Schutz vor ansteckenden Krankheiten

Schutz vor ansteckenden KrankheitenImpfungen und Eigenmaßnahmen

 

Der Schutz vor ansteckenden Krankheiten ist nicht nur für jeden Menschen selbst wichtig, sondern darüber hinaus auch für das jeweilige Umfeld. Man denke nur an frühere Zeiten, in welchen ganze Völker und Regionen von einer Erkrankung betroffen waren, die oftmals für viele zum Tod führte. Unzweifelhaft haben Schutzimpfungen einen großen Anteil an der Ausrottung verschiedenster Infektionskrankheiten.

Heute werden allgemeine Immunisierungen kritischer gesehen. Insbesondere junge Menschen, welche eine Epidemie nicht selbst miterlebt haben, sind sich der Gefahren einer solchen kaum bewusst. Zudem ist die ärztliche Versorgung selbstverständlich weitaus fortgeschrittener. Selbst wenn man von einer ansteckenden Krankheit betroffen ist, verläuft diese in der Regel komplikationsfrei und mit besten Heilungschancen. Grundsätzlich lässt sich eine Ansteckung jedoch kaum vermeiden, es sei denn, man verfügt über einen ausreichenden Impfschutz.

 

Allgemeines über Impfpflicht und Impfempfehlungen

 

Eine Pflicht zur Impfung in Deutschland gibt es nicht. Jedoch werden regelmäßig überarbeitete Empfehlungen von der Ständigen Kommission des Robert-Koch-Institutes (STIKO) herausgegeben. Zudem stehen beispielsweise Ärzte, Krankenkassen sowie öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen zur Beratung bereit. Wer sich vor ansteckenden Krankheiten im Ausland informieren möchte, kann dies bei speziellen Medizinern, die sich auf Reiseimpfungen spezialisiert haben, oder beim Tropeninstitut tun.

Einige Länder gewähren eine Einreise nur, wenn ein Schutz gegen bestimmte Infektionen besteht. In diesen Fällen besitzt man keine Entscheidungsfreiheit, es sei denn, man verzichtet auf den Auslandsaufenthalt. Für einige Berufe werden zudem dringend verschiedene Impfungen angeraten.

Dazu gehören beispielsweise

 

  • Altenpfleger,
  • Kindergärtner,
  • Krankenhauspersonal sowie
  • Lehrer

 

Obwohl in diesen Bereichen keine gesetzlich vorgeschriebene Impfpflicht besteht, kommt es häufig vor, dass eine Einstellung ohne einen Schutz vor bestimmten ansteckenden Krankheiten abgelehnt wird. Auch Kindergärten und Schulen machen oftmals Grundimmunisierungen zur Voraussetzung einer Aufnahme.

 

Verschiedene Impfarten

 

Die Aufgabe des Immunsystems eines jeden Menschen ist es, gegen eindringende Erreger anzukämpfen. So sind beispielsweise die weißen Blutkörperchen für die Erkennung von fremden Eindringlingen verantwortlich. Hernach werden vom Organismus Antikörper produziert, welche die körperfremden Bakterien oder Viren vernichten. Kennt das Immunsystem erst einmal bestimmte Erreger, führt es diese Arbeit wesentlich schneller und leichter aus. In der Regel wird eine Krankheit bereits vor Aufbruch im Keim erstickt.

 

Auf diese Erkenntnisse stützt sich ein Impfschutz, wobei es zwei verschiedene Arten von Immunisierungen gibt:

 

  • Aktive Immunsierung – Injektion von abgetöteten oder abgeschwächten Erregern; diese können keine schwere Erkrankung auslösen, regen jedoch die Produktion von Antikörpern an; meist einige Jahre anhaltender Schutz vor ansteckenden Krankheiten, in manchen Fällen lebenslang.
  • Passive Immunisierung – Zuführung von Immunglobulinen (Antikörpern); sofortige Wirkung und Bereitschaft zum Kampf gegen Krankheitserreger; schützt für wenige Wochen bis hin zu drei Monaten; zum kurzfristigen Einsatz vor einer Reise oder bereits nach Ansteckung zur Verhinderung des Ausbruches einer Erkrankung geeignet.

 

Pro Impfschutz

 

Es ist unmöglich, ansteckenden Krankheiten aus dem Weg zu Gehen. Infektionsgefahr besteht nicht nur von Mensch zu Mensch, auch Tiere, Lebensmittel oder Schmutz können jederzeit Überträger von Erregern sein. Beispielsweise das Risiko, an Tetanus (Wundstarrkrampf) zu erkranken, ist sehr hoch. Zum einen lassen sich – auch nur kleine – Verletzungen im Leben eines Menschen nicht ausschließen. Zum anderen finden sich die verantwortlichen Erreger nahezu überall im Freien, insbesondere in der Erde.

