Oberschenkel

Die Anatomie des Oberschenkels

Der Oberschenkel ist fester Bestandteil jedes menschlichen Beins und somit ausschlaggebend für die Bewegung des Beines. Er besteht im Wesentlichen aus dem Oberschenkelknochen, welcher von Muskulatur, Nerven, Blutgefäße und Sehnen umgeben wird. Der Oberschenkelknochen, bekannt als Femur, ist die knöcherne Grundlage des Oberschenkels und kann, neben dem Oberschenkel selbst, von Erkrankungen wie Brüchen betroffen sein. Im nachfolgenden Artikel soll geklärt werden, was der menschliche Oberschenkel ist und welche Funktionen sowie Aufgaben er besitzt. Zudem wird auf die Anatomie und den Aufbau des Oberschenkels eingegangen und typische wie häufige Erkrankungen aufgezählt.

Was ist der Oberschenkel?

Der Oberschenkel ist fixer Bestandteil des menschlichen Beins und Teil der unteren Extremitäten. Gemeinsam mit dem Unterschenkel bildet er den proximalen Abschnitt der unteren Extremitäten. Die Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkel ist jedoch nicht durchgehend. Zwischen den beiden Abschnitten befindet sich das Kniegelenk, welches die direkte Verbindung ermöglicht.

Während am unteren Ende des Oberschenkels das Kniegelenk ankoppelt, verbindet sich das obere Ende des Oberschenkels mit dem Becken und dem Rumpf. Somit ist der Oberschenkel die Weiterleitung des Beckens mitsamt seines Knochen. Die Verbindung des Oberschenkels mit dem Becken ist, gleich wie zum Unterschenkel, nicht starr, sondern stets beweglich. Die Beweglichkeit zum Becken ist größer, da der Oberschenkel bzw. Oberschenkelknochen sich nach vorne und hinten bewegen kann. Durch das Kniegelenk allerdings kann der Oberschenkel an seinem unteren Ende nur etwas nach hinten bewegt werden, sodass die Bewegung nach vorne dauerhaft vorgesehen ist.

Vom Oberschenkelknochen Femur entspringen und setzen zugleich zahlreiche Muskeln an. Unter anderem Gehen die Unterschenkelmuskulatur und die Hüftmuskulatur direkt vom Femur aus. Jedoch besteht der Oberschenkel nicht hauptsächlich aus dem Femur, sondern die ihm umgebende Oberschenkelmuskeln. Die Oberschenkelmuskulatur wird hierbei in drei Hauptgruppen eingeteilt. Diese drei Gruppen sind die Extensoren, Adduktoren sowie Flexoren. Fälschlicherweise werden die Oberschenkeladduktoren häufig auch zur Hüftmuskulatur gezählt, obwohl sie nur Bestandteil des Oberschenkels sind.

Der gesamte Oberschenkel verfügt über Leitungsbahnen, durch welche Blutgefäße wie Venen und Arterien, aber auch Nerven geleitet werden. Zudem besitzt der Oberschenkel die Leitungsbahn des größten Nervs des menschlichen Körpers, wodurch er zum Sitz des Ischiasnervs wird. Gleichfalls ist der Oberschenkel der längste und schwerste Knochen des Menschen. Er trägt das Gewicht des gesamten Oberkörpers und passt sich der jeweiligen Körpergröße an. Somit fällt die Länge des Oberschenkelknochens subjektiv aus.

Funktionen und Aufgaben des Oberschenkels

Als wichtiger Bestandteil des menschlichen Beins ist der Oberschenkel maßgeblich für die Bewegung und Aufrechterhaltung jedes Menschen verantwortlich. Dennoch besitzt der Oberschenkel bzw. Oberschenkelknochen noch weitere Aufgaben neben der Fortbewegung des Körpers.

