HIV

Steckbrief: HIV

  • Namen: HIV; Humane Immundefizienz-Virus; Menschliches Immundefekt-Virus; Menschliches Immunschwäche-Virus
  • Art der Krankheit: Virusinfektion
  • Verbreitung: Pandemie (weltweite Ausbreitung)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1983 durch Luc Montagnier
  • Behandelbar: ja; aber nicht heilbar
  • Art des Auslösers: Retrovirus
  • Wieviele Erkrankte: ca. 35 Millionen Menschen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Immunologe; HIV-Spezialist
  • ICD-10 Codes: B20-B24

HIV – Eine moderne Seuche
HIV
HIV steht für Humanes Immundefizienz-Virus. Unter HIV versteht man eine Infektion mit dem HIV-Virus. Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen. HIV ist eine Pandemie: Weltweit sind gegenwärtig 35 Millionen Menschen infiziert. Das HIV-Virus ist ein Retrovirus, d.h. es besteht aus Ribonukleinsäure (RNA) und einer Proteinhülle. Um menschliche Zellen zu infizieren, braucht das HIV-Virus ein Enzym namens Reverse Transkriptase, welches beim Menschen nicht vorkommt. Wird es im Blut eines Menschen nachgewiesen, gilt dieser als HIV-positiv. Anti-HIV-Medikamente wirken meist gegen die Reverse Transkriptase, eine Heilung ist derzeit aber noch nicht möglich. Man kann HIV positiv sein, ohne AIDS zu haben.

Definition HIV

HIV ist eine Erkrankung zu der jeder Mensch, wenn er nur den Namen derselben hört, ein Bild im Kopf hat. Zumindest können sich die meisten Menschen grundsätzlich etwas unter HIV vorstellen. Die Vorstellung entspricht allerdings nicht immer der Wahrheit oder tut dies nur in Teilen. Denn obgleich die HIV Aufklärung in den letzten Jahrzehnten ihren Teil dazu beigetragen hat, größeres Verständnis für dieses Leiden in der Welt zu schaffen, so sind diese Informationen doch noch nicht überall in gleichem Maße angekommen.

Daraus ergibt sich bisweilen eine immer noch deutlich spürbare Reserviertheit der vorliegenden Erkrankung gegenüber. Nicht wenige nicht betroffene Menschen verfügen nur über ein geringfügiges Wissen, was die Krankheit angeht und sind darum im Umgang mit betroffenen Menschen verunsichert oder lehnen diesen komplett ab.

Dies geschieht allein oft schon aus der Angst heraus, man könne sich durch den bloßen Körperkontakt mit einer infizierten Person anstecken. Dass sehr viel mehr zu einer Ansteckung gehört als beispielsweise nur bloßes Händeschütteln lassen viele Personen dabei außen vor. Hierbei handelt es sich um alte Ängste, die gerade in der Anfangszeit der öffentlichen Debatte rund um HIV und AIDS geformt und gefördert wurden. Als im Laufe der 1980er Jahre HIV immer mehr in den öffentlichen Fokus rückte, begonnen sich einige Gerüchte hartnäckig einzunisten. Unter anderem auch, dass dieses Leiden sich durch reines Händeschütteln oder Umarmen verbreiten könne. Dem ist natürlich nicht so.

Eine frühe Advokatin für AIDS und HIV, Lady Diana, brüskierte dereinst die Öffentlichkeit, indem sie einem an HIV erkrankten Menschen ohne dabei Gummihandschuhe zu tragen die Hand schüttelte. Dies löste seiner Zeit Wellen der Entrüstung aus, bewies einem breiten Publikum aber auch, dass es nicht gefährlich ist, Infizierte zu berühren. Nichtsdestominder sollte man sich der potentiellen Gefahren, die vom vorliegenden Leiden ausgehen können durchaus bewusst werden und diese keinesfalls unterschätzen.

Noch gibt es keine Heilung für HIV oder die daraus resultierende Erkrankung AIDS. Zwar gibt es einige Medikamente, die dabei helfen können, die Symptome zu unterdrücken und hinauszuzögern, aber von einer Heilung lässt sich hier dennoch nicht sprechen. Darüber hinaus sind diese Medikamente immens teuer und stehen damit nur einigen sehr privilegierten Personen zur Verfügung. Sprich der Bevölkerung der sogenannten ersten Welt. Betroffene in den Ländern Afrikas oder Asiens haben zumeist keine Chance, sich mittels Medikamente zu helfen und müssen schlicht und einfach lernen, mit dem Virus und seinen Folgen zu leben.

Alles in allem sind diese Medikamente, wie bereits erwähnt, immens teuer. Sicherlich helfen sie betroffenen dabei, ihr Leiden im Zaum zu halten und gewährleisten damit eine allgemein höhere Lebensqualität, aber die Rechnung geht nicht immer auf. Da die meisten Krankenkassen die Kosten für diese Medikamente entweder im vollen oder zumindest in einem großen Umfange übernehmen, wird die Solidargemeinschaft immens belastet. Nicht wenige Personen fordern darum, Medikamente für HIV nur noch gegen eine höhere Selbstbeteiligung herauszugeben. Sinn und Widersinn dieser Thematik ist hier zwar nicht zu erörtern, dennoch sollte man im Hinterkopfe behalten, dass beide Seiten gute Argumente vorlegen können, um ihre Behauptungen zu stützen.

Letzteres ist insbesondere dann interessant, wenn die erkrankten Person sich wissentlich und vorallem willentlich mit HIV infiziert hat. Denn auch das, so abstrus es klingen mag, ist ein immer wieder auftretendes Phänomen. Man spricht hierbei vom sogenannten „Bugchasing“, seltener auch „Pozzing“. Im Rahmen dieser Prozesse, sucht ein nicht infiziertes Individuum gezielte den Kontakt zu bereits infizierten Personen, um sich von diesen infizieren zu lassen. Dies geschieht zumeist in homosexuellen Kreisen. Die Idee dahinter ist, dass Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, vornehmlich innerhalb der sog. „Gay Community“, bereits zu einem großen Prozentteil an HIV und / oder Aids leiden. Da dieser prozentuale Anteil teilweise deutlich über 50% liegt, bietet es sich für einige Personen an, sich vorsätzlich mit HIV zu infizieren, um keine Angst mehr vor einer Ansteckung haben zu müssen, auf Präservative verzichten zu können und die Krankheit besser kontrollieren zu können.

Hierbei handelt es sich sicherlich um eine Praktik, bei der viele außenstehende Personen zu recht den Kopf schütteln. Auch sollte man nicht davon ausgehen, dass dieses Verhalten innerhalb der Schwulenszene Gang und Gäbe wäre, dennoch mag es wohl öfter vorkommen, als man sich vorstellen will. Solchen Personen nun die Medikamente voll durch die Kasse bezahlen zu lassen, stößt vielen anderen Mitgliedern der Solidargemeinschaft sauer auf und führt immer wieder zu erhitzten Debatten. Gerade wenn man bedenkt, dass manche Kosten für Medikamente nicht selbst verschuldeter Leiden nicht komplett oder gar nicht von der Kasse getragen werden und die Patienten somit mehr oder weniger auf sich alleine gestellt sind, während diese Personen ihren bereits an Wahn grenzende Leichtfertigkeit auch noch finanziert bekommen. Wie dem auch sei, das Phänomen des Bugchasing ist ein tatsächlich immer wieder vorkommendes Verhalten, das in gewissem Maße dazu beiträgt, die Krankheit zu verbreiten.

Allerdings muss man der Vollständigkeit halber erwähnen, dass der prozentuale Anteil von wissentlich infizierten Personen immens gering ist und kaum kaum ins Gewicht fällt. Vorallem dann nicht, wenn man die Verbreitung der Erkrankung auf einem internationalen Niveau betrachtet.

Darüber hinaus umgeben HIV und Aids viele Mythen. Da das Erscheinen auf der Bildfläche der Weltgeschichte relativ spontan schien, können sich viele Menschen nicht recht erklären, wie es dazu kam, sprich wieso die Krankheit plötzlich auftauchte, wenn es sie zuvor noch nicht gab. Darum hat dieser Virus, wie kaum ein anderen Leiden, das Entstehen von Verschwörungstheorien angefeuert. Manche Stimmen gehen sogar so weit zu behaupten, dass es sich hierbei um einen speziell biochemisch entwickelten Erreger handelt, der gezielt in Afrika ausgesetzt wurde, um die Bevölkerung dort auszudünnen und somit ein besseres Equilibrium zu schaffen und in der Lage zu sein, die dortige Situation besser zu kontrollieren. Tatsächliche Beweise für diese Theorie lassen sich jedoch keine finden, nichtsdestominder hält sich dieses Gerücht teilweise hartnäckig. Besonders in Afrika selbst benutzt man diese Behauptungen immer wieder, um Druck auf westliche Staaten auszuüben oder um den politischen Wahlkampf anzuheizen.

