Nasenkorrektur

Eine Nasenkorrektur hat verschiedene Gründe

Behandlung Nasenkorrektur

Die Nase ist eines der wichtigsten Sinnesorgane. Sie übernimmt ganz unterschiedliche Funktionen und ist dabei infolge ihrer komplexen anatomischen Beschaffenheit ein äußerst empfindliches Organ.

Nasen haben darüber hinaus eine immense Bedeutung im Zusammenhang auf das optische Erscheinungsbild des Gesichts. Sie bestimmen in ganz wesentlichem Umfang das Aussehen einer Person.

Nicht alle Menschen sind mit ihrer Nase zufrieden, sodass sie unter bestimmten Umständen eine Nasenkorrektur anstreben.

 

Was ist eine Nasenkorrektur?

Eine Nasenkorrektur wird vom medizinischen Standpunkt aus so definiert, dass das Organ neu geformt oder gestaltet wird. Dabei kommt es darauf an, ob nur geringe Störfaktoren vorhanden sind.

Dann kann mit einem minimal invasiven Eingriff ohne Operation gearbeitet werden. Verbesserungen sind in diesem Bezug erzielbar, indem Unterspritzungen der Unregelmäßigkeiten des Hautgewebes mit Hyaluronsäure vorgenommen werden.

Liegen jedoch umfangreiche Deformitäten oder Formabweichungen vor, dann kann eine Operation Abhilfe bringen. Dieses Verfahren wird allgemein ALS Nasenkorrektor oder medizinisch exakt als Rhino- oder Nasenplastik deklariert. „Nasenkorrektur“ ist eigentlich nur ein Unterbegriff.

Sie gehört mit der Septumplastik gemeinsam zur Rhinoplastik. Bei der Rhinoplastik werden Eingriffe an der inneren und an der äußeren Nase durchgeführt. Im Innenbereich heißt es Septumplastik, außen wird die Formanpassung Nasenkorrektur genannt.

Mit einer Nasenkorrektor sind verschiedene angeborene oder beispielsweise durch Verletzungen erworbene Veränderungen der Nase ausgleichbar. Mit den gegenwärtig zur Verfügung stehenden Operationsmethoden können verschiedene Areale der Nase gerichtet werden:

  • Nasenrücken beispielsweise Höckernase oder Sattelnase
  • Spitze der Nase, Nasenflügel und Formabweichungen der Nasenränder
  • Verkrümmungen der Nasenscheidewand
  • komplette Nase verkleinern

Angewandt werden Operationen, bei denen der Zugang zur Nase offen oder geschlossen ist. Beim offenen Zugang erfolgt die Eröffnung über das Durchtrennen der Nasenschleimhaut.

Beim offenen Zugang führt der ästhetische Chirurg den Schnitt an der Nasenschleimhaut plus eine Erweiterung zwischen Nasensteg und Oberlippe durch. An dieser Position wird die nur wenige Millimeter lange Narbe danach wieder kosmetisch vernäht.

 

Welche Funktion, Wirkung und Ziele sind bei der Nasenkorrektur wichtig?

Die Rhinoplastik mit einer äußeren oder inneren Korrektur der Nase trägt sowohl zu einer funktionellen als auch zu einer ästhetischen Optimierung und zu einer Rekonstruktion der Nase bei. Dabei ergeben sich Veränderungen der knorpeligen und der knöchernen sowie der Weichteilstrukturen. Erzielbar sind mit einer derartigen Maßnahme mehrere Effekte:

  • Fehlbildungen beheben
  • störende Auffälligkeiten ausgleichen
  • bessere Funktion herstellen
  • Deformierungen beseitigen
  • Aussehen verbessern
  • Wohlbefinden und Selbstbewusstsein der Patienten erhöhen

Durch eine ungünstige oder unvorteilhafte Gestalt der Nase haben viele Menschen beispielsweise Probleme beim Atmen und beim Riechen. Dabei kann die Atmung entweder auf einer Seite oder in beiden Nasenlöchern behindert sein. Nicht selten kommt es vor, dass Patientinnen und Patienten unter Kopfschmerzen und Migräne leiden, weil die Funktion der Nase eingeschränkt ist.

Eine zu große Nase kann beispielsweise das Gesichtsfeld stören und eine nasale Sprache verursachen. Außerdem kann sich daraus eine Art chronischer Schnupfen entwickeln, weil die Nase im Innenraum nur ungenügend belüftet wird. Das kann wiederum zu unangenehmen Entzündungen der Nasennebenhöhlen beitragen. Eine Nasenkorrektur kann demnach in vielerlei Hinsicht Abhilfe der Beschwerden schaffen.

 

Welche Diagnose ist bei der Nasenkorrektur relevant?

Behandlung Nasenkorrektur

Die diagnostischen Untersuchungen wird sowohl die innere als auch äußere Nase begutachtet. Bei der inneren Nase geht es darum, eine vermehrte Absonderung von Nasensekret sowie Deformitäten zu erkennen.

Erweitert wird diese Diagnostik durch das Sehen von Tumorösen Gewebeentartungen in der Nasenschleimhaut, an den Nasenmuscheln und an der Nasenscheidewand.