Der Oberschenkelknochen bzw. Femur ist der größte Knochen des menschlichen Skeletts. Gleich wie das Schien- und Wadenbein ist er ein Röhrenknochen, welcher aus Compakta und Spongiosa besteht. Compakta ist ein harter Mantel, wohingegen Spongioase ein weicher Hohlraum darstellt, welcher mit Blutzellen gefüllt ist. Gemeinsam mit der Hüftpfanne des Beckens entsteht durch den Oberschenkelkopf das große Hüftgelenk, wobei dies anatomisch gesehen ein sogenanntes Kugelgelenk ist. Der Hüftkopf des Oberschenkels ist mit dem Schenkelhals verbunden, sodass die Bildung des Knie– und Hüftgelenks die Hauptaufgabe des Oberschenkels wird.

Das Kniegelenk hingegen wird über die Kondylen des Oberschenkelknochens ausgeprägt. Ohne die anatomische Einheit, bestehend aus Knochen, Gelenken und Leitungsbahnen, kann der Mensch weder aufrecht stehen noch sich fortbewegen. Da das Femur der einzige Knochen im gesamten Oberschenkel ist, muss er die gesamte Körperkraft des Beckens auf die darunterliegenden Extremitäten übertragen. Dadurch ist das Femur äußerst stabil und besitzt eine hohe Tragfähigkeit. Das Gewicht und die Länge des Femur unterscheidet sich bei jedem Menschen.

An nahezu jeder Bewegung der Beine ist der Quadrizepsmuskel beteiligt. Der Stärkegrad seiner Beteiligung unterscheidet sich allerdings, sodass sie hoch oder niedrig ausfällt. Über die Quadrizeps- und Patellarsehne, welche an der Kniescheibe liegen, kann die aufgebrachte Kraft an den Unterschenkel weitergeleitet werden. Der Schneidesitz hingegen lässt sich nur anhand der Oberschenkelmuskulatur, insbesondere aufgrund des Schneidermuskels, vollziehen.

Zusammenfassung der Funktionen und Aufgaben des Oberschenkels

 

  • Bewegung des menschlichen Körpers
  • Aufrechterhaltung des Körpers
  • Bildung des Knie– und Hüftgelenks
  • Übertragung der Körperkraft des Beckens auf die darunterliegenden Extremitäten
  • Bildung des Schneidesitzes aufgrund der Oberschenkelmuskulatur

Anatomie und Aufbau des Oberschenkels

Im Wesentlichen besteht der Oberschenkel aus dem Oberschenkelknochen Femur, welcher von Muskeln, Sehnen, Gefäßen und Haut umgeben wird. Seine Topografie und seinen Aufbau erhält der Oberschenkel aufgrund seiner anatomischen Begrenzungen, welche oberhalb und unterhalb des Oberschenkels vorherrschen. Seine vordere Begrenzung bekommt der Oberschenkel durch die Leistenbeuge, seine hintere durch die sogenannte Gesäßfurche. Das Femur endet hierbei ungefähr fünf Zentimeter oberhalb der Kniescheibe bzw. Patella.

Die Form des Oberschenkels wird nicht durch das Femur, sondern beinahe ausschließlich durch die Oberschenkelmuskulatur definiert. Das Muskelgewebe umhüllt den Knochen auf jeder Seite, sodass es letztendlich die typische Form des Oberschenkels erstellt. Auf der Vorderseite des Oberschenkels, dem Regio femoris, befindet sich das Schenkeldreieck bzw. Trigonum femoris. Die Oberschenkelrückseite hingegen trägt den Beinamen Regio femoris posterior.

Obwohl Femur lediglich die anatomische Bezeichnung für den Oberschenkelknochen darstellt, wird häufig der gesamte Oberschenkel im medizinischen Bereich mit diesem Begriff versehen. Weniger häufig gebraucht wird der Begriff Stylopodium als Ersatz für Oberschenkel.

Beim Oberschenkelknochen bzw. Femur handelt es sich um den größten, schwersten und stabilsten Knochen des gesamten menschlichen Skeletts. Die Länge und das Gewicht des Knochens ist immer personenabhängig, sodass sich der Knochen unterschiedlich lang ausprägen kann. Dennoch hat die unterschiedliche Länge keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gewicht des Knochens, sodass sogar ein etwas kürzeres Femur weiterhin der schwerste Knochen im menschlichen Körper bleibt.