Dieser Theorie zuwider stehen neuere Annahmen die Krankheit betreffend. Zwar benannten und erkannten Forscher das vorliegende Leiden erst im Jahre 1981, dennoch lassen sich einige Fälle retrospektiv auch als HIV bzw. AIDS kategorisieren. So geht man allgemein hin davon aus, dass es bereits Mitte der 1960er Jahre zu einem Ausbruch von AIDS in Norwegen kam. Die Beweise dafür sind allerdings nur theoretischer Natur, da die eventuell betroffene Person bereits verstorben ist. Nichtsdestotrotz sprechen die Fakten dafür.

Die Frage nach den Ursprüngen von HIV ist jedoch immer noch nicht vollends geklärt. Die gängige Lehrmeinung geht dahin zu behaupten, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine vom Tier auf den Menschen übertragene Krankheit handelt. Sie sei zunächst in Primaten entstanden und habe sich also auf den Menschen übertragen können. Das ist innerhalb der Medizin kein seltenes Phänomen. Insbesondere sexueller Verkehr mit infizierten Primaten trägt in erhöhtem Maße dazu bei, die Krankheit schnell zu verbreiten. Insbesondere in Afrika beheimatete Primaten scheinen dieses Virus in sich getragen zu haben. Dies erklärte auch, die enorme Prävalenz der Erkrankung auf dem afrikanischen Kontinent.

Dieser Theorie rund um den Ursprung der Krankheit stehen jedoch noch einige andere Theorien gegenüber. Diese sind allerdings weniger gut belegt und werden von der Fachwelt größtenteils abgelehnt. Hierunter fällt unter anderem die Behauptung, es handle sich bei dem HIV Virus um eine unintentionell erschaffene Krankheit, die aufgrund mangelnder hygienischer Bedingungen während der Behandlung von Malaria entstanden sein könnte. Ebenso behaupten einige Forscher, es handle sich bei HIV um eine Weiterentwicklung der Syphilis. Diese Theorie gilt in der Fachwelt jedoch als äußerst umstritten und wissenschaftlich kaum tragbar.

Zudem sollte man an dieser Stelle noch einmal anführen, dass man, um an AIDS leiden zu können, zuvor mit dem HIV Virus infiziert sein muss. Es handelt sich bei demselben sozusagen um die Vorstufe. Tatsächlich kann man davon ausgehen, dass die zu erwartenden Symptome bei einer reinen Infektion mit HIV relativ geringfügig ausfallen oder gar ganz ausbleiben. Erst das Asbrechen von Aids verursacht die bekannten und gefürchteten Symptome, wie Immunschwäche und dergleichen mehr.

Ohne eine effektive und gut abgestimmte medikamentöse Behandlung ist davon auszugehen, dass eine Person nach einer Infektion mit HIV noch etwa zwischen 5 und 10 Jahren zu leben hat. Hierbei kommt es sehr stark auf die individuelle Stärke des Immunsystems der einzelnen Person an.

Die Infektion an sich kann auf viele verschiedenen Arten stattfinden. Hierbei kommt es aber sehr stark auf den korrespondierenden Subtypus der Erkrankung an. Die häufigsten Ursachen sind der Austausch von Blut, Ejakulat, Vaginalsekreten und oder Brustmilch. Nicht zuletzt darum ist es von größter Wichtigkeit, bei Sexualkontakt mit unbekannten Personen, insbesondere Prostituierten, immer ein Kondom zu tragen. Dadurch lässt sich zwar eine Ansteckung nicht zu 100% ausschließen, aber das Risiko senkt sich immens ab und es kommt weitaus seltener zu einer tatsächlichen Übertragung des Virus.

Über den Speichen überträgt sich das Virus nur sehr schlecht bis gar nicht, darum ist es sehr unwahrscheinlich, wenn nicht gar unmöglich, sich beispielsweise durch Küssen anzustecken. Auch bei einer Fellatio ohne Präservativ ist es eher unwahrscheinlich das Virus zu übertragen, gleichwohl die Wahrscheinlichkeit durchaus besteht und man darum auch bei dieser sexuellen Praktik eher nicht auf das Tragen eines Kondoms verzichten sollte. Gerade dann, wenn man selbst um eine etwaige Infektion weiß.

Die Tatsache, dass sich HIV auf mittel der Brustmilch übertragen kann erklärt, warum so viele Kinder in Afrika bereits von diesem Leiden betroffen sind. In Europa oder Nordamerika dagegen findet eine Übertragung des Virus beim Stillen kaum bis nie statt. Die Aufklärung hier ist dafür zu umfassend und werdende Mütter, die mit HIV infiziert sind, werden gut darin beraten, was sie zu tun und zu lassen haben, damit das zu erwartende Kind nicht bereits mit diesem Virus auf die Welt kommt.

Interessanterweise ist das HIV-Virus nicht sonderlich schnell. Es agiert recht langsam. Bisweilen kann es Jahre oder gar Jahrzehnte im Organismus des Infizierten vorhanden sein, ohne auszubrechen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass jeder nicht jeder, der mit HIV infiziert ist, auch gleichzeitig AIDS haben muss. Nichtsdestoweniger wird es früher oder später unweigerlich ausbrechen. Bisher gibt es keine vollständigen Kuren für dieses Leiden. Dennoch verfügt die moderne Schulmedizin über Möglichkeiten, den Betroffenen einen vergleichsweise angenehmes Leben trotz der Erkrankung zu ermöglichen.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassend erwähnen, dass man die Gefahren, die potentiell von HIV ausgehen, gleichwohl sie mittels modernen Medikamente relativ gut im Zaum gehalten werden können, auf keinen Fall unterschätzen sollte. Es ist von immenser Wichtigkeit, sie nach Möglichkeit immer zu schützen und das Thema HIV und Aids offen anzusprechen, wenn man mit einem unbekannten Sexualpartner interagiert.

Darüber hinaus finden sich sehr viele Selbsthilfegruppen und sonstige Vereine für betroffene Personen oder die Angehörigen betroffener Personen. Dort findet ein reger Austausch statt und man sich Anregungen darüber holen, inwieweit man mit dem Virus umgehen sollte und wie das Leben fortan zu gestalten sei.

Des Weiteren sollte man, insofern man selbst betroffen ist, immer mit offenen Karten spielen. Sicherlich muss man seine Kondition nicht gleich jedem ungefragt auf die Nase binden, dennoch sollte man es früher oder später erwähnen, dass man mit HIV infiziert ist. Das kann in gewissen Situationen von entschiedener Bedeutung sein. Beispielsweise dann, wenn es darum geht erste Hilfe zu leisten oder Schnittverletzungen zu versorgen. Denn wie bereits erwähnt, ist es möglich, sich mittels der Übertragung von Blut zu infizieren. Darum sollte man diesbezüglich auch besser Vorsicht walten lassen. Sollte man sich dennoch allgemein unsicher und oder überfordert fühlen, so ist es durchaus möglich sich, wie bereits erwähnt, in den dafür zuständigen Einrichtungen Hilfe zu suchen und zu lernen, mit der Krankheit zu leben und gut damit umzugehen.

Man versteht darunter ein Krankheitsbild, bei dem opportunistische Infektionen und Tumore als Folge einer HIV-Infektion auftreten. Da die Ansteckung mit HIV häufig durch ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgt, zählen viele Leute AIDS zu den Geschlechtskrankheiten. Die rote Schleife, ein Symbol für die Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken, wurde 1991 von einer New Yorker Künstlergruppe kreiert.

Da weder Heilung noch Impfung möglich sind, ist Prävention gegen die Erkrankung unverzichtbar.
Heilung ist nicht möglich, Ziel der Behandlung ist eine Erhöhung der Lebenserwartung bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität. Medikamente führen zu fehlerhaftem Aufbau der Virus-DNA; da sie aber auch in die Mitochondrien der Körperzellen aufgenommen werden, kommt es zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Nervenschädigungen.


Was ist HIV?

HIV ist die Abkürzung für Humanes Immundefizienz-Virus und bezeichnet sowohl das Virus als auch die Infektion, die es verursacht. Der Name offenbart bereits, dass es sich hier um ein Virus handelt, das das Immunsystem einer Person angreift und schwächt.

