Ohrspeicheldrüse

Die Anatomie der Ohrspeicheldrüse

Die Ohrspeicheldrüse, ebenfalls unter Glandula parotis bekannt, ist eine im Ohr liegende, paarig angelegte Drüse. Sie zählt als größte Speicheldrüse des menschlichen Körpers und wird von der Parotisloge, einer bindegewebigen Faszienschicht umhüllt. Die Ohrspeicheldrüse befindet sich im Inneren des Schädels und wird hierbei durch den Unterkiefer und den äußeren Gehörgang begrenzt. Der nachfolgende Artikel beinhaltet die Definition der Ohrspeicheldrüse, ihre Funktionen und Aufgaben sowie ihre Anatomie und ihren Aufbau. Gleichfalls werden typische und häufige Krankheiten, Symptome und Beschwerden der Ohrspeicheldrüse vermerkt und diese für eine bessere Übersicht zusammengefasst.

Was ist die Ohrspeicheldrüse?

Die Ohrspeicheldrüse bzw. Glandula parotis ist eine rein seröse Körperdrüse, welche zum Ohr gehört und im Inneren des menschlichen Schädels liegt. Sie besteht aus einem Bindegewebe, weiten Ausführungsgänge und Septen. Durch die Ausführungsgänge kann der gebildete Speichel in die Mundhöhle wandern. Sämtliche Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse tragen ein einziges ein-bis zweireihiges hochprismatisches Epithel.

Unter dem Mikroskop werden weitere Merkmale der Ohrspeicheldrüse sichtbar, welche mit dem Auge sonst nicht ersichtlich werden. Die mikroskopische Ansicht ermöglicht die Feststellung einer vermehrten Anzahl an Mitochondrien, welche in den Streifenstücken der Ohrspeicheldrüse liegen. Mitochondrien sind generell die Kraftwerke einer Zelle, sodass der Ohrspeicheldrüse eine erhöhte Stoffwechselrate in den Zellen zugeschrieben wird.

Bei Menschen jeden Alters liegen oft Gefäße, Lymphfollikel, Nerven und Ganglien in den Septen. Bei älteren Menschen kommt es in ihnen häufig zu einer Ansammlung von Fettzellen. Die Fettzellen in den Septen schränken die Speichelbildung ein. Durch die eingeschränkte Funktion der Speichelbildung können sich in der Ohrspeicheldrüse vermehrt Krankheiten ausbreiten.

Die Produktion des Speichels obliegt nicht vollkommen allein der Ohrspeicheldrüse. Gemeinsam mit der Unterkiefer- und der Unterzungenspeicheldrüse, den anderen beiden großen Kopfspeicheldrüsen des Menschen, produzieren die drei Drüsen rund 90 Prozent des gesamten Speichels im menschlichen Körper. Die Speichelproduktion unterscheidet sich geringfügig bei jedem Menschen. Dennoch produzieren die drei Drüsen binnen 24 Stunden rund 1000 bis 1550 Milliliter Speichelflüssigkeit, wobei eine Sekretionsrate von 0,6 bis 1,1 Milliliter Speichel je Minute vorherrscht.

Funktionen und Aufgaben der Ohrspeicheldrüse

Die Ohrspeicheldrüse besitzt lediglich eine einzige Funktion im Körper des Menschen, die Speichelproduktion. Ob die Glandula parotis ebenfalls ein hormonelles Organ darstellt, ist bis heute nicht bestätigt worden, sodass ihr bis dato keine weiteren Aufgaben als die Produktion des Speichels im Körper zugeschrieben wird. Der produzierte Speichel wird allerdings nicht in der Drüse bewahrt, sondern gelangt über das Ausführungssystem in einzelne, solitäre Drüsen. Diese Drüsen befinden sich allesamt in der gesamten Schleimhaut von Lippen, Mundhöhle und Rachen. Die Weiterleitung bzw. Produktion des Speichels ist kontinuierlich, sodass sie ununterbrochen fortgesetzt wird.

