FSME

Steckbrief: fsme

  • Name(n): fsme; Frühsommer-Meningoenzephalitis; Zecken-Enzephalitis
  • Art der Krankheit: Viruserkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1931
  • Behandelbar: Lediglich Therapie der Symptome möglich
  • Art des Auslösers: fsme-Virus
  • Wieviele Erkrankte: Aufgrund einer hohen Dunkelziffer unbekannt
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Facharzt für Virologie; Neurologe
  • ICD-10 Code(s): A84; a84.1

fsme
FSME
Die fsme, oder Frühsommer-Meningoenzephalitis, ist eine durch Zecken übertragbare Virusinfektion, die durch eine Läsion des Zentralnervensystems gekennzeichnet ist. Diese Erkrankung kann sowohl in einer leichten als auch sehr schweren Form auftreten. Dies beeinflusst entscheidend die Prognose, da fsme per se nicht heilbar oder behandelbar ist. Lediglich die Symptome können mithilfe einer speziellen Therapie gelindert werden.

In den vergangenen Jahren sind die fsme-Fälle deutlich zurückgegangen. Das liegt unter anderem an der hohen Durchimpfungsrate in vielen Ländern. Andererseits existiert jedoch auch eine hohe Dunkelziffer in Bezug auf die Häufigkeit von fsme. Diese resultiert daraus, dass leichte Formen dieser Infektion durchaus mit Grippe verwechselt werden können.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine durch das fsme-Virus ausgelöste Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute, die auch das Nervensystem befallen kann. Der Name bezieht sich auf eine Häufung der Erkrankungsfälle in der warmen Jahreszeit. Unser Ratgeber soll über fsme informieren und aufklären.

Definition fsme?

Das durch Zecken übertragene Enzephalitis-Virus gehört zur Gattung Flavivirus. Zu dieser gehören unter anderem auch die Japanische Enzephalitis, das Dengue Fieber sowie das Gelbfieber. Bei fsme existieren drei Arten von Krankheitserregern: Die fernöstliche Art, die mitteleuropäische Art und der Erreger der Zweiwellen-Meningoenzephalitis.
Die Viren des Zecken-Enzephalitis-Virus haben eine sphärische Form mit einem Durchmesser von 40-50 nm. Das Virus kann als äußerst widerstandsfähig bezeichnet werden. Es überlebt niedrige Temperaturen, verträgt prinzipiell auch Austrocknung, fällt allerdings bei Raumtemperatur leicht in einen inaktiven Zustand. Ebenso haben Alkohol und Desinfektionsmittel eine inaktivierende Wirkung.

In den meisten Ländern Europas ist die fsme saisonal bedingt, da die schwankenden Temperaturen die Aktivität von Zecken stark beeinflusst. Krankheitsfälle treten daher vor allem im Frühjahr sowie im Sommer auf.

Im Allgemeinen zeichnet sich bei fsme ein zweistufiger Verlauf ab, der nach einer Inkubationszeit von circa einer bis zwei Wochen eintritt. Zunächst setzt eine etwa achttägige Phase mit grippeähnlichen Symptomen ein. Im Anschluss hieran zeigt sich eine asymptomatischer Phase, in welcher verschiedene Anzeichen einer Meningitis (Hirnhautentzündung) deutlich werden, die jedoch hinsichtlich der Schwere durchaus unterschiedlich sein können. So treten bei Kindern häufig mildere Verlaufsformen auf, als bei Erwachsenen.

Eine spezielle Behandlung gegen fsme existiert derzeit noch nicht. Wirkungsvoll hat sich hingegen die Immunisierung mittels Impfung herausgestellt.


Was ist fsme?

Die fsme, oder Zecken-Enzephalistis, ist eine akute Viruserkrankung, die durch zwei verschiedene Virenarten übertragen wird, welche zur Familie der Flaviviridae gehören. Zum einen handelt es sich dabei um einen Virustyp, der vor allem in Mitteleuropa heimisch ist, zum anderen um eine Art die überwiegend in Russland und Teilen Asiens zu finden ist. Beide Typen werden durch den Biss einer Zecke auf kleinere Säugetiere, Vögel und den Menschen übertragen. Die Krankheit äußert sich durch grippeartige Symptome, Lähmungserscheinungen, Gelenkschmerzen, Fieber und in schwereren Verläufen durch drastische Beeinträchtigungen des Nervensystems.

Die fsme gehört zu den sehr gefährlichen Erkrankungen, da die Mortalitätsrate bei etwa 30 % liegt. Darüber hinaus sind oftmals Folgeschäden nach einer Infektion zu erwarten. Diese können den Bewegungsapparat genauso betreffen, wie die Sinneswahrnehmung. Mittels Therapie können einerseits schwere Verlaufsformen abgemildert werden und eventuelle Schäden behoben beziehungsweise reduziert werden. Andererseits besteht aber bislang noch keine Heilungsmöglichkeit für fsme. Dies liegt in erster Linie daran, dass die zuständigen Viren nur sehr selten auf antivirale Mittel reagieren und das Immunsystem vergleichsweise schwach Antikörper bildet. Interessanterweise betrifft dies überwiegend Erwachsene. Bei Kindern verläuft eine fsme in der Regel milder. Hier ist die Mortalitätsrate deutlich niedriger. Sie steigt ab etwa dem 15 Lebensjahr jedoch eklatant an.