Das HI-Virus nistet sich in CD4-tragende Immunzellen ein, zu denen unter anderem T-Zellen (T-Lymphozyten) gehören. Diese sind im Wesentlichen für den Schutz gegen eindringende Bakterien und Viren verantwortlich. Jedes Mal, wenn Krankheitserreger in den Körper eindringen, merken sich diese Zellen verschiedene Merkmale des Erregers und leiten die gesammelten Informationen weiter. Das HI-Virus macht sich diese Eigenschaft zunutze. Denn anstelle von Informationen kopieren und verbreiten infizierte Immunzellen das Virus (mittels reverser Transkriptase). Die Kopien wiederum besetzen andere Zellen. Durch diese permanente Reproduktion kann sich das HI-Virus dauerhaft im menschlichen Körper halten und wird nicht wie andere Viren vom Körper abgestoßen. Wer also einmal mit HIV infiziert ist, bleibt es auch. Im Verlauf der Krankheit dezimiert sich schließlich die Zahl der funktionstüchtigen Immunzellen und der Körper ist nicht mehr in der Lage, Krankheiten abzuwehren.

HIV lässt sich in zwei verschiedene Typen unterteilen:

  • HIV-I: Seinen Ursprung hat HIV-1 in einer Viruserkrankung von Schimpansen. Bei etwa 90 % der Diagnosen liegt dieser Typ vor.
  • HIV-II: Dieser Virus entwickelte sich zunächst beim Mangaben, bevor er auf den Menschen übersprang. Bisher wurde dieser Typ überwiegend in Westafrika diagnostiziert. Er tritt seltener auf als HIV-I, ist weniger leicht übertragbar, verläuft deutlich milder und führt erst im sehr späten Krankheitsverlauf zu AIDS. Dafür ist er im fortgeschrittenen Stadium merklich infektiöser als HIV-I.

Unterschied zwischen HIV und AIDS

Die Begriffe HIV und AIDS werden häufig synonym verwendet. Es handelt sich hier bei allerdings nicht um ein und dieselbe Erkrankung. HIV stellt die reine Virusinfektion dar. AIDS (erworbenes Immundefektsyndrom) wiederum ist eine Folge des Infekts. Da die körpereigenen Immunzellen mit der Produktion des HI-Virus beschäftigt und funktionsgestört sind, haben eintretende Bakterien und Viren leichtes Spiel. Infizierte können auch leichte Erkrankungen nicht mehr abwehren oder bekommen Krankheiten und Krebsarten, die nur sehr selten bei gesunden Menschen auftreten. Von AIDS spricht man letztlich dann, wenn die nur noch sehr wenig CD4-tragende Immunzellen aktiv sind und der Körper bereits von schweren Erkrankungen befallen ist.


Welche Ursachen führen zu HIV?

Die Ansteckung mit dem HI-Virus erfolgt in aller Regel durch Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten. Hierzu gehören vor allem:

  • Blut
  • Sperma
  • Vaginalsekret
  • Muttermilch
  • Liquor (Hirnwasser)

Urin, Tränenflüssigkeit, Kot und Schweiß gehören nicht zu den infektionstragenden Flüssigkeiten. Auch von Speichel geht keine relevante Gefahr aus, da er nur eine minimale Konzentration an HI-Viren aufweist. Die Menge an Speichel, die zum Beispiel beim Küssen oder dem gemeinsamen Benutzen einer Trinkflasche übertragen wird, reicht praktisch nicht für eine Ansteckung aus.

Der häufigste Übertragungsweg für HIV ist ungeschützter Geschlechtsverkehr, unabhängig davon, ob es sich dabei um Anal-, Oral- oder Vaginalverkehr handelt. Sperma oder Vaginalsekret kann hierbei in winzige blutende Wunden und Risse in Haut oder Schleimhaut eindringen. Gleiches gilt für das gemeinsame Benutzen von Sexspielzeugen oder kontaminiertem Spritzbesteck. Ebenso kann beim Piercen oder Tätowieren eine nicht sterile Nadel zur Infektion führen. Lange galten auch Bluttransfusionen als Übertragungsweg für HIV. In den meisten westlichen Ländern wird jedoch inzwischen jede Blutspende vor ihrer Verwendung auf das Virus getestet. In Deutschland ist eine Ansteckung auf diesem Weg realiter ausgeschlossen. Andernorts, beispielsweise in Entwicklungsländern, besteht indessen weiterhin die Gefahr, dass medizinische Geräte nicht genügend steril sind oder Spenderblut verunreinigt ist.

Frauen, die mit HIV infiziert sind, können das Virus während einer Schwangerschaft an den Embryo weitergeben. Da jedoch die Blutkreisläufe von Mutter und Fötus während der gesamten Gestation getrennt bleiben, beträgt das Ansteckungsrisiko lediglich ca. 5 %, wenn die Infizierte keine HIV-Behandlung erhält. Mit entsprechender Therapie sinkt das Risiko nochmals eklatant. Die höchste Übertragungsgefahr besteht während der Geburt und beim Stillen (zwischen 15 und 20 %), die jedoch durch Kaiserschnitt und Ernährung des Säuglings mit Ersatzmilch gemindert werden kann.

Um die Frage nach den etwaigen Ursachen von AIDS zu klären, muss man sich zuvor darüber im Klaren sein, dass AIDS lediglich das Resultat der HIV-Erkrankung ist. Das heißt, dass man ohne eine vorhergehende Ansteckung mit diesem Virus, kein AIDS entwickeln kann.

HIV wird durch Sexualkontakt, Blut, Vererbung oder Muttermilch übertragen. Ansteckungen über Speichel, Tröpfchen- oder Schmierinfektionen sind jedoch nicht möglich. Auch die orale Aufnahme des Ejakulates einer betroffenen Person infolge einer Fellatio ist eher ungefährlich. Lediglich die vaginale oder anale Aufnahme desselben führt oftmals zu einer Ansteckung.

Wie wird aber nun aus dem HIV-Virus AIDS?
Der HIV-Virus zerstört nach und nach die sog. „CD4“ Zellen. Diese sind integraler Bestandteil weißer Blutkörperchen, die dabei helfen, Krankheiten zu bekämpfen. Es kann, wie bereits erwähnt, Jahre dauern, bis HIV zu Aids wird. Das liegt an der teilweise nur langsam voranschreitenden Zerstörung besagter Zellen. Sinkt die Zahl der CD4 Zellen jedoch unter 200 an, so spricht man in klinischem Sinne von AIDS. Die Krankheit ist damit also ausgebrochen. Bisweilen kann sie aber unter besonderen Umständen schon früher ausbrechen.

Wie genau ist das HIV-Virus übertragbar?

Ungeschützter Geschlechtsverkehr
Bei ungeschütztem Vaginal- oder Analverkehr mit einem Infizierten oder einer Infizierten ist das Risiko einer Ansteckung besonders hoch. Bei Oralverkehr hingegen sind die Chancen meist deutlich geringer. Nichtsdestoweniger sollte man auch hier Vorsicht walten lassen. Ganz auszuschließen ist eine Ansteckung auch hier nicht.

Die Aufnahme von Ejakulat, Vaginalsekreten oder Blut während des Aktes ist die häufigste Variante der Infektion. Eine Übertragung durch das Blut ist in sexuellem Kontext besonders bei Analverkehr sehr häufig, da dieser meist nicht ohne Mikrorisse und somit Blutaustritt stattfindet. Das erklärt überdies die besonders hohe Anzahl Infizierter unter homosexuellen Männern.

Bluttransfusionen
Das Risiko sich mittels einer Bluttransfusion mit dem HIV-Virus zu infizieren ist sehr gering, aber dennoch vorhanden. Besonders häufig kommt dies vor, wenn ein bereits registrierter Blutspender den HIV-Virus unwissentlich erworben hat und weiterhin regelmäßig Blut abgibt.

Aufgrund medizinischer Standards und EU-Vorschrift ist es jedoch untersagt, Blutspenden ungetestet zu verwenden. Hierunter fallen auch Teste auf besagte Viren. Das minimiert die Chance einer Ansteckung immens.

Benutzte Nadeln und Spritzen
Diese Form der Ansteckung ist besonders unter Heroinsüchtigen weit verbreitet. Aber auch in afrikanischen Krankenhäusern mit geringen Hygienestandards kann es bisweilen zu Doppelbenutzungen von Spritzen und Operierbesteck kommen.

Um zumindest Heroinsüchtigen dabei zu helfen, sich nicht noch zusätzlich mit HIV zu infizieren, geben viele Städte und Kommunen registrierten Abhängigen kostenlose Spritzen aus. Oder stellen ihnen sog. „Drückräume“ zur Verfügung. Dort kann man unter sterilen Bedingungen Heroin konsumieren. Das mindert auch das Risiko spielender Kinder, Spritzen auf dem Spielplatz zu finden und sich möglicherweise zu infizieren.

