Stützstrümpfe

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Stützstrümpfe wirken mobilisierend

Stützstrümpfe können den sogenannten schweren und müden Beinen entgegenwirken und dabei gewissermaßen mobilisierend wirken. Die herkömmlichen Stützstrümpfe, ermöglichen nur eine leichte Kompression und das Material ist ohne kontrollierten Druckverlauf angefertigt.

Daher sind Stützstrümpfe nur für venengesunde Menschen geeignet. Kompressionsstrümpfe unterstützen aktiv das Venensystem und kommen während einer therapeutischen und medizinischen Behandlung zur Anwendung.
Welche Arten, Formen & Typen es gibt, wann diese zum Einsatz kommen, was der gesundheitliche Nutzen ist und vieles mehr, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Was ist ein Stützstrumpf?

Stützstrümpfe unterstützen das Gewebe der Beine. Anders als bei Kompressionsstrümpfe, besitzen Stützstrümpfe allerdings keine beziehungsweise nur eine leichte Kompressionswirkung. Kompression bedeutend in dem Zusammenhang, dass gewisse Arten von Strümpfen einen kontrollierten Druck auf das umschlossene Bein ausüben und dadurch den Abtransport des Blutes unterstützen.

Die Anwendung von Kompressionsstrümpfen ist zudem ein Hauptbestandteil während einer Kompressionstherapie (Steigerung der Fließgeschwindigkeit des Blutes). Die geläufigen Stützstrümpfe hingegen, besitzen nur eine leichte Kompression und werden besonders bei ermüdeten Beinen, beim vielen Sitzen und beim vielen Stehen angewendet. Zur Vorbeugung einer Reisethrombose (zum Beispiel bei einer langen Autofahrt und dahingehende Risikofaktoren) kommen medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe zum Einsatz (MTPS).

Stützstrümpfe können bei der richtigen Anwendung eine wirkungsvolle Möglichkeit sein, in bestimmten beruflichen Situationen, im Sport und auch Alltagssituationen dem Gewebe etwas Gutes zu tun. Kompressionsstrümpfe sind jedoch medizinische Hilfsmittel, welche zudem in unterschiedlichen Kompressionsklassen eingeteilt sind. Kompressionsstrümpfe werden bei Venenerkrankungen zum medizinischen und therapeutischen Zweck eingesetzt.

Anwendungsbereiche

Einsatzbereiche der Stützstrümpfe & Kompressionsstrümpfe

Die herkömmlichen Stützstrümpfe werden als unterschiedliche Modelle und Ausführungen angeboten. Es gibt kniehohe Stützstrümpfe und auch Formen einer Art Strumpfhose. Je nachdem, welcher Bereich gestützt werden soll. Die Stützstrümpfe besitzen zwar nur eine sehr leichte Kompression, fördern jedoch die Blutzirkulation und sind nur für Menschen mit gesunden Venen gedacht. Stützstrümpfe können sich positiv auf den ganzen Körper und positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken.

Die regulären Stützstrümpfe können im Alltag und im Beruf getragen werden und besitzen einen angenehmen Tragekomfort. Dazu gibt es spezielle Modelle, welche von der Optik nicht von Strumpfhosen zu unterscheiden sind. Diese sind für die Unterstützung der allgemeinen Gesundheit gedacht und besitzen nebenbei eine ansprechende Optik.


Vorbeugung & Prophylaxe

Medizinische Strümpfe & Prophylaxe

Behandlung Thromboseprophylaxe Kompressionsstrümpfe

Bei Venenerkrankungen kommen Kompressionsstrümpfe zum Einsatz

Kompressionsstrümpfe der niedrigeren Kompressionsklassen werden auch zur Prophylaxe einer Reisethrombose und in bestimmten Berufsbereichen angewendet. Ebenso kommen Kompressionsstrümpfe während des Tragens von Gipsverbänden und auch manchmal nach Operationen zur Anwendung.

Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe besitzen einen kontrollierten Druckverlauf, welcher zum Herzen hin abnimmt. Stützstrümpfe besitzen keine kontrollierte Druckausgleichsfunktion, welcher allerdings bei Menschen mit Venenerkrankungen erforderlich ist. Daher sind herkömmliche Stützstrümpfe für Menschen mit Venenerkrankungen ungeeignet.

