Lippen

Mehr als Worte sagen

Treffen Sie einen Menschen, blicken Sie diesen meist zuerst ins Gesicht. Das Gesicht sagt viel über eine Person aus, wobei gerade der Mund und seine Lippen als Indikator für die Emotionen gilt. Der Mundwinkel kann schnell verraten, ob es der Person gut oder schlecht geht. Jedoch sind Lippen nicht nur ästhetisch anzusehen und ein wichtiger Teil des Gesichts, sondern diese haben auch einige essenzielle Aufgaben für den Körper. Wenden Sie sich deswegen von den klassischen Ansichten ab, dass Lippen nur zum Küssen da sind, und schauen Sie sich die wichtigsten Eigenschaften dieser an.

Was sind Lippen?

Allgemein ist bekannt, was Lippen sind. Dennoch sollten Sie sich die Bezeichnung der Fachkreise genauer ansehen. In der Fachsprache werden die Lippen als Labium oris bezeichnet. Es handelt sich hierbei um die Weichteilfalten im unteren Bereich des Gesichts. Das Organ tritt paarweise auf. Das bedeutet, Sie finden immer eine obere und untere Lippe vor. Die Lippen schirmen dabei die Mundhöhle von der äußeren Umgebung ab. Immerhin ist die Mundhöhle recht empfindlich, sodass die Lippen als Schutz jener dienen.

Die bekannteste Eigenschaft der Lippen ist deren große Eigenbeweglichkeit. Das bedeutet, die Lippen bewegen sich durch die Mimik und beim Sprechen. Anhand der Lippenbewegungen können Wörter geformt und Emotionen dargestellt werden. Zudem formen die Lippen gemeinsam mit den Wagen den äußeren Rand des Mundvorhofes und erfüllen auch hier einige wichtige Funktionen, die im Alltag des Menschen essenziell sind. Nur durch das Spiel von Lippen und Wagen kommt es zur Nahrungsaufnahme sowie der Sprachbildung. Zu beachten gilt, dass Lippen nicht nur bei Menschen vorzufinden sind. Auch viele Säugetiere besitzen diese, wobei jene meist als Lefzen bezeichnet werden. Die Funktion ist aber sehr ähnlich zu der des Menschen.

Die Funktionen und Aufgaben der Lippen

Sicherlich sind Lippen schön anzusehen, doch die Funktionen und Aufgaben jener sind noch sehr viel mannigfaltiger. Am wichtigsten sind die Lippen bei der Nahrungsaufnahme. Dank der Beweglichkeit der Lippen und der Zusammenarbeit mit der Wange können die aufgenommenen Speisen und Flüssigkeiten in der Mundhöhle zu den Zähnen bewegt werden. Diese kümmern sich anschließend um die Zerkleinerung, bevor die Speisen heruntergeschluckt werden können. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Lippen bei der Kommunikation. Nur durch die Formung der Lippen können bestimmte Laute entstehen. Darunter fallen beispielsweise P, B, F oder M. Versuchen Sie einmal ohne Lippenbewegung zu sprechen, bemerken Sie schnell, wie undeutlich die Sprache wird.

Nicht nur in Hinblick auf die Sprachbildung sind die Lippen essenziell, sondern auch bei der Mimik sind diese sehr wichtig. In und rund um die Lippen sind mimische Muskeln vorzufinden. Diese sorgen dafür, dass Sie die Lippenbewegungen steuern können. Sobald Sie die Muskeln bewege, entsteht eine Emotion auf Ihren Lippen, wie zum Beispiel ein Lächeln. Durch gezielte Bewegungen der Lippen können Sie somit verschiedenen Emotionen, wie Ärger, Trauer, Freude oder Zorn, Ausdruck verleihen. Nur so ist es möglich, dass Ihr Gesprächspartner Ihre Sprache mit einer Emotion verbinden kann.

Eine weitere Aufgabe der Lippen ist das Ertasten. In den Lippen Laufen zahlreiche Nervenenden zusammen, weshalb die Lippen beispielsweise sehr viel empfindlicher sind als Ihre Finger. Diese Tastfunktion ist noch aus der frühen Entwicklungsphase vom Affen zum Menschen verblieben, denn Tiere mussten mit ihrem Körper ertasten, ob bestimmte Nahrung essbar oder giftig ist. Auch die Lippen spielten dabei eine Rolle. Brannten verschiedene Nahrungsmittel auf den Lippen oder wahren diese mit feinen Stacheln überseht, konnte das sofort bemerkt werden. Heute ist der Tastsinn der Lippen eher sekundär.

