Nierenkrebs

nierenkrebs

Was ist Nierenkrebs?

Unter Nierenkrebs versteht man bösartige Tumore, die durch Zellveränderungen im Nierengewebe entstehen.

 

Die Nieren regulieren den Salz- und Wasserhaushalt und entfernen über die Harnausscheidung Giftstoffe und Stoffwechselprodukte aus dem Körper.

Das Nierenzellkarzinom stellt die häufigste Form dieser Krebsart dar, insgesamt macht es 2 Prozent aller Krebserkrankungen aus.


Ursachen von Nierenkrebs

Über die Ursachen für die Entstehung von Nierenkrebs ist wenig bekannt. Zu zwei Dritteln sind Männer betroffen, wobei das Durchschnittsalter 65 Jahre, bei Frauen 70 Jahre beträgt. Bekannt ist, dass Rauchen, Übergewicht, Alkohol und Schmerzmittelkonsum die Entstehung dieser Krebsart fördern. Weitere Risikofaktoren sind chronische Nierenerkrankungen, häufiger Kontakt mit nierenschädigenden Substanzen, seltener genetische Faktoren.


Symptome bei Nierenkrebs

Im Anfangsstadium verläuft Nierenkrebs meist ohne Symptome und wird daher oft nur zufällig entdeckt. Ist der Krebs weiter fortgeschritten, können allgemeine Krankheitssymptome auftreten wie Fieber, Rückenschmerzen, Appetitlosigkeit, Erbrechen. Weitere Anzeichen sind Blut im Urin, Blutarmut und Bluthochdruck sowie Gewichtsverlust und schmerzende Knochen.


Diagnose von Nierenkrebs

Auffällige Befunde von Blut– und Harnanalysen lassen nicht automatisch auf Nierenkrebs schließen, da sie auch auf andere Nierenerkrankungen hindeuten können. Zuverlässige Ergebnisse liefern Ultraschalluntersuchungen, Computertomografien und Magnetresonanztomografien sowie Röntgenaufnahmen der Niere. Daraufhin sind weitere Untersuchungen nötig, da es in einem frühen Stadium bereits zu einer Ausbreitung und Metastasenbildung in anderen Organen sowie den Lymphknoten kommen kann.


Therapie bei Nierenkrebs

Bei der Nierenkrebstherapie werden zuerst die befallene Niere und die umgebenden Lymphknoten entfernt, sehr selten kann der Tumor unter Erhalt der betroffenen Niere ausgeschnitten werden. Sind bereits Metastasen vorhanden, kann anschließend eine Strahlentherapie eingesetzt werden.

Auch eine Immuntherapie zur Stärkung der Abwehrkräfte gegen die Krebszellen kann sinnvoll sein. Eine zielgerichtete medikamentöse Therapie kann das Tumorwachstum hemmen. Gegebenenfalls werden einzelne Metastasen operativ entfernt. Im speziellen Fall hängt die Behandlungsmethode von Alter und Gesundheitszustand des Patienten, aber auch vom Stadium der Erkrankung ab.

Der Patient selbst kann durch Verbesserung der Lebensqualität, Stärkung des Immunsystems und gesunde Ernährung zur Heilung beitragen.

Dabei spielt sowohl gezielte Entspannung ALS auch regelmäßig leichte Bewegung eine wichtige Rolle. Außerdem können Unterstützungsangebote wie Selbsthilfegruppen hilfreich sein.


Prognose bei Nierenkrebs

Die Heilungschance ist abhängig von Größe und Ausbreitung des Tumors. Bei Früherkennung ist Nierenkrebs zu 80 bis 90 Prozent heilbar, was durch den Einsatz von Ultraschalluntersuchungen gefördert wird. Die durchschnittliche Fünf-Jahres-Überlebensrate bei einem Nierenzellkarzinom ohne ausgebildete Metastasen beträgt etwa 50 %. Insgesamt werden 3 Prozent aller Krebstodesfälle durch Nierenkrebs verursacht.

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