Den bislang einzigen zuverlässigen Schutz gegen fsme-Viren gibt eine aktive Impfung, die in den meisten Risikogebieten erhältlich ist. Der Impfstoff, der bereits in den 1940er Jahren entwickelt wurde, besteht im wesentlichen aus inaktiven fsme-Viren, gegen welche der Körper Antikörper bilden kann. Insgesamt ist eine gute Wirksamkeit dieser Immunisierung gegeben. Vorgeschrieben ist die Impfung bislang auch in Risikogebieten nicht. Sie kann bislang nur auf eigenen Wunsch erfolgen, wird aber vor allem jenen Menschen empfohlen, die sich viel in bewaldeten Gebieten aufhalten.

Welche Ursachen gibt es?

fsme hat eine eindeutige Ursache: Der Biss einer Zecke, bei welchem der fsme-Virus übertragen wird. Dies bedeutet selbstverständlich, dass nicht jeder Zeckenbiss zwangsläufig zu einer fsme führt. Lediglich jene Zecken, die selbst Virusträger sind, gelten als gefährlich. So ist es vor allem ausschlaggebend, in welcher Region man sich befindet. In Russland beispielsweise herrscht eine große Verbreitung des fsme-Virus. Diese Region zählt also als Risikogebiet. In England jedoch gibt es keine nachweisbaren Fälle dieser Erkrankung. Auch in Deutschland ist die Ansteckungsgefahr in einigen Gebieten deutlich höher als in anderen. So zählen die östlichen Bundesländer als prinzipiell gefährdet, während sich in den westlichen Bundesländern kaum fsme-Fälle finden lassen. Aus diesen Gründen ist eine Impfung vor allem im Osten Deutschlands empfohlen.

Prinzipiell kann das Virus auch über einen Zwischenwirt in den Menschen gelangen. Dies ist vor allen Dingen dann der Fall, wenn eine Zecke Nutzvieh gebissen hat und dieses anschließend vom Menschen verzehrt wird. Allerdings ist das Risiko hier vergleichsweise gering. Als gefährlichster Übertragungsweg gilt nach wie vor ein direkter Biss. Hinzu kommt, dass die Infektionsgefahr steigt, je länger sich die Zecke in der menschlichen Haut festbeißt.

Die häufigste Ursache für fsme-Infektionen ist die Übertragung durch Zecken. Die Erreger, Viren aus der Familie der Falviviridae, befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecke und werden beim Stich auf den Menschen übertragen. Selten kann eine Übertragung durch infizierte Rohmilchprodukte erfolgen.


Symptome & Anzeichen

Bei den meisten Menschen zeichnet sich eine fsme vor allen Dingen durch grippeähnliche Symptome ab. Häufig werden Kopfschmerzen sowie leichte Muskel- oder Gelenkschmerzen empfunden. Darüber hinaus kommt es nicht selten zu schwachen Fieberschüben, Müdigkeit und allgemeiner körperlicher Schwäche. Es ist jedoch ebenso möglich, dass sich zeitnah gravierendere Symptome einstellen. Diese betreffen vor allem Merkmale, welche Rückschlüsse auf die Beeinträchtigung des Hirns zulassen. Unter anderem können folglich Verwirrung und Halluzinationen auftreten. Muskelschmerzen können sich zu Muskelschwäche oder gar Lähmungserscheinungen ausweiten. Darüber hinaus kommt es zum Teil zu Empfindungsverlust in Bereichen des Gesichts oder der Extremitäten. Beeinträchtigungen des Hörvermögens oder des Sprechens können ebenfalls Symptome einer fsme sein. In einigen Fällen zeigen sich darüber hinaus, vor allem bei Erwachsenen, Anfälle oder ein kompletter Bewusstseinsverlust.

Bei Kleinkindern und Säuglingen kann es zu weiteren spezifischen Symptomen kommen. Auffällig ist beispielsweise, dass sich bei Säuglingen mit dieser Erkrankung die Fontanelle (weiche Stelle am Schädel) zu wölben beginnt. Darüber hinaus sind die Grippesymptome bei Kindern nicht selten deutlich ausgeprägter. Beispielsweise treten Übelkeit bis hin zum Erbrechen auf. Dies geht unter Umständen mit einer verschlechterten Nahrungsaufnahme einher. So kann es beispielsweise geschehen, dass ein Säugling nicht zur gewohnten Stillzeit erwacht oder die Nahrungsaufnahme komplett verweigert. Muskelschmerzen können bei kleinen Kindern auch durch eine komplette Körpersteifigkeit auffallen. Insgesamt zeigen sich Kinder, die an fsme leiden, als äußerst reizbar. Aus diesem Grund kann auch andauerndes Weinen und Schreien ein Symptom für diese Erkrankung sein.

Bei einem Großteil der Infizierten verläuft fsme asymptomatisch, das heißt, der Betroffene hat keinerlei Beschwerden. Bis zu dreißig Prozent der Erkrankten bekommen nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schnupfen und Husten. Weiterhin können Appetitlosigkeit, Übelkeit und Bauchschmerzen auftreten. Diese Symptome klingen nach drei bis sieben Tagen ab. In jedem zehnten Fall geht die Krankheit nach einer ein- bis zweiwöchigen symptomfreien Zeit in eine zweite Phase über, die durch neurologische Beschwerden gekennzeichnet ist, wobei man drei Formen unterschieden kann. Eine Meningitis (Hirnhautentzündung) äußert sich durch Lichtempfindlichkeit, starke Kopfschmerzen, Nackensteifheit und Übelkeit. Bei der Meningoenzephalitis (Entzündung von Gehirn und Hirnhaut) kommen Sprach- und Bewusstseinsstörungen sowie Lähmungen hinzu. Eine Myelo-Meningoenzephalitis (Entzündung von Gehirn, Hirnhaut und Rückenmark) äußert sich durch verstärkte Lähmungserscheinungen, zusätzlich kann die Atmung beeinträchtigt sein.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine wichtige Rolle bei der Erstellung einer genauen Diagnose spielen die klinischen Symptome, epidemiologische Daten sowie die Laboruntersuchung.

