eine vollkommene Sicherheit garantieren auch diese nicht. Nichtsdestotrotz sollte man auf keinen Fall und unter keinen Umständen auf die Benutzung eines solchen verzichten, wenn man das gegenüber nicht gut kennt oder man sich noch nicht hat untersuchen lassen. Denn wie bereits erwähnt, bemerkt man die Gonorrhoe nicht immer, das bedeutet allerdings nicht, dass dadurch auch eine Übertragung auf andere Leute ausgeschlossen ist. Die Verwendung eines Präservativs ist darum der richtige und der verantwortungsbewussteste Schritt, den man ergreifen kann, wenn Abstinenz nichts für einen ist. Wer leichtfertig auf ein Kondom verzichtet gefährdet damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Zusätzlich sollte man auch davon absehen, sexuellen Kontakt zu Prostituierten im Ausland zu suchen. Denn dort sind die Richtlinien zumeist wesentlich lascher als hierzulande, wenn sie denn überhaupt vorhanden sind. Es kommt darum nicht selten vor, dass sogenannte „Sextouristen“ mit einem sehr unangenehmen Andenken an die Reise wieder nach hause zurück kommen. Hierbei ist eine Gonorrhoe oftmals noch ein eher verschmerzbares Übel. Geschlechtskrankheiten wie die Syphilis dagegen können noch wesentlich gravierender sein.

Alles in allem also lässt sich zusammenfassen, dass eine Prävention im Falle von Geschlechtskrankheiten wohl die beste Behandlung ist. Wer sich sich rechtzeitig dazu entschließt das richtige zu tun und einen verantwortungsbewussten Umgang mit seiner Sexualität pflegt, wird weitaus seltener Opfer einer dieser Leiden. Eine vollkommene Sicherheit gibt es jedoch nie. Nichtsdestotrotz kann das einzelne Individuum die Chancen darauf, sich mit dem Tripper zu infizieren um ein Vielfaches senken, wenn man die oben genanten Maßregeln beherzigt und sich nicht leichtfertig auf sexuelle Abenteuer einlässt.

Wer sich vorausschauend und adäquat verhält, der braucht sich um Geschlechtskrankheiten also kaum Sorgen zu machen.


Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung ist grundsätzlich von dem Ort abhängig, an dem man sich befindet. In Europa, Nordamerika usw. ist die Prognose sehr gut. Im Grunde hat man dort von der Gonorrhoe nicht allzu viel zu befürchten. Patienten in Entwicklungsländern jedoch haben hier in aller Regel weitaus größere Probleme. Eine Behandlung hier ist entweder nicht möglich, da es keine Ärzte gibt oder Betroffenen können die Medikamente nicht bezahlen.

Man sollte also, wenn man sich beispielsweise im Urlaub mit dem Tripper infiziert, sofort selbigen abbrechen und zurück in sein Heimatland fliegen und sich dort behandeln lassen. Dann sieht die Prognose wieder sehr gut aus. Wer dies aus welchen Gründen auch immer unterlässt, verdüstert seine Prognose immens. Zwar ist der Tripper damit immer noch nicht eine direkte Gefahr für Leib und Leben des Erkrankten, aber die potentiellen negativen Begleiterscheinungen stellen sich wesentlich häufiger ein und sind darüber hinaus auch nicht selten wesentlich intensiver. Nicht zuletzt darum hat jeder Erkrankte seine Prognose ein Stück weit auch selbst in der Hand.

Dennoch sollte man sich nicht bereits auf der sicheren Seite wägen, nur weil man sich zur Zeit in Europa oder in Nordamerika aufhält. Auch hier kann es vorkommen, dass die Schulmedizin nicht dazu imstande ist, einem weiterzuhelfen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das vorliegende Leiden lange zeit nicht also solches zu erkennen war und sich darum mehr oder weniger ungestört ausbreiten konnte. Denn bisweilen ist es tatsächlich möglich, dass der Betroffene nichts von seinem Schicksal ahnt und die Gonorrhoe über Monate oder gar Jahre mit sich herumschleppt, ohne etwas davon zu wissen oder zu merken. Das ist natürlich besonders gefährlich und wohl die schlimmste Art der Erkrankung.