Setzt die Speichelproduktion aus, besteht Grund zur Sorge, da dies ein Anzeichen für einen Krankheitsfall ist. Bei einem Krankheitsfall versiegt die Speichelproduktion teilweise oder gänzlich, sodass ein Ausbleiben von Speichel bei einem gesunden Menschen nicht auftritt. Hingegen ist es natürlich, dass die Speichelproduktion während der Nacht abnimmt, wobei dennoch auch im Ruhezustand Speichel hergestellt wird. Nimmt der Mensch feste Nahrung zu sich, wird sie mit Hilfe des Speichels verflüssigt, wodurch der Schluckvorgang wesentlich erleichtert wird. Auf flüssige Nahrung hingegen hat der Speichel als eine Art Transporthilfe wenig bis keine Auswirkungen, da diese bereits über ausreichend Flüssigkeit für den Weitertransport in den Magen verfügt.

Gleichfalls ist die Speichelsekretion nicht immer gleich stark. Bei einer Irritation des Nervus Sympathikus wie beispielsweise dem Essen kann sich die Speichelproduktion bis zur fünffachen Menge der Normalproduktion erhöhen. Die erhöhte Speichelmenge wird benötigt, um die gekaute Nahrung anzufeuchten und den Transport durch die Speiseröhre zum Magen zu erleichtern.

Der menschliche Speichel besteht hauptsächlich aus Wasser der Ohrspeicheldrüse. Zusätzlich werden ihm verschiedene Eiweiße, Enzyme und Elektrolyte beigemengt. Mittels der Speichelenzyme wird hauptsächlich der Verdauungsprozess von komplexen Zuckermolekülen eingeleitet, sodass unter anderem Stärke verdaut werden kann. Zugleich ermöglicht der Speichel die Spaltung von einfachen Proteinen durch die sogenannten Proteasen, wodurch die Proteine ebenfalls für die weitere Verdauung vorbereitet werden.

Neben der Hilfe bei der Verdauung und Weiterleitung der Nahrung in den Magen verfügt der menschliche Speichel über eine gewisse Schutz- und Abwehrfunktion. Durch den Speichel werden die empfindlichen Schleimhautoberflächen von Rachen und Mund stetig gereinigt. Obwohl insbesondere der Rachen anfällig für Bakterien und daraus resultierende Krankheiten ist, können viele Bakterien durch den Speichel so gesehen vernichtet werden. Zudem ist der Speichel Teil der Gesunderhaltung der Zahnsubtanz, da er schädliche Säuren neutralisiert und den Zahnschmelz mit gelösten Mineralien härtet. Dringen Säuren, Bakterien, Schwermetalle, Antibiotika oder andere körperfremde Stoffe in den Mund ein, werden diese mittels Speichel ausgeschieden, sodass nur in Härtefällen eine Erkrankung entsteht.

Zusammenfassung der Funktionen und Aufgaben der Ohrspeicheldrüse

 

  • kontinuierliche Speichelproduktion
  • Weiterleitung des Speichels über Ausführungssystem in solitäre Drüsen
  • Versorgt Lippen, Rachen und Mundhöhle mit Speichel
  • Verflüssigung und Weitertransport von fester Nahrung durch Speichel
  • Schutz vor Bakterien und anderen körperfremden Stoffen sowie Härtung des Zahnschmelzes durch Speichel

Anatomie und Aufbau der Ohrspeicheldrüse

Die Ohrspeicheldrüse befindet sich im Inneren des menschlichen Schädels, wobei ihr Großteil in der Fossa retromandibularis lokalisiert ist. Durch den Utnerkiefer bzw. Mandibula, den Musculus masseter, dem Musculus sternocleidomastoideus, den Processos mastoideus, den Musculus digastricus, den Processus styloides sowie den äußeren Gehörgang bzw. Meatus acusticus externus wird die Ohrspeicheldrüse begrenzt, sodass die Drüse nicht frei liegt. Damit die Drüse nicht durch die Haut dringt, wird sie in Richtung Hautoberfläche zusätzlich durch die Fascia parotidea begrenzt. Die Fascia parotidea ist eine Hülle bestehend aus Bindegewebe, welche die komplette Drüse umhüllt. Zusätzlich handelt es sich bei der Fascia parotidea um das tiefe und oberflächliche Blatt der Parotisloge.