Klinische Manifestationen Unter der klinischen Manifestation sind die Merkmale der Krankheit zu verstehen, die der Neurologe bei der Untersuchung des Patienten beschreibt. Klinische Manifestationen umfassen Beschwerden des Patienten, die Merkmale des Ausbruchs der Krankheit sowie die Reihenfolge des Auftretens bestimmter Symptome. Um diese zu ermitteln, wird in der Regel eine gründliche Anamnese erstellt und anschließend eine genaue körperliche Untersuchung vorgenommen. Hierbei können zum Teil auch Merkmale eine Rolle spielen, die vom Patienten selbst als eher unbedeutend wahrgenommen werden. Im Falle einer fsme kann dies beispielsweise ein juckender Insektenstich sein. Unter Umständen hat hier zuvor unbemerkt eine Zecke gebissen.

Der Arzt diagnostiziert eine fsme-Infektion aufgrund der Krankengeschichte mithilfe von Bluttests. Dabei werden die Antikörper gegen das Virus im Blut nachgewiesen. Auch im Nervenwasser lassen sich diese mittels Lumbalpunktion bestimmen. Während der zweiten Krankheitsphase kann durch eine Magnetresonanztomografie ein Befall des Gehirns nachgewiesen werden.

Epidemiologische Daten
Epidemiologische Daten geben Aufschluss über den Wohnort des Patienten, seine beruflichen Aktivitäten, den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel, die Jahreszeit, in der die Krankheit aufgetreten ist und nicht zuletzt der vermutete Ort eines Zeckenbisses. Hierdurch kann ein Arzt besser abschätzen, ob überhaupt eine fsme in Frage kommt. So ist das Risiko dieser Form der Enzephalitis beispielsweise in Ostdeutschland eklatant höher als in Westdeutschland.

Laboruntersuchung

Um die Ursache der Krankheit zu bestätigen, wird der Nachweis von Partikeln des fsme-Virus im Blut und in der Zerebrospinalflüssigkeit mittels PCR (Polymerasekettenreaktion) durchgeführt. Zusätzlich können serologische Verfahren verwendet werden, um den Antikörpertiter (Anzahl der Antikörper im menschlichen Blut) des Patienten zu bestimmen. Hierfür werden Blutproben verwendet, die in Intervallen von 2 Wochen genommen wurden.


Häufigkeit & Diagnosedaten

fsme wird durch zwei verschiedene Virusarten hervorgerufen, die zur Gruppe der Flaviviridae gehören. Beide Typen werden durch den Biss einer Zecke übertragen. Ihr Auftauchen ist auf spezifische Gebiete beschränkt. Ein Virustyp findet sich vor allen Dingen in mitteleuropäischen Gebieten, wie etwa im Osten Deutschlands. Der andere Typ ist vor allem in Russland beheimatet, kommt jedoch auch in Teilen Asiens vor. In anderen Ländern hingegen, hier seien exemplarisch Großbritannien und Norwegen genannt, ist bislang noch kein Fall von fsme bekannt.

Statistische Angaben über die Häufigkeit von fsme gelten als nicht gesichert. Experten gehen hier von einer besonders hohen Dunkelziffer aus. Als Grund dafür ist zu sehen, dass fsme in seiner milden Verlaufsform leicht mit Grippe verwechselt wird und aus diesem Grund nicht gemeldet wird. In Deutschland wird von ungefähr 0,1 bis 3 % Erkrankten jährlich ausgegangen. Andere Länder, vor allem da, wo kein regulärer Impfschutz besteht, können jedoch deutlich höhere Fallzahlen aufweisen. Besonders betroffen sind dabei Menschen, die sich häufig in bewaldeten Gegenden aufhalten. Dazu gehören beispielsweise Landarbeiter oder Geologen. Das erklärt auch, weshalb Männer mehr als doppelt so häufig betroffen sind als Frauen.

Insgesamt gesehen liegt das Infektionsrisiko beim Biss einer Zecke in den entsprechenden endemischen Gebieten bei circa 60 % bis 90%. Abhängig ist dies davon, ob eine Zecke tatsächlich mit dem fsme-Virus infiziert ist und wie lange sie sich auf der Haut des Betroffenen befindet.

Da Zecken nicht zu jeder Jahreszeit aktiv sind, treten fsme-Fälle überwiegend in wärmeren Jahreszeiten auf. Selten hingegen finden Infektionen aufgrund des Genusses von Rohmilchprodukten auf, welche von infizierten Tieren stammen. Auch hier liegen jedoch kaum statistische Angaben vor.


Komplikationen bei der Krankheit

Eine fsme gehört wie jede weitere Form der Enzephalitis zu den schweren Erkrankungen. Der Grund hierfür ist, dass spezielle Viren das Gehirn angreifen und dort zu verschiedenen Schädigungen führen können. Diese haben durchaus gravierende Folgen. Nicht selten spricht ein Virus nicht auf antivirale Mittel an und es kann folglich keine eigentliche Behandlung gewährleistet werden. In schweren Fällen führt eine fsme daher zu Krampfanfällen, Persönlichkeitsveränderungen und anderen Schädigungen der Nerven. Störungen, die das Gehör oder den Sehnerv betreffen sind dann genauso möglich, wie Bewegungsstörungen und motorische Einschränkungen. Zu den gravierendsten Problemen, die sich bei einer fsme einstellen können, gehören Lähmungserscheinungen. Diese betreffen dann auch den Atmungsapparat und es besteht die Möglichkeit, dass die Atmung eines Patienten komplett ausfällt. In diesen Fällen helfen schließlich lediglich lebenserhaltende Maßnahmen wie beispielsweise eine künstliche Beatmung mittels Inkubation.

