Kinderkrankheiten

als Kinderkrankheiten werden diejenigen Infektionskrankheiten bezeichnet, die zum einen hochansteckend sind und zum anderen beim Erkrankten typischerweise eine Lebenslange Immunität hinterlassen.

Einteilung & Ursachen

Damit sind Scharlach, adhs sowie Bettnässen entgegen anderen Aussagen streng genommen keine Kinderkrankheiten. Denn Scharlach hinterlässt keine lebenslange Immunität und adhs und Bettnässen sind nicht ansteckend. Hier kann allenfalls von typischen Krankheiten im Kindesalter gesprochen werden. Zu den bekanntesten Krankheiten zählen das Drei-Tage-Fieber, Keuchhusten, Masern, Mumps, Poliomyelitis, Ringelröteln, Röteln sowie Windpocken.

Bis auf Keuchhusten, welches auf einer bakteriellen Infektion beruht, werden diese Kinderkrankheiten durch Viren ausgelöst.Aufgrund der flächendeckenden Impfungen sind Kinderkrankheiten in Europa selten geworden. Sie dürfen jedoch keinesfalls verharmlost werden, da sie immer noch mit ernst zu nehmenden Komplikationen verbunden sein und sogar zum Tod führen können.

So besteht bei Masern die Gefahr an Durchfall, Mittelohr-, Lungen sowie Gehirnhautentzündung zu erkranken. Keuchhusten kann bei Säuglingen im ersten Lebenshalbjahr zu Atemstillständen führen. Eine Mumpsinfektion kann Hirnhautentzündung, Innenohrschwerhörigkeit und bei Jungen nach der Pubertät Unfruchtbarkeit nach sich ziehen.Eine Rötelinfektion der Mutter während der Schwangerschaft führt beim Ungeborenen in der Regel zur Schädigung des Gehirns, der Augen und der Ohren.

Symptome

Eine Erkrankung an Masern, Röteln, Ringelröteln und Drei-Tage-Fieber äußert sich in einem für die jeweilige Virusinfektion nach Art und Ausbreitung auf dem Körper typischen Hautausschlag. Windpocken sind an den sich auf der Haut bildenden eitrigen Bläschen zu erkennen.

Mumps manifestiert sich in der charakteristischen Schwellung der Ohrspeicheldrüse und der hauptsächlich durch das Bakterium Bordetella Pertussis hervorgerufene Keuchhusten ist an einem stakkatoartigen Husten zu erkennen.

Therapie

Die Behandlung der auf einer Vireninfektion beruhenden Krankheiten beschränkt sich auf Maßnahmen zur Linderung der durch die Virusinfektion hervorgerufenen Symptome, wie Verabreichung von schmerz und fiebersenkenden Mitteln.

Lediglich bei ungewöhnlich schweren Fällen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem wird eine stationäre Behandlung sowie nach strenger Abwägung des Nutzen – Risiko – Verhältnisses eine Verabreichung von Virostatika erwogen.

Beim Keuchhusten kann eine Verabreichung von Antibiotika nur in den ersten zwei Wochen den Krankheitsverlauf verkürzen oder abmildern. Später dient sie hauptsächlich der Unterbrechung der Ansteckungskette.

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