FSME

Was ist FSME?

FSMEDie Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute, die auch das Nervensystem befallen kann.

Der Name bezieht sich auf eine Häufung der Erkrankungsfälle in der warmen Jahreszeit.

Unser Ratgeber soll über FSME informieren und aufklären.

Ursachen von FSME

Die häufigste Ursache für FSME-Infektionen ist die Übertragung durch Zecken. Die Erreger, Viren aus der Familie der Falviviridae, befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecke und werden beim Stich auf den Menschen übertragen.

Selten kann eine Übertragung durch infizierte Rohmilchprodukte erfolgen.

Symptome bei FSME

Bei einem Großteil der Infizierten verläuft FSME asymptomatisch, das heißt, der Betroffene hat keinerlei Beschwerden. Bis zu dreißig Prozent der Erkrankten bekommen nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schnupfen und Husten.

Weiters können Appetitlosigkeit, Übelkeit und Bauchschmerzen auftreten. Diese Symptome klingen nach drei bis sieben Tagen ab. In jedem zehnten Fall geht die Krankheit nach einer ein- bis zweiwöchigen symptomfreien Zeit in eine zweite Phase über, die durch neurologische Beschwerden gekennzeichnet ist, wobei man drei Formen unterschieden kann.

Eine Meningitis (Hirnhautentzündung) äußert sich durch Lichtempfindlichkeit, starke Kopfschmerzen, Nackensteifheit und Übelkeit. Bei der Meningoenzephalitis (Entzündung von Gehirn und Hirnhaut) kommen Sprach- und Bewusstseinsstörungen sowie Lähmungen hinzu.

Eine Myelo-Meningoenzephalitis (Entzündung von Gehirn, Hirnhaut und Rückenmark) äußert sich durch verstärkte Lähmungserscheinungen, zusätzlich kann die Atmung beeinträchtigt sein.

Diagnose von FSME

Der Arzt diagnostiziert eine FSME-Infektion aufgrund der Krankengeschichte mithilfe von Bluttests. Dabei werden die Antikörper gegen das Virus im Blut nachgewiesen. Auch im Nervenwasser lassen sich diese mittels Lumbalpunktion bestimmen. Während der zweiten Krankheitsphase kann durch eine Magnetresonanztomografie ein Befall des Gehirns nachgewiesen werden.

Therapie bei FSME

Gegen FSME gibt es keine spezielle Therapie, die Symptome werden mit schmerzstillenden, krampflösenden und beruhigenden Medikamenten behandelt. Bei einem Befall des Nervensystems ist eine Überwachung notwendig, da es zu Komplikationen wie Krampfanfällen kommen kann.

Impfung gegen FSME

Die aktive Impfung gegen FSME erfolgt durch abgetötete Viren, die die Bildung von Antikörpern anregen. Sie besteht aus einer Grundimmunisierung aus drei Injektionen sowie einer Auffrischungsimpfung nach drei Jahren.

Danach ist eine Auffrischung alle fünf Jahre, bei älteren Menschen alle drei Jahre nötig. Eine passive Immunisierung wird nicht mehr durchgeführt

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