Aufgrund des Ausbleiben von Symptomen, bleibt auch eine entsprechende Behandlung aus und die Erreger wirken im Verborgenen fort und fort, bis es schließlich für den Erkrankten zu spät ist und man ihm nicht mehr helfen kann. Besonders diese Fälle sind es, die zu einer dauerhaften Störung der Funktion der Gelenke führen

Somit ist jedermann dazu aufgefordert sich, auch ohne entsprechende Verdachtsmomente, in regelmäßigen Abständen auf Tripper hin untersuchen zu lassen. Alles andere wäre sich selbst und seinem Umfeld gegenüber vollkommen verantwortungslos. Vorallem wenn man ein sexuell aktives Individuum ist. Man sollte nämlich nie vergessen, dass man als Träger dieses Leidens maßgeblich an dessen Fortbestand und Verbreitung beteiligt ist.

Alles in allem lässt sich die Prognose also nur dann merklich verbessern, wenn man etwas Eigeninitiative zeigt und in regelmäßigen Abständen einen Arzt aufsucht, um sich dort auf einen eventuellen Tripper oder eine andere Geschlechtskrankheit hin untersuchen zu lassen. Denn gerade dann, wenn die Krankheit bereits sehr früh erkannt wurde, ist es möglich eine Behandlung ebenso sehr früh anzusetzen und halbwegs unbeschadet aus der Sache wieder rauszukommen. Des Weiteren schützt man auf diese Art und Weise auch sein Umfeld. Denn wer um sein Gonorrhoe weiß und ein halbwegs verantwortungsbewusstes Individuum ist, wird natürlich versuchen, die Krankheit nicht weiterzutragen und unbeteiligte Dritte auf diese Art und Weise sinnloserweise zu gefährden.

Dennoch ist die Prognose alles in allem nicht schlecht. Den meisten Betroffenen kann sehr gut medikamentös geholfen werden und die zu erwartenden Langzeitschäden sind doch eher gering, wenn sie denn überhaupt auftreten. Vorausgesetzt natürlich, dass man sich behandeln lässt. Wer auf eine schulmedizinische Behandlung verzichtet, wird mit wesentlich gravierenderen Konsequenzen zu kämpfen haben und seine Prognose darüber hinaus stark verdüstern.


Geschlechtskrankheiten vermeiden

Geschlechtskrankheiten sind schon seit sehr langer Zeit eine große Bedrohung für viele Menschen. Von diesen Erkrankungen geht zurecht eine sehr bedrohliche Aura aus und viele Personen haben Angst, sich mit einem solchen Leiden zu infizieren. Dabei wäre es ein Leichtes, sich komplett davor zu schützen. Beispielsweise indem man einfach abstinent lebt. Erfahrungsgemäß sind allerdings nicht zu viele Menschen Anhänger dieses Lebensmodells und ziehen andere Arten und Weisen vor, sich vor Geschlechtskrankheiten zu schützen. Bisweilen kann es auch schon sehr hilfreich, sich einfach an einen festen Partner zu halten und keine häufig wechselnden Partnerschaften einzugehen und vollständig auf One Night Stands zu verzichten. Mehr braucht es schon oftmals gar nicht, um vor Geschlechtskrankheiten sicher zu sein.

Allerdings kann es einen dennoch immer treffen, gleichwohl wie vorsichtig man nun ist oder nicht. Schließlich und endlich gibt es auch anderen Verbreitungswege für Geschlechtskrankheiten, als nur den den reinen Verkehr. Auch kann es, vornehmlich Frauen und jungen Knaben, passieren, dass die sexuell bedrängt oder gar vergewaltigt werden. Litt der Aggressor an einer Geschlechtskrankheit, wie beispielsweise der Gonorrhoe, so ist eine Ansteckung nicht auszuschließen, auch wenn man sonst alles richtig gemacht hat. Allerdings handelt es sich hierbei um zugegebenermaßen extreme Beispiele. Es gibt nur sehr wenige bekannte Fälle von einer Ansteckung mit Tripper durch eine Vergewaltigung. Zumindest kommt dies hierzulande und auch im restlichen Europa, wenn man den Statistiken glauben darf, so gut wie nie vor.