Eine Komplikation der fsme besteht vor allem dann, wenn der Hirnstamm des Patienten stark angegriffen wurde und sich die Infektion auch auf das Rückenmark ausgebreitet hat. Hernach sind schwere Bewegungsschäden möglich. Eine Heilung wird schließlich nur langsam vonstatten gehen und oftmals kann die ursprüngliche Beweglichkeit des Körpers nicht mehr hergestellt werden. An dieser Stelle sei jedoch gesagt, dass dies vor allen Dingen Erwachsene betrifft. Die Heilungschancen für Kinder sind deutlich größer und mit einer gezielten Nachsorge oftmals sogar gewährleistet.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Zunächst einmal sei gesagt: Nicht jeder Zeckenbiss führt zwangsläufig zu einer fsme. Nötig ist hierfür zum einen, dass die Zecke selbst Träger des Virus ist. Zudem ist selbst bei einem infiziertem Tier noch keine Ansteckung garantiert. Abhängig ist dies auch von der Verweildauer der Zecke in der Haut. Panik ist nach einem Biss also nicht nötig. Wer sich in einem Risikogebiet für fsme befindet, sollte dennoch vorsichtshalber eine Impfung in Erwägung ziehen. Hernach kann ein Zeckenbiss keine gravierenden Schäden in Bezug auf eine Enzephalitis mehr anrichten. Wer jedoch keine Impfung hatte, dem sei dringend angeraten, direkt nach Bemerken eines Zeckenbisses, den Hausarzt aufzusuchen. Dieser kann beispielsweise durch eine Blutprobe oder eine Untersuchung der Zecke feststellen, ob überhaupt eine Infektion mit dem fsme-Virus möglich ist.

Ein Arzt sollte darüber hinaus zügig aufgesucht werden, wenn sich erste Symptome einer Enzephalitis einstellen. Hierzu zählen beispielsweise Fieber, Gelenkschmerzen sowie neurologische Ausfallerscheinungen. Das gilt selbstverständlich auch, wenn kein Zeckenbiss bemerkt wurde. Denn es ist durchaus möglich, dass sich die Zecke noch am Körper befindet, vom Betroffenen jedoch nicht wahrgenommen wird. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass die Zecke nach ihrem Biss bereits abgefallen ist und ein Patient lediglich einen Insektenstich bemerkt. Ein Arzt kann schließlich Auskunft darüber geben, ob ein Zeckenbiss wahrscheinlich und unter Umständen auch gefährlich ist.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung einer fsme erfolgt in der Regel im Krankenhaus. Da die Infektion lediglich auf den Betroffenen beschränkt ist, also nicht als ansteckend gilt und keine Gefahren für Dritte birgt, wird die Behandlung zumeist in der neurobiologischen Abteilung durchgeführt.

Bei einer milden Verlaufsform der fsme reicht es zumeist, dass der Patient strikte Bettruhe einhält. Zudem sollte er viel Flüssigkeit zu sich nehmen, da vor allem durch Fieber eine Austrocknung des Körpers gefährlich werden könnte. Letztlich gibt es eine Reihe von Medikamenten, welche das Allgemeinbefinden des Betroffenen verbessern können. Hierzu gehören einfache Antirheumatika (Schmerzmittel) wie etwa Paracetamol, oder Ibuprofen. Die durch Zecken übertragene Enzephalitis wird in aller Regel auch mit antiviralen Medikamenten behandelt. Hierzu setzten Ärzte beispielsweise Acyclovir ein. Dieses Mittel wird von den meisten Patienten recht gut vertragen und führt nur selten zu Nebenwirkungen (z. B.: Schädigungen der Nieren). Allerdings ist es durchaus üblich, dass die fsme-Viren nicht auf eine solche Behandlung ansprechen.

Menschen, die an einer schweren Verlaufsform der fsme leiden, benötigen zusätzlich einige lebenserhaltenden Maßnahmen. Unter anderem sind Atemhilfen notwendig. Zudem sollten im Krankenhaus Atmung und Herzfunktion dauerhaft überwacht werden. Flüssigkeit wird hier oftmals über einen intravenösen Zugang in den Körper geleite. Schwellungen und extreme Druckbeschwerden werden häufig mit Kortikosteroiden behandelt. Außerdem kann es nötig sein, Krampfanfälle oder Spastiken mit den hierfür geeigneten Medikamenten entgegenzuwirken. Zum Beispiel eignet sich der Einsatz von Phenytoin.

Nach einer akuten FSME-Phase müssen schließlich einige Maßnahmen ergriffen werden, welche Kraft, Beweglichkeit und motorische Fähigkeiten des Patienten wieder herstellen beziehungsweise stärken. Dazu ist unter anderem eine längere Physiotherapie nötig. Abhängig davon, in wie weit Schäden am Hirn entstanden sind, kann zudem eine logopädische Therapie oder eine Ergotherapie sinnvoll sein. Nicht selten sind Patienten nach einer schweren FSME traumatisiert. Deswegen empfiehlt sich überdies eine spezielle Psychotherapie, in welcher die Erkrankung aufgearbeitet werden kann und eventuelle Spätfolgen, welche die Persönlichkeitsstrukturen eines Patienten betreffen, behandelt werden.

