Mumps Impfung für Kinder

Mumps – wissenswerte Informationen über die Virusinfektion

 

Mumps ist eine Erkrankung, die mittels Tröpfcheninfektion durch Viren ausgelöst werden kann. In früheren Jahren wurde Mumps noch als Ziegenpeter bezeichnet, was mit der auffallenden Schwellung im Gesicht der Erkrankten zusammenhängt. Die Ansteckungsgefahr von Mumps liegt bei etwa 60 Prozent, wobei ein gehäuftes Auftreten von Mumps bei Kindern ab 4 Jahren festzustellen ist. Eine Mumps-Erkrankung muss beim zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden und erfordert in den meisten Fällen eine längere Bettruhe. Auch die Aufnahme von festen Speisen ist für einen bestimmten Zeitraum kaum möglich.

 

Der sogenannte Paramoxyvirus steckt hinter einer Mumps-Erkrankung und es kann bei Ausbruch von Mumps in der Folge noch zu anderen Krankheiten führen. Denkbar ist beispielsweise eine Hirnhautentzündung oder auch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. In sehr seltenen Fällen leiden Kinder unter einer Entzündung des Hörnervs, die zu dauerhaften Hörschäden führen kann.

 

Eine Impfung gegen Mumps im Kindesalter, die zweimal durchgeführt werden sollte, kann einen wirksamen, umfassenden Schutz gegen die Virusinfektion bieten. Ist bereits einmal eine Ansteckung mit Mumps-Viren erfolgt, so ist eine lebenslange Immunität gegeben. In diesen Fällen muss eine Mumps-Impfung nicht erfolgen.

 

Mumps – wie sieht das Krankheitsbild aus?

 

Die Symptome für Mumps im Anfangsstadium weisen nicht zuerst auf die Virusinfektion hin. Die infizierten Kinder sind müde, zeigen keinen Appetit und klagen vermehrt über Kopf– und Gliederschmerzen. Erst ein paar Tage später kommt es zu leichtem bis mittelschwerem Fieber. Zu Anfang klagen Kinder bei einer Infektion mit Mumps auch über Schmerzen im Bauchraum. Gerade bei Kleinkindern unter 2 Jahren kann es aber auch vorkommen, dass eine Mumps-Infektion ohne Symptome und völlig unbemerkt abläuft.

 

Die zuvor beschriebenen Schwellungen im Bereich des Gesichts, vornehmlich Ohrspeicheldrüse, zeigen sich nach 16 bis 18 Tagen. Die Ohrspeicheldrüse muss bei Mumps nicht beidseitig geschwollen sein. Es besteht auch die Möglichkeit, dass es nur zu einer einseitigen Schwellung der Drüse kommt, welche beim Jochbogen beginnt. Ist die Schwellung extrem ausgeprägt, kommt es in der Folge zu einer Beeinträchtigung des Gehörganges. Die Ohren beginnen zu schmerzen.

 

Neben der Ohrspeicheldrüse können auch andere Drüsen oder Regionen von Schwellungen betroffen sein. Dies trifft in manchen Fällen beispielsweise auf die Lymphknoten zu. So kommt es zu Schwierigkeiten und Schmerzen bei Kopf– und Kaubewegungen. Auch Schlucken ist nur noch unter starken Schmerzen möglich.

 

In seltenen Fällen kann eine Infektion mit Mumps auch zu schwerwiegenden Komplikationen führen. So kann es zu einer Entzündung des Gehirns, einer sogenannten Enzephalitis, oder einer Meningitis im Zuge von Mumps kommen. Die betroffenen Patienten klagen über Schläfrigkeit und eine Steifheit des Halses. Denkbar ist ebenfalls eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, welche sich durch Erbrechen und Durchfall äußern kann.

 

Kommt es zu einer Mumps-Infektion im Erwachsenenalter, so sind auch andere Komplikationen oder Folgeerkrankungen denkbar. So kann es beispielsweise zu einer Hodenentzündung kommen, die meist nur auf einer Seite auftritt und sehr schmerzhaft ist. Auch eine Nierenentzündung ist möglich.

 

Impfung gegen Mumps – der effektive Schutz gegen die viralen Erreger

 

Bei einer Impfung gegen Mumps wird ein sogenannter Lebendimpfstoff eingesetzt. Dies bedeutet, dass in der Impfung lebende Viren vorhanden sind, allerdings in äußerst abgeschwächter Form. Es wird sozusagen eine Mumps-Infektion simuliert, sodass der Körper Abwehrstoffe, die sogenannten Aktivkörper, bildet. Dabei handelt es sich um die aktive Form der Immunisierung, die besonders lange vorhält. Kommt es zu einer Ansteckung mit Mumps-Viren, kann der Körper diese mithilfe der Antikörper abwehren.

 

Die Injektion einer Mumps-Impfung erfolgt intramuskulär, meist in Kombination mit Impfungen gegen Masern und Röteln. Folgende Richtlinien gelten bei einer Impfung gegen Mumps:

 

  •       erste Impfung mit 11 bis 14 Monaten
  •       zweite Impfung mit 15 bis 23 Monaten

 

Wichtig ist, dass neben der 1. und 2. Impfung eine Zeitspanne von 28 Tagen liegt. Sind beide Impfungen erfolgt, so haben Kinder eine Immunität gegen Mumps, die ein Leben lang anhält.

 

Generell können Kinder immer gegen Mumps geimpft werden, sofern keine akute Erkrankung vorliegt. Ist dies der Fall, muss der Termin für die Mumps-Impfung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

 

Impfreaktion und mögliche Komplikationen bei einer Mumps-Impfung

 

Schwellungen rundum die Injektionsstelle oder schmerzhafte Verhärtungen können bei einer Impfung gegen Mumps auftreten. Auch Rötungen an der Einstichstelle sind denkbar und stellen keinen Grund zur Besorgnis dar. Immerhin müssen der Körper und das körpereigene Immunsystem auf die abgeschwächten Erreger reagieren.

 

Eine mögliche Impfreaktion ist auch geringes Fieber, das oftmals mit Kopf- und Gliederschmerzen verbunden ist. In seltenen Fällen kann es zu einer minimalen oder etwas ausgeprägteren Schwellung der Ohrspeicheldrüse kommen. Es wird sozusagen eine leichte Form einer Mumps-Erkrankung simuliert.

 

Handelt es sich um eine MMR-Impfung, also eine Maser-Mumps-Röteln-Impfung, so können noch weitere Impfreaktionen auftreten. Ein Hautauschlag in leichter Form ist bei einer Masern-Impfung möglich, der oft auch als Impfmasern bezeichnet wird.

 

Kinder mit einer Allergie gegen Hühner-Eiweiß können in der Regel bedenkenlos eine Impfung gegen Mumps erhalten. Ganz geringe Spuren von Hühner-Eiweiß sind in der Impfung zwar vorhanden, aber es ist eine andere Form von Eiweiß. Studien haben gezeigt, dass die meisten Allergiker die Mumps-Impfung sehr gut vertragen.

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