Auch Menschen, die regelmäßigen Kontakt zu Prostituierten pflegen sollten sich besonders schützen. Prostituierte und Stricher haben von Berufswegen her sehr viel Geschlechtsverkehr. Da kann es leicht einmal passieren, dass man sich, selbst bei sehr guten Vorsichtsmaßnahmen, mit einer Geschlechtskrankheit infiziert. Diese können ebenso schnell weitergegeben werden, wie man sie auch bekommt. Darum sollte man als Freier niemals auf ein Kondom verzichten! Auch sollte man bei Kontakt mit einer männlichen Prostituierten, sprich einem Stricher nicht darauf verzichten, auch dieser ein Kondom trägt. Vorallem wenn es zu Analverkehr oder oralem Verkehr kommt. Alles andere wäre sich selbst und dem / der Prostituierten gegenüber vollkommen verantwortungslos.

Besonders in Pflicht sind darüber hinaus homosexuelle Männer. Diese leiden überdurchschnittlich oft an sexuell übertragbaren Erkrankungen. Dies liegt zum einen daran, dass sie häufig wechselnde Sexualpartner haben und zum anderen daran, dass die Gefahr einer Ansteckung bei Analverkehr und oralem Verkehr besonders hoch liegt. Darum sollte auch in diesen Kreisen gelten: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Überhaupt kann man wirklich nicht überbetonen wie effektiv man Geschlechtskrankheiten vermeiden kann, indem sich einfach vorausschauend verhält und keine unnötigen Risiken eingeht. Sex um jeden Preis ist nicht immer der richtige Weg, wenn man gesund bleiben will. Darum ist es wichtig zu lernen, auch einmal nein zu sagen! Und das gilt in gleichem Maße für Frauen und Männer. Auch sollte man niemals auf ein Kondom verzichten, wenn man sich der Gesundheit des Gegenübers nicht zu 100% sicher sein kann. Da dies selten der Fall ist, ist ein Präservativ quasi immerzu Pflicht.

Einen retrospektiven Schutz bei sexuell Übertragbaren Krankheiten gibt es kaum. Das heißt kurzum, dass es keine schnellen Wundermittel gibt, die eine solche Erkrankung binnen kürzester ausmerzen könnten. Wer sich einen Tripper, die Syphilis oder sogar hiv zugezogen hat, muss oftmals lernen, mit den Konsequenzen zu leben. Dies gilt zugegebenermaßen aber stärker für Syphilis und hiv als für den Tripper. Dieser kann meistens geheilt werden. Aber eben auch nicht immer. Dieses Umstandes sollte man sich immer bewusst sein. Besonders in letzter Zeit tauchen vermehrt Tripper Erreger auf, die nicht mehr mit den herkömmlichen Mitteln in den Griff zu bekommen sind. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch in nicht wenigen Fällen lebensbedrohlich. Also noch ein Grund mehr, warum man auf jeden Fall Vorsicht walten lassen und seinen Verstand gebrauchen sollte, wenn es zu sexuellen Kontakten kommt. Viele Leute schalten bei diesem Thema zwar gerne ihren Kopf aus, aber durch dieses verantwortungslose Verhalten kommt es nicht selten zu gravierenden gesundheitlichen Gefährdungen – und das nicht nur von sich selbst, sondern auch von anderen.

Eine Vermeidung von sexuell übertragbaren Erkrankungen ist also im Grunde sehr einfach. Nur setzt leider bei sehr vielen Menschen der Verstand aus, wenn zu sexuellen Handlungen kommt und sie ignorieren offensichtliche Gefahren und Risiken zugunsten einer schnellen Nummer und haben dann oftmals mehrere Jahre mit den Folgen zu kämpfen.

Wer also seinen Kopf benutzt und sich nicht einzig und alleine auf sein persönliches Vergnügen kontrolliert, läuft wesentlich geringere Gefahr, sich mit einer der gefürchteten sexuellen Erkrankungen zu infizieren. Schwierig ist es also bei allem nicht, ein Leben gänzlich frei von derartigen Erkrankungen zu führen und wer sich damit ansteckt, hat dies oftmals selbst zu verschulden. Sicherlich gibt es auch hier Ausnahmen, aber in aller Regel ist bei Geschlechtskrankheiten jeder seines eigenen Glückes Schmied und sollte die Verantwortung nicht auf andere Personen abwälzen. Allerdings sollte man auch anderen Personen gegenüber offen und ehrlich sein und zugegeben, wenn man an einer Krankheit leidet, die sich auf den potentiellen Sexualpartner übertragen könnten. Leben und leben lassen.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei den alternativen Heilmethoden verhält es sich ähnlich, wie bei den Hausmitteln. Es gibt durchaus Ansätze, diese sind aber eher zu ignorieren, weil sie die Krankheit nicht ausmerzen können. Und dies sollte, wie bereits erwähnt, das einzige Ziel einer Behandlung im Falle der Gonorrhoe sein.