Schwangerschaft, Entbindung und Muttermilch
Tatsächlich kann sich der Fötus bereits im Mutterleib mit HIV infizieren, wenn auch die Mutter bereits betroffen ist. Des Weiteren ist eine Ansteckung während der Entbindung ebenfalls möglich, da diese in aller Regel mit hohem Blutverlust einhergehen. Sollte das Kind beide Vorfälle jedoch unbeschadet überstanden haben, kann es die Erreger immer noch durch die Muttermilch in sich aufnehmen. Die Kinder von betroffenen Müttern sind also immer besonders stark gefährdet.


Symptome & Anzeichen

In den ersten Tagen und Wochen nach der Infektion treten häufig sehr unspezifische Symptome auf, die von Betroffenen leicht mit grippalen Infekten oder pfeifferschem Drüsenfieber verwechselt werden können. Hierzu gehören unter anderem:

  • Fieber
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • geschwollene Lyphknoten
  • Müdigkeit
  • Ausschläge
  • Halsschmerzen
  • Schneller Gewichtsverlust

Nach etwa drei Wochen verschwinden diese Symptome wieder und Infizierte können anschließend über einen sehr langen Zeitraum vollkommen beschwerdefrei sein.

Alles in allem also, sind sie von einer Grippe kaum zu unterscheiden. Gerade das macht eine HIV-Infektion in der Frühphase so gefährlich. Betroffene ahnen meist nichts von ihrem Schicksal.

Symptome, die auf einen AIDS-Ausbruch hindeuten:

  • Extremer Nachtschweiß
  • Fieberschübe
  • Chronischer Durchfall
  • Spontane offene Wunden im Mund und weißer Belag auf der Zunge
  • Dauerhafte Müdigkeit
  • Gewichtsverlust ohne Umstellung der Essgewohnheiten

Treten diese Symptome auf und besteht darüber hinaus der Verdacht, dass man sich infiziert haben könnte, so ist auf jeden Fall ein Arzt aufzusuchen.


Man kann also unschwer erkennen, dass es sich bei einer Infektion mit HIV noch nicht um die endgültige Erkrankung handelt, sondern viel mehr um eine Vorstufe einer solchen, in diesem speziellen Falle AIDS. Darum ist es durchaus möglich, eine Infektion mit HIV schlichtweg zu übersehen. Sie bleibt für den Betroffenen selbst sowie für dessen Umwelt unbemerkt. Das ist ein unguter Umstand, der ggf. sehr viele Probleme mit sich bringen kann.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Zunächst soll gesagt sein, dass einem HIV-Infizierten die Erkrankung nicht angesehen werden kann. Eine Selbstdiagnose ist ergo nicht diskutabel. Ob der unklaren Symptome, die leicht auf eine andere Erkrankung verweisen können, ist es auch einem Arzt nicht möglich ohne entsprechenden Test eine Diagnose zu stellen. Gewissheit verschafft folglich erst der Nachweis des HI-Virus im Blut. Anfänglich kommt oft ein PCR-Test zum Einsatz. Das ist ein Schnelltest, der schon 15 Tage nach einer möglichen Ansteckung virale Nukleinsäuren durch Polymerase-Kettenreaktion anzeigt. Dieser Schnelltest wird auch zum Testen von Spenderblut beim Blutspenden verwendet. Darüber hinaus werden zwei verschiedene Tests angeboten, die zur Sicherung der Diagnose beide nebeneinander durchgeführt werden sollten: Der ELISA-Test und der Western-Blot-Test, die beide zwei bis drei Monate nach einer potenziellen HIV-Infektion zuverlässige Testergebnisse liefern.

HI-Viren können unter Umständen erst sechs Monate nach der Infektion tatsächlich im Blut nachweisbar sein. Aus diesem Grund sollten Tests nach 6, 12 und 24 Wochen noch einmal wiederholt werden.

Diagnose von AIDS
Die Definition der AIDS-Erkrankung setzt eine nachgewiesene HIV-Infektion, ein Absinken der CD4-Zellen auf weniger als 200/ml Blut und das Auftreten von Symptomen der Kategorie C der CDC-Klassikfikation voraus.

In der Anamnese erfragt der Arzt die Krankheitsgeschichte, zum Nachweis der HIV-Infektion dienen der ELISA- und Western Blot- Test auf Antikörper gegen das HIV-Virus, durch einen Bluttest kann der Arzt die Anzahl der CD4-Zellen im Blut bestimmen.

Seit 2006 ist in EU-Staaten ein Schnelltest zugelassen, den man zuhause in 20 Minuten durchführen kann. Dieser AIDS-Test ist allerdings weniger genau als die vom Arzt durchgeführten Tests.

Zum Nachweis der opportunistischen AIDS-definierenden Infektionen und Tumore kann der Arzt Blut- und Urinuntersuchungen, EKG, EEG, Röntgen, Ultraschall, Computertomografie und Magnetresonanztomografie (MRT) einsetzen.

Der Verlauf der Krankheit ist heutzutage zwar nicht mehr so schlimm, wie noch vor einem Jahrzehnt, aber nichtsdestoweniger immer noch tödlich. Durch das geschwächte Immunsystem des Betroffenen, kann der Organismus sich kaum mehr gegen Krankheiten wehren und ist anfällig für alles. Eine leichte Grippe kann somit bereits tödlich enden. Zwar gibt es inzwischen Medikamente, die diesen Prozess aufhalten können, aber ganz zu stoppen ist er nicht. Darum endet nach stand der heutigen Medizin ein Ausbruch von AIDS in 100% der Fälle tödlich.


Häufigkeit & Diagnosedaten

HIV tritt weltweit auf. Dadurch, dass es auch via Geschlechtsverkehr übertragen wird, ist prinzipiell jeder Mensch, insofern er sich nicht entsprechend schützt, einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Insgesamt sind etwa 35 Millionen Menschen bereits mit dem Virus infiziert. Da HIV in Deutschland zu den meldepflichtigen Erkrankungen gehört, lassen sich hier relativ sichere Aussagen über die Verbreitung des Virus treffen. So liegt die Gesamtzahl HIV-positiver Menschen bei etwa 85 000. Hinzu kommen jährlich circa 3300 Neuansteckungen. Gemessen an anderen Ländern, ist die Infizierungsrate mit rund 0,1 % in Deutschland also eher gering. Besonders in südafrikanischen Ländern erreicht sie hingegen Werte über 10 oder sogar 20 %. Staaten, in denen Sexualkontakte, beispielsweise durch die übergeordnete Rolle einer Religion, strikt reglementiert sind, weisen die niedrigste HIV-Prävalenz auf (z.B.: Bangladesch oder Ägypten).

Männer sind weit häufiger von HIV betroffen als Frauen. Das liegt unter anderem daran, dass sich derzeit etwa die Hälfte aller Infektionen auf sexuelle Handlungen zwischen Männern zurückführen lässt. Heterosexueller Kontakt zeichnet sich ungefähr in 13% der Fälle für HIV-Infektionen verantwortlich. Circa 10 % der Infektionen sind Folge der Benutzung infizierten Spritzbestecks.


Komplikationen bei der Krankheit

Da sich HIV derzeit noch nicht heilen lässt, ist der Ausbruch von AIDS nach einer Infektion unvermeidlich. Durch entsprechende Medikation kann er lediglich verzögert werden.

Eine positive HIV-Diagnose wirkt sich zunächst erheblich auf die psychische Stabilität von Betroffenen aus. In einigen Fällen kann sie als „Todesurteil“ verstanden werden und schwere Depressionen oder sogar Selbstmordgedanken heraufbeschwören. Zudem kann die soziale Ächtung dieser Krankheit Probleme verursachen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wer bereits ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte, dem ist prinzipiell anzuraten, sich einem HIV-Test zu unterziehen. Durch das pandemische Ausbreiten des Virus ist davon unabhängig manchmal ein Test notwendig. Beispielsweise verlangt die Russische Föderation bei längeren Aufenthalten von Reisenden das Vorliegen eines negativen Testergebnisses.

Alles in allem also sollte man sich zu seinem eigenen Schutze regelmäßig auf HIV testen lassen. Dies gilt nicht nur, aber im Speziellen für sexuell besonders aktive Menschen. Zwar gibt es auch durchaus andere Wege, sich mit dem HIV-Virus zu infizieren, nichtsdestominder lassen sich die meisten Ansteckungen klar auf ungeschützten Sexualkontakt zu infizierten Personen zurückführen.