 

Zudem verlaufen einige Kinderkrankheiten, gleich, in welchem Alter man sie bekommt, nicht immer harmlos. Hierzu sei das Beispiel Masern angeführt. Immerhin bei einer von 1.000 Erkrankungen tritt eine Gehirnentzündung auf, und zwar etwa vier bis sieben Tage nach dem Erkennen der Krankheit durch den typischen Ausschlag. Bleibende Gehirnschäden sowie schlimmstenfalls der Tod können die Folge sein.

 

Contra Impfschutz

 

Das am häufigsten angeführte Argument gegen Schutzimpfungen sind gesundheitliche Schäden, welche durch diese ausgelöst werden können. Diese kommen zwar sehr selten vor, zu hundert Prozent ausgeschlossen sind sie jedoch nicht. Zudem werden Immunisierungen gegen Krankheiten empfohlen, die praktisch als ausgestorben gelten. In diesen Fällen stellt sich die Frage, ob der Nutzen im richtigen Verhältnis zu den Risiken einer Impfung steht.

 

Gegner von Immunisierungsmaßnahmen führen zudem die zahlreichen Nebenreaktionen auf eine Impfung an, etwa bei jeder dreißigsten tauchen diese auf. Dazu gehören eine Rötung, Schwellung, leichte Schmerzen und auch Knötchenbildung an der jeweiligen Einstichstelle. Weiterhin können Gelenkschmerzen und Fieber als Nebenreaktion erscheinen. Letzteres kann bei anfälligen Menschen Fieberkrämpfe auslösen. Dauerhafte Schäden bleiben jedoch nicht zurück.

Weltgesundheitsorganisation zum Thema Masern und Röteln

 

Insbesondere die Impfung gegen Masern und Röteln ist ein weitverbreitetes Thema. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diesen ansteckenden Krankheiten den Kampf angesagt. Es gibt weltweit einige Regionen wie beispielsweise Nord- und Südamerika, welche als masernfrei gelten. Dies wird auf die hohe Impfquote zurückgeführt. In Deutschland treten immer wieder einmal Masern regional auf. Diese betreffen nicht nur jüngere Kinder, sondern auch Jugendliche und Erwachsene, und zwar mit steigender Tendenz.

 

Ziel der WHO ist es, überall auf der Welt die Verbreitung von Masern und Röteln zu verhindern. Ist ein Großteil der Bevölkerung (etwa 95 Prozent) vor einer Ansteckung geschützt, kann diesen beiden Krankheiten Einhalt geboten werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch auch Menschen, welche nicht dagegen geimpft werden können, durch die sogenannte „Herdenimmunität“ sicherer sind. Dies können beispielsweise sehr kleine Babys, akut Erkrankte mit mehr als 38,5 Grad Celsius Fieber, schwangere Frauen, immunschwache Menschen (angeboren oder krankheitsbedingt) sowie Allergiker gegen Impfstoff-Bestandteile sein.

 

Allgemeine Schutzmaßnahmen vor ansteckenden Krankheiten

 

Um die Risiken einer Ansteckung im täglichen Leben gering zu halten, gelten folgende Empfehlungen:

 

  1. Vermeidung von Kontakt mit Erkrankten.
  2. Häufiges Händewaschen mit Seife, insbesondere nach Berührungen von Gegenständen in der Öffentlichkeit, welche von einer Vielzahl weiterer Menschen angefasst werden.
  3. Gründliches Waschen von Nahrungsmitteln und Abkochen von Wasser, insbesondere in Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen.
  4. Vermeiden ständig wechselnder Sexualpartner beziehungsweise geschützter Sex bei Krankheiten, welche beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können.

 

Wer selbst von einer ansteckenden Krankheit betroffen ist, sollte Nachstehendes berücksichtigen:

 

  • Fernbleiben vom Arbeitsplatz, schulischen Einrichtungen und Veranstaltungen mit vielen Menschen;
  • Körperkontakt wie Händeschütteln sowie Küssen vermeiden;
  • Beim Niesen und Husten den Arm vor Nase sowie Mund halten;
  • Berührungen von Gegenständen in der Öffentlichkeit vermeiden;
  • Keinen ungeschützten Sex bei Vorliegen einer Krankheit, die über Geschlechtsverkehr übertragen werden kann.

 

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