Neben dem größten Knochen des menschlichen Skeletts verfügt der Oberschenkel zusätzlich über den kräftigsten Muskel im gesamten Körper, dem Quadrizepsmuskel. Dieser Muskel, welcher der Oberschenkelmuskulatur angehört, beginnt am Becken und setzt an der Kniescheibe an. Er besteht aus vier Muskelköpfen und bedeckt die gesamte Oberschenkelvorderseite sowie einen Teil der Außenseite.

Von der Außenseite des Beckens, dem Darmbein, zieht der Schneidemuskel spiralförmig zur Knieinnenseite. Durch den Schneidemuskel kann der Mensch unter anderem einen Schneidesitz formen. Zudem verfügt der Oberschenkel über ischiocrurale Muskeln an seiner Rückseite und Adduktoren an seiner Innenseite. Die Kraftübertragung von Ober- zu Unterschenkel allerdings geschieht nicht anhand der Muskeln, sondern über die Sehnen, welche im Kniegelenk liegen.

Die Beinmuskulatur, zu welcher auch die Oberschenkelmuskulatur zählt, beginnt am Becken und endet am Fuß. Alle einzelnen Muskelgruppen, Muskellogen genannt, Sitzen am jeweiligen Knochen nah an. Sie werden von Bindegewebe, den Faszien, umgeben, welche das Verpackungssystem der Muskeln ist. Gemeinsam mit den Sehnen fixieren die Faszien den Muskel am Knochen, sodass die Kontraktion bzw. Kraftübertragung überhaupt entstehen kann. Sämtliche Muskeln werden zudem von Nerven, Lymphbahnen und Blutgefäße durchzogen.

Femur

Unter Femur wird im medizinischen Bereich der menschliche Oberschenkelknochen verstanden. Dies ist der größte, längste und stärkste Knochen im gesamten menschlichen Skelett. Sein typischer Aufbau besteht aus einem äußerst kräftigen Mittelstück, an dessen beiden Enden Gelenke aufbauen. Am oberen Ende ist das Femur mit dem Hüftgelenk sowie dem Beckenknochen verbunden. Am unteren Ende hingegen grenzt es an das Kniegelenk sowie das Schienbein.

Der Röhrenknochen Femur wird anatomisch gesehen in mehrere Abschnitte unterteilt. Am oberen Ende des Femurs befindet sich der kugelige Schenkelkopf bzw. Caput femoris. Der Caput femoris wiederum sitzt leicht abgewinkelt auf dem Collum femoris bzw. Schenkelhals. Gemeinsam mit der Gelenkpfanne des Beckenknochens bildet der Schenkelkopf das Hüftgelenk, durch welches die Bewegung des Beines möglich wird. Die Größe des Winkels des Schenkelhalses ist alter- und geschlechtsabhängig, wobei der Winkel mit zunehmenden Alter leicht abnimmt.

Mit zunehmender Länge wird der Schenkelhals nach unten hin dicker. Hinten und vorne ist er abgeplattet, wodurch das Tragen großer Lasten geschehen kann. Im Inneren des Schenkelhalses liegen Knochenbälkchen, welche mit zunehmenden Alter verschieden und somit ein erhöhtes Risiko für eine Schenkelhalsfraktur entsteht.

Am kräftigen Mittelstück, dem Schaft bzw. Corpus femoris, befindet sich auf der Rückseite eine Verstärkungsleiste bzw. Linea aspera, an welcher verschiedene Muskeln ansetzen. An der Außen- und Innenseite ganz oben am Schaft ist je ein rundlicher Knochenhöcker, der große Rollhügel bzw. Trochanter major außen sowie der kleine Rollhügel bzw. Trochanter minor innen zu finden. Auch an ihnen setzen Muskeln an. Das untere Ende des Femurs besteht aus zwei Rollen. Die Knorren bzw. Condylus medialis und lateralis sind mit Knorpeln überzogen und bilden gemeinsam mit dem Schienbein das Kniegelenk.