Die Aufgaben im Überblick:

 

  • Hilfe bei der Nahrungsaufnahme
  • Im Zusammenspiel mit den Wagen führen die Lippen die Nahrung zu den Zähnen
  • Die Bildung von Wörtern
  • Darstellung von Mimik und Emotionen
  • Ertasten von Nahrungsmitteln und ähnlichem

Ein Blick auf die Anatomie der Lippen

Die Lippen setzen sich aus einer Ober- und Unterlippe zusammen. Diese liegen ober- beziehungsweise unterhalb der Öffnung des Mundes. Verknüpft sind diese über den Mundwinkel, der sich an der Seite der Öffnung finden lässt. Zugleich sind die Lippen aber auch mit dem Zahnfleisch verbunden, sodass sich diese nicht „lösen“. Um eine Verbindung zu ermöglichen, findet sich an der Schleimhautfalte ein Lippenbändchen. Nennenswert ist, dass sich am oberen Rand der Oberlippe in der Mitte eine Furche befindet, die als Amorbogen bezeichnet wird. Darüber hinaus befindet sich zwischen Amorbogen und Nase eine kleine Vertiefung. Diese trägt den Namen Philtrum und ist für die Ausdehnung des Mundes beim Sprechen zuständig.

Im inneren Bereich sind die Lippen mit der Mundschleimhaut bedeckt, sodass diese feucht bleiben und nicht austrocknen. Im Außenbereich sind die Lippen hingegen mit einer sehr dünnen, aus drei bis fünf Zellschichten bestehenden Haut verkleidet. Die Dünnheit der Haut ist sehr wichtig, sodass die darin endenden Nervenenden einen guten Tastsinn ermöglichen. Dafür können die Lippen aber auch leichter „beschädigen“. Darüber hinaus ist der sich über den Mund erstreckende Musculus orbicularis oris grundlegend für die Gestaltung und Beschaffenheit der Lippen. Wie weiter oben erwähnt, gibt es auch eine Vielzahl an mimischen Muskeln, welche für die hohe Eigenbeweglichkeit der Lippen sorgen.

Typisch für Lippen ist eine rötliche Färbung. Bei manchen Menschen ist diese stärker ausgeprägt, weshalb sich die Lippenfarbe deutlich von der Gesichtsfarbe unterscheidet. Für die rote Färbung ist das Blut im Gewebe verantwortlich, welches von der Arteria labialis inferior und Arteria labialis superior zu den Lippen geleitet wird. Beide Adern entstammen der Gesichtsarterie, weshalb sich die Lippen meist rötlicher färben, wenn mehr Blut ins Gesicht gepumpt wird, wie es beispielsweise bei sportlichen Anstrengungen der Fall ist.

Verrät die Form der Lippen etwas über den Menschen?

Es gibt kein Lippenpaar, welches identisch zu einem anderen ist. Jeder hat leicht andere Schwingungen, eine dunklere oder hellere Farbe sowie variierende Breiten. Dennoch wird gesagt, dass die Lippenform etwas über den Menschen dahinter aussagt. Ob die Lippenform wirklich etwas über den Träger/die Trägerin aussagt, müssen Sie selbst bestimmen. Sicherlich können einige Merkmale übereinstimmen, doch der Charakter lässt sich nur in den seltensten Fällen wirklich von den Lippen ablesen. Welche Lippenformen es gibt und was jene über die Person aussagen sollen, erfahren Sie hier.

Ausgeglichener Mund: Die Lippen sind nicht sonderlich groß, dünn oder dick. Sie besitzen ebenso keinen auffälligen V-Bogen, der als Kupidoschwinge bekannt ist. Die Lippenproportionen passen zum Rest des Gesichts, doch diese stehen nicht im Fokus.

Bedeutung: Es wird gesagt, dass Menschen mit einer solchen Lippenform in zwischenmenschlichen Beziehungen ausgeglichener sind. Meist sind diese weder streitlustig, noch konfliktscheu. Das Interesse liegt darin Kompromisse zu finden. In der Liebe suchen jene meist nach einer tieferen Bindung und wissen andere Personen mehr zu schätzen.