Beruf, Alltag & Sport

Stützstrümpfe im Beruf, Alltag und im Sport

Profisportler und Hobbysportler wenden teilweise Stützstrümpfe während der sportlichen Betätigung an. Die Anwendung soll den Sportlern eine Verbesserung der Muskelversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen einbringen. Stützstrümpfe werden in vielerlei Sportfachgeschäfte angeboten. Ebenso soll die Regeneration der Muskulatur durch das Tragen von Stützstrümpfen im Sport beschleunigt werden, was allerdings wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist. Anzumerken ist jedoch, dass Stützstrümpfe bezüglich des Wirkmechanismus einen nennenswerten Nutzwert besitzen.

Nach einer Thrombose

Medizinische Strümpfe nach einer Thrombose

Durch eine vorangegangene Thrombose, kann ein permanenter erhöhter Druck in den Venen entstehen. Diesem erhöhten Druck, wird mit einem Kompressionsstrumpf entgegengewirkt. Auf langfristige Sicht, verhindert ein Kompressionsstrumpf die Bildung eines offenen Beins und besitzt zudem die Funktion, das Venensystem effektiv zu unterstützen. Kurzfristig hilft ein Kompressionsstrumpf, die Schwellungen und Krankheitsbeschwerden schnell und effektiv zu verringern.

Bei Ulcus cruris

Anwendung bei Ulcus cruris (offenem Beim)

Bei einem offenen Bein, werden spezielle und sogenannte Ulkusstrümpfe angewendet. Die meisten Ulkusstrümpfe bestehen aus zwei Strümpfen. Oft ist der obere Strumpf mit einem Reißverschluss versehen, was ein leichtes Anlegen ermöglicht.

Formen, Arten & Nutzen

Es gibt unterschiedliche Arten von Strümpfen zu erwerben und diese unterscheiden sich auch vom Verwendungszweck. Die Stütz- bzw. Kompressionsstrümpfe sind von der Optik kaum mehr von einer einfachen Nylonstrumpfhose zu unterscheiden beziehungsweise besitzen keine auffällige Optik. Ebenso gibt es Stütz- bzw. Kompressionsstrümpfe in allen Farben.

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Stützstrumpfhosen sind oft nicht von den Nylon-Strümpfen zu unterscheiden – pixabay/Clker-Free-Vector-Images

Die Formen von Kompressionsstrümpfe sind wie folgend einzuteilen:

  • Knie (AD)-
  • Halbschenkel (AF)
  • Oberschenkel-Länge (AG)
  • Strumpfhose (AT, für beide Geschlechter)
  • Umstandsstrumpfhose (ATU)

Stützstrümpfe:

Die herkömmlichen Stützstrümpfe, haben nur eine leichte Kompressionswirkung. Manche spezielle Strumpfhosen besitzen ebenso diesen Zusatzeffekt. Stützstrümpfe sind also als Strumpfhosen, Socken, Kniestrümpfe und in vielen verschiedenen Farben zu erhalten. Stützstrümpfe können auch bei diversen Sportarten zur Anwendung kommen; besonders auch im Hochleistungssport.

Kompressionsstrümpfe:

Kompressionsstrümpfe gehören dem Bereich der Kompressionstherapie an und erfüllen hierzu eine wichtige Aufgabe. Diese werden meistens tagsüber und in aufrechter Haltung und Bewegung angewendet. Anti-Thrombosestrümpfe kommen bei einem erhöhten Thromboserisiko zum Einsatz.

Dazu gibt es auch spezielle Kompressionsstrümpfe für Hände und Arme. Es ist im Allgemein eher seltener, dass an den Händen und Armen ebenfalls Kompressionsstrümpfe angelegt werden müssen, diese Gliedmaßen können aber genauso von Krankheiten (nach Chemotherapie, Operationen und bei Lymphödeme) betroffen sein und müssen dann dementsprechend mit Kompressionsstrümpfe therapiert werden.

Rundgestrickte Strümpfe:

Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe eignen sich besonders bei einem geschwollenem Beinumfängen; sogenannten Lymphödemen. Kompressionsstrümpfe sind medizinische Hilfsmittel, deren Kosten auch von Krankenkasse übernommen werden. Diese werden nach Rezept und nach einer Diagnosestellung ärztlich verordnet.

Die meisten verwendeten Kompressionsstrümpfe bestehen aus Vollsynthetikfasern. Ein rundgestrickter Kompressionsstrumpf ist dank des Rundstrickverfahrens nahtlos und angenehm zu tragen.