Personen, die eine vollständige Heilung des Trippers ohne die Gabe von Antibiotika versprechen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als Kurpfuscher. Darum sollte man sich mit dieser Krankheit lediglich an einen studierten Mediziner wenden und nicht an einen Heilpraktiker. Diese leisten zwar nicht zu unterschätzende Arbeit und haben nachweislich vielen Leuten bei der Heilung verschiedenster Krankheit gut geholfen, aber bei einer Gonorrhoe können sie nichts tun. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Man kann an dieser Stelle nur die bereits schon erwähnten präventiven Maßnahmen abermals anführen:

  • Sexuelle Enthaltsamkeit
  • Keinen Kontakt mit Prostituierten, Strichern usw.
  • Monogamie

Welche Hausmittel können helfen?

Ausgehend von der Tatsache, dass die Gonorrhoe ein so altes Problem ist, haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele Hausmittel gegen dieses Leiden entwickelt. Die meisten sind jedoch eher nutzlos und gehören in das Reich der Quacksalberei. Überhaupt versprechen keine von ihnen Heilung. Lediglich Linderung der Symptome. Dies sollte jedoch im Falle einer Syphilis nicht an erster Stelle stehen. Darum sollte man sich höchstens unterstützend an Hausmitteln bedienen, nicht aber aber Ersatz einer schulmedizinischen Therapie.

Vorallem ist es sehr wichtig, sich regelmäßig zu reinigen und etwaige austretende Wundflüssigkeit so gut es geht zu beseitigen. Das hilft zwar nicht direkt bei der Heilung, trägt allerdings dazu bei, die hygienischen Zustände zu verbessern und hilft somit dabei, zumindest diesem Problem Herr zu werden. Ansonsten ist von Hausmittel Grundsätzlich eher abzuraten. Zumindest wenn diese ausschließlich und nicht lediglich Unterstützend zu einer schulmedizinischen Behandlung Anwenden finden. Vorallem aber Finger weg von Wunderdoktoren im Ausland. Wer sich im Urlaub mit dem Tripper ansteckt, sollte auch im Rlaubsland einen richtigen Arzt aufsuchen und sich nicht den örtlichen Wunderheilern ausliefern. Diese veranstalten zumeist nur viel Budenzauber um am Ende geschieht nichts oder das Krankheitsbild verschlechtert sich sogar noch.

Einige Beispiele:

  • Sexuelle Abstinenz
  • Beschränkung auf einen Sexualpartner
  • Benutzung von Präservativen
  • Häufige Reinigung der Genitalien

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Buchsabum
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Lavendel
  • Schafgarbe
  • Fenchel

Alle der gerade erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Tablette darzureichen. Hierbei sind die Arten der Einnahme oftmals nur als geringfügig auf die Wirkung einzustufen. Auch eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen. Eine solche ist besonders im Falle von Geschlechtskrankheiten zu empfehlen, da sie direkt auf die Haut aufzutragen ist. Zur Herstellung einer solchen gebe man die erwähnten Kräuter in zerlassenes Schmalz, wobei es egal ist, ob die Kräuter frisch oder getrocknet sind und lasse diese Mischung auskühlen und verfestigen. Insofern man eine stärkere oder feinere Salbe oder Creme haben will, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Bergamotte
  • Nelke
  • Ylang Ylang
  • Anis
  • Kümmel
  • Ackerminze

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Gonorrhoe sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

  • Causticum
  • Dulcamara
  • Sulfur
  • Rhus toxicodendron
  • Arsenicum album
  • Thuja

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische Behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 3 und 15
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 8 Globuli