Die Ohrspeicheldrüse ist eine äußerst leichte Drüse, da sie lediglich 20 bis 30 Gramm Gewicht besitzt. Durch die Vena retromandibularis und das Nervengeflecht Plexus parotideus, welhes Bestandteil des Nervus facialis ist, wird die Ohrspeicheldrüse unterteilt. Mittels Unterteilung entstehen der oberflächliche Teil bzw. Pars superficialis sowie der tiefe Teil bzw. Pars profunda.

Der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse, der Ductus parotideus, verläuft vom Musculus masseter über den Musculus buccinator und endet schließlich in der Mundhöhle. Das Gangsystem der Ohrspeicheldrüse wird hierbei als Azini bezeichnet. Der Azini mündet an verschiedene Ausgangsbereiche im Gesamten inneren Bereich des Mundes, durch welche der Speichel hindurchfließt.

Fasern des Nervus IX bzw. Nervus glosspharyngeus übernehmen die parasympathische Innervation der Ohrspeicheldrüse. Die Nervus IX wiederum verlaufen über die Jacobson-Anastomose und regeln die Speichelbildung. Die Zellkörper des ersten Neurons liegen innerhalb des Nervus salivatorius inferior, die Zellkörper des zweiten Neurons befinden sich im Ganglion oticum.

Gleich wie alle anderen Kopfdrüsen ist die Ohrspeicheldrüse sympathisch innerviert. Gleich wie die restlichen beiden Speicheldrüsen des menschlichen Körpers verfügt die Glandula parotis über einen feingeweblichen Aufbau. Im Historiogramm besteht somit kein eindeutiges Erkennungsmerkmal der Ohrspeicheldrüse, welches sie von den anderen beiden Drüsen unterscheidet. Während der Speichel der Ohrspeicheldrüse Großteils aus Wasser hergestellt wird, produzieren Unterzungen- und Unterkieferspeicheldrüse überwiegend ein schleimig-zähes Sekret.

Azini

Der Azinus, Mehrzahl Azini, ist das sekretorische Drüsenendstück und funktionale Einheit verschiedener Organe wie der Ohrspeicheldrüse. Auch die Lungen, Leber und die Bauchspeicheldrüse verfügen über Azini. Im Normalfall bleiben die Azini frei von Erkrankungen. Doch insbesondere die Azini der Ohrspeicheldrüsen sind häufig von Entartungen oder Entzündungen betroffen.

Die wortwörtliche Übersetzung des Begriffs Azinus lautet „Traube“ und bezieht sich auf die Form der anatomischen Struktur des Drüsenendstücks. Generell handelt es sich beim Azinus um die funktionelle Komponente jeder Körperdrüse. In ihr wird das Drüsensekret produziert. Ebenfalls werden die funktionalen Einheiten von Körperorganen wie die Lungen mit dem Begriff Azinus versehen, da in ihnen der eigentliche Gasaustausch stattfindet. Da der Körper zahlreiche Azini besitzt, unterscheidet sie sich in ihrer Beschaffenheit durch das zugehörige Drüsengewebe und sowie der Konsistenz des produzierten Sekrets. Zugleich besitzt der Sekretionsmodus Auswirkungen auf die entstehende anatomische Form des Azinus.