Krankheiten, Symptome und Beschwerden des Oberschenkels

Da der Oberschenkel aus hauptsächlich aus Sehnen, Muskeln, Gefäßen und einem Knochen besteht, kann er von Erkrankungen unterschiedlicher Art betroffen sein. Die häufigsten bzw. wichtigsten Krankheiten des Oberschenkels mitsamt Funktionsstörungen oder Einschränkungen resultieren aus dem anatomischen Aufbau des Körperabschnitts. Da der Oberschenkel täglich starken Beanspruchen, vor allem durch Stehen oder Gehen, ausgesetzt wird, leidet er unter einer Vielzahl an harmloseren und starken Beschwerden.

Vorwiegend weist der Oberschenkel Verschleißerkrankungen auf, welche mit zunehmenden Alter oft vermehrt auftreten. Diese Verschleißkrankheiten können selten vorgebeugt werden, sodass sie eine typische Alterserscheinung darstellen. Ebenfalls können angeborene Fehlstellungen wie beispielsweise die Hüftgelenksdysplasie zu frühzeitigen Abnutzungserscheinungen führen. Die häufigsten Verschleißkrankheiten des Oberschenkels sind die Arthrose des Kniegelenkes bzw. Gonarthrose und die Arthrose des Hüftgelenks bzw. Coxarthorse.

Die Verschleißerkrankungen des Oberschenkels nehmen unterschiedliche Ausbildungsgrade ein. Je höher beide Verschleißerkrankungen ausgebildet sind, desto schmerzhafter fällt die Bewegungseinschränkung aus. In besonderen Härtefällen kann sich sogar eine völlige Bewegungsunfähigkeit entwickeln.

Die arthrotische Veränderung betrifft sowohl die knöchernen Anteile sowie den Gelenkknorpel des Oberschenkels. Sie bewirkt eine muskuläre Dysbalance, welche häufig von chronisch verlaufenden schmerzhaften Muskelverhärtungen begleitet werden. Ist die Krankheit noch mit konservativen Therapieansätzen behandelbar, wird kein künstlicher Gelenkersatz benötigt. Können die Beschwerden jedoch nicht mehr mittels konservativen Therapien gelindert werden, muss sich der Betroffene einer Operation unterziehen, in welcher ihm ein künstlicher Gelenkersatz eingefügt wird.

Die Knochendichte nimmt vor allem bei älteren Menschen immer weiter ab. Durch die weniger vorhandene Knochendichte leidet der Oberschenkel unter größeren Belastungen, sodass selbst leichte Belastungen schnell eine Fraktur zwischen Schenkelhals und Hüftkopf hervorrufen können. Manche dieser Belastungen benötigen keine weitläufige ärztliche Behandlung. Anders sieht es mit der sogenannten Schenkelhalsfraktur aus. In den allermeisten Fällen muss diese operativ versorgt werden, um eine Verschlechterung zu vermeiden. Der Heilungsprozess der Schenkelhalsfraktur ist komplikationsbeladen und oft langwierig.

Auch eine typische Alterserscheinung des Oberschenkels ist die sogenannte suprakondyläre Femurfraktur. Oberhalb der Gelenkrollen treten bei der suprakondylären Femurfraktur Brüche auf, welche beinahe immer eine operative Versorgung benötigen. Selten geschieht dafür ein echter Oberschenkelschaftbruch. Nur unter größter Kraftaufwendung kann das Femur bzw. der Oberschenkelknochen tatsächlich gebrochen werden. Häufig ist der Oberschenkelschaftbruch Folge eines Verkehrsunfalls mit kurzen, zugleich starken mechanischen Einwirkungen.

Hingegen sind Erkrankungen der Oberschenkelmuskulatur selten. Wie bei allen anderen großen Muskelgruppen kann die gesamte Muskelgruppe des Oberschenkels von schmerzhaften Myalgien, Entzündungen sowie gut- und bösartigen Tumoren betroffen werden. Die Behandlung dieser Symptome erfolgt ärztlich und je nach Härtefall sogar eine Operation mitsamt Nachtherapie erforderlich machen.