Kleiner Mund: Sowohl Ober- als auch Unterlippe sind nicht ausgeprägt und sehr schmal. Im Verhältnis zum Gesicht sind die Lippen sehr klein und zierlich.

Bedeutung: Es wird behauptet, dass ein kleiner Mund in einer Partnerschaft kein gutes Zeichen ist. Sie deuten darauf hin, dass sich der Mensch noch nicht festlegen möchte und eher auf der Suche nach Abenteuern ist. Außerdem gibt die Lippenform darüber Auskunft, ob jemand eher verschwiegen ist oder eine offene Kommunikation sucht.

Großer Mund: Die Lippen können als der Mittelpunkt des Gesichts angesehen werden. Deren Form ist voluminös, geschwungen und sehr gleichmäßig. Es wird meist von einem „Schmollmund“ gesprochen. Typisch ist diese Lippenform bei Frauen. Bei Männern ist diese eher selten anzutreffen.

Bedeutung: Eine Dame mit großen Lippen gilt als besonders gebärfreudig und hegt einen starken Kinderwunsch. Ebenso empfindet jene eine große Empathie. Für solche Menschen stehen ein zuverlässiger Freundeskreis sowie eine feste Bindung an oberster Stelle. In der Liebe sind sie hingegen harmoniebedürftig.

Herzförmiger Mund: Die Lippen haben einen ausgeprägten V-Bogen. Die eigentliche Lippenform kann aber sehr unterschiedliche ausfallen. Bei diesem Lippentyp ist es nur entscheidend, dass das V in der Mitte der Oberlippe sehr auffällt und ersichtlich ist.

Bedeutung: Menschen mit herzförmigen Lippen gelten als gute Gesprächspartner. Sie sind meist schlagfertig und selbstbewusst, besitzen aber auch eine kreative Ader. Dennoch eckt die Gesprächsfreudigkeit manchmal an, da voreilig etwas gesagt wurde. Vor allem in der Partnerschaft sind Menschen mit herzförmigen Lippen kompliziert.

Voller und schmaler Mund: In der Natur tritt diese Form sehr selten auf, weshalb viele Frauen meist durch einen Schönheitschirurgen nachhelfen lassen. Die Oberlippe ist dabei besonders voluminös und wirkt prall und voll. Die Unterlippe ist zum Vergleich dazu eher schmal.

Bedeutung: Nach der chinesischen Medizin gelten Menschen mit einem solchen Mund als großzügige Personen, die sich gerne um andere kümmern. Die Liebsten werden meist verhätschelt und verwöhnt. Allerdings besagt die Theorie, dass sich das gesamte Wesen verändert, wenn das angeborene Merkmal verändert wird.

Krankheiten, Beschwerden und Störungen rund um die Lippen

Bei den Lippen handelt es sich um ein Organ des menschlichen Körpers, weshalb diese von zahlreichen Krankheiten sowie Symptomen von bestimmten Erkrankungen betroffen sein können. Einer der häufigsten Lippenerkrankungen stellt der sogenannte Herpes labialis, der vereinfachte Lippenherpes, dar. Es handelt sich um eine Form der Herpes-Simplex-Infektion und zeigt sich an der Lippe durch die Ausbildung von kleinen, schmerzhaften Blasen. In der Regel ist Lippenherpes recht ungefährlich und klingt schon nach ein paar Tagen wieder ab. Nur bei einigen Risikogruppen kann es zu ernsthaften Komplikationen kommen. Zu dieser Risikogruppen zählen Menschen mit einer Immunschwäche, hiv-Patienten sowie Neugeborene. Doch auch Menschen mit chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis sind gefährdet. Es kann passieren, dass sich der Lippenherpes ausbreitet und größere Hautpartien infiziert. Darüber hinaus ist Lippenherpes leicht übertragbar. Schon der Kuss auf eine infizierte Lippe kann zur Übertragung führen. Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, kommt Herpes in bestimmten Abständen immer wieder auf.