Flachgestrickte Strümpfe:

Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe sind nicht nur die etwas günstigere Alternative bezüglich der rundgestrickten Kompressionsstrümpfe, sondern auch die etwas leichtere Form, besitzen jedoch ebenso eine effektive Kompressionswirkung, welche als therapeutische Maßnahme gedacht ist. Strümpfe in flachgestrickter Form sind besonders strapazierfähig und werden häufig bei starkem Venenleiden und in einer hohen Kompressionsklasse angewendet.

Geschlossene Fußspitze:

Während einer medizinischen Behandlung, werden meistens Kompressionsstrümpfe mit einer geschlossenen Fußspitze angewendet. Dadurch ist die Blutzirkulation und Kompression bestens gewährleistet.

Offene Fußspitze:

Kompressionsstrümpfe mit einer offenen Fußspitze, werden zumeist wegen der vereinfachten An- und Auskleidung und aufgrund der Diagnose verordnet. Ein selbständiges und richtiges Anlegen der Kompressionsstrümpfe wird somit erleichtert. Eine Überlagerung von Kompressionsstrümpfen der leichteren Kompressionsklassen kann auch eine Möglichkeit sein, bewegungseingeschränkten Person das selbständige Anlegen zu ermöglichen.

Bandagen:

Bandagen gehören nicht zum Bereich der Stützstrümpfe, werden aber manchmal in Kombination angewendet. Sie unterstützen den Bewegungsapparate und schützen Gelenke, Sehnen und Bänder.


Kompressionsklassen

Die Kompressionsstrümpfe werden in verschiedenen Kompressionsklassen eingeteilt. Je höher die Zahl, umso mehr Kompressionswirkung. Die Verordnung der richtigen Kompressionen, werden von Fachpersonen und anhand der Diagnose durchgeführt.

Kompressionsstrümpfe erzeugen einen Druckverlauf auf die umschlossenen Beine und entlasten somit das geschädigte Venen– und Lymphsystem. Je nach Krankheitsgrad werden die entsprechenden Kompressionsstrümpfe gewählt. Die Kompressionsklasse I besitzt die leichteste und IV die stärkste Kompressionswirkung.


Aufbau, Funktion & Wirkung

Stütz- und Kompressionsstrümpfe können auch anhand ihrer Funktion, Wirkungsweise und des Aufbaus unterschieden werden.

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Stützstrümpfe unterstützen die Blutzirkulation – pixabay/Clker-Free-Vector-Images

Stützstrümpfe:

Durch die spezielle Herstellungsweise und der dabei unterstützenden Wirkung, wird die Blutzirkulation gefördert, was sich auf den gesamten Organismus auswirkt und auch müde und Schwere Beine wieder vitalisieren kann. Die regulären Stützstrümpfe sind angenehm zu tragen und ermöglichen eine gleichbleibende Bewegungsfreiheit.

Kompressionsstrümpfe:

Besonders Menschen mit einer diagnostizierten Venenschwäche oder während einer therapeutischen Behandlung, profitieren von medizinischen Kompressionsstrümpfen. Nach einer Thrombose sind Kompressionsstrümpfe sozusagen unumgänglich. Ein Kompressionsstrumpf übt von oben nach unten Druck auf das Gewebe des Beines aus; mit einer Druckzunahme in Richtung der Schwerkraft.

Dieses Hilfsmittel wird bei entsprechender ärztlicher Diagnose verordnet. Die Kosten werden zum Teil durch die Krankenkasse und aufgrund einer ärztlichen Verordnung – durch ein Rezept – übernommen.


Medizinischer Nutzen

Nachfolgend gehen wir auf den gesundheitlichen und medizinischen Nutzen von Stützstrümpfen und Kompressionsstrümpfen ein und erklären die Unterschiede.

Der Stützstrumpf:

Stützstümpfe werden zur Vorbeugung, im Alltag und im Beruf und auch im Sport eingesetzt. Durch bestimmte Stützstrümpfe kann auch die sogenannte Reisethrombose vermieden werden. Durch langes Stehen oder sitzen lastet in hoher Druck auf dem Venensystem. Das Tragen von Stützstrümpfen erfüllt in manchen Berufsbereichen dabei eine Erleichterung. Die Bewegung ist diesbezüglich nicht eingeschränkt und die Aktivität der Blutzirkulation wird mit dem Tragen kontinuierlich unterstützt.

Kompressionsstrümpfe:

Kompressionsstrümpfe sind ein wichtiges Hilfsmittel und besitzen in der modernen Medizin eine besondere Priorität und Wichtigkeit. Die Wirkung ist bedeutend und es können durch Kompressionsstrümpfe unter Umständen schwerwiegende Erkrankungen vermieden werden und auch bereits bestehende Erkrankungen und Krankheitssymptome verbessert werden. Ein Kompressionsstrumpf unterstützt die Wadenmuskelpumpe, welche für den Abtransport des Blute aus den Beinen und in Richtung des Herzens verantwortlich ist.