Gegen FSME gibt es keine spezielle Therapie, die Symptome werden mit schmerzstillenden, krampflösenden und beruhigenden Medikamenten behandelt. Bei einem Befall des Nervensystems ist eine Überwachung notwendig, da es zu Komplikationen wie Krampfanfällen kommen kann.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Als wirksamste Methode der Vorbeugung einer FSME gilt die aktive Impfung mit einem geeigneten Impfstoff. Dieser besteht aus inaktiven FSME-Viren, gegen welche das Immunsystem nach einer Impfung Antikörper bilden kann. Gewöhnlich erfolgt die FSME-Impfung in drei Etappen. Darüber hinaus wird nach circa fünf Jahren jeweils eine Auffrischung notwendig. Derzeit gilt dieses Verfahren als generell komplikationslos und äußerst zuverlässig. Dennoch ist der Impfstoff bislang noch nicht in allen Ländern zugelassen. Das gilt beispielsweise für die USA. In Deutschland hingegen ist eine aktive Immunisierung durchaus möglich. Sie wird jedoch nicht flächendeckend und standardisiert angewendet, sondern erfolgt lediglich auf eigenen Wunsch. Abgeraten wird sie von Ärzten vor allem dann, wenn ein Patient in ein Risikogebiet reisen möchte beziehungsweise im Osten Deutschlands lebt, da hier FSME-Viren durchaus als verbreitet gelten.

Sollte kein wirksamer Impfschutz gegen eine FSME vorliegen, gibt es darüber hinaus noch einige andere Möglichkeiten, sich vor einer Infektion zu schützen. Hierzu gehört überwiegend der Schutz vor einem Zeckenbiss. Dafür ist es zum einen notwendig, sich intensiv darüber zu informieren, in welchen Gebieten ein erhöhtes FSME-Risiko besteht. Wird ein solches besucht, dann ist es besonders wichtig, geeignete Kleidung zu tragen, wenn man sich in der freien Natur aufhält. Das bedeutet in erster Linie, dass lange Hosen und Oberteile mit langen Ärmeln getragen werden. Hierdurch wird es einer Zecke erschwert, den Weg auf die Haut und folglich auf eine geeignete Bissstelle zu finden. Das Laufen durch hohe Gräser und Farne sollte nach Möglichkeit gänzlich vermieden werden, da hier Zecken nisten könnten.

Es gibt weiterhin eine Reihe von Präparaten, beispielsweise Sprays oder Cremes, die dazu gedacht sind, auf die Haut oder die Kleidung aufgetragen zu werden, um Zecken abzuwehren. Diese Mittel haben durchaus eine Wirkung, sind jedoch in dieser zeitlich recht begrenzt. Ein Anti-Zecken-Spray sollte daher in regelmäßigen Abständen erneut aufgetragen werden. Allerdings kann hierdurch leider keine absolute Sicherheit gewährleistet werden. Das liegt zum einen daran, dass durch Nässe oder Kleidungsart die Haltedauer eines Anti-Zecken-Präparats durchaus vom angegebenen Zeitraum abweichen kann. Zum anderen kann es vorkommen, dass Körperstellen beim Einreiben oder Einsprayen vergessen werden.

Da weder Schutzkleidung noch Anti-Zecken-Präparate einen absolut wirksamen Schutz gegen Zeckenbisse und hernach gegen FSME bilden, sollte nach dem Aufenthalt in der Natur stets die Kleidung gewechselt werden. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, den Körper nach Zecken abzusuchen und sich bestenfalls sofort zu duschen. Sollte eine Zecke entdeckt werden, die sich bereits festgebissen hat, gilt es diese schnellstmöglich zu entfernen. Je länger sie sich auf der Haut befindet, desto höher ist hernach das Infektionsrisiko. Zur Entfernung eignen sich spezielle Zeckenzangen, die unter anderem im Reformhaus oder der Apotheke erhältlich sind. Manchmal sind sie auch Bestandteil eines Erste-Hilfe-Kastens. Wer also in Risikogebiete reist, sollte unbedingt eine solche Zange bei sich tragen. Im Notfall kann aber auch eine Pinzette verwendet werden. Bei der Entfernung sollte vorsichtig vorgegangen werden, damit nicht etwa der Kopf der Zecke in der Haut verbleibt. Hierdurch kann es zu Infektionen der Bissstelle kommen. Das FSME-Risiko geht jedoch vorwiegend vom Körper des Insekts aus. Wer selbst nicht in der Lage ist, das lästige Insekt aus der Haut zu ziehen, kann aber auch einen Arzt oder Apotheker darum bitten. Dies sollte auch bei einer größeren Zecke der Fall sein, die sich bereits eine geraume Zeit festgebissen hat.

Die aktive Impfung gegen FSME erfolgt durch abgetötete Viren, die die Bildung von Antikörpern anregen. Sie besteht aus einer Grundimmunisierung aus drei Injektionen sowie einer Auffrischungsimpfung nach drei Jahren. Danach ist eine Auffrischung alle fünf Jahre, bei älteren Menschen alle drei Jahre nötig. Eine passive Immunisierung wird nicht mehr durchgeführt