Beschwerden der Beinmuskulatur

Die Oberschenkelmuskulatur ist fixer Bestandteil der Beinmuskulatur, wodurch sie ebenfalls unter verschiedenen Beschwerden in unterschiedlicher Form leiden kann. Zu diesen zählen allgemeine Muskelschmerzen, ein Kraft- oder Funktionsverlust, Bewegungseinschränkungen sowie Lähmungen oder Gefühlsstörungen.

Die gesamte Beinmuskulatur umfasst die Skelettmuskeln, welche allesamt hüftabwärts liegen. Somit besteht sie aus Teilen des Beckengürtels sowie der Gesäßmuskulatur, Unterschenkel-, Oberschenkel- und Fußmuskulatur. Sämtliche Muskelgruppen der Beinmuskulatur sind sogenannte quergestreifte Muskeln. Ihre Bewegung kann bewusst gesteuert werden. Dienen die Muskeln einer Streckung der Extremitäten, tragen sie den Beinamen Extensoren. Gebeugte Muskeln hingegen werden Flexoren genannt. Sämtliche Muskeln, welche herangeführt werden, sind Adduktoren, jene, die abgespreizt werden können, Abduktoren.

Die häufigste Beschwerde der Beinmuskulatur sind Verspannungen. Die Ursachen für Verspannungen sind in der Regel Fehlstellungen, Verletzungen oder Überanstrengungen. Der Schmerzgrad der Verspannung fällt unterschiedlich stark aus, sodass gewisse Verspannungen durchaus schmerzhaft sein können. Aufgrund der Tatsache, dass die menschlichen Muskelgruppen jeweils mit einer anderen Gruppe korrespondieren, müssen die Verspannungsbeschwerden nicht nur an einer einzigen Körperstelle auftreten, da sie sich auf die einzelnen Abschnitte der Beinmuskulatur ausbreiten können.

Die Schmerzen in der Beinmuskulatur können akut einsetzen. Gründe hierfür sind unter anderem Krämpfe, Zerrungen, ein Muskelfaserriss, ein Muskelriss oder ein Sehnenriss wie beispielsweise eine Quadrizeps-, Achillessehnen– oder Sehnenruptur. Die Erkrankungen zählen zu den typischen Sportverletzungen. Häufig treten sie auf der Rückseite, der ischiokuralen Muskulatur, und an der Beininnenseite bzw. Adduktoren auf. Während bei einer Zerrung lediglich kleinste Bestandteile des Muskels bzw. der Sarkomere reißen, werden bei einem Faserriss einzelne Muskelfasern verletzt.

Der Muskelriss hingegen ist ziemlich schmerzhaft, da bei ihm ein komplettes Muskelbündel durchtrennt wird. In der Regel reißen kalte Muskeln leichter, sodass vor dem Sport unbedingt Aufwärm- und Dehnungsübungen durchgeführt werden müssen, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. Ebenfalls sollte das Training sanft begonnen werden, um die Muskeln und die Fasern nicht zu überanstrengen. Eine typische Erscheinung, welche beim Übertreiben beim Sport spürbar wird, ist der Muskelkater, welcher in nahezu allen Muskelpartien des Körpers auftreten kann.

Zugleich können an der gesamten Beinmuskulatur Fehlbildungen des Muskel-Skelettsystems auftreten. Ebenfalls sind gut- und bösartige Tumore, Muskelentzündungen bzw. eine Myositis und Vergiftungen große Probleme für die gesamte Muskulatur. Während Beschwerden wie Krämpfe oder Verspannungen in vielen Fällen selbst behandelt werden können und ebenso von selbst wieder Vergehen, können Muskelfehlbildungen, Muskelentzündungen, Vergiftungen und Tumore nur mittels ärztlicher Therapie und bzw. oder Operation beseitigt werden.