Insbesondere Personen, die während eines Urlaubs sexuellen Kontakt zu einheimischen Privatpersonen oder einheimischen Prostituierten hatten, tun gut daran, sich auf HIV testen zu lassen. Das Rotlichtgewerbe unterliegt in den meisten Ländern nicht denselben strengen Reglements wie in Deutschland. Darum kommt es nicht selten zu Missständen, die sich sehr häufig in einer allgemein mangelhaften Hygiene der Arbeiterinnen selbst, sowie der Lokalitäten niederschlagen. Darum ist es an solchen Orten wesentlich wahrscheinlicher sich mit HIV zu infizieren, als in Bordellen unserer Breitengrade. Dennoch sollte man sich auch in einem deutschen Freudenhaus nicht komplett sicher fühlen. Zwar müssen Prostituierte sich hierzulande quartalsweise auf HIV, bzw. AIDS testen lassen, dies gilt aber nur für fest angestellte Freudenmädchen. Illegal arbeitende Prostituierte sind oftmals nicht getestet und können durchaus mit HIV oder einer anderen Krankheit infiziert sein.

Darum sei abermals allen Personen, die Kontakt zu Prostituierten hatten, sich im Anschluss untersuchen zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob während des Geschlechtsaktes ein Kondom zum Einsatz kam oder nicht.

Behandlungsmethoden & Therapie

Mit einer Therapie sollte sofort nach einem positiven Testergebnis begonnen werden, denn dann ist in den meisten Fällen das Immunsystem des Patienten noch relativ stark und die Viruslast gering. Wird sie durch Behandlung auf einem niedrigen Level gehalten, kann die Phase zwischen HIV-Infektion und AIDS-Ausbruch erfolgreich verlängert werden. Je weniger Viren in den relevanten Körperflüssigkeiten vorliegen, desto geringer ist zudem das Infektionsrisiko.

Eine HIV-Infektion wird gewöhnlich mit einer Kombination antiretroviraler Medikamente (NRTI, NNRTI) behandelt. Die meisten davon greifen die reverse Transkriptase (also die Kopierfähigkeit der Viren) an, um die Vermehrung des Virus zu verlangsamen. Die Menge an Viren kann hierdurch tatsächlich reduziert werden. Sie vollkommen auszumerzen ist jedoch nicht möglich. HIV ist gegenwärtig unheilbar.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist eine permanente Überprüfung der Viruslast sowie eine entsprechende Anpassung der Medikation nötig, da HIV sehr schnell Resistenzen gegen bestimmte Medikamente bilden kann. Zudem sollte die Therapie unter keinen Umständen unterbrochen werden. Die Behandlung führt allerdings auch zu Nebenwirkungen. Zu Beginn kann Übelkeit, Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Schwerer hingegen wiegen die Folgen einer Langzeittherapie. Hierzu gehören unter anderem Osteoporose und Nierenfunktionsstörungen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

HIV wird von Menschen übertragen. Jeglicher intimer Kontakt mit anderen Personen sollte folglich mit Vorsicht erfolgen, sintemal die Krankheit nicht optisch in Erscheinung tritt und ein Betroffener möglicherweise selbst nichts von seiner Infektion weiß. Generell gilt, bei allen sexuellen Praktiken ein Kondom zu verwenden. Sollte der Wunsch nach ungeschütztem Sexualverkehr mit einem Partner bestehen, sollten alle Beteiligten zuvor auf HIV getestet werden. Bei einem unklaren Ergebnis ist ein weiterer Schutz während der 24-wöchigen Kontrollperiode unabdingbar.

Generell ist es nicht ratsam persönliche Gegenstände zu teilen, die mit Körperflüssigkeiten in Berührung kommen. Neben Sexspielzeug, Zahnbürsten oder Rasierern betrifft das vor allem Nadeln und Spritzen.

Infizierte Schwangere können das Ansteckungsrisiko für ihr Kind durch antivirale Medikamente, Kaiserschnitt und Fläschchenernährung verringern.

Abermals sei an dieser Stelle die Wichtigkeit der Verwendung von Präservativen, bzw. Kondomen unterstrichen. Die meisten Fälle von Infektionen mit HIV lassen sich auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurückführen. Darum sollte es von nicht zu unterschätzender Priorität sein, stets ein Kondom zu verwenden. Unterlässt man dieses, spielt man nicht nur mit seinem eigenen Leben, sondern auch mit dem Leben seiner Mitmenschen und seiner Liebsten. Die gilt insbesondere für Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern oder Personen, die im Rotlichtgewerbe tätig sind, wie beispielsweise Prostituierte. Diese Menschen stellen eine besonders stark gefährdete Personengruppe dar und sollten sich nicht nur regelmäßig auf die vorliegende Krankheit hin testen lassen, sondern sich auch nicht dazu verleiten lassen, auf ein Kondom zu verzichten.

Hier gilt, wie bei allen anderen Krankheiten: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Man kann die Wichtigkeit von Präservativen in diesem speziellen Falle wirklich nicht übertreiben. Darüber hinaus ist es also förderlich, wenn man seinen Nachwuchs bereits früh über die etwaigen Folgen von ungeschütztem Geschlechtsverkehr aufklärt. Dahingehend geschulte Kinder zeigen im Erwachsenenalter oftmals ein höheres Verantwortungsbewusstsein. Tatsächlich geben etwa 30% aller HIV-Infizierten an, dass sie vor ihrer Infektion nicht korrekt über die Risiken ungeschützten Geschlechtsverkehrs aufgeklärt waren. Somit sind Eltern und Lehrer gleichermaßen aufgerufen, auch dieses Thema nicht zu vernachlässigen und den Kindern ausreichendes Wissen zu vermitteln, um diese regelrechte Seuche auszurotten.


Prognose zur Heilung

Ungeachtet der intensiven Forschung auf diesem Gebiet ist HIV bisher noch nicht heilbar. Auch eine Impfung gegen das Virus konnte noch nicht hergestellt werden. Bisher ist es lediglich möglich, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.

Darum sieht die Prognose entsprechend düster aus und betroffene Personen müssen sich wohl oder übel damit abfinden, dass sie aufgrund der Infektion mit dem HIV-Virus früher oder später sterben werden. Nicht zuletzt deswegen ist von äußerster Wichtigkeit zu versuchen, einer Ansteckung nach Möglichkeit aus dem Wege zu gehen. Denn sobald man infiziert ist, ist es zu spät und einem kann nicht mehr geholfen werden. Zwar ist es, wie eben erwähnt, möglich, das Voranschreiten der Krankheit medikamentös zu verzögern, aber das ist alles in allem nicht mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.

Also ist es wichtig, dass Betroffene lernen, sich mit ihrem unausweichlichen Schicksal abzufinden und darob nicht etwa in Depressionen oder Sinnkrisen zu verfallen. Eine Psychotherapie kann in diesen Fällen sehr hilfreich sein und den Leidenden dabei helfen, sich mit ihrer Krankheit zu arrangieren.


Krankheiten im Zusammenhang mit HIV und AIDS

Manche Krankheit sind für HIV Infizierte besonders gefährlich oder werden durch dieses Leiden überhaupt erst ausgelöst. Darum sollte man sich hierzu einen allgemeinen Überblick verschaffen, um kein allzu böses Erwachen zu haben. Darum im Folgenden eine Übersicht:

  • Colitis UlcerosaBei der Colitis Ulcerosa handelt es sich um eine dauerhafte, sprich chronische Entzündung im Darm oder im Bereich des Darmes, die sich überdies durch chronische Reizungen desselben und der Ausbildung von Geschwüren manifestiert.Zumeist ist die innere Schicht des Dickdarmes und / oder des Rektums betroffen. Hierdurch entstehen dem Betroffenen nicht nur die oben genannten Symptome, sondern es kann darüber hinaus auch zu weiteren negativen Begleiterscheinungen kommen. Die in aller Regel äußert unangenehm und schmerzhaft sind.

    Die genauen Ursachen für dieses Leiden sind der Wissenschaft, trotz intensiver Forschung, (noch) nicht bekannt. Gleichwohl die erste Erwähnung der vorliegenden Krankheit bereits aus den 1850er Jahren stammt, waren noch keine Gründe zu ermitteln. Es ließ sich lediglich beobachten, dass die Colitis ulcerosa primär in der westlichen Hemisphäre auftritt. Dies gilt als Anhaltspunkt für weitere Forschungen.

    Des Weiteren handelt es sich hierbei nicht um eine spontan auftretende Erkrankung, sondern um ein sich langsam entwickelndes Leiden, das sich meist um das zwanzigste Lebensjahr herum etabliert. Nichtsdestotrotz sorgt es gerade in den frühen Phasen meist nur für geringfügige Probleme und äußert sich erst später im Leben in seinem vollen Umfang. Aus medizinischer Sicht gilt das sechste Lebensjahrzehnt häufig als das gravierendste für die Colitis ulcerosa. Zumindest sind die meisten Betroffenen, die ärztliche Behandlung suchen, in diesem Alter.