Prognose zur Heilung

Insgesamt gesehen stehen die Chancen für eine komplette Heilung einer FSME eher schlecht. Verschiedenen Studien zufolge gelingt dies nur bei den wenigsten Patienten, von welchen wiederum die meisten Kleinkinder sind. Besonders bei Erwachsenen besteht ein hohes Risiko, dass sich die Erkrankung dauerhaft manifestiert. Abhängig vom Krankheitsverlauf können also langanhaltende Schäden zurückbleiben. Die Hälfte der Betroffenen werden sogar lebenslange Funktionsstörungen haben. Darüber hinaus ist die Mortalitätsrate nach einer Infektion mit FSME-Viren relativ hoch. Vermutlich versterben ungefähr 35 % aller Patienten aufgrund ihrer Erkrankung. Dabei muss der Tod nicht direkt während der akuten Phase eintreten. Da sich die Krankheit sehr langwierig gestalten kann, ist es durchaus möglich, dass die FSME bis zu zehn Jahren nach der Infektion tödlich endet. Abhängig ist dies selbstverständlich davon, wie gut ein Patient auf die Behandlung reagiert, wie sein grundsätzliches Allgemeinbefinden ist und in welchem Alter er sich befindet. Es wird davon ausgegangen, dass vor allem bei ältere Betroffenen eine FSME drastische Folgen haben kann, während die Mortalitätsrate bei kleiner Kindern eher gering ist.


FSME-Impfung

In Deutschland ist die FSME-Impfung bislang noch nicht flächendeckend. Sie wird von Ärzten allerdings empfohlen, wenn man entweder in den Risikogebieten Deutschlands, also Süd- oder Ostdeutschland, wohnt, beziehungsweise wenn eine Reise nach Osteuropa, Asien oder Russland geplant ist. Denn nach wie vor bietet die Immunisierung mittels Impfung den einzig wirksamen Schutz gegen FSME. In den vergangenen Jahren wurde zwar versucht, die virusübertragende Zecke komplett zu eliminieren, dieses Vorhaben war aber bislang nicht von Erfolg gekrönt. Aus diesem Grund werden immernoch schätzungsweise Zehntausend FSME-Fälle jährlich registriert.

Die Impfung gegen FSME ist eine aktive Immunisierung, bei welcher dem Körper inaktive Viren injiziert werden. Diese werden in Zellen von Hühnern gezüchtet und gemeinsam mit menschlichem Eiweiß, Formaldehyd, Antibiotika und diversen Salzen aufbereitet. Nach einer Injektion dieser Mischung in das Muskelgewebe, zumeist des Oberarms, ist der menschliche Körper hernach in der Lage die spezifischen Muster der Viren zu erkennen und entsprechende Antikörper zu bilden, ohne gleichzeitig gegen eine reale Infektion kämpfen zu müssen.

Mit einer FSME-Impfung kann mittlerweile eine circa 95%ige Immunisierung erreicht werden. Notwendig ist hierfür jedoch eine genaue Einhaltung eines Impfplans. Ähnlich wie bei Impfungen gegen andere Formen der Enzephalitis, beispielsweise der Japanischen Enzephalitis, ist eine mehrfache Impfung unabdingbar, da der Körper für die Immunabwehr dieses Virentyps relativ viel Zeit benötigt. Die komplette Grundimmunisierung benötigt daher drei Impfungen. Die zweite Dosis sollte in der Regel zwischen einem und drei Monaten nach der ersten verabreicht werden. Die dritte Injektion erfolgt schließlich circa neun bis zwölf Monate nach der ersten. Bereits nach der zweiten Impfung besteht eine Immunisierung, die mit der dritten Dosis etwa drei Jahre anhalten sollte. Ärzte gehen von einer wesentlich längeren Haltbarkeit des Impfschutzes aus. Dennoch ist es angeraten, nach etwa drei Jahren den Schutz noch einmal zu erneuern.

Mit gravierenden Nebenwirkungen ist nach einer FSME-Impfung in der Regel nicht zu rechnen, sie sind allerdings nicht ausgeschlossen. Möglich sind die typischen Symptome einer Abwehrreaktion des Körpers, die in gleichem Maße auch bei leichten grippalen Infekten vorkommen. Hierzu gehören beispielsweise Rötungen um die Injektionsstelle herum, leichte Temperaturerhöhung, Anschwellen der Lymphknoten oder Schwächegefühle. Besonders bei Kindern kann es überdies zu Übelkeit und Nackensteifigkeit kommen. In aller Regel sind die genannten Symptome jedoch nach einigen Tagen verflogen. Ärzte empfehlen zudem, direkt nach einer erfolgten Impfung keinen anstrengenden körperlichen Aktivitäten nachzugehen. Auf Sport sollte folglich bis circa zwei Tage nach der FSME-Impfung verzichtet werden.

In seltenen Einzelfällen gibt es nach der FSME-Immunisierung gravierendere Komplikationen. Diese ergeben sich zumeist aus allergischen Reaktionen, die sich durch Atemnot, Nesselsucht oder Neuritis äußern. Menschen, die gegen Hühnereiweiß, welches zur Herstellung des Impfstoffes verwendet wird, allergisch sind, sollten daher von einer Impfung absehen. Bei wem generell Komplikationen im Bezug auf Impfungen aufgetreten sind, der sollte sich auch vor einer FSME-Impfung vom behandelnden Arzt beraten lassen. Dies betrifft allerdings, wie bereits erwähnt, nur einen sehr geringen Teil der weltweiten Bevölkerung.


Alternative Behandlungsmethoden

FSME gehört zu den sehr schweren Erkrankungen des Nervensystems. Das besonders Gefährliche an dieser Virusinfektion ist, dass es kein Heilmittel im eigentlichen Sinne gibt. Lediglich die Symptome können mit einer entsprechenden Therapie gelindert werden. In circa 20 % der Fälle eignen sich hierfür auch alternative Heilmittel. Sie können dann zum Einsatz kommen, wenn lediglich das erste Stadium einer FSME vorliegt und der Patient leichte Grippesymptome wahrnimmt. Mit Hausmitteln, Kräutertees oder Globuli ist es hernach möglich, dem Betroffenen Linderung zu verschaffen.

