Erste Hilfe bei Zeckenbiss

Erste Hilfe bei Zeckenbiss

Gerade dann, wenn es warm wird und wir kurze Kleidung tragen möchten, lauern die kleinen Parasiten im hohen Gras auf uns. Im Volksmund wird von einem Zeckenbiss gesprochen.

Tatsächlich handelt es um einen Stich, mit dem die Zecke an unser Blut gelangt. Doch keine Sorge, der Zeckenstich an sich ist nicht giftig. Und die Gefahr sich mit einer Krankheit wie Borreliose oder fsme anzustecken ist nur bestimmten Gebieten erhöht.

Da diese Krankheiten schwere Folgen haben können, ist dennoch Vorsicht geboten. Sie müssen bei einem Zeckenstich nicht sofort einen Arzt aufsuchen, Sie sollten sie jedoch bald entfernen und die betroffene Stelle in den nächsten Tagen beobachten.

Erste Hilfe beim Zeckenbiss – Richtiges Entfernen

Wenn Sie eine Zecke an sich bemerken, die noch nicht festsitzt, können Sie sie einfach absammeln. Hat die Zecke ihren Stachel erst einmal in die Haut gegraben, muss sie gezogen werden. Hier eignet sich besonders eine Zeckenzange (in der Apotheke erhältlich) oder eine Pinzette. Greifen Sie die Zecke nicht am Körper, um sie nicht zu zerquetschen. Und ziehen Sie sie gerade heraus. Anschließend sollte die Stelle desinfiziert werden. Außerdem ist es ratsam, die Stelle in den nächsten Tagen zu beobachten.

Wann ist professionelle Hilfe nötig

Einen Arzt sollten Sie aufsuchen, wenn beim Ziehen der Zecke der Körper abreißt und der Kopf des Tieres noch in der Haut steckt, oder folgende Symptome auftreten:

Diese Symptome können ein Anzeichen für die Infektion mit fsme oder Borreliose sein.

Risiko fsme und Borreliose

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine Viruserkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Die Symptome reichen von Grippeähnlichen Beschwerden bis hin zu einer Hirnhautentzündung. Eine wirksame Therapie gibt es bislang nicht. Es besteht jedoch die Möglichkeit sich impfen zu lassen. Da die Zahl der jährlichen Neuinfektionen gering ist, ist eine Impfung nur dann sinnvoll, wenn Sie in einem der Risikogebiete wohnen oder dorthin verreisen möchten.

Weiter verbreitet als fsme ist Borreliose. Hierbei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien übertragen wird. Typisches Anzeichen für eine Borrelioseinfektion ist die Wanderröte. Borreliose hat eine relativ lange Inkubationszeit (Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der Symptome). Dies macht es schwierig sie zu erkennen, da die Beschwerden häufig nicht mehr mit dem Zeckenstich in Verbindung gebracht werden. Übertragen werden die Bakterien allerdings erst circa 24 Stunden, nachdem die Zecke zugestochen hat. Wenn Sie die Zecke innerhalb dieser Zeit entfernen, ist eine Ansteckung nahezu ausgeschlossen.

Vorsorge – das beste Mittel

Gerade im Sommer sollten Sie sich bei Ausflügen in die Natur vor Zecken schützen. Das wirksamste Mittel sind lange Kleider. Vor allem lange Hosenbeine, am besten in die Socken gesteckt, verhindern, dass sich eine Zecke unbemerkt auf Ihrem Bein niederlässt. Außerdem sollten Sie sich später nach Zecken absuchen. Hundehalter sollten auch ihren Vierbeiner nach Spaziergängen im Wald oder auf der Wiese gründlich nach Zecken absuchen. Da sich Zecken nicht immer sofort zustechen, kann es beim Kontakt mit dem Hund zu einer Übertragung der Zecke kommen.

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