    Die Behandlung der Krankheit ist schwierig, da die Auslöser, wie bereits erwähnt, lediglich mutzumaßen sind. Das hinderte Mediziner jedoch nicht daran, recht probate Medikamente zu entwickeln, die immerhin die Symptome zu lindern imstande sind. Darüber hinaus nimmt man bisweilen auch chirurgische Eingriffe vor, insofern diese vielversprechend scheinen.

  • DepressionenDepressionen sind keine Seltenheit. Beinahe jeder litt schon einmal an dieser psychologischen Störung oder kennt eine Person, die es tat. Die genauen auslösenden Prozesse, die hinter einer solchen seelischen Missstimmung stecken, sind allerdings sehr fallspezifisch und für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen. Dies ändert jedoch nicht an dem Umstand, dass man depressiven Personen gegenüber stets helfend auftreten und sie unterstützen sollte. Denn sie sind zumeist besonders schwach und können nicht mit allzu großen Belastungen umgehen, ohne in eine noch tiefere Depression zu verfallen.Darüber hinaus kann es jeden treffen. Niemand ist gegen dieses Leiden immun. Zwar sind Menschen mit einem starken Charakter in aller Regel seltener Opfer dieses Leiden, aber nichtsdestotrotz können auch sie dahingehend erkranken. Besonders dann, wenn sich ihre Lebensumstände spontan zum Schlechten hin ändern.

    Man sollte sich jedoch nicht entmutigen lassen. Depressionen sind heutzutage gut heilbar. Es stehen der modernen Schulmedizin nicht nur viele sehr probate Medikamente zur Verfügung, sondern auch Psychotherapie und Kliniken können den Betroffenen wieder auf die richtige bahn lenken. Die genaue Art der Behandlung ist jedoch von medizinischem Fachpersonal zu entscheiden und sollte nicht durch den Laien geschehen.

    Des Weiteren bleibt zu erwähnen, dass es sich bei Depressionen um ein weltweites Phänomen handelt. Der genaue evolutionäre Nutzen derselben ist dabei allerdings noch ungeklärt und verbleibt Gegenstand der Forschung. Es liegen aber bereits verschiedenste Theorien dazu vor, die von Forschern aus allen Ländern immer wieder diskutiert werden. Es bleibt also abzuwarten, welche Erkenntnisse die Zukunft über die Entstehung von Depressionen birgt.

  • DiabetesBei Diabetes ist das Stoffwechselgleichgewicht von Insulin und Glukose gestört. Nach Aufnahme mit der Nahrung werden Kohlenhydrate zu Glukose und anderen niedermolekularen Zuckern verstoffwechselt. Infolgedessen steigt der Blutzucker-Spiegel und stimuliert die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).Insulin ist ein Hormon, das von Inselzellen des Pankreas (B-Zellen) gebildet wird. Es reguliert den Transport und die Aufnahme zu/in den/die Körperzellen. Sein natürlicher Gegenspieler bei der Aufrechterhaltung eines konstanten Blutzuckerspiegels ist ein weiteres Pankreas-Hormon, das Glukagon. Ist die pankreatische Insulin-Produktion insuffizient oder sind die peripheren Körperzellen resistent gegenüber seiner Wirkung (periphere Insulinresistenz), so resultieren daraus erhöhte Blutzucker-Werte und die Körperzellen, die eigentlich Glukose zur Energiebereitstellung benötigen, müssen „hungern“. Dies kann je nach Schweregrad der Blutzuckerentgleisung zu akuten oder chronischen Krankheitserscheinungen führen.

    Die meisten Gewebetypen des Körpers decken einen Großteil ihres Energiebedarfs durch Glukose. Das Gehirn und Nervensystem sind sogar allein auf die Glukose angewiesen.

    Eine akute Hyperglykäme (Erhöhung des Blutzucker-Spiegels) kann einen lebensbedrohlichen Notfall darstellen. Der Körper versucht dann durch eine gesteigerte Diurese (Urinausscheidung) die überschüssige Glukose aus dem Blut zu entfernen. Dieser Kompensationsmechanismus kann allerdings selbst entgleisen und zu einer Dehydrierung und Elektrolytstörungen führen. Da den Zellen die Glukose nicht mehr zur Energiebereitstellung zur Verfügung steht, müssen diese auf Reserve-Mechanismen zurückgreifen. Eine Möglichkeit besteht in der Metabolisierung von freien Fettsäuren. Dabei entstehen allerdings sogenannte „Ketonkörper“ als Nebenprodukte, die den Säure-Base-Status in Richtung Azidose verschieben. Man spricht dann von einer Ketoazidose. Die Ketonkörper können im Urin nachgewiesen werden. Unbehandelt kann eine Hyperglykämie zu Nierenversagen, Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma führen.

    Chronische Blutzuckererhöhungen können lange unbemerkt bleiben. Der Körper versucht, diesen Zustand durch eine Steigerung der Insulin-Produktion und Glukose-Ausscheidung im Urin zu kompensieren. Symptome treten in der Regel dann auf, wenn die Kapazität dieser Kompensationsmechanismen überschritten ist. Im Langzeitverlauf kann die Hyperglykämie zu einer Schädigung der Blutgefäßsystems und einer Vielzahl weiterer Organe führen.

  • TuberkuloseDie Tuberkulose (TB) ist eine Infektionskrankheit, die durch Mycobacterium tuberculosis verursacht wird. Es können dabei verschiedenste Organsysteme betroffen sein, insbesondere manifestiert sich die Erkrankung aber in der Lunge. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt aerogen durch Tröpfcheninfektion oder andere Sekrete wie Speichel, Schleim oder Sputum. Die Verbreitung der Erreger in der Luft erfolgt hierbei in erster Linie durch Niesen, Husten oder Schneutzen. Bei einem Großteil der Infizierten ist das Immunsystem in der Lage, die Infektion durch Abschottung der Mykobakterien mit einem Schutzwall aus Leukozyten lokal einzudämmen. In diesen sog. Tuberkulomen können die Bakterien in inaktiver Form mehrere Jahre überdauern. Diese latente TB-Infektion geht normalerweise nicht mit stärkeren Krankheitserscheinungen einher, so dass sie auch lange Zeit unbemerkt bleiben kann. In dieser Latenzphase ist der Patient nur wenig oder gar nicht infektiös und in den meisten Fällen bleibt auch die Reaktivierung der TB aus.Allerdings kann es besonders bei immunsupprimierten Patienten unmittelbar nach der Primärinfektion zu einer aktiven Tuberkulose mit starken Krankheitserscheinungen kommen. In weiteren 10 % der Fälle kann es auch noch nach einer längeren Latenzphase zu einer Reaktivierung und systemischen Streuung der Mykobakterien kommen.

    Die Tb rangierte für mehrere tausend Jahre an erster Stelle der Todesursachen. Vor Einführung der antibiotischen Therapie wurde sie auch als Schwindsucht bezeichnet, weil die Betroffenen im Krankheitsverlauf regelrecht aufgezehrt wurden. Um die Infektionsraten zu senken, wurden die Patienten dann u. a. lebenslang in spezialisierten klinischen Einrichtungen, sog. Sanatorien untergebracht. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts waren in einzelnen Ländern wie z.B. den USA mehr als 80 % der US-amerikanischen Bevölkerung infiziert. Nach der Etablierung der antibiotischen Therapie ist die Inzidenz dann deutlich rückläufig gewesen. Heute steigt sie allerdings weltweit wieder an, mehr als 8 Millionen neue Fälle treten pro Jahr auf und mehr als 3 Millionen Betroffene versterben pro Jahr an der Erkrankung.

    Derzeit treten in Deutschland den USA etwa 15.000 neue Fälle von Tuberkuloseinfektionen auf. Experten waren der Meinung, dass die aktiven Verlaufsformen weitgehend ausgerottet waren, bis es mit Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts die Raten plötzlich wieder zu steigen begannen. Die überwiegende Mehrheit der Fälle wurde dabei in überbevölkerten Einrichtungen oder Arealen wie Gefängnissen, Pflegeheimen oder Aussiedlerwohnheimen beobachtet.

    Am leichtesten empfänglich für eine Infektion erwesen sich dabei Menschen, die medizinisch unterversorgt waren, oder solche mit einer Suppression des Immunsystems, wie HIV/AIDS chronische Leber- bzw. Niereninsuffizienz oder auch Diabetes mellitus. Oftmals sind in diesen Fällen die beteiligten Errgerstämme multi-resistent gegen die eingesetzten Antibiotika. Man spricht deshalb auch von einer MDR (Multi-drug resistance). Dies ist ein Umstand, der die Therapie der TB deutlich erschweren kann. Obwohl urch entsprechende Maßnahmen seitens der Gesundheitsbehörden die hohe Rate an Neuinfektionen wieder etwas gesenkt werden konnte, bleibt die TB weiterhin ein ernsthaftes Problem für die nationale und internationale öffentliche Gesundheitsfürsorge.