Von außen beschaut sich der Arzt die Größe und die Form der Nase. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Erfassung von funktionellen Beeinträchtigungen.

In die diagnostischen Erhebungen werden die Eigenschaften der Gewebe, der Knochen, der Haut und der Knorpel einbezogen. Die Diagnose betrifft außerdem eine Analyse der Proportionen des Gesichts und der Nase.

 

Welche Behandlungen gibt es für die Nasenkorrektur?

Die Auswahl der Behandlung richtet sich nach verschiedenen Kriterien. Im Mittelpunkt steht hauptsächlich die Art der Deformierung.

  • Ballonnase
  • Breitnase und Langnase
  • große Nase und kleine Nase
  • Höckernase
  • Knollennase
  • sogenannte „plumpe“ Nasenspitze
  • abgesunkene Nasenspitze oder „Papageienschnabelnase“
  • Sattelnase
  • Schiefnase Spaltnase bei angeborener LippenKiefer-Gaumen-Spalte

 

Gängig sind in der Operationspraxis daher Eingriffe wie:

  • Begradigung der Schiefnase durch erneute Mobilisierung des Stützgerüstes
  • Auffüllen der Nasenspitze oder des Nasenrückens bei sogenannten Substanzdefekten mit körpereigenem Gewebe
  • Verschmälerung der Nasenform durch Ablösen des Gerüsts von der Haut in Kombination mit einer Neuformung der Nasenbeine
  • schrittweise Abtragung eines Nasenhöckers und anschließendes Zusammenschieben der beiden Nasenbeine, dazu Verkürzung der Nasenspitze und deren erneute Fixierung

Die Klassische Vorgehensweise bei der Nasenkorrektur basiert auf variierenden Techniken. Welche davon am besten geeignet ist, wird nach der Begutachtung der Dicke der Haut, der Beschaffenheit der Nasenspitze und der knöchernen und knorpeligen Bestandteile entschieden.

 

Die einzelnen Phasen bei der Rhinoplastik sind:

  • Korrigieren der Nasenscheidewand und Reduzierung des Umfangs des Nasenmuscheln
  • Anheben, Absenken (bei „Himmelfahrtsnase“, Neuformen und Betonen der Nasenspitze
  • Entfernen des knöchernen Höckers für ein besseres Nasenprofil
  • Verschmälerung und Begradigung der Nasenpyramide durch das Trennen und Zusammenbringen der Nasenbeine
  • Begradigung der Nase entlang einer gedachten Mittellinie
  • Erhalt oder Wiederherstellung einer passend weit gestellten Nasenklappe

Nach der Operation werden Röhrchen aus Salbengage zur Stabilisierung und Schienung in die Nasenlöcher eingeführt. Eine Schiene aus Kunststoff schützt die Nase von außen und unterstützt gemeinsam mit den Pflasterstreifen auf der Nasenhaut zu einer Neumodellage bei. Die verwendeten Nahtfäden lösen sich in der Regel von selbst auf.

Eine Nasenkorrektur kann je nach Ausmaß des Eingriffs in lokaler Betäubung oder mit normaler Sedierung in der Art eines Dämmerschlafs ausgeführt. Mehrheitlich wird jedoch die Vollnarkose gewählt, wenn es die gesundheitlichen Gegebenheiten zulassen.

 

Welche Risiken und Gefahren birgt eine Nasenkorrektur?

Diese Aspekte sind mit den heute perfektionierten Operationsmethoden beinahe ganz auszuschließen. Dennoch ist jeder Patient individuell, sodass Verletzungen unter dem operativen Eingriff zwar selten aber dennoch möglich sind. Diese Verletzungen betreffen meist den Tränenkanal und einzelne Zähne. Im Zuge der Wundheilung sind Störungen zu bedenken, die sich in einer eitrig verlaufenden Infektion darstellen.

Lungenembolien durch Verstopfungen eines Blutgefäßes durch einen Thrombus beziehungsweise ein Gerinnsel sowie Thrombosen in anderen Körperbereichen sind ebenfalls zu beachten. Deshalb ist es wichtig, sich so bald wie möglich nach dem Eingriff etwas zu bewegen und Kompressionsstrümpfe zu tragen.

Nach einer Nasenkorrektur kann die Nase mehr oder weniger empfindlich sein. Narben in der Nasenschleimhaut, Schwellungen, Blutergüsse oder Hämatome, schmerzhafte Beschwerden und Durchblutungsstörungen mit Nekrosen oder einem Absterben von Gewerben sind ein weiteres Risiko.Des Weiteren soll auf chronische Schmerzen im Gesicht, Hirnhautentzündungen und Verletzungen der Schädelbasis hingewiesen werden.

Allergien gegen Betäubungs- und Schmerzmittel sowie gegen Pflegeprodukte sollten dem behandelnden Schönheitschirurgen unbedingt anvertraut werden. Ein Hinweis auf eine Störung der Gerinnung sind auffällige Hautflecken. Eine Blutungsneigung sowie die vorherige Aufnahme von Mitteln, die eine Blutung fördern, sollte dem Arzt ebenfalls mitgeteilt werden.

Die Patientinnen und Patienten müssen auf jeden Fall narkosetauglich sein.
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