Bei vielen Menschen weisen die Lippen aber auch eine hohe Austrocknung auf. Dafür gibt es viele Gründe, wobei gerade große Hitze und trockene Luft dazu führen. Durch einen Fettstift oder die regelmäßige Einreibung mit einer nachfettenden Creme kann der natürliche Säuregehalt der Lippen wieder hergestellt werden. Es ist davon abzuraten, dass Sie die Lippen mit der Zunge oder Wasser befeuchten. Dieses vertrocknet und steigert somit die Trockenheit der Lippen. Durch den erhöhten Konsum von Tabak, starke Sonneneinstrahlung, Zahlfehlbildungen oder unzureichender Mundhygiene kann es darüber hinaus zu Krebsgeschwülsten an den Lippen kommen. Besonders die Oberlippe ist häufig davon betroffen und leidet an Erkrankungen wie dem Basaliom. Eine häufige Erkrankung ist die Lippenschwellung, die in Fachkreisen als Makrocheilie bezeichnet wird. Es gibt viele Unterarten der Schwellungen, wobei diese in unterschiedlichen Situationen auftreten können. Dennoch weisen diese beinah alle identische Charakteristika auf. Es kommt zu einer Anschwellung des Lippengewebes. Es können sich auch kleine Beulen, Knoten oder Bläschen bilden. Auch erythematöse Flecken sind keine Seltenheit.

Da die Haut der Lippen recht empfindlich ist, kann es zu einer Vielzahl an Verletzungen kommen. Schon ein starker Schlag gegen die Lippe führt zu Hämatomen unter der Haut, welche sich durch eine Schwellung und eine leicht dunkelblaue oder violette Färbung zeigen. Meist klingt diese nach wenigen Tagen ab. Noch häufiger kommt es zum sogenannten Aufplatzen der Lippe. Kleine Areale der Lippe sind verletzt, sodass die ersten Hautschichten aufreißen. In der Regel tritt jetzt Blut aus und die Lippe schmerzt. Mit etwas Zeit und einer passenden Wundsalbe lässt sich dieser Umstand aber schnell regenerieren. Auch das Verbrennen der Lippen ist keine Seltenheit, wenn Sie beispielsweise was Heißes essen oder trinken. Meist rötet sich die Lippe nur und schmerzt. Nur bei starken Verbrennungen entstehen Brandblasen. Die Lippen spielen aber auch im Zusammenhang mit Erkrankungen rund um die Mundschleimhaut eine wichtige Rolle. Beispielsweise kann durch die Umstülpung der Lippen ein genauer Blick auf die Schleimhäute geworfen werden, sodass Anämien entdeckt werden.

Welche Ursachen führen zu den verschiedenen Krankheiten?

Sicherlich zeigen sich einige Lippenstörungen durch spezielle Vorerkrankungen, doch es gibt auch allgemeine Umstände, welche zu einer Beeinträchtigung der Lippen führen können. Sie erhalten hier eine kleine Auflistung, sodass Sie die Risiken für Ihre Lippen minimieren können.

Kälte: Vor allem trockene und gereizte Lippen entstehen durch Kälte. Im Winter machen kleine Risse den Lippen zu schaffen, da die Kälte den Feuchtigkeitshaushalt der Lippen negativ beeinflusst. Es kommt zur Austrocknung, wobei sich schnell noch weitere Krankheiten festsetzen können. Dadurch, dass Risse in der Lippenhaut vorzufinden sind, haben Erreger ein leichtes Spiel. Ebenfalls negativ ist, dass Sie mit der Zunge beinah reflexartig die Lippen befeuchten. Dies verschafft zwar kurzfristig Linderung, doch danach trocknen die Lippen noch mehr aus.

Falsche Pflege: Ein weiterer Grund für trockene Lippen und diverse Erkrankungen ist die falsche Pflege. Die Lippenhaut unterscheidet sich essenziell von der normalen Gesichtshaut. Diesem Umstand sind sich aber nur wenige Menschen bewusst, weshalb die herkömmliche Feuchtigkeitscreme auch für die Lippen verwendet werden. Doch nur in seltenen Fällen sind die Inhaltsstoffe der Creme auf die zarte Haut der Lippen abgestimmt. Besser ist, wenn Sie zu speziellen Lippenbalsam oder bewährten Hausmitteln, wie Honig, greifen. Dies schont Ihre Lippen und beansprucht diese nicht.