Typische und häufige Krankheiten des Oberschenkels

 

  • Verschleißerkrankungen des Oberschenkelknochens
  • Fehlstellungen wie Hüftgelenksdysplasie
  • Bewegungseinschränkungen bzw. völlige Bewegungsunfähigkeit
  • arthrotische Veränderung von Gelenkknorpel und knöchernen Anteilen des Oberschenkels
  • abnehmende Knochendichte mit dem Alter
  • Frakturen zwischen Schenkelhals und Hüftkopf
  • Schenkelhalsfraktur
  • suprakondyläre Femurfraktur
  • Oberschenkelschaftbruch
  • Arthrose des Kniegelenks / Gonarthrose
  • Arthrose des Hüftgelenks / Coxarthrose
  • Erkrankungen der Oberschenkelmuskulatur wie Entzündungen, Tumore und Myalgien
  • Verspannungen, verhärtete Muskeln und Krämpfe
  • Zerrungen, Muskelfaserriss, Muskelriss oder Sehnenriss
  • Fehlbildungen des Muskelskeletts

Frage und Antworten zum Oberschenkel

 

Welche Probleme kann der Oberschenkelknochen verursachen?

Das Femur als einziger Oberschenkelknochen kann an sämtlichen Stellen mittels großer Krafteinwirkungen brechen. Häufig sind diese Frakturen am Schenkelhals zu finden. Die Schenkelhalsfraktur betrifft vor allem ältere Menschen. Ebenfalls zeigen sich mit höherem Alter häufig eine Arthrose im Hüftgelenk, die sogenannte Coxathrose. Die Beschwerden des Femurs können mittels passender Therapie gelindert werden. Dennoch wird oft eine Operation erforderlich, in welcher ein künstliches Hüftgelenk bzw. eine Hüftgelenksprothese eingesetzt werden. Auch die Arthrose im Kniegelenk, die Gonarthrose, erfordert im Ernstfall eine Prothese, falls sie das Gelenk zerstört hat.

Wie beuge ich Krämpfen im Oberschenkel vor?

Krämpfe im Oberschenkel treten meist plötzlich in Form eines Stechens, Ziehens oder Zuckens auf. Häufig werden sie durch einen Nährstoffmangel verursacht. Ist der Nährstoffmangel nachgewiesen, sollte zunächst die Magnesiums- bzw. Kalziumzufuhr umgehend erhöht werden. Vor allem in der Schwangerschaft und der Menopause ist dieses Vorgehen äußerst ratsam. Um die Belastbarkeit der Muskeln zu steigern, ist regelmäßige Bewegung erforderlich. Vor dem Sport muss dringend ausreichend aufgewärmt werden, um den Oberschenkel vor Verkrampfungen zu schützen sowie die Muskelpartien zu lockern. Gleichfalls halten Massagen und Dehnübungen das Muskelgewebe fit.

Wie hoch ist die Heilungsdauer eines Oberschenkelhalsbruchs?

Die Heilungsdauer bei einem Oberschenkelhalsbruch ist stets altersabhängig. Während er bei Kindern schneller heilt, kann die Dauer sich bei älteren Patienten in die Länge ziehen. Der Oberschenkelhalsbruch wird heute nahezu immer mit einer Operation behandelt, welche ungefähr einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt mit anschließender Bewegungstherapie erfordert. Nach der ersten Operation erfolgt einige Zeit später meist eine zweite, in welcher osteosynthetischen Implantate wieder entfernt werden. Der zweite Aufenthalt allerdings beträgt nur zwei bis drei Tage. Treten Komplikationen, vor allem bei älteren Personen, auf, kann sich der Krankenhausaufenthalt verlängern. Nach einem Oberschenkelhalsbruch kann das Bein dennoch weitere drei bis vier Monate nicht vollständig belastet werden. Die endgültige Belastbarkeit ist mit ungefähr sechs Monaten nach dem Bruch wieder erreicht.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (36 Stimmen, Durchschnitt: 4,92 von 5)
Loading...
Top