  • SyphilisDie Syphilis ist ein altes Leiden, das die Menschen schon seit Jahrhunderten heimsucht. Darüber hinaus ist sie eine Krankheit vieler Namen. Man kennt die Syphilis auch als Lues venerea, (harter) Schanker und französische Krankheit. Bisweilen kann man auch feststellen, dass „Tripper“ als Synonym Anwendung findet. Das ist aber ein Missverständnis. Der Tripper (Gonorrhoe) ist eine eigenständige Erkrankung, die sich lediglich einige Merkmale mit der Syphilis teilt. Es handelt sich jedoch nicht um dasselbe Gebrechen.Des weiteren handelt es sich bei der vorliegenden Erkrankung um eine durch Bakterien ausgelöste STD (Sexually Transmitted Disease / Sexuell übertragbare Krankheit). Nichtsdestoweniger kann der harte Schanker auch auf anderem Wege zu übertragen sein, dennoch bleibt ungeschützter Geschlechtsverkehr der weitaus häufigste Auslöser.

    Gerade in der frühen Phase einer Erkrankung tritt die Krankheit meist ohne nennenswerte Symptome auf. Nach und nach bilden sich immer mehr kleine Geschwulste an den Genitalien, dem Mund oder dem Anus. Aber auch diese sind zunächst noch eher harmlos und vorallem schmerzfrei. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass diese Wucherungen bereits, gleichwohl sie nicht schmerzen, hochgradig ansteckend sind. Darum sollte direkter Hautkontakt mit anderen Personen nach Möglichkeit zu vermeiden sein.

    Aber nicht jede Ansteckung führt direkt zum Ausbruch der Syphilis. Die Bakterien können teilweise über Jahrzehnte hinweg in einer Art Dormanz im Körper existieren, ohne auffälliges Verhalten zu zeigen. Darüber hinaus ist die Franzosenkrankheit besonders in ihrer frühen Phase sehr leicht zu heilen. Es bedarf oftmals nicht mehr als einer einzigen Dosis Penicillin. Dennoch sollte man dieses Übel keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, schließlich und endlich kann die Syphilis sehr gefährlich für ihren Träger sein. Bei unzureichender Behandlung endet eine Infektion mit derselben nicht selten tödlich. Dies liegt daran, da sie die inneren Organe massiv schädigt. Insbesondere das Gehirn, das Herz und die Nieren sind besonders häufig betroffen.

  • NeurodermitisBei einer Neurodermitis, die man im medizinisches Fachjargon auch als „Atopisches Ekzem“ bezeichnet, handelt es sich um eine Erkrankung der Haut, also um eine Hautkrankheit. Hierbei sind insbesondere Rötungen und starker Juckreiz als Folge des vorliegenden Leidens zu beobachten. Zudem kommt die Neurodermitis vornehmlich bei Kindern vor, kann aber genauso Personen jedweden anderen Alters betreffen. Darüber hinaus handelt es sich bei dem Atopischen Ekzem um eine chronische Erkrankung, die periodisch ausbricht. Kurzum bedeutet dies für Betroffene, dass sie immer wieder schubweise mit diesem Übel zu kämpfen haben. Nichtsdestotrotz kann es auch zu länger anhaltenden Phasen kommen, während derer die Neurodermitis nicht auftritt.Nicht selten kommt es vor, dass weitere Leiden diese Krankheit begleiten. Besonders Asthma und Heuschnupfen treten häufig in Verbindung mit der Neurodermitis auf.

    Wie alle chronischen Krankheiten, ist auch die vorliegende nicht heilbar, das muss jedoch nicht bedeuten, dass Betroffene mit massiven Einschränkungen in ihrer Lebensqualität zu rechnen haben. Tatsächlich lassen sich die durch eine Neurodermitis verursachten Symptome sehr gut mithilfe der modernen Schuldmedizin sowie alternativer Heilmethoden im Zaum halten. Rötungen und Jucken sind also oftmals effektiv zu beseitigen. Ebenso ist es bisweilen möglich, Ausbrüche der Krankheit selbst zu verhindern.

    Die Verwendung gängiger Seifen und anderer Reinigungsmittel für die Haut sind in Verbindung mit einer einer Neurodermitis oftmals sehr schädlich und befördern Ausbrüche derselben. Daher ist es äußerst empfehlenswert, bei der Körperpflege und der persönlichen Hygiene darauf zu achten, dass man keinen Gebrauch von allzu starken Seifen oder Lotionen sowie Shampoos und Cremes macht. Sind diese für die haut zu belastend, können sie durchaus Ausbrüche von Neurodermitis auslösen. Es ist darum am besten, wenn man als Betroffener zu speziell für Patienten dieses Leidens entwickelte Produkte zurückgreift. Hierzu gehören spezielle medizinische Seifen, Cremes, Salben und sog. Moisturizer, die dabei helfen sollen, den Flüssigkeitsgehalt der Haut zu regulieren.

  • OsteoporoseEine Osteoporose hat den Effekt, dass die Knochen des betroffenen Individuums schwach und somit brüchig werden – bisweilen derart brüchig, dass selbst Stürze aus geringer Höhe, eine zu herzhafte Berührung oder sogar starker Husten eine Fraktur nach sich ziehen können. Zumeist treten diese direkt auf die osteoporose zurückzuführenden Frakturen in der Hüfte, den Handgelenken oder der Wirbelsäule der Betroffenen auf. Insbesondere letzteres bietet neben den Unannehmlichkeiten, die durch einen Knochenbruch sowieso schon entstehen, auch noch das Risiko auf eine partielle temporäre oder dauerhafte Lähmung.Bei den Knochen handelt es sich, anders als oftmals angenommen, um lebendes Gewebe und nicht nicht lediglich um aus Kalk und Calcium verstehende Verhärtungen. Wie alle lebenden Zellstrukturen des menschlichen Organismus auch, so erneuern sich auch Knochen in einem festgelegten Rhythmus immer wieder aufs Neue. Diese Zellerneuerung ist bei einer Osteoporose jedoch gestört. Liegt diese Krankheit vor, geht die Abtragung der alten Zellen schneller von statten als die Entwicklung der neuen. Dies hat im Umkehrschluss zur Folge, dass die Knochen schwach und wenig belastbar sind.

    Theoretisch kann prinzipiell jede Person an Osteoporose erkranken. Hierbei spielen die ethnische Herkunft und das Geschlecht nur eine untergeordnete Rolle. Nichtsdestoweniger weisen Frauen aus europäischer oder asiatischer Abstammung das tendenziell höchste Risiko auf. Zudem gilt es zu erwähnen, dass der weitaus größte Risikofaktor das Alter des Menschen ist. Je älter der Mensch, desto höher die Chance auf Osteoporose. Darüber hinaus ist es möglich, eine Osteoporose effektiv vorzubeugen, indem man sich nicht nur gesund und ausgewogen ernährt, sondern Knochen und Muskeln auch durch gezielte Leibesübungen stärkt und ausbaut.

    Einer der deutlichsten Marker für diese Erkrankung ist neben der Brüchigkeit der Knochen an sich, die man jedoch nicht sehen kann, die klar zu erkennende Fehlhaltung des betroffenen Individuums. Diese zeichnet sich insbesondere durch eine gebückte Haltung, schleichenden Gang und ggf. Verkrümmte Extremitäten aus.


Alternative Behandlungsmethoden

In Bezug auf HIV setzt die Alternativmedizin vor allem auf immun stimulierende Mittel. Einige Öle, beispielsweise Calophyllum inophyllum, gelten gar als antiviral. Eine tatsächliche Wirksamkeit wurde bisher aber noch nicht nachgewiesen. Darüber hinaus soll die Stabilisierung der Nerven und der Psyche erreicht und Nebenwirkungen der antiretroviralen Medikation abgemildert werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Als alleiniges präventives Mittel gilt die sachgemäße Verwendung von Kondomen. Ist die Infektion mit HIV bereits erfolgt, muss zwingend eine Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten erfolgen. Von einer Selbstmedikation mit Hausmitteln allein muss absolut abgeraten werden, da sie unter keinen Umständen erfolgreich sein kein. Falls alternative Medizin unterstützend zur schulmedizinischen Behandlung herangezogen werden soll, ist zuvor eine Absprache mit dem zuständigen Arzt nötig. Es ist möglich, dass einige Komplementärmittel die verschriebenen HIV-Medikamente negativ beeinflussen.

Die Diagnose einer HIV-Infektion kann bei Betroffenen ein starkes Trauma auslösen. Diverse Therapieformen, die sich mit dem psychischen Befinden des Patienten auseinandersetzen, können eine medikamentöse Behandlung dementsprechend positiv unterstützen. Mithilfe der Kunsttherapie können Bewältigungsstrategien zur Verarbeitung der psychosozialen Belastungen erarbeitet werden.