In Der überwiegenden Anzahl der Fälle, manifestiert sich die FSME über gravierendere Symptome: Lähmungserscheinungen, Atmungsbeschwerden und Krampfanfälle sind dann möglich. Diese Erscheinungen sollten unter gar keinen Umständen selbstständig behandelt werden. Es gilt vielmehr einen Arzt aufzusuchen, der aller Wahrscheinlichkeit nach eine sofortige Einlieferung ins Krankenhaus in die Wege leiten wird. Patienten mit schweren Verlaufsformen der FSME sind darüber hinaus oftmals auf lebenserhaltende Maßnahmen, beispielsweise eine künstliche Beatmung mittels Inkubation, angewiesen.

Alternative Behandlungsmethoden spielen vor allem nach einer FSME eine Rolle. Patienten behalten in vielen Fällen bleibende Schäden zurück, die im Anschluss an eine akute Erkrankung behandelt werden müssen. Eine Reihe von Therapien kommt hierfür in Frage. Dazu gehören unter anderem:

Mit den genannten Therapieformen soll vor allen Dingen die Beweglichkeit der zumeist angegriffenen Muskeln und Nerven des Bewegungsapparates wiederhergestellt werden. Oftmals helfen sportliche Aktivitäten dabei, das eigene Körpergefühl zurück zu gewinnen. Darüber hinaus sollen Ängste und Stress abgebaut werden, die sich nach einer solchen schweren Erkrankung oftmals beim Patienten einstellen. Welche Therapieform angemessen ist, können Betroffene dabei selbst entscheiden und sich gegebenenfalls vom behandelnden Arzt beraten lassen.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt im Grunde genommen keine wirksamen Hausmittel, die bei einer FSME Heilung versprechen könnten. Bei einer leichten Verlaufsform der Krankheit können jedoch jene Hausmittel eingesetzt werden, die auch bei grippalen Infekten eine Linderung der Symptome versprechen. Hierzu gehören beispielsweise verschiedene warme Wickel, das Trinken von Tees, Bettruhe und genügend Erholung.

Gravierende Formen der FSME, wie sie bei den meisten Infizierten auftreten, ist allein mit Hausmitteln nicht nachzukommen. Behandlungen sollten dann stets im Krankenhaus und unter ärztlicher Aufsicht stattfinden. Ob zusätzliche Hausmittel als Therapie überhaupt in Frage kommen, muss hernach mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Am wirksamsten gestalten sich Hausmittel bei der Vermeidung von Zeckenbissen. Hierzu gehört beispielsweise das Tragen langer Kleidung, wenn Wanderungen durch bewaldete Gebiete und hohe Gräser unternommen werden. Vereinzelt finden sich auch Hinweise darauf, dass Zecken mit dem Geruch von Knoblauch und Calendula abgewehrt werden können. Hierfür müsste jedoch der gesamte Körper und am besten auch noch die Kleidung mit den genannten Substanzen eingerieben werden. Das Tragen einer Knoblauchzehe in der Hosentasche wird hingegen keine Zecke am Biss hindern.

Inzwischen existieren eine Reihe von Anti-Zecken-Sprays, die in den Apotheken und Reformhäusern rezeptfrei erhältlich sind. Diese werden direkt vor dem Besuch der Natur auf den Körper und die Kleidung flächendeckend aufgetragen und gewähren anschließend einen mehrstündigen Schutz.

Sollte es ungeachtet der empfohlenen Schutzmaßnahmen zum Zeckenbiss gekommen sein, sollte das Insekt möglichst zeitnah entfernt werden. Hierfür eignen sich beispielsweise sogenannte Zeckenkarten oder Zeckenzangen. Die Entfernung kann folglich von jedem selbstständig vorgenommen werden. Mit den genannten Hilfsmitteln wird die Zecke dabei vorsichtig aus der Haut gezogen. Andere Entfernungsmethoden, beispielsweise mit Öl oder spitzen Nadeln, sollten jedoch nicht angewendet werden, da die Zecke hierdurch zur schnellen Speichelabsonderung angeregt wird. Hierdurch erhöht sich schließlich die Infektionsgefahr mit dem FSME-Virus, der durch den Speichel übertragen wird.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Calendula
  • Kamille
  • Hirschzungenfarn
  • Achat
  • Weerich
  • Schwarzkümmel
  • Zitrone
  • Knoblauch
  • Aloe vera

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

  • Lavendel
  • Teebaumöl
  • Citrusöl
  • Kokosöl
  • Zedernöl
  • Ylang
  • Kiefernöl
  • Eukalyptus
  • Geranie

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

  • Enchinacea
  • Hepar sulfuris
  • Silicea
  • Ledum
  • FSME-Nosode

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Es gibt im Grunde genommen keine bestimmte Ernährungsweise, die bei einer Infektion mit FSME-Viren angeraten ist. Magen und Darm sind in der Regel nicht von der Erkrankung betroffen und folglich werden alle Nahrungsmittel recht gut vertragen. In der akuten Krankheitsphase ist lediglich darauf zu achten, dass dem Körper genügend Flüssigkeit zugeführt wird. Hierfür eignen sich vor allen Dingen Wasser sowie ungesüßte Fruchttees oder verdünnte Säfte. Von zuckerhaltigen Getränken und Limos sollte eher abgesehen werden, da sie dem Körper zusätzlich Flüssigkeit entziehen und nur kurzfristig den Durst lindern.