Man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf den Tripper gibt es keine. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Probleme im Bezug auf Nahrung zeigen sich bei einigen starken Befall des Organismus und damit einhergehenden Beschwerden vor allem darin, dass diese teilweise mit einer merklichen Gewichtsabnahme einhergehen. Dies schwächt den Körper insgesamt. So sollte bei der Nahrungsaufnahme darauf geachtet werden, dass dem Körper genügend Kalorien zugeführt werden. Dafür eignet sich der Konsum von Vollkornprodukten, Nüssen und fettreichem Seefisch. Abhängig ist dies aber selbstverständlich davon, was ein Betroffener verträgt. Abzuraten ist aber generell von einer veganen oder vegetarischen Ernährung, wenn eine starke Erkrankung vorliegt. Diese ermöglicht in der Regel nicht die Kalorienmenge, welche für den Patienten während der Therapie notwendig ist. Auch sollte die entsprechende Energie nicht aus ungesunden, also stark fettigen oder gezuckerten Lebensmitteln gewonnen werden, da hierdurch weitere Probleme bezüglich der Verdauung eintreten können.

Bei genereller Appetitlosigkeit sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper genug Energie, ohne dass der Patient mit einem Mal üppige Speisen verzehren muss.

Es gibt also keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Tripper-Patienten erstellt worden sind. Aber auch kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch Gonorrhoe belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist die Gonorrhoe tödlich?

Es handelt sich hierbei um eine nur selten tödlich verlaufende Krankheit. Darum sollte man nicht vom schlimmsten ausgehen. Vorallem in unseren Breitengraden kommt es nur sehr selten zu Todesfällen durch Tripper. Die zu beobachtenden tatsächlichen Fälle lassen sich europaweit beinahe an einer Hand abzählen. Schlimmer ist es für Personen, die in Entwicklungsländern leben und keinen ausreichenden Zugang zu Medizin haben. Diese sterben weitaus häufiger an diesem Leiden. Nichtsdestotrotz sollte man sich hierzulande keine großen Sorgen über einen tödlichen Ausgang der Gonorrhoe machen müssen.

Reichen Kondome aus, um einer Ansteckung zu entgehen?
Nein. Sicherlich senken Präservative die Chancen einer Infektion ungemein stark ab, dennoch bieten sie keinen 100%igen Schutz gegen den Tripper. Man sollte allerdings trotzdem nicht auf die Verwendung von Kondomen verzichten, wenn man sexuellen Kontakt zu anderen Personen aufnimmt, die man nicht allzu gut geht. Vorsorge ist besser als Nachsorge. Darüber hinaus kann man eine Gonorrhoe nicht immer gleich als solche erkennen, da sie durchaus auch ohne jegliche Symptome verlaufen kann. Das heißt, dass grundsätzlich von jeder Person ein potentielles Ansteckungsrisiko ausgeht und man dahingehend aufpassen sollte.

Ist die Krankheit schmerzhaft?
Nicht wirklich. Zumindest nicht am Anfang. Je länger das Leiden jedoch anhält, desto schmerzhafter wird es. Vorallem dann, wenn sich diverse Entzündungen bilden. Auch fällt einem das Wasserlassen sehr schwer. Teilweise kann dabei ein so starker brennender Schmerz entstehen, dass es den Betroffenen nicht mehr möglich ist, ihre Blase in einem Durchgang komplett zu entleeren. Das ist nicht nur zusätzlich schmerzhaft, sondern auch noch sehr unhygienisch. Sollte man zu den unglücklichen Menschen wenigen hören, die keine zureichende Behandlung erhalten haben, so ist es darüber hinaus nicht auszuschließen, dass sich gravierende Langzeitschäden einstellen. Insbesondere die Gelenke sind dann oftmals betroffene und bereiten dem Erkrankten Zeit seines Lebens immense Probleme. Dieser Fall tritt allerdings nur dann auf, wenn, wie gerade erwähnt, keine ausreichende Behandlung stattgefunden. Das passiert heutzutage und in unseren Breiten so gut wie nie und auch nur dann, wenn der Erkrankte wissentlich und willentliche einer Praxis fernbleibt.

https://www.youtube.com/embed/_zvT4lwdlc8

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (114 Stimmen, Durchschnitt: 4,83 von 5)
Loading...
Top