Weitere allgemeine Empfehlungen können daher sein:

    • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei einer Infektion mit HIV das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt und / oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit dem initialen Schock fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass man sich mit seinem Schicksal abgefunden hat, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch etwas Zeit zur Reflexion nehmen.
    • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Infektion mit HIV fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser das Gleichgewicht des Körpers und ist darum in seiner therapeutischen Funktion nicht zu unterschätzen.
    • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch etwaigen Begleiterscheinungen und vielen anderen Krankheiten vor.
    • Ausreichende Hygiene: Eine ausreichende Hygiene kann in Bezug auf alle Erkrankungen sehr wichtig sein. Insbesondere die ausreichend gründliche Reinigung der Hände ist hierbei sehr wichtig. Darüber hinaus sollte man auf gesteigerte Reinlichkeit achten, wenn man mit Personen, die an HIV leiden, umgeht. Insbesondere die Verwendung von Präservativen ist einem jeden Menschen geraten.

Heilkräuter & Heilpflanzen

      • Prunella vulgaris
      • Castanospermum
      • Johanniskraut
      • Aloe vera
      • Taigawurzel

Die hier genannten Heilkräuter sind entweder als Tee oder Aufguss zu konsumieren oder getrocknet, bzw. frisch zu nehmen. Auch ein Duftbeutel, der im Bedarfsfall unter die Nase zu halten ist, kann ein gutes Mittel der Medikation sein. Darüber hinaus ist ebenso möglich, einen Absud aus diesen Pflanzen herzustellen und selbigen zu inhalieren. Auch das kann ein probates Mittel zur Heilung und / oder Linderung sein.
Über die genauen Mengenangaben sollte man sich mit einem Heilpraktiker auseinandersetzen. Diese wissen oft genau, welche Mengen zum Erreichen welchen Effekts notwendig sind. Zudem haben sie häufig bereits fertige Produkte in ihrem Repertoire, die sie gegen ein Entgelt zur Verfügung stellen.

Ätherische Öle

      • Calophyllum inophyllum
      • Cistus ladanifer
      • Melaleuca alternifolia
      • Thymus vulgaris
      • Cymbopogon martinii
      • Cinnamomum camphora

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle einer Infektion mit HIV sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

      • Conium D12
      • Arsenicum album D12
      • Zincum metallicum D10

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

      • Nr. 3. Ferrum Phosphoricum
      • Nr. 5. Kalium phosphoricum
      • Nr. 7. Magnesium Phosphoricum

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Diäten sind bei Erkrankungen oftmals besonders wichtig, zumindest ist das die landläufige Meinung. Experten sind von dieser Auffassung jedoch nicht restlos überzeugt und gehen teilweise sogar so weit zu behaupten, dass die Ernährung kaum oder keinerlei Rolle bei der Gesundheit spielt. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen. Dies ist aber nur eine Theorie von vielen, die sich in der Zukunft bestätigen werden oder nicht.
Dennoch hier einige Beispiele, inwieweit man seine Ernährung umstellen kann, um positive Ergebnisse zu erzielen:

      • Fettarme Kost: Die Aufnahme von Fett ist grundsätzlich nicht schädlich, sondern eher nutzbringend für die Gesundheit. Dennoch sollte man darauf achten, alles in einem gesunden Maß zu halten. Butter, Margarine, Pflanzenöle und frittierte Speisen sind deshalb nur in Maßen zu genießen.
      • Kein Junk Food: Zu dieser Gruppe gehören Süßigkeiten, alkoholhaltige Getränke, scharfe oder überwürzte Lebensmittel sowie Salz und Produkte, die Koffein enthalten.
      • Kleine Portionen: Zur Entlasung des Darms kann es förderlich sein, wenn man auf zu große Einzelportionen verzichtet. Es bietet sich an, die drei Hauptmahlzeiten auf fünf bis sechs kleinere aufzuteilen.
      • Ausreichend Flüssigkeit: Es ist wichtig, stets dafür zu sorgen, dass dem Körper ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, damit dieser effektiv funktionieren kann. Dehydration belastet und reizt den Darm stark. Zudem ist das durch den etwaigen Durchfall verlorene Wasser an den Körper zurückzuführen.
      • Ernährungswissenschaftliche Betreuung: Personen mit gesundheitlichen Problemen chronischer Natur tun gut daran, sich professionelle Hilfe in Form eines Diätologen oder Ernährungswissenschaftlers zu suchen. Diese können Betroffenen dabei helfen, ihre Ernährung zu optimieren und somit für eine langfristige Verbesserung der allgemeinen Gesundheit sorgen.

Wie bereits erwähnt, ist eine allgemeine gesunde Ernährungsweise oftmals ausreichend, um den Körper zu stärken. Spezielle Diäten für Betroffene dieser Krankheit gibt es einige. Zusätzlich empfiehlt sich alles, was Übergewicht reduziert. Nicht zuletzt deswegen, weil zusätzliches Gewicht Erkrankungen des Darms oftmals erschwert.

Hierfür sollte man zur Nachsorge eventuell einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler aufsuchen und einen Langzeitplan erstellen.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

      • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
      • Meeresfrüchte
      • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
      • Hülsenfrüchte
      • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
      • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

      • Rotes Fleisch
      • Tabakwaren
      • Raffinierter Zucker
      • Stark fetthaltige Speisen
      • Fertiggerichte
      • Alkoholika
      • Weißes Mehl
      • Fast Food

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Körper und folglich auch seine Augen keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Überschrift Fragesatz 1
Kann ich mich über einen Toilettensitz mit HIV infizieren?
Obschon unter anderem das Robert-Koch-Institut darauf hinweist, dass HI-Viren auch außerhalb des Körpers einige Tage überleben können, ist eine Ansteckung über gemeinsame Toilettennutzung faktisch ausgeschlossen. Zum einen sind weder Kot noch Stuhl Überträger der Krankheit. Zum anderen findet das Virus schlicht keine Möglichkeit in den Körper einzudringen, wenn es auf unverletzte Haut trifft.

Führt jeder ungeschützte Geschlechtsverkehr mit einem HIV-Infizierten zur Ansteckung?
Nein. Tatsächlich gilt HIV als schwer übertragbare Krankheit. Die Ansteckungswahrscheinlichkeit beim Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner liegt sogar unter einem Prozent. Doch wie gering die Wahrscheinlichkeit auch sein mag, ein Risiko besteht. Daher sollte immer auf entsprechenden Schutz geachtet werden, besonders beim Kontakt mit Zufallsbekanntschaften.

Was passiert, wenn ich einen eine HIV-positive Person küsse?
Theoretisch passiert gar nichts. Wie in Schweiß oder Tränenflüssigkeit ist auch im Speichel die Konzentration an HI-Viren äußerst gering. Man müsste schon einige Liter Speichel zu sich nehmen, um überhaupt ein Ansteckungsrisiko zu erreichen. Eine gewisse Gefahr besteht nur dann, wenn bei beiden Parteien blutende Wunden in Mund oder Rachenraum vorliegen und Blut übertragen wird. Aber wer möchte in solchen Fällen schon Küssen?

Ist eine Ansteckung über die Augen oder die Nase möglich?
Filme und Serien zeichnen oft ein übertriebenes, unrealistisches Bild von HIV-Infektionen: Hier spritzt einem Operateur infiziertes Blut ins Auge oder ein Unbeteiligter wird bei einer Schießerei vom Liquor des Nebenmannes getroffen. In der Realität sind solche Situationen per se schon unwahrscheinlich. Und selbst dann liegt das Infektionsrisiko im vernachlässigbaren Bereich.

Können Mücken HIV übertragen?
Mücken können bekanntlich Virusüberträger sein. Nicht jedoch in diesem Fall. Wie aus der Bezeichnung „Humanes Immundefizienz-Virus“ hervorgeht, ist HIV speziell auf den Menschen ausgerichtet. In einer Mücke kann sich das Virus schlichtweg nicht vermehren und stirbt spätestens im Verdauungstrakt ab.

Was ist Pozzen?
Als Pozzen (oder Pozzing) wird die bewusste, absichtliche Ansteckung mit HIV bezeichnet. Die Gründe hierfür können sehr verschieden sein. So kann der Wunsch nach ungeschütztem Verkehr mit einem festen HIV-positivem Partner aber auch der Nervenkitzel durch das Ansteckungsrisiko beim Sex eine Rolle spielen. In Deutschland erfüllt Pozzen genauso wie die fahrlässige Inkaufnahme einer Ansteckung des Partners den Straftatbestand der Körperverletzung.

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