Kompressionsstrümpfe gehören dem therapeutischen Bereich der Erhaltungstherapie an. Das bedeutet, nach einer fachgerechten Entstauung (Abtransport des Blutes aus den Beinen) kann der Zustand durch Kompressionsstrümpfe unterstützt werden. Allerdings kann ein Kompressionsstrumpf keine Entstauung ersetzen oder gar ermöglichen. Kompressionsstrümpfe sind nicht zu verwechseln mit Kompressionsverbänden, welche während einer Entstauung zum Einsatz kommen.

Um eine arterielle Durchblutungsstörung zu verhindern, sollte vor einer Verordnung der Knöcheldruckindex (KDI) gemessen werden. Die entsprechende Kompressionsklasse, sozusagen welche kontrollierte Druckstärke ein Kompressionsstrumpf ausübt, wird je nach Diagnose und Krankheitsverlauf entschieden.

Stützstrumpf bei:

Die Stützstrümpfe werden in folgenden Situationen eingesetzt:

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Stützstrümpfe können zur Vorbeugung eingesetzt werden – pixabay/rawpixel

  • zur Prophylaxe beim vielen Sitzen oder Stehen
  • zur Prophylaxe während einer langen Fahrt (Auto, Flugzeug)
  • bei müden und schweren Beinen
  • zur Regeneration und Mobilisierung
  • bei sportlichen Aktivitäten

Kompressionsstrumpf bei:

Kompressionsstrümpfe werden in folgenden Situationen eingesetzt:

Bei einer pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) und Polyneuropathie sollte eine Kompressionstherapie nur äußerst bedacht und unter fachlicher (ärztlicher) Kontrolle durchgeführt werden.

Fragen & Antworten

Nachfolgend finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) zu Stützstrümpfen.

Wann tragen beginnen?

Wann sollte mit dem Tragen von Stützstrümpfen begonnen werden?

Je nachdem, welche Begründung vorliegt, Stützstrümpfe zu tragen, werden auch die geeigneten Strümpfe ausgewählt. Besonders zu bedenken ist, dass herkömmliche Stützstrümpfe ausschließlich ohne Venenerkrankung getragen werden können. Bei bereits bestehenden Erkrankungen und bei einem besonderen Risiko, stehen Kompressionsstrümpfe zur Auswahl.

Keine Besserung?

Ich nutze seit einer längeren Zeit Stützstrümpfe, aber die Beschwerden bessern sich nicht, was tun?

Sollten sich bestehende Beschwerden, wie zum Beispiel; müde, schwere und Geschwollene Beine nicht bessern, so sollte ein ärztlicher Rat hinzugezogen werden. Durch eine fachliche Begutachtung, kann eine Diagnoseerstellung erfolgen und daraufhin die passende Therapiemaßnahme gewählt werden.

Richtige Passform?

Wie erkenne ich die richtige Passform der Stützstrümpfe?

Die richtige Passform der Stützstrümpfe werden in einem Sanitätshaus fachgerecht herausgefunden. Diverse Stützstrümpfe sind auch frei im Handel zu erwerben und es entspricht zumeist der Kleidungsgröße. Kompressionsstrümpfe werden fachgerecht angepasst, sodass die richtige Größe und dahingehend auch die entsprechende Kompressionswirkung gewährleistet ist.


Unser Fazit zum Stützstrumpf

Stützstrümpfe und auch Kompressionsstümpfe sind bedeutende Hilfsmittel. Beide Formen können sich positiv auf den allgemeinen Organismus auswirken. Die rezeptfreien Stützstrümpfe ist eine angenehme und wirkungsvolle Möglichkeit, müde, schwere und auch angeschwollene Beine vorzubeugen und auch bereits bestehende Symptome zu verbessern.

Kompressionsstrümpfe hingegen, können eine medizinische Maßnahme nachhaltig bedeutend unterstützen, die Genesung fördern und auch eine Folgeerkrankungen bei bestehenden Risikofaktoren verhindern. Die Kompressionswirkung kann sich positiv auf das gesamten Kreislaufsystem auswirken. Stützstrümpfe und Kompressionsstrümpfe sind wichtige Bestandteile in der modernen Medizin und können die Lebensqualität positiv beeinflussen.

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