Sämtliche Azini des menschlichen Körpers sind funktionelle Einheiten des jeweiligen Organs. Handelt es sich um Azini der Drüsen wie bei der Ohrspeicheldrüse, findet in ihnen die Produktion des Sekrets statt. Meist ist das Sekret ein Botenstoff wie etwa Hormone, welche unter anderem für den Wachstumsfaktor verantwortlich sind. Die Produktion der Substanzen sowie die Ausschüttung des Sekrets bewirken lebenswichtige Aufgaben in jedem Körper. Werden Sekrete aus den Drüsen ausgeschüttet, können Wachstumsprozesse gehemmt oder stimuliert werden. Auch regulieren die Sekrete das Immunsystem und alle anderen Körperfunktionen wie den Stoffwechsel oder den Kreislauf. Die Azini der Organe hingegen produzieren kein bzw. nicht ausschließlich Sekret.

Krankheiten, Symptome und Beschwerden der Ohrspeicheldrüse

Die Ohrspeicheldrüse leidet unter verschiedenen Arten von Erkrankungen, welche akut und chronisch auftreten können. Nahezu alle Erkrankungen der Ohrspeicheldrüse entstehen aufgrund eines entzündlichen Geschehens. Die entzündete Ohrspeicheldrüse wird im medizinischen Bereich als Parotitis bezeichnet. Eine Parotitis wird durch Viren, Bakterien und andere pathogene Pilze , vorwiegend dem Mumps-Virus. verursacht. Am bekannteste ist die Parotitis epidemica, auch unter Mumps bekannt. Mumps gilt in weiten Teilen Europas als typische Kinderkrankheit. Andere Parotitiden hingegen sind meist ab dem 50. Lebensjahr zu verzeichnen. Sie machen sich durch einen gestörten Flüssigkeitshaushalt bemerkbar. Aufgrund der Mumps-Impfung jedoch sind heutzutage nur noch wenige Fälle von Mumps bekannt.

Bei Mumps handelt es sich um eine virale Entzündung, welche lediglich symptomatisch behandelt werden kann. In der Regel heilt die Entzündung nach zwei Wochen wieder ab, ohne dass der Körper unter anderen Folgen zu leiden hat. In selten Fällen allerdings können schwere Komplikationen auftreten. Unter anderem sind das die gefürchtete und schmerzhafte Mumps-Orchitis, welche nur Männer betritt. Die Mumps-Orchitis bzw. Hodenentzündung kann in manchen Fällen eine absolute Sterilität von Männern hervorrufen, sodass Mumps unbedingt behandelt werden muss, um Komplikationen oder Folgeerkrankungen zu vermeiden. Gleichfalls kann die Mumps-Orchitis sogar auf das Gehirn übergreifen.

An der Ohrspeicheldrüse treten sogenannte Steinkrankheiten auf. Hierbei bilden sich Steine an der Ohrspeicheldrüse, welche ein Abflusshindernis darstellen und somit vermehrt Entzündungen hervorrufen. Während kleine Steine an der Ohrspeicheldrüse geringe bis kleine Probleme bedeuten und keine sonderliche Behandlung benötigen, müssen größere Speichelsteine operativ entfernt werden. Größere Speichelsteine an der Ohrspeicheldrüse verursachen häufig eine vermehrte Bildung von Speichelsteinen, welche zugleich einen chronischen Krankheitsverlauf besitzen. Mittels ausreichender Flüssigkeitszufuhr, dem Verzicht von Alkohol und Nikotin sowie einer sorgfältigen Mundhygiene kann das Risiko der Steinbildung und infolgedessen einer Entzündung der Speicheldrüse minimiert, jedoch nicht vollständig beseitigt werden.

Generell lassen sich bakterielle Infektionen wie Speichelsteine leicht erkennen, da nicht nur die Bildung von Steinen geschieht, sondern sich der Speichel auch verändert zusammensetzt. Durch die veränderte Zusammensetzung des Speichels können sich Bakterien wie Staphylokokken oder Streptokokken wesentlich leichter ansiedeln und dadurch eine Entzündung hervorrufen. In manchen Fällen ist es möglich, dass die Entzündung einen chronischen Verlauf einnimmt.