Unabhängig vom Krankheitsstadium ist eine gesunde Ernährung insgesamt förderlich, da sie die Immunabwehr stärkt und für ein stabiles Befinden des Betroffenen sorgen kann. Eine Reihe von Richtlinien können hierfür befolgt werden. Dazu gehört in erster Linie der regelmäßige und ausreichende Verzehr von frischem Obst und Gemüse. Sie sollten den Hauptbestandteil einer Mahlzeit bilden. Fleisch und Wurstwaren hingegen sollten nicht in zu häufigem Maße gegessen werden. Darüber hinaus ist Geflügel stets andern Fleischsorten vorzuziehen.

Dem gegenüber stehen einige Nahrungsmittel, die sich im Bezug auf eine gesunde Lebensweise kontraproduktiv gezeigt haben. Vorsicht sollte beispielsweise bei Fertigprodukten gewahrt werden. In ihnen stecken oftmals diverse Zucker und Zusatzstoffe, welche dem Menschen mehr schaden als nutzen. Hinzu kommen stark zuckerhaltige und fettreiche Lebensmittel, die von Ärzten als Auslöser diverser Stoffwechselerkrankungen gesehen werden. Selbstverständlich sollte außerdem auf Suchtstoffe komplett verzichtet werden: Alkohol, Tabakwaren sowie stark koffeinhaltige Produkte sollten nicht konsumiert werden. Sie können unter ungünstigen Umständen den Heilungsverlauf negativ beeinträchtigen.

Sollten darüber hinaus bestimmte Ernährungsweisen und Lebensmittel bei der Therapie oder akuten Krankheitsphase eine Rolle spielen, wird dies vor allem durch den behandelnden Arzt oder einen Ernährungsberater mitgeteilt. Es ist durchaus auch möglich, sich gezielt hierüber informieren zu lassen. Dies gilt vor allen Dingen dann, wenn Beschwerden mit dem Verdauungstrakt auftauchen, welche mit einer FSME in Verbindung gebracht werden.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist FSME nur durch Zecken übertragbar?

Der Hauptgrund für eine Infektion mit dem FSME-Virus ist tatsächlich der Biss einer infizierten Zecke. Andere Insekten sind keine Träger des Virus. Es ist allerdings möglich sich über die Produkte anderer Tiere anzustecken, welche zuvor von einer Zecke gebissen wurden. Hierfür kommen beispielsweise Rohmilcherzeugnisse in Frage. Insgesamt gesehen tritt FSME nach dem Konsum von Rohmilch eher selten auf. In Deutschland sind hier kaum Fälle bekannt. Wahrscheinlicher ist dies eher osteuropäischen Ländern. Aus diesem Grund wird stets empfohlen, in diesen Gegenden auf die genannten Produkte zu verzichten.

Helfen Anti-Zecken-Sprays bei der Vermeidung einer Infektion?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich vor dem Biss einer Zecke wirksam zu schützen. Es helfen beispielsweise alle gängigen Maßnahmen, die es der Zecke erschweren, sich an der menschlichen Haut festzubeißen. Hierzu zählen unter anderem die gänzliche Vermeidung langer Wanderungen durch hohes Gras und bewaldetes Gebiet in den Jahreszeiten, in denen Zecken aktiv sind, also etwa in den Monaten April bis September. Darüber hinaus ist es angeraten, lange Kleidung in der Natur zu tragen und diese hernach sofort zu wechseln. Den Körper regelmäßig nach Zecken abzusuchen, die sich noch nicht festgebissen haben, kann ebenfalls hilfreich sein.

Anti-Zecken-Mittel gelten ebenfalls als sichere Methode, den Biss einer Zecke zu verhindern. Notwendig ist hierfür allerdings, dass die Hinweise auf den entsprechenden Produkten genau eingehalten werden. Sie sollten darüber hinaus auf den gesamten Körper und der gesamten Kleidung aufgetragen werden. Jede ausgesparte Stelle kann hingegen durchaus von einer Zecke befallen werden. Darüber hinaus verfliegt die Wirkung der meisten Produkte bereits nach wenigen Stunden. Wer sich also länger in der freien Natur aufhält oder eine höhere Sicherheit benötigt, sollte sich unbedingt gegen das FSME-Virus impfen lassen. Hierdurch kann eine Infektion mit 95%iger Wahrscheinlichkeit verhindert werden.

Gegen welche Form der FSME hilf die Impfung?
Derzeit sind zwei verschiedene Arten von Zecken-Enzephalitis bekannt. Ein Typ tritt überwiegend in Mitteleuropa auf. Der andere Typ, der zu wesentlich mehr Infektionen führt, ist vor allem in Russland, Teilen Osteuropas und Asien zu finden. Beide Typen unterschieden sich hinsichtlich ihrer Struktur allerdings nur minimal voneinander. Aus diesem Grund ist der derzeit angewendete Impfstoff gegen beide Formen wirksam.

Ist FSME heilbar?
In jenen Fällen, in denen keine Grundimmunisierung besteht, hat das FSME-Virus gravierende Wirkung auf den menschlichen Körper. Zum einen vermehrt es sich recht schnell, sobald es in den Menschen eingedrungen ist. Zum anderen belastet es das Immunsystem und die Nerven sehr stark. Aus diesem Grund ist der Körper oft nicht in der Lage entsprechend zu reagieren und bildet nur sehr langsam Antikörper gegen den eingedrungenen Erreger. Unterstützung gegen diesen Kampf ist zudem nicht möglich. Die sehr resistenten Viren reagieren zumeist nicht auf antivirale Medikamente. Daher gilt insgesamt, dass eine Heilung der FSME mit Behandlungen nicht möglich ist. Lediglich Therapien zur Symptomlinderung sind möglich.

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