Vitaminmangel: Generell ist bekannt, dass die Produkte, welche Sie über die Nahrung aufnehmen, unseren Körper beeinflussen. Leider leben nur wenige Menschen wirklich gesund und ausgewogen, was sich auch bei den Lippen bemerkbar macht. Durch einen Vitaminmangel kommt es zu rissigen und spröden Lippen. Vor allem der Mangel an Vitamin B2 sowie Riboflavin sorgt dafür, dass die Lippen beschädigen. Um diesen Vitaminmangel auszugleichen, sollten Sie zu Produkten wie Milch, Joghurt, Brokkoli, Avocado oder Fleisch greifen. Vorrangig sollten Veganer darauf achten, dass diese genügend b2 erhalten.

Stress: Die Ursachen für Lippenerkrankungen sind vielfältig. Neben den offensichtlichen Verursachern müssen Sie sich auch mit Ihrem Lebensstil befassen. Stress wirkt sich ungünstig auf den Zustand der Haut aus und lässt jene austrocknen. Reduzieren Sie den Stress und entspannen Sie sich öfter, damit der natürliche Feuchtigkeitszustand der Haut gewahrt bleibt.

Typische und häufige Erkrankungen

 

  • Herpes labialis (Lippenherpes)
  • Ausgetrocknete Lippen
  • Krebsgeschwülste
  • Basaliom
  • Lippenschwellung in verschiedenen Varianten
  • Erythematöse Flecken
  • Hämatome
  • Aufplatzen der Lippe
  • Verbrennungen und Brandblasen
  • Erkrankungen der Mundschleimhaut

Wichtige Fragen und Antworten rund um die Lippen

 

Was sind Eingerissene Mundwinkel?

Oben wurde erwähnt, dass die Lippen in den Mundwinkeln an der Seite enden. Diese Mundwinkel können durch verschiedene Umstände einreißen oder sehr rau werden. Meist breitet sich dies auch auf die nahen Lippen aus. Der häufigste Grund für eingerissene Mundwinkel ist eine schlechte Pflege. Die meisten Menschen denken, dass es vollkommen ausreicht, wenn die Lippen regelmäßig mit Lippenpflegestift behandelt werden. Das ist aber nicht wahr, denn Fettstifte können nur bedingt eine Pflege leisten und dienen eher einer optischen Verbesserung. Mit diversen Salben können eingerissene Mundwinkel verhindert werden. Allerdings kann diese Erkrankung auch auf eine Mangelerscheinung hindeuten. Ein Mangel an Eisen oder Vitamin B führt dazu, dass sich die Haut nicht selbst regenerieren kann. Sollte ein eingerissener Mundwinkel auch nach der Pflege nicht abheilen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Was ist die Leckchilitis?

Bei Kinder ist die Leckchilitis häufig vertreten. Es handelt sich um die Anfeuchtung der Lippen durch die Zunge. Im Volksmund kann damit das ständige Lecken über die Lippen bezeichnet werden. Das führt zur Aufweichung der Lippen, sodass die Haut um die Lippen immer dünner wird. Schnell bildet sich ein roter Kreis um den Mund. In manchen Fällen ist auch die Zunge leicht gerötet. Ein großes Problem bei der Leckchilitis ist, dass sich die Lippen sowie die Haut drumherum leicht entzünden kann. Die Reizungen lösen den Selbstschutz der Haut auf, sodass schnell Bakterien und Keime eindringen können. Die Behandlung der Leckchilitis ist recht simpel, braucht aber dennoch viel Disziplin vom Kind. Dieses muss es nur unterlassen, dass die Lippen abzulecken.

Was ist die Chelitis simplex?

Im Zusammenhang mit Lippenerkrankungen wird häufig von der Chelitis simplex gesprochen. In diesem Fall ist die Lippe entzündet, was sich durch eine spröde Haut zeigt. Die Lippe wirkt so, als wären die obersten Hauttschichten an einigen Stellen herausgerissen worden. Zugleich sind die Lippen gerötet und es entstehen Bläschen. Die Ursache dieser Krankheit kann eine Austrocknung der Lippen sein, welche sich durch das Wetter oder als Begleiterscheinung eines Fiebers zeigt. Aber auch die Nebenwirkung von Medikamenten ist nicht ausgeschlossen. In vielen Fällen ist aber eine Kontaktallergie der Grund für eine Chelitis simplex. Deswegen ist ein Allergietest ratsam, wenn Chelitis simplex festgestellt wurde. Abhilfe schaffen meist fettende Salben oder Lippenpflegestifte.

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