Vor allem im höheren Alter können gut- oder bösartige Tumore an der Ohrspeicheldrüse auftreten. Rund 80 Prozent aller Tumorerkrankungen an der Ohrspeicheldrüse sind gutartig. Zu ihnen zählt der Speicheldrüsenmischtumor. Zugleich besitzen Menschen ab einem Alter von 50 Jahren ein erhöhtes Risiko, an einem bösartigen Ohrspeicheldrüsentumor wie dem Warthin-Tumor zu erkranken.

Mumps

Mumps, ebenfalls als Ziegenpeter oder Parotitis epidemica, ist eine infektiöse Erkrankung, welche an der Ohrspeicheldrüse auftritt. Sie wird durch spezielle und allgemeine Infektionszeichen gekennzeichnet. Typische Symptome für Mumps sind unter anderem ein Anschwellen der Speicheldrüsen, welche meist äußerlich als „Hamsterbacken“ sichtbar werden. Auch Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl oder Abgeschlagenheit sind typisch für eine Mumpserkrankung.

Mumps gilt als leicht übertragbare und ansteckende Erkrankung, welche vorwiegend bei Kleinkindern auftritt, wodurch sie häufig als Kinderkrankheit bezeichnet wird. Dennoch sind Erwachsene vor einer Mumpsinfektion nicht ausgeschlossen. Die Krankheit verläuft kompliziert und bringt stärkere Folgebeeinträchtigungen mit sich. Ist die Krankheit aber überstanden, entwickelt der Körper eine lebenslange Abwehr, wodurch der Betroffene kein weiteres Mal an der Infektion erkranken kann.

Obwohl Mumps durch Bakterien übertragen wird, kann sich jeder Mensch vor der Erkrankung leicht schützen, indem er eine Aktive und passive Immunisierung, eine Impfung, durchführt. Tritt die Krankheit aufgrund einer nicht durchgeführten Vorbeugung in Form der Impfung auf, muss die Krankheit gemeldet werden, da Mumps sich epidemisch ausweiten kann. Als typische Nebenwirkungen einer Mumpserkrankung gelten eine Meningitis und eine Orchitis. Zugleich besitzt die Krankheit einen schmerzhaften, fieberhaften Verlauf.

Eine Mumpsansteckung ist sowohl direkt wie indirekt möglich, da das die Krankheit auslösende Mumps-Virus übertragen wird. Viele Mumpsansteckungen geschehen durch unmittelbaren Körperkontakt zu einer erkrankten Person. Gleichfalls kann die sogenannte Tröpfcheninfektion zu einer Übertragung des Mumps-Virus führen. Sobald die Viren, welche die Bezeichnung Paramoxyviren tragen, in den Körper eingedrungen sind, vermehren sie sich im Organismus und lösen die Infektionskrankheit aus. Eine Übertragung des Virus, welcher hauptsächlich bei Kindern geschieht, findet in Form von Niesen, Husten, Ansprechen, Küssen oder virenbehaftete Gebrauchsartikel statt. Häufig findet die Ansteckung im privaten Bereich sowie in Kindertageseinrichtungen statt.

Die Behandlung einer Mumpserkrankung ist rein symptomatisch, da sie sich ausschließlich auf die die Krankheit begleitenden Symptome, welche zudem akut auftreten, beziehen. Mit einer ursächlichen Therapie hingegen lassen sich die Mumps-Viren nicht beseitigen, sodass eine Mumpserkrankung durchlebt werden muss. Die zahlreichen, verschiedenen Begleiterscheinungskrankheiten, welche durch Mumps hervorgerufen, verlangen, dass Mumps medizinisch behandelt werden muss, da die Folgen der Begleiterscheinungskrankheiten gravierend ausfallen können. Auch die entzündungstypischen Anzeichen besitzen eine starke Beeinträchtigung auf das körperliche Wohlbefinden des Betroffenen, welche nur durch eine passende ärztliche Behandlung gelindert werden können.

