Herpes


Herpes

Was ist Herpes?

Bei Herpes handelt es sich um eine Viruserkrankung die in zwei unterschiedliche Typen unterteilt wird, da es sich auch um zwei unterschiedliche Viren handelt.

Da wäre zum einen der eher bekannte Lippenherpes (Herpes labialis), zum andern der eher nicht so bekannte Genitalherpes (Herpes genitalis).

Beide Typen können heute problemlos behandelt werden, allerdings verbleibt der jeweilige Virus auch nach erfolgreicher Behandlung im Körper.

Zur Familie der Herpeserkrankungen zählt auch der Herpes Zoster welcher allgemein auch unter dem Namen Gürtelrose bekannt ist.

Ursachen

Der Ausbruch von Herpes wird meist durch körperliche oder aber seelische Schwächung begünstigt. Ursachen können beispielsweise eine Erkrankung, psychischer Stress oder aber auch die Einnahme bestimmter Medikamente sein.

Bedeutet also, wer sich einmal mit dem Herpesvirus, dabei ist egal um welchen Typ es sich handelt, infiziert hat trägt ein hohes Risiko im Laufe seines Lebens immer wieder an Herpes zu erkranken.

Handelt es sich hingegen um eine Erstinfektion, dringen die Herpesviren in die Nervenenden ein und wandern so zum zentralen Nervensystem das aus Rückenmark und Gehirn besteht.

Die Herpesviren setzen sich hier an den Knotenpunkten (Nervenganglien), an denen mehrere Nerven zusammentreffen, ab.

Symptome

Die Symptome sind je nach Virusart unterschiedlich. Gleich ist allerdings die Inkubationszeit der Erkrankung. Bei der Inkubationszeit handelt es sich um die Zeitspanne zwischen Ansteckung und dem erscheinen erster Krankheitsanzeichen.

Diese beträgt bei beiden Typen etwa 3 – 7 Tage, kann allerdings auch deutlich kürzer oder aber erheblich länger dauern. Symptome Lippenherpes Eine Erstinfektion mit dem HSV1 geht meist ohne stärkere äußere Anzeichen einher.

Die für den Lippesherpes typischen Bläschen treten entweder an den Lippen oder an anderen Stellen im Gesicht auf. So kann beispielsweise auch Herpes im Mund auftreten oder aber kann der Virus Herpes Augen befallen.

Kommt es zu einer Rezidiverkrankung, also zu einem erneuten Ausbruch, bemerkt man dies am ersten an einem Spannungsgefühl der Haut. Häufig wird dies begleitet mit einem Jucken und Brennen.

Innerhalb weniger Stunden oder Tage bilden sich an den Lippen oder an anderen Gesichtspartien Bläschen die mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt sind. Bei dieser Flüssigkeit handelt es sich um eine infektiöse Flüssigkeit da sie die Herpesviren beinhaltet.

Innerhalb weniger Tage, manchmal kann es aber auch bis zu zwei Wochen dauern, heilen die Herpesbläschen ab. In Folge dessen trocknen sie aus, es wird eine Kruste gebildet die ganz zum Schluss abfällt.

Symptome Genitalherpes

Im Gegenzug zur Erstinfektion mit dem HSV1 geht der Genitalherpes mit weitaus stärkeren Beschwerden einher. Dies betrifft vor allem all jene die zuvor noch nicht von Lippenherpes betroffen waren.

Die betroffenen Geschlechtsteile schwellen innerhalb von Stunden oder weniger Tage an und es bilden großflächig Bläschen die auch die angrenzenden Hautpartien bedecken. Kam es zu einer Übertragung durch oralen oder aber analen Geschlechtsverkehr kann auch der Enddarm oder der Rachen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die betroffenen Bereiche schmerzen und brennen. Häufig kommt es dabei auch zu einem Anschwellen der Lymphknoten in der Leistengegend das ebenfalls mit Schmerzen einhergeht. Patienten die zuvor noch nie an Lippenherpes erkrankt sind können auch allgemeine Krankheitssymptome wie beispielsweise Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen aufweisen.

Die Rezidiverkrankung des Genitalherpes verläuft in der Regel sehr viel schwächer als die Erstinfektion. Noch bevor es überhaupt zur Bläschenbildung kommt, treten bereits Schmerzen in den betroffenen Körperregionen auf.

Dort bilden sich dann bald unzählige Bläschen die in Gruppen angeordnet erscheinen. Die Schleimhäute bzw. betroffene Hautstellen weisen Rötungen und Schwellungen auf. Weiter Symptome können Schmerzen beim Wasserlassen, glasiger Ausfluss und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sein.

Diagnose

Um eine sichere Diagnose zu erlangen sollte frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden. Sind die Bläschen schon verkrustet kann häufig keine sichere Diagnose mehr gestellt werden.

Um eine Diagnose zu stellen wird meist ein Abstrich aus den Bläschen gemacht. In manchen Fällen werden auch weitere Laboruntersuchungen gemacht um eine eindeutige Diagnose zu stellen.

Behandlung

Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum die Vermehrung der Viren zu verhindern. Dies geschieht in der Regel mit sogenannten Virustatika die gegen Herpes eingesetzt werden.

Diese Medikamente gibt es entweder in Salbenform zum Auftragen oder aber in Form von Tabletten. Geht die Erkrankung mit starken Schmerzen einher ist die Gabe eines Schmerzmittels häufig sinnvoll.

Hausmittel

Das wohl effektivste Hausmittel bei Herpes ist das Auflegen von Teebeuteln die mit schwarzem Tee gefüllt sind. Hier ist Tannin enthalten. Dieser Wirkstoff wirkt sowohl entzündungshemmend als auch anti-viral.

Dafür einfach den kalten oder aber lauwarmen Teebeutel etwa 5 Minuten auf die Bläschen halten. Den Vorgang etwa 2-3 mal täglich wiederholen. Jedoch für jeden Vorgang einen frischen Teebeutel benutzen.

Ein weiteres Hausmittel bei Herpes ist Backpulver. Dies erweist sich vor allem bei der Linderung des Juckreizes und der Austrocknung der Bläschen als echtes Talent. Zur Anwendung einfach etwas Backpulver auf ein Wattepad stäuben und die betroffenen Stellen damit betupfen.

Diese Maßnahme sollte man auch etwa 2-3 mal am Tag wiederholen und auch hier gilt jedes Mal einen neuen Pad verwenden. Insbesondere bei der Heilung der Haut nach einer Herpeserkrankung kann man sich die Wirkung pflanzlicher Öle zunutze machen.

Ringelblumenöl, Hagebuttenöl, Johanniskrautöl oder aber Jojobaöl sind für ihre positiven Eigenschaften hinsichtlich der Wundheilung bekannt. Dafür einfach 1-2mal täglich ein Öl der eigenen Wahl auf die betroffenen Stellen auftragen.

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