Um eine Mumpserkrankung zu behandeln, werden typischerweise fiebersenkende und sogenannte kortikosteriodhaltige Mittel verschrieben. Während die fiebersenkenden Arzneimittel bei jedem Grad der Erkrankung zum Einsatz kommen, werden die kortikosteroidhaltigen Mittel erforderlich, wen eine Orchitis oder Meningitis vorliegt. Die Behandlung durch die Arzneimittel wird durch alternative Methoden in vom von äußerer Wärmezufuhr sowie der Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit unterstützt. Zugleich sorgt viel Schlaf für eine erwartete Linderung der Schmerzen und Symptome.

Typische und häufige Krankheiten der Ohrspeicheldrüse

 

  • entzündete Ohrspeicheldrüse aufgrund einer Infektion mit Viren, Bakterien oder pathogenen Pilzen
  • Mumps / Parotitis epidemica
  • Mumps-Orchitis / Hodenentzündung
  • Steinerkrankungen an der Ohrspeicheldrüse – Bildung von Steinen
  • bakterielle Infektionen mit Viren – Staphylokokken-/Streptokokkeninfektion
  • Tumore – Speicheldrüsenmischtumor / Warthin-Tumor

Fragen und Antworten zur Ohrspeicheldrüse

 

Wie beuge ich Mumps vor?

Um Mumps im Generellen vorzubeugen, existiert eine Schutzimpfung. Diese ist eine passive Immunisierung, welche in der Regel mit einer Masern– und Rötelnschutzimpfung verbunden wird. Die Schutzimpfung gegen Mumps kann ab dem 1. Lebensjahr verabreicht werden, welche jedoch noch keine dauerhafte Immunisierung gegenüber der Infektionskrankheit darstellt. Erst mit einer Auffrischungsimpfung, welche im 6. oder 7. Lebensjahr geschieht, wird das Gedächtnis des Immunsystems aufgefrischt und der Schutz gegenüber der Bakterieninfektion gewährleistet. Die Mumpsimpfung kann allerdings nicht sofort stattfinden, da sie eine Testung erfordert. Ist ein Erkrankungsfall bekannt, muss zunächst die Übertragung der Erregerviren mittels einer Tröpfcheninfektion vermieden werden. Betroffene wie Personen in ihrer Umgebung können bzw. müssen während der Erkrankung einen Mundschutz tragen sowie direkten Körperkontakt vermeiden. Ebenfalls werden die Mumpspatienten zeitweise in einer Isolierung gehalten und deren häusliches Umfeld mit Desinfektionsmaßnahmen versehen.

Was sind typische Anzeichen einer Orchitis?

Zu den typischen einer Orchitis bzw. Hodenentzündung zählen geschwollene oder bzw. und schmerzende Hoden, Schmerzen beim Wasserlassens, eine Rötung des Hodens, Fieber sowie Häufiger Harndrang. Tritt die Erkrankung akut auf, leiden die Betroffenen unter starken Hodenschmerzen, welche meist in Kombination mit Fieber und einem geschwächten Allgemeinbefinden auftreten. Ist die Orchitis eine Folgeerscheinung einer Mumpserkrankung, treten zunächst typische Mumpssymptome auf, bevor die allgemeinen Orchitissymptome wenige Tage später bemerkbar werden. Die Krankheit kann sich zudem auf umliegende Organe ausbreiten, sodass eine medizinische Behandlung schnellstmöglich stattfinden muss. Dennoch verlaufen die meisten Fälle der Orchitis unkompliziert und können mittels geeigneter Therapie gut behandelt werden.

Wie kann ich den Speichelfluss anregen?

Herrscht ein trockener Mund aufgrund einer verminderten Speichelproduktion vor, kann der Speichelfluss leicht durch passende Mittel selbstständig angeregt werden. Wird normal gegessen und getrunken, sollte zunächst mehr Flüssigkeit aufgenommen werden. Mittels Kaugummis oder Bonbons wird der Speichelfluss während des Lutschen angeregt. Gleichfalls helfen saure Speisen wie Zitronenscheiben, den Speichelfluss anzuregen. Durch ihren langen Kauvorgang helfen Brotkrusten bei der Bildung von vermehrten Speichel.

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